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Author: wz_admin

Kleinmachnows Ex-Bürgermeister über MWA-Geschäftsführer Felix von Streit.

Herausgeber: MWA Kleinmachnow




Grusswort

Auf einen unruhigen Ruhestand

Michael Grubert (l.) und Felix von Streit am Rande einer Veranstaltung der MWA.
Foto: MWA

Lieber Herr von Streit,

ach jetzt kurz vor ihrem Ruhestand, ich bin ja der Ältere, lieber Felix!

Wir beide haben fast 13 Jahre zusammengearbeitet. Bei allen üblichen Höhen und Tiefen war es eine angenehme und erfolgreiche Zusammenarbeit. Erfolgreich wurde Dein Wirken insbesondere durch deine gute Personalführung und deine Fähigkeit, andere zu motivieren.
Das prägendste Beispiel für mich ist der Dezember 2015. Das Bundesverfassungsgericht hatte gerade die Gebühren für die Altanschließer gekippt und nun mussten bis zum 31. Dezember neue Bescheide für viele Tausend Beitragspflichtigen in unserer Region erstellt und versandt werden. Die Verjährung drohte – und erhebliche finanzielle Folgen für die MWA.

Du hast diesen gewaltigen Kraftakt mit Motivation und Organisationsgeschick und allen Mitarbeitern erfolgreich gemeistert. Wenn ich an diesen Tagen vor Weihnachten zur MWA kam, konnte ich sehen, was gute Führung ist: Alle Kolleginnen und Kollegen haben an einem Strang gezogen, und das Beste, alle gemeinsam an der gleichen Seite.

Das ist nur ein gelungenes Beispiel von vielen. Es hat immer Spaß gemacht, mit Dir zusammenzuarbeiten und ich wünsche Dir für die Zukunft natürlich Gesundheit und Ausgeglichenheit. Mögest Du immer eine Aufgabe finden. Dass es Dir nie langweilig wird, das weiß ich.

Einen unruhigen Ruhestand wünscht Dir

Michael Grubert
Bürgermeister von Kleinmachnow a.D. und
Verbandsvorsteher des WAZV „Der Teltow“
von 2009 bis 2025

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Verantwortung für verlässliche Trinkwasserver- und Schmutzwasserentsorgung

Herausgeber: MWA Kleinmachnow




Staffelstab-Übergabe beim WAZV „Mittelgraben“

Nach dem Ende ihrer 16 Jahre als Bürgermeisterin der Gemeinde Nuthetal verabschiedet sich Ute Hustig auch aus der Verbandsversammlung des WAZV „Mittelgraben“. Ihr Nachfolger oder ihre Nachfolgerin beim Zweckverband wird im Oktober gewählt.

Ute Hustig während der Feier zum 30-jährigen Gründungsjubiläum des WAZV „Mittelgraben“ im September 2022.

Foto: SPREE-PR/Archiv

Ute Hustig gehörte der Verbandsversammlung seit 2009 an; seit 2019 amtierte die Lokalpolitikerin zudem als Verbandsvorsteherin und konnte auf diese Weise noch stärkere Akzente im Sinne der Bürgerinnen und Bürger setzen. Ebenfalls gehörte Frau Hustig dem sogenannten „Wasserparlament“ des WAZV „Der Teltow“ für den Nuthetaler Ortsteil Nudow an. Anlässlich ihres Ausscheidens würdigt MWA-Geschäftsführer Felix von Streit ihr langjähriges Engagement: „Ute Hustig hat die Arbeit des WAZV ‚Mittelgraben‘ über viele Jahre mit großem Einsatz begleitet und als Verbandsvorsteherin wichtige Impulse gesetzt. Nicht immer waren wir in allen Fragen einer Meinung, und manche Diskussion wurde durchaus intensiv geführt. Was uns jedoch immer verbunden hat, war die gemeinsame Verantwortung für eine verlässliche Trinkwasserver- und Schmutzwasserentsorgung in der Region. Für ihren langjährigen Einsatz und die vertrauensvolle Zusammenarbeit danke ich Frau Hustig herzlich und wünsche ihr für die Zukunft alles Gute und viel Gesundheit.“ Ab dem 1. Oktober wird Dr. Stefan Schneider (Bürger für Nuthetal) das Amt des Bürgermeisters von Ute Hustig übernehmen, nachdem er am 10. Mai gewählt wurde. Die Verbandsversammlung des WAZV „Mittelgraben“ wählt ihre neue Verbandsleitung am 7. Oktober. Ob Herr Dr. Schneider auch hier Frau Hustig folgt, war bei Redaktionsschluss noch offen.

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Ansaugstutzenpflicht ab 2028: Weniger Aufwand – mehr Komfort

Herausgeber: MWA Kleinmachnow




Weniger Aufwand – mehr Komfort

Die Verbandsversammlungen des WAZV „Der Teltow“ und WAZV „Mittegraben” haben für die dezentrale Schmutzwasserentsorgung ihre Satzungen geändert. Die neue Regelung sieht vor, dass abflusslose Sammelgruben künftig mit einem Ansaugstutzen ausgestattet sein müssen.

Ziel ist eine einfachere, sicherere und komfortablere Entleerung. Für bestehende Sammelgruben gilt eine Umsetzungsfrist bis zum 31. Dezember 2027. Bis dahin müssen die Anlagen entsprechend nachgerüstet sein. Für neu errichtete abflusslose Sammelgruben gilt die Regelung bereits ab der Inbetriebnahme.

Wir beantworten Ihnen an dieser Stelle die wichtigsten Fragen, wie die dezentrale Schmutzwasserentsorgung zukünftig einfacher funktionieren wird.

Was ist ein Ansaugstutzen?

Ein Ansaugstutzen ermöglicht die Entsorgung abflussloser Sammelgruben auf privaten Grundstücken, ohne diese befahren zu müssen. Er ist an der Grundstücksgrenze, an einer öffentlichen Straße, fest installiert und über eine Saugleitung mit der Sammelgrube verbunden. Das Entsorgungsfahrzeug koppelt sich an und kann direkt von der Straße aus entleeren

Welche Vorteile bietet ein Ansaugstutzen für mich als Kunden?

Die tonnenschweren Entsorgungsfahrzeuge müssen Ihr Grundstück nicht mehr befahren – jede Form von Schäden an Bepflasterung oder Bepflanzung ist damit ausgeschlossen. Eine Entleerung kann selbst dann bequem erfolgen, wenn Sie nicht zu Hause sind. Zudem wird die Entsorgung vereinfacht, da das oftmals aufwändige Verlegen langer Schläuche über das Grundstück entfällt. Auch Geruchsbelästigungen für Sie und Ihre Nachbarn während des Absaugens werden deutlich verringert.

Was gilt für bereits vorhandene Ansaugstutzen?

Ist bereits ein Ansaugstutzen vorhanden, kann dieser grundsätzlich weiter genutzt werden. Er sollte jedoch den aktuellen technischen Anforderungen entsprechen. Wenn dies nicht der Fall ist, sind die erforderlichen Anpassungen bis spätestens zum 31. Dezember 2027 vorzunehmen.

Wie erfolgt der Einbau eines Ansaugstutzens?

Das Wichtigste zuerst: Der Ansaugstutzen muss vom öffentlichen Straßenbereich aus jederzeit frei zugänglich sein.

Die Sammelgrube wird über eine Saugleitung mit dem Ansaugstutzen an der Grundstücksgrenze verbunden. Für die Saugleitung verwenden Sie ein Rohr mit 100 mm Innendurchmesser, das mit Gefälle zur Sammelgrube verlaufen sollte. Der optimale Absaugpunkt befindet sich an der tiefsten Stelle der Sammelgrube.

Ob Sie die Leitung ober- oder unterirdisch verlegen, bleibt Ihnen vorbehalten. Sie muss allerdings von Frost verschont bleiben und absolut luftdicht installiert sein. Aus technischen Gründen sollte die Leitungslänge 60 Meter nicht überschreiten. Bei größeren Entfernungen empfiehlt sich eine Abstimmung mit Ihrem zuständigen Zweckverband.

In der Sammelgrube muss am Beginn der Saugleitung eine Bügeltülle angebracht werden. Am straßenseitigen Ansaugstutzen wird eine Kardan-Kupplung (Perrot-Kupplung) mit Blinddeckel etwa 30 bis 40 cm über dem Gelände montiert. Empfohlen wird eine standsichere sogenannte Aufständerung des Ansaugstutzens, beispielsweise in einem Betonfundament.

Und noch ein wichtiger Hinweis für alle Selbst-Einbauer: Im Fall einer Dreikammergrube müssen Sie den Ansaugstutzen in der Zulaufkammer installieren.

An wen wende ich mich bei Fragen zum Einbau eines Ansaugstutzens?

Die MWA lässt Sie damit nicht allein. Für technische Auskünfte wenden Sie sich telefonisch an die Nummer 033203 354-394 oder per E-Mail an kundenanlage@mwa-gmbh.de.

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Abschieds-Interview mit MWA-Geschäftsführer Felix von Streit

Herausgeber: MWA Kleinmachnow




Abschieds-Interview mit MWA-Geschäftsführer Felix von Streit

„Wir sind ein Unternehmen, das seine Aufgaben mit absoluter Verlässlichkeit ausführt.“

Runde 14 Jahre stand Felix von Streit als Geschäftsführer an der Spitze der Mittelmärkischen Wasser- und Abwasser GmbH. In seiner Verantwortung lag die zuverlässige Betriebsführung für die beiden Wasser- und Abwasserzweckverbände „Der Teltow“ und „Mittelgraben“. Zum Jahresende übergibt er die Amtsgeschäfte an seinen Nachfolger. Zeit für eine Bilanz.

Stolz auf das Vorzeigeprojekt in Kleinmachnow: der scheidende MWA-Geschäftsführer Felix von Streit.

Foto: SPREE-PR/Arbeit

WZ: Herr von Streit, wir treffen uns an einem ganz besonderen Ort, dem frisch übergebenen Erweiterungsneubau des Wasserwerkes Kleinmachnow. Ist das zum Abschied der physische Beweis für das Geschaffte?

Ja, das ist so das Projekt, mit dem ich gehe, und für das ich noch verantwortlich war. Es ist ein tolles Gefühl, so ein schönes Wasserwerk mit fertiggestellt zu haben – unter meiner Verantwortung – und dann das Unternehmen mit einem guten Gefühl an meinen Nachfolger zu übergeben.

WZ: Was waren beim Bau die größten Herausforderungen?

Das war tatsächlich die Koordination der vielen Gewerke: vom Betonbau über den Anlagenbau bis zum Dachdecker und Maler. Es gab eine ganz hervorragende Koordination durch unsere Ingenieurbüros und unsere Mitarbeiter. Das war schon bemerkenswert.

WZ: Bauen war ohnehin ein großes Thema Ihrer Amtszeit, u. a. wegen der Entscheidung für eine eigene Leitungsbau-Firma unter dem Dach der MWA.

Unsere MWA Leitungsbau GmbH – kurz MLB – haben wir eher für kleinere Aufträge gegründet, weil dafür intern im Hause eine bessere Koordination möglich ist. Für größere externe Bauunternehmen sind diese kleinen Aufträge teilweise organisatorisch schwierig zu realisieren.

WZ: Können Sie sich noch an Ihre Erwartungen erinnern, als Sie die Geschäftsführung der MWA 2012 übernommen haben?

Ich hatte tatsächlich keine Ahnung, was mich erwartet. Ich wusste, wie man eine Organisationseinheit führt. Ich konnte und kann mit Personal ganz gut umgehen. Aber was mich hier inhaltlich erwartete, das wusste ich gar nicht. Und dass mich in den ersten Jahren die gesamte Altanschließer-Thematik derartig binden würde. Es war für mich die totale Überraschung, mit welch harten Bandagen da teilweise „gekämpft“ wurde.

WZ: Ist wieder Ruhe eingekehrt?

Ich denke, ja. Natürlich gibt es immer Kunden, die einen kritisieren. Aber es ist ja nicht verkehrt, wenn man uns auf Dinge hinweist, die wir verbessern können. Solange die Kritik sachlich bleibt.

WZ: Als Sie 2012 die Geschäftsführung übernahmen waren wesentliche Investitionen in beiden Verbänden bereits gelaufen. Wo steht der Betriebsführer der beiden Verbände heute?

Wir sind ein Unternehmen, das seine Aufgaben mit absoluter Verlässlichkeit ausführt. Wir haben uns in den letzten 14 Jahren an vielen Stellen deutlich verbessert. Wir haben unsere Investitionstätigkeit professionalisiert und verfügen heute über eine langfristige Investitions- und Instandhaltungsplanung für die Verbände. Das schafft Verlässlichkeit und Planungssicherheit. Auch in der Digitalisierung haben wir schon einen guten Schritt nach vorne gemacht.

WZ: Heute geht es in der Branche immer häufiger auch um den Wert des Wassers. Wie sehr war auch der Chef da eingebunden, dies gebührend zu vermitteln?

Das ist schon eine ganz wichtige Aufgabe. Die Wichtigkeit der Bewirtschaftung der Ressource Wasser müssen wir über Kommunikation – und dafür haben wir eine Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit – in der Bevölkerung bekannt machen und auch in den Köpfen der Menschen verankern.

WZ: Sie haben ihre Expertise auch in Verbänden, etwa beim Landeswasserverbandstag, eingebracht. Warum war Ihnen das wichtig?

Das Wasser ist in Brandenburg kleinteilig organisiert. Deshalb müssen die kleinen Wasserversorger immer wieder miteinander kommunizieren, um auch gegenüber Aufsichtsbehörden und Ministerien mit einer starken gemeinsamen Stimme aufzutreten. Nur so können wir unsere Interessen auch durchsetzen. Es geht nur, wenn man sich mit denjenigen abstimmt oder organisiert, die genau dieselben Aufgabenstellungen und auch Herausforderungen haben wie wir.

WZ: Und da geht es in Brandenburg im kommenden Jahr zum Beispiel auch darum, ein neues Wassergesetz durchs Landesparlament zu bringen. Bekommt Trinkwasser darin noch deutliche Priorität als Lebensmittel Nummer eins – vor allen anderen Nutzungen?

Wenn dieses Gesetz mit Verstand angegangen wird, geht es gar nicht anders. Ich wage allerdings keine Prognose, wie es am Ende ausgeht. Ich hoffe, dass wir uns mit unseren Forderungen, dass Trinkwasserversorgung hohe Priorität besitzt, durchsetzen können und auch Argumenten aus den Interessenverbänden und von Produzenten von zum Beispiel Sprudelwasser nicht Folge geleistet wird. Daseinsvorsorge mit Trinkwasser – das sagt das Wort ja schon! – Daseinsvorsorge muss absolute Priorität haben und alles andere hintenanstehen. Ich hoffe, dass es so reingeschrieben wird.

WZ: Wir sprechen darüber in der Form natürlich auch, weil es eine Klimakrise gibt, die immer sichtbarer wird. Oder müssen wir unterscheiden zwischen dem Wasser über und unter der Erde?

Nein, das ist ein System. Die Entwicklungen in unseren Flüssen zeigen deutlich, dass wir die Folgen des Klimawandels bereits spüren. Und die Pegelstände unter der Erde zeigen uns, dass es sich dort fortsetzt. Wir haben immer noch niedrigere Pegelstände als vor ein paar Jahren. Und das ist auch der Grund, warum wir sehr stark an die Bevölkerung herangehen und selber daran arbeiten, Wasser zu bewirtschaften und die Ressource mit Verstand und Wirtschaftlichkeit einzusetzen.

WZ: Was hat Felix von Streit ganz persönlich in zwölf Jahren übers Wasser gelernt? Wie hat sich sein Umgang mit dem Trinkwasser möglicherweise verändert?

Für mich kam am Anfang Wasser aus der Wand und einmal im Jahr habe ich die Rechnung gekriegt, über die ich mich geärgert habe – und das war’s. In den letzten 14 Jahren habe ich gelernt, was an Arbeit, an Planung, an Feinplanung dahintersteht, mit welcher Akribie sich ein Wasserversorger um die Trinkwasserversorgung kümmern muss. Wir haben hunderte Kilometer Rohr, die alle keimfrei sind, die wir keimfrei halten. Das ist ein Riesenerfolg, finde ich. Und man darf nie die andere Seite vergessen: die Entsorgung des Abwassers, die wir ebenso im Griff haben, die wir auch mit Partnern – soweit es die dezentrale Entsorgung sowie die Abwasserreinigung betrifft – wahrnehmen.

WZ: Die Wasserwirtschaft plant weit im Voraus, um ihre Struktur so gut zu erhalten. Haben Sie auch Ihren Renteneintritt schon gut vorausgeplant?

Ich habe mir vorgenommen, zunächst mal einen gewissen Zeitraum nichts zu tun. Verschiedene Dinge müssen im Haus gemacht werden. Und wenn ich mich daran gewöhnt habe, nicht mehr morgens aufstehen zu müssen, kann ich mir Gedanken darüber machen, womit ich meine Zeit künftig verbringen möchte. Ich habe hinreichend Hobbys und auch meine Frau wird dafür sorgen, dass ich nicht versande sozusagen. Ich habe davor keine Angst. (lacht)

WZ: Bei all dem wünschen wir Ihnen beste Gesundheit. Das steht über allem. Und dass auch der nächste Lebensabschnitt von Erfüllung, Glück und Freude geprägt sein möge.

Das Original-Interview von WASSERZEITUNG-Redakteur Klaus Arbeit mit MWA-Geschäftsführer Felix von Streit hören Sie hier:

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Erweiterungsneubau des Wasserwerks Kleinmachnow in Betrieb genommen

Herausgeber: MWA Kleinmachnow




Erweiterungsneubau des Wasserwerks Kleinmachnow in Betrieb genommen

Zum Abschied: Wasser marsch!

Wenige Monate vor seinem Abschied von der MWA blickt Geschäftsführer Felix von Streit auf ein zentrales Projekt seiner 14-jährigen Amtszeit: die Erweiterung des Wasserwerks Kleinmachnow. Dank der gewaltigen Investition steigt die Versorgungssicherheit mit dem Lebensmittel Nr. 1 beim WAZV „Der Teltow“ ganz beträchtlich.

Stolz auf das Wasserwerk in Kleinmachnow: der scheidende MWA-Geschäftsführer Felix von Streit.

Fotos: Drohne MWA; SPREE-PR/Arbeit

Am Ende der Rudolf-Breitscheid-Straße, in der Neubauernsiedlung, schmiegt sich das moderne, schwungvolle Gebäude an die hohen Kiefern. Felix von Streit begrüßt die anwesenden Kollegen, bevor er sich für eine Foto-Exkursion ins Innere begibt. „Es ist ein tolles Gefühl, so ein schönes Wasserwerk mit fertiggestellt zu haben“, formuliert der Noch-Geschäftsführer der MWA im Abschieds-Interview mit der WASSERZEITUNG (s. Seite 4/5). Mit dem Erweiterungsbau – inklusive zweier zusätzlicher Brunnen – steigt die Aufbereitungskapazität des Werks von rund einer Million auf über zwei Millionen Kubikmeter Trinkwasser pro Jahr. Bis zu 6.000 Kubikmeter Grundwasser sind es, die hier pro Tag aufbereitet werden können. Das ist für die langfristige Sicherheit der Trinkwasserversorgung in Kleinmachnow, Teltow und Stahnsdorf ein wichtiger Schritt.

Für die MWA sei der Neubau ein technischer Meilenstein, formuliert von Streit bei der Übergabe Ende Mai und verweist auf mehr Kapazität, effizientere Prozesse und eine deutlich höhere Betriebssicherheit. Der Verbandsvorsteher des WAZV „Der Teltow“ und Bürgermeister der Gemeinde Kleinmachnow, Bodo Krause, sieht eine Investition in die Zukunftsfähigkeit der Verbandsgemeinden. „Die Region wächst und wir stellen sicher, dass unsere Infrastruktur Schritt hält.“ Ein enges Zusammenspiel mit dem Wasserwerk Teltow erhöht die Ausfallsicherheit und ermöglicht eine flexible Steuerung der Versorgung. Denn sollte die Anlage in Teltow einmal ausfallen, kann das gesamte Verbandsgebiet von Kleinmachnow aus versorgt werden – ohne auf Fremdwasser zurückzugreifen. Insgesamt flossen rund 11,5 Millionen Euro netto Baukosten in den Erweiterungsneubau.

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Bei Instagram geben wir Ihnen u.a. Einblicke in aktuelle WAL-Projekte.

 



WAL digital

500+ – Danke!

Unsere Community wächst: Inzwischen folgen uns mehr als 500 Wasser-Interessierte auf Instagram. Darüber freuen wir uns sehr! Auf dem Kanal @wal_senftenberg geben wir Einblicke in aktuelle Projekte – etwa im Trinkwasserverbund „Lausitzer Revier“, unsere tägliche Arbeit, informieren über den Wert unseres Lebensmittels Nr.1 und zeigen, was unsere wasserreiche Region besonders macht. Schön, dass Sie uns auch digital begleiten!

Folge Sie auch gerne unserem schnelle Kanal WAL Senftenberg auf WhatsApp

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Schnell noch den Wasserzähler einmummeln!

 



Schnell noch den Wasserzähler einmummeln!

Die Dahlien sind ausgegraben, die Gartenmöbel eingemottet, frostempfindliche Kübelpflanzen stehen im kühlen Keller – aber an den Wasserzähler hat niemand gedacht? Dann wird‘s höchste Zeit, denn die ersten Minusgrade hatten wir ja bereits.

Eingefrorene Zähler können im schlimmsten Fall bersten, was unnötige Kosten verursacht.

Mit einfachen Tricks lassen sich alle Wasserversorgungsanlagen im und am Haus winterfest machen:  

  • Überprüfen Sie die Räume, in denen Wasserzähler installiert sind, auf die dort vorherrschende Temperatur. Sie muss auf jeden Fall Plusgrade haben.
  • Schauen Sie nach, ob die Fenster ausreichend abgedichtet sind, sodass Frost keine Chance hat, „einzusteigen“.
  • Es empfiehlt sich, bei Frost die Türen und Fenster generell geschlossen zu halten.  
  • Frostgefährdete Wasserzähler packen Sie am besten mit Dämm- oder Isolationsmaterial ein. Im Außenbereich bieten sich Isolier- oder Thermohauben aus dem Baumarkt oder Internethandel an.

So (aus-)gerüstet kommen Sie und Ihre Wasseruhren gut durch den Winter.

Spätestens wenn die Bodenfröste zum Alltag gehören, sollte Ihr Wasserzähler – so nicht in geheizten Räumen untergebracht – sicher verwahrt werden.

Montage: canva; KI generiert

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Brauchen Sie überhaupt noch eine Selbstablesekarte? Vielleicht!

 



Jahresverbrauchsabrechnung 2026

Der Countdown läuft …

„Nanu“, mag sich der eine oder andere in Kürze wundern, „warum steht auf meiner Selbstablesekarte denn nur noch eine Zählernummer statt wie früher zwei?“ Das ist schnell erklärt!

Montage: canva

Auch im Verbandsgebiet des WAL Senftenberg ist bei der Verbrauchsabrechnung längst das digitale Zeitalter eingezogen. Rund 16.000 Haushalte verfügen bereits über einen sogenannten Funkzähler, der bald flächendeckend Standard sein wird.

Sein großer Vorteil gegenüber den herkömmlichen Geräten mit dem kleinen Flügelrad: Die Ablesung erfolgt zum gewöhnlichen Ablesezeitraum im „Drive-by-Modus“, das heißt, ein Fahrzeug mit entsprechendem Empfänger fährt an den Häusern vorbei und fängt die Signale sicher ein.

Wer also zu Hause nur einen Wasserzähler installiert hat, der wird von der Ablesung gar nichts mehr mitbekommen – bis Anfang des kommenden Jahres der Bescheid im Briefkasten liegt.

Erreicht Sie trotz installiertem Funkzähler dennoch eine Ablesekarte, und zwar mit nur einer aufgedruckten Zählernummer, so bezieht sich diese auf einen Unterzähler – aller Wahrscheinlichkeit nach auf den Wasserverbrauch im Garten, kurz GUZ (Gartenunterzähler).

Damit der Verbrauch im Außenbereich bei der Berechnung der Schmutzwasser-Gebühren zu Ihrem Vorteil berücksichtigt werden kann, müssen Sie den (unbedingt korrekt geeichten!) „GUZ“ ablesen und den Stand übermitteln. Wer sich den Gang zum Briefkasten sparen will, meldet sich im Online-Kundenportal an und erledigt es bequem mit nur wenigen Klicks.

Jetzt im WAL-Kundenportal anmelden

Mit Ihrer Registrierung im neuen Online-Kundenportal vom Wasserverband Lausitz bekommen Sie einen blitzschnellen Draht zum WAL. Und Sie haben jederzeit Zugriff auf Ihre hinterlegten Daten.

Den Zählerstand melden? Am Smartphone! Den Abschlag ändern? Dauert keine 2 Minuten. Die Bank gewechselt? Gleich mal das Lastschriftmandat anpassen. – Eine breite Palette an Dienstleistungen steht Ihnen im neuen Kundenportal des WAL rund um die Uhr zur Verfügung. Durch eine mittlerweile übliche 2-Faktor-Authentifizierung sind alle Daten sicher verwahrt und nur für Sie als Nutzer bzw. Nutzerin einsehbar. Probieren Sie es gleich aus. Den Zugang finden Sie unmittelbar auf der Startseite von www.wasserverband-lausitz.de. Mehr dazu in der Dezember-Ausgabe der Lausitzer WASSERZEITUNG.

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Eine außergewöhnliche Lebensleistung fürs Wasser

 



Nachruf

Eine außergewöhnliche Lebensleistung fürs Wasser

Es ist erst wenige Wochen her, dass der Wasserverband Lausitz (WAL) und sein Betriebsführer mit Turgut Pencereci in Senftenberg auf erfolgreiche 20 Jahre Betriebsführung angestoßen haben. Für das 2006 aus der Taufe gehobene Unternehmens-Modell hatte der langjährige Geschäftsführer des Landeswasserverbandstages Brandenburg und geachtete Rechtsanwalt maßgeblich die vertragliche Grundlage entwickelt. Heute sprechen wir von einer Entscheidung, die dem WAL seine Entwicklung zu einem leistungsfähigen und geschätzten Ver- und Entsorger ermöglichte. Die Berufung von Turgut Pencereci in den Beirat des WAL dieses Jahr war nur selbstverständlich, denn wir wollten auch die nächsten Meilensteine gemeinsam anpacken.

Foto: WAL/St. Rasche

Der tragische Tod von Turgut Pencereci markiert einen tiefen Einschnitt – nicht nur für den Wasserverband Lausitz und seinen Betriebsführer WAL-Betrieb, sondern für die kommunale Wasserwirtschaft in Brandenburg insgesamt. Wie kein anderer Branchenvertreter wusste er die drängenden Anliegen der Daseinsvorsorge im Bereich Wasser/Abwasser in Behörden und Landespolitik zu tragen. Was Turgut Pencereci als Kommunikator, Kümmerer und Vermittler auf seinen Schultern getragen hat, wird nun auf mehrere Nachfolger verteilt werden müssen. Einen wie ihn – mit jahrzehntelanger, vertrauensgeprägter Vernetzung in der gesamten Bundesrepublik und profundem Detailwissen – wird es so schnell nicht wieder geben.

Wir verneigen uns vor einer außergewöhnlichen Lebensleistung für unser Lebensmittel Nr. 1 und sprechen seiner Familie unser tief empfundenes Beileid aus.

Christoph Maschek,
Verbandsvorsteher
Wasserverband Lausitz (WAL)
Patrick Laurisch u. Thomas Schiller,
Geschäftsführer WAL-Betrieb

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Die ersten Tage bei WAL-Betrieb

 



Die ersten Tage bei WAL-Betrieb:

Von Lillys gutem Gefühl, willkommen zu sein

Sechs neue Auszubildende starteten am 1. September bei WAL-Betrieb ins Berufsleben: drei Anlagenmechaniker und drei Industriekaufleute. Zu letzteren gehört Lilly Swat, die uns vom Beginn ihres neuen Lebensabschnitts erzählt.

Auf geht’s ins neue Ausbildungsjahr (v.l.n.r.): Jessica Quasnitschka (Ausbilderin), Ricardo Förster (Industrie-kaufmann), Steven Manig (Ausbilder), Lilly Swat (Industriekauffrau), Lenny Kubisch (Anlagenmechaniker), Patrick Laurisch (Kfm. Geschäftsführer), Valentino Herrchen (Anlagenmechaniker), Tobias Hienzsch (Anlagen-mechaniker), Thomas Schiller (Techn. Geschäftsführer) und Nils Laurisch (Industriekaufmann).

Foto: WAL-Betrieb

Gespannt und aufgeregt – mit diesen Attributen beschreibt die 16-Jährige den ersten Tag der Ausbildung. Was würde sie und ihre Mitstreiter erwarten? Endlich würden alle den Betrieb und die zukünftigen Kolleginnen und Kollegen persönlich kennenlernen.

Los ging’s um 8 Uhr im Verwaltungsgebäude am Stadthafen in Senftenberg. „Nach einer herzlichen Begrüßung konnten wir zunächst in Ruhe ankommen und uns untereinander austauschen. Einige Gesichter, wie die der anderen Auszubildenden, unserer Ausbilder und Geschäftsführer, kannten wir bereits vom vorherigen Azubitag.“

Die Neuen erfahren nun mehr über WAL-Betrieb und die vielfältigen Aufgaben des Unternehmens, erhalten Arbeitsmaterialien und richten gemeinsam Laptops und Zugänge ein. „Bei einem Rundgang durch den Hauptstandort lernten wir außerdem verschiedene Arbeitsbereiche und Kolleginnen und Kollegen kennen und konnten erste Fragen stellen.“

Besonders spannend wurde es anschließend außerhalb der Verwaltung: „Bei einer Führung durch das Wasserwerk Tettau konnten wir direkt sehen, wie Trinkwasser gewonnen, aufbereitet und für die Versorgung bereitgestellt wird. Uns wurden verschiedene Anlagen und technische Einrichtungen gezeigt und ihre Funktionen erklärt.“ Dabei wird allen bewusst, wie viele Prozesse dahinterstecken, bis zu Hause ganz selbstverständlich das Trinkwasser aus dem Hahn fließt.

Auch die Arbeit des Netzservice lernen die Azubis näher kennen. Wie gelangt das Trinkwasser über das Leitungsnetz zu den Kunden und welche Aufgaben fallen bei Wartung, Kontrolle und Instandhaltung an? „Für uns war es besonders interessant, die technischen Abläufe einmal vor Ort zu sehen, die wir während unserer Ausbildung später auch kaufmännisch begleiten werden“, so Lilly Swat.

Die allererste Mittagspause verbringen die zukünftigen Fachkräfte gemeinsam am Stadthafen – bei herrlichem Wetter und einigen lustigen Gesprächen. „Gerade am ersten Tag war es schön, nicht nur über die Arbeit zu sprechen, sondern auch als Gruppe zusammenzufinden. Nach diesem abwechslungsreichen Start freuen wir uns nun darauf, die verschiedenen Abteilungen kennenzulernen, selbst mitzuarbeiten und Schritt für Schritt in unsere Ausbildung zu starten.“ Das Wichtigste am Ende des Tages war jedoch: das gute Gefühl, willkommen zu sein.

Werde Verwaltungsfachangestellte/r (m/w/d) bei WAL-Betrieb!

Starten Sie 2027 Ihre Karriere bei WAL-Betrieb und gestalten Sie die Verwaltung von morgen mit!

Die einzelnen Mitglieder im Trinkwasserverbund „Lausitzer Revier“ setzen derzeit zahlreiche Projekte aus dem technischen Gesamtkonzept um. Als Vorstand der ewag kamenz bin ich dem Wasserverband Lausitz sehr dankbar, dass wir in enger kooperativer Zusammenarbeit die Baumaßnahmen sowohl beim WAL in Brandenburg als auch im Gebiet der ewag kamenz in Sachsen top vorbereiten und somit gut baulich umsetzen können. So machen wir gemeinsam die Trinkwasserversorgung fit für die Zeit nach dem Braunkohlebergbau!

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