Author: wz_admin
Der MAWV nutzt schon seit Jahren moderne Leitungsmaterialien
BLEILEITUNGEN RAUS – SICHERHEIT REIN
Der MAWV nutzt schon seit Jahren moderne Leitungsmaterialien
Trinkwasserrohre aus Blei? Sind seit dem 12. Januar dieses Jahres in Deutschland verboten! Das wurde in der umfangreich überarbeiteten Trinkwasserverordnung vom Juni 2023 festgelegt.

Foto: Pixabay/CC0 Public Domain
Der MAWV hat bereits lange vor der gesetzlichen Entscheidung begonnen, die zwar wenigen, aber dennoch vorhandenen alten, gesundheitsschädlichen Rohre aus dem Versorgungsnetz zu entfernen und gegen neue, zugelassene Materialien auszutauschen. Der Technische Leiter Falko Börnecke resümiert: „In den Netzen des Zweckverbandes gibt es keine Bleirohre mehr.“ Alle bekannten Bleileitungen, besonders alte Hausanschlüsse, wurden bereits ersetzt. Allerdings, so der Fachmann weiter, ende die Zuständigkeit des MAWV am Übergabepunkt in Ihr Haus. Bis dahin entspreche das Trinkwasser allen gesetzlichen Anforderungen. „Für unsere Kundinnen und Kunden gibt es daher keinen Grund zur Sorge.“ Doch besonders in älteren Gebäuden könnten durchaus noch Bleirohre stecken. Sein Rat: „Um die Trinkwasserqualität auch im Haus zu gewährleisten, empfehlen wir als Ihr Wasserversorger dringend: Lassen Sie Ihre Leitungen prüfen und bei Bedarf fachgerecht austauschen.“
Bei allen Fragen zur Trinkwasserversorgung hilft Ihnen der MAWV gern weiter.
Fit für den Ernstfall – die Freiwillige Feuerwehr Zeesen übt beim MAWV
FIT FÜR DEN ERNSTFALL
Wie die Feuerwehr Zeesen beim MAWV realitätsnah Teamarbeit und umsichtiges Handeln übt
Besondere Spannung liegt an einem grauen Dezembertag über dem Betriebshof in Schenkendorf. Die Freiwillige Feuerwehr rückt an, Blaulicht spiegelt sich im nassen Asphalt. Was folgt, ist kein Routineeinsatz – sondern Training für eine realistische Ausnahmesituation.

Hätte, könnte, sollte – im Havariefall keine guten Ratgeber. Da müssen alle Handgriffe sitzen. Volle Konzentration im Übungseinsatz – die Kameraden der Feuerwehr wissen, dass im „echten“ Moment Leben von ihnen abhängt.
Fotos (5): MAWV
Zunächst sprechen die Einsatzkräfte mit dem Mitarbeiter, der sie alarmiert hat, und verschaffen sich einen Überblick. Dann verschluckt die Dunkelheit den Trupp mit dem Mehrgasmessgerät. Die Atmosphäre ist angespannt – enge Räume, eingeschränkte Sicht, unklare Gefahrenlage –, aber jeder Handgriff sitzt.
Licht wird aufgebaut, Kabel werden verlegt, Kommandos hallen durch das Untergeschoss. Der Verletzte wird erstversorgt, die schwere Pumpe gegen weiteres Verrutschen gesichert. Schritt für Schritt arbeiten sich die Einsatzkräfte vor – konzentriert, ruhig, hochprofessionell. Nach der Freigabe durch den fiktiven Rettungsdienst kann die Pumpe Zentimeter für Zentimeter angehoben werden. Dann endlich wird der Patient unter der Last hervorgezogen und aus dem Untergeschoss ins Freie gebracht!
Die Übung zeigt deutlich, was im Ernstfall zählt: Präzision, Teamarbeit und Vertrauen in die eigene Ausbildung.
Der MAWV dankt der Freiwilligen Feuerwehr Zeesen für die professionelle Durchführung der Übung sowie allen Beteiligten für ihr Engagement.
Sicher, kontrolliert und mit Weitblick
Die „PFAS-Situation“ im MAWV-Versorgungsgebiet
Sicher, kontrolliert und mit Weitblick
Die Belastung mit per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) stellt seit einiger Zeit eine anspruchsvolle Aufgabe für die Trinkwasserversorgung im Einzugsbereich des Wasserwerks Eichwalde dar. Für den Märkischen Abwasser- und Wasserzweckverband (MAWV) bedeutete dies von Anfang an: rechtzeitig handeln, bevor rechtliche Grenzwerte in Kraft treten.

„Wir haben unseren Kurs schon lange vor der Neufassung der Trinkwasserverordnung ausgerichtet“, sagt Verbandsvorsteherin Susanne Bley. „Rückblickend war das absolut richtig. Heute können wir belegen, dass wir die neuen PFAS-Grenzwerte für 2026 nicht nur einhalten, sondern deutlich unterschreiten.“
Regelmäßige Messungen im Wasserwerk Eichwalde bestätigen diesen Erfolg: Seit der Inbetriebnahme der Re-Infiltrationsanlage in Berlin-Schmöckwitz im August 2025 sind die PFAS-Werte sofort gesunken. Die Summe aus 20 PFAS-Verbindungen (PFAS-20) liegt aktuell bei rund 14 ng/l – deutlich unter dem ab dem 12. Januar 2026 geltenden Grenzwert von 100 ng/l. Die PFAS-4-Konzentration befindet sich mit deutlich unter 20 ng/l ebenfalls im unbedenklichen Bereich. „Die Re-Infiltrationsanlage fördert belastetes Grundwasser gezielt aus sogenannten Quarantäne-Brunnen und führt es kontrolliert zurück in bereits betroffene Bodenschichten. Dieses Verfahren stabilisiert die Schadstofffahne und verhindert, dass belastetes Wasser die zentrale Trinkwasserversorgung beeinträchtigt“, erklärt die MAWV-Chefin.
Die Re-Infiltrationsanlage sei ein gutes Beispiel dafür, wie technisches Know-how und behördliche Verantwortung zusammenspielen. Der MAWV gehe mit seiner transparenten Informationspolitik voran – das schaffe Vertrauen.
Langfristige Ziele und weitere Maßnahmen
Für den Märkischen Abwasser- und Wasserzweckverband ist der gegenwärtige Stand zwar ein großer Meilenstein, aber noch kein Endpunkt. „Ohne Abreinigung geht es nicht – der Schaden wird noch sehr lange spürbar sein. Ziel des MAWV ist es nicht, den Schaden zu beseitigen. Ziel ist es, dass Wasser unserer Brunnen vollständig für die Trinkwasser-Versorgung unserer Kunden nutzen zu können. Die Grenzwerte werden auch jetzt dauerhaft eingehalten“, hebt Susanne Bley hervor. Damit verbunden ist auch, dass das geförderte Brunnenwasser vollständig für die Trinkwasseraufbereitung nutzbar ist, ohne das Wasserwerk durch Quarantäne-Brunnen im Betriebsregime einzuschränken.
Derzeit läuft weiterhin die fachliche Planung einer hydraulischen Sicherung mit Sicherungsbrunnen und einer Grundwasserreinigungsanlage. Dafür ist die Berliner Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt zuständig, die Kosten von etwa 2 Millionen Euro veranschlagt hat. Die Errichtung der Sicherungsbrunnen ist für 2026/2027 vorgesehen.
MAWV-Trinkwassernetz funktioniert auch unter Extrembedingungen zuverlässig
STRESSTEST FÜRS ROHRNETZ
MAWV-Trinkwassernetz funktioniert auch unter Extrembedingungen zuverlässig
Wenn im Winter tagelang Temperaturen weit unter null herrschen, steht das Trinkwassernetz unter Stress. Für den Märkischen Abwasser- und Wasserzweckverband (MAWV) sind solche Extremsituationen jedoch gut beherrschbar: „Unser Netz ist so ausgelegt, dass es auch unter schwierigen Witterungsbedingungen stabil funktioniert. Die Störanfälligkeit hält sich insgesamt in Grenzen“, sagt MAWV-Technikchef Falko Börnecke.
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Bei tagelangem Frost können Rohre im Erdreich Schaden nehmen. Folge: vereiste Straßen wie hier in Bestensee.
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Schnelles Handeln – am besten über Nacht – kann die Trinkwasserversorgung wieder herstellen. -
Schnelles Handeln – am besten über Nacht – kann die Trinkwasserversorgung wieder herstellen. -
Schnelles Handeln – am besten über Nacht – kann die Trinkwasserversorgung wieder herstellen.
Besonders stark investiert wurde in Verbundleitungen sowie größere Transport- und Hauptleitungen. Groß dimensionierte Stahlleitungen beispielsweise konnten in grabenlosen Verfahren saniert werden – mit einer prognostizierten Lebensdauer von 50 bis 70 Jahren. Zusätzlich wurden Knotenpunkte gezielt erneuert und kritische Anlagen mit Notstromaggregaten ausgestattet, um auch bei Stromausfällen handlungsfähig zu bleiben.
Aktuell setzt der MAWV seine Erneuerungsprogramme unter anderem in Schulzendorf fort. Für 2026 ist dort ein Sanierungsprogramm für alte Stahl- und Graugussleitungen – etwa im Ulmenweg, in der Jahnstraße, Waldstraße, im Kastanienweg und in der Paarmannstraße – mit einem Investitionsvolumen von rund einer Million Euro vorgesehen. Zudem ist für Alt-Schulzendorf ein Inliner-Programm ab 2026/2027 geplant.
Messbare Erfolge – und realistische Einschätzung
Die Investitionen zeigen Wirkung: Die durchschnittliche Sanierungsrate lag zwischen 2014 und 2024 bei 0,67 Prozent pro Jahr. Die Wasserverluste betrugen im selben Zeitraum durchschnittlich fünf Prozent – ein Wert im deutschen Mittelfeld (Vergleich 2024: 6,1 Prozent). „In modernisierten Netzabschnitten sehen wir einen deutlichen Rückgang von Wasserverlusten und Havarien“, betont Börnecke. Dennoch gibt es sensible Bereiche: oberflächennahe Leitungsabschnitte, ältere Hausanschlüsse oder Übergabestellen zwischen Verbundleitungen mit Druckwechseln. Auch längere Stromausfälle können Risiken bergen – etwa durch Einfrieren oder hydraulische Veränderungen. „Deshalb setzen wir konsequent auf Notstrom- und Spülkonzepte“, so Börnecke.
Frost als operativer Stresstest
Hauptleitungen liegen in der Regel in 0,8 bis 1,2 Metern Tiefe und sind damit gut vor Frost geschützt. Kritisch wird es bei flach verlegten Abschnitten, Bauwerksquerungen, Hydranten oder Hausanschlüssen in der Nähe von Außenwänden. „Mehrere Tage Dauerfrost unter minus fünf Grad gelten als technischer Schwellenwert“, erklärt Börnecke. Schäden zeigten sich dann aber häufig erst beim Tauwetter.
Der MAWV reagiert mit erhöhter Netzbeobachtung, einer Rund-um-die-Uhr-Rufbereitschaft und Erstreaktionszeit von unter 60 Minuten im Störungsfall. Durch das weitverzweigte Trinkwassernetz, Verbundleitungen zu Nachbarverbänden sowie mobile Ersatzlieferung mit Wasserwagen und Behältern ist die Versorgung auch in Ausnahmesituationen gesichert. „Unser Rohrnetz ist kein starres System, sondern wird kontinuierlich weiterentwickelt“, fasst Börnecke zusammen. „Gerade in Zeiten extremer Wetterlagen zahlt sich diese vorausschauende Investitionsstrategie aus.“
Spülung sichert blitzeblanke Leitungen
Spülung sichert blitzeblanke Leitungen
Die umfassenden Rohrnetzspülung vom 16. Bis 22. März finden vorrangig in den Nachtstunden statt, um die Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten.
Während der Spülung kann es in den Ortsteilen der Stadt Lassan, der Gemeinde Buggenhagen, der Gemeinde Zemitz sowie in der Ortschaft Zarnitz zu kurzfristigen Unterbrechungen der Wasserversorgung kommen. Sobald die Spülung in einem Bereich abgeschlossen ist, steht das Wasser wieder wie gewohnt zur Verfügung. Den genauen Ablauf der Arbeiten sowie eine Übersicht der betroffenen Ortsteile finden Sie demnächst auf der Internetseite des Zweckverbandes unter www.zv-festland-wolgast.de.
Der Zweckverband bittet um Verständnis für eventuelle Einschränkungen und bedankt sich für die Geduld der Anwohnerinnen und Anwohner.
Jetzt bewerben!
Nachwuchs gesucht
Wasser ist unser Element – bald auch Ihres? Werden Sie Umwelttechnologe für Wasserversorgung oder Abwasserbewirtschaftung und sichern aktiv die Lebensadern unserer Region. Sie lieben Organisation? Dann starten Sie durch als Kauffrau/-mann für Büromanagement. Wir bieten krisenfeste Jobs mit echter Verantwortung direkt vor der Haustür. Bewerben Sie (m/w/d) sich jetzt per Post an:
Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung – Festland Wolgast
Bahnhofstraße 98, 17438 Wolgast.
Oder per E-Mail: info@zv-festland-wolgast.de

WASSERZEITUNG wird digital
Wasserzeitung wird digital
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
wenn wir auf das vor uns liegende Jahr blicken, sehen wir vor allem eines: Bewegung. Mit einem geplanten Investitionsvolumen von rund 7,33 Millionen Euro setzen wir ein deutliches Signal. Wir verwalten nicht den Status quo, sondern wir bauen aktiv an der Zukunft unserer Region. Wir investieren dort, wo es notwendig ist und nutzen dabei gemeinsam mit den Gemeinden und Kommunen des Verbandes jede Möglichkeit, Kosten zu sparen. Ob es die Erneuerung der Rohwasserleitung ist oder die umfangreichen Maßnahmen im Schmutzwasserbereich – jeder Euro fließt direkt in die Ver- und Entsorgungssicherheit Ihrer Haushalte und den Schutz unserer Gewässer.

Foto: Manfred Studier
Quelle: SPREE-PR
Besonders wichtig ist mir dabei die Botschaft der Stabilität. Durch Energieoptimierung und vorausschauende Planung können wir die Gebühren auch für 2026 stabil halten. Das ist unser Beitrag zur Daseinsvorsorge: Verlässlichkeit, wenn Sie den Wasserhahn aufdrehen, und Verlässlichkeit beim Blick auf den Gebührenbescheid.
Doch nicht nur unter der Erde modernisieren wir uns, auch in der Art, wie wir mit Ihnen kommunizieren, gehen wir neue Wege. Sie halten gerade die bewährte gedruckte Ausgabe unserer Kundenzeitung in den Händen. Ab sofort gibt es unsere Verbandszeitung auch als digitales E-Paper.
Wir erweitern unser Angebot, damit Sie Nachrichten zu Baustellen, Wasserqualität und Verbandsentwicklungen bequem auf dem Smartphone oder Tablet lesen können. Die gedruckte Zeitung bleibt als haptisches Medium erhalten, wird aber durch die digitale Version zeitgemäß ergänzt. Das spart langfristig Ressourcen und erhöht die Reichweite unserer Informationen.
Ich lade Sie ein: Nutzen Sie unsere Angebote, informieren Sie sich über unsere Vorhaben. 2026 wird ein Jahr des Anpackens. Wir freuen uns darauf, es gemeinsam mit Ihnen zu gestalten.
Ihr Manfred Studier,
Verbandsvorsteher
Trinkwasser in bester Qualität
Trinkwasser in bester Qualität
Abb.: SPREE-PR
Das Trinkwasser unterliegt regelmäßigen und strengen Kontrollen, sowohl durch den Wasserversorger als auch durch unabhängige Labore. In der Tabelle haben Sie die wichtigsten Parameter der aktuellen Analyse auf einen Blick. Den vollständigen Bericht können Sie jederzeit auf der Homepage des Zweckverbandes genau einsehen.
Kläranlage Wolgast: High-Tech, Biologie und Weitsicht im Dienst der Umwelt
Kläranlage Wolgast: High-Tech, Biologie und Weitsicht im Dienst der Umwelt
Haben Sie sich schon einmal gefragt, was passiert, nachdem Sie die Spülung gedrückt haben? In Wolgast verschwindet das Wasser nicht einfach. Es begibt sich auf eine faszinierende, gut viertägige Reise durch eine Infrastruktur von beeindruckender Dimension.

Das Wasser durchläuft die Kläranlage Wolgast etwas mehr als vier Tage, bis es gereinigt ist.
Foto: ZV Wolgast
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Foto: SPREE-PR/Fuchs
Der mechanische TürsteherHier kommt alles an – und das heißt wirklich alles. Klärwärter Richard Dulke zog schon eine Sparkassenkarte aus dem Rechen mit 3 Millimeter Stababstand. Der Zulauf ist das Tor zur Anlage, doch nicht jeder darf passieren. Im Rechengebäude arbeiten die mechanischen Türsteher: Grobstoffe, Feuchttücher oder Wattestäbchen, die fälschlicherweise in der Toilette gelandet sind, filtert der Rechen mit drei Millimeter Rillenabstand hier gnadenlos heraus.
Im Anschluss übernimmt die Physik: In den Rundsandfängen wird die Fließgeschwindigkeit so präzise reduziert, dass sich schwerer Sand am Boden absetzt, während organische Stoffe weiterschweben.
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Abb. SPREE-PR
Das Festmahl der MikrobenStatt Chemie kommt hier die Natur zum Einsatz. Das Belebungsbecken fungiert als Herzstück der Anlage – im Grunde ein riesiges Aquarium, besiedelt von Milliarden mikroskopisch kleiner Akteure: Bakterien und Einzeller. In einem stetigen Wechselspiel durchläuft das Wasser verschiedene Zonen. Anaerob (ohne Sauerstoff): Simulierter Stress regt biologische Prozesse wie die Phosphor-Elimination an. Aerob (mit Sauerstoff): Mikroorganismen stürzen sich auf die gelösten Schmutzstoffe und „fressen“ das Wasser sauber. Diese Becken sind keine stillen Gewässer, sondern biologische Hochleistungsreaktoren, die rund um die Uhr Nährstoffe abbauen.
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Foto: ZV Wolgast
Das GehirnIn der Schaltzentrale behalten die Klärwärter alle Anlagen und automatisierten Prozesse im Blick, um im Notfall einzugreifen. Während draußen das Wasser fließt, herrscht hier digitale Kontrolle. Die Leitzentrale bildet das Nervensystem der Kläranlage. Auf Monitoren laufen die Datenströme zusammen: Füllstände, Sauerstoffwerte, Pumpenleistung und Statusmeldungen. Von hier aus wird der gesamte Wasser- und Energiekreislauf überwacht. Per Mausklick lassen sich Aggregate zuschalten oder Prozesse optimieren. An dieser Schnittstelle greifen menschliche Expertise und automatisierte Sicherheit ineinander, um den 24/7-Betrieb zu garantieren.
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Foto: SPREE-PR/Fuchs
Die Lunge der AnlageDamit die Bakterienkulturen im Belebungsbecken effizient arbeiten, ist eine stetige Sauerstoffzufuhr essenziell. Die Kompressoranlage fungiert als Lunge des Reinigungsprozesses. Gewaltige Gebläse drücken Sauerstoff tief in die Becken, sichtbar an den aufsteigenden Blasen an der Wasseroberfläche. Dieser Prozess erfolgt smart gesteuert: Sensoren messen permanent den Sauerstoffgehalt und regulieren die Leistung der Aggregate so, dass immer exakt so viel Luftsauerstoff bereitgestellt wird, wie die Biologie im Moment benötigt. Effizienz trifft auf Ökologie.
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Foto: SPREE-PR/Fuchs
Die Ruhe nach dem SturmNach der Turbulenz im Belebungsbecken benötigt der Prozess Ruhe. Im Nachklärbecken wirkt die Schwerkraft. Das Wasser fließt extrem langsam, sodass der sogenannte „Belebtschlamm“ – die Bakterienflocken – zu Boden sinken kann. Bodenräumer schieben diese Biomasse zurück in den Kreislauf. Zurück bleibt an der Oberfläche das Ergebnis der Mühen: Klares, gereinigtes Wasser. Es ist der Moment der visuellen Wahrheit – die Trennung von Schmutzfracht und der Ressource Wasser ist vollzogen.
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Foto: SPREE-PR/Fuchs
Blick ins MikroskopVertrauen wird durch Kontrolle ergänzt. Klärwärter Richard Dulke untersucht regelmäßig seine kleinsten Mitarbeiter, die Bakterien. Im Analysenraum rückt die Wissenschaft in den Fokus. Unter dem Mikroskop wird regelmäßig die Vitalität der kleinsten „Mitarbeiter“ geprüft: Sind genügend Glockentierchen vorhanden? Bilden die Bakterien stabile Flocken? Die Reinigungsleistung hängt direkt von einer gesunden Mikrobiologie ab. Ein Blick durchs Okular verrät den Experten, ob die biologische Balance in den großen Außenbecken korrekt eingestellt ist.
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Foto: SPREE-PR/Fuchs
Transformation der ResteDas Schlammlager fasst etwa 1.000 Tonnen. Etwa zweimal im Jahr wird das Lager geleert. Die abgeschiedenen Stoffe verschwinden nicht einfach. Der überschüssige Schlamm wird entwässert und behandelt. Auf dem Schlammlagerplatz lagert das Endprodukt der Stofftrennung: Ein erdiges Substrat. Dieser Schlamm enthält die konzentrierte Fracht, die dem Wasser entnommen wurde, um die Flüsse zu schützen. Fachgerecht gelagert, wird er der landwirtschaftlichen Verwertung als Dünger zugeführt – der Kreis der Ressourcen schließt sich.
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Foto: SPREE-PR/Fuchs
Mission erfülltBereichsleiter Abwasser Thomas Wittmann (l.) und Klärwärter Richard Dulke prüfen, wie durchsichtig das Wasser im Nachklärbecken ist. Hier endet der technische Prozess und das Wasser kehrt in den natürlichen Kreislauf zurück. Am Ablauf fließt das gereinigte Wasser in den Vorfluter, die Ziese. Die Qualität ist nun so hoch, dass das Ökosystem keinen Schaden nimmt. Der Blick auf das klare Wasser zeigt das Resultat moderner Klärtechnik: Das Wasser wurde der Natur nur geliehen – und wird nun respektvoll zurückgegeben.











