BTU-Studenten während der Präsentation ihrer Semesterarbeiten. Foto: LWG
Zukunftsweisend und innovativ
Die LWG möchte ihre Lehrwerkstatt zum wasserwirtschaftlichen Ausbilder Nr. 1 für Brandenburg und die Lausitz entwickeln und hat deshalb das Projekt „Wasserwirtschaftliches Bildungszentrum Lausitz“ gestartet. Für diesen Ansatz gibt es viel Zustimmung und Unterstützung seitens der Stadt Cottbus, der Staatskanzlei und der zuständigen Ministerien in Brandenburg und das Projekt wird über die Strukturförderung für die Lausitz co-finanziert.
Für die Planung hatte die LWG in enger Kooperation mit der BTU Cottbus Senftenberg Studenten aus dem Atelier für Regenerative Architecture eingeladen, das Projekt innerhalb einer Semesterarbeit umzusetzen. Insgesamt folgten 38 Studenten mit großem Engagement dieser Einladung und präsentierten insgesamt 16 kreative und recht unterschiedliche Planungsentwürfe. Kernstücke der Arbeiten waren nachhaltiges Bauen und das Zusammenwirken von Bestands- und Neubau, um die Entwicklung eines umfassenden Campus zu ermöglichen. Die Ideen und Kreativität der Studenten haben beeindruckt und bieten vielversprechende Ansätze für die Zukunft der Lehrwerkstatt.
Das Amt Kolkwitz erschließt gegenwärtig das neue Wohngebiet „Wiesengrund III“. Mit eingebunden ist dabei auch die LWG, die dort rund 260 Meter Trinkwasserleitungen und 215 Meter Abwasserleitungen verlegt hat. Dazu kamen noch ca. 25 Hausanschlüsse, ein Abwasserpumpwerk und die dazu gehörige Druckleitung.
In der Kläranlage Drebkau hat die LWG Lausitzer Wasser GmbH & Co. KG vor Kurzem den Sandfang erneuert, um das Abwasser weiterhin effizient und zuverlässig reinigen zu können. Der Betonbaukörper des alten Sandfanges war durch biogene Schwefelsäurekorrosion geschädigt worden und musste deshalb saniert werden.
Während der Bauzeit von zwei Wochen wurde das Abwasser am Sandfang vorbeigeleitet. Dazu wurden mehrere provisorische Druckleitungen vom Zulauf der Kläranlage zum Belebungsbecken verlegt. Dadurch konnte die Abwasserreinigung zu 100% gewährleistet werden.
Insgesamt sind 4.198 Einwohner der Stadt Drebkau und ihrer Ortsteile an diese Kläranlage angeschlossen. Die Kosten für diese Sanierungsmaßnahme betrugen auf 33.000 Euro.
Arbeiten der LWG in der Cottbuser Hammergrabensiedlung Foto: LWG
Weitere Erneuerung des Trinkwasserrohrnetzes
Seit August setzt die LWG in der Cottbuser Hammergrabensiedlung die Erneuerung des Trinkwasserrohrnetzes fort. Die dortigen Leitungen sind über 90 Jahre alt, aus Grauguss und Stahl und müssen deshalb nach und nach wegen Korrosion erneuert werden. Deshalb verlegen die LWG-Fachleute im Bereich Am Hammergraben 85 bis 92 und Bärenbrücker Straße 1 bis 4 eine neue Trinkwasserleitung aus Kunststoff.
Unterstützung für Deutsche-Bahn-Großprojekt in Cottbus
Unter der Bezeichnung „Das Neue Werk Cottbus“ errichtet die Deutsche Bahn in Cottbus an der Wilhelm-Külz-Straße gegenwärtig ihr größtes Instandhaltungswerk. Dabei geht es natürlich nicht ohne Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung – und diese Aufgaben sichert die LWG. So errichtete der Wasserversorger vor kurzem den Trinkwasserhausanschluss für die erste Halle und installierte zwei zusätzliche Hydranten.
Weitere neue Trinkwasserleitungen für Branitzer Siedlung
In diesem Sommer haben Mitarbeiter der LWG im Bereich Damaschkeallee/Clementinestr./Anton-Brückner-Str. auf einer Länge von rund 740 m neue Trinkwasserleitungen aus Polyethylen verlegt und damit die alten, anfällig gewordenen Leitungen aus Grauguss ersetzt. Damit hat der regionale Wasserversorger seit 1997 rund 6,5 km Trinkwasserversorgungsleitungen sowie viele Hausanschlüsse, Schieber und Hydranten in der Branitzer Siedlung erneuert.
Ringschluss für Kahren
In den vergangenen zwei Monaten hat die LWG im Cottbuser Ortsteil Kahren das Leitungsnetz modernisiert und erweitert, um zwei neue Ringschlüsse zu integrieren. Außerdem verlegten die Wasserfachleute etwa 360 m neue Versorgungsleitungen aus Kunststoff und ersetzten damit rund 40 Jahre alte Leitungen aus Stahl und Guss, die aufgrund ihrer Materialbeschaffenheit und des fortgeschrittenen Alters anfällig für Korrosion waren und damit eine potenzielle Gefahr darstellten. Mit dieser Maßnahme wird die Versorgungssicherheit in Kahren wesentlich gestärkt.
Trinkwasserleitung muss neuer Straße weichen
Rund um Kahren laufen umfassende Arbeiten am 2. Bauabschnitt für die neue Umgehungsstraße Cottbus. Auch die LWG war und ist daran beteiligt.
So mussten die Mitarbeiter des Unternehmens z.B. im Gebiet Waidmannsruh auf einer Länge von rund 335 Metern die dortige Trinkwasserleitung um rund 15 m verlegen, um den Bereich der neuen Straßenführung zu verlassen. Damit wurde gesichert, dass bei einem eventuellen späteren Schaden die Leitung überhaupt reparieren werden kann. Auch am Wappenhaus an der B 168 wurden rund 120 m Trinkwasserleitungen an einen neuen Standort verlegt, da hier ein neuer Fahrradweg entlang der Straße entstehen soll.
Wenn sich die Senioren der DNWAB zu ihrem alljährlichen Grillfest treffen, versammeln sich immer auch langjähriges Wissen und unzählige Erfahrungen am Bratrost. Ihre Ehemaligen nach dem Eintritt ins Rentenalter nicht zu vergessen, gehört zur Philosophie von menschlichem Miteinander bei der DNWAB.
Mantelschutzrohre mit extra dicker Wandung bohren die Abwasserdruckleitung durchs Erdreich. Foto: WAS
WAS STORKOW
Wie Limbo, nur unterm Wasser durch!
Seit Anfang Juni erneuert der WAS einen Teil der Abwasserdruckleitung um den Scharmützelsee. Blöd nur, dass die mehrere Gewässer kreuzt. Dank moderner Bau-Technologien jedoch kein Problem: Der neue Kanal macht einfach den Limbo!
Beim karibischen Tanz muss man sich unter der waagerechten Stange hindurch winden, ohne sie zu berühren. Bei dieser Baumaßnahme werden die Druckleitungen unter Gewässern und der Landesstraße L 422 hindurchgeführt. In der Fachsprache nennt man das eine Dükerung. Die Ringleitung entsorgt das Abwasser der Anwohner östlich des Scharmützelsees zur Kläranlage Storkow. Bisher verliefen Teile davon oberirdisch, was immer Umweltgefahren birgt. Keine schöne Vorstellung an so einem schönen See.
In sieben bis acht Metern Tiefe werden nun die 415 Meter Spezialrohre in einem besonders festen Schutzmantel durch den Kleinen Glubigsee nahe der B 246 und das Glubig-Melang-Fließ verlegt.
Bis Anfang Oktober dauern die grabenlosen Bauarbeiten noch an. So bleibt der Eingriff in Landschaft und Natur minimal.
Eine Wurzel hatte die Schelle am Druckrohr scheinbar mühelos auseinandergepresst.
Foto: MAWV
Am selben Tag war die neue Schelle montiert und dichtete die Leitung wieder ab.
Foto: MAWV
Wurzel sorgte für Ausnahmezustand
Dennoch war der Rohr-Schaden am selben Tag behoben
Rohrbrüche kommen immer mal wieder vor – zum Leidwesen von Wasser- und Abwasser-Fachleuten sowie Anwohnern. Der Schaden am 26. Juli hatte es ganz besonders in sich.
Im Morgengrauen trat in der Nähe des Krankenhauses von Königs Wusterhausen auf der Köpenicker Straße Abwasser aus. Ursache war eine Wurzel, die an einer Rohrschelle der Abwasserdruckleitung die Schweißnaht gesprengt hatte. Die Leitung selbst hatte nichts abbekommen. „Sechs Stunden später konnten wir die Druckleitung abschalten und hatten da mit dem Abpumpen der Fäkalienbrühe von der Straße schon begonnen“, blickt DNWAB-Techniker Mario Halpap zurück. Der Laie wundert sich und fragt: Warum dreht man nicht sofort den Abwasserhahn zu? Der Fachmann antwortet: Weil dann niemand mehr Trinkwasser nutzen dürfte beziehungsweise das Wasserwerk abgeschaltet werden müsste. „Hinzu kommt, dass wir uns in solchen Fällen auch erst mit großen Firmen wie dem Geflügelschlachthof in Niederlehme über eine Produktionsdrosselung abstimmen müssen, damit Abwasseranfall verringert wird“, so MAWV-Verbandsvorsteher Peter Sczepanski.
Bevor die havarierte Stelle repariert werden konnte, mussten die angebundenen Pumpwerke gedrosselt und mobil mit Fahrzeugen abgefahren werden. „Hier danken wir den Nachbarverbänden WARL und WSE, der DNWAB und den beteiligten Abfuhrunternehmen für ihre solidarische Unterstützung“, ist Peter Sczepanski wichtig zu erwähnen.
Die Auswechslung der schadhaften Schelle gegen eine neue war dann quasi nur noch eine Fingerübung. Mittlerweile ist vom Ausnahmezustand Ende Juli auch nichts mehr zu sehen. Allerdings betont MAWV-Technikchef Falko Börnecke: „Nach Auswertung der Havarie haben wir vor, ein Teilstück dieser Leitung in absehbarer Zeit auszuwechseln.“
Plötzlich ist es dunkel. Nichts geht mehr. Bei Stromausfall stehen auch die Anlagen der Wasserver- und Abwasserentsorgung still. Katastrophe!
Zum Glück gibt es Notstromaggregate. Sie stellen den Betrieb vorübergehend sicher, bis wieder Strom anliegt. Beim Zweckverband Komplexsanierung mittlerer Süden Zossen (KMS Zossen) ist ein Blackout zwar noch nicht vorgekommen, „aber man weiß ja nie. Darauf wollen wir vorbereitet sein“, begründet Verbandsvorsteherin Heike Nicolaus die Anschaffung eines stationären Notstromaggregats im Wasserwerk Rangsdorf. Bereits 2020 hatte der Zweckverband dafür 37.500 Euro Fördermittel (etwa ein Fünftel der Gesamtkosten) über das Konjunkturpaket der Bundesregierung für Maßnahmen der Wassersicherstellung bewilligt bekommen. „Im September 2022 haben wir die Anlage bestellt, Anfang Juni dieses Jahres wurde sie geliefert und angeklemmt“, so Heike Nicolaus. In dieser Zeit nutzten die Fachleute ein mobiles Aggregat, falls die Energieversorgung schlapp machen würde. „Es ist ein gutes Gefühl, die Versorgungssicherheit bei Stromausfall gesichert zu wissen“, freut sich die Verbandsvorsteherin.
Anfang Juni setzte ein Kran das Aggregat an seinen geplanten Platz.
Foto: KMS Zossen
Moderne Technik für den Ernstfall – das neue Notstromaggregat des KMS im Wasserwerk Rangsdorf.