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Author: wz_admin

Investitionen für eine sichere Trinkwasserversorgung

 



Welche Bauprojekte für den WAZV „Elbe-Elster-Jessen“ und den WAZV „Bode-Wipper“ für 2026 anstehen

Investitionen für eine sichere Trinkwasserversorgung

Während das Jahr vielerorts noch langsam Fahrt aufnimmt, arbeiten unsere Herausgeber, die Wasser- und Abwasserzweckverbände „Bode-Wipper“ und „Elbe-Elster-Jessen“, bereits intensiv an neuen Vorhaben. In der ersten Ausgabe der WASSERZEITUNG stellen sie ihre Großprojekte im Bereich Trinkwasser für 2026 vor.

Bald rollt der Bagger an: Im Mai soll die komplexeste Baumaßnahme in Jessen starten.

Foto: SPREE-PR/ Gückel

Gleich vier Großprojekte plant der WAZV „Elbe-Elster-Jessen“ für das Jahr 2026. Das umfangreichste davon ist der Neubau einer zentralen Trinkwasserleitung zum Hochbehälter in Jessen. „Das ist die mit Abstand komplexeste Baumaßnahme, die wir in diesem Jahr umsetzen werden“, sagt WAZV-Geschäftsführer Thomas Giffey. Die neue Hauptleitung wird in insgesamt sieben Bauabschnitten verlegt. Der erste Abschnitt ist für den Zeitraum von Mai bis Ende November 2026 vorgesehen. „Das ist ein echter Kraftakt, der eine sehr sorgfältige Planung erfordert“, betont Thomas Giffey. „Unser Ziel ist es, die weiteren Bauabschnitte möglichst zügig umzusetzen, damit sich die Bauzeiten nicht unnötig in die Länge ziehen.“ Nach der Verlegung und Inbetriebnahme der neuen Trinkwasserleitung wird die bestehende Altleitung außer Betrieb genommen. Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf rund 1,1 Millionen Euro. Auch in der Weinbergsiedlung stehen Arbeiten an: Dort werden die Trinkwasserleitungen erneuert. „Für die Bauarbeiten ist vor allem der enge Bauraum auf dem Mittelweg eine Herausforderung“, erklärt der Verbandsgeschäftsführer. Zusätzlich werden im Ortsteil Leipa rund 525 Meter Trinkwasserleitung sowie 28 Hausanschlüsse neu verlegt.

Mit der Verlegung einer neuen Verbindungsleitung zwischen Axien und Prettin wird die Versorgungssicherheit erhöht.
Foto: SPREE-PR/ Gückel

Versorgungssicherheit stärken

Darüber hinaus ist der Neubau einer Verbindungsleitung zwischen Axien und Prettin geplant, insgesamt  3.900 Meter. Einschränkungen für Anwohner sind hier nicht zu erwarten. „Mit dieser Maßnahme erhöhen wir gezielt die Versorgungssicherheit“, erklärt Giffey. Denn im Falle eines Leitungsschadens können wir so schneller reagieren und die Trinkwasserversorgung stabil halten.“ Alle geplanten Baumaßnahmen dienen der langfristigen Instandhaltung und Modernisierung der Infrastruktur. „Unser Ziel ist es, eine zuverlässige und sichere Wasserversorgung auch für die kommenden Jahre zu gewährleisten“, fasst WAZV-Geschäftsführer Thomas Giffey zusammen.

Für den WAZV „Bode-Wipper“ ist es ein Mammutprojekt, das bereits im vorherigen Jahr gestartet ist: die Baumaßnahme an der Ortsdurchfahrt L 72 in Neundorf. Die WASSERZEITUNG berichtete darüber in der Februar-Ausgabe 2025. Nach elf Monaten zieht WAZV-Geschäftsführer Andreas Beyer eine Zwischenbilanz.

Die Gemeinschaftsmaßnahme zwischen dem WAZV, der Stadt Staßfurt und der Landesstraßenbaubehörde Sachsen-Anhalt (LSBB) umfasst unter anderem die Verlegung von 2.570 Meter Trinkwasserleitungen und die Installation von rund 90 Hausanschlüssen. „Es handelt sich um eines der größten zusammenhängenden Bauprojekte der vergangenen Jahre für unseren Verband“, sagt Andreas Beyer. Eine große Herausforderung ist der eng getaktete Zeitplan.
Eine unerwartete Schwierigkeit trat im Bauabschnitt zwischen Ortseingang Neundorf und der Rathmannsdorfer Straße auf. Dort wurden beim Neubau der Straßenentwässerung mehr Straßeneinläufe realisiert als ursprünglich vorhanden waren. Dadurch würde mehr Regenwasser in den Mischwasserkanal gelangen, der für diese Wassermengen nicht ausreichend dimensioniert wäre. In der Folge mussten vier Haltungen des Kanals ausgetauscht werden. Die Kosten übernimmt der LSBB. Dadurch entstand ein Zeitverzug von rund vier Wochen. Um die Erreichbarkeit für Anwohner und Gewerbetreibende zu verbessern, wurde der aktuelle Bauabschnitt nochmals unterteilt. „Wir befinden uns hier etwa bei der Hälfte des Abschnitts“, so Beyer.

Bauprojekt erfordert Flexibilität

Trotz dieser Herausforderung fällt das Gesamtfazit positiv aus. „Gemeinschaftsmaßnahmen erfordern immer Kompromisse, aber insgesamt verlief und verläuft die Zusammenarbeit mit der LSBB wie auch mit dem Ingenieurbüro und der Baufirma sehr gut“, betont Andreas Beyer. Finanziell ist das Bauprojekt bisher wesentlich günstiger als die Kalkulation ergeben hat. „Das wirkt sich für uns leider nicht nur positiv aus“, sagt Beyer und erklärt: „Aufgrund des günstigeren Ausschreibungsergebnisses dürfen wir rund 400.000 Euro an Fördermitteln nicht abrufen. Umso unverständlicher ist es für uns, dass eine andere, bereits zugesagte Maßnahme vom Land mit dem Hinweis auf fehlende Mittel nicht gefördert wird.“

Trotz unerwarteter Schwierigkeiten konnte der WAZV den ersten Bauabschnitt in Neundorf erfolgreich abschließen.
Foto: WAZV „Bode-Wipper”

Aufgrund der Baumaßnahmen ist die Ortsdurchfahrt Neundorf weiterhin gesperrt.
Foto: SPREE-PR/Wolf

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KI? Nur im Dienst des Wassers!

 



Brandenburg

KI? Nur im Dienst des Wassers!

Dass jederzeit bestes Trinkwasser aus dem Wasserhahn gezapft werden kann, gehört zu den großen Errungenschaften der Daseinsvorsorge. Doch dieses hohe Gut wird herausgefordert – durch Klimakrise, Fachkräftemangel, demografischen Wandel und steigende Qualitätsanforderungen. Um Kosten und Ressourcen so effizient wie möglich einzusetzen, gewinnt Künstliche Intelligenz (KI) auch in der Wasserwirtschaft rasant an Bedeutung.


Fotomontage: canva/SPREE-PR

„Ich würde fast behaupten, wir kommen zur Bewältigung unserer Herausforderungen nicht um die Nutzung von KI herum“, so Prof. Dr. Katharina Teuber, Professorin für Siedlungswasserwirtschaft an der Jade Hochschule Wilhelmshaven/Oldenburg/Elsfleth im aktuellen Podcast „WASSER ZEITUNG“ (u. a. bei spotify, deezer). Zunehmende Urbanisierung, alternde Infrastruktur, Sanierungsdruck – damit müsse man umgehen. „Digitalisierung kann da wirklich ein Hebel zur Lösung sein!“ Das hätten Forschungsprojekte eindeutig festgestellt.

Eine Frage mangelnder Zeit

Eine schnelle Umfrage unter den Herausgebern dieser WASSERZEITUNG bestätigt großes Interesse an KI – und konkreten Einsatzgebieten! Diese reichen von Prognosen des Trinkwasserbedarfes aufgrund von Wetterdaten über schnelleres Reagieren auf mögliche Verunreinigungen bis hin zu einer genaueren Zustandserfassung von Aggregaten. „Vor zehn Jahren habe ich bei den Berliner Wasserbetrieben selbst noch erlebt, wie die Befahrung von Kanälen händisch ausgewertet werden musste. Wer hat dafür heute noch Zeit?!“ Ein KI-Modell könnte mit einem umfangreichen Datensatz trainiert werden und definierte Zustände (Risse oder Brüche) erkennen – und Entscheidungen für Sanierungen treffen.

Vorsicht: „Prompt Hacking!“

Spätestens seit der Einführung von ChatGPT ist Künstliche Intelligenz in aller Munde. Sie durchdringt mittlerweile alle Bereiche unseres Lebens, manche sprechen sogar von einer „rasanten Revolution“. Diese hat das Potenzial, sich in den zentralen wirtschaftlichen Antrieb des 21. Jahrhunderts zu verwandeln. „Dafür brauchen wir natürlich die entsprechenden Fachkräfte“, verweist Katharina Teuber auf eine unabdingbare Voraussetzung für effiziente KI-Anwendungen. Mit der EU-Verordnung über Künstliche Intelligenz (KI-VO) sind Unternehmen seit dem 2. Februar 2025 verpflichtet, ihre Mitarbeitenden auf den sicheren und effizienten Einsatz von KI vorzubereiten. Denn es gibt Risiken – Stichwort „Prompt Hacking“! „In einer E-Mail könnte ‚weißer Text‘ Kommandos an das KI-Tool zur Freigabe bestimmter Informationen enthalten.“ Gefahr im Verzug!

Das Kerngeschäft im Blick

Und noch etwas sorgt für einen bitteren Beigeschmack beim Thema Künstliche Intelligenz: die unvermeidlichen, gigantischen Rechenzentren mit ihrem Wasserbedarf. Die Böll-Stiftung berichtete kürzlich von einer Untersuchung aus Chile, wonach ein Rechenzentrum allein für die Kühlungsprozesse mitunter bis zu 169 Liter Trinkwasser benötigt – pro Sekunde. „Ja, ich muss mir darüber bewusst sein, dass die Tools einen ökologischen Fußabdruck haben“, führt Professor Teuber zu der Frage, ob und wann der KI-Einsatz gerechtfertigt ist. „Es gibt ein Forschungsprojekt ‚Blue2035‘ – im Kern eine Strategieversion für die digitalisierte Wasserwirtschaft. Hier finden wir die schöne Aussage: KI nicht um der KI willen.“ Soll heißen, die Anwendung muss einen Mehrwert sicherstellen, um sie mit einem guten Gewissen einzusetzen. Am Ende hat jede Investition dem „Kerngeschäft“ zu dienen: der zuverlässigen Trinkwasserver- und umweltgerechten Abwasserentsorgung.


Foto: SPREE-PR/Petsch

KI bei uns? Viele Chancen, aber auch Risiken!

Um unseren Aufgaben der Trinkwasserver- und Schmutzwasserentsorgung gerecht zu werden, betreibt der WAV „Dosse“ aus Neustadt (Dosse) eine komplexe Infrastruktur: 16 Wasserwerke, 7 Kläranlagen und 425 Abwasserpumpstationen. Dieses technische Gesamtsystem muss zuverlässig, wirtschaftlich und nachhaltig betrieben werden. Gerade bei einigen der größten Ärgernisse schafft uns KI neue Möglichkeiten – bei der Früherkennung von Leckagen und Rohrbrüchen. Durch die Analyse von Durchfluss-, Druck- oder Geräuschdaten aus dem Leitungsnetz können Auffälligkeiten erkannt werden, noch bevor es zu einem Schaden kommt. Zu begrüßenden geringeren Wasserverlusten gesellten sich weniger Straßenschäden und ein gezielterer Einsatz von Personal und Arbeitszeit als klares Plus. Dazu muss jedoch ein kritischer Blick auf IT- und Cybersicherheit gelegt werden. Wir brauchen ebenso die Akzeptanz für diese Technologie beim Personal. Und ein weiterer, oft übersehener Aspekt, ist der Ressourcenbedarf der KI selbst! Rechenzentren benötigen große Mengen an Energie und Wasser, insbesondere für die Kühlung. Mein Fazit: Künstliche Intelligenz bietet für Trink- und Abwasserverbände große Chancen, um Effizienz, Sicherheit und Nachhaltigkeit zu steigern. Entscheidend ist am Ende eine verantwortungsvolle Nutzung, damit die unbestrittenen Vorteile unserer zuverlässigen Daseinsvorsorge langfristig dienen.

Peter Tilger,
Technischer Leiter WAV „Dosse“ (Neustadt/D.)

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Trinkwasser wird 2026 günstiger

 




MAWV kündigt Gebührensenkung an

Trinkwasser wird 2026 günstiger

Der Märkische Abwasser- und Wasserzweckverband (MAWV) senkt zum 1. Januar 2026 die Trinkwassergebühren in seinem Verbandsgebiet. Hintergrund der Entscheidung sind Kostenüberdeckungen aus der Gebührenkalkulation, die der Verband gemäß dem Kommunalabgabengesetz des Landes Brandenburg an die Kundinnen und Kunden zurückgeben muss. Die Gebührensenkung wurde am 4. Dezember von der Verbandsversammlung einstimmig beschlossen. Sie ist das Ergebnis einer Nachberechnung früherer Planansätze. Kommunale Zweckverbände sind gesetzlich verpflichtet, kostendeckend zu arbeiten – weder dürfen sie Gewinne erzielen, noch dürfen dauerhaft Mehreinnahmen einbehalten werden.
Planungsunsicherheiten führten zu Kostenüberdeckungen

Die nun wirksam werdenden Entlastungen gehen auf Planungsunsicherheiten im Jahr 2023 zurück, die die Kalkulation für das Jahr 2024 erschwerten. Insbesondere die schwer vorhersehbaren Entwicklungen infolge der Corona-Pandemie und des Ukraine-Krieges – etwa bei Energie- und Betriebskosten – machten vorsichtige Ansätze notwendig. Im Ergebnis fielen die tatsächlichen Kosten niedriger aus als prognostiziert, wodurch Kostenüberdeckungen entstanden.

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Verbandsvorsteherin Susanne Bley erläutert: „Unsere Gebühren beruhen auf Plandaten. In den vergangenen Jahren waren verlässliche Prognosen nur eingeschränkt möglich. Wenn sich im Nachhinein zeigt, dass zu viel kalkuliert wurde, sind wir verpflichtet, dies auszugleichen.“

Deutliche Senkung im Kerngebiet

Im Kerngebiet des MAWV sinkt der Trinkwasserpreis von derzeit 2,05 Euro auf 1,73 Euro pro Kubikmeter. Das entspricht einer Reduzierung um 32 Cent beziehungsweise gut 15 Prozent. Ein durchschnittlicher Zwei-Personen-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von rund 90 Kubikmetern spart dadurch etwa 30 Euro pro Jahr.

Rietzneuendorf-Staakow: Beitragseffekte wirken zusätzlich

Auch im Versorgungsgebiet Rietzneuendorf-Staakow/Waldow werden die Trinkwasserpreise ab 2026 gesenkt – von 5,34 Euro auf 4,94 Euro pro Kubikmeter. In diesem Bereich ist die Entwicklung zusätzlich durch die Trinkwasserbeitragserhebung erklärbar. Die von den Kundinnen und Kunden gezahlten Beiträge zur zentralen Trinkwasseranlage wirken sich entlastend auf die Gebührenkalkulation aus. Parallel dazu werden die monatlichen Grundgebühren moderat reduziert, etwa bei Wasserzählern mit kleiner Nenndurchflussleistung von 7,50 Euro auf 6,50 Euro.

Gebühren folgen Kosten – nicht umgekehrt

Der MAWV versorgt ein großes Gebiet vom Raum Schönefeld über Königs Wusterhausen bis in den Spreewald. Für das Jahr 2026 rechnet der Verband mit einer Wasserförderung von rund 6,2 Millionen Kubikmetern und gebührenrelevanten Kosten von knapp zehn Millionen Euro. Die beschlossene Gebührensenkung ist Ausdruck eines zentralen Prinzips kommunaler Gebührenhaushalte: Wenn sich im Nachhinein zeigt, dass mehr eingenommen wurde als notwendig, wird dieser Betrag an die Kundinnen und Kunden zurückgegeben. Die aktuellen Anpassungen stehen damit für eine transparente Gebührenpolitik – und für den Grundsatz, dass Trinkwasserpreise den tatsächlichen Kosten folgen müssen.

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Das letzte Kapitel Ihrer Märkischen WASSERZEITUNG

 




Foto: SPREE-PR/Petsch

DAS ENDE EINER ÄRA

Abschied von der Märkischen WASSERZEITUNG

Liebe Leserinnen und Leser,

die Medienlandschaft verändert sich stetig – und damit auch die Art und Weise, wie wir Informationen aufnehmen. Die Ansprüche an Aktualität, Flexibilität und einfachen Zugang steigen kontinuierlich. Über viele, viele Jahre haben wir Sie mit der Zeitung und seit Kurzem auch mit der elektronischen Ausgabe über die Arbeit Ihres Zweckverbandes und anderer Ver- und Entsorger mit Betriebsführerin DNWAB informiert. Für das Interesse an der Arbeit Ihres Wasserver- und Abwasserentsorgers danke ich Ihnen herzlich.

In den vergangenen Jahren stiegen die Druck- und Verteilungskosten für die Zeitung enorm an, die Nutzung der Onlinemedien nahm zu. Vor diesem Hintergrund erscheint mit dieser E-Paper-Ausgabe die letzte Märkische WASSERZEITUNG.

Hinweise zu Spülterminen und zur Wasserbeschaffenheit finden Sie zukünftig auf der Internetseite des Zweckverbandes. Die Wasserbeschaffenheit – also die Qualität von Geschmack und Härte über Mineralstoffe bis hin zu Keimen und Schadstoffen – erhalten Sie bzw. der Grundstückseigentümer nun mit den Gebührenbescheiden. Die Werte können Sie gern auch beim WARL telefonisch erfragen.

Ich wünsche Ihnen eine besinnliche Vorweihnachtszeit, erholsame Feiertage und einen guten Start in ein gesundes Jahr 2026.

Ihr Christian Gibmeier
WARL-Verbandsvorsteher

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Zähler schon warm eingepackt?

 




SERVICE

Vor dem Winter unbedingt Zähler warm einpacken!

Von O bis O – die bekannte Eselsbrücke für die Sommerreifen – gilt auch für den Frostschutz aller Zähler, die sich in unbeheizten Räumen oder Außenbereichen befinden. Denn von Oktober bis Ostern sollten sie gut eingepackt sein, damit Minusgrade keinen Schaden anrichten können.

Fotoquelle: KI-generiert

Gute Isolierungen halten den Zähler fit

Am besten schützen Sie die Messinstrumente und Leitungen mit speziellen Rohrisolierungen oder Schaumstoffhüllen. Die gibt es im Baumarkt in verschiedenen Größen. Umhüllen Sie besonders alle Leitungsabschnitte, Armaturen und Zähler, die kalter Luft ausgesetzt sind.

Auch einfache Maßnahmen helfen

  • Fenster und Türen schließen oder abdichten, damit keine Zugluft entsteht
  • Schachtdeckel oder Mauerdurchführungen dämmen, z. B. mit Styroporplatten oder alten Decken – aber so, dass bei Bedarf der Zugang möglich bleibt
  • ACHTUNG: Bitte keine Materialien verwenden, die eine Funkauslesung unmöglich machen – wie Alufolie oder Ähnliches
  • In nicht beheizten Räumen wie Garagen, Nebengebäuden, Wochenend- oder Ferienhäusern, die längere Zeit nicht genutzt werden, Wasser abstellen und Leitungen entleeren.

Warum sich der Aufwand lohnt

Kleiner Ausflug in die Physik: Wenn Wasser gefriert, dehnt es sich aus. Das kann den Zähler und/oder die Leitung sprengen. Und ein Frostschaden kann teuer werden, denn für den Schutz des Zählers sind die Grundstückseigentümer verantwortlich. Muss ein beschädigter Zähler ersetzt werden, gehen deshalb die Kosten zu seinen Lasten.

Was, wenn der Zähler eingefroren ist?

Sollte der Wasserzähler trotz aller Vorsicht einfrieren – das Eis nicht mit Gewalt oder Hitze entfernen! Verwenden Sie also keine offenen Flammen oder Heißluftgeräte. Lassen Sie den Zähler stattdessen langsam bei Raumtemperatur auftauen. Sollte das Wasser weiterhin nicht fließen oder der Zähler undicht sein, wenden Sie sich bitte umgehend an Ihren Zweckverband.

Unsere Tipps auf einen Blick

  • Von Oktober bis Ostern: Zähler und Leitungen vor Frost schützen
  • Unbeheizte Räume dämmen oder Fenster schließen
  • Zähler mit Isolierungen oder Schaumstoffhüllen einpacken
  • Schachtdeckel mit Dämmmaterial abdecken
  • Wasser abstellen und Leitungen entleeren, wenn das Gebäude nicht genutzt wird
  • Keine offenen Flammen zum Auftauen benutzen
  • Bei Schäden oder Problemen: Versorger informieren

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Trinkwasser-Offensive für Ludwigsfelde

 




NEUE AUFBEREITUNGSANLAGE SCHAFFT RESERVEN

Trinkwasser-Offensive für Ludwigsfelde

Der WARL Ludwigsfelde dreht an der Trinkwasser-Zukunftsschraube. Seit Anfang der 2000er Jahre steigt der Wasserbedarf stetig an. Extrem spürbar war das in den trockenen Sommern von 2018 bis 2022, als hoher Verbrauch und die wachsende Einwohnerzahl zusammenfielen. Folge: Die Sicherheitsreserven im Wasserwerk wurden knapper. „Deshalb haben wir rechtzeitig mit dem Ausbau der Trinkwasserinfrastruktur begonnen“, berichtet Verbandsvorsteher Christian Gibmeier.

Das Wasserwerksgelände Ludwigsfelde kennen viele von Ihnen vor allem vom fröhlichen, lehrreichen und gutbesuchten Kinderwassertag. Der wird 2026 – trotz Bauarbeiten an der neuen Trinkwasseraufbereitungshalle am Rand des Geländes – stattfinden, nämlich am 5. Juni.

Fotos (2): SPREE-PR/Petsch

So sollen drei neue Brunnen bei Großbeuthen, eine Rohwassertransportleitung zum Wasserwerk Ludwigsfelde und dort eine neue Trinkwasseraufbereitungsanlage entstehen. „Die Leitung liegt bereits im Boden, die Förderbrunnen werden derzeit gebohrt“, informiert der Verbandsvorsteher über den Stand der Dinge. „Künftig ist jeder der drei neuen Brunnen in der Lage, stündlich zwischen 40 bis 80 Kubikmeter Rohwasser zu fördern. Die maximal zulässige Tagesfördermenge beträgt 1.999 Kubikmeter. Damit können wir rund ein Viertel mehr Trinkwasser zur Verfügung stellen.“

Anpassungsfähige Aufbereitungsanlage

In Ludwigsfelde schließlich bekommt das Wasserwerk Zuwachs: Hier wird eine neue Aufbereitungshalle mit einer Leistung von 500 Kubikmetern pro Stunde gebaut. Nach ihrer Fertigstellung kann das Rohwasser flexibel sowohl in das bestehende Werk als auch in die neue Anlage eingespeist und zu qualitativ hochwertigem Trinkwasser aufbereitet werden. „Im ersten Quartal 2026 wollen wir loslegen, für zwei Jahre später ist die Inbetriebnahme der Halle geplant“, steckt Christian Gibmeier den zeitlichen Rahmen für das Projekt ab.

Mit diesen Maßnahmen schafft der WARL gute Voraussetzungen für eine zuverlässige Versorgungssicherheit und gewährleistet, dass Ludwigsfelde auch bei weiter wachsender Bevölkerung und heißen Sommern eines garantiert nie ausgeht: frisches Trinkwasser. Einschränkungen bei der Trinkwasserversorgung sind während der Bauarbeiten übrigens nicht zu erwarten.

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Das letzte Kapitel Ihrer Märkischen WASSERZEITUNG

 




DAS ENDE EINER ÄRA

Abschied von der Märkischen Wasserzeitung

Liebe Leserinnen und Leser,

die Medienlandschaft verändert sich stetig – und damit auch die Art und Weise, wie wir Informationen aufnehmen. Die Ansprüche an Aktualität, Flexibilität und einfachen Zugang steigen kontinuierlich. Vor diesem Hintergrund erscheint mit dieser E-Paper-Ausgabe vorläufig die letzte Märkische WASSERZEITUNG.

Ein ganz besonderer Dank gilt dem Redaktionsteam, das über viele Jahre hinweg hervorragende Arbeit geleistet hat, damit Sie regelmäßig gut über die Ver- und Entsorgung bei Ihrem TAZV informiert waren.

Künftig wird die Homepage des TAZV Luckau die zentrale Plattform für alle wesentlichen Informationen des Zweckverbandes sein – auch für Spültermine und Trinkwasserwerte. Die amtlichen Mitteilungen finden Sie ab 2026 in einem eigenen Amtsblatt auf der Homepage.

Foto: SPREE-PR/Petsch

Ich wünsche Ihnen eine besinnliche Vorweihnachtszeit, erholsame Feiertage und einen guten Start in ein gesundes Jahr 2026. 

Ihr Stefan Ladewig
TAZV-Verbandsvorsteher 

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Zähler sind sensible Messgeräte

 




SERVICE

Gebetsmühlenartig heißt es vor dem Winter:

Zähler warm einpacken – Kälte ist nichts für sein sensibles Wesen!

Von O bis O – die bekannte Eselsbrücke für die Sommerreifen – gilt auch für den Frostschutz aller Zähler, die sich in unbeheizten Räumen oder Außenbereichen befinden. Denn von Oktober bis Ostern sollten sie gut eingepackt sein, damit Minusgrade keinen Schaden anrichten können.

Fotoquelle: KI-generiert

Gute Isolierungen halten den Zähler fit

Am besten schützen Sie die Messinstrumente und Leitungen mit speziellen Rohrisolierungen oder Schaumstoffhüllen. Die gibt es im Baumarkt in verschiedenen Größen. Umhüllen Sie besonders alle Leitungsabschnitte, Armaturen und Zähler, die kalter Luft ausgesetzt sind.

Auch einfache Maßnahmen helfen

  • Fenster und Türen schließen oder abdichten, damit keine Zugluft entsteht
  • Schachtdeckel oder Mauerdurchführungen dämmen, z. B. mit Styroporplatten oder alten Decken – aber so, dass bei Bedarf der Zugang möglich bleibt
  • ACHTUNG: Bitte keine Materialien verwenden, die eine Funkauslesung unmöglich machen – wie Alufolie oder Ähnliches
  • In nicht beheizten Räumen wie Garagen, Nebengebäuden, Wochenend- oder Ferienhäusern, die längere Zeit nicht genutzt werden, Wasser abstellen und Leitungen entleeren.

Warum sich der Aufwand lohnt

Kleiner Ausflug in die Physik: Wenn Wasser gefriert, dehnt es sich aus. Das kann den Zähler und/oder die Leitung sprengen. Und ein Frostschaden kann teuer werden, denn für den Schutz des Zählers sind die Grundstückseigentümer verantwortlich. Muss ein beschädigter Zähler ersetzt werden, gehen deshalb die Kosten zu seinen Lasten.

Was, wenn der Zähler eingefroren ist?

Sollte der Wasserzähler trotz aller Vorsicht einfrieren – das Eis nicht mit Gewalt oder Hitze entfernen! Verwenden Sie also keine offenen Flammen oder Heißluftgeräte. Lassen Sie den Zähler stattdessen langsam bei Raumtemperatur auftauen. Sollte das Wasser weiterhin nicht fließen oder der Zähler undicht sein, wenden Sie sich bitte umgehend an Ihren Zweckverband.

Unsere Tipps auf einen Blick

  • Von Oktober bis Ostern: Zähler und Leitungen vor Frost schützen
  • Unbeheizte Räume dämmen oder Fenster schließen
  • Zähler mit Isolierungen oder Schaumstoffhüllen einpacken
  • Schachtdeckel mit Dämmmaterial abdecken
  • Wasser abstellen und Leitungen entleeren, wenn das Gebäude nicht genutzt wird
  • Keine offenen Flammen zum Auftauen benutzen
  • Bei Schäden oder Problemen: Versorger informieren

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Auf geht´s in die zweite Amtszeit!

 




WER VERLÄSSLICH FÜHRT, MUSS SICH NICHT NEU BEWERBEN

Auf geht´s in die zweite Amtszeit!

Stefan Ladewigs Weg beim TAZV begann 2007 im operativen Bereich. Zwei Jahre später wurde er beauftragter Verbandsvorsteher, 2018 schließlich offiziell gewählt. Seine Berufslaufbahn ist eng mit der Entwicklung des Verbandes verbunden.

Stefan Ladewig (2. v. r.) führt Kolleginnen und Kollegen über die Verbandskläranlage in Kasel-Golzig.

Foto: SPREE-PR/Petsch

Die erneute Wahl zum Verbandsvorsteher – wie es das Recht vorsieht ganz ohne Ausschreibung – ist ein deutliches Signal: Wer verlässlich führt, muss sich nicht neu bewerben. Stefan Ladewig genießt Vertrauen, weil er seit vielen Jahren zeigt, dass er Verantwortung nicht nur übernimmt, sondern erfolgreich trägt.

Berufliche Grundlagen

„Baujahr“ 1974, ausgebildeter Diplom-Ingenieur (FH) für Umweltverfahrenstechnik und Kommunalfachwirt, hat er sowohl technisches Fachwissen als auch strategisches Verständnis für kommunale Strukturen. Eigenschaften, die in Zeiten zunehmender Komplexität von Vorteil sind.

Als der TAZV 2008 finanziell, strukturell und führungspersonell enorm unter Druck geriet, führte Stefan Ladewig den Verband wieder in geordnete und stabile Bahnen. Was als Krise begann, wurde unter seiner Führung ein umfassender Sanierungsprozess. „Das war ich doch nicht alleine!“, stoppt der Brandenburger die Eloge. „Der Schuldenmanagementfonds, die DNWAB als Betriebsführer,
die Verbandsmitglieder und ich – also nur unser gutes Zusammenspiel führte den Zweckverband Schritt für Schritt aus der Schieflage heraus.“ 2016 konnte die Sanierung des TAZV abgeschlossen werden.

Größte Herausforderung

Mitten hinein in diese Turbulenzen drängelte sich eine weitere Herausforderung. „Wir Ver- und Entsorger sowie unsere Kunden sahen uns plötzlich der Altanschließerthematik gegenüber“, erinnert sich der 51-Jährige. „Diese Situation stellte nicht nur rechtlich, sondern auch kommunikativ gewaltige Anforderungen. Und die Rechtsprechung im Land Brandenburg ist bis heute widersprüchlich, ein verlässlicher Rechtsrahmen existiert nicht. Dies ist umso verheerender, da künftig neue technische und finanzielle Herausforderungen in der Siedlungswasserwirtschaft anstehen.“

Im DNWAB-Aufsichtsrat

Seit 2009 ist der TAZV Gesellschafter der DNWAB mbH, Stefan Ladewig wird Aufsichtsratsmitglied. 2022 übernimmt er den Vorsitz des Gremiums seines Betriebsführers.

Und weil er konsequentes Handeln vor große Worte setzt, wählte ihn seine Verbandsversammlung für weitere acht Jahre zum Vorsitzenden des Trink- und Abwasserzweckverbandes Luckau.

Herzlichen Glückwunsch und weiterhin viel Erfolg, Stefan Ladewig!

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Mehr Fairness und Klarheit für alle

 




EIN VERBAND – EINHEITLICHE GEBÜHREN

Mehr Fairness und Klarheit für alle

Ab 2026 sind die bisher verschiedenen Tarifgebiete Luckau und Crinitz ein gemeinsames. Das ist weit mehr als eine organisatorische Maßnahme.

Bis zum Ende des Jahres gelten im schraffierten Bereich des TAZV-Verbandsgebietes noch andere Gebühren als im übrigen Gebiet. Ab 2026 sind sie überall gleich.

Karte: SPREE-PR/Uftring

„Wir sehen dies als einen strategischen Schritt in Richtung Zukunft“, ordnet Verbandsvorsteher Stefan Ladewig die Entscheidung der Verbandsversammlung vom 3. Dezember 2025 ein und ergänzt: „In einem gemeinsamen Tarifgebiet wird die Kommunikation verständlicher und einfacher, weil für alle Kunden dieselben Regelungen zutreffen. So entstehen mehr Rechtssicherheit, kommunikative Vorteile, effizientere Abläufe in der Verwaltung und ein gelebtes Solidarprinzip, das die Region als Ganzes stärkt.“

Weniger Bürokratie

Doppelte Arbeit wird der Vergangenheit angehören. „Statt wie jetzt noch drei Wirtschaftspläne (einen für das Tarifgebiet Crinitz, einen für das Tarifgebiet Luckau und einen für den gesamten Verband), zwei Gebührenkalkulationen und unterschiedliche Satzungen gibt es künftig von allem nur noch eine Variante. Genau diese Deutlichkeit braucht der TAZV in Zeiten massiver technischer und finanzieller Herausforderungen“, so Stefan Ladewig. Entsprechend reduzieren sich auch der Aufwand zur Erstellung des Jahresabschlusses und beim Buchen der Gebühren. Selbst juristische Anpassungen müssen nur noch in einer Satzung erfolgen, die Bewertung einzelner Sachverhalte wird deutlich leichter, weil die Prüfung des dazugehörenden Tarifgebietes wegfällt.

Nicht zuletzt ist es schwer erklärbar, warum im selben Zuständigkeitsgebiet für selbe Dienstleistungen nicht dieselben Kubikmeterpreise erhoben werden. „Mit der Vereinheitlichung der Gebühren schaffen wir eindeutig Klarheit und Fairness und verhindern Benachteiligungsdebatten“, führt der Verbandsvorsteher aus. Diese Einheitlichkeit schafft Bürokratie beim TAZV ab und gleichzeitig klare Strukturen, effiziente Prozesse sowie Vertrauen, Glaubwürdigkeit und Transparenz.

Fazit: Entscheidung mit Herz und Verstand

„Wer die Herausforderungen der kommenden Jahre meistern will – und das wollen wir –, braucht derartige stabile Strukturen und Klarheit, die die Zusammenführung bewirkt“, fasst der Verbandsvorsteher zusammen.

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