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Bei Instagram geben wir Ihnen u.a. Einblicke in aktuelle WAL-Projekte.

 



WAL digital

500+ – Danke!

Unsere Community wächst: Inzwischen folgen uns mehr als 500 Wasser-Interessierte auf Instagram. Darüber freuen wir uns sehr! Auf dem Kanal @wal_senftenberg geben wir Einblicke in aktuelle Projekte – etwa im Trinkwasserverbund „Lausitzer Revier“, unsere tägliche Arbeit, informieren über den Wert unseres Lebensmittels Nr.1 und zeigen, was unsere wasserreiche Region besonders macht. Schön, dass Sie uns auch digital begleiten!

Folge Sie auch gerne unserem schnelle Kanal WAL Senftenberg auf WhatsApp

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Schnell noch den Wasserzähler einmummeln!

 



Schnell noch den Wasserzähler einmummeln!

Die Dahlien sind ausgegraben, die Gartenmöbel eingemottet, frostempfindliche Kübelpflanzen stehen im kühlen Keller – aber an den Wasserzähler hat niemand gedacht? Dann wird‘s höchste Zeit, denn die ersten Minusgrade hatten wir ja bereits.

Eingefrorene Zähler können im schlimmsten Fall bersten, was unnötige Kosten verursacht.

Mit einfachen Tricks lassen sich alle Wasserversorgungsanlagen im und am Haus winterfest machen:  

  • Überprüfen Sie die Räume, in denen Wasserzähler installiert sind, auf die dort vorherrschende Temperatur. Sie muss auf jeden Fall Plusgrade haben.
  • Schauen Sie nach, ob die Fenster ausreichend abgedichtet sind, sodass Frost keine Chance hat, „einzusteigen“.
  • Es empfiehlt sich, bei Frost die Türen und Fenster generell geschlossen zu halten.  
  • Frostgefährdete Wasserzähler packen Sie am besten mit Dämm- oder Isolationsmaterial ein. Im Außenbereich bieten sich Isolier- oder Thermohauben aus dem Baumarkt oder Internethandel an.

So (aus-)gerüstet kommen Sie und Ihre Wasseruhren gut durch den Winter.

Spätestens wenn die Bodenfröste zum Alltag gehören, sollte Ihr Wasserzähler – so nicht in geheizten Räumen untergebracht – sicher verwahrt werden.

Montage: canva; KI generiert

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Brauchen Sie überhaupt noch eine Selbstablesekarte? Vielleicht!

 



Jahresverbrauchsabrechnung 2026

Der Countdown läuft …

„Nanu“, mag sich der eine oder andere in Kürze wundern, „warum steht auf meiner Selbstablesekarte denn nur noch eine Zählernummer statt wie früher zwei?“ Das ist schnell erklärt!

Montage: canva

Auch im Verbandsgebiet des WAL Senftenberg ist bei der Verbrauchsabrechnung längst das digitale Zeitalter eingezogen. Rund 16.000 Haushalte verfügen bereits über einen sogenannten Funkzähler, der bald flächendeckend Standard sein wird.

Sein großer Vorteil gegenüber den herkömmlichen Geräten mit dem kleinen Flügelrad: Die Ablesung erfolgt zum gewöhnlichen Ablesezeitraum im „Drive-by-Modus“, das heißt, ein Fahrzeug mit entsprechendem Empfänger fährt an den Häusern vorbei und fängt die Signale sicher ein.

Wer also zu Hause nur einen Wasserzähler installiert hat, der wird von der Ablesung gar nichts mehr mitbekommen – bis Anfang des kommenden Jahres der Bescheid im Briefkasten liegt.

Erreicht Sie trotz installiertem Funkzähler dennoch eine Ablesekarte, und zwar mit nur einer aufgedruckten Zählernummer, so bezieht sich diese auf einen Unterzähler – aller Wahrscheinlichkeit nach auf den Wasserverbrauch im Garten, kurz GUZ (Gartenunterzähler).

Damit der Verbrauch im Außenbereich bei der Berechnung der Schmutzwasser-Gebühren zu Ihrem Vorteil berücksichtigt werden kann, müssen Sie den (unbedingt korrekt geeichten!) „GUZ“ ablesen und den Stand übermitteln. Wer sich den Gang zum Briefkasten sparen will, meldet sich im Online-Kundenportal an und erledigt es bequem mit nur wenigen Klicks.

Jetzt im WAL-Kundenportal anmelden

Mit Ihrer Registrierung im neuen Online-Kundenportal vom Wasserverband Lausitz bekommen Sie einen blitzschnellen Draht zum WAL. Und Sie haben jederzeit Zugriff auf Ihre hinterlegten Daten.

Den Zählerstand melden? Am Smartphone! Den Abschlag ändern? Dauert keine 2 Minuten. Die Bank gewechselt? Gleich mal das Lastschriftmandat anpassen. – Eine breite Palette an Dienstleistungen steht Ihnen im neuen Kundenportal des WAL rund um die Uhr zur Verfügung. Durch eine mittlerweile übliche 2-Faktor-Authentifizierung sind alle Daten sicher verwahrt und nur für Sie als Nutzer bzw. Nutzerin einsehbar. Probieren Sie es gleich aus. Den Zugang finden Sie unmittelbar auf der Startseite von www.wasserverband-lausitz.de. Mehr dazu in der Dezember-Ausgabe der Lausitzer WASSERZEITUNG.

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Eine außergewöhnliche Lebensleistung fürs Wasser

 



Nachruf

Eine außergewöhnliche Lebensleistung fürs Wasser

Es ist erst wenige Wochen her, dass der Wasserverband Lausitz (WAL) und sein Betriebsführer mit Turgut Pencereci in Senftenberg auf erfolgreiche 20 Jahre Betriebsführung angestoßen haben. Für das 2006 aus der Taufe gehobene Unternehmens-Modell hatte der langjährige Geschäftsführer des Landeswasserverbandstages Brandenburg und geachtete Rechtsanwalt maßgeblich die vertragliche Grundlage entwickelt. Heute sprechen wir von einer Entscheidung, die dem WAL seine Entwicklung zu einem leistungsfähigen und geschätzten Ver- und Entsorger ermöglichte. Die Berufung von Turgut Pencereci in den Beirat des WAL dieses Jahr war nur selbstverständlich, denn wir wollten auch die nächsten Meilensteine gemeinsam anpacken.

Foto: WAL/St. Rasche

Der tragische Tod von Turgut Pencereci markiert einen tiefen Einschnitt – nicht nur für den Wasserverband Lausitz und seinen Betriebsführer WAL-Betrieb, sondern für die kommunale Wasserwirtschaft in Brandenburg insgesamt. Wie kein anderer Branchenvertreter wusste er die drängenden Anliegen der Daseinsvorsorge im Bereich Wasser/Abwasser in Behörden und Landespolitik zu tragen. Was Turgut Pencereci als Kommunikator, Kümmerer und Vermittler auf seinen Schultern getragen hat, wird nun auf mehrere Nachfolger verteilt werden müssen. Einen wie ihn – mit jahrzehntelanger, vertrauensgeprägter Vernetzung in der gesamten Bundesrepublik und profundem Detailwissen – wird es so schnell nicht wieder geben.

Wir verneigen uns vor einer außergewöhnlichen Lebensleistung für unser Lebensmittel Nr. 1 und sprechen seiner Familie unser tief empfundenes Beileid aus.

Christoph Maschek,
Verbandsvorsteher
Wasserverband Lausitz (WAL)
Patrick Laurisch u. Thomas Schiller,
Geschäftsführer WAL-Betrieb

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Die ersten Tage bei WAL-Betrieb

 



Die ersten Tage bei WAL-Betrieb:

Von Lillys gutem Gefühl, willkommen zu sein

Sechs neue Auszubildende starteten am 1. September bei WAL-Betrieb ins Berufsleben: drei Anlagenmechaniker und drei Industriekaufleute. Zu letzteren gehört Lilly Swat, die uns vom Beginn ihres neuen Lebensabschnitts erzählt.

Auf geht’s ins neue Ausbildungsjahr (v.l.n.r.): Jessica Quasnitschka (Ausbilderin), Ricardo Förster (Industrie-kaufmann), Steven Manig (Ausbilder), Lilly Swat (Industriekauffrau), Lenny Kubisch (Anlagenmechaniker), Patrick Laurisch (Kfm. Geschäftsführer), Valentino Herrchen (Anlagenmechaniker), Tobias Hienzsch (Anlagen-mechaniker), Thomas Schiller (Techn. Geschäftsführer) und Nils Laurisch (Industriekaufmann).

Foto: WAL-Betrieb

Gespannt und aufgeregt – mit diesen Attributen beschreibt die 16-Jährige den ersten Tag der Ausbildung. Was würde sie und ihre Mitstreiter erwarten? Endlich würden alle den Betrieb und die zukünftigen Kolleginnen und Kollegen persönlich kennenlernen.

Los ging’s um 8 Uhr im Verwaltungsgebäude am Stadthafen in Senftenberg. „Nach einer herzlichen Begrüßung konnten wir zunächst in Ruhe ankommen und uns untereinander austauschen. Einige Gesichter, wie die der anderen Auszubildenden, unserer Ausbilder und Geschäftsführer, kannten wir bereits vom vorherigen Azubitag.“

Die Neuen erfahren nun mehr über WAL-Betrieb und die vielfältigen Aufgaben des Unternehmens, erhalten Arbeitsmaterialien und richten gemeinsam Laptops und Zugänge ein. „Bei einem Rundgang durch den Hauptstandort lernten wir außerdem verschiedene Arbeitsbereiche und Kolleginnen und Kollegen kennen und konnten erste Fragen stellen.“

Besonders spannend wurde es anschließend außerhalb der Verwaltung: „Bei einer Führung durch das Wasserwerk Tettau konnten wir direkt sehen, wie Trinkwasser gewonnen, aufbereitet und für die Versorgung bereitgestellt wird. Uns wurden verschiedene Anlagen und technische Einrichtungen gezeigt und ihre Funktionen erklärt.“ Dabei wird allen bewusst, wie viele Prozesse dahinterstecken, bis zu Hause ganz selbstverständlich das Trinkwasser aus dem Hahn fließt.

Auch die Arbeit des Netzservice lernen die Azubis näher kennen. Wie gelangt das Trinkwasser über das Leitungsnetz zu den Kunden und welche Aufgaben fallen bei Wartung, Kontrolle und Instandhaltung an? „Für uns war es besonders interessant, die technischen Abläufe einmal vor Ort zu sehen, die wir während unserer Ausbildung später auch kaufmännisch begleiten werden“, so Lilly Swat.

Die allererste Mittagspause verbringen die zukünftigen Fachkräfte gemeinsam am Stadthafen – bei herrlichem Wetter und einigen lustigen Gesprächen. „Gerade am ersten Tag war es schön, nicht nur über die Arbeit zu sprechen, sondern auch als Gruppe zusammenzufinden. Nach diesem abwechslungsreichen Start freuen wir uns nun darauf, die verschiedenen Abteilungen kennenzulernen, selbst mitzuarbeiten und Schritt für Schritt in unsere Ausbildung zu starten.“ Das Wichtigste am Ende des Tages war jedoch: das gute Gefühl, willkommen zu sein.

Werde Verwaltungsfachangestellte/r (m/w/d) bei WAL-Betrieb!

Starten Sie 2027 Ihre Karriere bei WAL-Betrieb und gestalten Sie die Verwaltung von morgen mit!

Die einzelnen Mitglieder im Trinkwasserverbund „Lausitzer Revier“ setzen derzeit zahlreiche Projekte aus dem technischen Gesamtkonzept um. Als Vorstand der ewag kamenz bin ich dem Wasserverband Lausitz sehr dankbar, dass wir in enger kooperativer Zusammenarbeit die Baumaßnahmen sowohl beim WAL in Brandenburg als auch im Gebiet der ewag kamenz in Sachsen top vorbereiten und somit gut baulich umsetzen können. So machen wir gemeinsam die Trinkwasserversorgung fit für die Zeit nach dem Braunkohlebergbau!

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Wassernutzungsentgelt in Brandenburg: Abgabe hoch – Verbrauch runter?

 



Wassernutzungsentgelt soll in Brandenburg steigen

Abgabe hoch – Verbrauch runter?

Von der für das kommende Jahr geplanten Erhöhung des Wassernutzungsentgeltes um 20 Prozent verspricht sich die Landesregierung einen „Anreiz für einen sparsamen und verantwortungsvollen Umgang mit Wasser.“ Daher die Anpassung der Abgabe „an die allgemeine Preisentwicklung“. Der finale Beschluss des Landesparlamentes lag bei Redaktionsschluss dieser Zeitung noch nicht vor.

Grafik: SPREE-PR

„Die Erhöhung ist ohne reale Einspruchsmöglichkeit beschlossen worden und sie wird nicht zum sparsamen Verbrauch beitragen“, reagiert WAL-Verbandsvorsteher Christoph Maschek auf den Beschluss der Landesregierung vom 1. September. 20 Prozent Erhöhung, das bedeutet 2 Cent pro Kubikmeter mehr auf die Mengengebühr Trinkwasser, das etwa durch den Wasserverband Lausitz (WAL) dem Grundwasser entnommen wird. Auf Industrie, Gewerbe und Bergbau kämen ebenfalls höhere Kosten zu. Die Landwirtschaft müsste erst ab 2028 überhaupt erstmals zahlen.

„Als Abgabe ist das Wassernutzungsentgelt zweckgebunden der Wawi wieder zuzuführen.“ Dafür fordert der WAL-Chef zwei Kategorien, um den Rückfluss tatsächlich in die Siedlungswasserwirtschaft, also Unternehmen der Daseinsvorsorge, bzw. zur Gewässerbewirtschaftung zu realisieren:

  • Mehreinnahmen des Landes aus der Entnahme zur Trinkwasserversorgung – was uns beträfe – müssen in Maßnahmen der Daseinsvorsorge und zur langfristigen Wassersicherstellung zurückfließen.
  • Was etwa bei Bergbauunternehmen oder aus der Landwirtschaft abgeschöpft wird, sollte in den Wasserrückhalt, Deichbau oder in Retentions- und Renaturierungsmaßnahmen investiert werden.

Christoph Maschek hält darüber hinaus eine Gleichbehandlung aller Bundesländer für zwingend erforderlich, um länderübergreifende Verbundlösungen zu realisieren. „Aber bitte nicht auf dem Niveau von Berlin“, verweist er auf das dort bereits bei 0,30 Cent pro Kubikmeter teure Wasserentnahmeentgelt. Übrigens. Für bis zu 3.000 m³ pro Jahr wird grundsätzlich kein Entgelt erhoben. Diese Menge entspricht weniger als einem Dreizehntel dessen, was im Wasserwerk Tettau des WAL gefördert wird – tagtäglich

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Potsdams Umwelt-Staatssekretär Dr. Stephan Nickisch

 



Drei Fragen an:

Potsdams Umwelt-Staatssekretär Dr. Stephan Nickisch

Umwelt-Staatssekretär Dr. Stephan Nickisch im August am Wasserwerk Tettau.

Foto: seenluft24

Welchen Stellenwert hat das Thema „Trinkwasser“ für Ihren Arbeitsbereich?

Das Thema Wasser hat sich in den zurückliegenden Jahren als die zentrale und zugleich schwierigste Frage bei der notwendigen Anpassung an die Folgen des Klimawandels herauskristallisiert. Hieran knüpfen sich vielfältige Interessen und Nutzungsansprüche, zwischen denen stets aufs Neue abzuwägen ist. Die Vorrangstellung der öffentlichen Trinkwasserversorgung zu stärken, ist hierbei ein Kernanliegen, das wir Schritt für Schritt umsetzen wollen; so auch im Zuge der anstehenden Wasserrechtsnovelle. Zugleich müssen wir bereits heute damit beginnen, vorausschauend Lösungswege zu finden, für die womöglich erst in den kommenden Jahrzehnten der konkrete Bedarf eintritt. Je entschiedener die Wasserversorger diese Herausforderung annehmen, umso besser wird auch die Umsetzung erforderlicher Maßnahmen gelingen.

Welche Eindrücke haben Sie vom Besuch des WAL-Wasserwerkes in Tettau mitgenommen?

Das Wasserwerk Tettau hat mich mit seinen modernen Anlagen beeindruckt und einmal mehr vor Augen geführt, welche Komplexität sich hinter dem Gesamtsystem der öffentlichen Trinkwasserversorgung verbirgt: Schließlich wird hier 365 Tage im Jahr rund um die Uhr eine Leistung für die Allgemeinheit erbracht, über die beim täglichen Griff zum Wasserhahn kaum jemand nachdenkt, weil eine zuverlässige und sicher verfügbare Wasserversorgung als selbstverständlich wahrgenommen wird.

Wie bewerten Sie Groß-Investitionen, wie sie derzeit vom WAL im länderübergreifenden Trinkwasserverbund Lausitzer Revier umgesetzt werden?

Die Trinkwasserversorgung der gesamten Region war und ist über viele Jahrzehnte eng mit dem Bergbau verbunden. Auch heute, wo es gilt, den Strukturwandel in der Lausitz zu ermöglichen und Voraussetzungen für eine Lausitz nach dem Bergbau zu schaffen, halten die Wasserversorger mit den notwendigen Veränderungen Schritt. Besonders hervorheben ist, dass dieses anspruchsvolle Vorhaben auf Grundlage der kommunalen Zusammenarbeit entwickelt und umgesetzt wird. An dem entstehenden Verbundsystem beteiligen sich vier sächsische und zwei brandenburgische Wasserversorger. Sie werden neben den mehr als 200.000 Einwohnern auch bedeutsame Industrie- und Gewerbestandorte versorgt, so u.a. die BASF, den Industriepark Schwarze Pumpe oder die Großmolkerei Leppersdorf. Ich gehe davon aus, dass zukünftig regionale Verbundsysteme auch in anderen Teilen des Landes einen wichtigen Beitrag zur langfristigen Sicherstellung der Trinkwasserversorgung leisten werden.

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Der WAL klotzt ran – während der Amtsschimmel kräftig wiehert

 



WAL klotzt ran – während der Amtsschimmel kräftig wiehert

Wie das „Lausitzer Revier“ gegen Bürokratie kämpft

Niedrige Wasserpegel, dürstende Natur, Hitzestress für alle: „Wasser wird zu einem entscheidenden Faktor für die Zukunftsfähigkeit Deutschlands.“ – So formulierte es die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. Ende August in einer Pressemitteilung. Doch wie der WAL bei seinen kräftigen Investitionen für den Trinkwasserverbund „Lausitzer Revier“ feststellen muss, ist diese Erkenntnis noch nicht überall angekommen – zum Beispiel in Genehmigungsbehörden.

Foto: WAL; KI generiert (Pferd)

Dass dem Lausitzer Revier das Lebenselixier nicht ausgeht, dafür arbeiten der WAL und fünf benachbarte sächsische Partner in ihrem einmaligen, länderübergreifenden Trinkwasserverbund eng zusammen. Die neue bzw. erweiterte Infrastruktur für höchste langfristige Versorgungssicherheit in der gesamten Region fügt sich Stück um Stück zusammen. „Unsere beiden aktuellen Projekte liegen punktgenau im Zeitplan“, schaut Verbandsvorsteher Christoph Maschek auf die Terminpläne für die neu zu bauenden Druckerhöhungsstationen von Lauchhammer und Allmosen. „Ich müsste wahrscheinlich sagen, dass wir ‚noch‘ im Zeitplan liegen, denn im Herbst nehmen uns die behördlichen Vorgaben ordentlich in den Schwitzkasten.“

Ein Zaun für den Zaun

Die neue Druckerhöhungsstation Lauchhammer entsteht gleich neben der bisherigen, zu Füßen des historischen Wasserturmes am Stadtwald. Durch die Bauarbeiten ist eine zeitlich begrenzte Störung der heimischen Tierwelt unvermeidlich. Dafür hat der Gesetzgeber vorgesorgt. Demgemäß wurden notwendige Maßnahmen auf einer Orts-Begehung besprochen. Doch wo liegen die Grenzen des „Notwendigen“?

„Wir wurden also zum Beispiel aufgefordert, um den Amphibienschutzzaun am Waldrand einen weiteren Bauzaun aufzustellen, damit die Baufirmen den Amphibienschutzzaun nicht beschädigen!“, atmet Christoph Maschek tief durch. „Vielleicht weil doppelt besser hält? Das kostet alles Geld und Zeit!“ Und damit nicht genug. „Außerdem darf im Prinzip erst eine Stunde nach Sonnenaufgang mit Bauaktivitäten begonnen werden, die spätesten eine Stunde vor Sonnenuntergang aufzuhören haben – um die Vögel nicht zu stören.“ Das hieße, im Herbst bliebe den Arbeitern wenig Tageslicht übrig. „Als Konsequenz hat die bauausführende Firma ein Beleuchtungskonzept erstellt.“ Was das am Ende bedeutet, liegt für Christoph Maschek auf der Hand: „Nämlich auch, dass ich den Gesamtzeitraum, in dem ich die Vogelwelt hier störe, unnötig verlängere. Ich finde, an dieser Stelle müssen Entscheidungen mit gesundem Menschenverstand her – auch in den zuständigen Naturschutzbehörden.“ Ein kurzer Anruf bei Unklarheiten könnte vieles „auf kurzem Dienstweg“ entschärfen.

Schema F auf DIN A 4

Mit Fragestellungen, die mit dem eigentlichen Bauprojekt nichts zu tun haben, kämpfen die Projektverantwortlichen beim Wasserverband Lausitz Tag für Tag. Ein auf Vergaberecht spezialisierter Rechtsanwalt begleitet die Investitionen fürs „Lausitzer Revier“, um mit allen Verpflichtungen bis auf die letzte Kommastelle konform zu gehen und späteren behördlichen Prüfungen standhalten zu können. „Angesichts der Größe unserer Investitionen suchen wir meist schon vorab das Gespräch mit den Mitarbeitern der zuständigen Genehmigungsbehörden, aber dort muss man erstmal offene Ohren finden“, beklagt der Verbandsvorsteher seine limitierten Möglichkeiten, drohende Zusatzaufgaben klein zu halten. „Es gibt immer wieder Verwaltungsvorgaben, die ohne jede Ortskenntnis vom Schreibtisch aus nach Schema F formuliert werden. Das wird in aller Regel unseren Bedürfnissen nicht gerecht. Und ich betone: Wir erwarten keine Sonderbehandlung. Aber wir reden in unserem Fall über unverzichtbare Daseinsvorsorge, also die Versorgung mit dem Lebensmittel Nr. 1, dem Trinkwasser.“

20 % Bürokratiekosten

Flora-Fauna-Kartierung, Entwässerungskonzepte für Photovoltaikanlagen, Ersatzpflanzungen auf Ausgleichsflächen. – Derartige Kosten, die neben der Bauleistung selbst aufzubringen sind, summieren sich beim Wasserverband Lausitz mittlerweile auf rund 20 Prozent einer Investition. „Auch das muss ja jemand bezahlen, und zwar der WAL-Kunde“, fasst es Christoph Maschek mal in konkrete Zahlen: „Wenn ich also für die erwähnten Druckerhöhungsstationen in Allmosen und Lauchhammer rund 1,1 Millionen Euro Eigenmittel aufwende, gehen allein mehr als 200.000 Euro für sogenannte Baunebenkosten drauf.“
Es sei unabdingbar, den Turbo in Sachen Entbürokratisierung zu zünden, so der Verbandsvorsteher. Die „luxuriösen Zeiten“, in denen Bürokratie zähneknirschend aber ohne wirtschaftlichen Schaden bewältigt werden konnte, seien längst vorbei. „Die Wasserwirtschaft als Teil der kritischen Infrastruktur investiert ja nicht zum Spaß, sondern um den Alltag aller Menschen und Unternehmen unter immer schwierigeren weltpolitischen und klimatischen Bedingungen am Laufen zu halten.“ Notwendig – ja, notwendig! – seien pragmatische Lösungen, die der Bedeutung der Daseinsvorsorge – auch als Voraussetzung für neue wirtschaftliche Ansiedlungen! – gerecht werden.

Reges Bautreiben im Trinkwasserverbund Lausitzer Revier

Torsten Pfuhl, Vorstand ewag kamenz

Die einzelnen Mitglieder im Trinkwasserverbund „Lausitzer Revier“ setzen derzeit zahlreiche Projekte aus dem technischen Gesamtkonzept um. Als Vorstand der ewag kamenz bin ich dem Wasserverband Lausitz sehr dankbar, dass wir in enger kooperativer Zusammenarbeit die Baumaßnahmen sowohl beim WAL in Brandenburg als auch im Gebiet der ewag kamenz in Sachsen top vorbereiten und somit gut baulich umsetzen können. So machen wir gemeinsam die Trinkwasserversorgung fit für die Zeit nach dem Braunkohlebergbau!

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Wunderbare Wasserfeste – auch beim WAL

 



Wunderbare Wasserfeste – auch beim WAL

Die großartige Eröffnung des Lausitzer Seenverbundes, 20 Jahre erfolgreiche Betriebsführung des WAL – und ein unvergesslicher „Tag der offenen Tür“ im Wasserwerk Tettau: Dieser Sommer startete wahrhaft spektakulär!

Die raffinierten Schlagzeuger der Weberknechte aus Finsterwalde (Bild rechts) sind bereits beliebte und gern gesehene Stammgäste bei Veranstaltungen des WAL. – Währenddessen nutzten viele Besucher die Gelegenheit für eine spannende Führung durch eines der stärksten Wasserwerke Brandenburgs. Im Juli wurden auch „20 Jahre Betriebsführung“ (Bild Mitte) begangen.
Fotos: WAL/Rasche; WAL-Betrieb

Zum Besuch der „Herzkammer der regionalen Wasserversorgung“ hatten WAL und WAL-Betrieb genau eine Woche nach historischen Höchsttemperaturen – auch in der Oberlausitz! – geladen. An der Wetterstation Klettwitz war das Quecksilber am letzten Juni-Wochenende auf über 41 Grad geklettert, und der Wasserverbrauch schraubte sich dementsprechend ebenfalls in die Höhe. Dank seines potenten Wasserwerkes konnte der WAL die erwartbaren Spitzenverbräuche sicher abdecken. Und am „Tag der offenen Tür“ am 4. Juli erfuhren die Besucher aus erster Hand, wie das zu schaffen war. Bis zu 40.000 Kubikmeter Trinkwasser werden hier täglich ins Verteilungssystem eingespeist. Und es ist sogar noch etwas „Luft nach oben“.

Der Wasserverband Lausitz (WAL) bedankt sich bei allen, die sich für einen unterhaltsamen und informativen Tag auf den Weg nach Tettau gemacht hatten, sowie bei allen Partnern und Künstlern für die Bereicherung des Tages.

Einen Video-Beitrag über den „Tag der offenen Tür“ im Wasserwerk Tettau finden Sie auf YouTube

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WAL digital … mit E-Paper, Instagram und WhatsApp

 



WAL digital … mit E-Paper, Instagram und WhatsApp

Das E-Paper der Lausitzer WASSERZEITUNG kennen Sie schon! Und wissen, dass Sie hier bequem – per Smartphone oder Tablet – auch am neuen Wasserrätsel sofort teilnehmen und Ihre Gewinnchance sichern können.

Und da Sie Ihr mobiles Gerät schon mal in der Hand haben: Folgen Sie uns gerne auf instagram.com/wal_senftenberg/. Auch einen eigenen WhatsApp-Kanal füttert der WAL – falls unsere Infos Sie mal ganz besonders schnell erreichen müssen.

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