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Author: wz_admin

Ohne die Wasserwirtschaft geht es nicht!

 



Wirksamer Katastrophenschutz?

Ohne die Wasserwirtschaft geht es nicht!

Man braucht nicht viel Fantasie, um sich Katastrophen-Szenarien vorzustellen. In unseren Breiten werden diese vorzugsweise an einem großflächigen Blackout festgemacht – ein Stromausfall, der alles lahmlegt. Doch auch Hochwasser, Stürme oder Waldbrände könnten unser Leben aus den Angeln heben. Der WAL bereitet sich vor!

Seit April stehen 15 „Katastrophenschutz-Leuchttürme“ im Landkreis Oberspreewald-Lausitz bereit, um den Bürgern in Notlagen wie Stromausfällen oder Hochwasser zu helfen. Das Bild entstand am Tag der symbolischen Übergabe, rechts steht WAL-Verbandsvorsteher Christoph Maschek.

Foto: Steffen Rasche

Wir haben bereits ein sehr hohes Sicherheitsniveau in der Trinkwasserver- und Schmutzwasserentsorgung erreicht – aber es ist nur eine Frage der Vernunft, sich für dramatische Situationen jeder Art zu wappnen. Jede Stadt, jeder Ort muss eine Infrastruktur vorhalten, die das Heft des Handelns in die Hand zu nehmen vermag. Eben dies sollen „Katastrophenschutz-Leuchttürme“ (KatS-Lt) leisten, von denen im Frühjahr 15 auch im Landkreis Oberspreewald-Lausitz* übergeben wurden.

„Damit es im Fall des Falles dort auch Trinkwasser gibt, gehören zu dem vom Land Brandenburg ausgehändigten Equipment aufklappbare Wasserspeichersysteme“, so WAL-Verbandsvorsteher Christoph Maschek. „Ich kann mir gut vorstellen, dass wir diese Big Packs im Sinne eines schnelleren Handelns im WW Tettau lagern.“ Im Falle des Falles könnten die 1 Kubikmeter Wasser fassenden Speicher dann umgehend befüllt und zu den jeweiligen Katastrophenschutz-Leuchttürmen ausgeliefert werden. Momentan befinden sich die mobilen Behälter noch in den Bauhöfen.

„Mit 1.000 Litern Trinkwasser sichert man natürlich nicht die umfassende Wasserversorgung der Bevölkerung“, erläutert der WAL-Chef. „Wir setzen dafür zunächst auf die zum Trinkwasserversorgungssystem gehörenden Hochbehälter in Lauchhammer und Skaska, die auch bei weitgehend außer Betrieb gegangenen Pumpstationen eine gewisse Menge Trinkwasser ins Verbandsgebiet speisen würden – mindestens für 24 Stunden.“ Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die Batteriespeicher der Solaranlage im WW Tettau voll sind und bei Sonnenschein am Tag nachgeladen werden können.

Eine entscheidende Komponente in einer Katastrophensituation – darüber ist man sich auch beim Wasserverband Lausitz im Klaren – dürfte das Herstellen von Kommunikationswegen sein. „Wir werden uns daher auch mit der Frage zu beschäftigen haben, ob wir ein eigenes Satellitentelefon anschaffen müssen. Dazu sind noch Abstimmungen mit dem Landkreis zu führen“, so Christoph Maschek und verweist damit auf noch dringend zu klärende Fragen für funktionsfähige Katastrophenschutz-Leuchttürme. „Es wäre nicht angemessen, wenn wir am Ende mit einem Fahrradkurier wichtige Informationen von A nach B tragen würden.“

Was der WAL an Vorbereitung für eine „Katastrophe“ zu leisten vermag, packt er an. Dies tut er etwa durch die energetische Absicherung seiner Infrastruktur durch erneuerbare Energien. Außerdem steht der Verband mit seinen Mitgliedsgemeinden unter anderem in den lokalen Krisenstäben in enger Abstimmung. Denn wir müssen gewappnet sein – und wir werden gewappnet sein, nicht zuletzt dank der länderübergreifenden Kooperation im Trinkwasserverbund „Lausitzer Revier“.

Die Katastrophenschutz-Leuchttürme im Verbandsgebiet des WAL:

Großräschen:
Turnhalle GutsMuths-Grundschule, Rembrandtstraße 93
Lauchhammer:
Mehrzweckhalle der Oberschule „Am Wehlenteich“, Naundorfer Straße 36
Turnhalle der Europaschule, Heinrich-Zille-Straße 14
Schipkau:
Grundschule „Paul Noack“, Friedrich-Engels-Straße 41
Senftenberg:
Sporthalle Grundschule am See, Steigerstraße 23
Sporthalle Reyersbachstraße, Reyersbachstraße 20
Schwarzheide:
Grundschule Wandelhof/Haus der Begegnung, Geschwister-Scholl-Straße 27
Ruhland:
Feuerwehr, Ortrander Straße 20
Ortrand:
Pulsnitzhalle, Schulstraße 23

* Wo Ihr nächstgelegener Katastrophenschutz-Leuchtturm zu finden ist, was die Leuchttürme bieten – und was nicht! –, erläutern ein Flyer und ein Plakat, die in allen Gemeinden ausliegen, sowie die
Internetseite.

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Der Saugstutzen – für alle die sauberste Lösung!

 



Neue Regeln für dezentrale Entsorgung

Der Saugstutzen – für alle die sauberste Lösung!

Auf der Tagesordnung der WAL-Verbandsversammlung im November steht unter anderem eine zu beschließende Satzungsänderung für die dezentrale Entsorgung. Deren Ziel ist mehr Gebührengerechtigkeit für alle. Bestehende Vorteile für Kunden mit „rollendem Kanal“ laufen aus.

Der Idealfall – die schnelle Entsorgungsverbindung an der Grundstücksgrenze dank Saugstutzen!

Foto: Steffen Rasche

Geht es um wirtschaftliche Lösungen für die dezentrale Entsorgung, setzen viele Brandenburger Entsorger zukünftig auf eine Saugstutzenpflicht. Diese hatte auch der WAL erwogen, sie aber schließlich nicht in seine Beschlussvorlage für die Verbandsversammlung einfließen lassen. „Ohne Frage bietet der Saugstutzen an der Grundstücksgrenze zur öffentlichen Straße bestechende Vorteile“, so Verbandsvorsteher Christoph Maschek und zählt auf: „Die Entsorgung kann schneller abgewickelt werden, der Kunde muss nicht anwesend sein, um die Fahrer aufs Grundstück zu lassen, und am Ende ist unser gesamter Entsorgungsauftrag für die Abfuhr-Unternehmen deutlich attraktiver.“

Eine erstaunliche „Lücke“

Gerade einmal 17 Prozent der vom WAL entsorgten Haushalte sind nicht an die Schmutzwasser-Kanäle angeschlossen. Von diesen ca. 4.000 Grundstücken verfügen gerade einmal rund 300 bereits über einen Saugstutzen. „Die Kosten für die Abfuhr haben sich in den vergangenen Jahren um 50 Prozent verteuert“, schaut der Verbandschef in die Bücher. „Davor konnten wir nicht länger die Augen verschließen und quasi eine permanente Rabattierung gegenüber den zentral entsorgten Kunden gewähren. Denn wirtschaftlich war unser Transportservice nicht mehr.“

Zudem tat sich eine erstaunliche Wasser-Lücke auf. „Bei Kunden mit zentralen Wasser- und Abwasseranschlüssen landen rund 70 Prozent des bezogenen Trinkwassers nach dem Gebrauch zur Reinigung auf unseren Kläranlagen. Im dezentralen Bereich liegt diese Quote gerade einmal bei 30 Prozent.“ Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass zumindest teilweise die Andienungspflicht des Schmutzwassers aus abflusslosen Sammelgruben zum WAL ignoriert wird. Könnte der Verband dies nachweisen, handelte es sich um eine zu ahndende Ordnungswidrigkeit.

In zwei Jahren amortisiert

Die aus Sicht des Wasserverbandes Lausitz sauberste Lösung besteht nun darin, ab 2026 die Gebühren der dezentralen Schmutzwasserentsorgung 1:1 gemäß Trinkwasserbezug abzurechnen. Dafür wird die Grundgebühr maßvoll angehoben und zukünftig die in der Gebühr inkludierte Schlauchlänge bei der Abfuhr auf 10 Meter begrenzt. „Jeder Meter Schlauch mehr kostet dann zusätzlich und soll die Kunden dazu anregen, sich aus den beschriebenen überzeugenden Gründen selbst für die Herstellung eines Saugstutzens zu entscheiden“, so Christoph Maschek, der davon ausgeht, „dass sich das nach spätestens zwei Jahren für jeden Grundstücksbesitzer amortisiert.“ Die erforderliche Bauweise der Saugstutzen gibt die neue Satzung vor. Diejenigen, die ihren Ansaugstutzen schon jetzt an der Grundstücksgrenze installiert haben, werden die ersten Profiteure sein.

Keine neuen technischen Regelungen plant der WAL für die Eigentümer einer biologischen Kleinkläranlage mit separiertem Klärschlamm. Dort gelten die bisherigen Vorgaben auch weiterhin.

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Der WAL denkt vor und rüstet sich!

 



Energieneutralität ab 2030 und Phosphor-Rückgewinnung

Der WAL denkt vor und rüstet sich!

Für seine gesetzeskonforme Schmutzwasserentsorgung muss der Wasserverband Lausitz bis 2030 „dicke Bretter“ bohren. Dies verlangen Fristen in der EU-Kommunalabwasserrichtline (KARL), die spätestens Mitte 2027 in nationales Recht umgesetzt sein muss. Für die Energieneutralität seiner Kläranlagen liegt alles im grünen Bereich. Für die Phosphor-Rückgewinnung sind (zu) viele Fragen offen.

Auf seiner Kläranlage in Brieske bündelt der Wasserverband Lausitz (WAL) verpflichtende Investitionen, die sich auch für ihn aus der Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) ergeben.

Drohnenaufnahme: Steffen Rasche

Seit mehr als 10 Jahren unternimmt der Wasserverband Lausitz erhebliche Anstrengungen, die Stromrechnung für seine energieintensiven Anlagen zu drücken. Dies gelingt – in enger Zusammenarbeit mit dem Betriebsführer WAL-Betrieb – durch erhebliche Investitionen in erneuerbare Energien. „Diese Erfahrungen verschaffen uns für die vorgeschriebene Energieneutralität von Kläranlagen ab 2030 einen entscheidenden Vorteil“, so Verbandsvorsteher Christoph Maschek voller Zuversicht. Denn während der Gesetzgeber lediglich eine bilanzielle Energieneutralität vorschreibt – also in Summe mehr zu erzeugen als zu verbrauchen –, erreicht der WAL die Strom-Autarkie auch auf der Kläranlage Brieske bereits tatsächlich. „Und das schon seit 2012. Die BHKW’s von WAL und WAL-Betrieb erzeugen Überschüsse, die ins vorgelagerte Netz eingespeist werden können.“

Zwei Fliegen mit einer Klappe

Hier legt der WAL sogar noch eine Schippe drauf. Denn für Brieske sind zwei neue, baugleiche BHKW´s geplant, die ebenfalls Klärgas in Strom und Wärme verwandeln werden. „Der zusätzliche Rohstoff in Brieske ergibt sich durch die Schmutzwassermengen, die hier nach der fertiggestellten Schmutzwasser-Überleitung von der Kläranlage Großräschen durch die neu angeschafften BHKW´s verwertet werden können“, erläutert der WAL-Chef den Vorteil der gebündelten Investitionen, zu denen ihn „KARL“ verpflichtet.

Ebenfalls energetisch „sauber“ aufgerüstet wird der Schmutzwasser-Standort Lauchhammer. „Hier stehen uns theoretisch knapp 3 Hektar Fläche für eine Photovoltaik-Anlage zur Verfügung. Wir werden die Größe derart konzipieren, dass der Ertrag die Eigenversorgung vor Ort sichert. Es ist keine Einspeisung ins öffentliche Netz vorgesehen. Für Überschüsse schaffen wir einen Speicher an.“ Dieses Detail ist gerade vor dem Hintergrund eines verlässlichen Katastrophenschutzes (siehe Beitrag links) von Bedeutung. Denn jede Kilowattstunde netzunabhängiger Strom lässt – im Falle des Falles – das vorgehaltene Diesel-Notaggregat länger laufen, um die Pumpen zu bewegen.

Asche zu Asche? Leider nein!

So erfreulich der Weg zur Energieneutralität ist, so sehr sorgt das technische Vakuum bei der Phosphor-Rückgewinnung aus dem Klärschlamm für Kopfschmerzen beim Verbandsvorsteher. Es gibt schlicht noch kein Verfahren zur Phosphor-Rückgewinnung, das im industriellen Maßstab funktioniert. Die Gesetzgebung setzt Maßstäbe, die technisch (noch) nicht umgesetzt werden können.

„Mit der Verbrennung des Klärschlamms führt der Verwerter eine Umwandlung des WAL-‚Produktes‘ Klärschlamm durch, für das der WAL aber gemäß Klärschlammverordnung zuständig bleibt. Das heißt, er ist auch für die Asche und den darin enthaltenen Phosphor verantwortlich.“

Eine unbefriedigende Situation, die der WAL nicht aussitzen kann – selbst wenn der Gesetzgeber die Fristen noch einmal neu definiert. Derzeit gibt es mehrere technische Möglichkeiten mit offenen Fragen und einer sicheren Aussage: Die Kosten in der Schmutzwasser-Aufbereitung werden steigen.

Keine belastbare Perspektive

Eine Lösung der zahlreichen Unwägbarkeiten beim Thema Klärschlammaufbereitung ist nicht abzusehen. „Aber ich kann den WAL nicht auf die Reise schicken mit einer Lösung, die gar nicht bis zum gesetzlichen Ende gedacht ist“, beschreibt Christoph Maschek seine Zwickmühle. Mit einer Zwischenlösung loslegen oder abwarten? Und wie könnte eine Zwischenlösung aussehen? Eine eigene kleine Klärschlammverbrennung errichten, um allein für die WAL-Asche verantwortlich zu sein und die Verwertung auszuschreiben? Auf gar keinen Fall will der Verband unnütz Geld verpulvern. „Die Entscheidung, wie wir mit dem Thema Klärschlamm-Verwertung umgehen, ist aufgrund der fehlenden verbindlichen politischen Aussagen und der unklaren technischen Umsetzung noch nicht möglich. Es ist nicht absehbar, wie sich die Preise für welche Verfahren überhaupt gestalten.“

Wer trägt die Kosten?

Ähnlich ungeklärt sind Detailfragen für eine 4. Reinigungsstufe, die in Zukunft auf den Anlagen Brieske und Lauchhammer unliebsame Spurenstoffe eliminieren muss, theoretisch finanziert durch Arznei- und Kosmetikproduzenten. Stichwort Herstellerverantwortung! Aber gegen die drohenden Millionen-Rechnungen laufen die betroffenen Branchen gerade Sturm. Ergebnis: offen – insbesondere in der Frage, wer die Kosten trägt.

Warum kommt Phosphor im Klärschlamm vor?

Grafik: SPREE-PR

Phosphor ist ein essenzielles Element für den Menschen. Dieses chemische Element wird als Verbindung über die Nahrung, zum Beispiel  Milch und Fleisch durch den Menschen aufgenommen. Im Körper wird Phosphor unter anderem für den Aufbau von Zähnen und Knochen benötigt. Der weitaus größte Teil wird jedoch für den Energiestoffwechsel gebraucht und gelangt nach „Nutzungsende“ über die menschlichen Ausscheidungen in das Schmutzwasser. Als Bemessungswert für Kläranlagen wird eine Phosphor-Abgabemenge von 1,8 Gramm pro Tag und Einwohner angesetzt. Zudem werden bei vielen gewerblichen oder industriellen Prozessen Phosphorverbindungen benötigt. 

Klassisches Beispiel sind dabei Waschprozesse. Über Reinigungs- bzw. Spülabwässer gelangen diese Phosphorverbindungen ebenfalls ins Schmutzwasser. Bei der Reinigung des Schmutzwassers in den Kläranlagen wird Phosphor entweder biochemisch im Klärschlamm gebunden oder mit Chemikalien (Eisen- oder Aluminiumsalzen) in eine feste Form überführt. In beiden Fällen „landet“ der Phosphor im Klärschlamm, der technisch entwässert und derzeit in einer Kompostieranlage verwertet oder einer thermischen Verwertung zugeführt wird.

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Nachwuchs von WAL und WAL-Betrieb startet ins neue Lehrjahr

 



Starke Ausbildung – starke Wasserregion

Nachwuchs von WAL und WAL-Betrieb startet ins neue Lehrjahr

Foto: WAL-Betrieb

Wasser im Blick hatten die Auszubildenden und Studenten aller Jahrgänge beim Wasserverband Lausitz (WAL) und seinem Betriebsführer Wal-Betrieb zum Start des Lehrjahres gleich auf doppelte Weise: Zum einen richteten die jungen Frauen und Männer ihre Aufmerksamkeit für den Fototermin gen Senftenberger See. Andererseits gibt das Lebensmittel Nummer 1 – und seine zuverlässige Verfügbarkeit! – den beruflichen Wegen des Nachwuchses seinen Sinn. Jede und jeder einzelne der angehenden Umwelttechnologen, Büro- und Industriekaufleute sowie Ingenieure wird für die wasserwirtschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit dringend benötigt. Vor ihnen liegen spannende Aufgaben, in einer Zeit, die sich technisch und technologisch rasant entwickelt. Wäre das nicht auch etwas für DICH?

Tradition trifft Zukunft

Zum Ausbildungsbeginn am 1. September begrüßte der Betriebsführer des Wasserverbandes Lausitz fünf neue Auszubildende: die angehenden Industriekaufleute Natalia Staruzyk (nicht im Bild), Jessica Alex und Pauline Jähnig sowie die beiden künftigen Anlagenmechaniker Jonas Robisch und Florian Philipp. Ein besonderes Detail gehört dabei längst zur Tradition: „Um den Start in die berufliche Zukunft zu versüßen, gab es für das Quintett natürlich wieder unsere Zuckertüten“, verrät die Jugend- und Auszubildendenvertretung Julina Felsch. Ebenso fest etabliert ist das erste Zusammentreffen mit den bereits im Unternehmen tätigen Auszubildenden – ein wichtiger Baustein, um von Beginn an Teil der Gemeinschaft zu sein. Begleitet wurde der Auftakt von den Geschäftsführern Patrick Laurisch und Thomas Schiller sowie Ausbilderin Jessica Quasnitschka. Schließlich soll er der Auftakt eines langen, chancenreichen Berufslebens bei WAL-Betrieb sein.

Foto: WAL-Betrieb

Immer nah am Wasser!

Die dreimal jährlich erscheinende Lausitzer WASSERZEITUNG und ihre digitale Ausgabe sind nur eines von mehreren Info-Angeboten vom Wasserverband Lausitz (WAL).
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Drachenbootfans beim WAV

 




Drachenbootfans beim WAV

Wer im Juli am Beetzsee war, konnte miterleben, wie Brandenburg für ein paar Tage zum Zentrum der Drachenbootwelt wurde. Bei der Weltmeisterschaft kämpften fast 5.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 32 Nationen um 161 WM-Titel.

Nach Rathenow ging zwar kein Titel, da es keine Städte-Wertung gab. Doch Sportler aus der Havelstadt waren mittendrin – ob mit dem Paddel in der Hand oder als Trommler im Bug. Auch Steuermann Nico Wedding, der dem Wasser beruflich als WAV-Mitarbeiter eng verbunden ist, verfolgte die WM mit besonderem Interesse. Das Bild passt perfekt: gemeinsam loslegen, die Richtung halten und selbst bei Gegenwind im Takt bleiben. So funktioniert Drachenbootsport. Und genau so lässt sich auch der Berufsalltag im WAV beschreiben. Vielleicht ist es daher nur eine Frage der Zeit, bis der Verband sein eigenes Drachenboot-Team an den Start bringt.

Was für ein Blick für den Steuermann des Drachenboot-Teams „Die Havelspatzen“.

Foto: Nico Wedding

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Digitalzähler bringen langfristig Vorteile

 




Zählerumstellung

Digitalzähler bringen langfristig Vorteile

Der WAV Rathenow setzt auf Digitalisierung: Ab dem 1.  Januar 2026 werden im Verbandsgebiet nach einer Testphase digitale Wasserzähler eingeführt. Künftig können Zählerstände automatisiert und ohne Vor-Ort-Ablesung erfasst werden.

So sieht der digitale Wasserzähler aus.
Foto: WAV Rathenow

Das bedeutet mehr Komfort, da aufwendige Terminabsprachen und das Ausfüllen von Ablesekarten entfallen. Gleichzeitig erhöht sich die Transparenz: Verbrauchsdaten lassen sich regelmäßiger kontrollieren, wodurch Unregelmäßigkeiten oder Leckagen schneller erkannt werden können. Für den Verband ist es vorteilhaft, dass die digitale Erfassung langfristig Personal- und Fahrtaufwand bei der Ablesung reduziert und so zur Wirtschaftlichkeit beiträgt, was letztlich die Gebührenstabilität fördert. Für die Kunden ist wichtig, dass die Bestandsreste mechanischer Zähler (Mehrstrahlzähler) zulässig bleiben und die digitalen Zähler 2026 zunächst bei Neuinstallationen oder beim turnusmäßigen Austausch zum Einsatz kommen.

Zukunftssicher und kundenfreundlich

Die Umstellung erfolgt also sukzessive, bis der gesamte Zählerbestand auf Digitaltechnik umgestellt ist. „Wir wollen die Wasserversorgung zukunftssicher und kundenfreundlich gestalten“, betont Felix Püschel, der Leiter Trinkwasserversorgung beim WAV. Die Digitalisierung helfe, Prozesse effizienter zu gestalten und gleichzeitig die Servicequalität zu erhöhen. Der Wasserverband Rathenow setzt damit ein Zeichen für eine moderne, zuverlässige Versorgung in der Region.

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Tripple-Gewinn für den WAV Rathenow – plus Eins

 




Ausbildung

Triple-Gewinn für den WAV Rathenow – plus Eins

Drei Azubis starteten am 1. August beim WAV in ihr Berufsleben. Der Verband freut sich über den Fachkräftenachwuchs, der schon eins sofort schaffte: die Senkung des Durchschnittsalters der WAV-Belegschaft.

Die neuen Azubis (von links): Sherin Kobszyk, Paul Thiel, Richard Schöpp.

Foto: WAV Rathenow

Sherin Kobszyk beginnt als Kauffrau für Büromanagement. Paul Thiel wird als Umwelttechnologe für Abwasserbewirtschaftung ausgebildet und u. a. Reinigungstechniken optimieren oder Wasserqualität sichern. Richard Schöpp tritt als Umwelttechnologe für Wasserversorgung an und arbeitet an der Versorgungssicherheit, Messdatenanalyse und Netzoptimierung.

Geprüft, geschafft, genommen

Iven Jahn hatte sich 2022 auf den Ausbildungsplatz als Fachkraft für Wasserversorgungstechnik beworben und wurde der neunte Auszubildende seit Gründung des WAV Rathenow. Nach dreieinhalb Jahren hat er seine Ausbildung abgeschlossen und ist nach bestandener Prüfung Umwelttechnologe für Wasserversorgung. Als solcher wurde er vorerst für ein Jahr vom WAV übernommen, wozu ihm Geschäftsführer Björn Jelinski und der Leiter Trinkwasserversorgung, Felix Püschel, persönlich gratulierten.

Willkommen im WAV, Glückwünsche für den neuen Umwelttechnologen.

Foto: WAV Rathenow

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Ein Sommer mit viel Regen, aber nicht ohne Sorgen

 




Editorial

Ein Sommer mit viel Regen, aber nicht ohne Sorgen

Foto: WAV Rathenow

Liebe Leserinnen und Leser,

seit dem Frühjahr erleben wir eine Wetterlage, die viele von uns überrascht hat: Statt der gewohnten Trockenperioden brachte das Jahr bislang ungewöhnlich viele Regentage. Von April bis heute fiel in unserer Region deutlich mehr Niederschlag als üblich – eine Entwicklung, die auch unsere Arbeit als Wasser- und Abwasserverband beeinflusst. Die gute Nachricht: Unsere Trinkwasserversorgung ist gesichert. Die Regenfälle haben die Grundwasserstände weiter stabilisiert und die Wasserressourcen in unserer Region gestärkt. Das lässt uns zuversichtlich in die kommenden Monate blicken. Aber: Wetter ist nicht gleich Klima. Und der langfristige Trend zeigt weiterhin in Richtung zunehmender Trockenheit. Dass der Landkreis Havelland über eine Allgemeinverfügung – gültig noch bis zum 30. September – die Wasserentnahme aus oberirdischen Gewässern verboten hat und die Nutzung des Grundwassers einschränkt, unterstreicht den Ernst der Lage. Auch ein nasser Sommer kann die strukturellen Herausforderungen nicht einfach wegspülen. Deshalb arbeiten wir kontinuierlich daran, die Wasser- und Abwasser-infrastruktur zukunftssicher aufzustellen. Dazu gehören Investitionen in moderne Technik, der Ausbau von Speicherkapazitäten und die enge Zusammenarbeit mit Kommunen und Fachbehörden. Unser Ziel ist klar: eine verlässliche Versorgung mit sauberem Trinkwasser und eine sichere Abwasserentsorgung – heute und morgen.

Ihr Björn Jelinski,
Geschäftsführer des Wasser- und Abwasserverbandes Rathenow

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Sein nächtliches Firmament brachte Gülpe überregionalen Ruhm

 




Als Dorf ein Star im Land

Sein nächtliches Firmament brachte Gülpe überregionalen Ruhm

Die Menschen lieben Superlative. Gülpe hat diesbezüglich viel zu bieten – als „dunkelster Ort Deutschlands“. Das klingt nicht nur super, sondern ist auch ziemlich attraktiv – für die Bewohner wie für die Besucher.

Vier, die sich für Gülpe engagieren (v. l. n. r.): Enrico Vogt, Susanne Peters, Esther Goldstein und Bill Neubüser.

Fotos (3): SPREE-PR/Leue

Gülpe, ein Ortsteil der Gemeinde Havelaue, wurde erstmals 1441 urkundlich erwähnt. Seitdem ist einiges passiert, wie Ortschronistin Esther Goldstein erzählt. Auch die vermeintliche „Konterrevolution“ einiger Bauern zu DDR-Zeiten und ihre anschließende Flucht in den Westen hatten Auswirkungen bis heute. Nachdem die von den Bauern zurückgelassenen Häuser nach 1990 wieder an die Erben der alten Besitzer gingen und von ihnen verkauft wurden, seien etliche Leute aus Westberlin zugezogen. Die hätten zur Bereicherung des kulturellen Lebens einiges beigetragen.

Bill Neubüser, als Bürgermeister von Havelaue für Gülpe mit zuständig, sieht die besondere Zugezogenengeschichte zwar nicht mehr als aktuelles Thema. Aber ja, die kulturelle Affinität der Gülper sei schon sehr ausgeprägt.

Hier Sterne gucken!

Kultur und Kunst spielen eine große Rolle, wie auch Ortsbeirätin Susanne Peters bestätigt. Neben Kino- oder Musikabenden im alten Saal der geschlossenen Dorfkneipe gibt es Veranstaltungen von Volkssolidarität, Feuerwehr, Angelverein, zum Beispiel Würfel- und Skatabende. Ein Schauspiel haben die 105 Gülper das ganze Jahr über: das nächtliche Firmament über ihren Köpfen. Etliche Bürger engagieren sich im „Sternenpark e. V.“ oder im Verein „Über uns die Sterne“, der für Dezember gar ein Theaterstück plant. Auswärtige Sternengucker zieht es oft im August zum Fernastro-Treffen auf den Gülper Sportplatz, ansonsten auch gern zum Gülper See und den Biwakplatz, weil das Naturschutzgebiet „Untere Havel“ mit seinen Wildgänsen, Schwänen und Reihern direkt angrenzt.

Davon profitieren die Vermieter von Ferienunterkünften. Gelegentlich verursacht das Ausmaß der Besucherströme aber auch Stirnrunzeln. Da geht es den Gülpern nicht anders als manchem Potsdamer in der Landeshauptstadt.

Luxus der Leere

Die ist übrigens auf der Gülpe vorgelagerten Insel präsent. Hier befindet sich eine Außenstelle der Universität Potsdam, als bundesweit einzigartiger Forschungsstandort in der teilweise renaturierten Havelaue. Erforscht werden die Naturraumbewirtschaftung und das Flutgeschehen im Naturschutzgebiet „Untere Havel“. In dem liegen rund 1.000 Hektar, sprich 65 Prozent, der bewirtschafteten Flächen der örtlichen Agrargenossenschaft, dem mit 41 Mitarbeitern größten Arbeitgeber im Ort.

Betriebsleiter Enrico Vogt betont, dass er eng mit den Naturschutzverbänden zusammenarbeitet, auch bei der Renaturierung der Gülper Insel. Bauern wissen schließlich, dass ihr Land ein existenziell wichtiges Gut ist, das es zu schützen gilt.

So sind sich die Bewohner von Gülpe insgesamt doch ziemlich einig, dass ihr Dorf samt Umgebung ein ausgesprochen lebenswerter Platz ist. Ein „Juwel“, das für den „Luxus der Leere“ stehe, wie Bill Neubüser sagt. Und über allem leuchten die Sterne. In Gülpe verbindet sich Geschichte mit Gegenwart, Kultur mit Natur, Gemeinschaft mit Weitblick. Ein Ort, der leuchtet, selbst oder gerade wenn es dunkel ist.

Wassersteckbrief

Trinkwasser

Versorgung
Wasserwerk Rhinow
Trinkwasseranschlüsse
48
Versorgte Einwohner
109
TW-Hauptleitungen
1,7 km
TW-Hausanschlussleitungen
1,1 km
Anschlussgrad
97,6 %

Schmutzwasser

Die Schmutzwasserentsorgung erfolgt zu 100 % dezentral über abflusslose
Sammelgruben und Kleinkläranlagen.

Die Wasserhärten des Trinkwassers in Gülpe und anderen Gemeinden finden Sie im Internet auf
www.wav-rathenow.de unter Trinkwasserversorgung.

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Fehler erkennen, bevor sie entstehen

 




Einblick

Fehler erkennen, bevor sie entstehen

Der Name der WAV-Abteilung ist lang: Elektro-, Mess-, Steuer-, Regeltechnik und Informationstechnologie. Ihre Verantwortung ist ebenso groß.

Kein Mangel an anspruchsvollen Aufgaben für die EMSR/IT-Leute.

Foto: WAV Rathenow

„Fehler zu erkennen, bevor sie überhaupt entstehen, ist unsere tägliche Aufgabe“, sagt Nico Wedding, seit über 30 Jahren ein Experte für Steuerungs-, Industrie- und Gebäudetechnik. Seit fünf Jahren leitet er beim WAV Rathenow die Abteilung EMSR/IT, was für Elektro-, Mess-, Steuer- und Regeltechnik sowie Informationstechnologie steht. Mit ihm zusammen sorgen vier Kollegen dafür, dass Wasserwerke, Pumpstationen und Kläranlagen im Verbandsgebiet rund um die Uhr zuverlässig laufen. „Ohne mein Team würde es nicht funktionieren. Jeder bringt sein Fachwissen und seine Erfahrung ein“, betont Nico Wedding. Die Aufgaben seien vielfältig: Stromversorgung, Automatisierung, Kommunikation und IT-Sicherheit müssten ineinandergreifen. Dabei sei es wichtig, mit technologischen Entwicklungen Schritt zu halten. „Nicht jedes neue System ist automatisch besser“, weiß Nico Wedding aus Erfahrung.  „Wir setzen auf Lösungen, die langfristig sinnvoll und wirtschaftlich sind.“

Der Alltag im Verband ist oft ein Wettlauf gegen die Zeit. Anlagen altern, Ersatzteile werden knapp, und neue Anforderungen kommen schneller, als sie umgesetzt werden können. Da ist vorausschauendes Arbeiten nötig. Erfahrung, Planung und ein starkes Team helfen, Probleme zu vermeiden, noch bevor sie entstehen. Besonders wichtig ist Nico Wedding der Austausch im gesamten Verband. Technik allein löse keine Probleme. „Man braucht eine Vorstellung vom richtigen wirtschaftlichen Einsatz einer Technologie. Planung, Betrieb vor Ort und Organisation müssen Hand in Hand gehen.“

Als besondere Herausforderung stellt sich für die EMSR/IT-Mitarbeiter der nachhaltige Umgang mit Energie dar. Photovoltaikanlagen und Batteriespeicher werden eine immer größere Rolle spielen, um Betriebskosten zu senken. „Wenn wir Anlagen gezielt in Zeiten mit hohem Eigenstromertrag betreiben, sparen wir Kosten und reduzieren den CO₂-Ausstoß“, sagt Abteilungsleiter Nico Wedding. Müsse man weniger Strom zukaufen, würden sich letztlich die finanziellen Spielräume für Investitionen erhöhen. Davon profitierten am Ende auch die Kunden des WAV.

An anspruchsvollen, gar spannenden Aufgaben mangelt es den Mitarbeitern nicht in der Abteilung, die zu den kleinsten beim WAV gehört. Umso größer ist ihre Verantwortung für das Gesamtunternehmen. Nicht zuletzt sorgen sie mit ihrer Tätigkeit für ein stabiles Niveau des Investitionsspielraums des Verbandes und damit der Versorgungssicherheit seiner Kunden. Die technische Infrastruktur im Verband zuverlässig stabil und zukunftsfähig zu halten, ist eine ambitionierte Aufgabe, die Nico Wedding und seinen Männern gleichermaßen Schweiß und Spaß bereitet. Das spiegelt sich auch im Arbeitsalltag. Der Chef fordert viel, gibt aber auch viel Vertrauen und Freiraum an sein Team. Anders geht es nicht, wenn der technische Betrieb von bösen Überraschungen verschont bleiben soll.

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