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Author: wz_admin

OWA-Bereitschaftsdienst: rund um die Uhr erreichbar!

 




Der OWA-Bereitschaftsdienst sichert jederzeit die Ver- und Entsorgung

Rund um die Uhr erreichbar

Zu jeder Tages- und Nachtzeit erwarten die Kunden der OWA, dass sie den Wasserhahn aufdrehen können und frisches Trinkwasser sprudelt. Für Notfälle steht im Hintergrund ein Bereitschaftsdienst parat.

Ihn darf nichts aus der Ruhe bringen: Andreas Relius verantwortet im Trinkwasserbereich ein 18-köpfiges Bereitschaftsteam, das rund um die Uhr bei eventuell auftretenden Havarien zur Stelle sein muss.

Foto: SPREE-PR/Petsch

Die wenigsten Havarien halten sich an die Öffnungszeiten bis 15:30 Uhr. Dann rücken ganz regulär die Kollegen des Meisterbereichs Trinkwasser zum Ort des Geschehens aus. Bei Störungen zu den anderen Zeiten sowie an Wochenenden und an Feiertagen übernimmt die Rufbereitschaft. „Nach einem festen Plan gehen wöchentlich nach ihrer regulären Arbeit je zwei Kollegen in die Rufbereitschaft“, erklärt Andreas Relius. Er ist bei der OWA Abteilungsleiter Trinkwasser und koordiniert in seinem Bereich die Rufbereitschaft. Von seinen insgesamt 34 Mitarbeitern sind das 18 Kollegen zwischen 22 und 65 Jahren – allesamt universelle Rohrleger. „Die müssen einfach alles können, vom Wasserzähler auswechseln bis zum Beheben eines großen Rohrbruchs“, erzählt Andreas Relius. Vorzugsweise arbeiten in den Zweierteams ein älterer und ein jüngerer Kollege zusammen.

Alles läuft über Dispatcher

Geht in den Nachtstunden oder an Wochenenden und Feiertagen bei der OWA ein Notruf ein, wird zunächst ein erfahrener Dispatcher die Situation einschätzen und dann die Kollegen der Rufbereitschaft auf den Weg schicken.

Die Zahl der Rohrbrüche hat in den vergangenen Jahren abgenommen, ein Ergebnis der über die Jahre erneuerten und gut gewarteten Leitungen. Dennoch kommt es zu zwei bis drei richtig großen Einsätzen im Jahr, erzählt Relius. „Und in kalten Wintern, wie im letzten, kann sich die Zahl verdoppeln. „Dann leisten die Kollegen nicht selten 12- bis 15-Stunden-Tage.“

Mancher Notruf ist überflüssig

Zu den kleineren Einsätzen gehören beispielsweise undichte Wasserzähler, die schon mal einen Keller fluten können. Ärgerlich sind Einsätze, die sich dann als Fehlalarm entpuppen. „Erst neulich mussten wir ausrücken, weil eine Straße unter Wasser stand. Wie sich dann herausstellte, war nicht etwa eine defekte Rohrleitung schuld, sondern ein falsch programmierter Rasensprenger.“

OWA-Notruf: 03322 271-0

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Zahlen, bitte!

 




Zahlen des Jahres

Wie viel Wasser verbrauchen die Menschen im WAV-Gebiet eigentlich in einem Jahr? Die WASSERZEITUNG hat einen Blick in die Statistik von 2025 geworfen.

Der Verband versorgte im vergangenen Jahr 18.466 Einwohner. Das waren 167 weniger als 2024. Übers Jahr gesehen verbrauchten Einwohner, Wirtschaft und Urlauber im vergangenen Jahr 862.227 Kubikmeter Wasser. Eine Menge, die ungefähr 345 olympische 50m-Schwimmbecken füllen würde. Im Jahr davor lag der
Verbrauch bei 820.146 Kubikmetern. Einen Hauptgrund für den Anstieg sieht Verbandsgeschäftsführer Andy Thierbach im Wetter. „Im letzten Jahr war es oft sehr heiß und trocken.“ 70 Prozent der Wassermenge entfiel auf Standardabnehmer, also Privathaushalte.
Statistisch betrachtet liegt der tägliche Pro-Kopf-Verbrauch bei 128 Litern. Blickt man nur auf Privathaushalte, sind es täglich 90 Liter pro Einwohner. Das ist deutlich weniger als im Bundesdurchschnitt: Er lag 2025 bei 122 Litern je Einwohner.

So verteilte sich die Wassernutzung 2025. Grafik: SPREE-PR

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Frisches Wasser für unterwegs

 




Wasser marsch!

Am Trinkwasserbrunnen in Sewekow fließt wieder Wasser. Bis Oktober können Besucher hier kostenlos frisches Wasser für unterwegs zapfen. 2026 geht das Modellprojekt ins vierte Jahr.

Die Quelle der Erfrischung steht seit Sommer 2023 auf dem Dorfplatz. Auf Knopfdruck spuckt er rund 30 Sekunden lang einen Strahl bestes Trinkwasser aus. So können zum Beispiel Wanderer oder Radfahrer ihre Wasserflaschen füllen. 

Der Brunnen in Sewekow ist der erste öffentliche Trinkwasserbrunnen im Verbandsgebiet. Und ein fünfjähriges Modellprojekt. In dieser Zeit wollen Verband und Verbandsversammlung Erfahrungen sammeln. Zur Nutzung, zur Unterhaltung und natürlich auch zu den Kosten. 

Um zu verhindern, dass das Wasser stagniert und dadurch seine Qualität leidet, wird der Brunnen in regelmäßigen Abständen automatisch gespült. „Alle 14 Tage kontrollieren unsere Mitarbeiter, ob mit dem Brunnen alles in Ordnung ist.“ Das Gesundheitsamt ist ebenfalls involviert: Es wacht darüber, dass das Wasser aus dem Brunnen alle Trinkwasserparameter einhält.

Wasserwerker Matthias Milhahn bei einer der regelmäßigen Kontrollen am Trinkwasserbrunnen in Sewekow. Foto: WAV Wittstock

Wie warm ist das Wasser? Und wie hoch ist sein Sauerstoffanteil? Auch das wird geprüft. Ergebnis in diesem Fall: 13,6° C und 6,43 mg/l. Ideale Werte. Foto: WAV Wittstock

Der Brunnen ist ein Wasserangebot, das Besucher vom 1. Mai bis 31. Oktober in Anspruch nehmen können. Außerhalb dieser Zeit wird er abgebaut und eingelagert. Im kommenden Jahr endet der Testlauf. Dann sind Fragen zu klären, was kostet die Errichtung eines solchen Brunnens, welcher Aufwand entsteht für Aufbau, Abbau, Pflege, Wartung und Beprobung im Jahr und wer soll zukünftig eigentlich diese Kosten tragen. Erst danach kann entschieden werden, ob weitere Brunnen hinzukommen.

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Brunnen gehören nicht an die Hausinstallation

 




Eine Frage der Sicherheit

Viele Hausbesitzer nutzen eigene Wasserquellen wie Brunnen oder Zisternen. Zum Beispiel um den Garten zu wässern. Gegen solche Eigenversorgungsanlagen ist nichts einzuwenden, solange sie vorschriftsmäßig genutzt werden.

Verbandschef Andy Thierbach: „Brunnen oder Zisternen mit der Hausinstallation zu verbinden, ist kein Kavaliersdelikt!” Foto: SPREE PR/Kuska

Das bedeutet: „Zwischen ihr und der Hausinstallation darf es keine Verbindung geben – auch keine provisorische“, unterstreicht Verbandschef Andy Thierbach. „Wer eine unzulässige Verbindung herstellt, riskiert ein Bußgeld von bis zu 1.000 Euro.“

Der Grund dafür ist einfach: Trinkwasser unterliegt strengen hygienischen Anforderungen und wird regelmäßig kontrolliert. Wasser aus privaten Eigenversorgungsanlagen liefern dagegen kein geprüftes Trinkwasser. Es kann Keime, Bakterien oder andere Verunreinigungen enthalten, die mit bloßem Auge nicht erkennbar sind. Gelangt Wasser aus der Eigenversorgungsanlage in die Hausinstallation, kann das ernste Folgen haben. „Bei Druckschwankungen, einem Rohrbruch oder Arbeiten am Leitungsnetz kann verunreinigtes Wasser zurück in die Trinkwasserleitungen gelangen und das öffentliche Trinkwassernetz verunreinigen.“

Deshalb schreibt der Schutz des Trinkwassers eine strikte Trennung vor. „So bleibt das Trinkwasser, was es sein soll: hygienisch einwandfrei, sicher und jederzeit bedenkenlos nutzbar.“

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Schwierige Ausschreibung

 




Dezentrale Entsorgung: Verband rechnet mit steigenden Kosten

Schwierige Ausschreibung

Wer nicht an die zentrale Entsorgung angeschlossen ist, kennt sie: die großen Saugwagen, die das Abwasser aus Sammelgruben abholen. Eine Aufgabe, die ein externer Dienstleister für den Verband übernimmt. Im Moment ist das die AWU OPR GmbH. Zum 1. Januar 2027 muss der Auftrag turnusgemäß europaweit neu ausgeschrieben werden.

In den Sammelgruben im Verbandsgebiet fallen jedes Jahr rund 80.000 Kubikmeter Abwasser an. „Das entspricht ungefähr 13.000 einzelnen Entsorgungen“, sagt Verbandschef Andy Thierbach. Hinter jeder Tour stehen Fahrzeuge, Fahrer, Technik, Kraftstoff und eine genaue Logistik.

Bisher kostet die dezentrale Abwasserentsorgung den Verband rund 780.000 Euro pro Jahr. „Hier rechnen wir allein durch die aktuell hohen Kraftstoffpreise mit deutlichen Steigerungen.“

Um die dezentrale Entsorgung auch künftig zuverlässig und wirtschaftlich zu sichern, passt der Verband seine Ausschreibung den schwierigen Rahmenbedingungen an. „Bisher galt für die Vertragslaufzeit von sechs Jahren ein Gesamtpreis. Das möchten wir ändern. Statt einer Gesamtsumme sollen die Unternehmen in ihrem Angebot den Preis für einzelne Jahre angeben. Und offenlegen, wie sie die Kraftstoffkosten berechnet haben. Wir wollen damit mehr Transparenz schaffen und Preisentwicklungen nachvollziehbarer machen.“

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Save the Date

 




Termin

Tag der offenen Tür

Foto: Detlef Szillat

Der Wasser- und Abwasserverband Wittstock feiert in diesem Jahr sein 35-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass lädt er alle Kunden am 25. September 2026 zu einem Tag der offenen Tür ein. „Wo und wann genau, das ist derzeit noch in Planung“, sagt Verbandschef Andy Thierbach. „Sobald alle Details feststehen, veröffentlichen wir sie auf unserer Internetseite www.wav-wittstock.de sowie über unseren WhatsApp-Kanal. Seien Sie gespannt! Wir freuen uns auf Sie!

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Klasse statt Masse

 




Editorial

Klasse statt Masse

Foto: Detlef Szillat

Liebe Leserinnen und Leser,

es gibt Dinge, über die denken wir im Alltag kaum nach. Ein Beispiel: unser Trinkwasser. Es fließt, wann immer wir den Hahn aufdrehen. Doch hinter dieser Selbstverständlichkeit stecken sehr komplexe Abläufe. Und Menschen, die sie Tag für Tag am Laufen halten. Dafür braucht es gut ausgebildete Fachkräfte. Deshalb schreiben wir das Thema Ausbildung im Verband seit vielen Jahren groß. Dabei geht es nicht um Masse, sondern um Klasse. Wir möchten, dass junge Leute bestmöglich auf ihren Beruf vorbereitet werden und die Kollegen sie intensiv und effektiv durch die Ausbildung begleiten. Vor diesem Hintergrund schreiben wir Lehrstellen stets zielgerichtet mit Blick auf den eigenen Bedarf aus. Wer eine Ausbildung in der Wasserwirtschaft beginnt, macht sich auf den Weg in einen Beruf mit Zukunft. Dabei treffen Umwelt- und Klimaschutz auf Chemie, Biologie, Digitalisierung und Technik. Und Daseinsvorsorge auf Regionalität und Nähe zu den Menschen. Nicht zuletzt ist der Zweckverband auch ein zuverlässiger Arbeitgeber: Er beteiligt sich während der Ausbildung zum Beispiel an Fahrt- und Unterkunftskosten. Die Ausbildung wird außerdem nach Tarif des öffentlichen Dienstes vergütet. Ich wünsche unseren Azubis einen guten Start in ein interessantes und erfolgreiches neues Lehrjahr!

Ihr Dr. Philipp Wacker,
Verbandsvorsteher WAV Wittstock

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Kläranlagen im Fokus

 




Millionen für den guten Fluss

3,3 Millionen Euro. So viel Geld investiert der Zweckverband in diesem Jahr, wenn alle Vorhaben wie geplant laufen. 1,5 Millionen Euro entfallen auf den Trinkwasserbereich. Für den Bereich Abwasser sind 1,8 Millionen Euro vorgesehen. Ein Schwerpunkt der Investitionen liegt auf Kläranlagen. Hier kommen drei Beispiele.

Zur Vorbereitung von Baumaßnahmen gehört auch, sich selbst ein Bild von Anlagen zu machen. Hier nehmen Abwasser-Techniker Guido Ramin (l.) und Abwassermeister Thomas Hirthe die Kläranlage Wulfersdorf in Augenschein.

Foto: WAV Wittstock

  • Kläranlage Blumenthal:

    Hier werden der Sandfang und die Ablaufrinne vom Kombibecken mit glasfaserverstärktem Kunststoff ausgekleidet (25.000 Euro). Am Schieber und an der ÜSRS-Pumpe sind ebenfalls Arbeiten geplant (60.000 Euro). Das Gros der Investition entfällt mit 340.000 Euro auf die Erneuerung der Niederspannungs-Unterverteilung und des Gebläses. Die Niederspannungs-Unterverteilung ist ein zentraler Knotenpunkt, der den von der Hauptverteilung kommenden Strom aufnimmt und an Anlagenteile wie Pumpen, Rechen oder Belüftungsbecken weiterverteilt.

  • Kläranlage Freyenstein:

    Hier erneuert der Verband die Ausrüstung im Pufferspeicher (30.000 Euro). Der Pufferspeicher selbst wird aufgrund von Betonkorrosion saniert (20.000 Euro). Außerdem wird es Erneuerungen am Rührwerk geben (20.000 Euro).
  • Kläranlage Wulfersdorf:

    An dieser Anlage erneuert der Verband den Ablaufschieber. Diese Armatur steuert den Durchfluss von Abwasser und ermöglicht es, Teile der Anlage für Wartungsarbeiten gezielt trockenzulegen. Dafür sind im Wirtschaftsplan Kosten in Höhe von 8.000 Euro veranschlagt.

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Wegspülen macht Ärger

 




Die Toilette ist keine Mülltonne

Kennen Sie das? Nach dem Essen bleiben ein paar Nudeln übrig. Der Griff zur Toilette wirkt bequem – einmal spülen und weg. Welche Folgen das haben kann, zeigte sich kürzlich auf der Kläranlage in Wulfersdorf und in der Wittstocker Altstadt.

Kleine Reste? Große Folgen! Haben Fette und Essensreste Kanäle erst einmal zugesetzt, ist eine Menge Einsatz gefragt, um die Verstopfung zu beseitigen. So wie hier, am 10. Mai in Wittstock. Foto: WAV Wittstock

Dort staunten die Mitarbeiter der Kläranlage nicht schlecht, was sich alles im Spiralrechen angesammelt hat: Kartoffeln, Oliven, Paprika und viele andere Essensreste. „Das hat in der Toilette nichts zu suchen“, unterstreicht der Abwassermeister Thomas Hirthe.

Aus gutem Grund: Alles, was dort hinuntergespült wird, landet erst im Kanalnetz und später auf der Kläranlage – und kann an beiden Stellen erheblichen Schaden anrichten. Besonders Fett, Soßen oder stärkehaltige Lebensmittel wie Reis, Kartoffeln und Nudeln können sich festsetzen und mit der Zeit dicke Ablagerungen bilden. Ergebnis: Das Wasser fließt schlechter ab, Rohre verstopfen, und im schlimmsten Fall kommt es zu Rückstau im Haus oder auf der Straße.

So geschehen am 10. Mai in Wittstock. An jenem Sonntag wurden die Kollegen vom Bereitschaftsdienst zu einem verstopften Kanal im Bereich Auf der Freiheit/Burgstraße/Kyritzer Straße gerufen. „Bei einem Hauseigentümer hatte sich das Schmutzwasser bereits zurückgestaut und ist im Keller ausgetreten. Ursache für die Verstopfung waren große Fett–ablagerungen im Kanal, die zwei Tage lang sehr aufwendig aus dem Kanal herausgespült werden mussten“, erläutert Andy Thierbach. „Das kostet Energie, Zeit und Geld.“ Kosten, die am Ende alle Kunden tragen.

Was gehört wohin? Essensreste: Biotonne oder Kompost.  Flüssige Fette: in einem Behälter sammeln oder im Restmüll entsorgen. Medikamente: Restmüll Feuchttücher: Restmüll Hygieneartikel wie Damenbinden: Restmüll Farben, Lacke: Sondermüll/Schadstoffmobil Zigaretten: Restmüll

Anlagen wie Spiralrechen sind dafür gebaut, Abwasser zu reinigen, nicht Küchenabfälle zu verarbeiten. Foto: WAV Wittstock

Hinzu kommt auch noch ein anderes Problem, das viele nicht sehen: Essensreste locken Ratten an! „In der Kanalisation finden die Tiere dadurch eine ideale Nahrungsquelle. Auch deshalb gehören Essensreste und Fette nicht in den Ausguss oder die Toilette!“

Die Verstopfung in Wittstock zeigt auch, wie wichtig eine Rückstausicherung ist: Sie verhindert, dass angestautes Abwasser zurück ins Gebäude drängt und Räume im Keller oder Souterrain unter Wasser setzt. „Wir empfehlen daher allen Hauseigentümern, die Räume unterhalb der Rückstauebene haben, auf eine entsprechende Sicherung zu achten. In der Regel kann sie auch nachgerüstet werden.“

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Rosenwinkel: Frischekur fürs örtliche Trinkwassernetz

 




Neustart am Trinkwassernetz

Rosenwinkel erhält neue Wasserleitung und Hausanschlüsse / Baubeginn: Mai 2027

Damit Trinkwasser zuverlässig im Haus ankommt, braucht jedes Grundstück einen Hausanschluss. Mancherorts sind die Anschlüsse sehr alt und müssen erneuert werden. Ein Beispiel ist Rosenwinkel.

Trinkwasserleitungen und Hausanschlüsse liegen verborgen unter der Erde. In Rosenwinkel wird dieser unsichtbare Schatz der Wasserversorgung 2027 auf einer Länge von 2,5 Kilometern erneuert.

Foto: SPREE PR/Kuska

Ein Hausanschluss verbindet die öffentliche Trinkwasserleitung in der Straße mit dem Haus. Vereinfacht gesagt ist er die Wasserleitung zum Haus. In Rosenwinkel sind die Trinkwasserleitung und viele Hausanschlüsse inzwischen 47 Jahre alt. Das macht sich bemerkbar: „In den vergangenen Jahren kam es hier regelmäßig zu Rohrbrüchen“, berichtet Trinkwassermeister Andy Neumann-Hess.

Um die alten Leitungen zu entlasten, hat der Verband schon 2020/2021 einen Druckreduzierungsschacht errichtet. „Damit haben wir den Wasserdruck im Ortsnetz leicht abgesenkt. Die Zahl der Rohrbrüche ging daraufhin auch deutlich zurück. 2025 häuften sie sich jedoch wieder. Ursache: Die Weichmacher sind nach über 40 Jahren aus den alten PVC-Leitungen entwichen. Die Rohre werden spröde und deutlich anfälliger für Druckschwankungen. Deshalb bekommt Rosenwinkel nun eine neue Trinkwasserleitung.“

Die Grafik zeigt alle Rohrbrüche seit 2019 und wie viele davon auf Hausanschlüsse (HA) entfielen. Stand der Werte für 2026: April. Grafik: SPREE-PR

Individuelle Prüfungen

In diesem Zusammenhang werden auch alle Hausanschlüsse kontrolliert und gegebenenfalls erneuert. Das sorgt unter den Anwohnern für Verunsicherung. Sie fragen sich, welche Kosten nun auf sie zukommen. „Je nach Lage und Aufwand variieren die durchschnittlichen Kosten pro Hausanschluss und können daher nicht pauschal benannt werden.“ Das hat im Wesentlichen zwei Gründe, erläutert Trinkwasser-Technikerin Jennifer Witzschke: „Zum einen schauen wir uns jeden einzelnen Hausanschluss an. Dazu prüfen unser Ingenieur und Trinkwassermeister, wie die Leitung ins Haus eingeführt wird und in welchem Zustand sie sich befindet. Natürlich spielt auch eine Rolle, ob ein Hausanschluss zwischenzeitlich schon einmal erneuert wurde. Erst nach dieser Prüfung wissen wir, wie viele der rund 60 Hausanschlüsse tatsächlich erneuert werden müssen.“

Genaue Zahlen im Frühjahr

Grund zwei ist: „Die Bauleistungen sind noch nicht ausgeschrieben. Deshalb haben wir auch noch keine Angebote dafür. Genaue Summen können wir erst nennen, wenn die Ausschreibung durch ist und die Baumaßnahme startet. Dies wird voraussichtlich erst im zeitigen Frühjahr 2027 sein.“

Derzeit befindet sich die Baumaßnahme in der Planungsphase. Der erste Planungsentwurf soll Ende September vorliegen. Danach erhalten Träger öffentlicher Belange Gelegenheit, dazu Stellung zu nehmen. Träger öffentlicher Belange sind zum Beispiel die Kommune, Naturschutzbehörden, die Verkehrsbehörde, die Straßenbaulastträger und die Edis. Anschließend wird der Planungsentwurf entsprechend der eingehenden Hinweise überarbeitet. Erst dann können die Bauleistungen ausgeschrieben werden. „Sobald das Ergebnis der Ausschreibung feststeht, wir also konkrete Zahlen kennen, senden wir allen betroffenen Eigentümern ein Schreiben mit einer Kostenannahme zu. Das ist eine Info über die voraussichtlichen Kosten. Ergänzend dazu wird es eine öffentliche Info-Veranstaltung geben. Sowie ein Angebot für individuelle Gespräche.“

Baubeginn soll Mai 2027 sein. „Die Bauzeit wird voraussichtlich rund sechs Monate betragen.“ Andy Thierbach geht davon aus, dass die Baufirmen ihre Leistungen frühestens zum Jahresende 2027 beim Verband abrechnen werden. „Erst nach Prüfung der Schlussrechnung gehen die Kostenbescheide an die Kunden raus.“ Grundlage dafür ist Paragraf 2 der Kostenerstattungssatzung.

Leitungen und Anschlüsse unter der Erde sieht man nicht. 

Deshalb geraten sie schnell in Vergessenheit. Sie gehören jedoch zum Haus wie das Dach, die Heizung oder die Terrasse. 

Der Zweckverband empfiehlt Eigentümern deshalb, auch für Hausanschlüsse langfristig Rücklagen zu bilden. Darüber hinaus rät der WAV, Wasserzähler regelmäßig zu kontrollieren, um etwaige Schäden rechtzeitig zu erkennen. „Dreht sich der Zähler weiter, obwohl im Haus kein Wasser genutzt wird, kann das ein Hinweis auf einen versteckten Rohrbruch – zum Beispiel in der Hausinstallation – sein.“

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