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Wird das „Leitbild Siedlungswasserwirtschaft“ zum Leid-Bild?

 



Quo vadis, Brandenburger Siedlungswasserwirtschaft!

Wird das Leitbild zum Leid-Bild?

Die Wasserwirtschaft sei „das vergessene Kind der Infrastruktur“ in Deutschland – so formulierte ein WASSERZEITUNGs-Herausgeber seine Sorge zum diesjährigen Weltwassertag. Weil die Anforderungen an eine robuste Ver- und Entsorgung stiegen, wachse der Investitionsbedarf enorm. – Doch Halt! Gab es für Brandenburg nicht mal ein „Leitbild zukunftsfähige Siedlungswasserwirtschaft“? Mehr als elf Jahre ist es her, dass der Abschlussbericht an die Landespolitik übergeben wurde – mit klaren Erwartungen. Doch passiert ist nicht genug, findet zumindest die Branche.

Wie positionieren sich Wasserwirtschaft und Landespolitik heute zu den Notwendigkeiten einer langfristig zuverlässigen Daseinsvorsorge im Bereich Wasser/Abwasser? Wir haben zwei Vertreter um Antworten gebeten.

Die Siedlungswasserwirtschaft ist eine zentrale Voraussetzung für gleichwertige Lebensverhältnisse im ländlichen Raum – das bestätigte die parlamentarische Enquete-Kommission 6/1, der Wolfgang Roick vorstand. Gegenüber der WASSERZEITUNG spricht der Landtagsabgeordnete von einem Austausch mit der Branche, der sich „verstetigt und fachlich verdichtet“ habe – zwischen Land, Parlament, kommunalen Aufgabenträgern, Fachverbänden und wasserwirtschaftlichen Akteuren. „Der Landtagsbeschluss zur Stärkung der Siedlungswasserwirtschaft und die spätere Befassung mit konkreten Umsetzungsaufträgen haben dazu beigetragen, dass Fragen wie Gebührenstabilität, Investitionsdruck, Kooperation, Fachkräftesicherung und Resilienz regelmäßig politisch aufgegriffen wurden.“

Der Austausch sei substanzieller geworden, jedoch müssten daraus noch stärker verbindliche regionale Entscheidungen und belastbare Finanzierungsinstrumente entstehen. „Genau an dieser Stelle wird sich entscheiden, ob der Leitbildprozess seine praktische Wirkung vollständig entfaltet.“

Die praktische Umsetzung sieht Wolfgang Roick weiterhin vor Ort bei den zuständigen Zweckverbänden, Kommunen und Fachverwaltungen. „Ihnen gegenüber hat das Umweltministerium keine Durchsetzungsgewalt“, unterstreicht er.

Wolfgang Roick stammt aus Großräschen und sitzt seit 2014 für die SPD im Brandenburger Landtag. Er war der Vorsitzende der parlamentarischen Enquete-Kommission 6/1 zur Zukunft der ländlichen Regionen vor dem Hintergrund des demografischen Wandels. Foto: Wolfgang Roick

Und dann gebe es da eben eine klaffende Finanzierungslücke: „Die Investitionsbedarfe in der Siedlungswasserwirtschaft sind erheblich. Besonders kleinere und mittlere Aufgabenträger geraten unter Druck, wenn die Sanierung, neue Umweltstandards, Klimaanpassung und mögliche sinkende Gebühreneinnahmen zusammenkommen.“

Fazit des Landespolitikers: Das Leitbild wird weiterentwickelt, aber noch nicht konsequent genug. „Die Richtung stimmt, die Geschwindigkeit und die Verbindlichkeit reichen noch nicht aus.“ Auch sei die Bedeutung der Resilienz zur Aufrechterhaltung der täglichen Aufgaben noch nicht bei allen ausreichend angekommen.

Als positive Ausnahme nennt Wolfgang Roick den „Trinkwasserverbund Lausitzer Revier“, an dem WASSERZEITUNGs-Herausgeber WAL Senftenberg beteiligt ist.

Christian Becker leitet seit 2021 die Geschäftsführung der Osthavelländischen Trinkwasserversorgung und Abwasserbehandlung GmbH in Falkensee (OWA). Der studierte Bau- und Wirtschaftsingenieur fungiert zudem als Sprecher der Initiative Trinkwasserversorgung Metropolregion (ITM). Foto: SPREE-PR/Petsch

In einer Umfrage unter den Herausgebern der WASSERZEITUNG gibt eine Mehrheit an, der Leitbildprozess Siedlungswasserwirtschaft habe nur teilweise zu den gewünschten Ergebnissen geführt. Einige sehen gar keine Resultate. Für Christian Becker von der OWA Falkensee ist das wenig überraschend. Er berichtet im Podcast „WZ – das Gespräch“ (deezer/spotify uam.): „Wir sind nach wie vor bei exorbitant langen Genehmigungsverfahren – für die Ausweisung von Trinkwasserschutzgebieten oder die Bewilligung von Grundwasserentnahmen.“ Und die Zeit drängt: Von den gegenwärtig 330 ausgewiesenen Schutzgebieten in Brandenburg müssen 235 in den nächsten Jahren erneuert werden. „In dem Tempo, in dem gegenwärtig daran gearbeitet wird, wird das nicht funktionieren.“ Die Mitarbeiter in den zuständigen Ämtern bräuchten für ihre Abwägungsverfahren verlässliche Entscheidungshilfen – mit einer Priorisierung für die öffentliche Wasserversorgung. Der OWA-Chef verweist auf ein Beispiel, das ihn in seinem Verbandsgebiet getroffen hat: „Nach dem Brandenburger Forstgesetz kann eine Wiese von mehreren Hektar Fläche mit 50 Bäumen drauf als Wald ausgewiesen werden. Für uns hieße das bei Interesse, einen langwierigen Prozess der ‚Waldumwandlung‘ beginnen zu müssen. Für eine praktisch leere Fläche!“ Gerade Umweltverträglichkeitsprüfungen – bei mehr als 2 km Leitungsneubau vorgeschrieben – bremsen notwendige Investitionen erheblich aus. Bei anderen Medienträgern, etwa Telekommunikationsleitungen, ginge es häufig deutlich schneller zu Werke.

Das Problem? Die Wasserwirtschaft wird öffentlich kaum wahrgenommen. Bzw. erst dann, wenn Ver- und Entsorgung mal nicht in gewohnter Weise funktionieren – bei Rohrbrüchen zum Beispiel oder wenn die Kosten steigen. Christian Becker erinnert daran, dass allein die Metropolregion inklusive Berlin ein Bevölkerungswachstum um weitere 600.000 Menschen bis 2050 erwartet. Die Aufgaben müssen daher endlich angepackt werden. 

Sein Fazit: „Die Politik denkt leider in Zeitperioden bis zur nächsten Wahl. Das reicht für die Wasserver- und Abwasserentsorgung nicht!“

Kommentar

So darf es nicht laufen!

Ihre besten Zeiten erreichen Marathonläufer, wenn die Strecke von 42,195 km über plattes Land verläuft. Am besten bei Windstille und milden 18 Grad. Nachvollziehbar. Nun stellen Sie sich vor, die Strecke führe schnurstracks die Zugspitze hinauf. Ein Knochenjob. Sisyphos lässt grüßen. Die Wasserwirtschaft steht vor einer ähnlich gelagerten Herausforderung: dieselben Ziele erreichen – jederzeit einwandfreies Trinkwasser und umweltgerechte Abwasserreinigung – unter immer schwierigeren Rahmenbedingungen. Gestresste Grundwasserpegel aufgrund der Klimakrise und Rekordverbräuche in immer häufigeren Dürrephasen belasten die Trinkwasserproduktion. Aber es läuft ja …

Mit Phosphor-Recycling, Mikroplastik-Belastung, PFAS, wachsenden Arzneimittelrückständen, einer vierten Reinigungsstufe zur Eliminierung u. a. von Mikroschadstoffen muss sich die Abwasserbehandlung rumschlagen. Aber es läuft ja …

Die Wasserwirtschaft ist und bleibt der „Reparaturbetrieb der Gesellschaft”. Dabei vermisst sie eine klare Priorisierung des Trinkwassers als Lebensmittel – über wohlfeile Sonntagsreden hinaus. Die Wasserwirtschaft vermisst das konsequente Tragen von Verantwortung gemäß dem Verursacherprinzip, also das Vermeiden schadhafter Einträge an der Quelle. Sie vermisst straffe Genehmigungsprozesse, die Entscheidungen in angemessener Zeit hervorbringen.

So darf es nicht laufen!

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„Vom Wasser aus bekommt man einen anderen Blick“

 



„Vom Wasser aus bekommt man einen anderen Blick“

Olympiasieger Ronald Rauhe empfiehlt: Kanufahren

Es sei eine ursprüngliche Art, mit dem Element Wasser in Kontakt zu treten und die Natur weniger flüchtig zu erleben. Das empfindet der fünffache olympische Medaillengewinner (2 ✕ Gold, 1 ✕ Silber, 2 ✕ Bronze) Ronald Rauhe. Nach dem Ende seiner aktiven Karriere zog es ihn ins Havelland. Hier traf ihn WASSERZEITUNGs-Redakteur Gunnar Leue zum Interview.

Kanu-Olympiasieger Ronald Rauhe ist mit dem Element Wasser aufs Engste und Erfolgreichste verbunden. Er findet, dass man die Natur vom Boot aus auf sehr spezielle Weise hautnah erlebt. Foto: Ronald Rauhe

Herr Rauhe, wie erklären Sie einem unsportlichen Menschen den Reiz des Kanufahrens?

Auf Havel, Spree oder den zahlreichen Seen erlebt man Wasser nicht nur als Oberfläche, sondern als verbindendes Element zwischen Landschaft, Stadt und Natur. Selbst in stadtnahen Bereichen verändert sich der Blick vom Wasser aus auf die Umgebung. Er ist konzentrierter, nicht so flüchtig. Die Natur erschließt sich einem quasi ganz nebenbei und auf eine sehr ursprüngliche Art. Schon deshalb lohnt es sich, mit dem Kanu unterwegs zu sein.

Sie sind viele Jahre in Brandenburg gepaddelt, auch leistungsorientiert. Ist diese Nähe zum Wasser geblieben?

Ja, unbedingt. Auch im Leistungssport verliert Wasser für mich nie seine beruhigende Wirkung. Im Gegenteil: Gerade lange Trainingsfahrten haben mir gezeigt, wie gleichmäßig, verlässlich und zugleich sensibel dieses Element ist. Das spürt man im Kanu sehr direkt. Brandenburg bietet dafür ideale Bedingungen, weil die Gewässer überwiegend ruhig sind und Raum lassen – für Technik ebenso wie für Wahrnehmung.

Oft wird Kanufahren als Sport für Aktive gesehen. Trifft das Ihrer Erfahrung nach zu?

Nur teilweise. Natürlich kann man Kanusport leistungsorientiert betreiben. Aber das Entscheidende ist: Man muss es nicht. Für nahezu jede Voraussetzung gibt es geeignetes Material. Stabile Tourenboote ermöglichen auch Menschen ohne sportlichen Hintergrund einen sicheren Zugang. Gerade auf Brandenburger Gewässern, die wenig Strömung und große Wasserflächen bieten, steht nicht Geschwindigkeit, sondern das Erleben im Vordergrund.

Welche Rolle spielt dabei die Infrastruktur in Brandenburg?

Eine sehr große. Das Netz an Verleihstationen entlang von Flüssen und Seen ist gut ausgebaut. Man kann niedrigschwellig anfangen, ohne eigenes Boot, ohne logistischen Aufwand. Das ist aus meiner Sicht ein wichtiger Faktor. Wer tiefer einsteigen möchte, findet zudem zahlreiche Vereine, die nicht nur Material, sondern auch Wissen über Gewässer, Befahrungsregeln und Naturschutz vermitteln.

Stichwort Material: Wie stehen Sie zu aufblasbaren Kanus, sind die als Einstieg ausreichend?

Absolut. Moderne aufblasbare Kanus sind deutlich besser als ihr Ruf. Sie eignen sich nicht nur für Einsteiger, sondern werden teilweise sogar von fortgeschrittenen Paddlern genutzt, etwa auf Reisen. Entscheidend ist nicht, ob ein Material „gut“ oder „schlecht“ ist, sondern ob es zu den eigenen Plänen und Fähigkeiten passt.

Ist die gute Wasserqualität der Gewässer in Brandenburg oder Mecklenburg ein zusätzlicher Pluspunkt fürs Kanufahren?

Unsere Seen und Flüsse sind sehr sauber, teilweise kann man meterweit ins Wasser schauen. Gerade im Sommer schafft das zusätzlich ein gutes Gefühl, ohne Bedenken auf dem Wasser zu sein. Wer regelmäßig paddelt, merkt sehr schnell, wie wichtig sauberes Wasser für die eigene Wahrnehmung und das Vertrauen in einem intakten Naturraum ist.

Gibt es aus Ihrer Sicht Unterschiede zwischen Flüssen und Seen, die man beachten sollte?

Grundsätzlich ja, vor allem in Bezug auf Strömung, Wind und Orientierung. In Brandenburg sind die meisten Gewässer jedoch so moderat, dass auch Anfänger sicher unterwegs sein können. Das macht die Region besonders geeignet für längere Touren, auch mehrtägig – etwa von Zeltplatz zu Zeltplatz.

Wie lang sollten erste Fahrten sein?

Eine Stunde ist ein guter Richtwert. Das hängt aber stark vom Einzelnen ab, da manche Anfänger körperlich sehr fit sind, andere weniger. Viele Tourenboote sind sehr komfortabel, sodass man sich langsam steigern kann. Mit entsprechender Vorbereitung lassen sich problemlos ganze Tage auf dem Wasser verbringen.

Eine Frage, die sich Paare vielleicht stellen: Lieber allein paddeln oder zu zweit im Boot?

Das ist reine Geschmackssache. Zwei Einer bieten mehr Stauraum, ein Zweier ist schneller. Wichtig ist die Frage: Was habe ich vor und warum gehe ich aufs Wasser? Am besten probiert man einfach beides aus.

Und wie stehen Sie zu Gruppenfahrten?

Die gehören zum Vereinsleben dazu und sind etwas Schönes. Kanuten sind in der Regel naturbewusste, rücksichtsvolle Menschen. Auch in größeren Gruppen bleibt es respektvoll gegenüber Natur und Mitmenschen.

Wie oft sind Sie selbst noch auf dem Wasser?

Im Sommer ein- bis zweimal pro Woche. In ganz unterschiedlichen Booten: im Rennboot, aber auch beim Kanu-Polo, einer leider wenig bekannten, aber sehr spannenden Kanusportart.

Vielen Dank für das Interview – und immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel!

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Unsere Museen – Freude am Wissen für Groß und Klein

 



Unsere Museen – Freude am Wissen für Groß und Klein

Verpassen Sie es nicht, auf Ihren sommerlichen Landpartien durch Brandenburg den einen oder anderen unterhaltsamen Zwischenstopp einzuplanen. Wir hätten da ein paar Ideen!

  • Ein spielerischer Ausflug in die Kindheit

    Foto: Tourismusverband Havelland e.V./Steven Ritzer

    Wenn Sie sich auf eine Reise in die Zeit vor Spielekonsole, Tablet und Smartphone begeben wollen, dann auf nach Kleßen ins Havelland. Das dortige Spielzeugmuseum zeigt die Welt vor dem Einzug der Elektronik. Einzigartig im Raum Berlin-Brandenburg ist die „Spur 0“-Eisenbahnanlage, deren 80 Jahre alte Bahnen werden von ehrenamtlichen Mitarbeitern fahrtüchtig gehalten. Ein Eisenbahnspieltag widmet sich hier regelmäßig am zweiten Samstag im Monat der Modellbahntechnik. Und übrigens, wenn Sie schon in die eigene Kindheit reisen: Gleich neben dem Spielzeugmuseum gibt es noch das passende Kinderbuchmuseum.

    Facebook: Spielzeugmuseum im Havelland

    www.spielzeugmuseum-havelland.de

  • Von Heilkräutern, Salben und Arzneien

    Foto: Bernd Choritz

    Ohne Wasser keine Pharmazie! Ob Trinkwasser, destilliertes oder steriles Wasser – Apotheken nutzen ganz verschiedene Arten, waren in der Historie die ersten Lizenzinhaber für „Mineralwasseranstalten“ – auch die Löwen-Apotheke (seit 1568) am Cottbuser Altmarkt. In DDR-Zeiten, die in einem eigenen Raum (s. Bild) dokumentiert sind, gab es hier sogar schon Homöopathie. Auf Anfrage bietet das spannende Museum eine Themenführung „Wasser – Element des Lebens“ an. Im idyllischen Hinterhof erwartet Sie einer der ältesten Brunnen der Lausitz-Stadt.

    Führungen: info@brandenburgisches-apothekenmuseum.de
    Insta: @apothekenmuseum

    www.brandenburgisches-apothekenmuseum.de

  • Es war einmal … Lausitzer Textilgeschichte

    Foto: Jolanta Imbierska

    In einem denkmalgeschützten Fabrikgebäude in Forst (Lausitz) wächst Schritt für Schritt ein neues Museum zur Industrie- und Stadtgeschichte – im Ensemble der ehemaligen Textilfabrik. Zu den imposanten Exponaten gehört die historische Dampflok „Schwarze Jule“. Einmal fertiggestellt soll das Museum auf rund 1.600 m² eine moderne Dauerausstellung präsentieren: mit interaktiven Stationen, einer Schauwerkstatt und vielfältigen Möglichkeiten zum Mitmachen und Entdecken. Geöffnet ist donnerstags und sonntags von 10:00 bis 18:00 Uhr, Führungen nach Anmeldung. Zukünftig sollen auch Lesungen, Konzerte und Theater Besucher in die historischen Räume locken.

    Insta: @forster.museum

    www.forst-lausitz.de

  • Industriehistorie der Metropolregion

    Foto: MWA/Andresen

    Wer den 150-jährigen Weg von der Dampfmaschine zur digitalen Welt nachvollziehen mag, ist bei Hilmar Prietzel vom Verein Industriemuseum Region Teltow e. V. richtig. Seit 21 Jahren erwartet der ehemalige Verwaltungssitz der Geräte- und Reglerwerke Neugierige. Zu den Exponaten gehört eine Strom-Leitzentrale, die die Integration erneuerbarer Energien nachvollzieht. War Teltow vormals ein Zentrum von Maschinenbau und Chemie steht die Stadt heute für moderne Medizin- und Kommunikationstechnik. Prägend für die Region war der Bau des Teltowkanals. Am Samstag, dem 8. August, wird von 13:00–18:00 Uhr der 4. Tag der Industriekultur begangen.

    Führungen: imt-museum@t-online.de
    Insta: @industriemuseumteltow

    www.imt-museum.de

  • Die Marionette Nummer 1: Kasper

    Foto: MVEE / A. Franke

    Das Mitteldeutsche Marionettentheatermuseum in Bad Liebenwerda erzählt die Kaspergeschichte und lädt mit interaktiv bespielbaren Modellen und Figuren zum Ausprobieren und Mitmachen ein. Kern des Museums ist das Erbe der mitteldeutschen Wandermarionettenspieler. Das alljährliche Puppentheaterfestival, der historische Marionettenspielertag, ein Schattenspielwochenende und die hauseigene Bühne tragen diese Tradition in die Gegenwart. Geöffnet ist dienstags bis sonntags von 11:00 bis 18:00 Uhr. Eine beeindruckende Rundumschau über die Stadt Bad Liebenwerda bietet der Blick vom benachbarten Lubwartturm, einem mittelalterlichen Bergfried.

    Insta: @museumsverbund.de
    Führungen: museum-liebenwerda@lkee.de

    www.museumsverbund-lkee.de

  • Vom Tabakanbau in der Oderregion

    Foto: Städtische Museen Schwedt/Oder

    In einer denkmalgeschützten Tabaktrockenscheune im Schwedter Ortsteil Vierraden erzählt das Tabakmuseum die Geschichte von Tabakanbau, -handel und -verarbeitung. Die gesundheitlichen Folgen seines Konsums werden nicht ausgespart. Die großzügige Außenanlage bietet alte landwirtschaftliche Gerätschaften und Schaubeete.

    So wird die Lebensleistung vieler Generationen Tabakbauern der Oderregion gewürdigt. Aktuell zeigt das Museum die Fotoausstellung „Seide, Spargel, Tabakpflanzen. Hugenottisches Erbe in Brandenburg“. Das Tabakmuseum öffnet saisonal von Mai bis September.

    Insta: @tabakmuseum_vierraden

    www.stadtmuseum-schwedt.de

  • Regionalgeschichte – bis zum Weltraum

    Foto: Flugplatzmuseum Neuhardenberg

    Die Interessengemeinschaft Militärgeschichte Neuhardenberg e. V. als Träger zeigt alle Facetten der mehr als 90-jährigen Historie des Flugplatzes Neuhardenberg (ehemals Marxwalde) – vom Testgelände für Raketentechnologie 1937 bis zum Standort der DDR-Regierungsflieger (Foto) des Transportfliegergeschwaders 44. In seiner Ausstellung gedenkt das Museum auch des ersten Deutschen im All, Ehrenbürger von Neuhardenberg und Ex-Angehöriger des hiesigen Jagdfliegergeschwaders 8, Siegmund Jähn (1937–2019). Zu entdecken Do–Sa oder nach Anmeldung. Und gerne vormerken: 7. Ostblock-Meeting und Museumsfest am 12. September ab 10:00 Uhr.

    Führungen: info@flugplatzmuseumneuhardenberg.de

    www.flugplatzmuseumneuhardenberg.de

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„Der Status quo wird in Zukunft nicht ausreichen“

 



SACHSENS PERSÖNLICHKEITEN

„Der Status quo wird in Zukunft nicht ausreichen“

Umweltminister Georg-Ludwig von Breitenbuch über Wasserresilienz, Investitionen und weniger Bürokratie

Auch in dieser Ausgabe bittet die WASSERZEITUNG eine Persönlichkeit aus Sachsen zum Interview. Dieses Mal beantwortet der sächsische Umweltminister Georg-Ludwig von Breitenbuch die Fragen unserer beiden Herausgeber, dem AZV Parthe und dem ZV Torgau-Westelbien, zu aktuellen Themen rund ums Wasser.

Im Gespräch mit Sachsens Umweltminister Georg-Ludwig
von Breitenbuch stehen Klimaanpassung, Wasserversorgung und Entlastungen
für kommunale Aufgabenträger im Mittelpunkt.

Foto: Alexander Fuhrmann

Wasser im Fokus: Umweltminister von Breitenbuch setzt auf Austausch vor Ort. Foto: Alexander Fuhrmann

Herr von Breitenbuch, ganz spontan: Was verbinden Sie mit den Schlagwörtern Wasser und Sachsen?

Wasser ist Leben und eine der wertvollsten Ressourcen, die es gibt. Wir haben im Freistaat eine sehr gute Wasserversorgungs- und Abwasserbeseitigungsinfrastruktur und sind auch im Hochwasserschutz gut aufgestellt. Jedoch stehen wir künftig vor großen wasserwirtschaftlichen Herausforderungen. Dazu gehören der Umgang mit zunehmenden Niedrigwasser- und Dürrephasen sowie eine abschließende Neuordnung der Gewässerbewirtschaftung in den Braunkohleregionen. Und nicht zuletzt brauchen wir zum Schutz von Grund- und Oberflächenwasser ein gut durchdachtes und nachhaltiges Wasserverfügbarkeitsmanagement. Das heißt auch, dass der Status quo unserer Wasserversorgungsinfrastruktur in der Zukunft nicht ausreichen wird. Deshalb müssen wir hier investieren, die Wasserversorgungsresilienz stärken und Vorsorge für Niedrigwasser und Dürre treffen.

Anfang Mai fand in Leipzig die Umweltministerkonferenz (UMK) statt. Welches Signal geht von diesem Treffen aus?

Meine Amtskollegen und ich haben uns klar zur Stärkung der Wasserresilienz und einem sorgsamen Umgang mit der Ressource Wasser bekannt. Dieses Thema haben wir aus Sachsen klar setzen können. Wir brauchen ein übergreifendes Dürre- und Niedrigwasserrisikomanagement als wesentlichen Baustein der Nationalen Wasserstrategie. Der Bund wurde gebeten, einen Forschungsschwerpunkt mit dem Thema Wasserverfügbarkeit und Wasserknappheit zu etablieren. Auch die Bewältigung der wasserwirtschaftlichen Folgen des Braunkohleausstiegs ist eine gemeinsame Aufgabe der betroffenen Länder und des Bundes. Deshalb fordern wir die Gründung der im Bundeskoalitionsvertrag angekündigten Bund-Länder-AG.

Was braucht es für eine zukunftsfähige Wasserwirtschaft im ländlichen Raum?

Mit der sächsischen Förderrichtlinie öffentliche Trinkwasserinfrastruktur haben wir seit 2019 bereits eine wesentliche Verbesserung der Wasserversorgung in ländlichen Räumen erreicht. Mit unserer 2024 verabschiedeten Richtlinie Siedlungswasserwirtschaft flankieren wir zur Anpassung an den Klimawandel notwendige Investitionen in die öffentliche Wasserversorgungsinfrastruktur. Für lebenswerte ländliche Räume ist eine angemessene Wasserversorgung unabdingbar. Hier sind mit Blick auf klimatische sowie demografische Entwicklungen unter Umständen auch innovative Ansätze gefragt. Der Freistaat unterstützt in der gegenwärtigen Haushaltslage die kommunalen Aufgabenträger, die Abwasserreinigung zu verbessern, um zu einem guten ökologischen Gewässerzustand beizutragen.

Seit mehreren Jahren besteht die Problematik zur nicht ausreichenden finanziellen Beteilung der Straßenbaulastträger an den Straßenentwässerungskosten
von Bundes- und Staatsstraßen. Es geht um die Mitnutzung der Abwasseranlagen
der kommunalen Abwasserverbände. Weshalb tut sich der Freistaat als Straßenbaulastträger so schwer, hier eine ausreichende Kostenbeteiligung zu beschließen?

Aus Sicht meines Hauses als oberster Wasserbehörde ist das Bemühen um eine kostendeckende finanzielle Beteiligung der Straßenbaulastträger für die Mitbenutzung
kommunaler Abwasseranlagen berechtigt. Dieses wird ausdrücklich unterstützt, um
einen defizitären Betrieb der Anlagen zu Lasten der kommunalen Aufgabenträger
zu vermeiden. Alle bislang diskutierten Lösungswege setzen Änderungen des Sächsischen Straßengesetzes und/oder des Sächsischen Kommunalabgabengesetzes voraus,
die letztlich nur der Landtag beschließen kann. Selbstverständlich ist eine enge ressortübergreifende Abstimmung unerlässlich.

Was konnte bisher erreicht werden?

Das Sächsische Verkehrsministerium hat eine Arbeitsgemeinschaft ins Leben gerufen, in der auch wir aktiv mitwirken, ebenso wie der Sächsische Städte- und Gemeindetag mit Unterstützung der Aufgabenträger der Abwasserbeseitigung. Gemeinsames
Ziel sollte ein fairer finanzieller Ausgleich zwischen Straßenbaulastträgern und Abwasserentsorgungsträgern sein, der eine gesamtwirtschaftlich effiziente, umweltgerechte und nachhaltige Abwasserbeseitigung ermöglicht.

Maßnahmekonzepte, Gefährdungsbeurteilungen, Statistiken…Die kommunalen Betriebe fühlen sich im Hinblick auf die anwachsende Fülle der bürokratischen Anforderungen überfordert. Wird es einen Bürokratieabbau geben?

Das Sächsische Kabinett hat im März 2026 mit dem zweiten Bürokratieentlastungspaket auch einen umfassenden Abbau von Berichts- und Anzeigepflichten sowie Nachweispflichten beschlossen. Gegenwärtig werden alle landesrechtlichen Regelungen auf entsprechende Pflichten gesichtet, um im Anschluss den gebotenen Abbau zu prüfen. Gleichzeitig sollen bestehende Pflichten auf mögliche Bündelungen, die Vereinheitlichung von Stichtagen und die Verlängerung des Berichtsturnus überprüft werden. Damit wollen wir überflüssige Bürokratie abbauen. Da, wo wir Daten brauchen, wollen wir auf die konsequente Anwendung des Once-Only-Prinzips setzen: Daten sollen nur einmal gemeldet werden, auch wenn verschiedene Stellen sie brauchen.

Seit Anfang Dezember 2024 sind Sie Umweltminister von Sachsen. Das Handlungsprogramm „Zukunft Wasser für Sachsen“ wurde Anfang 2024 veröffentlicht, vor Ihrer Amtszeit. Wie steht es um dieses Programm? Was ist daraus geworden?

Die Inhalte des Programms stehen in einer langen Reihe sachlicher Entscheidungen zum Thema Wasser in Sachsen seit eigentlich 100 Jahren und leiten unser Handeln weiterhin – auch in Kombination mit der Nationalen Wasserstrategie des Bundes. Der Zugang zu sauberem Wasser und eine gesicherte Wasserver- und -entsorgung bleiben wichtige Aufgaben. Entscheidend ist, die Infrastruktur zu fördern und langfristig preisstabil und bedarfsgerecht zu gestalten. Der Erhalt von Trinkwasserschutzgebieten ist dabei eine vordringliche Aufgabe. Wir setzen die „Grundsatzkonzeption öffentliche Wasserversorgung 2030“ und die Trinkwassereinzugsgebieteverordnung und damit die Aufgaben im Handlungsprogramm „Zukunft Wasser für Sachsen“ konsequent um. Gleiches gilt für das Handlungsfeld „Anpassung der Talsperreninfrastruktur für die Wasserversorgung“ und für das Thema Niedrigwasser inklusive eines Risikomanagements bis zum Ausbau von Systemverbünden und dem verstärkten Wasserrückhalt in der Fläche zur Erhöhung der Klimaresilienz und zur Unterstützung des Landschaftswasserhaushaltes.

Ein kurzer Ausblick: Welche wichtigsten Wasser-Themen stehen für Sachsen in den nächsten Jahren an?

Neben dem Erhalt von Trinkwasserschutzgebieten, der Anpassung bzw. dem Ausbau unserer Talsperren und Speicher ist die Umsetzung der überabeiteten EU-Kommunalabwasserrichtlinie KARL eine Herausforderung. Sie stellt einen zusätzlichen Standard für den Gewässerschutz dar. Die erweiterte Herstellerverantwortung ist ein zentrales Instrument. Es ist wichtig, hierbei die jeweiligen Interessen der Aufgabenträger der Abwasserbeseitigung, des Gewässerschutzes, der Gebühren- und Beitragszahler und von Industrie- und Gewerbe bei der Umsetzung der Richtlinie in nationales Recht und den Vollzug zu berücksichtigen. Auch die Renaturierung der Oberflächengewässer, der Flussauen sowie der Wasserrückhalt in der Fläche und der Hochwasserschutz sind und bleiben eine Generationenaufgabe. Hinzu kommt die Mammutaufgabe, den Wasserhaushalt in den Bergbauregionen zu reparieren. Die Ziele der EU-Wasserrahmenrichtlinie sehe ich beim realen Klimawandel in Sachsen kritisch, hier sind wir in die Diskussion mit der EU getreten.

Viele Termine, viele Themen…Haben Sie zum Erholen Lieblingsorte am Wasser in Sachsen?

Meine Familie und ich leben seit langer Zeit südlich von Leipzig. Der Mausbach in Kohren-Sahlis und das Naturschutzgebiet Eschefelder Teiche bei Frohburg gefallen mir besonders gut.

Vielen Dank für das Gespräch!

Das Interview führte WASSERZEITUNG-Redakteurin Ulrike Wolf im Mai 2026.

Georg-Ludwig von Breitenbuch

Georg-Ludwig von Breitenbuch
  • Geboren am 19. 6. 1971 in Göttingen, verheiratet, sechs Kinder
  • Gelernter Landwirt und Dipl. Volkswirt
  • Seit 1997 Mitglied der CDU, seit 1999 Stadtrat in Kohren-Sahlis und Frohburg
  • 2009 Mitglied des Sächsischen Landtags
  • 10 Jahre stellvertretender Fraktionsvorsitzender und Mitglied des Landtagspräsidium
  • Mitglied in verschiedenen Ausschüssen des Landtags, u. a. Ausschuss für Energie, Klima, Umwelt und Landwirtschaft
  • Seit 2024 Sächsischer Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft

Kurzinfo Straßengesetz

  • Das Straßengesetz des Freistaates Sachsen steuert den Bau, die Nutzung und die Verwaltung öffentlicher Straßen im Bundesland.
  • § 23 Abs. 5 regelt die Kosten bei der Straßenentwässerung. Wenn Regenwasser von Straßen über eine Abwasseranlage abgeleitet wird, die nicht dem Straßenbaulastträger selbst gehört, z. B. eine kommunale Kanalisation, muss sich der Straßenbaulastträger an den Kosten für Bau oder Erneuerung dieser Anlage beteiligen.
  • Die Kritik der kommunalen Abwasserverbände: Die einmalige finanzielle Beteiligung der Straßenbaulastträger ist zu gering, denn nicht berücksichtigt werden die Instandhaltungskosten z.B. der Entwässerungsgräben, Kanäle, Schachtabdeckungen und Pumpen über die gesamte Lebensdauer hinweg.

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„Heute handeln, um morgen geschützt zu sein“

 



Thüringen

„Heute handeln, um morgen geschützt zu sein“

Seit über drei Jahrzehnten ist das Thüringer Wasserkolloquium in Erfurt ein fester Treffpunkt für Fachleute aus Praxis, Forschung und Lehre der Wasserwirtschaft. Am 5. März 2026 knackte die Tagung mit 225 Teilnehmenden und 43 Ausstellern einen neuen Besucherrekord.

Teilnehmer des 31. Thüringer Wasserkolloquiums erhielten aktuelle Einblicke in Innovationen der Wasserwirtschaft.
Foto: SPREE-PR/Swoboda

Das vielfältige Programm bot verschiedene Themenschwerpunkte und lud zum fachlichen Austausch und intensiven Diskussionen ein. Ein zentrales Thema ist nach wie vor die Trinkwasserkapazität in Thüringen in den Sommermonaten. „Spätestens seit dem extremen Trockensommer 2018 in Thüringen arbeitet die Branche intensiv daran die Versorgung auch in längeren Dürrephasen sicherzustellen“, erklärt Uwe Weiß, Vorsitzender Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW) Landesgruppe Mitteldeutschland. Und fügt hinzu: „Gemeinsam mit dem Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz (TMUENF) entwickeln die Trinkwasserversorger gezielte Maßnahmen, um die Versorgungssysteme stabil zu halten.“

Die Vortragspausen nutzten Aussteller und Besucher für intensive Fachgespräche.
Foto: SPREE-PR/Swoboda

Frühzeitig und flexibel reagieren

Wie das konkret aussehen kann, schilderte Thomas Dierkes, Geschäftsführer der Thüringer Fernwasserversorgung am Beispiel der Niedrigwassersituation 2025 an der Oda-Thal-Sperre. Durch Flexibilisierung der Hochwasserrückhalteräume und Anpassung der Versorgungsstufen blieb die Trinkwasserversorgung stabil. „Aber wir haben unsere Grenzen erkannt und sind damit besser vorbereitet“, fasst Thomas Dierkes zusammen und verweist zudem auf die guten Ausgangsbedingungen Thüringens als Talsperrenland.

Digitale Sicherheit stärken

Die Grenzen seines Versorgungssystems kennen, um gezielt gegenzusteuern – das war auch das Fazit von André Jäger, jedoch mit Blick auf die digitale Sicherheit. Der Werkleiter vom Zweckverband Wasser Abwasser Suhl „Mittlerer Rennsteig” erläuterte in seinem Vortrag, die aktuellen Anforderungen an die Cybersicherheit der Zweckverbände. „Wir müssen uns heute dem Thema digitale Sicherheit zuwenden, um morgen ausreichend geschützt zu sein vor Hackerangriffen“, fasst André Jäger zusammen.

Konkret geht es um die NIS-2-Richtlinie (Netz- und Informationssicherheit): eine EU-weite Regelung, die speziell Unternehmen in kritischen Infrastrukturen wie die Wasserwirtschaft betrifft und im Dezember 2025 in Deutschland in Kraft getreten ist. Neu ist, dass Cybersicherheit ausdrücklich zur Pflicht der Unternehmensleitung wird und bereits für Betriebe ab 50 Mitarbeitenden gelten.

Großes Interesse fand auch das Thema digitale Wasserzählertechnologie. Susanne Kaiser, Geschäftsführerin der Thüringen Wasser GmbH, berichtete über den Umstieg von analogen auf digitale Wasserzähler. Die neue Technologie punktet mit einer längeren Nutzungsdauer und vereinfachten Ableseprozessen: Statt Vor-Ort-Terminen werden die Zähler per Drive-by-Verfahren – also vom fahrenden Fahrzeug aus – ausgelesen. Darüber hinaus ermöglichen präzisere Messmethoden eine schnellere Erkennung und Behebung von Leckagen, indem gelieferte und gemessene Verbrauchsmengen automatisch abgeglichen und Verluste frühzeitig sichtbar gemacht werden.

Einige Themen des 31. Thüringer Wasserkolloquiums: Einordnung der Niedrigwassersituation 2025 an der Ohratalsperre PFAS: Risiken, Bewertungen und Vorkommen im Trinkwasser  Umsetzung des Wassersicherstellungsgesetzes in Thüringen Umsetzung der NIS-2-Richtlinie am Beispiel eines Zweckverbands Aktuelle Einblicke in Forschung und Weiterbildung  Erfahrungswerte zum Zählertechnologiewechsel und Water Loss Management Generalinstandsetzung Talsperre Weida – aktueller Stand und Ausblick

Die Trinkwasserversorgung steht vor vielfältigen Herausforderungen. Konkret bedeutet das: Wir müssen Systeme flexibler vernetzen, Speicher strategisch bewirtschaften und Entnahmen noch stärker an hydrologische Entwicklungen anpassen. Gleichzeitig gewinnen Themen wie Wassereffizienz, Digitalisierung und die Widerstandsfähigkeit der Infrastruktur weiter an Bedeutung. Das Thüringer Wasserkolloquium ist ein besonders wichtiges Forum, weil hier Versorger, Behörden und Fachleute gemeinsam praxisnahe Lösungen entwickeln und Erfahrungen austauschen, um die Versorgung auch langfristig zuverlässig und nachhaltig zu gestalten.

Prof. Dr. Martin Feustel

Prof. Dr. Martin Feustel
Abteilungsleiter Technischer Umweltschutz, Wasserwirtschaft und Bergbau am Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz

Kommentar der Herausgeber der WASSERZEITUNG

Die Lage ist ernst?

Wenn Thüringer Wasserversorger, die Fachhochschule Erfurt, Ministerien, Behörden und Fachaussteller zum Wasserkolloquium in Erfurt zusammenkommen, dann geht es um einen fachlichen Austausch zu aktuellen und relevanten Themen: Wie viel Wasser steht für die Grundwasserneubildung zur Verfügung? Wie geht man künftig mit Wasserinhaltsstoffen um? Welche Vorteile bietet der flächendeckende Einsatz digitaler Wasserzähler? Wie schützen sich Wasserversorger wirksam vor Cyber-Angriffen?

Diese und viele andere Themen wurden beim 31. Wasserkolloquium im März 2026 diskutiert. Dass das Angela Merkel zugeschriebene Zitat „Es ist ernst, nehmen Sie es auch ernst” aus der Coronazeit dabei immer wieder sinngemäß aufgegriffen wurde, wird der Situation der Trinkwasserversorgung in Thüringen eigentlich nicht gerecht und klingt pessimistischer als die Lage ist.

Die Wasserversorgung war in den letzten Jahren zu jedem Zeitpunkt gesichert. Es gibt natürlich viele neue Themen und viele Herausforderungen, mit denen die Wasserversorger umgehen müssen. Aber auf dem Wasserkolloquium wird eines klar: Man hilft sich gegenseitig und findet gemeinsam zu neuen Ideen. Das eint die Wasserwirtschaftsfamilie seit jeher.

Die Wasserversorgung funktioniert in Thüringen gut, doch es wäre wichtig, dass sich die Versorger wieder mehr auf ihre Kernthemen konzentrieren können, als die nächste Berichtspflicht zu erfüllen oder die nächste behördliche Statistik und Risikomanagementmaßnahme abzuspulen.

Besser wäre es zu sagen: „Die Lage der Thüringer Wasserversorgung ist stabil. Sorgen wir dafür, dass das so bleibt”.


Gerd Hauschild

Gerd Hauschild

Geschäftsleiter des ZV Mittleres Elstertal

Steffen Rothe

Steffen Rothe

Werkleiter des ZWA „Thüringer Holzland”

Andreas Stausberg

Andreas Stausberg

Geschäftsleiter des ZWA Saalfeld-Rudolstadt

Ralf Engelmann

Ralf Engelmann

Geschäftsleiter des ZWA „Obere Saale”

Fotos (4): SPREE-PR/Archiv

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Ab ans Wasser!

 



Thüringen

Ab ans Wasser!

Sie sind gern am Wasser und radeln gern? Sie lieben die Natur und suchen Tipps für einen Kurzurlaub in Ihrer Region? In Ostthüringen prägen Stauseen und Flüsse die Landschaft und bieten wertvolle Lebensräume für Tiere und Pflanzen. Für uns Menschen bedeutet dies Erholung vor der Haustür.

  • Foto: somengo, Thüringer Tourismus GmbH
  • Foto: Naherholung Portenschmiede
  • Foto: Naherholung Portenschmiede
  • Foto: Naherholung Portenschmiede

Der Hohenwarte-Stausee, auch Thüringer Meer genannt, gehört zu den beliebtesten Naherholungszielen Ostthüringens und bietet Seenlandschaft, Camping und Natur pur. Ein Geheimtipp ist der Campingplatz Portenschmiede in Wilhelmsdorf, mit Stellplätzen für Wohnwagen, Wohnmobile und Zelte. Außerdem gibt es kuschelige Familien-Pods für zwei bis vier Personen. Der neu errichtete Abenteuerspielplatz verspricht Spaß und Bewegung für die kleinen Gäste. 

Ein großes Meer, eine Wanderhilfe und ein echtes Abenteuer

  • Wanderbus Hohenwarte-Stausee

    Sie möchten den Hohenwarte-Stausee in Etappen oder Tagestouren erkunden? Der Wanderbus Thüringer Meer bringt Sie bequem zu den Startpunkten und danach wieder zurück, täglich ab Saalfeld. Aufgrund aktueller Straßensperrungen gilt eine geänderte Linienführung.

    Weitere Infos

  • Historische Flöße

    Auf historisch nachgebauten Flößen die Saale entlangschippern: Das geht von Kirchhasel nach Uhlstädt, vorbei am Schloss Weißenburg hoch oben auf dem Felssporn. In Weißen ist ein Stopp zur Verpflegung möglich. Am Ziel wartet das Flößereimuseum Uhlstädt direkt an der Anlegestelle. Kontakt: Saaleflößerei Philip und Oliver Thön. Telefon: 0176-47060166.

  • Saaleradweg

    Vorbei an romantischen Burgen und viel Natur: Der Saaleradweg ist rund 409 Kilometer lang. Auf neun Etappen geht es vom bayerischen Fichtelgebirge nach Thüringen, vorbei an Europas größtem zusammenhängenden Stauseegebiet, durch idyllische Naturparks sowie durch die Weinregion Saale-Unstrut. Nirgendwo anders thronen so viele Schlösser und Burgen auf den Hängen und Hügeln wie entlang der Saale. Nahe Schleiz verläuft die Etappe 3 von Blankenstein nach Ziegenrück. An der Bleilochtalsperre finden sich Campingplätze, Badestellen und Wanderwege.

    Weitere Infos

  • Campingplatz:

    Am Strandbad 1, ­Saalburg-Ebersdorf,
    Wohnmobil-Stellplatz: Saalburg­ Beach, Wetteraweg 2, Saalburg-Ebersdorf

  • Elster-Radweg

    Am besten geht’s mit Rückenwind! Frische Luft, weite Ausblicke und abwechslungsreiche Wege: Der Elster-Radweg begleitet die Weiße Elster von ihrer Quelle in Böhmen bis zur Mündung in die Saale südlich von Halle in Sachsen-Anhalt und ist rund 250 km lang. Der Fluss durchquert das thüringische Vogtland mit den Städten Greiz und Gera. Ab Greiz beginnt einer der schönsten Streckenabschnitte mit beeindruckenden Ausblicken. Die malerischen Routen entlang der Ufer der Flüsse Gera und Weiße Elster führen durch idyllische Auenlandschaften. Lange Rundwege können auch als kleine Teilstrecken befahren werden.

    • Malerisches Mühltal: Rundweg Eisenberger Mühltal – Meuschkensmühle ab Gera Hauptbahnhof
    • Runde von Gera-Zwötzen: Gute Kondition erforderlich: Ufer der Weißen Elster – Elsterwehr Neumühle, Runde von Gera-Zwötzen
    • Wildromantisches Flusstal: Greiz bis Neumühle/Elster
    • Waldgebiet und Tiergehege Greiz: Der Werdauer-Greizer Wald, auch Werdauer Wald genannt, ist eines der größten geschlossenen Waldgebiete in Westsachsen und Ostthüringen. Empfehlenswert: Das Tiergehege Greiz in Mohlsdorf-Teichwolframsdorf.

    Tipps und Strecken unter:
    www.vogtland-tourismus.de → Radfahren
    www.greiz.de → Tourismus & Kultur / Tourismus / Aktiv / Radwandern


Zwei Tipps fürs Fahrradmieten

Bitte mit vorheriger Anmeldung!

City- und Tourenfahrräder, Mountainbikes und Kinderfahrräder

Die Fabrik Werk II – Jürgen Hohlbein

Lange Straße 52, 07551 Gera

Tel.: 0365 5523588 oder 0173 / 354 79 25

info@diefabrik-gera.de

E-Bikes

Tourist-Information Greiz

Burgplatz 12 / Unteres Schloss, 07973 Greiz

Tel.: 03661 703293

tourismus@greiz.de

E-Bike-Vermietung

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Aller-hand: Wasserreichster Nebenfluss mündet bei Verden in die Weser

 



Warum der wasserreichste Zufluss der Weser mehr ist als ein Nebenfluss

Mehr Wasser als gedacht – die Aller

Die Aller ist der wasserreichste Zufluss der Weser. An ihrer Mündung bei Verden führt sie im Schnitt 120 Kubikmeter Wasser pro Sekunde mit sich. Das macht sie zum größten Fluss Norddeutschlands, der nicht selbst ins Meer mündet. Wo die Aller in die Weser fließt, liegt das Verbandsgebiet des Trinkwasserverbandes Verden.

Die Aller fließt an der Stadt Verden vorbei. Nach der Schneeschmelze im Harz steigt der Pegel innerhalb von Stunden.

Foto: pixabay/bernswaelz

Auf ihren rund 260 Kilometern von der Magdeburger Börde durch Sachsen-Anhalt bis nach Niedersachsen schlängelt sich die Aller durch eine weite, flache Landschaft, die sie selbst geprägt hat. Ihren Ursprung hat sie nahe Seehausen in der Magdeburger Börde – nicht als sprühende Quelle im Gebirge, sondern als stiller Beginn in einer sanften Tiefebene. Dann zieht sie westwärts vorbei an Wolfsburg, Gifhorn und Celle, nimmt unterwegs die wasserreichen Nebenflüsse Oker und Leine auf und wird mit jedem Kilometer breiter und mächtiger. Das Einzugsgebiet der Aller umfasst rund 15.600 Quadratkilometer – gut ein Drittel des gesamten Wesereinzugsgebiets.

Charakteristisch ist ihr träger, fast sanfter Verlauf: Auf der gesamten Strecke überwindet die Aller nur etwa 40 Höhenmeter. Das ist es, was sie so eigentümlich schön macht – breit, beschaulich, mäandernd. Und doch kann sie im Winter nach der Schneeschmelze im Harz blitzschnell anschwellen. Oker und Leine bringen dann das Schmelzwasser vom Harz mit und treiben die Aller ans Limit: Bis zu 1.400 Kubikmeter pro Sekunde wurden bei extremen Hochwasserereignissen gemessen.

Die mehr als 1.000 Jahre alte Dom- und Reiterstadt Verden liegt direkt an der Allermündung und ist Sitz des Trinkwasserverbandes Verden.

Foto: pixabay/bernswaelz


Von der Verkehrsader zum Erholungsfluss

Die Unteraller zwischen Celle und der Mündung bei Verden ist heute als Bundeswasserstraße ausgewiesen. Früher wurde hier reger Güterverkehr betrieben. Kali, Erdöl und Getreide wurden per Schiff transportiert. Heute bestimmen Ausflugsdampfer und Kanufahrer das Bild. Die Aller ist zu einem Ort der Entschleunigung geworden.

Naturliebhaber haben besonders in den jüngsten Jahren allen Grund zur Freude: Im Landkreis Verden läuft seit 2022 eines der größten Flussrenaturierungsprojekte Niedersachsens. Unter dem Namen „AllerVielfalt Verden” arbeiten NABU, Landkreis Verden und die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung daran, auf rund 30 Flusskilometern und einer Fläche von 2.350 Hektar naturnahe Strukturen zurückzubringen. Altarme werden wieder angeschlossen, Deiche zurückverlegt, Auenbiotope entwickelt. Bis 2031 stehen dafür knapp 17 Millionen Euro zur Verfügung. Ziel ist ein Biotopverbund von nationaler Bedeutung – und ein Stück Fluss, das sich seiner eigenen Natur wieder annähert. Die „Alte Aller”, ein früherer Seitenarm direkt vor der Verdener Altstadt, soll dabei als verbindendes Element zwischen Vergangenheit und Zukunft dienen.

Wer die Aller erkunden möchte, hat viele Möglichkeiten: per Fahrrad auf dem gut ausgeschilderten Aller-Radweg, per Paddelboot durch stille Abschnitte mit Schilfgürtel und Libellen, per Ausflugsschiff ab Verden oder ganz einfach zu Fuß auf den Uferpromenaden der Stadt, die sich idyllisch zwischen Altstadt und Fluss entlangziehen.

Die Aller ist kein Vorzeigeobjekt aus dem Reiseführer. Sie ist ein Fluss zum Erleben – ruhig, eigenwillig und vielfältig.

  • Verden – Dom, Pferde und mehr

    Direkt an der Allermündung liegt die über 1.000 Jahre alte Dom- und Reiterstadt Verden. Wahrzeichen ist der gotische Dom St. Maria und Cäcilia, der die Stadtsilhouette weithin überragt. Wer mehr über die jahrhundertelange Verbindung zwischen Mensch und Pferd erfahren möchte, ist im Deutschen Pferdemuseum genau richtig.

    www.verden.de

  • Natur auf 2.350 Hektar

    In den Allerschleifen zwischen Wohlendorf und Hülsen, direkt vor den Toren Verdens, liegt seit 2004 ein Naturschutzgebiet. Wer still durch die Niederung läuft, entdeckt Eisvögel, Graureiher und im Frühsommer die charakteristischen Rufe des Braunkehlchens. Ein Naturerlebnis, das keine weite Anreise braucht.
  • Mit dem Schiff über Aller und Weser

    Die MS Stadt Verden verbindet per Ausflugsdampfer Aller und Weser miteinander. Eine gemütliche Möglichkeit, das Zusammenspiel der beiden Flüsse direkt zu erleben – von der Wasseroberfläche aus sieht die Landschaft noch einmal ganz anders aus. Das Schiff kann auch für Gruppen und Feiern gebucht werden.

    www.flotte-weser.de

  • Auf zwei Rädern an der Aller

    Der Aller-Radweg begleitet den Fluss auf 328 Kilometern von Verden bis zur Quelle nahe Magdeburg und beginnt direkt im TV-Verden-Verbandsgebiet. Wer nur einen Abschnitt erkunden will: Die Etappe von Verden bis Schwarmstedt (etwa 53 Kilometer) führt durch besonders naturnahe Abschnitte der Unteraller.

    www.allerleinetal.de

  • Fischweg zwischen Harz und Nordsee

    Die Aller ist das wichtigste Wandergewässer für Fische zwischen Nordsee und Harz. Lachs, Meerforelle und andere Wanderfische nutzen sie als Verbindungsroute. Das Renaturierungsprojekt „AllerVielfalt Verden” soll die ökologische Durchgängigkeit weiter verbessern, damit die Aller als Lebensader auch unter Wasser wieder funktioniert.

    www.allervielfalt.de

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Sicherung der guten Grundwasserqualität

 



Freiwillige Vereinbarungen und landwirtschaftliche Zusatzberatungen

Landwirte und Wasserversorger arbeiten eng zusammen

Um die Belange des Grundwasserschutzes in Trinkwassergewinnungsgebieten mit den Interessen der Landwirtschaft in Einklang zu bringen, arbeiten wir mit den in den Wasserschutzgebieten wirtschaftenden Landwirten eng zusammen.

Regelmäßig treffen sich alle Beteiligten zum Austausch.

Foto: TV Verden

Diese Kooperation, an der unter anderem auch der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) sowie die Untere Wasserbehörde des Landkreises Verden beteiligt sind, existiert bereits seit vielen Jahren. Ihr Ziel ist die Sicherung der Grundwasserqualität, damit unsere Kunden auch in Zukunft weiterhin mit qualitativ hochwertigem Trinkwasser versorgt werden können.

Über sogenannte freiwillige Vereinbarungen verpflichten sich die Landwirte zur Einhaltung vorab vereinbarter Bewirtschaftungsregeln. Zu den Maßnahmen, die über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehen sollen, können zum Beispiel der Anbau einer Zwischenfrucht oder die umbruchlose Grünland­erneuerung gehören. Die Landwirte nehmen die Ertragseinbußen bzw. Mehraufwendungen in Kauf. Dafür erhalten sie Ausgleichszahlungen.

Neben der Umsetzung der freiwilligen Vereinbarungen ist die landwirtschaftliche Zusatzberatung ein zentraler Baustein für die nachhaltige Sicherung der Trinkwasserqualität. Für Landwirte der Kooperation Trinkwasserschutz Verden ist diese Beratung, die durch die Syker Zweigstelle der Ingenieurdienst Umweltsteuerung GmbH (INGUS) angeboten wird, ein kostenfreies Angebot.

Die finanziellen Mittel für den kooperativen Grundwasserschutz werden vom Land Niedersachsen bereitgestellt und durch Mittel der Europäischen Gemeinschaft unterstützt. Sie stammen zum Teil aus den sogenannten Wasserentnahmeentgelten, welche die Wasserversorger an das Land entrichten müssen.

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Digitale Wasserzähler für den Garten

 



Digitale Gartenwasserzähler mit Fernablesefunktion

Keine Fristen mehr verpassen

Für diejenigen, die ihren Garten regelmäßig wässern, dafür aber nicht genügend Regenwasser aus einer Zisterne oder Regentonne zur Verfügung haben, kann sich ein geeichter Gartenwasserzähler lohnen. Seit einiger Zeit bieten wir digitale Abzugszähler mit Fernablesefunktion an.

Kunden, die einen angemeldeten, geeichten Gartenwasserzähler   – auch Abzugszähler genannt – besitzen, müssen am Ende eines jeden Jahres daran denken, den Zählerstand in unserem Zählerstandsportal zu hinterlegen. Der spätmöglichste Termin für die Meldung des Zählerstandes, damit wir diesen für die Jahresverbrauchsabrechnung berücksichtigen können, ist der 15. Dezember.

Wer diese Frist nicht mehr verpassen möchte, kann bei uns einen geeichten Gartenwasserzähler mit Fernablesefunktion für aktuell 47,60 Euro (brutto) käuflich erwerben und diesen von unseren Monteuren oder einem Installateur seiner Wahl einbauen lassen. „Kunden, die den digitalen Abzugszähler nicht von uns einbauen lassen, müssen diesen noch bei uns anmelden“, informiert Melanie Pawlikowski, Leiterin Verbrauchsabrechnung. Die Anmeldung des Gartenwasserzählers erfolgt per E-Mail an info@tv-verden.de mit Angabe folgender Daten: Name des Grundstückseigentümers und Adresse des Grundstücks. Zudem sind ­Fotos vom alten (nur bei Bestandsanlagen) und neuen Zähler mit sichtbarem Eichjahr und Zählerstand sowie von der Einbausituation mit erkennbarem Leitungsverlauf hinter dem Gartenwasserzähler zu übermitteln.

Für diejenigen, die ihren Garten regelmäßig wässern, dafür aber nicht genügend Regenwasser aus einer Zisterne oder Regentonne zur Verfügung haben, kann sich ein geeichter Gartenwasserzähler lohnen. Seit einiger Zeit bieten wir digitale Abzugszähler mit Fernablesefunktion an.

Foto: TV Verden

Ausnahme Thedinghausen

Eine Besonderheit gibt es für ­Kunden, die im Gebiet der Samtgemeinde Thedinghausen wohnen. Sie teilen den Einbau eines Abzugszählers unter Angabe der oben genannten Informationen bitte ihrer Samtgemeindeverwaltung mit, die auch den Abwassergebührenbescheid erstellt.

Den Zählerstand des digitalen Abzugszählers erfassen wir als Dienstleistung für die Gemeinden und Städte im Rahmen unserer Gesamtauslesungen per Fernauslesung und berücksichtigen diesen auf dem Gebührenbescheid.

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Mit persönlichen Glücksorten besser durchs Leben kommen

 



Mein Lieblingsplatz

Wer seine persönlichen Glücksorte kennt, kommt besser durch schwierige Zeiten

Wir leben in unsicheren, anstrengenden Zeiten. Seit Jahren müssen wir tapfer sein. Im Alltag. Im Privatleben. Im Job. Coronapandemie, Ukrainekrieg, Energiekrise – die weltpolitische Lage ist beunruhigend. Entspannt und gelassen durchs Leben gehen? Eine echte Herausforderung.

Gerade in solch turbulenten Zeiten sehnen sich viele Menschen nach Orten, an denen man Kraft tanken und zur Ruhe kommen kann, je näher um so besser. Das kleine Glück um die Ecke, die kurze Auszeit in der Natur kommen da ins Spiel. Für den einen ist es der eigene Garten, ein See mit seinen verschiedensten Farb- und Lichtstimmungen, ein bestimmter Baum, ein mystischer Wald, ein Berg oder die kleine Kirche im Ort. Kraftorte, an denen man sich rundum wohl fühlt, gibt es fast überall, man muss sie nur für sich selbst aufspüren. Die WASSERZEITUNG hat die Herausgeber nach ihren Tipps gefragt.
  • PERSPEKTIVWECHSEL

    Foto: SPREE–PR/Galda

    Orte der Stille, inneren Einkehr, Baukunst, Aussichten. Nicht nur gläubige Menschen finden in Kirchen, Domen (hier St. Nikolai in Greifswald) und Klöstern des Landes eine Auszeit aus dem hektischen Alltag.
  • Sehen, schmecken, fühlen

    Foto: SPREE–PR/Galda

    Liebe zum Detail kann beim Restaurant- oder Cafébesuch (Fundstück hier aus dem Café Lindquist in Boltenhagen) Gaumen und Herz berühren.
  • BLAUE WUNDER ERLEBEN

    Foto: SPREE–PR/Galda

    Hier an der Elde in Plau am See kann man ebenso wie in Wolgast sein Blaues Wunder erleben, der Volksmund nennt die beiden Brücken so. Die Elde ist mit 208 Kilometern der längste Fluss in MV und durchfließt dabei jede Menge Seen, bevor sie bei Dömitz in die Elbe mündet.
  • EINFACH MÄRCHENHAFT

    Foto: Krauss

    Hugo, der Märchenbaum, entführt in Heringsdorf Besucher in die Welt der Geschichten. Im Westen des Landes lädt die „Sagen- und Märchenstraße“ ein, der Realität kurz zu entfliehen. Orte wie Dreilützow, Zarrentin, Lübtheen, Wittenburg, Parchim, Plau am See, die Insel Poel, Grevesmühlen oder Dassow sind mit ihren Sagengestalten dabei.

    sagen-und-maerchenstraße-mv.de

  • ENTSCHLEUNIGEN

    Foto: SPREE-PR/Galda

    Entschleunigen, digitaler Entzug. Auf dem Rücken der Pferde oder wie hier am Neuklostersee zu Wasser im Kanu. Um den See führt übrigens ein schöner, gut zehn Kilometer langer Rundweg.
  • EIN GLÜCKSDORF

    Foto: SPREE-PR/Galda

    Nicht weit von Zarrentin liegt in der Gemeinde Lüttow-Valluhn der Ortsteil Schadeland. Er nennt sich selbstbewusst Glückswohlfühldorf. Am Ortsrand grüßen Mohn- und Kornblume und sind mit ihren kräftigen Farben eine echte Augenweide.
  • STRAND IN SICHT

    Foto: Tiemann

    Jenseits jeder Hektik liegt der Deck Beach Club am Radweg zwischen Heiligendamm und Kühlungsborn. Egal zu welcher Tageszeit lässt sich hier mit Blick aufs Wasser bestens abschalten. Das geht übrigens auch zum Beispiel in der Ostsee-Lounge in Boltenhagen oder im Supremesurf Beachhouse in Warnemünde.
  • Terrassenplatz

    Foto: SPREE-PR/Galda

    Die eigene Terrasse, liebgewonnene Haustiere – manchmal muss man für seinen Lieblingsplatz gar nicht so weit schauen.
  • EINEN SICHEREN HAFEN ENTDECKEN

    Foto: SPREE-PR/Galda

    2.000 Kilometer Ostseeküste und genauso viele Seen. Wasser hat man vielerorts im Blick, hier zum Beispiel von Wolgasts Schlossinsel auf die Stadt oder gespiegelt im Wismarer Hafen.

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