Skip to main content

Author: wz_admin

Eine Frage der Sicherheit

 




Arbeitsschutz

Eine Frage der Sicherheit

Arbeitsschutz ist in Deutschland ein hohes Gut. Ein wichtiges Bindeglied bei der Erfüllung der gesetzlichen Vorgaben sind innerbetriebliche Sicherheitsbeauftragte wie Sandra Volkmann.

Bevor Sandra Volkmann oder ihre Kollegen in Schächte steigen können, müssen sie diese freimessen. Damit stellen sie sicher, dass sich keine giftigen Gase im Schacht befinden.

Foto: SPREE PR/Kuska

Wenn Sandra Volkmann auf der Kläranlage Stavenhagen unterwegs ist, dann verrichtet sie nicht nur ihre Arbeit als Klärwärterin. Ihre Augen haben immer auch einen Blick für das Drumherum. Sind alle Schächte richtig abgedeckt? Gaswarngeräte geladen? Beleuchtungen intakt? Gibt es Stolperfallen? Oder andere Sicherheitsmängel? Als Sicherheitsbeauftragte unterstützt sie den Verband – zusammen mit drei anderen Kollegen – ehrenamtlich beim Arbeitsschutz. Eine Aufgabe mit vielen Facetten. „Wir achten nicht nur auf Mängel und Gefahrenquellen. Wir beraten und motivieren auch Kollegen zu sicherem Verhalten am Arbeitsplatz.“ Weisungsbefugnisse haben Sicherheitsbeauftragte nicht. „Wir handeln beratend und unterstützend, sind quasi das Bindeglied zwischen Belegschaft und Vorgesetztem.“ Sicherheitsbeauftragte zu sein, ist ein innerbetriebliches Ehrenamt, für das sich Sandra Volkmann und ihre Kollegen regelmäßig fortbilden.

Ein weiteres Rädchen im Arbeitsschutzgetriebe sind Fachkräfte für Arbeitssicherheit. Sie beraten den Verband von außen, ermitteln Arbeitsbedingungen sowie betriebliche Unfall- und Gesundheitsgefahren und erstellen Gefährdungsbeurteilungen, aus denen sich konkrete Handlungsanweisungen ableiten. „Viele Jahre hat Elke Kraft uns in dieser Funktion begleitet. Demnächst geht sie in den Ruhestand“, sagt Verbandsgeschäftsführer David Schacht. „Wir danken Frau Kraft für die gute Zusammenarbeit und wünschen ihr alles Gute für den neuen Lebensabschnitt.“ Nun sucht der Verband eine Nachfolge, die diese Aufgaben ab dem kommenden Jahr übernimmt.

Zurück zur Startseite

Continue reading

Studieren mit dem Zweckverband

 




Ausbildung

Zwischen Wasserwerk und Hörsaal

Herzlich Willkommen beim WasserZweckVerband Malchin Stavenhagen! Wenn Anastasia Hensel auf den Zettel an ihrem Schreibtisch schaut, muss sie lächeln. Die kleine Botschaft mit dem bunten Blumen-Motiv begleitete die Studentin der Siedlungswasserwirtschaft durch ihre ersten Praxiswochen beim Verband.

In ihrer Praxisphase war Anastasia Hensel viel draußen unterwegs. Im Büro protokolliert sie im Nachgang alle wichtigen Infos.Foto: SPREE PR/Kuska

Anastasia Hensel ist die erste Bachelorstudentin im WZV. Siedlungswasserwirtschaft ist ein Fachgebiet des Bauingenieurwesens. Das duale Studium bereitet Studierende darauf vor, wasserwirtschaftliche Bauvorhaben im Umfeld von Siedlungen zu planen und umzusetzen. „Ich lerne zum Beispiel, wie man unter Maßgabe von Umweltschutz und innovativer Technologien Anlagen wie Wasserwerke, Kläranlagen oder Versorgungsnetze plant, baut oder saniert.“ Die Theorie lernt Anastasia an der Fachhochschule in Potsdam. Die Praxis beim WZV: In zwei Praxissemestern und den Praxiswochen während der Semesterferien.

Wie vermisst man ein Gelände? Auch das war Teil ihrer ersten Praxisphase im Verband.Foto: WZV

Ihre erste Praxisphase führte sie in den Trinkwasserbereich. Sie begleitete die Kollegen bei Filterkontrollen, Filterspülungen, beim Zählerwechsel, zu Bauberatungen. In Zolkendorf ist ein neuer Reinwasserbehälter geplant. Dafür muss das Gelände vermessen werden. „Auch hier war ich dabei.“

Nun sind die Semesterferien um. Das zweite von acht Semestern ist gestartet. Mit Fächern wie Bauinformatik, Vermessungskunde und Hydrochemie. Im Sommer folgt auf die Theorie wieder Praxis. „Ich freu mich schon drauf“, sagt Anastasia und schaut noch einmal lächelnd auf die kleine Nachricht an ihrem Schreibtisch.

Zurück zur Startseite

Continue reading

Feuchttücher bitte richtig entsorgen

 




Ein Graus fürs Kanalnetz

Feuchttücher sind in vielen Haushalten praktische Alltagshelfer. Nach dem Gebrauch gehören sie in den Restmüll. Oft werden sie jedoch in der Toilette entsorgt. Das ist ein großes Problem, sagt Abwassermeister Jens Christofzik.

Diese graue Masse sind falsch entsorgte Feuchttücher. Sie wurden mühselig im Hauptpumpwerk Malchin geborgen und müssen nun auf dem Klärwerk in Stavenhagen weiter behandelt werden.Foto: WZV

Jens ChristofzikFoto: SPREE PR/Kuska

Warum gehören Feuchttücher nicht in die Toilette?

Jens Christofzik: Im Gegensatz zu Toilettenpapier bestehen sie aus robusten Fasern, die sich nicht im Wasser zersetzen. Das kann jeder in einem kleinen Experiment selbst ausprobieren: Füllen Sie ein Glas mit Wasser und einem Blatt Toilettenpapier. Schon nach wenigen Augenblicken zerfällt das Papier in kleine Fasern. Wiederholen Sie das Ganze mit einem Feuchttuch. Auch nach langem Warten halten hier alle Fasern fest zusammen. Und genau hier liegt das Problem.

Wie zeigt sich dieses Problem bei Ihnen?

Jens Christofzik: Wenn das Abwasser Richtung Kläranlage gepumpt wird, verknoten sich die Tücher zu zopfartigen, oft meterlangen Strängen. Diese verstopfen Kanäle und verheddern sich in Pumpen. Das führt zu Schäden an den Anlagen und stört die Entsorgungsabläufe. Unabhängig davon erhöht sich auf den Kläranlagen mit jedem falsch entsorgten Abfall natürlich auch die Menge des Rechenguts.

Wie bekommen Sie die Anlagen bei einer Verzopfung wieder frei?

Jens Christofzik: Nur mit hohem Aufwand! Maschinen, die das Tuchgewirr aus den Anlagen ziehen, gibt es nicht. Unsere Mitarbeiter müssen die Stränge mit den Händen aus den Anlagen pulen. Das ist anstrengend und ehrlich gesagt auch sehr unappetitlich. Hinzu kommen noch der Aufwand für die An- und Abfahrt zu den Anlagen, der Aus- und Einbau von Pumpen oder anderen Armaturen.

Das sind am Ende sicher auch alles Kostenfaktoren?

Jens Christofzik: Auf jeden Fall! Verstopfte Pumpen wieder in Gang zu bringen, erzeugt Kosten, die letztlich in die Kalkulation der Abwassergebühr mit einfließen. Feuchttücher korrekt zu entsorgen, trägt also auch dazu bei, Gebühren nicht unnötig zu belasten.

Zurück zur Startseite

Continue reading

Das Baukonzept im Verbandsgebiet

 




Invest

Das Baukonzept im Verbandsgebiet

Beim Zweckverband stehen auch in diesem Jahr etliche Bauvorhaben an. „Im Trinkwasserbereich investieren wir 3,06 Millionen Euro, im Abwasserbereich 2,52 Millionen Euro“, sagt Peter Dammann, Leiter des Bereichs Investition/Entwicklung. Ein Überblick über die wichtigsten Projekte.

Der WZV widmet sich auch in diesem Jahr überall im Verbandsgebiet wichtigen Bauvorhaben. So unterschiedlich diese auch sind, eines haben sie gemeinsam: Sie sind wichtige Investitionen für die Zukunft.

Der Verband erneuert an vielen Stellen im Verbandsgebiet sein Rohrnetz. „Diese Leistungen werden komplett in Eigenleitung durch unseren Mitarbeiter Ronald Richter geplant und größtenteils durch unseren verbandseigenen Bautrupp umgesetzt“, unterstreicht Peter Dammann. Insgesamt stehen im Investplan dafür etwa 400.000 Euro (brutto) zur Verfügung.

Vorgesehen sind diese Maßnahmen:

• Drosselweg, Malchin (TW-Leitungen und Hausanschlüsse/HA);
• Friedrichsruh (TW-Leitungen und HA);
• Kameruner Weg, Stavenhagen (TW-Leitungen und HA);
• Bahnübergang Wackerow (TW-Leitungen und HA);
• Bahnhofsstraße, Mölln (TW-Leitungen und HA);
• Ivenack (HA), Dorfstraße,
• Galenbeck (HA);
• Schorrentin (HA);
• Lindenweg, Kummerow (Schmutzwasserkanal und SW-Hausanschlüsse).

„In Abhängigkeit von den zu erwartenden Baukosten kann es möglich werden, dass wir einige Maßnahmen ins kommende Jahr schieben müssen.“

A – Gielow

In Gielow baut der WZV einen neuen Trinkwasserspeicher. „Der bisherige Speicher war mehr als 60 Jahre alt und einsturzgefährdet“, erläutert Peter Dammann. Die Arbeiten begannen 2025 und beinhalten auch eine neue Zuwegung zum Wasserwerk, die Leitungsverlegung zwischen Wasserwerk und Speicher sowie zwei Druckerhöhungsstationen. Der neue Speicher soll Ende August in Betrieb gehen. Insgesamt investiert der Verband ca. 1,3 Millionen Euro (netto) in diese Baumaßnahme. Das Wasserwerk Gielow ist für den Verband ein wichtiger Standort: Perspektivisch sollen die Wasserwerke Viezenhof und Basedow vom Netz gehen und in Gielow eingebunden werden.

Ein Blick auf die Baustelle für den neuen Trinkwasserspeicher in Gielow. Im Sommer soll der Neubau in Betrieb gehen.Foto: WZV

B – Rosenow

In Rosenow wird das Wasserwerk fit für die Zukunft gemacht. „Im Moment steht von dem Gebäude nur die Hülle.“ Der Verband erneuert die gesamte Anlagentechnik, wechselt Druckerhöhungspumpen und ersetzt die beiden bisherigen Filter durch drei größere. „Künftig sollen die Versorgungsgebiete der Wasserwerke Gädebehn und Groß Helle ebenfalls über dieses Wasserwerk versorgt werden.“ Dass „ihr“ Wasserwerk außer Betrieb ist, davon merken die angeschlossenen Einwohner nichts: „Ihre Versorgung erfolgt zuverlässig über eine provisorische Wasseraufbereitungsanlage.“ Die Sanierung wird voraussichtlich im August fertig sein. Der Wertumfang beträgt ungefähr 600.000 Euro (netto).

C – Stavenhagen

In der Reutersiedlung wird das defekte Mischwassersystem durch ein neues Trennsystem ersetzt. Die Maßnahme befindet sich im letzten Bauabschnitt. Wertumfang: 254.000 Euro.

D – Neukalen

„Auf dem Gartshof“ werden die Arbeiten zur Leitungsverlegung fortgeführt. Dazu werden im hinteren Bereich des Wohngebiets ca. 175 Meter Trinkwasserleitung und Hausanschlüsse ausgewechselt, ca. 145 Meter Schmutz- und Regenentwässerung sowie die Grundstücksanschlüsse erneuert. Kostenpunkt: 309.000 Euro.

E – Malchin

Unter der Peene werden bis Ende des Jahres eine Trinkwasser- und eine Abwasserdruckrohleitung neu verlegt. Wertumfang: 260.000 Euro.

Das ehemalige Wasserwerk Malchin wurde zur Umweltbildungsstätte ausgebaut. Das Außengelände soll als außerschulischer Lernort genutzt werden. Deshalb entsteht hier eine überdachte Fläche und eine „Bibliothek der Dinge“. Das Vorhaben wird mit 260.000 Euro gefördert vom Landesförderinstitut Mecklenburg-Vorpommern (LFI).

F – Basepohl

Im Wasserwerk Basepohl wird die Pumpentechnik erneuert. Die Planung erfolgt in Eigenleistung. Kosten: ca. 250.000 Euro (netto).

G – Rittermannshagen

Im Einzugsgebiet der Wasserfassung wird eine Grundwassermessstelle errichtet. Außerdem entsteht ein neuer Versorgungsbrunnen. Kostenpunkt: 170.000 Euro (netto).

H – Stavenhagen

Die Kläranlage Stavenhagen soll in diesem Jahr einen mit Klärgas betriebenen Heizkessel erhalten. Wertumfang: ca. 138.000 Euro (brutto).

Zurück zur Startseite

Continue reading

Bauen mit Köpfchen

 




Investionen

Netz erneuern, Kosten steuern

Frisches Wasser, zu jeder Zeit, das ist für uns alle selbstverständlich. Doch wie bleibt diese Versorgung auch in Zukunft sicher und bezahlbar? Das ist eine Frage, vor der auch der WZV steht. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf seinem Trink- und Abwassernetz.


„Wir bauen für Sie” ist mehr als ein Slogan. Dahinder steht der Anspruch, Investitionen frühzeitig zu verstetigen, um die Versorgung langfristig zu sichern.
Foto: WZV

Das Trink- und Abwassernetz ist ein weit verzweigter Schatz unter der Erde und zusammen fast 1.000 Kilometer lang. Diese Infrastruktur ist über Jahrzehnte gewachsen und essentiell für die kommunale Daseinsvorsorge. Einige Teile des Netzes nähern sich jedoch schrittweise dem Ende ihrer technischen Nutzungsdauer. „Der Erneuerungsbedarf ist absehbar“, sagt David Schacht.

Der Verbandsgeschäftsführer und sein Team stehen dabei in gewisser Weise vor der Quadratur des Kreises: Die Anforderungen an Qualität, Umwelt- und Gewässerschutz steigen. Die Kosten für Baumaterial und Bauleistungen auch. Fördermittel sind seit Jahren rückläufig.  „Wir sind also immer mehr auf Eigenkapital angewiesen.“ All das in Einklang miteinander zu bringen, sei ein großes Spannungsfeld.

Der Verband arbeitet deshalb an einer Investitionsstrategie. Ein wichtiges Kriterium dabei: die Kontinuität der Investitionen. Notwendige Erneuerungen aufzuschieben, verlagere Lasten in die Zukunft. „Das wäre nicht generationengerecht!“

David Schacht betont, dass der Verband seit Jahren kontinuierlich investiere. Er sagt aber auch: „Das ist noch nicht genug, um enkelgerecht in unsere Anlagen zu finanzieren.“ Dazu müssten die Erneuerungsraten schrittweise steigen. Das jährliche Investitionsbudget für Trink- und Abwasser lag bisher bei jeweils zwei Millionen Euro. „Das ist eng gesteckt.“ Der Verband arbeitet deshalb auch mit Krediten. „Aktuell haben wir Verbindlichkeiten von zirka 31 Millionen Euro.“ In diesem Punkt gegenzusteuern sei ebenfalls ein wichtiger Aspekt im Hinblick auf Enkelgerechtigkeit.

Die Herausforderungen sind also groß. David Schacht weiß aber auch um die Expertise in seinem Haus, um Kollegen wie Peter Dammann, den Leiter des Bereichs Entwicklung und Investition, Planungsingenieur
Ronald Richter und Christiane Ehlers, Sachbearbeiterin für Investitionsvorbereitung. „Mit ihnen verfügen wir über das nötige Know-how, um zukunftsgerechte Entscheidungen zu treffen.“

Dass all dies nicht ohne Auswirkungen auf Gebühren bleiben kann, daraus macht David Schacht keinen Hehl. „Niedrige Entgelte waren und sind nie ein Zeichen von nachhaltiger, realistischer und generationengerechter Wirtschaftlichkeit. Ganz im Gegenteil.“

Zurück zur Startseite

Continue reading

Raus aus dem Klassenzimmer – ran an die Kläranlage

 



Wasser & Bildung

Raus aus dem Klassenzimmer – ran an die Kläranlage

„Woher kommt das Trinkwasser?“ und „Wie wird das Abwasser wieder sauber?“ Solchen und anderen spannenden Fragen gehen Kinder heute nicht mehr nur im Klassenzimmer nach, sondern direkt vor Ort, gemeinsam mit den regionalen Trink- und Abwasserzweckverbänden. Diese haben längst erkannt, wie wichtig es ist, schon die Jüngsten für das Thema Wasser zu begeistern und machen Wissen hautnah erlebbar. Wie das gelingt, zeigen viele unserer Herausgeber der WASSERZEITUNG mit ihren Projekten für junge Entdecker.

  • Abwasserbeseitigung Weißenfels-AöR

    Foto: Abwasserbeseitigung Weißenfels AöR

    Seit vielen Jahren bieten wir Klassen Führungen über unsere Anlagen an – die Nachfrage wächst stetig. Der Leiter Betrieb Kläranlage und Kanalnetz ist unser Experte für Kinderfragen. Mit ihm wird die Kläranlage zum Klassenzimmer und so manches Rätsel gelüftet: Was steckt in einer Kläranlage? Wie funktioniert ein Kanalnetz? Auch beim Girls- und Boys-Day sind wir dabei. Unsere Mitarbeiter nehmen sich viel Zeit und zeigen, wie ein Arbeitsalltag bei uns aussieht und was die Branche so spannend macht. Kontakt: info@abwasser-wsf.de oder 03443 337450.

  • ZWA Bad Dürrenberg

    Foto: ZWA Bad Dürrenberg

    Gemeinsam mit dem Elsterfloßgrabenverein gestalten wir jedes Jahr einen Projekttag für die Dritt- und Viertklässler in Großgörschen. Dabei vermitteln wir altersgerecht, woher Trinkwasser kommt, was mit Abwasser passiert und welche Rolle der Elsterfloßgraben spielt. Denn wer früh versteht, wie wertvoll Wasser ist, geht später bewusster damit um. Außerdem öffnen wir regelmäßig unsere Kläranlagen in Großgörschen und Bad Dürrenberg für Schulklassen aus dem Verbandsgebiet. Kontakt: info@zwa-badduerrenberg.de oder 03462 54250.

  • WAZV Saalkreis

    Foto: WAZV Saalkreis

    Unser Schulpraktikant Elias Bieler hat einen Blick hinter unsere Kulissen geworfen – ein Auszug aus seinen Worten: „Die Woche hat mir sehr gefallen, weil mir gezeigt wurde, wie das Abwasser transportiert wird und wohin. Mir wurden die Abwasserpumpwerke gezeigt und wie sie funktionieren. Ich habe geholfen, Kanäle mit einer Nebelmaschine zu suchen – wir waren erfolgreich. Mir gefällt es hier sehr, weil alle lustig und nett sind.“ Neben Führungen durch unsere Kläranlage bieten wir auch Schulpraktika an. Kontakt: info@wazv-saalkreis.de oder 034606-3600.

  • Der Praktikumsbericht fällt durchweg positiv aus.
    Foto: WAZV Saalkreis

WAZV „Bode-Wipper“

Foto: WAZV „Bode-Wipper“

Zum 111. Jahrestag unseres Wasserturms in Groß Börnecke feierten wir 2024 ein großes Wasserfest mit Führungen für Groß und Klein. Dabei sammelten wir Spenden für einen Trinkbrunnen der Kita „Sonnenschein“, der im Dezember 2024 eingeweiht wurde und die Kinder noch heute begeistert. Darüber hinaus bieten wir Besichtigungen unserer Kläranlage an und öffnen unsere Tore auch zum Girls- und Boys-Day. Wir möchten jungen Menschen das Thema Wasser und uns als attraktiven Arbeitgeber näherbringen. Kontakt: info@bode-wipper.de oder 03925 92570.

  • VKWA Salzwedel

    Foto: freepik/aleksandarlittlewolf

    Mit den umliegenden Schulen stehen wir regelmäßig in Kontakt und öffnen unsere Tore für Führungen auf der Kläranlage Salzwedel. Anschaulich und altersgerecht erklären wir die Technologie der Abwasserbehandlung – denn wir möchten alle Kinder gleichermaßen abholen. Manchmal folgt auf eine Führung sogar eine Anfrage für ein Schulpraktikum oder eine Azubi-Bewerbung, das freut uns natürlich besonders! Auch unser Wasserwerk lässt sich besichtigen. Kontakt: info@vkwa-salzwedel.de oder 03901 844333.

  • AZV Wipper-Schlenze

    Foto: AZV Wipper-Schlenze

    Von der Grundschule bis zur weiterführenden Schule – bei uns sind alle willkommen. Regelmäßig besuchen Schulklassen unsere Kläranlage und erfahren, wie die vielen Rädchen des Wasserkreislaufs ineinandergreifen. Wir versammeln die Klasse im Konferenzraum und klären gemeinsam den Weg des Abwassers vom Entstehungsort bis zur Kläranlage – was passiert dort mechanisch, chemisch und biologisch? Im Anschluss geht es mit unserem Abwassermeister auf eine Führung über die Kläranlage. Kontakt: info@azv-wipper-schlenze.de oder 03476 800990.

Zurück zur Startseite

Continue reading

Sondervermögen: Regionale Trink- und Abwasserzweckverbände schlagen Alarm: „Wir bekommen keinen Cent!“

 



Daseinsvorsorge

Sondervermögen: Zweckverbände schlagen Alarm!

Unverzichtbar für die Versorgung – unsichtbar im Sondervermögen: die regionalen Trink- und Abwasserzweckverbände.

Fotos: SPREE-PR/Petsch (li.); Gückel (re.), WAZV „Bode-Wipper“ (mi.)

Es ist das größte Investitionspaket, das die Bundesregierung bisher geschnürt hat: Das Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität. Es umfasst eine Kreditermächtigung von 500 Milliarden Euro. Davon gehen 100 Milliarden Euro an die Länder und ihre Kommunen, Sachsen-Anhalt erhält einen Anteil von 2,61 Milliarden Euro. Ein Investitionsschwerpunkt soll auf Wasserversorgung und Klimaanpassung liegen.

Und die regionalen Trink- und Abwasserzweckverbände? Sie gehen offenbar leer aus, obwohl sanierungsbedürftige Leitungen, Netzausbau und verschärfte Reinigungsvorschriften des Abwassers große Finanzierungen verlangen. Was die Zweckverbände konkret fordern – die WASSERZEITUNG hat nachgefragt.

Das Stimmungsbild ist eindeutig: Die befragten Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer der Trink- und Abwasserzweckverbände in Sachsen-Anhalt blicken mit Sorge auf eine wachsende Reinvestitionslücke. Mario Pöschmann, Vorstand der Abwasserbeseitigung Weißenfels-AöR, fasst die Erwartungen an das Bundesvorhaben ernüchtert zusammen: „Das Ziel, mit dem Sondervermögen den Investitionsstau in vielen Infrastrukturbereichen zu beseitigen, sieht auf dem Papier gut aus. Große Projekte werden davon auch profitieren. Wir ‚kleinen‘ Verbände haben jedoch keinen Einfluss und gehen leer aus.“

Was das konkret bedeutet, erklärt Andreas Beyer, Geschäftsführer des WAZV „Bode-Wipper“: „Von den 2,61 Milliarden Euro, die an das Land Sachsen-Anhalt ausgeschüttet werden, erhalten wir regionalen Aufgabenträger keinen Cent.“

Dabei ist der Investitionsstau in der Wasserinfrastruktur längst keine abstrakte Zahl mehr.

Veraltete Leitungen zwingen Verbände zu teuren Erneuerungen.
Foto: WAZV „Bode-Wipper“


„Leider kommt die Infrastruktur, die keiner sieht, weil sie im Erdreich liegt, immer viel zu kurz.”

Bianka Wittenbecher
WAZV Saalkreis

Allein der WAZV Saalkreis beziffert seinen Bedarf an Investitionen im dreistelligen Millionenbereich: „Wir verfügen über ein Versorgungskonzept, das Trinkwassersicherheit, Resilienz und Energieoptimierung langfristig sichern soll. Doch ohne zusätzliche Mittel ist dieses Generationsprojekt nicht finanzierbar”, sagt Bianka Wittenbecher, Geschäftsführerin des WAZV Saalkreis.

Auch die Abwasserbranche steht unter Druck: Gesetzliche Vorgaben wie die EU-Kommunalabwasserrichtlinie, kurz KARL, verpflichtet die Versorgungsunternehmen zur energetischen Optimierung ihrer Kläranlagen – Ausgaben, die zwingend anstehen.

Mittel fließen an den Verbänden vorbei

Eine bittere Pille – und dennoch zeigen die Ver- und Entsorger auch Verständnis. Dass sie leer ausgehen, liege nicht am mangelnden Willen der Gemeinden, erklärt Franz-Xaver Kunert, Geschäftsführer des ZWA Bad Dürrenberg, und analysiert das Dilemma nüchtern: „Das liegt nicht an Böswilligkeit der Kommunen, sondern daran, dass sie die Gelder schlicht für ihre eigene Infrastruktur benötigen.“ Tatsächlich kämpfen viele Mitgliedskommunen selbst mit leeren Kassen.

Hinzu kommt ein strukturelles Problem, das Stephan Sterzik, Verbandsgeschäftsführer des AZV Wipper-Schlenze benennt: „Da ein Verband mehrere Kommunen versorgt, wäre eine faire Lösung nur möglich, wenn alle Mitgliedsgemeinden ihrem Verband gemeinsam Mittel bereitstellen würden.“ Dass dies geschieht, hält er für unrealistisch, da die Kommunen sonst selbst kaum Investitionen tätigen könnten.

Fehlende Zuschüsse erhöhen Kostendruck

Dabei wäre der Nutzen für die Bevölkerung unmittelbar spürbar. Denn neue Investitionen bedeuten häufig neue Kredite und die schlagen sich direkt in den Gebühren nieder. Mit Sondermitteln hingegen könnten Verbände Kredite abbauen, neue Verschuldung vermeiden und trotzdem gezielt in die Infrastruktur investieren. Stephan Sterzik vom AZV Wipper-Schlenze betont: „Jede Maßnahme zur Verwendung solcher Mittel würde sich gebührenmindernd auswirken und käme damit allen Bürgern im Verbandsgebiet gleichermaßen zugute.” Mit anderen Worten: Jeder Euro, der bei den regionalen Verbänden ankommt, kommt letztlich bei den Bürgerinnen und Bürgern an.

Laut und sichtbar bleiben

Die Ver- und Entsorger geben sich nicht geschlagen. Franz-Xaver Kunert vom ZWA Bad Dürrenberg formuliert die gemeinsame Haltung klar: „Unsere Aufgabe wird sein, gegenüber dem Land laut zu bleiben. Hier müssen die Mittel auch an uns fließen – bestenfalls genauso unbürokratisch wie über die Kommunen.” Andere Trink- und Abwasserzweckverbände bleiben skeptisch: „Es ist zu befürchten, dass nach der Förderung von Maßnahmen im Landesinteresse – etwa der Reaktivierung des Wasserwerks Beesen in Halle (Saale) – kaum noch Mittel für die Zweckverbände übrigbleiben“, sagt Bianka Wittenbecher vom WAZV Saalkreis.

„Unser Versorgungsnetz gehört zum nachhaltigsten Anlagevermögen in Deutschland – es darf nicht vergessen werden.”

Franz-Xaver Kunert
ZWA Bad Dürrenberg


Das Sondervermögen auf einen Blick

  • 500 Mrd. Euro Gesamtvolumen, verteilt auf 12 Jahre
  • davon 100 Mrd. Euro an Länder und Kommunen
  • Die Verteilung regelt das Länder- und Kommunal-Infrastruktur­finanzierungs­gesetz (LuKIFG)
  • Berechnungsgrundlage: Steueraufkommen und Einwohnerzahl pro Bundesland
  • Sachsen-Anhalts Anteil: 2,61 Mrd. Euro
  • 1,6 Mrd. Euro direkt an die Kommunen
  • 1 Mrd. Euro verwaltet das Land – verteilt auf die Ministerien
  • Ein Investitionsschwerpunkt: Wasserversorgung und Klimaanpassung

Zurück zur Startseite

Continue reading

Danke fürs Mitmachen!



Danke fürs Mitmachen!

Auch in unserer Winterausgabe 2025 haben beim Wasserrätsel wieder viele fleißig mitgeknobelt.

  • Unsere „Glücksfeen“ und ZWA-Mitarbeiterinnen Juliette Handloike und Nadine Ewert haben die Gewinner gezogen.

  • ZWA-Verbands­geschäfts­führer Franz-Xaver Kunert übergab die Preise persönlich.


Fotos (2): ZWA

In unserer Winterausgabe 2025 konnten Sie wieder beim Winterrätsel mitmachen und gewinnen. Das Lösungswort hieß Adventskranz.

  1. 1. Preis– Kochtopfset: Margit Hagenbach, Großkorbetha
  2. 2. Preis – Teekanne: Klaus Hopper, Bad Dürrenberg
  3. 3. Preis– Badeset: Heidi Ränker, Poserna
Herzlichen Glückwunsch!

Zurück zur Startseite

Continue reading

ZWA-WhatsApp-Kanal: Jetzt Follower werden!



Vernetzt

ZWA-WhatsApp-Kanal: Jetzt Follower werden!

Eilmeldungen und News bequem über unseren WhatsApp-Kanal abrufen.

Eilmeldungen & News direkt abrufen:
  • Wasserabstellungen
  • Rohrbrüche
  • Stellenausschreibungen
  • Veranstaltungen

Hinweis: Die Abonnenten des Kanals sind für andere Nutzer nicht sichtbar.

Folgen Sie uns jetzt über: https://bit.ly/40V74ml

Zurück zur Startseite

Continue reading

Gemeinsam für zuverlässige Ver- und Entsorgung



Editorial

Gemeinsam für zuverlässige Ver- und Entsorgung

Liebe Leserinnen und Leser,

die Natur ist aus dem Winterschlaf erwacht und der Frühling zeigt sich von seiner bunten Seite. Beim ZWA und der AöR nehmen die Bauarbeiten wieder Fahrt auf.

Erneuerungsbedürftige Leitungen, der Ausbau des Ver- und Entsorgungsnetzes und neue gesetzliche Vorgaben erfordern umfangreiche Investitionen. Die Finanzierung wird dabei zur wachsenden Kraftprobe – besonders in wirtschaftlich angespannten Zeiten mit explodierenden Baupreisen. Um nur ein Beispiel zu nennen: In vielen Ausschreibungen für Bauvorhaben kann die Kostenschätzung nicht eingehalten werden. Diese Entwicklungen erschweren Planungen und wirken sich letztlich auch auf die Gebühren aus. Wir wissen, dass Gebührenanpassungen für viele Haushalte eine spürbare Belastung bedeuten. Dennoch sind sie notwendig, um die Ver- und Entsorgung langfristig zu sichern. Unser Ziel bleibt, die Anlagen zuverlässig zu betreiben und die finanzielle Belastung für unsere Kundinnen und Kunden so gering wie möglich zu halten. Denn Ver- und Entsorgungssicherheit gelingt nur gemeinsam.

Wir wünschen Ihnen eine schöne Frühlingszeit.

Ihr Franz-Xaver Kunert, Verbandsgeschäftsführer des ZWA Bad Dürrenberg

Foto: Fotoloft Erfurt

Ihr Mario Pöschmann, Vorstand der Abwasserbeseitigung Weißenfels – AöR

Foto: SPREE-PR/Wolf

Zurück zur Startseite

Continue reading