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Author: wz_admin

Frisch am Abwasser-Netz

 




Überleitung von Heiligengrabe nach Wittstock fertig

Frisch am Abwasser-Netz

Die Überleitung der Abwässer von Heiligengrabe zur Kläranlage nach Wittstock, die sogenannte Abwasserdruckleitung, ist fertig. Am 10. November wurde sie feierlich eingeweiht. Das bedeutet auch: Die Kläranlage in Heiligengrabe ist jetzt außer Betrieb.

Drei, zwei, eins – Abwasser marsch! Mit einem Knopfdruck weihten Karl-Friedrich Schült, Bürgermeister der Gemeinde Heiligengrabe, Verbandschef Andy Thierbach und Dr. Philipp Wacker, Bürgermeister von Wittstock, (v. l.), die neue Druckleitung feierlich ein.
Foto: WAV Wittstock

Die neue Druckleitung transportiert das Abwasser, das in Heiligengrabe anfällt, nun zur Kläranlage nach Wittstock. Die Bauarbeiten haben etwas mehr als ein Jahr gedauert und umfassten weit mehr als den rund acht Kilometer langen Leitungsstrang. „Um das Abwasser nach Wittstock schicken zu können, benötigten wir auf dem Gelände der Kläranlage in Heiligengrabe auch ein neues Pumpwerk“, schildert Verbandschef Andy Thierbach. Aufgabe des Pumpwerks ist es, die Überleitung des Abwassers zu steuern. Die Vorreinigung erfolgt nach wie vor in Heiligengrabe. Auch hier waren in den vergangenen Jahren Investitionen nötig. Eines der bisherigen Abwasserbecken wird zudem künftig als Notfallbecken genutzt.
Die meisten Arbeiten verliefen zeitlich wie geplant. „Geduld brauchten wir jedoch beim Pumpwerksschacht. Hier betrug die Lieferzeit rund 20 Wochen.“ Umso erleichterter sind Andy Thierbach, Dr. Philipp Wacker (Bürgermeister von Wittstock) und Karl-Friedrich Schült (Bürgermeister der Gemeinde Heiligengrabe), dass die Druckleitung dennoch wie geplant in diesem Jahr ans Netz gehen kann. „In den vergangenen Wochen haben wir alle Komponenten in einem umfangreichen Probebetrieb auf Herz und Nieren getestet. Wir freuen uns, dass wir jetzt mit dem Dauerbetrieb starten können“, sagt Andy Thierbach.

Insgesamt investierte der Verband rund 1,7 Millionen Euro in die Baumaßnahme. Davon steuerte das Land Brandenburg 500.000 Euro aus dem Förderprogramm ,Abwasser – Wasserrahmenrichtlinie WRRL’ bei. „Ein großer Dank gilt allen Beteiligten vom Fördermittelgeber, den beauftragten Ingenieurbüros, den bauausführenden Firmen bis zu den Mitarbeitern des Wasser- und Abwasserverbandes Wittstock für die Unterstützung und planmäßige Umsetzung.“

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Eine Frage des Preises

 




Öffentliche Ausschreibungen sind ein Muss für viele Bauvorhaben des Verbandes

Eine Frage des Preises

Der WAV Wittstock investiert jedes Jahr viel Geld in Bauvorhaben. Arbeiten, die er nicht selbst erledigen kann, schreibt er öffentlich aus. Welches Angebot den Zuschlag erhält, regelt das Vergaberecht. Wie das funktioniert, skizziert der Verband am Beispiel einer Baumaßnahme in der Wittstocker Innenstadt.

Submissionen gehören für Verbandschef Andy Thierbach und Technikerin Jennifer Witzschke zum Arbeitsalltag. „Der Moment der Angebotsfreigabe bleibt aber immer etwas Besonderes.“

Foto: WAV Wittstock

Mittwoch, 8. Oktober, kurz vor zehn Uhr. Verbandschef Andy Thierbach ruft auf dem großen Bildschirm an seiner Bürowand das Vergabeportal des Landes auf. Trinkwassertechnikerin Jennifer Witzschke nimmt inzwischen am Besprechungstisch Platz. Beide sind hier zu einer „Submission“ verabredet. So heißt fachsprachlich der Termin, an dem die Angebote zu einem öffentlichen Auftrag für den Auftraggeber freigeschaltet werden. Andy Thierbach und Jennifer Witzschke haben schon viele Submissionen gemacht. „Der Moment, in dem die Angebote sichtbar werden, bleibt aber jedes Mal ein spannender Augenblick.“
Hintergrund für diese Submission sind geplante Bauarbeiten in der Schweden- und Schützenstraße in Wittstock. Immer wieder kam es hier zu Rohrbrüchen. Deshalb sollen auf insgesamt einem Kilometer die Trinkwasserhauptleitungen und Hausanschlüsse erneuert werden. Im Wirtschaftsplan hat der Verband dafür 590.000 Euro (netto) verankert. Die Arbeiten dafür muss er öffentlich ausschreiben. In diesem Fall bundesweit.

Im Vier-Augen-Prinzip

Für seine Ausschreibungen nutzt der Verband das Vergabeportal des Landes Brandenburg. „Das gesamte Verfahren verläuft digital. Jeder einzelne Schritt wird dabei für beide Seiten transparent und rechtssicher dokumentiert“, erläutert Jennifer Witzschke. „Nach Fristablauf ein Angebot abzugeben oder vor Fristende Angebote zu öffnen, ist ausgeschlossen.“ Dass Andy Thierbach und Jennifer Witzschke die Submission zu zweit machen, ist Vorschrift. „Hier gilt das Vier-Augen-Prinzip.“

Inzwischen ist es zehn Uhr. Das Vergabeportal hat alle Angebote freigeschaltet. Hinter verschlossenen Türen gehen der Verbandschef und seine Technikerin alle Angebote durch. In einem Protokoll dokumentieren sie, wer ein Angebot abgegeben hat, zu welchem Preis und ob es Preisnachlässe oder Nebenangebote gibt. So verlangen es die „Allgemeinen Bestimmungen für die Vergabe von Bauleistungen“. Wer den Zuschlag bekommt, richtet sich nach dem Preis. Grundsätzlich gilt: Das günstigste Angebot gewinnt. Die Entscheidung darüber fällt aber nicht sofort. „Zunächst muss unser Ingenieurbüro prüfen, ob das Angebot alle ausgeschriebenen Leistungen abdeckt und realistisch kalkuliert ist“, betont Andy Thierbach. Anfang November steht schließlich fest: Den Zuschlag erhält die Firma Burgdorf Rohrleitungs- und Tiefbau GmbH aus Wittstock.

Rascher Baustart

Noch im November legt sie mit den Arbeiten los. Denn: „Die Hauptleitungen sollen bis Ende 2025 verlegt sein.“ Danach folgen die Hausanschlüsse, insgesamt 60 an der Zahl. „Bis Ende August 2026 soll alles fertig sein.“ Die Hauptleitungen werden im Fußweg verlegt. Gebaut wird in geschlossener Bauweise mit Rohrvortrieb. Das ist ein Verfahren, in dem der Fußweg nicht in Gänze, sondern nur an wenigen Punkten aufgerissen wird.

„Wir haben bereits auf einer Info-Veranstaltung alle Anwohner und Eigentümer über die Baumaßnahme informiert“, sagt Verbandschef Thierbach. Auch über die voraussichtlichen Kosten für die Hausanschlüsse. Denn diese werden auf die Eigentümer umgelegt. „Das erfolgt nicht pauschal, sondern richtet sich nach individuellen Gegebenheiten wie zum Beispiel der Lage und Länge des Anschlusses. Die Abrechnung erfolgt nach Ende der Bauarbeiten, wenn wir die Schlussrechnung dafür haben.“

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Die Gebühren ändern sich

 




Trinkwasser kostet 4 Cent mehr, Abfuhr von Sammelgruben wird günstiger

Die Gebühren ändern sich

Alle zwei Jahre nimmt der Zweckverband seine Gebühren für Trink- und Abwasser unter die Lupe. Für Kunden bedeutet das: Ab Januar gelten neue Mengengebühren.

2,07 Euro für 1.000 Liter Trinkwasser. Ein Kasten mit 12 Ein-Liter-Flaschen Leitungswasser würde also weniger als 2,5 Cent kosten. Damit bleibt Trinkwasser auch weiterhin ein sehr preisgünstiges Lebensmittel. Wohl bekomm’s!

Foto: SPREE-PR/Petsch, Grafik: SPREE-PR

Wie verändern sich die Gebühren fürs Trinkwasser?

Ein Kubikmeter kostete bisher 2,03 Euro (netto). Ab Januar sind es 2,07 Euro (netto).

Was kostet zentral entsorgtes Abwasser?

Hier steigen die Gebühren um 13 Cent pro Kubikmeter: von 4,71 auf 4,84 Euro.

Was kostet dezentral entsorgtes Abwasser?

„Wer eine Sammelgrube hat, zahlt ab 2026 weniger“, sagt Andy Thierbach: Hier sinken die Gebühren von 11,76 auf 9,97 Euro je Kubikmeter. Für Fäkalschlamm aus Kleinkläranlagen steigt der Betrag um 1,84 Euro je Kubikmeter.

Warum steigen die Gebühren?

Maßgeblich für die Kalkulation sind die Einnahmen und Ausgaben aus dem Wirtschaftsplan.
Die Einnahmen ergeben sich vordergründig aus den verkauften Wassermengen. Beispiele für Ausgaben sind Kosten für Wartungen, Reparaturen und den Betrieb von Netzen und Anlagen, geplante Investitionen, Abschreibungen sowie Personalkosten. „Dieser Bereich ist nach wie vor von vielen Kostensteigerungen geprägt“, unterstreicht Andy Thierbach, der Geschäftsführer des Wasser- und Abwasserverbandes Wittstock.

Ein anderer Punkt sind Nachkalkulationen. „Alle Gebühren werden auf Basis von Kalkulationen ermittelt, sind also Prognosen ausgehend von den jeweils aktuellen Gegebenheiten. Wie hoch Einnahmen und Ausgaben tatsächlich sind, ergibt sich erst im Nachhinein über die jeweiligen Jahresabschlüsse.“ Der Verband ist deshalb für jedes Jahr zu einer Nachkalkulation verpflichtet. „Diese weist zum Beispiel im Bereich Trinkwasser für die Jahre 2022 und 2023 eine Unterdeckung – also ein Minus – von rund 235.000 Euro aus.“ Eine Ursache dafür seien allgemeine Kostensteigerungen.

Eine andere Ursache ist, dass der Verband weniger Wasser verkauft habe als angenommen. „Dieses Minus fließt nun mit in die aktuelle Kalkulation ein und wirkt sich gebührensteigernd aus.“ Bei der Abfuhr von Sammelgruben ist es umgedreht: „Hier ergab sich in der Nachkalkulation eine Überdeckung von 48.000 Euro – was sich in diesem Bereich nun gebührensenkend auswirkt.“

In der Übersicht sehen Sie, wie sich die Mengengebühren ab 2026 verändern.

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Warum Obst und Gemüse im Winter nicht nur was fürs Auge sind

 



Farbe auf den Teller!

Warum Obst und Gemüse im Winter nicht nur was fürs Auge sind

Oh du schöne Weihnachtszeit, hältst Plätzchen und Gänsebraten für uns bereit. Läuft Ihnen da auch das Wasser im Mund zusammen? Doch Achtung, die kalorienreichen Leckereien haben es in sich! Wir verraten Ihnen, wie Sie lästige Kilos vermeiden und fit durch die kalte Jahreszeit kommen.

Bunt und gesund: Gute Ernährung und kochen kann im Winter richtig Spaß machen.
Foto: SPREE-PR/Wolf

Fehlendes Sonnenlicht und niedrige Temperaturen fördern im Winter Erkältungskrankheiten. Daher sollten wir unser Immunsystem rechtzeitig stärken. Eine ausgewogene Ernährung hilft dabei, den Körper mit allen wichtigen Nährstoffen zu versorgen. Diese stecken vor allem in frischen, saisonalen Lebensmitteln aus der Region.

Abwechslungsreich und bunt

Wurzeln, Knollen und Kohlarten haben im Winter Saison. Sie haben sehr viele Nährstoffe, da sie erst bei niedrigen Temperaturen geerntet werden, und sind besonders im gebackenen oder gedünsteten Zustand bekömmlich. Gestalten Sie Ihren Speiseplan so bunt wie möglich. Nur eine ausgewogene Vielfalt an Obst, Gemüse, magerem Fleisch, Milchprodukten, Vollkorngetreide sowie guten Fetten deckt unseren Nährstoff- und Energiebedarf. Wie wäre es morgens mit einem warmen Haferflocken-Porridge? Ein wenig Zimt, Nüsse und Trockenfrüchte dazu, dann starten Sie wohlig und fit in den Tag. Die Ballaststoffe halten lange satt und unterstützen das Mikrobiom im Darm – und damit Ihre Abwehrkräfte. Wer bereits erkältet ist, sollte auf Milchprodukte und Fertiggerichte verzichten, denn sie fördern Entzündungen.

Beim Einkauf am besten auf ­frische, regionale Produkte achten.
Foto: SPREE-PR/Wolf

Gesund und wohltuend

Wintergemüse, besonders Wirsing, ist sowohl nährstoffreich als auch kalorien-, cholesterin- und fettarm. Es enthält antientzündliche Stoffe und die Ballaststoffe fördern eine gesunde Darmflora. Für Naschkatzen empfiehlt sich Winterobst. Das spart Kalorien, liefert Antioxidantien und viel Vitamin C, welches für das Immunsystem und für die Eisenaufnahme unverzichtbar ist. Bei Äpfeln und Birnen sollten späte Herbstsorten gewählt werden, bei Zitrusfrüchten vor allem 
Bio-Qualität. Tiefkühlobst wird erntefrisch schockgefrostet und behält dadurch seine Vitamine. Trockenfrüchte regen die Verdauung an, enthalten aber viel Zucker. Um den Vitamin-D-Mangel-bedingten Winterblues abzufangen, eignen sich Nüsse, denn sie liefern das Glückshormon Serotonin. Eine Handvoll pro Tag genügt, sonst landen die gesunden Fette schnell auf den Hüften. Gewürze und Kräuter dagegen wärmen von innen, regen den Stoffwechsel an. Ein besonders intensiver Effekt wird Oregano und Brunnenkresse nachgesagt.

K(l)eine Sünde für alle, die zwischendurch doch was Süßes brauchen: Zartbitterschokoladen-Mousse. Zartbitterschokolade hat einen ­positiven Effekt auf das Herz-Kreislauf-­System, da sie die Gefäße erweitert.
Foto: SPREE-PR/Pils

Bitter, aber lecker

Wussten Sie, dass Bitterstoffe, außer bei Kürbisgewächsen wie Zucchini, sehr gesund und in vielen Wintergemüsesorten, Kräutern und Gewürzen enthalten sind? Studien belegen, dass Bitterstoffe entzündungshemmende Wirkstoffe besitzen, die Muskeln entspannen, die Bronchien weiten sowie das Herz-Kreislauf- und Immunsystem stärken. Sie regen die Fettverbrennung und die Leberentgiftung an und fördern die Magen-Darm-Tätigkeit. Außerdem wird das Abnehmen unterstützt, da der bittere Geschmack den Appetit reduziert, den Blutzucker stabilisiert und das negative Cholesterin senkt. Man ist länger satt und hat weniger Heißhunger­attacken. Auch der Säuregehalt im Körper wird durch Bitterstoffe reduziert, was Erkrankungen vorbeugt oder deren Symptome mildern kann. Positive Effekte werden ihnen auch bei Müdigkeit, Stress, Depressionen und Fieber zugeschrieben. Bitterstoffe sind also eine hervorragende Wahl – nicht nur in der Weihnachtszeit.

    Tipps gegen den Winterblues

  • Jeder hat ein individuelles Energielevel. Wer schnell friert, sollte besonders im Winter
    auf ­rohes Gemüse verzichten
    und stattdessen wärmende Speisen und Getränke wählen.

  • Spaziergänge an der frischen Luft versorgen uns mit Sauerstoff und Vitamin D, bringen gute Laune und bauen Stress ab.
    Auch (Krafttraining) lohnt sich. Neben zusätzlicher Wärmeenergie werden beim Muskelaufbau entzündungshemmende Hormone produziert, die das Immunsystem stärken.

  • Auszeiten fördern unser seelisches Wohlbefinden. Progressive Muskelentspannung, Meditation und warme Fußbäder helfen beim
    Entspannen.
    Auch die Schlafqualität wird verbessert. Wechselduschen, Saunagänge und Kneippanwendungen
    stärken das Immunsystem,
    fördern die Durchblutung und härten gegen Kälte ab.

  • 1,5 bis 2 Liter Wasser oder ungesüßte Tees pro Tag helfen, die Schleimhäute zu befeuchten, sodass sich Krankheitserreger weniger vermehren.
    Gegen trockene Heizungsluft eignen sich regelmäßiges
    Stoßlüften, Nasenduschen und Raumluftbefeuchter
    oder ein feuchtes Handtuch auf der Heizung.

  • Krankheitserreger werden meist über Türgriffe oder Händeschütteln übertragen. Regelmäßiges und gründliches
    Händewaschen reduziert das Ansteckungsrisiko.

Lebensmittel für den Winter – eine kleine Auswahl:


  • Gemüse & Salat: alle Kohlsorten, Artischocken, Auberginen, ­Fenchel, ­Hülsenfrüchte, Ingwer, Kartoffeln, Knoblauch, Kürbis, Lauch, Mangold, Möhren, ­Petersilienwurzel, Radieschen, Rote Bete, rote ­Paprika, Schwarzwurzeln, Sellerie, Steckrübe, Süßkartoffeln, ­Zwiebeln, Spinat, Chicorée, Radicchio, Feldsalat, Rucola

  • Obst: Äpfel, Beeren, Birnen, Granatäpfel, Kiwis, Zitrusfrüchte

  • Gewürze: Anis, Basilikum, Chili, Dill, Ingwer, Kardamom, Koriander, Kreuzkümmel, Kurkuma, Lorbeer, Muskatnuss, Nelken, Oregano, ­Petersilie, Rosmarin, Schwarzkümmel, Schnittlauch, Zimt

  • Nüsse & Saaten: Chiasamen, Haselnüsse, Kürbiskerne, Leinsamen, Mandeln, Pistazien, Sonnenblumenkerne, Walnüsse, Erdnüsse

  • Kräuter: Bärlauch, Beifuß, Brennnessel, Brunnenkresse, Estragon, Koriander, Lavendel, Minze, Petersilie, Rosmarin, Salbei, Schnittlauch, Thymian, Wermut

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Interview mit dem neuen Geschäftsführer des WV Nord: Michael Eickmann

 



Modernen Kurs fortsetzen

Interview mit dem neuen Geschäftsführer des WV Nord: Michael Eickmann

Michael Eickmann trat am 1. Januar das große Erbe seines langjährigen Vorgängers Ernst Kern an und übernahm die Geschäftsführung des WV Nord. Aus Paderborn stammt der heute 41-Jährige. Vor elf Jahren zog der Umweltingenieur für die Arbeit in den Norden. Damals vom ersten nassgrauen, windigen Winter überrascht fühlt er sich nun aber sehr angekommen in der Region. Wie er die ersten Monate im neuen Job in Oeversee erlebt hat, darüber sprach Michael Eickmann mit der WASSERZEITUNG.

Michael Eickmann (Mi.) setzt auf verbindende Gespräche. Hier im Austausch mit dem ehemaligen sowie dem aktuellen Verbandsvorsteher des WV Nord: Jürgen Feddersen (l.) und Martin Ellermann.
Foto: WVN

WASSERZEITUNG: Wie war Ihr Start im Wasserverband Nord?

Michael Eickmann: Ich wurde sehr herzlich begrüßt und empfangen. Verständlicherweise waren alle sehr gespannt, wer da nun auf Ernst Kern, der mehr als 30 Jahre Geschäftsführer war, folgt. Ich hatte das Glück, noch eine Weile mit ihm zusammenzuarbeiten und in dieser reibungslosen Übergangsphase Abläufe, Kolleginnen und Kollegen sowie wichtige Partner aus Politik, Wirtschaft und den Behörden zu treffen und gleich gut ins Arbeiten zu kommen.

Sie kommen aus der Wasserbranche, wo unterscheidet sich die jetzige Position von der vorigen?

Als Regionalleiter bei der Schleswag Abwasser GmbH war ich für die Abwasserentsorgung von Gemeinden und Städten verantwortlich. Nun ist mein Verantwortungsbereich deutlich breiter: Neben der Trinkwasserversorgung kommt auch der kaufmännische Bereich hinzu, und ich darf den Verband insgesamt strategisch weiterentwickeln. Das ist eine spannende, verantwortungsvolle Aufgabe.

Neben den erwartbaren Inhalten, was hat Sie überrascht?

Meine Vorstellung von einem gut funktionierenden Verband wurde übertroffen. Der WV Nord ist technisch wirklich auf der Höhe, hier wurde viel investiert. Das macht uns sehr leistungsfähig. Auch die Verwaltung arbeitet hochprofessionell und ist bestens strukturiert. Das ist eine wichtige Grundlage, um die Trinkwasserversorgung für die 66 Mitgliedsgemeinden zuverlässig zu gewährleisten.

Wie gestalten Sie die Zusammenarbeit mit Ihrem Team und den Gremien?

Ich möchte ein nahbarer, erreichbarer Vorgesetzter sein und mit allen Mitarbeitern ins Gespräch kommen und zwar nicht nur hier in der Geschäftsstelle, sondern auch mit den Wasserwerkern, Rohrnetz- und Abwasserkollegen, die im Verbandsgebiet arbeiten.
Im Vorstand und vom Verbandsvorsteher Martin Ellermann wurde ich ebenfalls herzlich empfangen und freue mich, dass sich die Beteiligten in diesem ehrenamtlichen Gremium engagiert einbringen. Auf die erste große „eigene“ Verbandsversammlung freue ich mich sehr, dort möchte ich den Dialog mit den Vertreterinnen und Vertretern der Gemeinden weiter vertiefen.

Welche Impulse oder Ideen bringen Sie mit?

Der Verband steht sehr gut da. Deshalb geht es nicht darum, das Ruder komplett herumzureißen, sondern darum, Bewährtes fortzuführen und gemeinsam mit dem erfahrenen Team Schritt für Schritt weiterzuentwickeln. Besonders wichtig ist mir dabei, den eingeschlagenen modernen Kurs fortzusetzen und die Digitalisierung weiter auszubauen.

Welche Schwerpunkte sehen Sie in den nächsten Jahren?

Der Abwasserbereich wächst, wenn Gemeinden ihre Aufgabe an uns übertragen. Darauf müssen wir uns personell und strukturell einstellen. Gleichzeitig gilt es, die Trinkwasserversorgung auch unter den Bedingungen des Klimawandels langfristig zu sichern. Und wir müssen im Team den anstehenden Generationswechsel gut vorbereiten, damit das Know-how erhalten bleibt.

Welches wird die erste große Maßnahme unter Ihrer Federführung sein?

Ein zentrales Projekt ist der Bau einer zweiten Haupttransportleitung vom Wasserwerk Richtung Handewitt. Hier investieren wir in den kommenden Jahren viele Millionen Euro, um die Versorgungssicherheit im nordöstlichen Verbandsgebiet weiter zu erhöhen.

Was könnten die Kundinnen und Kunden noch über Sie wissen, das nicht in Ihrem Lebenslauf steht?

Ich stehe persönlich hinter dem, was wir tun und trinke selbst fast ausschließlich Leitungswasser.
Es ist ein hochwertiges, streng kontrolliertes Lebensmittel aus unserer Region und zeigt, wie wertvoll und zukunftsrelevant unsere Arbeit ist. Diese Haltung prägt auch meine tägliche Arbeit im Verband.

Welches wird die erste große Maßnahme unter Ihrer Federführung sein?

Ein zentrales Projekt ist der Bau einer zweiten Haupttransportleitung vom Wasserwerk Richtung Handewitt. Hier investieren wir in den kommenden Jahren viele Millionen Euro, um die Versorgungssicherheit im nordöstlichen Verbandsgebiet weiter zu erhöhen.

Was könnten die Kundinnen und Kunden noch über Sie wissen, das nicht in Ihrem Lebenslauf steht?

Ich stehe persönlich hinter dem, was wir tun und trinke selbst fast ausschließlich Leitungswasser.
Es ist ein hochwertiges, streng kontrolliertes Lebensmittel aus unserer Region und zeigt, wie wertvoll und zukunftsrelevant unsere Arbeit ist. Diese Haltung prägt auch meine tägliche Arbeit im Verband.

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Neue Leitung sichert Versorgung im Wattenmeer

 



„Wasser marsch“ für Pellworm und die Halligen

Neue Leitung sichert Versorgung im Wattenmeer

Rundum ein Anlass zur Freude: die Inbetriebnahme der neuen Wattleitung zur Insel Pellworm und den Halligen Hooge und Süderoog. Für dieses Großprojekt quer durch das geschützte UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer zogen Politik, Gemeinden und der Wasserverband Nord an einem Strang.

Das erste frische Wasser genossen die zu dem Zeitpunkt amtierende Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack, Finanzministerin
Silke Schneider, WV Nord-Verbandsvorsteher Martin Ellermann und Pellworms Bürgermeisterin Astrid Korth (v. l. n. r.).
Foto: WVN

Ein ganz besonderes Projekt sei es gewesen, sagte Peter Klerck, Technischer Leiter des WV Nord. Eines, das er in seinen 25 Jahren beim Verband so noch nicht auf dem Tisch hatte. Leitungen planen und bauen gehörten zu seinem Tagesgeschäft. Aber ein Riesenprojekt – durch Deiche hindurch, zehn Kilometer quer durchs Watt, unter Berücksichtigung der Tiden und umwelttechnischen Belange, dann noch ein archäologischer Fund auf der Trasse. „Das alles hatte es in sich!“

Und erst die Finanzierung! Es sei klar gewesen, dass der kommunale Verband die gut 10 Millionen Euro nicht alleine stemmen konnte. Für das Leben auf den Inseln und Halligen spiele Trinkwasser eine elementare Rolle, warben Gemeinden und Verband um Unterstützung aus Landesmitteln – und fanden Gehör. Mit 3,7 Millionen Euro aus dem Infrastrukturprogramm IMPULS beteiligte sich das Land.

So konnten 2024 in einem kleinen Sommerzeitfenster die Anlandungspunkte auf der mit dem Festland verbundenen Hamburger Hallig sowie auf Pellworm realisiert werden. Im Februar 2025 starteten die Vorbereitungen im Rendsburger Hafen. 9,5 Kilometer wurden als durchgehender Strang auf eine für dieses Projekt konstruierte Großtrommel aufgespult, die am Ende 160 Tonnen wog, erläutert Paul Benz, Bauleiter der ausführenden Firma Paasch. Diese Entwicklung war Grundlage für ein schnelles Arbeiten unter den strengen ökologischen Auflagen zum Schutz sensibler Arten im besonderen Lebensraum.
Die Einweihung am 6. Juni mit Partnern, Kollegen und Weggefährten war ein symbolischer Akt. Pellworms Bürgermeisterin Astrid Korth fasste die Bedeutung der neuen Trinkwasserleitung quer durchs Watt so zusammen: „Herzlichen Dank an alle, die daran mitgewirkt haben, dass Pellworm, Hooge und Süderoog nunmehr beruhigt in die Zukunft blicken können.“

Hintergrund: Die alten Leitungen mussten dringend erneuert werden. „Sie lagen teilweise offen und hingen über freigespülten Prielen. Unser übergeordnetes Ziel war es daher, frühzeitig eine dauerhaft zukunftsfähige Lösung für eine sichere Versorgung der Halligen und Insel zu schaffen“, erklärte der Technische Leiter Peter Klerck die Ausgangslage. Um so froher ist er, dass diese nun gefunden und erfolgreich abgeschlossen ist.

Die Wattleitung ist ein Ergebnis erstklassiger Zusammenarbeit aus Wasserfachleuten, Politik und Fachfirmen: Zur Einweihung kamen einige nochmal zusammen (v. r. n. l.): Martin Ellermann (Verbandsvorsteher des WVN), Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack, Martin Paasch und Paul Benz von Paasch Rohrleitungsbau GmbH, Pellworms Bürgermeisterin Astrid Korth, Anke und Hans-Gerd Christoffers von der Christoffers Onshore & Subseas GmbH, Rohrleitungsbauchef Benno Paasch, Jürgen Feddersen (ehem. Verbandsvorsteher), Ernst Kern (ehem. WVN-Geschäftsführer), Peter Klerck (Techn. Leiter WVN), Finanzministern Silke Schneider und WVN-Geschäftsführer Michael Eickmann.

Foto: WVN

  • Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack

    (Amtszeit 2020 – Nov. 2025)

    „Wir feiern heute unser gemeinsames Verständnis dafür, dass Daseinsvorsorge nicht an der Küste endet, dass die Menschen auf Pellworm, auf den Halligen und den anderen Inseln eine ebenso sichere Versorgung mit Trinkwasser haben, wie überall sonst im Land.“

  • Pellworms Bürgermeisterin Astrid Korth

    „Für Pellworm, Hooge und Süderoog ist die neue Trinkwasserleitung kein Luxus, sondern überlebenswichtig! Da wir keine eigene Süßwasserlinse haben, sind wir zwingend auf eine verlässliche Versorgung mit sauberem Wasser vom Festland angewiesen. Die Menschen auf Pellworm und den beiden Halligen sind sehr erleichtert darüber, dass die neue Leitung nun in Betrieb gehen kann. Wir sehen die enormen finanziellen Anstrengungen, die hierfür unternommen wurden, auch als Beleg dafür, dass dem Land der Fortbestand der Inseln und Halligen wichtig ist.“
  • Martin Ellermann, Verbandsvorsteher des Wasserverbandes Nord

    „Der Wasserverband Nord stand mit dem Projekt vor einer technisch, finanziell und logistisch besonderen Herausforderung. Die Verlegung von rund 9.500 Metern Trinkwasserleitung in einem Stück durch das sensible Ökosystem Wattenmeer ist eine Meisterleistung.“

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Das Winter-Wasser-Kreuzworträtsel in der WASSERZEITUNG



KNOBELSPAß

Das Winter-Wasser-Kreuzworträtsel in der WASSERZEITUNG

Liebe Leserinnen und Leser,

in unserer WASSERZEITUNG heißt es wieder: Winterzeit ist Rätselzeit! In diesem Jahr sind 12 Begriffe rund um die Themen Wasser, Weihnachtszeit und „Mein Sachsen-Anhalt“ gesucht. Machen Sie es sich mit einem warmen Getränk gemütlich und knobeln Sie mit. Auch in diesem Jahr haben wir wieder tolle Preise für Sie – und mit etwas Glück gehören Sie zu den Gewinnern. Wir wünschen Ihnen eine schöne Weihnachtszeit, bleiben Sie gesund und kommen Sie gut ins neue Jahr!  Hinweis: Die Umlaute werden wie folgt umschrieben: ä=ae, ö=oe, ü=ue.

Druckversion herunterladen

Das gibt es zu gewinnen:

1. Praktisches Kochtopfset für alle Herdarten geeignet
2. Edle Teekanne mit Filtereinsatz
3. Kleines Wellness-Set für Ihre Badewanne

Bitte senden Sie das Lösungswort mit Ihrer Adresse und dem Namen Ihres Wasser-/­Abwasserverbands  auf einer Postkarte oder per E-Mail bis zum 5.1.2026 mit dem Stichwort „WINTERRÄTSEL“ an:

Spree-Presse- und PR-Büro GmbH, Gutenbergplatz 5, 04103 Leipzig, oder E-Mail: winterraetsel@spree-pr.com.

Wichtig: Bitte geben Sie Ihre Adresse an, damit wir Sie im ­Gewinnfall anschreiben können. ­

Informationen zum Datenschutz finden Sie im Impressum.

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    Advents-Ausflüge ins Weihnachtswunderland

     



    Sachsen-Anhalt

    Advents-Ausflüge ins Weihnachtswunderland

    Zu Hause ist´s doch am schönsten – und besonders dann, wenn aus Gemütlichkeit und Herzlichkeit schöne Begegnungen werden. Tipps für die kleinen vorweihnachtlichen Freuden in unserer Heimat lesen Sie hier.

    • 1. Schloss Altenhausen

      Foto: Schloß Altenhausen

      Der „Märchenzauber auf Schloss Altenhausen“ findet am 1. Adventswochenende statt: 29. und 30.11. Im Schlossinnenhof gibt es neben leckeren Spezialitäten und Handwerksarbeiten Aktionen wie Bogenschießen, Ponyreiten und Zinngießen. Große Feuerschalen lassen eine besondere Stimmung aufkommen. In der gräflichen Halle gibt es neben Kuchen auch Weihnachtsaufführungen für Groß und Klein.

    • 2. Haldensleben

      Foto: Stadt Haldensleben

      Sie mögen es außerdem sportlich? Dann wäre ein Besuch in Haldensleben etwas für Sie. Der Sternenmarkt mit Eisbahn wird vom 6. bis 21.12. geöffnet sein. Dort kommen Kufenfreunde auf ihre Kosten. Außerdem läutet ein großer, liebevoll gestalteter ­Adventskalender an den Fenstern der Markthäuser die vorweihnachtliche Zeit ein. Täglich kommt um 17 Uhr der Weihnachtsmann und steigt auf der Leiter seiner historischen Feuerwehr empor zum Kalenderfenster und öffnet es.
    • 3. Egeln

      Foto: Wasserburg Egeln

      In Egeln wird´s doppelt weihnachtlich. Am Nikolaustag, 6.12., erwartet der traditionelle, kleine feine Weihnachtsmarkt auf dem Marktplatz vor dem Rathaus seine Gäste. Der Nikolaus wird auf einem Motorrad erwartet und Kinder dürfen kostenfrei mit dem Nostalgie-Riesenrad und dem Karussell fahren. Welch´ eine Vorfreude! Am Sonntag, dem 14.12., finden die „Romantischen Burgweihnachten“ in Egeln statt. Auf dem kleinen Markt gibt es allerlei Leckereien aus Taverne und Backstube, Imkerhonig und kleine Weihnachtsgeschenke. Das Vereinshaus des Fördervereins Wasserburg verwandelt sich in ein romantisches Café mit Kaminfeuer. Die Burgpuppenbühne spielt stündlich für große und kleine Kinder. Am Abend kommt der Burg­herr Otto von Hadmersleben mit Spielleuten, um die artigen Kinder zu beschenken.
    • 4. Quedlinburg

      Foto: Quedlinburg Tourismus-Marketing GmbH

      Musikalisch geht’s im Harz zu: „Quedlinburg singt“ am 19.12. um 17 Uhr – gemeinsam mit dem Fritz-Prieß-Chor und dem Posaunenchor der Kirchengemeinde. Auch an anderen Tagen, vom 26.11. bis 22.12., zeigt sich die Harzstadt stimmungsvoll: Der Weihnachtsmarkt bietet mit mehr als 50 Ständen kulinarische Feinheiten bis Kunsthandwerk, außerdem ein buntes Weihnachtsprogramm auf der Bühne und eine zauberhafte Lichtinstallation am Mathildenbrunnen.
    • 5. Aschersleben

      Zu einem gemütlich-adventlichen Ort wird auch der Marktplatz Aschersleben: Vom 28.11. bis 21.12. findet der dortige Weihnachtsmarkt statt: Fürs Schlendern und Genießen, geselliges Glühweintrinken und entspanntes Plaudern.
    • 6. Hettstedt

      Foto: www.hettstedt.de

      Ein schon traditioneller Treffpunkt in der Adventszeit ist die Kupferstadt Hettstedt mit ihrem „Advent in den Kupferhöfen“. Der Advent- und Weihnachtsmarkt findet vom 19. bis 21.12. auf dem Marktplatz statt. Das Besondere ist die Freitagsveranstaltung am 19.12. von 17 bis 23 Uhr, die auf den Kupferhöfen stattfinden wird.
    • 7. Höhnstedt

      Am 30.11. lädt in Höhnstedt in der Gemeinde Salzatal der „Advent in den Höfen“ zur weihnachtlichen Vorfreude. Höhnstedt gilt als nördlichstes Weinanbaugebiet und zudem als größtes Aprikosenanbaugebiet Deutschlands. So wird sicher nicht nur der heimische Winzerglühwein ein Lächeln ins Gesicht zaubern, sondern auch die vielen weiteren Köstlichkeiten. Kleiner ­Geheimtipp ist der Kreativmarkt im Festsaal.
    • 8. Weißenfels

      Foto: David Cray

      In der Saalestadt Weißenfels lädt der Weihnachtsmarkt vom 27.11. bis 21.12. zum adventlichen Treiben ein. Um den prächtig geschmückten Weihnachtsbaum gesellen sich Verkaufsstände, ein Handwerkerdorf, Märchenhütten, Kinderkarusselle, eine große Pyramide mit liebevoll gestalteten Figuren und die riesige Eislaufbahn. Zusätzlich dazu: Zur „Höfischen Weihnacht“ am ersten Advent, 30.11., öffnen historische Höfe ihre sonst verschlossenen Tore für Besucher. Und am dritten Advent, 14.12., wird ein Handwerkermarkt an der Kirche Sankt Marien abgehalten. Werfen Sie dabei gleich einen Blick in die Kirche: In ihr befindet sich eine wertvolle Orgel, die der bedeutende deutsche Orgelbauer Friedrich ­Ladegast 1862 bis 1864 einbaute.
    • 9. Hohenthurm (Stadt Landsberg)

      Kleiner Weihnachtsmarkt am 29.11.
    • 10. Zahna-Elster

      Weihnachtsmarkt im Bauernmuseum, ­Hospital und in den Höfen, 29.11.
    • 11. Annaburg

      Foto: Förderverein Annaburger Porzellaneum e. V.

      Am 14.12., 14:00 bis 17:00 Uhr, findet der­ „Musikalische Sonntagskaffee“ statt – ein Weihnachtskonzert des Forstlichen Gesangsvereins. Treffpunkt ist das Porzellaneum Annaburg, das ohnehin der perfekte Ort zur Vorweihnachtszeit ist. Feine Porzellan-Geschenkideen inklusive. Der Anna­burger Weihnachtsmarkt auf dem Hof des Vorderschlosses findet am 7.12. statt.

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    „Unsere Infrastruktur wird zerstört“

     



    Glasfaserausbau: Verbände schlagen Alarm

    „Unsere Infrastruktur wird zerstört“

    Der Glasfaserausbau wird überall massiv vorangetrieben. Was als notwendige und mancherorts überfällige Maßnahme begrüßt wird, sorgt vielerorts für Ärger.

    Grafik: pixabay

    Wenn Kabel mit einer Erdrakete in die Erde gebracht werden, kann es zu ­Havarien kommen. Wie in Staßfurt, wo eine Trinkwasser­leitung durchschossen wurde.

    Foto: WAZV Bode-Wipper

    In den Straßen aller Kommunen befinden sich Medienträger. Strom- und Gasleitung teilen sich ganz oder abschnittsweise die Trassen mit Trinkwasserleitungen, Abwasserkanälen und Kabeln für Telekommunikation. Wo was liegt, wird genaustens dokumentiert. Kommt ein Element dazu oder muss repariert werden, müssen Abstände und Tiefen eingehalten werden. Da dies der Standard ist, stehen die Wasserversorger und Abwasserentsorger in Sachsen-Anhalt den Vorgängen beim Glasfaserausbau fassungslos gegenüber.

    „Die Firmen haben da einfach losgebuddelt“, sagt Stephan Sterzik, Verbandsgeschäftsführer des AZV Wipper-Schlenze. Schachtscheine, die über bestehende Leitungen informieren, werden oft nicht eingeholt, Kabel dennoch in die Erde gebracht. Dies geschieht auf zwei Arten. Bei der offenen Bauweise werden Straßen oder Fußwege geöffnet und Kabel hineingelegt. Bei der geschlossenen wird gebohrt und mit einer Erdrakete das Kabel durch den Boden geschossen.

    Lauter Schäden

    Eine solche Rakete traf in Borne bei Staßfurt ein Hauptkabel der Straßenbeleuchtung. „Da war es dann für einen längeren Zeitraum zappenduster“, erzählt Andreas Beyer, Verbandsgeschäftsführer des WAZV Bode-Wipper. Beyer kann von noch mehr Ärgernissen berichten. Wie etwa zerschossenen Trinkwasserleitungen. Auch ein Abwasserkanal wurde getroffen.  „Das merkt die Erdrakete nicht“, so Beyer. Da könne man nur hoffen, dass mal keine Gasleitung getroffen wird.

    Dies sind „Glücksfälle“, da Schäden schnell bemerkt wurden. Thomas Giffey, Geschäftsführer des WAZV Jessen, befürchtet, dass Schäden an Abwasserkanälen sowie Hausanschlüssen erst Jahre später durch Verstopfungen oder durch Kamerabefahrung festgestellt werden können. Verantwortliche sind dann nicht mehr greifbar. Markus Hänsel, Technischer Leiter des WAZV Saalkreis, berichtet, dass keine Bestandsdokumentation hinterlassen oder Mindestabstände eingehalten werden. „Die legen ihre Leitungssysteme auf unsere, sodass wir in Zukunft Probleme haben werden dranzukommen“, so Hänsel. Oder es könnte zu Schäden an den Glasfaserkabeln bei Baumaßnahmen kommen.

    Keine Absprachen möglich

    Selbst wenn das Verlegen ohne Schaden verlaufe und Abstände stimmen, werden Straßendecken und Fußwege beschädigt. Sinnvolle Absprachen funktionieren selten. Straßen werden aufgerissen, nachdem eine Decke gerade geschlossen wurde. Der Idealfall, bei dem an bereits durch Baumaßnahmen offenen Straßen Hand in Hand gearbeitet wird, findet in den seltensten Fällen statt. Meist würden die Firmen nicht in offener Weise wie die Verbände bauen, sondern lieber bohren. „Wenn Gehwege oder Straßen dann unterspült sind, sind die Firmen nicht mehr greifbar. Wir bleiben auf den Kosten sitzen“, so Mario Pöschmann, Vorstand der Abwasserbeseitigung Weißenfels-AöR.

    Im Saalkreis wurde ein Verteilerschrank ­direkt auf eine Trinkwasserleitung gesetzt. Das Ergebnis war ein Rohrbruch.
    Foto: WAZV Saalkreis

    Um günstig und schnell arbeiten zu können, heuern die beauftragten Firmen meist Subunternehmer aus dem Ausland an. „Oft sind die Leute der deutschen Sprache nicht mächtig“, erzählt Sterzik, sodass ein Austausch nicht stattfinden könne. „Die Sprachbarriere ist ein Problem“, bestätigt Hänsel. Die Kollegen aus den anderen Verbänden haben ähnliche Erfahrungen gemacht.

    Es geht auch anders

    Es kann auch etwas bedachter verlaufen, wie etwa in Bad Dürrenberg. Zwar tauchen auch da Probleme auf, aber, so berichtet Martin Dobischok, Technischer Leiter des ZWA Bad Dürrenberg, gäbe es Faktoren, die größere Ärgernisse vermeiden. So sei die Stadt sehr hinterher, den Ausbau mit wöchentlichen Bauplanungssitzungen zu begleiten. Eine nicht immer akkurat schießende Erdrakete sei bisher nur selten zum Einsatz gekommen. Das größte Problem sei, dass Straßendecken nicht ordentlich verschlossen werden. Auch dort wundere man sich über die Freiheiten der Firmen. Ob Arbeitsschutz, Baustellensicherung oder verkehrsrechtliche Anordnungen – die sonst üblichen Vorschriften scheinen nicht zu greifen. „Es läuft alles ein bisschen wild“, sagt Dobischok.

    Beyer schlägt auch deshalb Alarm, weil noch lange nicht alle Glasfaserkabel in der Erde sind. „Hier wird unsere Infrastruktur zerstört.“

    Das Ziel in Sachsen-Anhalt: 100 Prozent Gigabit bis 2030

    An sich ist der Glasfaserausbau von allen Seiten gewollt. Die Gigabitstrategie 2025–2030, wie das Land Sachsen-Anhalt den Ausbau von Mobilfunk und Glasfaser auf s­­einer Webseite bezeichnet, soll bewirken, dass bis 2030 alle Haushalte ans Glasfasernetz angeschlossen werden können und die Gigabitquote erreichen. Das würde den Zugang zum Internet mit einer Downloadrate von 1.000 Mbit pro Sekunde für alle sicherstellen. Um das ambitionierte Ziel durchzusetzen, nutzt Sachsen-Anhalt laut der Landeswebseite rund 30 Unternehmen vom regionalen Anbieter für Telekommunikation bis zum Weltkonzern.

    Dies sei eine „Erfolgsgeschichte durch eigenwirtschaftlichen Ausbau“. Die Strategie „weiße Flecken“, Gebiete, die noch kein „schnelles“ Internet haben, zu entfernen, klingt beim Ministerium für Infrastruktur und Digitales einfach und optimistisch. Doch in der Praxis sorgt sie für Ärger und Schäden. Gerade im ländlichen Bereich steht ein großer Teil des Ausbaus noch bevor.

    Ende 2024 lag in größeren ­Städten des Landes, wie Magdeburg oder Halle (Saale) sowie Stendal und Salzwedel die Quote bei über 80 Prozent. In Mansfeld-Südharz lag sie bei 32,7 Prozent, im Salzlandkreis bei 42,3 Prozent und Wittenberg bei 45 Prozent. Welche Orte genau wie viele Kilometer Glasfaser bereits in den Straßen liegen haben, ist in der Statistik des Ministeriums nicht aufgeschlüsselt.

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    2022: Positiver Jahresabschluss



    Fotoquelle: freepik

    2022: Positiver Jahresabschluss

    Das Wirtschaftsjahr 2022 war geprägt von hoher Inflation und von den Auswirkungen der Corona­krise. Trotz dieser Herausforderungen hat der ZWA gut gewirtschaftet. Das haben die zuständige Wirtschaftsprüfgesellschaft sowie das Rechnungs­prüfungsamt bestätigt. „Wir sind mit dem positiven Ergebnis zufrieden. Über 1 Mio. Euro konnten wir für zukünftige Investitionen zurückstellen und in das Wirtschaftsjahr 2023 einfließen lassen“, erklärt Verbandsgeschäftsführer Franz-Xaver Kunert.

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