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Author: wz_admin

Die Gebühren ändern sich

 




Trinkwasser kostet 4 Cent mehr, Abfuhr von Sammelgruben wird günstiger

Die Gebühren ändern sich

Alle zwei Jahre nimmt der Zweckverband seine Gebühren für Trink- und Abwasser unter die Lupe. Für Kunden bedeutet das: Ab Januar gelten neue Mengengebühren.

2,07 Euro für 1.000 Liter Trinkwasser. Ein Kasten mit 12 Ein-Liter-Flaschen Leitungswasser würde also weniger als 2,5 Cent kosten. Damit bleibt Trinkwasser auch weiterhin ein sehr preisgünstiges Lebensmittel. Wohl bekomm’s!

Foto: SPREE-PR/Petsch, Grafik: SPREE-PR

Wie verändern sich die Gebühren fürs Trinkwasser?

Ein Kubikmeter kostete bisher 2,03 Euro (netto). Ab Januar sind es 2,07 Euro (netto).

Was kostet zentral entsorgtes Abwasser?

Hier steigen die Gebühren um 13 Cent pro Kubikmeter: von 4,71 auf 4,84 Euro.

Was kostet dezentral entsorgtes Abwasser?

„Wer eine Sammelgrube hat, zahlt ab 2026 weniger“, sagt Andy Thierbach: Hier sinken die Gebühren von 11,76 auf 9,97 Euro je Kubikmeter. Für Fäkalschlamm aus Kleinkläranlagen steigt der Betrag um 1,84 Euro je Kubikmeter.

Warum steigen die Gebühren?

Maßgeblich für die Kalkulation sind die Einnahmen und Ausgaben aus dem Wirtschaftsplan.
Die Einnahmen ergeben sich vordergründig aus den verkauften Wassermengen. Beispiele für Ausgaben sind Kosten für Wartungen, Reparaturen und den Betrieb von Netzen und Anlagen, geplante Investitionen, Abschreibungen sowie Personalkosten. „Dieser Bereich ist nach wie vor von vielen Kostensteigerungen geprägt“, unterstreicht Andy Thierbach, der Geschäftsführer des Wasser- und Abwasserverbandes Wittstock.

Ein anderer Punkt sind Nachkalkulationen. „Alle Gebühren werden auf Basis von Kalkulationen ermittelt, sind also Prognosen ausgehend von den jeweils aktuellen Gegebenheiten. Wie hoch Einnahmen und Ausgaben tatsächlich sind, ergibt sich erst im Nachhinein über die jeweiligen Jahresabschlüsse.“ Der Verband ist deshalb für jedes Jahr zu einer Nachkalkulation verpflichtet. „Diese weist zum Beispiel im Bereich Trinkwasser für die Jahre 2022 und 2023 eine Unterdeckung – also ein Minus – von rund 235.000 Euro aus.“ Eine Ursache dafür seien allgemeine Kostensteigerungen.

Eine andere Ursache ist, dass der Verband weniger Wasser verkauft habe als angenommen. „Dieses Minus fließt nun mit in die aktuelle Kalkulation ein und wirkt sich gebührensteigernd aus.“ Bei der Abfuhr von Sammelgruben ist es umgedreht: „Hier ergab sich in der Nachkalkulation eine Überdeckung von 48.000 Euro – was sich in diesem Bereich nun gebührensenkend auswirkt.“

In der Übersicht sehen Sie, wie sich die Mengengebühren ab 2026 verändern.

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Warum Obst und Gemüse im Winter nicht nur was fürs Auge sind

 



Farbe auf den Teller!

Warum Obst und Gemüse im Winter nicht nur was fürs Auge sind

Oh du schöne Weihnachtszeit, hältst Plätzchen und Gänsebraten für uns bereit. Läuft Ihnen da auch das Wasser im Mund zusammen? Doch Achtung, die kalorienreichen Leckereien haben es in sich! Wir verraten Ihnen, wie Sie lästige Kilos vermeiden und fit durch die kalte Jahreszeit kommen.

Bunt und gesund: Gute Ernährung und kochen kann im Winter richtig Spaß machen.
Foto: SPREE-PR/Wolf

Fehlendes Sonnenlicht und niedrige Temperaturen fördern im Winter Erkältungskrankheiten. Daher sollten wir unser Immunsystem rechtzeitig stärken. Eine ausgewogene Ernährung hilft dabei, den Körper mit allen wichtigen Nährstoffen zu versorgen. Diese stecken vor allem in frischen, saisonalen Lebensmitteln aus der Region.

Abwechslungsreich und bunt

Wurzeln, Knollen und Kohlarten haben im Winter Saison. Sie haben sehr viele Nährstoffe, da sie erst bei niedrigen Temperaturen geerntet werden, und sind besonders im gebackenen oder gedünsteten Zustand bekömmlich. Gestalten Sie Ihren Speiseplan so bunt wie möglich. Nur eine ausgewogene Vielfalt an Obst, Gemüse, magerem Fleisch, Milchprodukten, Vollkorngetreide sowie guten Fetten deckt unseren Nährstoff- und Energiebedarf. Wie wäre es morgens mit einem warmen Haferflocken-Porridge? Ein wenig Zimt, Nüsse und Trockenfrüchte dazu, dann starten Sie wohlig und fit in den Tag. Die Ballaststoffe halten lange satt und unterstützen das Mikrobiom im Darm – und damit Ihre Abwehrkräfte. Wer bereits erkältet ist, sollte auf Milchprodukte und Fertiggerichte verzichten, denn sie fördern Entzündungen.

Beim Einkauf am besten auf ­frische, regionale Produkte achten.
Foto: SPREE-PR/Wolf

Gesund und wohltuend

Wintergemüse, besonders Wirsing, ist sowohl nährstoffreich als auch kalorien-, cholesterin- und fettarm. Es enthält antientzündliche Stoffe und die Ballaststoffe fördern eine gesunde Darmflora. Für Naschkatzen empfiehlt sich Winterobst. Das spart Kalorien, liefert Antioxidantien und viel Vitamin C, welches für das Immunsystem und für die Eisenaufnahme unverzichtbar ist. Bei Äpfeln und Birnen sollten späte Herbstsorten gewählt werden, bei Zitrusfrüchten vor allem 
Bio-Qualität. Tiefkühlobst wird erntefrisch schockgefrostet und behält dadurch seine Vitamine. Trockenfrüchte regen die Verdauung an, enthalten aber viel Zucker. Um den Vitamin-D-Mangel-bedingten Winterblues abzufangen, eignen sich Nüsse, denn sie liefern das Glückshormon Serotonin. Eine Handvoll pro Tag genügt, sonst landen die gesunden Fette schnell auf den Hüften. Gewürze und Kräuter dagegen wärmen von innen, regen den Stoffwechsel an. Ein besonders intensiver Effekt wird Oregano und Brunnenkresse nachgesagt.

K(l)eine Sünde für alle, die zwischendurch doch was Süßes brauchen: Zartbitterschokoladen-Mousse. Zartbitterschokolade hat einen ­positiven Effekt auf das Herz-Kreislauf-­System, da sie die Gefäße erweitert.
Foto: SPREE-PR/Pils

Bitter, aber lecker

Wussten Sie, dass Bitterstoffe, außer bei Kürbisgewächsen wie Zucchini, sehr gesund und in vielen Wintergemüsesorten, Kräutern und Gewürzen enthalten sind? Studien belegen, dass Bitterstoffe entzündungshemmende Wirkstoffe besitzen, die Muskeln entspannen, die Bronchien weiten sowie das Herz-Kreislauf- und Immunsystem stärken. Sie regen die Fettverbrennung und die Leberentgiftung an und fördern die Magen-Darm-Tätigkeit. Außerdem wird das Abnehmen unterstützt, da der bittere Geschmack den Appetit reduziert, den Blutzucker stabilisiert und das negative Cholesterin senkt. Man ist länger satt und hat weniger Heißhunger­attacken. Auch der Säuregehalt im Körper wird durch Bitterstoffe reduziert, was Erkrankungen vorbeugt oder deren Symptome mildern kann. Positive Effekte werden ihnen auch bei Müdigkeit, Stress, Depressionen und Fieber zugeschrieben. Bitterstoffe sind also eine hervorragende Wahl – nicht nur in der Weihnachtszeit.

    Tipps gegen den Winterblues

  • Jeder hat ein individuelles Energielevel. Wer schnell friert, sollte besonders im Winter
    auf ­rohes Gemüse verzichten
    und stattdessen wärmende Speisen und Getränke wählen.

  • Spaziergänge an der frischen Luft versorgen uns mit Sauerstoff und Vitamin D, bringen gute Laune und bauen Stress ab.
    Auch (Krafttraining) lohnt sich. Neben zusätzlicher Wärmeenergie werden beim Muskelaufbau entzündungshemmende Hormone produziert, die das Immunsystem stärken.

  • Auszeiten fördern unser seelisches Wohlbefinden. Progressive Muskelentspannung, Meditation und warme Fußbäder helfen beim
    Entspannen.
    Auch die Schlafqualität wird verbessert. Wechselduschen, Saunagänge und Kneippanwendungen
    stärken das Immunsystem,
    fördern die Durchblutung und härten gegen Kälte ab.

  • 1,5 bis 2 Liter Wasser oder ungesüßte Tees pro Tag helfen, die Schleimhäute zu befeuchten, sodass sich Krankheitserreger weniger vermehren.
    Gegen trockene Heizungsluft eignen sich regelmäßiges
    Stoßlüften, Nasenduschen und Raumluftbefeuchter
    oder ein feuchtes Handtuch auf der Heizung.

  • Krankheitserreger werden meist über Türgriffe oder Händeschütteln übertragen. Regelmäßiges und gründliches
    Händewaschen reduziert das Ansteckungsrisiko.

Lebensmittel für den Winter – eine kleine Auswahl:


  • Gemüse & Salat: alle Kohlsorten, Artischocken, Auberginen, ­Fenchel, ­Hülsenfrüchte, Ingwer, Kartoffeln, Knoblauch, Kürbis, Lauch, Mangold, Möhren, ­Petersilienwurzel, Radieschen, Rote Bete, rote ­Paprika, Schwarzwurzeln, Sellerie, Steckrübe, Süßkartoffeln, ­Zwiebeln, Spinat, Chicorée, Radicchio, Feldsalat, Rucola

  • Obst: Äpfel, Beeren, Birnen, Granatäpfel, Kiwis, Zitrusfrüchte

  • Gewürze: Anis, Basilikum, Chili, Dill, Ingwer, Kardamom, Koriander, Kreuzkümmel, Kurkuma, Lorbeer, Muskatnuss, Nelken, Oregano, ­Petersilie, Rosmarin, Schwarzkümmel, Schnittlauch, Zimt

  • Nüsse & Saaten: Chiasamen, Haselnüsse, Kürbiskerne, Leinsamen, Mandeln, Pistazien, Sonnenblumenkerne, Walnüsse, Erdnüsse

  • Kräuter: Bärlauch, Beifuß, Brennnessel, Brunnenkresse, Estragon, Koriander, Lavendel, Minze, Petersilie, Rosmarin, Salbei, Schnittlauch, Thymian, Wermut

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Interview mit dem neuen Geschäftsführer des WV Nord: Michael Eickmann

 



Modernen Kurs fortsetzen

Interview mit dem neuen Geschäftsführer des WV Nord: Michael Eickmann

Michael Eickmann trat am 1. Januar das große Erbe seines langjährigen Vorgängers Ernst Kern an und übernahm die Geschäftsführung des WV Nord. Aus Paderborn stammt der heute 41-Jährige. Vor elf Jahren zog der Umweltingenieur für die Arbeit in den Norden. Damals vom ersten nassgrauen, windigen Winter überrascht fühlt er sich nun aber sehr angekommen in der Region. Wie er die ersten Monate im neuen Job in Oeversee erlebt hat, darüber sprach Michael Eickmann mit der WASSERZEITUNG.

Michael Eickmann (Mi.) setzt auf verbindende Gespräche. Hier im Austausch mit dem ehemaligen sowie dem aktuellen Verbandsvorsteher des WV Nord: Jürgen Feddersen (l.) und Martin Ellermann.
Foto: WVN

WASSERZEITUNG: Wie war Ihr Start im Wasserverband Nord?

Michael Eickmann: Ich wurde sehr herzlich begrüßt und empfangen. Verständlicherweise waren alle sehr gespannt, wer da nun auf Ernst Kern, der mehr als 30 Jahre Geschäftsführer war, folgt. Ich hatte das Glück, noch eine Weile mit ihm zusammenzuarbeiten und in dieser reibungslosen Übergangsphase Abläufe, Kolleginnen und Kollegen sowie wichtige Partner aus Politik, Wirtschaft und den Behörden zu treffen und gleich gut ins Arbeiten zu kommen.

Sie kommen aus der Wasserbranche, wo unterscheidet sich die jetzige Position von der vorigen?

Als Regionalleiter bei der Schleswag Abwasser GmbH war ich für die Abwasserentsorgung von Gemeinden und Städten verantwortlich. Nun ist mein Verantwortungsbereich deutlich breiter: Neben der Trinkwasserversorgung kommt auch der kaufmännische Bereich hinzu, und ich darf den Verband insgesamt strategisch weiterentwickeln. Das ist eine spannende, verantwortungsvolle Aufgabe.

Neben den erwartbaren Inhalten, was hat Sie überrascht?

Meine Vorstellung von einem gut funktionierenden Verband wurde übertroffen. Der WV Nord ist technisch wirklich auf der Höhe, hier wurde viel investiert. Das macht uns sehr leistungsfähig. Auch die Verwaltung arbeitet hochprofessionell und ist bestens strukturiert. Das ist eine wichtige Grundlage, um die Trinkwasserversorgung für die 66 Mitgliedsgemeinden zuverlässig zu gewährleisten.

Wie gestalten Sie die Zusammenarbeit mit Ihrem Team und den Gremien?

Ich möchte ein nahbarer, erreichbarer Vorgesetzter sein und mit allen Mitarbeitern ins Gespräch kommen und zwar nicht nur hier in der Geschäftsstelle, sondern auch mit den Wasserwerkern, Rohrnetz- und Abwasserkollegen, die im Verbandsgebiet arbeiten.
Im Vorstand und vom Verbandsvorsteher Martin Ellermann wurde ich ebenfalls herzlich empfangen und freue mich, dass sich die Beteiligten in diesem ehrenamtlichen Gremium engagiert einbringen. Auf die erste große „eigene“ Verbandsversammlung freue ich mich sehr, dort möchte ich den Dialog mit den Vertreterinnen und Vertretern der Gemeinden weiter vertiefen.

Welche Impulse oder Ideen bringen Sie mit?

Der Verband steht sehr gut da. Deshalb geht es nicht darum, das Ruder komplett herumzureißen, sondern darum, Bewährtes fortzuführen und gemeinsam mit dem erfahrenen Team Schritt für Schritt weiterzuentwickeln. Besonders wichtig ist mir dabei, den eingeschlagenen modernen Kurs fortzusetzen und die Digitalisierung weiter auszubauen.

Welche Schwerpunkte sehen Sie in den nächsten Jahren?

Der Abwasserbereich wächst, wenn Gemeinden ihre Aufgabe an uns übertragen. Darauf müssen wir uns personell und strukturell einstellen. Gleichzeitig gilt es, die Trinkwasserversorgung auch unter den Bedingungen des Klimawandels langfristig zu sichern. Und wir müssen im Team den anstehenden Generationswechsel gut vorbereiten, damit das Know-how erhalten bleibt.

Welches wird die erste große Maßnahme unter Ihrer Federführung sein?

Ein zentrales Projekt ist der Bau einer zweiten Haupttransportleitung vom Wasserwerk Richtung Handewitt. Hier investieren wir in den kommenden Jahren viele Millionen Euro, um die Versorgungssicherheit im nordöstlichen Verbandsgebiet weiter zu erhöhen.

Was könnten die Kundinnen und Kunden noch über Sie wissen, das nicht in Ihrem Lebenslauf steht?

Ich stehe persönlich hinter dem, was wir tun und trinke selbst fast ausschließlich Leitungswasser.
Es ist ein hochwertiges, streng kontrolliertes Lebensmittel aus unserer Region und zeigt, wie wertvoll und zukunftsrelevant unsere Arbeit ist. Diese Haltung prägt auch meine tägliche Arbeit im Verband.

Welches wird die erste große Maßnahme unter Ihrer Federführung sein?

Ein zentrales Projekt ist der Bau einer zweiten Haupttransportleitung vom Wasserwerk Richtung Handewitt. Hier investieren wir in den kommenden Jahren viele Millionen Euro, um die Versorgungssicherheit im nordöstlichen Verbandsgebiet weiter zu erhöhen.

Was könnten die Kundinnen und Kunden noch über Sie wissen, das nicht in Ihrem Lebenslauf steht?

Ich stehe persönlich hinter dem, was wir tun und trinke selbst fast ausschließlich Leitungswasser.
Es ist ein hochwertiges, streng kontrolliertes Lebensmittel aus unserer Region und zeigt, wie wertvoll und zukunftsrelevant unsere Arbeit ist. Diese Haltung prägt auch meine tägliche Arbeit im Verband.

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Neue Leitung sichert Versorgung im Wattenmeer

 



„Wasser marsch“ für Pellworm und die Halligen

Neue Leitung sichert Versorgung im Wattenmeer

Rundum ein Anlass zur Freude: die Inbetriebnahme der neuen Wattleitung zur Insel Pellworm und den Halligen Hooge und Süderoog. Für dieses Großprojekt quer durch das geschützte UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer zogen Politik, Gemeinden und der Wasserverband Nord an einem Strang.

Das erste frische Wasser genossen die zu dem Zeitpunkt amtierende Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack, Finanzministerin
Silke Schneider, WV Nord-Verbandsvorsteher Martin Ellermann und Pellworms Bürgermeisterin Astrid Korth (v. l. n. r.).
Foto: WVN

Ein ganz besonderes Projekt sei es gewesen, sagte Peter Klerck, Technischer Leiter des WV Nord. Eines, das er in seinen 25 Jahren beim Verband so noch nicht auf dem Tisch hatte. Leitungen planen und bauen gehörten zu seinem Tagesgeschäft. Aber ein Riesenprojekt – durch Deiche hindurch, zehn Kilometer quer durchs Watt, unter Berücksichtigung der Tiden und umwelttechnischen Belange, dann noch ein archäologischer Fund auf der Trasse. „Das alles hatte es in sich!“

Und erst die Finanzierung! Es sei klar gewesen, dass der kommunale Verband die gut 10 Millionen Euro nicht alleine stemmen konnte. Für das Leben auf den Inseln und Halligen spiele Trinkwasser eine elementare Rolle, warben Gemeinden und Verband um Unterstützung aus Landesmitteln – und fanden Gehör. Mit 3,7 Millionen Euro aus dem Infrastrukturprogramm IMPULS beteiligte sich das Land.

So konnten 2024 in einem kleinen Sommerzeitfenster die Anlandungspunkte auf der mit dem Festland verbundenen Hamburger Hallig sowie auf Pellworm realisiert werden. Im Februar 2025 starteten die Vorbereitungen im Rendsburger Hafen. 9,5 Kilometer wurden als durchgehender Strang auf eine für dieses Projekt konstruierte Großtrommel aufgespult, die am Ende 160 Tonnen wog, erläutert Paul Benz, Bauleiter der ausführenden Firma Paasch. Diese Entwicklung war Grundlage für ein schnelles Arbeiten unter den strengen ökologischen Auflagen zum Schutz sensibler Arten im besonderen Lebensraum.
Die Einweihung am 6. Juni mit Partnern, Kollegen und Weggefährten war ein symbolischer Akt. Pellworms Bürgermeisterin Astrid Korth fasste die Bedeutung der neuen Trinkwasserleitung quer durchs Watt so zusammen: „Herzlichen Dank an alle, die daran mitgewirkt haben, dass Pellworm, Hooge und Süderoog nunmehr beruhigt in die Zukunft blicken können.“

Hintergrund: Die alten Leitungen mussten dringend erneuert werden. „Sie lagen teilweise offen und hingen über freigespülten Prielen. Unser übergeordnetes Ziel war es daher, frühzeitig eine dauerhaft zukunftsfähige Lösung für eine sichere Versorgung der Halligen und Insel zu schaffen“, erklärte der Technische Leiter Peter Klerck die Ausgangslage. Um so froher ist er, dass diese nun gefunden und erfolgreich abgeschlossen ist.

Die Wattleitung ist ein Ergebnis erstklassiger Zusammenarbeit aus Wasserfachleuten, Politik und Fachfirmen: Zur Einweihung kamen einige nochmal zusammen (v. r. n. l.): Martin Ellermann (Verbandsvorsteher des WVN), Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack, Martin Paasch und Paul Benz von Paasch Rohrleitungsbau GmbH, Pellworms Bürgermeisterin Astrid Korth, Anke und Hans-Gerd Christoffers von der Christoffers Onshore & Subseas GmbH, Rohrleitungsbauchef Benno Paasch, Jürgen Feddersen (ehem. Verbandsvorsteher), Ernst Kern (ehem. WVN-Geschäftsführer), Peter Klerck (Techn. Leiter WVN), Finanzministern Silke Schneider und WVN-Geschäftsführer Michael Eickmann.

Foto: WVN

  • Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack

    (Amtszeit 2020 – Nov. 2025)

    „Wir feiern heute unser gemeinsames Verständnis dafür, dass Daseinsvorsorge nicht an der Küste endet, dass die Menschen auf Pellworm, auf den Halligen und den anderen Inseln eine ebenso sichere Versorgung mit Trinkwasser haben, wie überall sonst im Land.“

  • Pellworms Bürgermeisterin Astrid Korth

    „Für Pellworm, Hooge und Süderoog ist die neue Trinkwasserleitung kein Luxus, sondern überlebenswichtig! Da wir keine eigene Süßwasserlinse haben, sind wir zwingend auf eine verlässliche Versorgung mit sauberem Wasser vom Festland angewiesen. Die Menschen auf Pellworm und den beiden Halligen sind sehr erleichtert darüber, dass die neue Leitung nun in Betrieb gehen kann. Wir sehen die enormen finanziellen Anstrengungen, die hierfür unternommen wurden, auch als Beleg dafür, dass dem Land der Fortbestand der Inseln und Halligen wichtig ist.“
  • Martin Ellermann, Verbandsvorsteher des Wasserverbandes Nord

    „Der Wasserverband Nord stand mit dem Projekt vor einer technisch, finanziell und logistisch besonderen Herausforderung. Die Verlegung von rund 9.500 Metern Trinkwasserleitung in einem Stück durch das sensible Ökosystem Wattenmeer ist eine Meisterleistung.“

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Das Winter-Wasser-Kreuzworträtsel in der WASSERZEITUNG



KNOBELSPAß

Das Winter-Wasser-Kreuzworträtsel in der WASSERZEITUNG

Liebe Leserinnen und Leser,

in unserer WASSERZEITUNG heißt es wieder: Winterzeit ist Rätselzeit! In diesem Jahr sind 12 Begriffe rund um die Themen Wasser, Weihnachtszeit und „Mein Sachsen-Anhalt“ gesucht. Machen Sie es sich mit einem warmen Getränk gemütlich und knobeln Sie mit. Auch in diesem Jahr haben wir wieder tolle Preise für Sie – und mit etwas Glück gehören Sie zu den Gewinnern. Wir wünschen Ihnen eine schöne Weihnachtszeit, bleiben Sie gesund und kommen Sie gut ins neue Jahr!  Hinweis: Die Umlaute werden wie folgt umschrieben: ä=ae, ö=oe, ü=ue.

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Das gibt es zu gewinnen:

1. Praktisches Kochtopfset für alle Herdarten geeignet
2. Edle Teekanne mit Filtereinsatz
3. Kleines Wellness-Set für Ihre Badewanne

Bitte senden Sie das Lösungswort mit Ihrer Adresse und dem Namen Ihres Wasser-/­Abwasserverbands  auf einer Postkarte oder per E-Mail bis zum 5.1.2026 mit dem Stichwort „WINTERRÄTSEL“ an:

Spree-Presse- und PR-Büro GmbH, Gutenbergplatz 5, 04103 Leipzig, oder E-Mail: winterraetsel@spree-pr.com.

Wichtig: Bitte geben Sie Ihre Adresse an, damit wir Sie im ­Gewinnfall anschreiben können. ­

Informationen zum Datenschutz finden Sie im Impressum.

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    Advents-Ausflüge ins Weihnachtswunderland

     



    Sachsen-Anhalt

    Advents-Ausflüge ins Weihnachtswunderland

    Zu Hause ist´s doch am schönsten – und besonders dann, wenn aus Gemütlichkeit und Herzlichkeit schöne Begegnungen werden. Tipps für die kleinen vorweihnachtlichen Freuden in unserer Heimat lesen Sie hier.

    • 1. Schloss Altenhausen

      Foto: Schloß Altenhausen

      Der „Märchenzauber auf Schloss Altenhausen“ findet am 1. Adventswochenende statt: 29. und 30.11. Im Schlossinnenhof gibt es neben leckeren Spezialitäten und Handwerksarbeiten Aktionen wie Bogenschießen, Ponyreiten und Zinngießen. Große Feuerschalen lassen eine besondere Stimmung aufkommen. In der gräflichen Halle gibt es neben Kuchen auch Weihnachtsaufführungen für Groß und Klein.

    • 2. Haldensleben

      Foto: Stadt Haldensleben

      Sie mögen es außerdem sportlich? Dann wäre ein Besuch in Haldensleben etwas für Sie. Der Sternenmarkt mit Eisbahn wird vom 6. bis 21.12. geöffnet sein. Dort kommen Kufenfreunde auf ihre Kosten. Außerdem läutet ein großer, liebevoll gestalteter ­Adventskalender an den Fenstern der Markthäuser die vorweihnachtliche Zeit ein. Täglich kommt um 17 Uhr der Weihnachtsmann und steigt auf der Leiter seiner historischen Feuerwehr empor zum Kalenderfenster und öffnet es.
    • 3. Egeln

      Foto: Wasserburg Egeln

      In Egeln wird´s doppelt weihnachtlich. Am Nikolaustag, 6.12., erwartet der traditionelle, kleine feine Weihnachtsmarkt auf dem Marktplatz vor dem Rathaus seine Gäste. Der Nikolaus wird auf einem Motorrad erwartet und Kinder dürfen kostenfrei mit dem Nostalgie-Riesenrad und dem Karussell fahren. Welch´ eine Vorfreude! Am Sonntag, dem 14.12., finden die „Romantischen Burgweihnachten“ in Egeln statt. Auf dem kleinen Markt gibt es allerlei Leckereien aus Taverne und Backstube, Imkerhonig und kleine Weihnachtsgeschenke. Das Vereinshaus des Fördervereins Wasserburg verwandelt sich in ein romantisches Café mit Kaminfeuer. Die Burgpuppenbühne spielt stündlich für große und kleine Kinder. Am Abend kommt der Burg­herr Otto von Hadmersleben mit Spielleuten, um die artigen Kinder zu beschenken.
    • 4. Quedlinburg

      Foto: Quedlinburg Tourismus-Marketing GmbH

      Musikalisch geht’s im Harz zu: „Quedlinburg singt“ am 19.12. um 17 Uhr – gemeinsam mit dem Fritz-Prieß-Chor und dem Posaunenchor der Kirchengemeinde. Auch an anderen Tagen, vom 26.11. bis 22.12., zeigt sich die Harzstadt stimmungsvoll: Der Weihnachtsmarkt bietet mit mehr als 50 Ständen kulinarische Feinheiten bis Kunsthandwerk, außerdem ein buntes Weihnachtsprogramm auf der Bühne und eine zauberhafte Lichtinstallation am Mathildenbrunnen.
    • 5. Aschersleben

      Zu einem gemütlich-adventlichen Ort wird auch der Marktplatz Aschersleben: Vom 28.11. bis 21.12. findet der dortige Weihnachtsmarkt statt: Fürs Schlendern und Genießen, geselliges Glühweintrinken und entspanntes Plaudern.
    • 6. Hettstedt

      Foto: www.hettstedt.de

      Ein schon traditioneller Treffpunkt in der Adventszeit ist die Kupferstadt Hettstedt mit ihrem „Advent in den Kupferhöfen“. Der Advent- und Weihnachtsmarkt findet vom 19. bis 21.12. auf dem Marktplatz statt. Das Besondere ist die Freitagsveranstaltung am 19.12. von 17 bis 23 Uhr, die auf den Kupferhöfen stattfinden wird.
    • 7. Höhnstedt

      Am 30.11. lädt in Höhnstedt in der Gemeinde Salzatal der „Advent in den Höfen“ zur weihnachtlichen Vorfreude. Höhnstedt gilt als nördlichstes Weinanbaugebiet und zudem als größtes Aprikosenanbaugebiet Deutschlands. So wird sicher nicht nur der heimische Winzerglühwein ein Lächeln ins Gesicht zaubern, sondern auch die vielen weiteren Köstlichkeiten. Kleiner ­Geheimtipp ist der Kreativmarkt im Festsaal.
    • 8. Weißenfels

      Foto: David Cray

      In der Saalestadt Weißenfels lädt der Weihnachtsmarkt vom 27.11. bis 21.12. zum adventlichen Treiben ein. Um den prächtig geschmückten Weihnachtsbaum gesellen sich Verkaufsstände, ein Handwerkerdorf, Märchenhütten, Kinderkarusselle, eine große Pyramide mit liebevoll gestalteten Figuren und die riesige Eislaufbahn. Zusätzlich dazu: Zur „Höfischen Weihnacht“ am ersten Advent, 30.11., öffnen historische Höfe ihre sonst verschlossenen Tore für Besucher. Und am dritten Advent, 14.12., wird ein Handwerkermarkt an der Kirche Sankt Marien abgehalten. Werfen Sie dabei gleich einen Blick in die Kirche: In ihr befindet sich eine wertvolle Orgel, die der bedeutende deutsche Orgelbauer Friedrich ­Ladegast 1862 bis 1864 einbaute.
    • 9. Hohenthurm (Stadt Landsberg)

      Kleiner Weihnachtsmarkt am 29.11.
    • 10. Zahna-Elster

      Weihnachtsmarkt im Bauernmuseum, ­Hospital und in den Höfen, 29.11.
    • 11. Annaburg

      Foto: Förderverein Annaburger Porzellaneum e. V.

      Am 14.12., 14:00 bis 17:00 Uhr, findet der­ „Musikalische Sonntagskaffee“ statt – ein Weihnachtskonzert des Forstlichen Gesangsvereins. Treffpunkt ist das Porzellaneum Annaburg, das ohnehin der perfekte Ort zur Vorweihnachtszeit ist. Feine Porzellan-Geschenkideen inklusive. Der Anna­burger Weihnachtsmarkt auf dem Hof des Vorderschlosses findet am 7.12. statt.

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    „Unsere Infrastruktur wird zerstört“

     



    Glasfaserausbau: Verbände schlagen Alarm

    „Unsere Infrastruktur wird zerstört“

    Der Glasfaserausbau wird überall massiv vorangetrieben. Was als notwendige und mancherorts überfällige Maßnahme begrüßt wird, sorgt vielerorts für Ärger.

    Grafik: pixabay

    Wenn Kabel mit einer Erdrakete in die Erde gebracht werden, kann es zu ­Havarien kommen. Wie in Staßfurt, wo eine Trinkwasser­leitung durchschossen wurde.

    Foto: WAZV Bode-Wipper

    In den Straßen aller Kommunen befinden sich Medienträger. Strom- und Gasleitung teilen sich ganz oder abschnittsweise die Trassen mit Trinkwasserleitungen, Abwasserkanälen und Kabeln für Telekommunikation. Wo was liegt, wird genaustens dokumentiert. Kommt ein Element dazu oder muss repariert werden, müssen Abstände und Tiefen eingehalten werden. Da dies der Standard ist, stehen die Wasserversorger und Abwasserentsorger in Sachsen-Anhalt den Vorgängen beim Glasfaserausbau fassungslos gegenüber.

    „Die Firmen haben da einfach losgebuddelt“, sagt Stephan Sterzik, Verbandsgeschäftsführer des AZV Wipper-Schlenze. Schachtscheine, die über bestehende Leitungen informieren, werden oft nicht eingeholt, Kabel dennoch in die Erde gebracht. Dies geschieht auf zwei Arten. Bei der offenen Bauweise werden Straßen oder Fußwege geöffnet und Kabel hineingelegt. Bei der geschlossenen wird gebohrt und mit einer Erdrakete das Kabel durch den Boden geschossen.

    Lauter Schäden

    Eine solche Rakete traf in Borne bei Staßfurt ein Hauptkabel der Straßenbeleuchtung. „Da war es dann für einen längeren Zeitraum zappenduster“, erzählt Andreas Beyer, Verbandsgeschäftsführer des WAZV Bode-Wipper. Beyer kann von noch mehr Ärgernissen berichten. Wie etwa zerschossenen Trinkwasserleitungen. Auch ein Abwasserkanal wurde getroffen.  „Das merkt die Erdrakete nicht“, so Beyer. Da könne man nur hoffen, dass mal keine Gasleitung getroffen wird.

    Dies sind „Glücksfälle“, da Schäden schnell bemerkt wurden. Thomas Giffey, Geschäftsführer des WAZV Jessen, befürchtet, dass Schäden an Abwasserkanälen sowie Hausanschlüssen erst Jahre später durch Verstopfungen oder durch Kamerabefahrung festgestellt werden können. Verantwortliche sind dann nicht mehr greifbar. Markus Hänsel, Technischer Leiter des WAZV Saalkreis, berichtet, dass keine Bestandsdokumentation hinterlassen oder Mindestabstände eingehalten werden. „Die legen ihre Leitungssysteme auf unsere, sodass wir in Zukunft Probleme haben werden dranzukommen“, so Hänsel. Oder es könnte zu Schäden an den Glasfaserkabeln bei Baumaßnahmen kommen.

    Keine Absprachen möglich

    Selbst wenn das Verlegen ohne Schaden verlaufe und Abstände stimmen, werden Straßendecken und Fußwege beschädigt. Sinnvolle Absprachen funktionieren selten. Straßen werden aufgerissen, nachdem eine Decke gerade geschlossen wurde. Der Idealfall, bei dem an bereits durch Baumaßnahmen offenen Straßen Hand in Hand gearbeitet wird, findet in den seltensten Fällen statt. Meist würden die Firmen nicht in offener Weise wie die Verbände bauen, sondern lieber bohren. „Wenn Gehwege oder Straßen dann unterspült sind, sind die Firmen nicht mehr greifbar. Wir bleiben auf den Kosten sitzen“, so Mario Pöschmann, Vorstand der Abwasserbeseitigung Weißenfels-AöR.

    Im Saalkreis wurde ein Verteilerschrank ­direkt auf eine Trinkwasserleitung gesetzt. Das Ergebnis war ein Rohrbruch.
    Foto: WAZV Saalkreis

    Um günstig und schnell arbeiten zu können, heuern die beauftragten Firmen meist Subunternehmer aus dem Ausland an. „Oft sind die Leute der deutschen Sprache nicht mächtig“, erzählt Sterzik, sodass ein Austausch nicht stattfinden könne. „Die Sprachbarriere ist ein Problem“, bestätigt Hänsel. Die Kollegen aus den anderen Verbänden haben ähnliche Erfahrungen gemacht.

    Es geht auch anders

    Es kann auch etwas bedachter verlaufen, wie etwa in Bad Dürrenberg. Zwar tauchen auch da Probleme auf, aber, so berichtet Martin Dobischok, Technischer Leiter des ZWA Bad Dürrenberg, gäbe es Faktoren, die größere Ärgernisse vermeiden. So sei die Stadt sehr hinterher, den Ausbau mit wöchentlichen Bauplanungssitzungen zu begleiten. Eine nicht immer akkurat schießende Erdrakete sei bisher nur selten zum Einsatz gekommen. Das größte Problem sei, dass Straßendecken nicht ordentlich verschlossen werden. Auch dort wundere man sich über die Freiheiten der Firmen. Ob Arbeitsschutz, Baustellensicherung oder verkehrsrechtliche Anordnungen – die sonst üblichen Vorschriften scheinen nicht zu greifen. „Es läuft alles ein bisschen wild“, sagt Dobischok.

    Beyer schlägt auch deshalb Alarm, weil noch lange nicht alle Glasfaserkabel in der Erde sind. „Hier wird unsere Infrastruktur zerstört.“

    Das Ziel in Sachsen-Anhalt: 100 Prozent Gigabit bis 2030

    An sich ist der Glasfaserausbau von allen Seiten gewollt. Die Gigabitstrategie 2025–2030, wie das Land Sachsen-Anhalt den Ausbau von Mobilfunk und Glasfaser auf s­­einer Webseite bezeichnet, soll bewirken, dass bis 2030 alle Haushalte ans Glasfasernetz angeschlossen werden können und die Gigabitquote erreichen. Das würde den Zugang zum Internet mit einer Downloadrate von 1.000 Mbit pro Sekunde für alle sicherstellen. Um das ambitionierte Ziel durchzusetzen, nutzt Sachsen-Anhalt laut der Landeswebseite rund 30 Unternehmen vom regionalen Anbieter für Telekommunikation bis zum Weltkonzern.

    Dies sei eine „Erfolgsgeschichte durch eigenwirtschaftlichen Ausbau“. Die Strategie „weiße Flecken“, Gebiete, die noch kein „schnelles“ Internet haben, zu entfernen, klingt beim Ministerium für Infrastruktur und Digitales einfach und optimistisch. Doch in der Praxis sorgt sie für Ärger und Schäden. Gerade im ländlichen Bereich steht ein großer Teil des Ausbaus noch bevor.

    Ende 2024 lag in größeren ­Städten des Landes, wie Magdeburg oder Halle (Saale) sowie Stendal und Salzwedel die Quote bei über 80 Prozent. In Mansfeld-Südharz lag sie bei 32,7 Prozent, im Salzlandkreis bei 42,3 Prozent und Wittenberg bei 45 Prozent. Welche Orte genau wie viele Kilometer Glasfaser bereits in den Straßen liegen haben, ist in der Statistik des Ministeriums nicht aufgeschlüsselt.

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    2022: Positiver Jahresabschluss



    Fotoquelle: freepik

    2022: Positiver Jahresabschluss

    Das Wirtschaftsjahr 2022 war geprägt von hoher Inflation und von den Auswirkungen der Corona­krise. Trotz dieser Herausforderungen hat der ZWA gut gewirtschaftet. Das haben die zuständige Wirtschaftsprüfgesellschaft sowie das Rechnungs­prüfungsamt bestätigt. „Wir sind mit dem positiven Ergebnis zufrieden. Über 1 Mio. Euro konnten wir für zukünftige Investitionen zurückstellen und in das Wirtschaftsjahr 2023 einfließen lassen“, erklärt Verbandsgeschäftsführer Franz-Xaver Kunert.

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    Skisprunglegende Jens Weißflog im WASSERZEITUNGS-Interview

     



    SACHSENS PERSÖNLICHKEITEN

    „Ich möchte hundert Jahre alt werden“

    Skisprunglegende Jens Weißflog im WASSERZEITUNG-Interview

    Jens Weißflog hat alles gewonnen. Er siegte bei Olympia 1984 in Sarajevo und 1994 in Lillehammer, war Weltcupgesamtsieger und gewann vier Mal die Vierschanzentournee. Seine Fangemeinde ist nach wie vor riesig, der Beifall über seine Erfolge ungebrochen. Das findet selbst Überflieger Weißflog verrückt. Mit der WASSERZEITUNG hat er über die Faszination des Skispringens, einen hellgrünen Trabbi und über den Wandel im Erzgebirge gesprochen.

    Jens Weißflog ist der erfolgreichste deutsche Skispringer. Seine Fans mögen
    seine Heimatverbundenheit, seine humorvolle und besonnene Art.

    Foto: Jens Weißflog

    Herr Weißflog, Sie sind rund 21.500 Mal von einer Schanze gesprungen. Ist Skispringen hauptsächlich die Kontrolle über Angst oder maximale Konzentration, wenn es mit über 90 km/h durch die Lüfte geht?

    Jens Weißflog: Es ist zu neunzig Prozent wie Autofahren. Es sind Abläufe, die gegenwärtig sind und über die man nicht weiter nachdenkt, wie, wenn man im Auto einen Gang höher schaltet. Die anderen zehn Prozent sind Gegebenheiten, die die Routine beim Sprung auseinanderpflücken können. Der größte Störenfried eines perfekten Sprunges heißt Wind. Man sieht ihn nicht, sondern man spürt nur diese mächtigen Kräfte, die da wirken. Jede Windsituation ist neu und das bringt Unsicherheit. Es gab Momente, da betrachtete ich den Wind in den Bäumen und wusste: Heute ist kein guter Tag für einen Absprung.

    Wie kamen Sie zum Skisprung?

    Hier im Erzgebirge wurde früher wie heute Ski gefahren. Als Sportaktivität rückte für mich in erster Linie die Nordische Kombination in den Fokus. Doch zum Laufen war ich zu faul. Somit blieb es beim Skisprung. Als Kind baute ich mir kleine Schanzen, mit einem Meter Weite hatte es angefangen. Als ich dann zur Kinder- und Jugendsportschule in Oberwiesenthal kam, stand für mich fest: „Ich will Olympiasieger werden“. Mein Idol, der Oberwiesenthaler Ulrich Wehling, der dreimal Olympiasieger in der Kombination wurde, bekam als Preis einen neuen Wartburg. Das Auto wollte ich auch. Ich konnte mir – nach meinem Sieg in Sarajevo – einen hellgrünen Trabbi kaufen. Immerhin ohne Wartezeit und mit Sonderausstattung.

    Es gab in Ihrer Kindheit aber auch Ballettambitionen hört man…

    Als Kind habe ich das gern im Fernsehen gesehen. Die Sprünge der Eiskunstläufer fand ich toll und probierte sie selbst im Wohnzimmer aus: Von der Türschwelle bis rüber zum Teppich.

    Ihr erster Olympiasieg war 1984 in Sarajevo. Alle DDR-Sportler fuhren 36 Stunden mit dem Zug ins damalige Jugoslawien – statt zwei Stunden zu fliegen. Hatten Sie damals innerlich mit dem Kopf geschüttelt?

    Die Zugfahrt empfand ich als angenehmen. Trainingsmethodisch war so eine lange Reise natürlich völliger Irrsinn, weil wir Sportler uns kaum bewegen konnten. In einem der Waggons gab es eine Art Trainingsraum mit Fahrradergometern auf denen sich alle Sportler abwechselten. Die Zugreise hielt die DDR möglicherweise für sicherer. Ein Jahr zuvor, zu den vorolympischen Wettkämpfen, saßen wir jedenfalls im Flugzeug zu den Austragungsstätten.

    Wer war in Ihrer Karriere ihr engster Vertrauter, Ihr größter Unterstützer?

    Mein Trainer Joachim Winterlich. Er war viele Jahre mein Motivationscoach und Technikberater, erst im Parallel-, dann bei der Umstellung auf den V-Stil. Wir durchlebten gemeinsam alle Höhen und Tiefen. Mit ihm feierte ich meine ersten Erfolge. Ich bin ihm sehr dankbar. Eine Zeitung betitelte ihn zu Recht als „Skisprung-Jahrhundert-Trainer“.

    Rückblickend, was war Ihr bester Sprung?

    Das war mein letzter Sprung am 15. Juni 1996 von der Fichtelbergschanze. Das Abschiedsspringen auf meiner Hausschanze war als Geste an meine Fans gedacht. Ich hatte extra dafür trainiert und wollte mich nach 15 Jahren Spitzensport verabschieden. Es gibt wenig Sprünge, bei denen alles passt, wo man alles fühlt, doch an diesem Tag war alles perfekt. Das hat mit der Psyche zu tun. Die Anspannung in den Wettkämpfen war immer extrem hoch, man ist wie in einem Tunnel. Nun war der Druck weg, ich war frei, frei von Erwartungshaltungen. Ich sprang an diesem Tag zweimal Schanzenrekord von 102 Metern. Den Tagessieg überließ ich jedoch Janne Ahonen.

    Welchen Sprung haben Sie total vermasselt?

    Mehrere (lacht). 1987 lief es für mich in Oberstdorf auf der kleinen Schanze nicht gut, ich verhaue und war auf dem 18. Platz. Mein Trainer machte mir Mut, sagte, der Wind ließe nach. Ich dachte, lass ihn erzählen…Aber es stimmte, letztendlich sprang ich dann Durchgangsbestweite. Am Ende fehlte aber ein halber Punkt und ich wurde Fünfter. Man beißt sich in solch einer Situation in den Hintern.

    Leistungssport in der DDR war extrem gelenkt, gesteuert. Wie war das für Sie?

    Das war kein reales Leben, ich lebte damals wie in einer Blase. Für uns Leistungssportler wurde alles organisiert. Wir wurden rundherum geschützt, das war ein eigenständiges System. Man ist stark auf sich fokussiert. Meine Erfolge und die von anderen Sportlern waren für die DDR Mittel zum Zweck: Die Überlegenheit gegenüber Gegnern des Systems.

    Bei Interviews zu DDR-Zeiten im Westfernsehen waren Sie nie allein mit dem Moderator. Kamen sie sich bevormundet vor?

    Ich kannte das nicht anders. Eine Episode, die ich wirklich befremdlich fand war diese: Mein erster Besuch im „Aktuellen Sportstudio“ 1985 zur Weltmeisterschaft. Beim Interview saß der Generalsekretär des DDR-Skiläuferverbandes neben mir. Für die Auftritte gab es Geld, rund 200 D-Mark. Er sagte dann, dass wir das nicht annehmen, die DDR sei nicht käuflich. Ich dachte nur, oh Mann, davon hätte ich mir doch eine gute Bohrmaschine oder etwas anderes kaufen können.

    Finden Sie es schade, dass Ihre aktive Zeit, Ihre vielen Erfolge, vorbei sind?

    Nein. Aber sportliche Ereignisse – zum Beispiel bei Olympia 2024 in Paris – berühren mich nach wie vor. Wenn Sportler auf dem Siegerpodest stehen, egal welcher Sport, werde ich emotional. Ich weiß, wie hart man für seine Erfolge trainieren muss.

    „Er ist unser Held“, „Wir sind so stolz auf ihn“- das sagt Ihre große Fangemeinde auch heute noch. Wenn Sie den Raum betreten, applaudieren die Leute. Wie erklären Sie sich das?

    Oft denke ich: Das ist wirklich verrückt. Vielleicht ist es die Faszination des Skispringens, nur wenige probieren das mal aus. Heutzutage ist vieles so schnelllebig geworden, viele erfolgreiche Sportler werden im Marketing und in der Medienlandschaft schnell verbrannt. Ich kann es mir nur so erklären: Früher hatte man mehr Zeit zum gemeinsamen Fernsehen. Der Wintersport war damals ein Familienereignis und viele erinnern sich daran zurück. Nach meiner Sportlerkarriere war ich noch lange für die Zuschauer als Skisprung-Experte beim ZDF präsent.

    Sie werden ab und zu der „Floh vom Fichtelberg“ genannt – woher kommt der Ausdruck?

    Jeder hier im Erzgebirge hat einen Spitznamen, der große Floh – das war mein Bruder – und ich war eben der kleine Floh. Der „Floh vom Fichtelberg“ ist also keine Idee von Sportkommentator Heinz Florian Oertel!

    Vom Sportler zum Gastgeber, haben Sie sich mit Ihrem Hotel neu erfunden?

    Im Fokus meines Lebens war immer das Skispringen. Ehrlich gesagt hatte ich keine Ahnung, was ich nach meiner Sportkarriere machen wollte. 1995 begann meine letzte Saison, in diesem Jahr gab es auch die Idee zu einem Hotel unter meinem Namen. Mehrere Gesellschafter und ich kauften das „Mielke-Heim“, das ehemalige Ferienheim der Staatssicherheit, hier in Oberwiesenthal von der Treuhand und bauten es bis Herbst 1996 um. Einst hatte ich auch Ideen in Richtung Gesundheitssport und einem Gesundheitscenter.

    Sie haben den Dalai Lama getroffen, zahlreichen Politikern die Hand geschüttelt, mit Stars geplaudert. Welches Erlebnis werden Sie nie vergessen?

    Jede einzelne Begegnung bleibt in Erinnerung. Doch etwas ganz Besonderes war die Kubareise nach meinem Olympiasieg in Sarajevo. Alle erfolgreichen DDR-Sportler waren vier Wochen mit der „Völkerfreundschaft“ – der AIDA des Ostens – unterwegs. Wir Sportler fühlten uns in einer Gemeinschaft, Party inklusive. Auf dem Schiff waren rund ein Drittel Sportler – und zwei Drittel Funktionäre. Es war trotzdem eine sehr schöne Zeit. Aber keine Reise ohne Training: zwei Mal am Tag machten wir Sport.

    Hatten Sie bei Wettkämpfen einen Glücksbringer dabei?

    Ganz ehrlich, Sportler glauben an jeden Quatsch! Ich hatte einen Pullover mit einem Tigerkopf immer dabei – ich wollte bissig sein, mich durchbeißen. Außerdem habe ich zuerst den linken und dann den rechten Schuh vor Wettkämpfen angezogen.

    Stichwort Erholung und Tourismus im Erzgebirge. Was hat sich verändert?

    Die Natur hier am Fichtelberg ist etwas Besonderes. Wir haben hier keinen Massentourismus, es gibt noch Stille und Ruhe. Viele, die hierherkommen, wollen sich im Sommer von der Hitze in den Städten erholen. Wir haben manchmal bis in den Juli hinein kühle Abende. In puncto Wintersport gibt es hier noch viel Potenzial. Früher war es so: Wir haben uns nach der Natur gerichtet. Wenn der Schnee kam, sind wir Ski gefahren, heute muss der Schnee pünktlich zur Urlaubszeit parat sein. Unser Skigebiet muss dringend modernisiert werden. Die Wintersportler wandern nach Tschechien ab, denn Schlepplifte sind nicht mehr angesagt, die Leute wollen bequem per Sessellift auf den Berg. Das andere: Skifahren ist teurer geworden, auch im Nachbarland. Einige lehnen es aus moralischen Gründen, aus Umwelt- und Nachhaltigkeitsaspekten, ab. Der Trend geht Richtung wandern und vor allem rodeln, doch auch dafür braucht es Schnee. Seit dem Jahr 2000 haben wir in der Region weniger Niederschläge und die Kälteperioden werden kürzer.

    Zu Ihrem 60. Geburtstag haben Sie Ihr Museum mit all den Pokalen und Erinnerungen eröffnet, haben Sie noch weitere Pläne auf Lager?

    Ich habe viele Ideen zum Umbau des Hotels. In einigen Jahren möchte ich allerdings hier nur noch Hausmeister sein, den Rasen mähen und ich komme zum Kaffeeklatsch vorbei. Zu meinem 60. Geburtstag wurde mir klar, wie schnell die letzten zwanzig Jahre vorbei gingen. Ich fragte mich: Was möchte ich in der mir verbleibenden Lebenszeit machen? Die Antwort: Vor allem geht es mir um viele Erlebnisse, gemeinsam mit der Familie. Und ich möchte gern hundert Jahre alt werden. Dafür muss ich aber etwas mehr Sport machen…

    Magisch schön: Der Fichtelberg im Winter.
    Quelle: Pixabay/Schmolle

    Skispringer

    Auf einen Sprung… mit Jens Weißflog

    Pöhla bedeutet für mich… Heimat.

    Das Erzgebirge ist… traditionelle Verbundenheit.

    Skispringen ist… nicht gefährlich.

    Mit der Fichtelbergschanze verbinde ich… meinen letzten Sprung am 15.Juni 1996.

    Parallel- oder V-Stil? Beides gut.

    Sarajevo (1984) oder Lillehammer (1994)? Das eine nicht ohne das andere.

    Oberwiesenthal, Bischofshofen und Lillehammer, Sarajevo, Holmenkollen, Ihre Lieblingsschanze ist… Es gibt keine.

    Darüber bin ich froh… Mal nichts zu tun.

    Worüber können Sie lachen? Über gute Witze.

    Mein Lebensmotto ist… Hoch fliegen, aber trotzdem auf dem Boden bleiben.

    In zehn Jahren bin ich… glücklicher Rentner.

    Ihr Tipp am Fichtelberg? Der Berg selbst mit seiner Natur.

    Einer meiner emotionalsten Momente war… Lillehammer, Großschanze.

    Diesen Winter möchte ich unbedingt… viel Schnee schaufeln.

    Leistungssportrentner sein heißt… den Körper nicht mehr zu quälen.

    Weltmeistertitel und Olympisches Gold sind für mich… der Gipfel des Erfolgs.

    Vielen Dank für das Interview!
    • Nordische Skiweltmeisterschaft 1985 in Seefeld

    Viele Pokale und beeindruckende sportliche Momente: Am 21. Juli 2024 eröffnete Jens Weißflog in seinem Hotel ein Museum, das an seine Erfolge erinnert.
    Fotos: SPREE-PR/Wolf; S/W: werek Bildagentur

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    Alles richtig gemacht



    Alles richtig gemacht

    Amelie Behrendt schließt als Jahrgangsbeste Ihre Ausbildung ab

    Ihr Hobby ist das ­Boxen, doch egal ob Freizeit oder während der Ausbildung: Durchboxen musste sich Amelie Behrendt bisher nicht. Mit Bestnoten schloss die 20-Jährige ihre Ausbildung zur Umwelttechnologin Mitte des Jahres ab.

    Darüber ist nicht nur sie selbst, sondern auch der Verbandsgeschäftsführer des ZWA stolz. „Ihr Engagement und Ihre Begeisterung für die Abwasserwirtschaft sind bemerkenswert. Von Tag eins an hat alles bestens funktioniert“, sagt Franz-Xaver Kunert. „Eigentlich wollte ich vor drei Jahren Fachabitur machen, doch nach dem Praktikum beim ZWA war mir klar, ich möchte lieber direkt in die Ausbildung starten und nun geht’s mit dem Berufsleben weiter“, so Amelie Behrendt. „Dass Amelie Behrendt bei uns bleibt, ist ein Gewinn. Schon jetzt arbeitet sie routiniert auf den Kläranlagen, am Kanalnetz und im Bereitschaftsdienst. Sie hat das einfach im Blut“, ergänzt Abwassermeister Sandro Piehler.

    Viel mehr als volle Punktzahl: Abwasser­meister Sandro Piehler (li.) und Verbandsgeschäftsführer Franz-Xaver Kunert können langfristig auf Amelie Behrendt als Nachwuchsfachkraft setzen.

    Foto: SPREE-PR/Schlager

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