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Wir machen das Unsichtbare sichtbar

 



Brandenburg

Wir machen das Unsichtbare sichtbar

Die kommunalen Unternehmen der Daseinsvorsorge sorgen rund um die Uhr für erstklassiges Trinkwasser und die umweltgerechte Reinigung des Schmutzwassers. Darin besteht ihr Auftrag, dafür investieren sie permanent in leistungsfähige Infrastruktur. Kein Grund, dies an die „große Glocke“ zu hängen. Dennoch gehört Öffentlichkeitsarbeit für Ver- und Entsorger heute zum täglichen Geschäft. Warum? Das verraten die verantwortlichen Fachfrauen aus dem Herausgeberkreis der WASSERZEITUNG anhand lebendiger Beispiele aus Ihren Betriebsgebieten.

  • „Die Projektwoche ‚NWA macht Schule‘ an der Wandlitzer Grundschule sensibilisierte mit einem eigens entworfenen Rollenspiel Schüler, Lehrkräfte und Eltern für die lokale Wasserwirtschaft. Nach der erfolgreichen Durchführung von zwölf Experimenten zertifizierte der Verband 79 ‚Junior-Wassermeister‘. Solche Aktionen zielen auf eine größere Präsenz und Akzeptanz des Themas Wasser bei der heranwachsenden Generation und die Akquise von potenziellem Nachwuchs.“

    Fotos (2): NWA Zehlendorf

    Jana Krone, Öffentlichkeitsarbeit NWA Zehlendorf

  • „Im Sommer besuchten erneut Kinder unserer Patenkita ‚Spielhaus‘ das Wasserwerk. Diese Kooperation existiert bereits seit 2008. Wir freuen uns, auf diesem Weg Umweltbildung lebendig gestalten zu können: Woher kommt das Trinkwasser und wohin geht es nach dem Gebrauch? So bringen wir den Jüngsten nahe, dass wir alle ein Teil des steten Wasserkreislaufs sind.“

    Fotos (2): ZWA

    Jacqueline Meier, Öffentlichkeitsarbeit ZWA Eberswalde

  • „Wir feiern seit über 20 Jahren abwechselnd unser Frankfurter Wasserfest und (Ab)Wasserfest – ein Familienfest mit dem Ziel, unsere oft unsichtbare Arbeit auf spaßige Art sichtbar zu machen. Weil wir alle Menschen erreichen möchten, ist das Fest komplett kostenfrei. Wir bitten lediglich um eine Spende für Speisen und alkoholische Getränke, die jedes Jahr an ein lokales Projekt geht. Unterstützung erhalten wir von langjährigen Partnern, welche die Veranstaltung mit tollen Angeboten bereichern.

    Fotos: Bernd Geller Fotodesign (kl.); Formwerk Eisenhüttenstadt

    Anne Silchmüller, Öffentlichkeitsarbeit FWA Frankfurt (Oder)

  • „Trinkwasser sollte für alle leicht zugänglich sein – im Alltag und dort, wo Menschen zusammenkommen. Mit unserer Wasserbar bieten wir bei Veranstaltungen eine kostenlose Erfrischung mit unserem Lausitzer Wasser und zeigen: Gutes Trinkwasser ist frisch und für alle da. Gleichzeitig statten wir Schulen, Sportvereine und andere öffentliche Einrichtungen mit Trinkwasserspendern aus, denn wir möchten dazu beitragen, dass gutes Trinkwasser für möglichst viele Menschen selbstverständlich verfügbar ist.“

    Fotos (2): LWG

    Juliane Szobonya, Öffentlichkeitsarbeit, LWG Cottbus

  • „Wie können wir die ‚unsichtbare Arbeit‘ eines Trinkwasser-Versorgers und Schmutzwasser-Entsorgers für alle sichtbar machen? Dazu tauschen wir Wasser-Öffentlichkeitsarbeiter uns auch in speziellen Arbeitsgruppen von Branchenverbänden aus. So verwandelt sich die gute Erfahrung des einen in die Inspiration für Projekte des anderen. Uns eint die gemeinsame Aufgabe, den hohen Wert des Wassers als Lebensmittel Nr. 1 auf vielfältige Weise zu verdeutlichen.“

    Foto: SPREE-PR/Petsch

    Jana Andresen, Öffentlichkeitsarbeit, MWA Kleinmachnow

    Hören Sie dazu auch unseren Podcast “WASSER ZEITUNG” mit Jana Andresen!

  • „Ihre WASSERZEITUNG als komfortables E-Paper, aktuelle Stellenangebote der Wasserwirtschaft, spannende Reportagen aus der großen Welt des Wassers im ‚WASSER magazin‘, unsere Podcasts, Verlinkungen zu den Social-Media-Angeboten und natürlich unser Wasserrätsel – all das finden Sie jederzeit auf der digitalen Plattform www.wasserzeitung.info – ein Service aller Brandenburger Herausgeber einer WASSERZEITUNG.“

    Foto: SPREE-PR/Petsch

    Klaus Arbeit, Projektleiter WASSERZEITUNG Brandenburg

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Mit den Space-Cowboys über den Sedlitzer See

 



Brandenburg

Mit den Space-Cowboys über den Sedlitzer See

29. Juni 2026. Drei neue Kanäle verbinden jetzt den Senftenberger, Geierswalder, Partwitzer, Sedlitzer und Großräschener See. Ergebnis: die größte, jemals von Menschenhand geschaffene Seenlandschaft Europas. Eine Reportage von Anne Mücke.

Kapitän Lars Ohle (r.) und Peter Vester steuern die „Wilde Ilse“ jetzt über den neu geschaffenen Lausitzer Seenverbund.

  Foto: SPREE-PR/Petsch

Lars Ohle lächelt verschmitzt und dreht leichthändig das Steuerrad der „Wilden Ilse“: „Ich bin ja mit Ende 60 der jüngste von uns Space-Cowboys, so hat uns mal jemand von der Presse genannt.“ Sein Kollege Peter Vester schiebt die weiße Kapitänsmütze in den Nacken und zwinkert den Damen an Bord zu. Die beiden gehören zu einem kleinen Team ehrenamtlicher Bootsführer, die das Fahrgastschiff „Wilde Ilse“ über den Sedlitzer See – die ehemalige Kohlengrube ‚Ilse‘ – und nun auch durch den neuen Ilse-Kanal auf den Partwitzer See steuern. Ohle, ein ehemaliger Binnenschiffer mit 50-jähriger Berufserfahrung, ist nicht nur der Steuermann, sondern auch der Entertainer an Bord. Mit seiner kräftigen Stimme übertönt er mühelos den lauten Motor der „Wilden Ilse“, die bereits 1938 in Hamburg gebaut wurde und dann auf dem bayerischen Kochelsee bei Bad Tölz umherschipperte. 2018 wurde das ‚alte Mädchen‘ dann per Bahn in die Lausitz gebracht, aufpoliert und auf ihren neuen Namen getauft.

Weinhang neben dem Hafen

Lars Ohle zeigt den Gästen an Bord die Sehenswürdigkeiten am Ufer des Sedlitzer Sees: Da ist der einzige Weinhang mit Steillage im Land Brandenburg gleich neben dem kürzlich eröffneten Hafen, darüber erhebt sich die Victoria-Höhe, ein Aussichtspunkt in Form eines Schiffsbugs. Ein 450 Meter langer, weißer Sandstrand am Nordufer weckt Ostsee-Flair. Bald schon sollen Schiffe die per Bahn angereisten Gäste dorthin bringen, damit das Ufer nicht von Autos zugeparkt wird.

Die „Wilde Ilse“ nähert sich der Einfahrt zum Kanal, der in Wirklichkeit ein Tunnel ist: „Das ist der längste Schifffahrtstunnel Deutschlands, der mit Fahrgastschiffen befahren wird“, erklärt Lars Ohle, „186 Meter lang, da gehen zwei Zugstrecken drüber, eine Straße und ein Flüsschen und wir schippern einfach drunter durch.“

Mit an Bord eine Frau um die 50 aus Senftenberg. Sie erzählt, dass sie schon in den 1980er Jahren in der Schule Pläne gezeigt bekamen, wie es hier nach dem Ende des Braunkohlebergbaus einmal aussehen soll. „Damals hielten wir das für absolute Spinnereien“, erinnert sie sich, „aber nun ist es tatsächlich Realität – unglaublich.“ Kaum jemand hielt es wohl für möglich, dass in der eher wasserarmen Lausitz in nur drei Jahrzehnten diese große Wasserlandschaft entstehen könnte.

Doch es gibt auch Kritik an dieser menschengemachten Umgestaltung. Ohne die Tagebaue wird kein Grundwasser mehr in die Spree gepumpt, stattdessen fließt es in die Restlöcher. Dadurch sinkt der Wasserspiegel, nicht nur im Spreewald, auch in Berlin. Sollte es tatsächlich trockener und heißer werden, könnte die neue Pracht in der Lausitz einen noch höheren Preis fordern als die Milliarden, die bereits in die Renaturierung geflossen sind. Doch was wäre die Alternative? Eine fast menschenleere Mondlandschaft mit tiefen Kratern und ohne Zukunftsvisionen.

Patina erinnert an Tagebau

Jetzt dagegen eröffnet sich dem Betrachter ein weites, grünes Land mit tiefblauen Seen. Vor allem, wenn man die 162 Stufen des Aussichtsturms „Rostiger Nagel“ erklimmt. Ein architektonisches Kunstwerk, das seinen Namen zu Recht trägt. Denn sein wetterfester Stahl hat sich längst rotbraun gefärbt, eine Patina, die an Werkzeug und Tagebau erinnert. Über einen Audioguide erzählt der Turm, fast wie ein Wesen mit eigener Stimme, seine Geschichte: „Der Rost ist kein Makel. Ganz im Gegenteil, ich fühle mich sehr schick – eine Erinnerung aus Metall.“ Von hier oben liegt der Sedlitzer See wie eine aufpolierte Scheibe in der Landschaft, dahinter die Weite des einstigen Tagebaugebiets, am Horizont die Kühltürme der Kraftwerke Jänschwalde, Schwarze Pumpe und Boxberg. Bei klarer Sicht reicht der Blick bis Cottbus.

Ein Hochzeitspaar lässt sich vor dem „Rostigen Nagel“ fotografieren. Kinder toben auf dem gerade erst fertiggestellten Spielplatz. Der Kiosk versorgt die durstigen Besucher mit kühlen Getränken und Eis. Kaum irgendwo in Europa ist eine Landschaft so sehr im Wandel wie hier – es lohnt sich, das anzuschauen und mit Lars Ohle auf der „Wilden Ilse“ Wasser, Wind und Wein zu genießen.

Der „Rostige Nagel“ ragt an der Mündung des Sornoer Kanals zum Sedlitzer See in den Himmel.
Drohnenaufnahme: SPREE-PR/Petsch

Foto: SPREE-PR/Rasche

Der Lausitzer Seenverbund erstreckt sich auf einer Fläche von etwa 5.300 Hektar. Eine komplette Runde auf dem Wasser ist etwa 50 km lang. Zur modernen touristischen Infrastruktur gehören Marinas, Radwege und Strände.

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Haushohe Heimatkunde: „Wassertürme in Brandenburg“

 



Brandenburg

Haushohe Heimatkunde: „Wassertürme in Brandenburg“

Als im 19. Jahrhundert die Brandenburger Städte wuchsen, musste die Versorgung mit Trinkwasser neu organisiert werden. Es fiel der Startschuss zur leitungsgebundenen Lieferung „frei Haus“. Für den nötigen Druck im System sorgte die schlichte Nutzung von Physik: durch einen Wasserturm! Wer mehr über deren Historie erfahren möchte, dem sei das Buch „Wassertürme in Brandenburg“ empfohlen. Den Autor Jens U. Schmidt haben wir für unseren neuen Podcast „WZ – das Gespräch“ (deezer, spotify u. a. m.) in Fürstenwalde getroffen. Hier Auszüge aus dem Gespräch.

Jens U. Schmidt (geb. 1952 in Leipzig) betreibt ein umfangreiches Archiv über Wassertürme und ist der Vorsitzende der Deutsch Internationalen Wasserturm Gesellschaft 2002 e. V. (DIWTG). Er lebt und arbeitet in Fürstenwalde.   Fotos: SPREE-PR/Arbeit

WZ: Was ist es genau, dass Sie an Wassertürmen fasziniert?

Jens U. Schmidt: Das sind ja ganz ungewöhnliche Bauwerke, die man nur in der Zeit zwischen 1870 und 1920 gebaut hat. In vielen Städten sind die Wassertürme wunderschön! Man hat sie wie alte Burgtürme gebaut oder im Stil des Klassizismus. Es gibt Jugendstil-Wassertürme, aber auch die „neue Sachlichkeit“, bis hin zu den modernen, die im Grunde nur einfache Betonzylinder sind.

WZ: Die Wassertürme sind ja stadtbildprägend, vielleicht sogar identitätsstiftend, und waren für manche Städte auch ein Statussymbol!

Mit Sicherheit. Also wenn man sich den Mönchengladbacher Jugendstil-Wasserturm anguckt oder den Mannheimer, der das Wahrzeichen der Stadt ist. Man hat die Wassertürme an die Architektur der Städte angepasst – in Lübeck etwa im Hanse-Stil – und sich wirklich Mühe gegeben, die so schön zu machen.

Wann begann die Geschichte der Wassertürme im Land Brandenburg?

Man muss unterscheiden zwischen Wassertürmen und sogenannten Wasserkünsten. Letztere waren Einrichtungen zur Förderung von Wasser. Davon gab es damals nur eine in Guben. Im Grunde war das technisch gesehen aber auch ein Wasserturm. Allerdings konnte man damals noch keine großen Behälter bauen. Das heißt, da war obendrauf ein Holzbottich – teilweise mit Kupfer ausgeschlagen – und aus dem lief das Wasser in offene Brunnen innerhalb der Stadt.

Welche Brandenburger Wassertürme haben sich in den Recherchen als besonders herausgestellt?

Es gibt einen ganz ungewöhnlichen Wasserturm, wie wir ihn nirgends in Deutschland haben, in Eberswalde-Finow. Der steht quasi auf vier Beinen und ist aus Beton. Der Wasserturm in Wittenberge ist natürlich sehr bekannt, vor allem wegen seiner großen Uhr. Und historisch wichtig ist der sehr alte Wasserturm im Schloss­park Sanssouci, von Schinkel quasi beeinflusst, der nur der Versorgung der Springbrunnen diente.

Einer der bekanntesten Wassertürme dürfte der von Niederlehme sein, weil er direkt an der Autobahn A10 steht.

Und der ist sehr interessant! Er wurde von der ehemaligen örtlichen Kalksandsteinfabrik gebaut, die hauptsächlich für Wohnhäuser produzierte. Man dachte, das Material sei für andere Verwendungen nicht stark genug. Der Wasserturm sollte das Gegenteil beweisen. Und ist nun wahrscheinlich weltweit der einzige aus Kalk­sandstein.

Vielen Dank für das Gespräch und Ihrem neuen Buch viel Erfolg!

Jens U. Schmidt

„Wassertürme in Brandenburg“
context verlag
ISBN 978-3-946917-52-6

Auch bestellbar auf: www.wassertuerme.com

Hören Sie unser Gespräch mit Jens U. Schmidt auch als Podcast

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Cottbuser Trinkwasser ist Familiensache!

 



Brandenburg

Cottbuser Trinkwasser ist Familiensache!

Seit fast 100 Jahren sorgt die Familie Scheppan für verlässliches Trinkwasser in Cottbus. Christian Scheppan hat zu Jahresbeginn in bereits vierter Generation die Leitung des Wasserwerks übernommen. Er trat in große Fußstapfen.

Wenn der Vater mit dem Sohne: Zum Jahresende 2025/2026 übernahm Sohn Christian die Leitung des Wasserwerks von Papa Bernd.   Foto: SPREE-PR/Petsch

Wenn Christian Scheppan über das Gelände rund um den Wasserturm im Stadtteil Sachsendorf geht, bewegt er sich auf Schritt und Tritt in Familiengeschichte. Fast siebzig Jahre – bis 1994 – waren Wohn- und Arbeitsort der Scheppans ein und dieselbe Adresse. Christian wuchs zwischen all den Brunnen, Pumpen und Leitungen auf – genau dort, wo er seit Januar als neuer Werkleiter Verantwortung für die Trinkwasserversorgung der zweitgrößten Stadt Brandenburgs übernimmt. Die Leidenschaft für Wasser wurde ihm in die Wiege gelegt: Drei Generationen vor ihm haben vorgemacht, was es heißt, mit Herz und Verstand für die Versorgung der Region zu arbeiten. Doch auch wenn der Weg vorgezeichnet schien – ein Selbstläufer war seine Karriere nicht.

Ein Jahrhundert Familiengeschichte

Alles begann 1926: Urgroßvater Walter, gelernter Schlosser, zieht in die kleine Wohnung auf dem Wasserwerksgelände. Bis 1940 begleitet er als Maschinist den Bau von 24 Brunnen, um die rund 52.000 Einwohner der Stadt zu versorgen. Großvater Gerhard wächst im Wasserwerk auf und erlebt an seines Papas Seite die chaotischen Wirren am Kriegsende, inklusive gravierender Versorgungsausfälle. Denn ohne den fehlenden Strom kann auch kein Wasser fließen.

Mit Leib und Seele Wasserwerker

1962 wird Bernd Scheppan geboren – sein Zuhause ab der zweiten Lebenswoche: das Wasserwerk. „Ich kannte jeden Baum und jeden Strauch hier“, erinnert sich der langjährige Gruppenleiter Wasserwerke bei der LWG. „Hausaufgaben waren Nebensache – spannender war, was die Kollegen draußen machten.“ Für ihn war früh klar: Auch er wird Wasserwerker. 1979 beginnt er seine Lehre beim VEB WAB Cottbus. Nach kurzer Zeit kehrt er ins Wasserwerk zurück, macht den Instandhaltungsmeister und später, nach der Wende, per Fernstudium den Wassermeister. 1998 übernimmt er die Verantwortung für neun Wasserwerke und 18 Druckerhöhungsstationen – 27 Jahre lang.
Bernd Scheppan wechselte in den Ruhestand ganz ohne Wehmut. „Ich freute mich auf die Zeit zu Hause. Es gibt genug zu tun, Langeweile kommt nicht auf.“ Die Übergabe an seinen Sohn Christian – die vierte Scheppan-Generation vor Ort – war gut vorbereitet.

Kommt Generation fünf?

Christians „Ausbildung“ im Wasserwerk beginnt praktisch schon im Vorschulalter. Er begleitet seinen Vater Bernd immer wieder im Bereitschaftsdienst und kennt die Abläufe der Trinkwasserproduktion im Laufe der Jahre aus dem Effeff. „Er hat dann hoch motiviert in der LWG-Lehrwerkstatt Cottbus seinen Anlagenmechaniker gemacht und war in seinem Abschlussjahrgang sogar Bundesbester“, erzählt ein spürbar stolzer Vater. Den Schwung aus der erfolgreichen Lehre nutzt Christian, um zügig – aus eigener Initiative – die Weiterbildung zum Wassermeister anzuschließen.

Ob es hier auch eine fünfte Scheppan-Generation geben wird? „Das steht noch in den Sternen“, sagt Bernd Scheppan mit einem Lächeln. Die Geschichte der Familie lässt es zumindest erahnen.

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Nachruf: Ein Leben für unser Wasser

 



Nachruf

Ein Leben für unser Wasser: Turgut Pencereci


Foto: SPREE-PR/Petsch

„Ruf doch Turgut an!“ – Diese Aufforderung war in der Redaktion der WASSERZEITUNG Brandenburg keine Seltenheit. Als langjähriger Geschäftsführer des Landeswasserverbandstages Brandenburg hatte Turgut Pencereci für die Anliegen seiner märkischen Wasserverbände stets ein offenes Ohr. Seine Expertise hatte in der Branche großes Gewicht. Sie war stets verlässlich, profund und auf dem neuesten Wissensstand.
Als Anwalt in der alten Bundesrepublik zugelassen, legte er noch vor der Wiedervereinigung 1990 sein Staatsexamen in Magdeburg ab. Vielleicht stammt aus dieser Zeit einer seiner augenzwinkernden Lieblingssätze: „Das geht seinen sozialistischen Gang.“

Turgut war ein Schlitzohr mit unschlagbarem Humor. Er war leidenschaftlicher Fußballfan, begeisterter Flieger – und ein Witzeerzähler, der mühelos eine ganze Nacht hätte bestreiten können.

Ohne ihn sähe die Siedlungswasserwirtschaft in Brandenburg heute anders aus. Ende der 1990er Jahre erarbeitete er das „Zweckverbandsstabilisierungsgesetz“ und sorgte für Vertrauen in einer für die Daseinsvorsorge entscheidenden Zeit. Turguts größte Stärke war vielleicht seine einzigartige Gabe als Kommunikator. Er verstand es wie kaum ein anderer, Menschen zusammenzubringen, Brücken zwischen unterschiedlichen Interessen zu bauen und die Anliegen der Wasserwirtschaft mit Überzeugungskraft, Augenmaß und Herz zu vertreten.

Wir werden seine Stimme, seinen Rat, sein Lachen und seine Fähigkeit, Menschen miteinander zu verbinden, schmerzlich vermissen. Wir verlieren nicht nur einen herausragenden Fachmann, sondern auch einen hochgeschätzten Weggefährten – und ich ganz persönlich einen echten Freund.

SPREE-PR-Geschäftsführer Alexander Schmeichel im Namen der Redaktion der WZ Brandenburg

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Von historischen Mauern, grünen Bode-Ufern, und einem Mathematiker, der sich ordentlich vertan hatte

 



Schönes Sachsen-Anhalt

Von historischen Mauern, grünen Bode-Ufern, und einem Mathematiker, der sich ordentlich vertan hatte

Sachsen-Anhalt – deine Schätze, so heißt unsere Serie, in der wir beeindruckende Bauwerke, spannende Geschichten und erholsame Natur aus Sachsen-Anhalt vorstellen. Der WAZV „Bode-Wipper“ mit Sitz in Staßfurt lädt zu einer Tour von Hecklingen nach Hohenerxleben ein. Aus dem Verbandsgebiet des WAZV „Elbe-Elster-Jessen“ berichten wir von einer kuriosen Begebenheit zwischen Glaube und Arithmetik, die einst das Städtchen Annaburg und die Region im 16. Jahrhundert ins Chaos stürzte.

Kultur und Natur im Sucher: Fotograf Holger Petsch auf Entdeckungstour rund um Staßfurt

  • Hermann-Danz-Straße 64

    in Hecklingen

    Nur vier Kilometer südöstlich von Staßfurt erwartet Reisende ein echtes Kulturhighlight: die romanische Basilika St. Georg und St. Pancratius. Die zwischen 1150 und 1176 erbaute Klosterkirche gilt als eine der am besten erhaltenen Anlagen der Vorharzregion und ist Teil der „Straße der Romanik“. Besonders empfehlenswert: die wertvolle Stuckdecke mit 14 Stuckengeln.
  • Bodewehr Staßfurt

    Am Schütz und Bodebrücke im Zentrum von Staßfurt, Prinzenberg-Lehrter Straße

    Hier fließt das Wasser stetig und kraftvoll: Das Bodewehr ist eine der wichtigsten wasserbaulichen Anlagen an der unteren Bode im Salzlandkreis. Es erfüllt Aufgaben im Hochwasserschutz, dient der regionalen Industrie und gewinnt an Bedeutung für den Tourismus. Am Wehr wurden Kanuanlegestellen errichtet, um Freizeitsportlern das Umtragen ihrer Boote zu erleichtern. Die 48 Meter lange Bodebrücke ist eine der zentralen Verkehrsachsen im Herzen von Staßfurt. Das heutige Bauwerk ist ein Ersatzneubau, der im August 2014 für den Verkehr freigegeben wurde. Im Sommer 2024 wurde das 10-jährige Jubiläum des Bauwerkes mit einem Brücken-Picknick gefeiert.

  • Bodewehr Staßfurt

    Am Schütz und Bodebrücke im Zentrum von Staßfurt, Prinzenberg-Lehrter Straße

    Hier fließt das Wasser stetig und kraftvoll: Das Bodewehr ist eine der wichtigsten wasserbaulichen Anlagen an der unteren Bode im Salzlandkreis. Es erfüllt Aufgaben im Hochwasserschutz, dient der regionalen Industrie und gewinnt an Bedeutung für den Tourismus. Am Wehr wurden Kanuanlegestellen errichtet, um Freizeitsportlern das Umtragen ihrer Boote zu erleichtern. Die 48 Meter lange Bodebrücke ist eine der zentralen Verkehrsachsen im Herzen von Staßfurt. Das heutige Bauwerk ist ein Ersatzneubau, der im August 2014 für den Verkehr freigegeben wurde. Im Sommer 2024 wurde das 10-jährige Jubiläum des Bauwerkes mit einem Brücken-Picknick gefeiert.

  • Wehrturm und Rondell

    in der Gollnowstraße

    Spannender Einblick in die Stadtgeschichte: Der Wehrturm gehört zu den gut erhaltenen Zeugnissen der mittelalterlichen Stadtbefestigung von Staßfurt. Zusammen mit der Stadtmauer und dem Rondell schützte dieser einst Staßfurt vor Angriffen.
  • Viaduktbrücke und Schloss Hohenerxleben

    Die Viaduktbrücke bei Hohenerxleben prägt bis heute das Landschaftsbild der Region und erinnert an die Bedeutung des Eisenbahnverkehrs für die wirtschaftliche Entwicklung des Umlands. Nicht weit entfernt, in der Friedensallee 27, befindet sich das Schloss Hohenerxleben. Anfang des 16. Jahrhunderts erwarb die Familie von Krosigk die bestehende Burganlage und erweiterte diese 1560 um ein Geschoss und ließ Renaissance-Giebel errichten. Heute befindet sich dort ein Hotel mit Restaurant und Tagungsräumen. Außerdem gibt es Kulturveranstaltungen.
  • Viaduktbrücke und Schloss Hohenerxleben

    Die Viaduktbrücke bei Hohenerxleben prägt bis heute das Landschaftsbild der Region und erinnert an die Bedeutung des Eisenbahnverkehrs für die wirtschaftliche Entwicklung des Umlands. Nicht weit entfernt, in der Friedensallee 27, befindet sich das Schloss Hohenerxleben. Anfang des 16. Jahrhunderts erwarb die Familie von Krosigk die bestehende Burganlage und erweiterte diese 1560 um ein Geschoss und ließ Renaissance-Giebel errichten. Heute befindet sich dort ein Hotel mit Restaurant und Tagungsräumen. Außerdem gibt es Kulturveranstaltungen.
Fotos (6): SPREE-PR/Petsch

Redakteur Sven Gückel erklärt, womit Pfarrer Michael Stifel in Annaburg, einst Lochau, für Aufregung sorgte

Die Geschichte beweist, dass Genie und Wahn mitunter eng beieinander liegen. Viele kennen Persönlichkeiten wie Mozart, Ludwig der XIV. oder Friedrich Nietzsche. Weniger bekannt hingegen ist Pfarrer Michael Stifel, der von 1487 bis 1567 lebte. Zeit seines Wirkens für die Kirche stand Michael Stifel unter der schützenden Hand Martin Luthers. So sorgte der Reformator unter anderem dafür, dass Stifel der erste evangelische Prediger in Österreich wurde. Später vermittelte er ihm eine Stelle als Pfarrer in Lochau, das seit 1571 Annaburg heißt. Was Luther seinem Schützling allerdings nicht versagen konnte, war dessen Liebe zur Mathematik.

Historie weitergeben: Die vierte Annaburger Rosenprinzessin Nane Noa erzählt den Kindern Lea und Linnea die Geschichte vom Pfarrer Stifel. Foto: SPREE-PR/Gückel

Grundsätzlich sprach nichts gegen das Rechnen – Stifel jedoch reichte das nicht. Er war ein Verfechter der Apokalypse samt der Wiederkehr Christi. Von diesem Gedanken angetrieben, bestimmte er den 19. Oktober 1533 um acht Uhr morgens als den Tag des Weltuntergangs – trotz eindringlicher Mahnung Luthers, davon abzulassen. Anders als manche historischen Quellen behaupten, beruhte dieses Datum jedoch nicht auf einer Berechnung „anhand der Bibel“, sondern auf einer von ihm erlebten Eingebung. Stifels christliche Gemeindemitglieder nahmen dessen Wort natürlich ernst. Sie verkauften Hab und Gut, gaben dem Schankwirt ihr letztes Erspartes und warteten, versammelt auf dem Marktplatz des Ortes, auf die Dinge, die da kommen sollten. Was allerdings geschah – war nichts. Um Stifel vor dem nun wütenden Mob zu schützen, ließ Luther ihn in Schutzhaft nehmen und nach Wittenberg bringen. Als sich die Wogen wieder geglättet hatten, schickte Martin Luther Stifel nach Holzdorf, einem Dorf unweit des heutigen Annaburgs, um die dortige Pfarrstelle zu besetzen.

Das Bild zeigt den Marktplatz und die Kirche Annaburgs, wo die Menschen am 19. Oktober 1533 auf den „Weltuntergang“ warteten. Foto: SPREE-PR/Gückel

Manch’ Geschichte würde hier enden. Die des Michael Stifel bietet aber noch reichlich Raum zur Wiedergutmachung seines verbreiteten Irrglaubens. Denn mittlerweile hatten sich seine durchaus wahren Fähigkeiten als Mathematiker herumgesprochen, was ihm den Ruf nach Jena einbrachte, wo er 1559 der erste Professor für Mathematik an der hiesigen Universität wurde. Fortan widmete sich der Rechenkünstler wirklich wichtigen Aufgaben. Unter anderem sorgte er mit zahlreichen von ihm verfassten Schriften für die Verbreitung der Plus- und Minuszeichen sowie des Wurzelzeichens. Darüber hinaus machte er das algebraisch-algorithmische Rechnen in Deutschland populär, legte den Grundstein für das logarithmische Rechnen, untersuchte irrationale Zahlen und nahm sich des Berechnens von Wurzeln höheren Grades an. Letztendlich ist Michael Stifel zwar einmal kurz gestolpert, sein Gesamtwirken aber hat der Welt viel Gutes hinterlassen. Ihm zu Ehren sind deshalb heute das Zentrum für Daten- und Simulationswissenschaften der Uni Jena sowie seit 2017 die Grundschule in Annaburg nach ihm benannt.

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So ein Früchtchen!

 



Cooler Sommer

So ein Früchtchen!

Kühl bleiben, bitte! Bei sommer­licher Hitze sind ausreichend Flüssigkeit und Abkühlung das A und O. Wie das gelingt, zeigt die WASSERZEITUNG mit einigen erfrischenden Rezepten für Smoo­thies, kalte Suppen, Wassereis und saisonaler Marmelade. Hier ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Ob gelb, grün, pink oder lila: Bunte Smoothies sorgen für geschmackliche und farbliche Abwechslung. Besonders praktisch: Ausgewaschene Marmeladengläser sind ein ideales Gefäß für unterwegs – auslaufsicher, nachhaltig und günstig.

Foto: magnific/wahuy_t

Himbeer-Smoothie

Auch ­Gemüse-Smoothies erfrischen und sind richtig lecker.

Foto: magnific/fabrikasimf

Himbeer-Smoothie (für 1 Glas)

Inzwischen ein echter Klassiker unter den Fruchterfrischungen: der Smoothie. Im Unterschied zu Milchshakes stecken hier deutlich mehr Früchte oder Gemüse drin und weniger Milchprodukte.

Zutaten

  • 120 g Himbeeren (frisch oder Tiefkühl-Ware)
  • 100 ml Milch
  • 75 g Naturjoghurt
  • 1 TL Vanillezucker

Zubereitung

Alle Zutaten in ein hohes Gefäß geben und mit dem Stabmixer sämig pürieren. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt: Mit Heidelbeeren, Banane oder einem Schuss Zitronensaft – Smoothies können beliebig verfeinert werden.

Orangen-Wassereis

Foto: freepik

Orangen-Wassereis (für 3-4 Eis am Stiel)

Kein Sommer ohne Eis! Mit nur drei Zutaten ist dieses Wassereis im Nu vorbereitet und das Gefrierfach macht den Rest.

Zutaten

  • 250 ml Orangensaft aus etwa 4 Orangen
  • 10 g (Vanille-)Zucker
  • Etwa 1 EL Zitronensaft je nach Geschmack

Zubereitung

Zucker, Zitronensaft und 100 ml Orangensaft in einen Topf geben und unter Rühren erhitzen, bis sich der Zucker auflöst. Topf vom Herd nehmen, den restlichen Saft einrühren und die Mischung in Eisförmchen füllen und ab ins Gefrierfach. Nach ca. 1-2 Stunden, wenn das Eis leicht angefroren ist, einen Stiel reinstecken und über Nacht durchfrieren lassen.

Tipp: Wer es weniger süß mag, lässt den Zucker einfach weg – dann können alle Zutaten direkt kalt vermengt und ins Eisfach gegeben werden.

Kalte Gurkensuppe

Foto: magnific/timolina

Kalte Gurkensuppe (für 4 Portionen)

Heiß draußen und keine Lust zu kochen? Diese Gurkensuppe ist schnell gemacht und bietet herzhafte Abkühlung.

Zutaten

  • 6 Minigurken
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Handvoll frische Kräuter (z.B. Dill, Petersilie, Minze)
  • 200 ml Gemüsebrühe
  • 300 g Naturjoghurt
  • Salz und Pfeffer
  • Paprikapulver edelsüß

Zubereitung

Gurken waschen und grob schneiden. Knoblauch kleinhacken und die Kräuterblätter von den Stielen zupfen. Die drei Zutaten mit der ­Gemüsebrühe in eine Schüssel geben und mit einem leistungsstarken Pürierstab oder Standmixer pürieren. Mit Joghurt unterheben und mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver würzen.

Tipp: Die Suppe bis zum Verzehr kaltstellen. Mit Gurkenraspeln und frischen Kräutern servieren.

Brombeermarmelade

Foto: magnific

Brombeermarmelade (für 4 Gläser)

Süßlich-säuerlich im Geschmack und im Spätsommer reif für die Ernte: Brombeeren. Mit diesem einfachen Rezept gelingt die Marmelade garantiert.

Zutaten

  • 1 Bio-Zitrone, davon 1 TL Zitronenabrieb
  • 1 kg Brombeeren
  • 500g Gelierzucker (Verhältnis 2:1)

Zubereitung

Zitrone heiß abwaschen, Schale abreiben und Saft auspressen. Gläser (ca. 300 ml Fassungsvolumen/Glas) mit kochendem Wasser ausspülen und auf sauberem Geschirrtuch trocknen lassen. Brombeeren waschen, abtropfen lassen und in einen hohen Topf geben. Mit einer Gabel andrücken, Gelierzucker und Zitronensaft zugeben, aufkochen und 3-4 Minuten köcheln lassen. Das Ganze mit dem Pürierstab mixen und nach Wunsch durch ein Sieb streichen. Mit Zitronenabrieb würzen, heiß in die Gläser füllen, gut verschließen und auf dem Kopf gedreht auskühlen lassen. Kühl und dunkel lagern.

Noch mehr Lust auf Erfrischung?

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„Ich will, wenn ­möglich, alles wissen“

 



Gesichter der Wasserwirtschaft

„Ich will, wenn möglich, alles wissen“

Jens U. Schmidt ist Experte für Wassertürme und hat zu tausenden Bauwerken intensiv recherchiert und Bücher veröffentlicht. Ein Gespräch über den Beginn der regionalen Wasserversorgung und was wäre, wenn Wassertürme sprechen könnten.

Jens U. Schmidt bewahrt die Geschichte der Wassertürme Deutschlands.

Foto: SEM Schmidt

Herr Schmidt, wann begann Ihre Begeisterung für Wassertürme?

Als Jugendlicher hatte mich die Astronomie fasziniert und in Hamburg-Winterhude gab es damals schon einen Wasserturm, der gleichzeitig Planetarium ist. Einmal im Monat wurden Vorträge angeboten – ich war immer dabei. So rückten die Wassertürme bereits während meiner Schulzeit in mein Bewusstsein. Bis heute interessieren mich diese Bauwerke und es lohnt sich, ihre Geschichte, die Technik, die Architektur, die damalige und heutige Nutzung näher zu betrachten.

Was verrät ein Wasserturm über die ­Geschichte einer Stadt oder Region?

Er markiert den Beginn der zentralen und hygienisch sauberen Wasserversorgung einer Region und wie groß der Wasserbedarf zur damaligen Zeit war. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts fing man in Deutschland an, Wasserwerke und damit auch Wassertürme zu bauen. Ein wichtiger Schritt, denn die Städte wurden größer und die Bewohner rückten enger zusammen. Zuvor wurde Wasser aus Brunnen genutzt und alle Menschen haben sich gewundert, dass sie an Typhus und Cholera erkrankten. Die Toilettenhäuschen waren meist nur ein paar Meter von der Wasserquelle entfernt. Damals wusste man noch nicht, dass Bakterien und Viren für eine Vielzahl von Krankheiten verantwortlich sind. Die Größe des errichteten Wasserturms war immer dem Bedarf angepasst, in Kleinstädten waren es 200-500 Kubikmeter, in Großstädten 2000-3000 Kubikmeter. Der Wasserturmbau zeigte auch, ob eine Region viel Geld hatte oder nicht. Übrigens, in Zittau in Sachsen steht einer der ältesten Wassertürme Deutschlands, er wurde 1863 im klassizistischen Stil erbaut und ist bis heute noch in Betrieb.

Rücken auch die Wassertürme von Sachsen-Anhalt in Ihren Fokus?

Auf jeden Fall und es drängt ein wenig die Zeit. Während einer Exkursion mit der Deutsch Internationalen Wasserturmgesellschaft waren wir im Wasserturm von Bobbau, einem Ortsteil von Bitterfeld-Wolfen. Der Bürgermeister fragte nach, ob es zum 100-jährigen Turmjubiläum im September 2027 ein Buch über die Wassertürme von Sachsen-Anhalt gäbe. Mein Ziel ist es, gemeinsam mit meinen Co-Autoren Andreas Rudolph, Matthias Röthke und Jens Jeschke über alle Wassertürme in den einzelnen Bundesländern zu schreiben. Es fehlen noch sechs Bücher.

Welcher Turm von Sachsen-Anhalt ist ­Ihnen bereits besonders aufgefallen?

Den Wasserturm von Merseburg habe ich vor einiger Zeit sozusagen im Vorbeifahren entdeckt. Der Turm ist auf den Ruinen der Kirche Sankt Sixti gebaut. Diese wurde im 30-jährigen Krieg und immer wieder durch Blitzschlag zerstört. Einer der prächtigsten Türme von Sachsen-Anhalt ist für mich allerdings der Wasserturm von Halle an der Saale.

Der Wasserturm von Merseburg, Egeln und von Halle (Saale) sowie eine Veröffentlichung von Jens U. Schmidt (v. li.nach re.).

Fotos: Jens U. Schmidt

Welche Entdeckung hat Sie bei Ihren Recherchen am meisten überrascht?

Wassertürme wurden nicht nur unmittelbar für die Versorgung der Bürger gebaut. Sie entstanden auch außerhalb der Städte, nämlich für Einrichtungen, die man nicht in der Stadt haben wollte, wie zum Beispiel Militäranlagen, Psychatrien, Krankenhäuser, Gefängnisse, geruchsintensive Industriebetriebe oder Schlachthöfe. Auch Löschwasser wurde für Textilbetriebe gebraucht, denn Baumwolle ist bei maschineller Verarbeitung leicht entzündlich und es gab Brände. Wassertürme entstanden auch bei Eisenbahnanlagen. In dem Film „Spiel mir das Lied vom Tod“ sieht man einen der typischen frühen amerikanischen Wasser-Holzhochbehälter für die Versorgung von Dampflokomotiven.

Warum sollte man sich für den Erhalt von Wassertürmen mehr einsetzen?

Das ist eine immer wiederkehrende Diskussion. Viele Türme verfallen oder werden abgerissen, weil die Sanierung so teuer ist. Bahnwassertürme beispielsweise stehen oft nicht unter Denkmalschutz. Zum Glück gibt es viele Vereine, wie zum Beispiel in Dessau, die sich um den Erhalt kümmern. Es sind die Einheimischen, die mit dem Wasserturm des Ortes verbunden sind, es erinnert an die Vergangenheit, es ist ein Stück Identität. Aber man muss auch sagen: Für alle Wasserversorger ist der Erhalt eines Wasserturms ein hoher Kostenfaktor.

Wenn Wassertürme sprechen könnten – was würden sie uns erzählen?

Sie würden sicher sagen, dass sie beachtliche Veränderungen miterlebt haben: Von archaischer hin zu moderner Technik in ihrem Inneren. In den Städten, auf die sie herunterschauen, fuhren einst Pferdekutschen und nun rauschen Autos vorbei. Dass die Städte extrem schnell wachsen. Sie haben die Kriege erlebt und überlebt, eine lange Zeit des Friedens und jetzt besteht wieder die Gefahr, dass es in ihrer und unserer Nähe wieder mehr Kriege geben könnte.

Was sind Ihre Ziele für die nächsten Jahre?

Da ist das Sachsen-Anhalt-Buch zu nennen, das ich vorantreiben möchte. Ich ahne, dass die Sammlung für Nordrhein-Westfalen ein Mammutprojekt wird. Auch Bücher über Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Hessen sind geplant. Sie sehen, es gibt noch viel zu tun. Und am liebsten würde ich, wenn möglich, alles über Wassertürme wissen.

Vita Jens U. Schmidt

  • Geboren 1952 in Leipzig, wuchs in ­Pinneberg auf, verheiratet, hat eine Tochter und einen Sohn
  • Studium der Psychologie in Berlin, ­Abschluss als Diplom-Psychologe
  • Referent für Bildung und Forschung und ­später Regierungsdirektor beim Bundespresseamt
  • Lebt seit 2012 in Fürstenwalde
  • Seit mehr als fünf Jahrzehnten ­Erforschung und Dokumentation von Wassertürmen
  • 2008 erste Veröffentlichung „Wassertürme in Schleswig-­Holstein“
  • Alle Buchprojekte werden privat ­finanziert
  • Seit 2023 Vorsitzender der Deutsch Internationalen Wasserturm ­Gesellschaft 2002 e.V. (DIWTG) www.watertowers.de
  • Archiv deutscher Wassertürme: private Datenbank zu über 2.500 Wassertürmen in Deutschland. Bezug der Bücher über:www.wassertuerme.com und wassertuerme@email.de

Die Formfamilie der Wassertürme

Historisch (1880–1914): Backsteinturm, ­Burgturm, Fachwerkturm, Ei-/Intze-Turm
Modern (1920–heute): ­Zylinderturm, Kegelturm, Pilzturm, ­Kugelturm (Aqua­globus), ­Schaftturm, Hyperboloidturm

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Eine gute Wahl gegen den Durst

 



Trinkwasser von Ihrem Wasserverband:

Eine gute Wahl gegen den Durst

Es liefert dem Körper wichtige Flüssigkeit, ist kalorienfrei und enthält, je nach Region, wertvolle Mineralstoffe: unser Leitungswasser ist ein hochwertiges Lebensmittel, das in Deutschland strengen Kontrollen unterliegt und regelmäßig auf seine Qualität geprüft wird.

Viel Wasser trinken heißt es auch in diesem Sommer, Leitungswasser ist eine gesunde Erfrischung. Im Unterschied zu Brunnenwasser wird das Wasser aus dem Hahn sorgfältig überprüft und muss vor der Nutzung viele Grenzwerte einhalten.

Foto: SPREE-PR/Wolf

Frisches Leitungswasser ist deutlich günstiger als Mineralwasser. Ein Liter Leitungswasser kostet mit Grundgebühren circa einen Cent während ein Liter Mineralwasser je nach Marke und Angebot meist zwischen 30 Cent und
einen Euro kostet. Damit ist Mineralwasser wesentlich teurer als Leitungswasser.
Trinkwasser aus der Leitung ist umweltfreundlich, da keine Plastikflaschen benötigt und lange Transportwege vermieden werden. Dann gibt es aber noch das Brunnenwasser. Dieses wird manchmal in privaten Haushalten zum Gießen, für die Toilettenspülung und zum Wäschewaschen genutzt. In der Landwirtschaft und in Gartenbaubetrieben kommt es beim Bewässern zum Einsatz. In einigen Fällen dient es aber auch zur Trinkwasserversorgung. Doch hier lauert die Gefahr, denn Brunnenwasser ist nicht automatisch Trinkwasser. Wir zeigen Ihnen die Unterschiede und die Experten kommen zu Wort.

Trinkwasser im Vergleich zu Brunnenwasser – Wo liegen die Unterschiede?

  • Fakten zum Trinkwasser

    Trinkwasser ist Wasser, das die Anforderungen der deutschen Trinkwasserverordnung erfüllt. Es darf keine gesundheitsschädlichen Stoffe oder Keime in bedenklichen Mengen enthalten. Trinkwasser kann stammen aus: Grundwasser, Quellen, Uferfiltrat, Talsperren, aufbereitetem Oberflächenwasser. Es wird von Ihrem Wasserversorger aufbereitet und überwacht.
  • Fakten zum Brunnenwasser

    Brunnenwasser ist Grundwasser, das über einen künstlichen Schacht oder Bohrungen an die Oberfläche gefördert wird. Es wird oft nicht regelmäßig kontrolliert und ist nicht automatisch Trinkwasser. Erst wenn das Brunnenwasser die Anforderungen der Trinkwasserverordnung erfüllt, gilt es rechtlich als Trinkwasser. Brunnenwasser kann Belastungen enthalten, z. B.: Bakterien (u. a. durch Tierkot), Nitrat aus Landwirtschaft, ­Eisen oder Mangan, Pestizid­rückstände oder andere Schadstoffe. Ob Brunnenwasser als Trinkwasser geeignet ist, lässt sich nur durch eine Laboranalyse feststellen.

Trinkwasser wird streng kontrolliert. Das sagt der Laborexperte:

„Die Trinkwasserverordnung (TrinkwV)…

…gibt vor, in einem Versorgungsgebiet zwischen 90 und ca. 130 Parameter mit Grenzwertbewertung in einem mit dem Gesundheitsamt abgestimmten Rhythmus und in einer definierten Anzahl pro Jahr zu untersuchen. Die Spannweite ist abhängig von der Anzahl untersuchter Pflanzenschutzmittel sowie deren Metabolite bzw. Abbauprodukte in einem Wasserversorgungsgebiet. Für die Öffentlichkeit interessante Parameter sind seit vielen Jahren Coliforme Bakterien, Blei, Legionellen; gegenwärtig die neue Parametergruppe PFAS (künstliche Industriechemikalien mit extremer Langlebigkeit). Mit der Novellierung der TrinkwV im Jahr 2023 sind neue Qualitätsparameter wie z. B. Chlorit, Chlorat, Halogenessigsäuren, Bisphenol A, PFAS, somatische Coliphagen und Microcystin-LR verpflichtend zu untersuchen. Es kam zu einer Verschärfung bei den Grenzwerten für Blei, Chrom und Arsen. Die Einführung der Risikobewertung und des Risikomanagements für die komplette Versorgungskette vom Einzugsgebiet bis zur Übergabestelle an den Verbraucher muss bis 2029 abgeschlossen sein und mit den Wasserbehörden und Gesundheitsämtern abgestimmt werden. Je nach Parameterauswahl kann eine Analyse von der reinen Analytik, über die Auswertung bis zum Endergebnis einschließlich aller Qualitätssicherungsmaßnahmen von einem Tag für einige wenige mikrobiologische Parameter bis zu 14 Tage für einen vollständigen Parametersatz nach TrinkwV an Arbeitszeit beanspruchen.“

Dr. René Frömmichen

Dr. René Frömmichen,
Leiter Trinkwasser­labor der Trinkwasserversorgung ­Magde­burg GmbH/zugelassene Trinkwasseruntersuchungsstelle ­Sachsen-Anhalt
Foto: privat


Das sagen die kommunalen ­Wasserversorger:

„Der WAZV ‚Bode-Wipper‘ bezieht durchschnittlich 2,5 Millionen Kubikmeter Trinkwasser pro Jahr von der Trinkwasserversorgung Magdeburg GmbH aus der Colbitz-Letzlinger Heide. Rund 15.900 Haushalte werden von uns beliefert. Beim Thema Brunnenwasser ist es ein offenes Geheimnis, dass es Grundstückseigentümer gibt, die Eigenversorgungsanlagen haben und nutzen. Werden damit aber abwasserrelevante Einrichtungen genutzt, z. B. WC-Spülung, Dusche oder Waschmaschine, sind diese Mengen separat zu erfassen und Gebühren zu entrichten. Ist dies nicht der Fall, handelt es sich um eine Abgabenhinterziehung und Gebühren müssen nachberechnet werden.“

Andreas Beyer

Andreas Beyer,­
Verbands­geschäftsführer des WAZV „Bode-Wipper“
Foto: WAZV

„Der WAZV ‚Elbe-Elster-Jessen‘ gewinnt das Trinkwasser für rund 9.500 Haushalte aus Grundwasser. Dieses wird in den drei Wasserwerken des Verbandes in Jessen, Groß Naundorf und Mark Zwuschen aufbereitet. Leider gab es im Jahr 2025 Irritationen bei den Bürgern nach Pressemeldungen zur Analyse von Brunnenwasser bei Grundstücksbesitzern in der Region: Eine bundesweit agierende unabhängige Gewässerschutz-Initiative hatte Brunnenwasser auf Rückstände untersucht. Hier wurden leider falsche Rückschlüsse auf die Qualität von Grundwasser gezogen und Menschen verunsichert. Trinkwasser von uns regionalen Versorgern hat immer beste Qualität.“

Thomas Giffey

Thomas Giffey,
Verbandsgeschäftsführer des WAZV ­„Elbe-Elster Jessen“
Foto: SPREE-PR/Petsch

Für die Bereitstellung von frischem Trinkwasser arbeiten alle kommunalen Wasserversorger tagtäglich unter anderem mit diesen Vorschriften: Trinkwasser­verordnung, EU-Trinkwasserrichtlinie, Infektionsschutzgesetz, Landeswassergesetz, außerdem mit einer Reihe von DIN-Normen, z. B.: DIN EN ISO 5667

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Wein aus dem Herzen Mecklenburgs

 



Ein Ortsbesuch bei Familie Dähn zwischen 2.600 Reben

Wein aus dem Herzen Mecklenburgs

Sieben Prozent Steigung zeigt das Straßenschild am Ortsausgang von Dorf Mecklenburg. Hier ist’s also hügelig. Perfekt für einen Weinberg dachten sich Juliane und Wolfgang Dähn und pflanzten 2019 die ersten Reben an diesem Ort zwischen Ostsee und Schwerin. Wein aus dem Herzen Mecklenburgs gibt es seit 2022. Die WASSERZEITUNG besuchte das mutige junge Paar.

Juliane und Wolfgang Dähn mit Hofhund Dackeldame Frieda. Die zweifachen Eltern sind echte und begeisterte Mecklenburger Weinbauern.

Foto: SPREE-PR/Galda

Idyllisch ist es hier bei Dorf Mecklenburg. Insekten surren durch die Reben, Rosen blühen farbenfroh am Reihenende. Bergrunter sind die Flügel der Mühle im Ort zu sehen. Wein also. In Mecklenburg. Klingt verrückt? Ist aber durchaus eine Erfolgsgeschichte. Weiß, Rosé, Rot. Hier gepflanzt, gepflegt, gewachsen, geerntet, produziert, in Flaschen gefüllt. Alles lokal. „Wenn der Wein vom Hof rollt, tritt er seine erste Reise an“, lacht Wolfgang Dähn. Zu kaufen gibt es ihn direkt auf dem Berg in Dorf Mecklenburg, in einigen Hofläden und Gastronomiebetrieben in der Region. Auf der Mole in Hohen Wieschendorf (Wismarer Bucht) sind sie regelmäßig zu Besuch mit Weinverkostungen.

Die helle Solaris-Traube. Foto: privat

Kleiner Weinberg bringt guten Ertrag

„Bis zu 6.000 Flaschen im Jahr füllen wir ab“, erzählen sie. Damit sind sie ein kleiner Player im Weinland MV. „16 Betriebe gibt es, auf etwa 70 Hektar“, weiß Wolfgang Dähn. Das mit Abstand größte Weingut befindet sich in Rattey, dort wachsen auf 35 Hektar 175.000 Reben. In ihrer Heimat Dorf Mecklenburg, hier sind beide schon zur Schule gegangen, bewirtschaften die Dähns 0,6 Hektar. Und das kam so: Vor etwa zehn Jahren reifte bei dem jungen Paar der Gedanke, was Eigenes zu machen. Er, Wolfgang, ist gelernter und studierter Landwirt. Sie, Juliane, hat Soziale Arbeit studiert. Beide arbeiten hauptberuflich in ihren Fächern, die Landwirtschaft ist ein Nebenerwerb. 2018 gründeten die damals Endzwanziger ihren Betrieb, pachteten das Land und legten 2019 mit dem Pflanzen der ersten 2.000 von heute 2.600 Reben los. „Ausrichtung am Hang südwestlich, mit Bedacht gewählt“, betont Juliane Dähn.

Kontakt und weitere Infos			Weinberg Dähn GbR Feldweg 5a 23972 Dorf Mecklenburg https://www.wein-mv.de

Wein bedeutet Handarbeit, hier die Lese der Cabernet-Cortis-Traube.Foto: privat

Kleine Weinkunde Der Saft der Früchte ist farblos. Weißwein entsteht aus Mostgärung der weißen Trauben, Rosé aus roten. Rotwein erhält man aus der mehrere Wochen dauernden Maischegärung, bei der Alkohol die Farbstoffe aus der Schaale löst.

Nordisches Klima passt

Wieso Wein? „Wir wollten was Neues machen, Diversität in die Landwirtschaft bringen. Wein war eine gute Option.“ Passt das ins nordische Klima? „Hier wird‘s etwas später warm, rund um Eisheiligen Mitte Mai sind unsere Pflanzen noch nicht so weit ausgetrieben und darum nicht so gefährdet“, erklären sie. „Und wir haben tolle pilzwiderständige Neuzüchtungen gewählt für unseren Standort. Die Reben müssen zwar trotzdem vor Pilzbefall geschützt werden, aber wir arbeiten ohne Herbizide und Insektizide. Nachhaltig, bodenschonend und mit möglichst geringem Einfluss auf unsere Umwelt.“

Die Ressource Wasser setzen sie ebenfalls schonend ein. Einen Wasseranschluss hatte der lokale Zweckverband schnell gesetzt. Die Tröpfchenbewässerung ist aber hauptsächlich in den ersten drei Jahren für die Jungpflanzen eine Unterstützung. Später holen die Pfahlwurzler ihren Bedarf aus der Erde. „In der Kellerei muss für die Reinigung der Gerätschaften Wasser in Trinkwasserqualität vorhanden sein.“ Im Herbst geht es hier mit der Lese des 2026er-Weins und dessen Verarbeitung wieder hoch her.

Übrigens: Wer Lust hat, bei der Weinlese in Mecklenburg, die von Anfang September bis Ende Oktober läuft, mitzuhelfen, kann sich gern melden. „Wein ist Handarbeit“, unterstreichen die auch deshalb begeisterten Weinbauern.

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