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Author: wz_admin

Mit persönlichen Glücksorten besser durchs Leben kommen

 



Mein Lieblingsplatz

Wer seine persönlichen Glücksorte kennt, kommt besser durch schwierige Zeiten

Wir leben in unsicheren, anstrengenden Zeiten. Seit Jahren müssen wir tapfer sein. Im Alltag. Im Privatleben. Im Job. Coronapandemie, Ukrainekrieg, Energiekrise – die weltpolitische Lage ist beunruhigend. Entspannt und gelassen durchs Leben gehen? Eine echte Herausforderung.

Gerade in solch turbulenten Zeiten sehnen sich viele Menschen nach Orten, an denen man Kraft tanken und zur Ruhe kommen kann, je näher um so besser. Das kleine Glück um die Ecke, die kurze Auszeit in der Natur kommen da ins Spiel. Für den einen ist es der eigene Garten, ein See mit seinen verschiedensten Farb- und Lichtstimmungen, ein bestimmter Baum, ein mystischer Wald, ein Berg oder die kleine Kirche im Ort. Kraftorte, an denen man sich rundum wohl fühlt, gibt es fast überall, man muss sie nur für sich selbst aufspüren. Die WASSERZEITUNG hat die Herausgeber nach ihren Tipps gefragt.
  • PERSPEKTIVWECHSEL

    Foto: SPREE–PR/Galda

    Orte der Stille, inneren Einkehr, Baukunst, Aussichten. Nicht nur gläubige Menschen finden in Kirchen, Domen (hier St. Nikolai in Greifswald) und Klöstern des Landes eine Auszeit aus dem hektischen Alltag.
  • Sehen, schmecken, fühlen

    Foto: SPREE–PR/Galda

    Liebe zum Detail kann beim Restaurant- oder Cafébesuch (Fundstück hier aus dem Café Lindquist in Boltenhagen) Gaumen und Herz berühren.
  • BLAUE WUNDER ERLEBEN

    Foto: SPREE–PR/Galda

    Hier an der Elde in Plau am See kann man ebenso wie in Wolgast sein Blaues Wunder erleben, der Volksmund nennt die beiden Brücken so. Die Elde ist mit 208 Kilometern der längste Fluss in MV und durchfließt dabei jede Menge Seen, bevor sie bei Dömitz in die Elbe mündet.
  • EINFACH MÄRCHENHAFT

    Foto: Krauss

    Hugo, der Märchenbaum, entführt in Heringsdorf Besucher in die Welt der Geschichten. Im Westen des Landes lädt die „Sagen- und Märchenstraße“ ein, der Realität kurz zu entfliehen. Orte wie Dreilützow, Zarrentin, Lübtheen, Wittenburg, Parchim, Plau am See, die Insel Poel, Grevesmühlen oder Dassow sind mit ihren Sagengestalten dabei.

    sagen-und-maerchenstraße-mv.de

  • ENTSCHLEUNIGEN

    Foto: SPREE-PR/Galda

    Entschleunigen, digitaler Entzug. Auf dem Rücken der Pferde oder wie hier am Neuklostersee zu Wasser im Kanu. Um den See führt übrigens ein schöner, gut zehn Kilometer langer Rundweg.
  • EIN GLÜCKSDORF

    Foto: SPREE-PR/Galda

    Nicht weit von Zarrentin liegt in der Gemeinde Lüttow-Valluhn der Ortsteil Schadeland. Er nennt sich selbstbewusst Glückswohlfühldorf. Am Ortsrand grüßen Mohn- und Kornblume und sind mit ihren kräftigen Farben eine echte Augenweide.
  • STRAND IN SICHT

    Foto: Tiemann

    Jenseits jeder Hektik liegt der Deck Beach Club am Radweg zwischen Heiligendamm und Kühlungsborn. Egal zu welcher Tageszeit lässt sich hier mit Blick aufs Wasser bestens abschalten. Das geht übrigens auch zum Beispiel in der Ostsee-Lounge in Boltenhagen oder im Supremesurf Beachhouse in Warnemünde.
  • Terrassenplatz

    Foto: SPREE-PR/Galda

    Die eigene Terrasse, liebgewonnene Haustiere – manchmal muss man für seinen Lieblingsplatz gar nicht so weit schauen.
  • EINEN SICHEREN HAFEN ENTDECKEN

    Foto: SPREE-PR/Galda

    2.000 Kilometer Ostseeküste und genauso viele Seen. Wasser hat man vielerorts im Blick, hier zum Beispiel von Wolgasts Schlossinsel auf die Stadt oder gespiegelt im Wismarer Hafen.

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Hier wird’s tierisch!

 



Die Zoos in MV

Hier wird’s tierisch!

Afrikanische Savannen, tropische Regenwälder, eisige Polarlandschaften: Ferne Welten wie diese rücken in Zoos in greifbare Nähe. Auch in MV bieten sich viele Gelegenheiten, Tieren aus allen Kontinenten zu begegnen – und dabei mehr über Lebensräume, Artenschutz und ökologische Zusammenhänge zu erfahren. Auf dieser Seite stellen wir Beispiele aus dem Herausgeberkreis der WASSERZEITUNGEN vor.


  • Zoo Rostock

    Im Rostocker Zoo leben derzeit elf Borneo-Orang-Utans. Der Name Orang-Utan stammt aus dem Indonesischen und bedeutet Waldmensch. Foto: Zoo Rostock/Kloock.

    Zwischen Regenwald und Nordpol liegt in Rostock nur ein kleiner Fußmarsch. Vorbei an Zebras, Robben und Wisenten, Nasenbären und Dikdiks. Die Wurzeln des Zoos reichen bis 1899 zurück. Am Anfang war er ein Wild- und Dendrologischer Garten. Heute ist er eine 56 Hektar große Park-landschaft mit 6.500 Tieren in 500 Arten. Und botanischen Besonderheiten. Dazu gehören eine historische Eichenallee, das Dahlienquartier und ein Mammutbaum. Bis Ende September öffnet der Zoo täglich von 9 bis 18 Uhr. Jeden 3. Sonntag im Monat lädt der Zooverein zu Führungen ein. Besucher können den Zoo auch mit digitalen Touren (Actionbounds) erkunden sowie zu ausgewählten Zeiten bei Fütterungen zuschauen.

    www.zoo-rostock.de

  • Tierpark Wismar

    Nur Pfauenmännchen tragen die markanten Schwanzfedern. Nach der Paarungszeit werfen sie diese ab. Foto: Tierpark Wismar e.V.

    Antwerpener Bartzwerge. Blaßkopfrosellas. Degus. Mufflons: Sie freuen sich im Tierpark Wismar über Besucher. Ihr Revier liegt südlich der Altstadt, unmittelbar am Bürgerpark. Und in trauter Gemeinschaft mit 300 anderen Wild- und Haustieren. Unser Tipp: Schauen Sie unbedingt bei den Känguru-Jungen in der Australienanlage vorbei! Ein besonderes Highlight sind auch die frei laufenden Blauen Pfaue (Foto). Wenn die Männchen zur Paarungszeit ihre prachtvollen Schwanzfedern spreizen, heißt es: Schnell die Kamera zücken! Bis Oktober öffnet der Tierpark täglich von 9 bis 18 Uhr.

    www.tierpark-wismar.de

  • Zoo Schwerin

    Der Westliche Rote Panda ist ein geschickter Kletterer. Er gehört zu den stark gefährdeten Tierarten. Im Zoo Schwerin lebt ein Pärchen: „Nila“ und „Leo“. Foto: Zoo Schwerin

    Als der Zoo Schwerin vor 70 Jahren seine Türen öffnete, hatte er gerade einmal 17 Tiere. Heute sind es ungefähr 2.000. Zu den Besonderheiten zählen die Asiatischen Löwen, die Südlichen Breitmaulnashörner und die Moorea-Baumschnecke. Als Artenschutz-Zoo konzentriert er sich auf die Haltung und Zucht bedrohter Arten. Aber auch heimische Wildtiere haben ihren Platz. Zu den jüngsten Bewohnern gehören drei Löwenwelpen. Sie kamen Anfang Januar zur Welt. Bis 25. Oktober öffnet der Zoo montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr, an Wochenenden und Feiertagen bis 19 Uhr.

    www.zoo-schwerin.de

  • Wildpark-MV Güstrow

    Wölfe und Braunbären leben im Wildpark-MV in einem gemeinsamen Gehege. Foto: Wildpark-MV

    Bären, Wölfe, Luchse und Wildkatzen: Im Wildpark-MV erleben Besucher am Stadtrand von Güstrow Tiere fast wie in freier Wildbahn. Wer möchte, kann auf dem Weg zu ihnen durch Höhlengänge kriechen, über Kletterpfade durch Baumwipfel streifen, ohne nass zu werden durch einen Fluss wandern und einer Moorleiche begegnen. Der Wildpark bietet Besuchern auch Übernachtungen im Wolfsgehege oder einen ganz persönlichen Tag als Tierpfleger an. Unser Tipp: eine Wolfswanderung in der Dämmerung. Die nächsten Termine sind: 23. Mai, 20 Uhr | 6. Juni, 21 Uhr | 20. Juni, 19.30 Uhr (Kinderspezial) | 27. Juni, 10. und 17. Juli, 21 Uhr | 22. Juli, 20.30 | 25. Juli, 19 Uhr (Kinderspezial). Bis Ende September öffnet der täglich von 9 bis 19 Uhr.

    www.wildpark-mv.de

  • Tierpark Greifswald

    Die Pantherschildkröte verdankt ihren Namen dem gefleckten Muster auf ihrem Panzer. Foto: Tierpark Greifswald

    Wenn der Frühling die Natur wärmt, zieht es nicht nur King Arthur wieder hinaus ins Freie. Die Pantherschildkröte ist eines von rund 800 Tieren, die Sie im Tierpark Greifswald sehen können. Der Tierpark liegt in unmittelbarer Nähe zur Altstadt und erstreckt sich als naturnahe Parkanlage rund um den Schwanenteich. Eine Besonderheit ist seine Wildvogelauffangstation: Sie ist – neben dem Zoo in Stralsund – die einzige Station dieser Art in MV. Bis Mitte Oktober öffnet der Tierpark täglich von 9 bis 18 Uhr.

    www.tierpark-greifswald.de

  • Tierpark Wolgast

    Den Silberfüchsen können Besucher im Tierpark Wolgast fast ohne Zaun gegenübertreten. Foto: Tierpark Wolgast

    Australien. Madagaskar. Europa. Nord- und Südamerika: Im Tierpark Wolgast liegen sie nur einen Katzensprung voneinander entfernt. Hier, im Waldstück Tannenkamp, haben rund 600 Tiere aus mehr als 70 Arten ein Zuhause. Zu den Bewohnern gehören zum Beispiel Alpakas, Kängurus, Silberfüchse und der Braune Maki. Eine Besonderheit ist das Peene-Aquarium mit heimischen Fischarten wie Stichling, Schlammbeißer und Rotfeder. Bis Ende September öffnet der Tierpark täglich von 9 bis 18 Uhr. Zwischen 12 und 15 Uhr finden Schaufütterungen statt.

    www.tierparkwolgast.de

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Wie geht es der Meerforelle?

 



Vorkommen direkt verknüpft mit Gewässerqualität / Fisch als Bio- und Klima-Indikator

Wie geht es der Meerforelle?

Zwar heißt sie Meerforelle, doch einen Großteil ihres Lebens verbringt sie in kleinen, oftmals unscheinbaren Fließgewässern im Hinterland. Das Vorkommen der zwar wandlungsfähigen, aber sensiblen Fische gibt Aufschluss über den ökologischen Zustand ihres Lebensraumes. Das Institut für Fischerei betreibt im Poischower Mühlenbach bei Grevesmühlen eine von insgesamt zehn Fischzähleinrichtungen zur Erfassung von Meerforellen.

Am Poischower Mühlenbach hat Armin Steibli weitere Laichplätze entdeckt und direkt ins digitale System eingepflegt.

Foto: SPREE–PR/Galda

Die Fischzähleinrichtung im Grevesmühlener Ortsteil Wotenitz ist die jüngste und startet in ihre zweite Saison. „In diesem Abschnitt des Stepenitz-Maurine-Systems wollten wir eine bessere Datengrundlage. In der Wismarer Bucht sowie im Warnow-Einzugsgebiet erfolgt in MV ein maßgeblicher Teil der Reproduktion der Meerforelle. Hier spielt die Musik“, erklärt Armin Steibli die Standortwahl.

„Die videooptische Zähleinrichtung am Poischower Mühlenbach liegt günstig vor den Laichgebieten im teils kiesigen Oberlauf, sodass wir die Tiere auf dem Weg dorthin gut erfassen können.“ Dass sich in unmittelbarer Nähe ein Abwasserpumpwerk befindet, war ein günstiger Zufall. „Der Zweckverband Grevesmühlen hat uns schnell mit dem benötigten Stromzugang geholfen, eine tolle Zusammenarbeit“, richtet der Fachmann einen Dank an den Partner vor Ort.

Der Lebenszyklus der Meerforelle startet im Bach, hier halten sich die Jungfische auf, bevor ein Teil von ihnen ins Meer zieht. Zum Laichen kommen sie zurück in ihre Kinderstube. Abb. KI-generiert und A. Steibli

Kleine Nebenflüsse wichtig als Kinderstube

Der Poischower Mühlenbach, ein kleiner Zufluss der mecklenburgischen Stepenitz, hat sich in den letzten Jahren deutlich verändert. Nach der Entfernung von Staustufen und aufgrund einiger Renaturierungsmaßnahmen ähnelt der Bach wieder mehr einem natürlichen Gewässer – und eignet sich auch wieder besser als Kinderstube für Meerforellen. Bis zu 50 Kilometer legen die fleißigen Wanderfische von der Ostsee über Trave und Dassower See bis zu ihren Laichplätzen im Poischower Mühlenbach zurück. In anderen Teilen des Landes sind es gerne mal über 100 Kilometer. Armin Steibli kartiert die Laichplätze und gleicht diese Daten mit den Kamerazählungen ab. So ergibt sich ein gutes Bild über die Nutzung des Bachs als Laichgebiet. Bei seinen Kartierungen beobachtet er auch, an welchen Stellen Gefahren lauern.

Zehn Zähleinrichtungen helfen in MV, die Vorkommen der Meerforelle zu messen. Grafik: A. Steibli

Natürliche Feinde sind u. a.

Fischotter, Kormorane und Reiher, das gehört dazu. Den größten Einfluss hat allerdings der Mensch. „Nur etwa 5 Prozent der Fließgewässer in MV sind in einem guten oder sehr guten ökologischen Zustand“, berichtet Armin Steibli. Viele Bäche sind begradigt und oft fehlt die ehemals vorhandene schattenspendende Ufervegetation, die im Sommer Temperatur und Pflanzenwachstum regulieren würde. Ein Mähen mit möglichen Eingriffen in die Bachsohle und somit die Laichplätze wäre dann nicht mehr nötig.

„Die Meerforelle ist Bio- und Klimaindikator unserer Fließgewässer, ihr Schutz eine Gemeinschaftsaufgabe von Behörden, Gewässerunterhaltern, Wissenschaft, Naturschutzverbänden, Vereinen und Ehrenamtlichen“, so der Experte. Armin Steibli zog übrigens 2011 aus Süddeutschland nach Rostock, weil er „irgendwas mit Fisch“ machen wollte, diese Richtung verfolgte er mit einem Studium an der Uni Rostock beharrlich und ist heute im Institut für Fischerei, das zum Landwirtschaftsministerium gehört, für die Meerforelle zuständig.

Begeistert erzählt der 40-Jährige von dem Verwandlungskünstler. „Die Meerforelle startet im Süßwasser und stellt sich automatisch auf Salzwasser um.“ Durchschnittlich misst der torpedoförmige Fisch 60 Zentimeter, kann aber auch bis zu 130 Zentimeter groß und bis zu 20 Kilogramm schwer werden. Silbern glänzt der Lachsfisch unterjährig, braunrot ist sein Gewand zur Laichzeit. Diese startet meist Ende September und zieht sich bis in den Januar. „Hier sind die Meerforellen am verwundbarsten. Lassen Sie die Fische beim Aufstieg und in den Laichgebieten bitte in Ruhe“, so sein Appell an den Menschenverstand, dem Umweltschutz nicht gleichgültig sein sollte.

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Infrastruktur für folgende Generationen sichern

 



„Das Geld liegt im Boden“

Die Wasser­infrastruktur braucht neue Investitions­strategien

Wasserversorgung und Abwasserentsorgung funktionieren in Deutschland zuverlässig. Damit das so bleibt, nahmen 54 Wasserunternehmen aus sieben Bundesländern am Projekt „Investitionsstrategie zur Zukunftsfähigkeit der Wasserwirtschaft“ teil. Die Ergebnisse lassen aufhorchen. Die KOWA MV und die Landesgruppe Nord des BDEW nehmen die Ergebnisse ernst. Die WASSERZEITUNG sprach mit David Schacht, Geschäftsführer des WasserZweckVerbandes Malchin Stavenhagen.


Schon jetzt ein aufwändiges Unterfangen – die Erneuerung der unterirdischen Leitungen. Künftig muss noch deutlich mehr investiert werden, um die Substanz nachhaltig zu erhalten.

Foto: WZV Malchin Stavenhagen

David Schacht, Vorsitzender der Wasserwirtschaft MV im BDEW

Foto: SPREE-PR/Galda

Warum beschäftigen Sie sich so intensiv mit den Investitionen in die Infrastruktur?

Weil viele Leitungs- und Kanalnetze aus den 1960er- bis 1990er-Jahren stammen und absehbar ihre technische Standardnutzungsdauer erreichen. Gleichzeitig steigen die Anforderungen durch Umwelt- und Gewässerschutz, Klimaanpassung und Extremereignisse sowie steigende Bau- und Finanzierungskosten. Diese Entwicklungen treffen auf begrenzte personelle und finanzielle Ressourcen – der Druck auf Aufgabenträger und politische Gremien wächst, langfristige Investitionsstrategien zu entwickeln.

Was bedeuten langfristige Strategien für die Wasserwirtschaft?

Investitionen dürfen sich nicht nur am kurzfristigen Bedarf orientieren. Ziel ist eine nachhaltige Substanzerhaltung über Jahrzehnte. Rohrleitungs- und Kanalnetze haben sehr lange Lebenszyklen. Werden Erneuerungen zu lange verschoben, steigen technische Risiken und spätere Kosten deutlich. Investitionsstrategien müssen daher weit über übliche fünfjährige Wirtschaftsplanungen hinausreichen.

Welche Rolle spielen die Leitungsnetze dabei?

Eine zentrale. Der größte Teil des Vermögens der Wasserwirtschaft in Deutschland liegt im Untergrund. In der Wasserversorgung entfallen rund 91 Prozent des Anlagevermögens auf Rohrleitungsnetze – etwa 29,6 Milliarden Euro von 32,4 Milliarden Euro. Auch in der Abwasserbeseitigung liegen rund 75 Prozent der Wiederbeschaffungswerte im Kanalnetz. Ihr Zustand bestimmt daher maßgeblich die langfristige Stabilität der Infrastruktur.

Wie wurden die zukünftigen Entwicklungen untersucht?

Im Projekt „Investitionsstrategie zur Zukunftsfähigkeit der Wasserwirtschaft” (2024) stellten 54 Wasserversorgungs- und 21 Abwasserunternehmen Daten bereit. Analysiert wurden Altersstrukturen, Wiederbeschaffungswerte und technische Nutzungsdauern. Darauf basierend wurden Investitionsstrategien über mehrere Jahrzehnte simuliert – ein „weiter wie bisher” und ein Szenario mit schrittweiser Anpassung an nachhaltigen Substanzerhalt bis 2050.

Zu welchen Ergebnissen kommt die Analyse?

Der Anteil von Infrastruktur in kritischem Zustand wird in den kommenden Jahrzehnten steigen – selbst bei höheren Investitionen. Heute liegen die durchschnittlichen Erneuerungsraten bei etwa 0,4 Prozent pro Jahr. Rechnerisch entspräche das Nutzungsdauern von rund 247 Jahren für Rohrleitungsnetze und 244 Jahren für Kanalnetze. Das zeigt, dass das derzeitige Investitionsniveau langfristig nicht ausreicht.

Was wäre stattdessen notwendig?

Um realistische Nutzungsdauern zu erreichen, müssten die Erneuerungsraten deutlich steigen – auf etwa 1,2 Prozent bei Rohrleitungsnetzen und 1,3 Prozent bei Kanalnetzen. Das bedeutet einen Strategiewechsel: weg von überwiegend schadensgetriebener Instandhaltung hin zu einem planmäßigen, kontinuierlichen Substanzerhalt.

Welche Auswirkungen hätte das auf die Gebühren für Verbraucherinnen und Verbraucher?

Höhere Investitionen führen langfristig zu steigenden Entgelten. Wichtig ist aber: Diese Entwicklung ist kein Zeichen ineffizienter Strukturen, sondern Ausdruck einer realistischen Anpassung an die technischen Anforderungen der Infrastruktur.

Was ist die wichtigste Botschaft des Projekts?

Kontinuierliche Investitionen sind entscheidend. Werden Erneuerungen aufgeschoben, entstehen später deutlich größere technische und finanzielle Belastungen – eine Art „Generationenschuld”. Nachhaltige Wasserinfrastruktur bedeutet, Investitionen frühzeitig zu verstetigen und die Versorgung langfristig zu sichern. Die Politik ist hier gefordert, für geeignete Rahmenbedingungen und unterstützende Instrumente zu sorgen.


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„Der Perschke war schon immer da“

 



GESICHTER DER WASSERWIRTSCHAFT

„Der Perschke war schon immer da“

Hans-Peter Perschke ist zu einer Symbolfigur für die erfolgreiche lokale Energiewende in Ostthüringen geworden. Seit langer Zeit ist er aber auch eine feste Größe in der Wasserwirtschaft und in der kommunalen Politik. Mit ihm startet die WASSERZEITUNG die Interview-Reihe „Gesichter der Wasserwirtschaft“.

Hans-Peter Perschke: Bürgermeister, Verbandsvorsitzender, Umweltpreisträger und Energiebündel.

Foto: SPREE-PR/Wolf

Herr Perschke, Sie sind Lehrer für Russisch und Geschichte. Bevor Sie auf die Idee kommen, mich abzufragen, könnten wir bitte gleich zum Thema Wasser übergehen?

Ja, in Ordnung. Ich bin aber nicht nur Lehrer, sondern auch Verwaltungsfachwirt. Diese Ausbildung, ein Angebot der Thüringer Verwaltungsschule, hatte ich mir nach der Wende gegönnt, nachdem ich hier in Schlöben 1990 Bürgermeister wurde. Das war nötig, denn Verwaltungsarbeit auf bundesdeutscher Basis war für mich absolutes Neuland.

Sie stammen aus Brandenburg, nach einem Zwischenstopp in Moskau gingen Sie nach Thüringen. Wie kam das?

Ich bin im jetzigen Märkisch-Oderland geboren und habe nach dem Studium in meiner Heimat als Lehrer gearbeitet. 1985 durfte ich durch Glücksumstände zu einer Weiterbildung nach Moskau, übrigens als einziger Nicht-Genosse. Die Perestroika live zu erleben, hat mich tief geprägt. Nicht nur ob des Umstands bei einem weltverändernden historischem Ereignis dabei gewesen zu sein, sondern die Reaktion zu Hause darauf. Mein neues wurde unmittelbar danach der Liebe wegen das kleine, damals wenig beschauliche Schlöben in Ostthüringen. In dem ehemaligen Gutsdorf und dann politischen und landwirtschaftlichen Zentrum unterrichtete ich an der Polytechnischen Oberschule. Allerdings kamen Ideen zum gesellschaftlichen Wandel nicht gut an.

Sie waren ein Rebell?

Ich war schon immer ein politischer Mensch und hatte mich sowohl innerhalb als auch außerhalb der politischen Ordnung gesellschaftlich engagiert.
So war es nicht verwunderlich, dass ich auf Dauer keine Duldung auf meiner Arbeit hatte und letztendlich in ein Kinderheim versetzt wurde.
Mit der Wende ergab sich für mich die Chance doch noch den Wandel zu gestalten und so kandidierte ich 1990 für den Gemeinderat und wurde von diesem zum Bürgermeister gewählt.

Amtsmüde? Keine Spur! Hans-Peter Perschke hat viele neue Projekte in der Planung.

Foto: SPREE-PR/Wolf

Zwei Jahre später, 1992, sind Sie Verbandsvorsitzender des ZWA „Thüringer Holzland” geworden. Wie kamen Sie zum Wasser?

Für mich als Bürgermeister hatte das Wasser oberste Priorität. Immer wieder waren in Schlöben Wasserrohre gebrochen. Die Leitungen waren aus dem Jahre 1904 und der Wasserdruck war viel zu niedrig. 1990/91 haben wir angefangen, neue Trink-und Abwasserleitungen zu verlegen und die Orte zentral zu entsorgen. Beim ZWA war ich erst als stellvertretender Vorsitzender, dann ab 1992 Vorsitzender und bin es bis heute geblieben. 1992 war voller Veränderungen. Die Strukturen der Zweckverbände wurden neu geschaffen, es ging um die Entflechtung aus der Privatwirtschaft, den Umgang mit Konzernen, um Personalaufbau. Keine leichte Zeit.

Was sind Ihre Aufgaben beim ZWA „Thüringer Holzland”?

Ich bin zuständig für die gesamte Verbandsarbeit, für die Ausschussarbeit und für die Verbandsversammlung. Ich vertrete den ZWA nach außen und bin in den Gremien, in denen der Zweckverband aktiv ist, zum Beispiel im KKT, dem Zweckverband zur kommunalen Klärschlammverwertung Thüringen. Wichtig ist mir, immer präsent zu sein.

Bürgermeister, Verbandsvorsitzender, Mitglied in Gremien, Ausschüssen und Vereinen… Was ist Ihr Antrieb?

Alle meine Ämter sind ehrenamtlich und alles hängt miteinander zusammen. In erster Linie bin ich Dorfbürgermeister. Wenn man aber einem Verband seit seiner Gründung vorsteht, mit seiner Geschichte fest verwoben ist, fühlt es sich an wie ein Kind, dass man nicht gern loslässt. Bei meiner Arbeit für den ZWA gab von außen anfangs eine Menge Anfeindungen, Kritik und Gewaltandrohungen, als das Wasser plötzlich Geld kostete. Es war eine raue Umbruchszeit und die Zeiten sind immer noch rau, aber alles, was ich tue, kommt auch unserem Dorf Schlöben zugute. Die Teamarbeit beim ZWA gibt mir viel Energie. Mir ist es wichtig, an Gesetzgebungen mitzuwirken, sich auch im Landtag hinzustellen und zu sagen: Nein. Man darf widerständisch sein gegenüber politischen Entscheidungen.

„Kinder, was soll nur werden?” Diese Frage stellen Sie gern. Sind die Zeiten in der Wasserwirtschaft so schlecht?

Die Themen Wasserversorgung und Abwasserentsorgung in unserer kleingliedrigen Region waren schon immer ein schwieriges Feld. Und sie bleiben präsent, denn wir stehen vor großen Herausforderungen, wie den Klimafolgenanpassungen, aber auch der demografischen Entwicklung. Auf all das blicke ich mit dem nötigen Optimismus, dass wir alles gut hinbekommen. Nicht nur für die Wasserwirtschaft, sondern auch für die kommunale Entwicklung heißt mein Credo: interkommunale Zusammenarbeit. Es geht um gemeinsames Nachdenken über die Dorf- und Verbandsgrenzen hinaus, um nachhaltige Projekte, die enkeltauglich sind.

Ist das Bioenergiedorf Ihr Lebenswerk?

Die Arbeit am Bioenergiedorf Schlöben und die Gründung der Energiegenossenschaft sind für mich ein erfüllendes Werk. Dabei waren die Erfahrungen aus meinem Amt als Verbandsvorsitzender seit 1992 sehr hilfreich. Ich freue mich, es geschafft zu haben, so viele Leute aus der Gemeinde bei den Projekten mitzunehmen und dass wir eine großartige Kooperation mit der Landwirtschaft haben. Wir waren gemeinsam erfolgreich, wir haben trotz aller Widerstände ein Alleinstellungsmerkmal und eine Identität geschaffen. Uns „Schlöbis” kennt man!

Fühlen Sie sich als Thüringer?

Ja. Ich bin ja nun schon lange hier. Obwohl Anfang der neunziger Jahre die Zuordnung für manch einen auch in Erfurt aufgrund des Restdialekts nicht ganz klar war. Manchmal durchaus hilfreich. Zu meinem 65. Geburtstag hat mich mein Gemeinderat schon zu Lebzeiten zum Ehrenbürger ernannt. Das heißt: man ist Thüringer. Einer meiner Lieblingssätze vom Thüringer Innenminister: „Der Perschke war schon immer da!”

Das Gespräch führte WASSERZEITUNG-Redakteurin Ulrike Wolf.

Seit vielen Jahren ein sehr gutes Team: Verbandsvorsitzender Hans-Peter Perschke und Werkleiter Steffen Rothe vom ZWA „Thüringer Holzland“.

Foto: ZWA „Thüringer Holzland“

Hans-Peter Perschke

Hans-Peter Perschke

geboren 1955 in Bad Freienwalde
diplomierter Lehrer für Russisch und Geschichte,
Verwaltungsfachwirt, seit 1994 freiberuflich tätig
seit 1990 Bürgermeister der Gemeinde Schlöben
seit 1992 Vorsitzender des ZWA „Thüringer Holzland”
1992 Preisträger des Umweltpreises des Landkreises Stadtroda
seit 2016 Mitglied des Beirats zur nachhaltigen Entwicklung Thüringens
2012 wurde Schlöben Bioenergiedorf

www.bioenergiedorf.schloeben.eu

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Findet die sieben Unterschiede

 




Findet die sieben Unterschiede

Liebe Kinder! Jetzt, wo die Tage wieder länger sind, zieht es Erwachsene und Kinder hinaus in die Natur. Doch an vielen Ufern haben sich in der Frühlingszeit Unrat und Müll angesammelt. Dies ärgert TRÖPFCHEN und STRAHL. Gemeinsam gehen sie daran, den Abfall einzusammeln. Auf unseren Bildern werden sie dabei von den neugierigen Enten beobachtet.

Doch halt, gibt es da nicht Unterschiede zwischen den beiden Bildern? Richtig, bei genauerem Hinschauen werdet ihr schnell sieben Merkmale herausfinden.

Viel Spaß dabei!

Rätsel

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Grafik: SPREE-PR/Archiv

  • 1 Fransen am Schal
  • 2 Dose in Tröpfchens Hand
  • 3 Tröpfchens Kette
  • 4 Entenküken
  • 5 Rohrkolben
  • 6 Gabel statt Löffel
  • 7 Vogelschwarm

Rätsel vergrößert
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Kann Wasser schlecht werden?

 




Kann Wasser schlecht werden?

„Schlecht“ werden im herkömmlichen Sinne kann Trinkwasser nicht. Es enthält weder Eiweiß noch Zucker, also keinen Anteil an organischen Stoffen, welche verschimmeln oder vergären könnten.

Wenn sich also nur CO2 und Mineralien im Wasser befinden, kann es nicht schlecht werden. Nur andere Substanzen, die von außerhalb in das Wasser kommen, können die Vermehrung von Algen, Pilzen und Bakterien verursachen.

Wasser aus dem Hahn ist gesund. Foto: Pixabay

Zumeist nicht gesundheitsschädigend, jedoch die Appetitlichkeit einschränkend, sind stagnationsbedingte Veränderungen des Geruchs, des Geschmacks und der Temperatur. Stagnation tritt auf, wenn Trinkwasseranlagen über einen längeren Zeitraum, etwa während der Ferien oder bei Urlaubsabwesenheit, nicht genutzt werden.

Wasserhahn ruhig mal „laufen” lassen

Besonders betroffen davon ist das Trinkwasser der Hausinstallation, da – anders als bei der zentralen Wasserversorgung – hier eine dauernde Trinkwasser­abnahme nicht gewährleistet ist. Weil „abgestandenes“ Trinkwasser nicht schmeckt und auch nicht für die Zubereitung von Speisen und Getränken empfohlen werden kann, sollten Sie bei Wiederinbetriebnahme ihren Wasserhahn im sprichwörtlichen Sinne ruhig einmal „laufen“ lassen.

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Zweckverband informiert vor Ort

 




Zweckverband informiert vor Ort

Besuch auf dem Wasserwerk und in der Kläranlage: Stadtvertretende, Bürgerinnen und Bürger haben sich die Wasserversorgung in Lassan angeschaut. Wie wird aus Grundwasser Trinkwasser? Wie gelangt es in die Haushalte – und wie wird Abwasser so gereinigt, dass es sauber in den Mühlengraben abgeleitet werden kann? Technik, die rund um die Uhr arbeitet, zeigte sich hier hautnah. Gruppen, die selbst einen Blick hinter die Kulissen werfen möchten, melden sich unter 03836 2739-0.

Stadtvertretende, Bürgerinnen und Bürger sehen im Klärbecken, wie aus Abwasser gereinigtes Wasser wird. Quelle: ZV Festland Wolgast

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Wasser kennt keinen Winterschlaf

 




Christian Zschiesche. Foto: SPREE-PR/Archiv

Wasser kennt keinen Winterschlaf

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

dieser Winter hat uns gefordert. Frost, Eis, wochenlanger Stillstand auf unseren Baustellen – wer im Januar oder Februar an einer unserer Baustellen vorbeigekommen ist, hat wenig gesehen. Das täuscht. Im Hintergrund wurde geplant, vorbereitet, koordiniert. Denn aufgehört haben wir nie.

Seit Mitte März geht es wieder voran. Klein und groß, quer durch unser Verbandsgebiet. Rohre, Leitungen, Schächte – vieles davon unsichtbar, sobald die Straßen wieder geschlossen sind. Aber notwendig. Jede Maßnahme ist ein Beitrag dazu, dass bei Ihnen zu Hause zuverlässig Wasser aus dem Hahn fließt und zuverlässig wieder abfließt.

Eine der größeren Maßnahmen dieser Saison startet im Sanierungsgebiet Fischerwiek in der Fischerstraße. Gemeinsam mit der Stadt Wolgast erneuern wir dort die Infrastruktur – unterirdisch, aufwendig, aber richtig so. Wenn Stadtentwicklung und Wasserversorgung Hand in Hand gehen, ist das der effizienteste Weg: einmal aufgraben, gemeinsam investieren, langfristig profitieren.

Ich bitte Sie an dieser Stelle um etwas: Geduld mit unseren Baustellen. Eine gesperrte Straße, ein Umweg, Lärm zur Unzeit – das ist ärgerlich, das weiß ich. Aber hinter jeder Absperrung steckt Infrastruktur, die Jahrzehnte halten soll. Wir arbeiten so schnell und so rücksichtsvoll wie möglich.

Wir freuen uns darauf, 2026 gemeinsam mit Ihnen zu gestalten.

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Das beste Getränk kommt aus dem Hahn

 




Die Deutsche Gesellschaft empfiehlt Durstlöscher für den Sommer

Das beste Getränk kommt aus dem Hahn

1,5 Liter Wasser täglich. Das klingt nach viel, ist aber schnell erreicht, wenn man das Richtige trinkt. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hat klare Empfehlungen. Und die gute Nachricht für alle Haushalte im Versorgungsgebiet des Zweckverbands Wolgast: Das beste Getränk haben Sie bereits zu Hause.

Unser Körper besteht zur Hälfte aus Wasser. Es reguliert die Körpertemperatur, transportiert Nährstoffe und ist Bestandteil jeder einzelnen Zelle. Wer zu wenig trinkt, merkt das schnell: Konzentrationsprobleme, Müdigkeit, Kopfschmerzen. Ausreichend Flüssigkeit ist keine Frage des Wohlbefindens – sie ist Grundlage.

Die DGE empfiehlt rund 1,5 Liter täglich, am besten Wasser oder ungesüßten Tee. Leitungswasser steht dabei ganz oben: Es ist frisch, sicher, jederzeit verfügbar und wird regelmäßig kontrolliert. Wer möchte, kann es mit Minze, Gurke oder aufgeschnittenen Früchten aromatisieren. Schmeckt, kostet fast nichts, kommt ohne Plastikflasche aus.


Leitungswasser ist das einfachste und beste Getränk: frisch, sicher, kontrolliert und jederzeit verfügbar. Für Kinder wie für Erwachsene ist das kühle Nass besonders an heißen Tagen die erste Wahl.

Foto: SPREE-PR/Archiv

Auch Kräuter- und Früchtetees ohne Zucker sowie Saftschorlen im Verhältnis 1 Teil Saft zu 3 Teilen Wasser sind gute Wahl. Kaffee und schwarzer Tee zählen ebenfalls zur Flüssigkeitsbilanz, solange sie ohne Zucker und Milch getrunken werden.

Weniger empfehlenswert: Limonaden, Eistees, Energydrinks und Fruchtsäfte pur. Sie enthalten bis zu 100 Gramm Zucker pro Liter, fördern Übergewicht und schaden den Zähnen. Auch sogenanntes „aromatisiertes Wasser” kann gezuckert sein. Ein Blick auf die Zutatenliste klärt es.

Und noch ein Argument für den Hahn: Leitungswasser spart Geld, Verpackung und Transportwege. Wer es in einer Mehrwegflasche aus Glas oder Edelstahl mitnimmt, ist auch unterwegs gut versorgt – ohne Aufwand, ohne Kosten, ohne schlechtes Gewissen.

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