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Author: wz_admin

Wassernutzungsentgelt in Brandenburg: Abgabe hoch – Verbrauch runter?

 



Wassernutzungsentgelt soll in Brandenburg steigen

Abgabe hoch – Verbrauch runter?

Von der für das kommende Jahr geplanten Erhöhung des Wassernutzungsentgeltes um 20 Prozent verspricht sich die Landesregierung einen „Anreiz für einen sparsamen und verantwortungsvollen Umgang mit Wasser.“ Daher die Anpassung der Abgabe „an die allgemeine Preisentwicklung“. Der finale Beschluss des Landesparlamentes lag bei Redaktionsschluss dieser Zeitung noch nicht vor.

Grafik: SPREE-PR

„Die Erhöhung ist ohne reale Einspruchsmöglichkeit beschlossen worden und sie wird nicht zum sparsamen Verbrauch beitragen“, reagiert WAL-Verbandsvorsteher Christoph Maschek auf den Beschluss der Landesregierung vom 1. September. 20 Prozent Erhöhung, das bedeutet 2 Cent pro Kubikmeter mehr auf die Mengengebühr Trinkwasser, das etwa durch den Wasserverband Lausitz (WAL) dem Grundwasser entnommen wird. Auf Industrie, Gewerbe und Bergbau kämen ebenfalls höhere Kosten zu. Die Landwirtschaft müsste erst ab 2028 überhaupt erstmals zahlen.

„Als Abgabe ist das Wassernutzungsentgelt zweckgebunden der Wawi wieder zuzuführen.“ Dafür fordert der WAL-Chef zwei Kategorien, um den Rückfluss tatsächlich in die Siedlungswasserwirtschaft, also Unternehmen der Daseinsvorsorge, bzw. zur Gewässerbewirtschaftung zu realisieren:

  • Mehreinnahmen des Landes aus der Entnahme zur Trinkwasserversorgung – was uns beträfe – müssen in Maßnahmen der Daseinsvorsorge und zur langfristigen Wassersicherstellung zurückfließen.
  • Was etwa bei Bergbauunternehmen oder aus der Landwirtschaft abgeschöpft wird, sollte in den Wasserrückhalt, Deichbau oder in Retentions- und Renaturierungsmaßnahmen investiert werden.

Christoph Maschek hält darüber hinaus eine Gleichbehandlung aller Bundesländer für zwingend erforderlich, um länderübergreifende Verbundlösungen zu realisieren. „Aber bitte nicht auf dem Niveau von Berlin“, verweist er auf das dort bereits bei 0,30 Cent pro Kubikmeter teure Wasserentnahmeentgelt. Übrigens. Für bis zu 3.000 m³ pro Jahr wird grundsätzlich kein Entgelt erhoben. Diese Menge entspricht weniger als einem Dreizehntel dessen, was im Wasserwerk Tettau des WAL gefördert wird – tagtäglich

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Potsdams Umwelt-Staatssekretär Dr. Stephan Nickisch

 



Drei Fragen an:

Potsdams Umwelt-Staatssekretär Dr. Stephan Nickisch

Umwelt-Staatssekretär Dr. Stephan Nickisch im August am Wasserwerk Tettau.

Foto: seenluft24

Welchen Stellenwert hat das Thema „Trinkwasser“ für Ihren Arbeitsbereich?

Das Thema Wasser hat sich in den zurückliegenden Jahren als die zentrale und zugleich schwierigste Frage bei der notwendigen Anpassung an die Folgen des Klimawandels herauskristallisiert. Hieran knüpfen sich vielfältige Interessen und Nutzungsansprüche, zwischen denen stets aufs Neue abzuwägen ist. Die Vorrangstellung der öffentlichen Trinkwasserversorgung zu stärken, ist hierbei ein Kernanliegen, das wir Schritt für Schritt umsetzen wollen; so auch im Zuge der anstehenden Wasserrechtsnovelle. Zugleich müssen wir bereits heute damit beginnen, vorausschauend Lösungswege zu finden, für die womöglich erst in den kommenden Jahrzehnten der konkrete Bedarf eintritt. Je entschiedener die Wasserversorger diese Herausforderung annehmen, umso besser wird auch die Umsetzung erforderlicher Maßnahmen gelingen.

Welche Eindrücke haben Sie vom Besuch des WAL-Wasserwerkes in Tettau mitgenommen?

Das Wasserwerk Tettau hat mich mit seinen modernen Anlagen beeindruckt und einmal mehr vor Augen geführt, welche Komplexität sich hinter dem Gesamtsystem der öffentlichen Trinkwasserversorgung verbirgt: Schließlich wird hier 365 Tage im Jahr rund um die Uhr eine Leistung für die Allgemeinheit erbracht, über die beim täglichen Griff zum Wasserhahn kaum jemand nachdenkt, weil eine zuverlässige und sicher verfügbare Wasserversorgung als selbstverständlich wahrgenommen wird.

Wie bewerten Sie Groß-Investitionen, wie sie derzeit vom WAL im länderübergreifenden Trinkwasserverbund Lausitzer Revier umgesetzt werden?

Die Trinkwasserversorgung der gesamten Region war und ist über viele Jahrzehnte eng mit dem Bergbau verbunden. Auch heute, wo es gilt, den Strukturwandel in der Lausitz zu ermöglichen und Voraussetzungen für eine Lausitz nach dem Bergbau zu schaffen, halten die Wasserversorger mit den notwendigen Veränderungen Schritt. Besonders hervorheben ist, dass dieses anspruchsvolle Vorhaben auf Grundlage der kommunalen Zusammenarbeit entwickelt und umgesetzt wird. An dem entstehenden Verbundsystem beteiligen sich vier sächsische und zwei brandenburgische Wasserversorger. Sie werden neben den mehr als 200.000 Einwohnern auch bedeutsame Industrie- und Gewerbestandorte versorgt, so u.a. die BASF, den Industriepark Schwarze Pumpe oder die Großmolkerei Leppersdorf. Ich gehe davon aus, dass zukünftig regionale Verbundsysteme auch in anderen Teilen des Landes einen wichtigen Beitrag zur langfristigen Sicherstellung der Trinkwasserversorgung leisten werden.

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Der WAL klotzt ran – während der Amtsschimmel kräftig wiehert

 



WAL klotzt ran – während der Amtsschimmel kräftig wiehert

Wie das „Lausitzer Revier“ gegen Bürokratie kämpft

Niedrige Wasserpegel, dürstende Natur, Hitzestress für alle: „Wasser wird zu einem entscheidenden Faktor für die Zukunftsfähigkeit Deutschlands.“ – So formulierte es die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. Ende August in einer Pressemitteilung. Doch wie der WAL bei seinen kräftigen Investitionen für den Trinkwasserverbund „Lausitzer Revier“ feststellen muss, ist diese Erkenntnis noch nicht überall angekommen – zum Beispiel in Genehmigungsbehörden.

Foto: WAL; KI generiert (Pferd)

Dass dem Lausitzer Revier das Lebenselixier nicht ausgeht, dafür arbeiten der WAL und fünf benachbarte sächsische Partner in ihrem einmaligen, länderübergreifenden Trinkwasserverbund eng zusammen. Die neue bzw. erweiterte Infrastruktur für höchste langfristige Versorgungssicherheit in der gesamten Region fügt sich Stück um Stück zusammen. „Unsere beiden aktuellen Projekte liegen punktgenau im Zeitplan“, schaut Verbandsvorsteher Christoph Maschek auf die Terminpläne für die neu zu bauenden Druckerhöhungsstationen von Lauchhammer und Allmosen. „Ich müsste wahrscheinlich sagen, dass wir ‚noch‘ im Zeitplan liegen, denn im Herbst nehmen uns die behördlichen Vorgaben ordentlich in den Schwitzkasten.“

Ein Zaun für den Zaun

Die neue Druckerhöhungsstation Lauchhammer entsteht gleich neben der bisherigen, zu Füßen des historischen Wasserturmes am Stadtwald. Durch die Bauarbeiten ist eine zeitlich begrenzte Störung der heimischen Tierwelt unvermeidlich. Dafür hat der Gesetzgeber vorgesorgt. Demgemäß wurden notwendige Maßnahmen auf einer Orts-Begehung besprochen. Doch wo liegen die Grenzen des „Notwendigen“?

„Wir wurden also zum Beispiel aufgefordert, um den Amphibienschutzzaun am Waldrand einen weiteren Bauzaun aufzustellen, damit die Baufirmen den Amphibienschutzzaun nicht beschädigen!“, atmet Christoph Maschek tief durch. „Vielleicht weil doppelt besser hält? Das kostet alles Geld und Zeit!“ Und damit nicht genug. „Außerdem darf im Prinzip erst eine Stunde nach Sonnenaufgang mit Bauaktivitäten begonnen werden, die spätesten eine Stunde vor Sonnenuntergang aufzuhören haben – um die Vögel nicht zu stören.“ Das hieße, im Herbst bliebe den Arbeitern wenig Tageslicht übrig. „Als Konsequenz hat die bauausführende Firma ein Beleuchtungskonzept erstellt.“ Was das am Ende bedeutet, liegt für Christoph Maschek auf der Hand: „Nämlich auch, dass ich den Gesamtzeitraum, in dem ich die Vogelwelt hier störe, unnötig verlängere. Ich finde, an dieser Stelle müssen Entscheidungen mit gesundem Menschenverstand her – auch in den zuständigen Naturschutzbehörden.“ Ein kurzer Anruf bei Unklarheiten könnte vieles „auf kurzem Dienstweg“ entschärfen.

Schema F auf DIN A 4

Mit Fragestellungen, die mit dem eigentlichen Bauprojekt nichts zu tun haben, kämpfen die Projektverantwortlichen beim Wasserverband Lausitz Tag für Tag. Ein auf Vergaberecht spezialisierter Rechtsanwalt begleitet die Investitionen fürs „Lausitzer Revier“, um mit allen Verpflichtungen bis auf die letzte Kommastelle konform zu gehen und späteren behördlichen Prüfungen standhalten zu können. „Angesichts der Größe unserer Investitionen suchen wir meist schon vorab das Gespräch mit den Mitarbeitern der zuständigen Genehmigungsbehörden, aber dort muss man erstmal offene Ohren finden“, beklagt der Verbandsvorsteher seine limitierten Möglichkeiten, drohende Zusatzaufgaben klein zu halten. „Es gibt immer wieder Verwaltungsvorgaben, die ohne jede Ortskenntnis vom Schreibtisch aus nach Schema F formuliert werden. Das wird in aller Regel unseren Bedürfnissen nicht gerecht. Und ich betone: Wir erwarten keine Sonderbehandlung. Aber wir reden in unserem Fall über unverzichtbare Daseinsvorsorge, also die Versorgung mit dem Lebensmittel Nr. 1, dem Trinkwasser.“

20 % Bürokratiekosten

Flora-Fauna-Kartierung, Entwässerungskonzepte für Photovoltaikanlagen, Ersatzpflanzungen auf Ausgleichsflächen. – Derartige Kosten, die neben der Bauleistung selbst aufzubringen sind, summieren sich beim Wasserverband Lausitz mittlerweile auf rund 20 Prozent einer Investition. „Auch das muss ja jemand bezahlen, und zwar der WAL-Kunde“, fasst es Christoph Maschek mal in konkrete Zahlen: „Wenn ich also für die erwähnten Druckerhöhungsstationen in Allmosen und Lauchhammer rund 1,1 Millionen Euro Eigenmittel aufwende, gehen allein mehr als 200.000 Euro für sogenannte Baunebenkosten drauf.“
Es sei unabdingbar, den Turbo in Sachen Entbürokratisierung zu zünden, so der Verbandsvorsteher. Die „luxuriösen Zeiten“, in denen Bürokratie zähneknirschend aber ohne wirtschaftlichen Schaden bewältigt werden konnte, seien längst vorbei. „Die Wasserwirtschaft als Teil der kritischen Infrastruktur investiert ja nicht zum Spaß, sondern um den Alltag aller Menschen und Unternehmen unter immer schwierigeren weltpolitischen und klimatischen Bedingungen am Laufen zu halten.“ Notwendig – ja, notwendig! – seien pragmatische Lösungen, die der Bedeutung der Daseinsvorsorge – auch als Voraussetzung für neue wirtschaftliche Ansiedlungen! – gerecht werden.

Reges Bautreiben im Trinkwasserverbund Lausitzer Revier

Torsten Pfuhl, Vorstand ewag kamenz

Die einzelnen Mitglieder im Trinkwasserverbund „Lausitzer Revier“ setzen derzeit zahlreiche Projekte aus dem technischen Gesamtkonzept um. Als Vorstand der ewag kamenz bin ich dem Wasserverband Lausitz sehr dankbar, dass wir in enger kooperativer Zusammenarbeit die Baumaßnahmen sowohl beim WAL in Brandenburg als auch im Gebiet der ewag kamenz in Sachsen top vorbereiten und somit gut baulich umsetzen können. So machen wir gemeinsam die Trinkwasserversorgung fit für die Zeit nach dem Braunkohlebergbau!

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Wunderbare Wasserfeste – auch beim WAL

 



Wunderbare Wasserfeste – auch beim WAL

Die großartige Eröffnung des Lausitzer Seenverbundes, 20 Jahre erfolgreiche Betriebsführung des WAL – und ein unvergesslicher „Tag der offenen Tür“ im Wasserwerk Tettau: Dieser Sommer startete wahrhaft spektakulär!

Die raffinierten Schlagzeuger der Weberknechte aus Finsterwalde (Bild rechts) sind bereits beliebte und gern gesehene Stammgäste bei Veranstaltungen des WAL. – Währenddessen nutzten viele Besucher die Gelegenheit für eine spannende Führung durch eines der stärksten Wasserwerke Brandenburgs. Im Juli wurden auch „20 Jahre Betriebsführung“ (Bild Mitte) begangen.
Fotos: WAL/Rasche; WAL-Betrieb

Zum Besuch der „Herzkammer der regionalen Wasserversorgung“ hatten WAL und WAL-Betrieb genau eine Woche nach historischen Höchsttemperaturen – auch in der Oberlausitz! – geladen. An der Wetterstation Klettwitz war das Quecksilber am letzten Juni-Wochenende auf über 41 Grad geklettert, und der Wasserverbrauch schraubte sich dementsprechend ebenfalls in die Höhe. Dank seines potenten Wasserwerkes konnte der WAL die erwartbaren Spitzenverbräuche sicher abdecken. Und am „Tag der offenen Tür“ am 4. Juli erfuhren die Besucher aus erster Hand, wie das zu schaffen war. Bis zu 40.000 Kubikmeter Trinkwasser werden hier täglich ins Verteilungssystem eingespeist. Und es ist sogar noch etwas „Luft nach oben“.

Der Wasserverband Lausitz (WAL) bedankt sich bei allen, die sich für einen unterhaltsamen und informativen Tag auf den Weg nach Tettau gemacht hatten, sowie bei allen Partnern und Künstlern für die Bereicherung des Tages.

Einen Video-Beitrag über den „Tag der offenen Tür“ im Wasserwerk Tettau finden Sie auf YouTube

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Wenn der Herbst nach Äpfeln duftet

 



TIPP

Wenn der Herbst nach Äpfeln duftet

Foto: Veit Rösler

Sich fühlen wie Schneewittchen – und genüsslich in einen rotbäckigen Apfel beißen? Beim Niederlausitzer Apfeltag braucht man dazu keinen Märchenwald. Denn hier dreht sich alles um das Lieblingsobst der Deutschen – in vielen Farben, Formen und Geschmacksrichtungen. Man kann alte und seltene Sorten entdecken und eigene Äpfel zur Sortenbestimmung mitbringen. Dazu gibt es Musik, regionale Angebote und Programm für Groß und Klein. Also: Auf nach Döllingen und immer dem Apfelduft nach!

31. Niederlausitzer Apfeltag im Pomologischen Schau- und Lehrgarten Döllingen

Sonntag, 27. September, 10–18 Uhr

Eintritt: Erwachsene 3 €, Kinder (6 – 18 Jahre) 1,50 €

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Das wichtigste Bauprojekt auf der Zielgeraden

 



ENDSPURT

Das wichtigste Bauprojekt des WAVE auf der Zielgeraden

Seit Juli wächst die neue Trinkwasserhaupttransportleitung von Oschätzchen nach Elsterwerda.

Von den insgesamt 1.600 Metern, die noch gebaut werden müssen, waren bis Mitte September 700 geschafft. Damit läuft alles nach Plan. Gebaut wird in offener Bauweise.
Bauausführer Strabag und der Bauablaufplan machen Hoffnung: Bis Ende des Jahres soll die komplette Leitung im Boden liegen.

Nach jahrelangen Planungen, Anstrengungen und so mancher Überraschung rückt damit der Moment näher, auf den alle Beteiligten gewartet haben: Wenn die letzten Meter geschafft sind, kann die neue Leitung ihrer Bestimmung übergeben werden und die Versorgungssicherheit im Verbandsgebiet stabilisieren.


Es geht planmäßig voran: Meter für Meter der neuen Trinkwasserleitung verschwinden in der Erde.

Foto: WAVE/Jopien

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Schritt für Schritt vorwärts

 



EDITORIAL

Schritt für Schritt vorwärts

Liebe Leserinnen und Leser,

„Erfolg ist die Summe kleiner Anstrengungen.“ Ja, Fortschritt entsteht meist Schritt für Schritt.

Foto: WAVE/Jopien 

2026 hat der WAV Elsterwerda bereits einiges bewegt. Deshalb sei mir ein kurzer Jahresrückblick schon im Herbst gestattet.

Schritt für Schritt haben wir uns und unsere Wasser- und Abwasserinfrastruktur weiter fitgemacht. Konkret: Rohrmeter für Rohrmeter ging und geht es beim letzten Bauabschnitt unserer Trinkwasserhaupttransportleitung von Oschätzchen nach Elsterwerda voran. Die Fertigstellung Ende 2026 rückt damit in Sichtweite. Auch die Sanierung der Zubringerleitungen zur Kläranlage Elsterwerda entwickelt sich buchstäblich Schacht für Schacht. Die noch in diesem Jahr in Betrieb gehende PV-Anlage ist ein wichtiger Schritt zur geforderten Energieneutralität des Verbandes. Modul für Modul erweitern wir auch unsere digitalen Angebote. Und nicht zuletzt konnten wir mit neuen und gut ausgebildeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Weichen für die Zukunft stellen.

Wie gesagt: Viele kleine Schritte ergeben am Ende ein großes Ganzes: die sichere Trinkwasserversorgung und eine umweltgerechte Abwasserentsorgung zu bezahlbaren Gebühren.

Für den Moment wünsche ich Ihnen viele gute Schritte durch einen hoffentlich goldenen Herbst.

Ihr Maik Hauptvogel 
WAVE-Verbandsvorsteher 

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ANITA ist stabil und quadratisch gebaut – und keine saugt besser

 



KEINE SAUGT SCHNELLER!

Moderne Pumptechnik sorgt für besseren Wirkungsgrad der Gasmotoren

ANITA ist stabil und quadratisch gebaut. Sie kam allerdings nicht auf zwei Beinen zum WAVE. Mit einem Bagger wurde sie vom Anhänger gehievt, direkt neben der Gasreinigungsanlage aufgestellt und mit Schläuchen verbunden. Wer ist diese ANITA – und was macht sie beim Verband?


Die mobile Pumpe ANITA II wird aufgebaut und mit der Gasreinigungsanlage verbunden.

Foto: WAVE/Jopien

Der auf der Kläranlage Elsterwerda anfallende Klärschlamm wird im Faulturm weiterbehandelt. Dabei entsteht Gas, das die Blockheizkraftwerke (BHKW) antreibt und Strom und Wärme für den Eigenbedarf erzeugt. Doch zuvor muss das Gas gereinigt werden: Die Aktivkohlefilter entfernen unter anderem Schwefel und Siloxane. Das Filtermaterial muss ausgetauscht werden, wenn seine Reinigungsleistung nachlässt. Das macht ANITA. Sie saugt die alte Aktivkohle ab und füllt neue ein. „Schwefel und Siloxane verursachen Ablagerungen, Verklumpungen und Materialschäden und können den Wirkungsgrad der Gasmotoren beeinträchtigen. Außerdem werden Siloxane biologisch nur schwer abgebaut und schädigen Wasserorganismen“, erklärt WAVE-Technikchef Sylvio Graf. Die Aktivkohle wird turnusmäßig alle zwei Jahre gewechselt, bei nachlassender Leistung schon früher.

Und weil ANITA das wirklich gut kann, wirbt sie auf ihrem Behälter selbstbewusst: „ANITA – keine saugt schneller.“

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Mit 66 Kilo, da fängt die Arbeit an, …

 



WENN INDUSTRIETAUCHER IM FAULTURM VERSCHWINDEN

Mit 66 Kilo, da fängt die Arbeit an, …

Tauchen – das riecht nach Urlaub, Sonne, Meer, Korallenriffen und bunten Fischen. Die Spezialtaucher der TauchService Naue GmbH „beschnuppern“ ganz andere Einsatzorte. Einer davon war kürzlich der 16 Meter hohe Faulturm auf der Kläranlage Elsterwerda.

Stellen Sie sich vor, Sie steigen in schwarz-grauen, 38 Grad warmen Faulschlamm, in dem Sie keine Sicht haben. Und Sie wissen, es sind die Reste der Abwasseraufbereitung … „Ja, und?“, schmunzelt Felix Zanker, „unser Taucheranzug ist komplett gasdicht und hat einen festen Tauchhelm. Da kann uns egal sein, was so um uns herumschwimmt und mit welcher Duftnote.“ Inklusive Spezialausrüstung wiegt die Arbeitskleidung der Unterwasser-Fachkraft rund 66 Kilo.

Ein Faulturm ist kein gewöhnlicher Behälter. Hier entwickelt sich unter anderem Faulgas, das vor allem aus Methan und Kohlendioxid besteht und auch giftigen Schwefelwasserstoff enthalten kann. Deshalb werden vor und während des Einsatzes Art und Konzentration vorhandener Gase kontrolliert und entsprechende Arbeitsschutzmaßnahmen durchgeführt.

Warum Taucheinsätze?

Der entscheidende Vorteil: „Die Arbeiten können weitgehend während des laufenden Betriebes erfolgen. Der Faulturm muss dafür nicht komplett stillgelegt, geleert und aufwendig getrocknet werden“, begründet Sylvio Graf, der Technische Leiter des Verbandes.

Lausitzer WASSERZEITUNG und E-Paper haben die Taucher bei ihrem Berufsalltag begleitet. 84 Stufen – und die Tauch-Crew hat das Dach des Einsatzortes erreicht. Am Boden des Faulturms müssen abgelagerter Sand und Klärschlamm beseitigt werden.
  • Dmitry Bereza schiebt die Rückstände zum Saugschlauch. Dessen Ende führt in einen Container, in dem das Gemisch für den Abtransport gesammelt wird.
  • Während des Tauchgangs hält Team-Mitglied Denis Mirau ständigen Kontakt zum Taucher, einem Mitarbeiter mit Luftdruckaggregat am Fuße des Faulturms und zwei Kollegen am Einstieg.
  • Während sich der Taucher mühsam aus dem Anzug pellt, berät sich WAVE-Technikchef Sylvio Graf mit einem seiner Kollegen: Das Rührwerk muss von hartnäckigen Verzopfungen befreit werden, die Tauch-Crew wird also noch einmal gebraucht.

Fotos (4): WAVE/Jopien

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Selbst im Sommer 2026 jederzeit ausreichend Trinkwasser vom WAVE

 



VORSORGEN STATT SORGEN

Selbst im Sommer 2026 jederzeit ausreichend Trinkwasser vom WAVE

Hitze und Trockenheit in den zurückliegenden Monaten machten auch den Wasserverbänden zu schaffen. Der Ver- und Entsorger aus Elsterwerda jedoch kann jederzeit ausreichend Trinkwasser bereitstellen. Warum das so ist?

In München musste die Nutzung von Trinkwasser im Juli deutlich reglementiert werden, auch in Brandenburg galten Beschränkungen. „Im Verbandsgebiet des WAV Elsterwerda fördert das Wasserwerk Oschätzchen jederzeit genügend Grundwasser, bereitet es auf und speist es ins Versorgungsnetz ein“, sagt Wassermeister Heiko Pirschel. Zuverlässig auch an heißen Tagen: „Unsere Pumpen können täglich bis zu 7.900 m3 fördern. Der Spitzenverbrauch 2026 lag am 25. Juni mit 5.560 m3 deutlich darunter.“

Kontinuierliche Investitionen

Gefördert wird das Rohwasser aus einem viele Kilometer breiten Grundwasserleiter. Doch Grundwasser bildet sich nur langsam neu – und nicht jeder Regentropfen gelangt dorthin: Nur etwa 15 Prozent des Niederschlags tragen zur Grundwasserneubildung bei. „Derzeit deutet nichts darauf hin, dass im Verbandsgebiet das Lebensmittel Nummer 1 knapp wird.“ Aber: „Ohne unsere fortlaufenden Investitionen in Wasserfassungen, Aufbereitung und Leitungsnetz für die Versorgungssicherheit sähe das sicher anders aus.“ In den kommenden Jahren werden deshalb unter anderem alle fünf Förderbrunnen saniert und ein neuer Hochbehälter in Elsterwerda gebaut.

Gemeinsame Verantwortung

Neben leistungsfähigen Anlagen und Netzen braucht es einen verantwortungsvollen Umgang mit der Ressource Wasser. Und Ihre Gebühren finanzieren nicht nur den laufenden Betrieb. Sie tragen auch dazu bei, die Wasserversorgung langfristig sicherzustellen.

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