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Author: wz_admin

Drum prüfe, was sich ewig bindet

 




Gesundheit

Drum prüfe, was sich ewig bindet

Mögliche Belastungen des Trinkwassers mit sogenannten PFAS rücken auch im Landkreis Vorpommern-Greifswald zunehmend in den Fokus von Wasserversorgungsunternehmen und Behörden. Hintergrund sind die seit Januar 2026 verbindlich geltenden Grenzwerte. Aber was genau sind denn diese PFAS?

PFAS, eine Gruppe von mehr als 12.000 synthetischen Chemikalien, sind in vielen alltäglichen Dingen enthalten.

Grafik: SPREE-PR

„PFAS bedeutet per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen und steht stellvertretend für eine Gruppe von mehr als 12.000 synthetischen Chemikalien“, sagt Maximilian Stubbe, Fachkraft für Hygieneüberwachung beim Gesundheitsamt in Greifswald. Die Stoffe zeichnen sich durch eine besonders hohe Stabilität und Langlebigkeit aus, weshalb sie auch als „Ewigkeitschemikalien“ bezeichnet werden.

„PFAS begegnen uns aufgrund ihrer wasser-, fett- und schmutzabweisenden Eigenschaften in vielen Bereichen des Alltages.“ Zum Beispiel in Outdoorbekleidung, Kosmetikprodukten, Verpackungsmaterialien, Feuerlöschschäumen und Imprägniersprays. „Die Eigenschaften dieser Stoffe sind sowohl nützlich als auch herausfordernd, da sie sich in der Umwelt kaum oder nur sehr langsam abbauen. Das bedeutet, dass man bereits eine Anreicherung in Böden, Gewässern oder dem Menschen feststellen kann.“

Aus gesundheitlicher Sicht stehen PFAS im Verdacht, das Immunsystem zu schwächen, die Fruchtbarkeit zu mindern und die Ursache verschiedener Krebsarten zu sein. Aufgrund der Vielfalt der existierenden PFAS-Verbindungen sind genauere gesundheitliche Auswirkungen derzeit noch unbekannt, werden aber zunehmend erforscht.

Da Menschen PFAS hauptsächlich über das Trinkwasser, Staub oder die Nahrung aufnehmen können, wird in diesen Bereichen entsprechend kontrolliert. Für das Trinkwasser existiert ein sogenannter „Summengrenzwert“ von 100 Nanogramm PFAS pro Liter Trinkwasser.

„Aus der Trinkwasserverordnung ergibt sich eine konkret definierte Gruppe von 20 relevanten PFAS-Verbindungen, die entsprechend untersucht wird.“ Für die stetige Steigerung der Trinkwasserqualität werden ab 2028 vier weitere Verbindungen mit noch strengeren Vorgaben in die Überwachung aufgenommen.

Die bisherigen Analysen zeigen: „Für die Bürger im Landkreis Vorpommern-Greifswald besteht derzeit kein Anlass zur Sorge“, so Maximilian Stubbe. Das Trinkwasser wurde bereits im letzten Jahr stichprobenartig vom Gesundheitsamt und den im Kreis ansässigen Wasserversorgungsunternehmen überwacht. Auch auf Usedom. „Der aktuelle Höchstwert auf der Insel betrug 0,0015 Nanogramm pro Liter (μg/l). Das ist gerade so die Bestimmungsgrenze im Labor (0,001 μg/l) und damit sehr weit vom vorgeschriebenen Grenzwert entfernt.“

Alle aktuellen Trinkwasseranalysen – inklusive der PFAS-Werte – finden Sie auf www.zv-usedom.de. Bei Fragen stehen Ihnen sowohl der Zweckverband als auch die Mitarbeiter vom Gesundheitsamt des Landkreises Vorpommern-Greifswald mit Infos zur Verfügung. 

zv-usedom.de

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Unterwegs auf der Kläranlage

 




Wasserwissen

Ein Blick hinter die Kulissen: Hier klärt sich was

Was passiert eigentlich mit unserem Wasser, wenn es über
Toilette, Badewanne oder Geschirrspüler das Haus verlässt? Die WASSERZEITUNG ist auf der Kläranlage Ückeritz seinem Weg gefolgt.
Die Kläranlage in Ückeritz ist eine von sechs Kläranlagen im Verbandsgebiet. Das Besondere an ihr: Sie ist eine SBR-Kläranlage. SBR steht für „Sequenzielle Biologische Reinigung“. Das bedeutet: Die einzelnen Reinigungsschritte erfolgen nicht in verschiedenen Becken, sondern zeitlich gestaffelt in einem. Die Kläranlage in Ückeritz hat fünf Reinigungsbecken und ist eine von drei SBR-Anlagen im Verbandsgebiet. Die anderen befinden sich in Mellenthin und Pudagla.
  • Foto: ZV Usedom

    Die Reinigung von Abwasser ist eine Mischung aus mechanischen und biologischen Abläufen. Die Kläranlage Ückeritz ist in ihrer Kapazität auf 27.000 Einwohnerwerte ausgelegt.
  • Foto: SPREE PR/Kuska

    1. Das Tor zur Kläranlage ist der Zulaufschacht. Hier kommt das Abwasser aus den Pumpwerken Loddin, Koserow, Stubbenfelde Ückeritz/Sportplatz und Ückeritz/Hafen an. Die tägliche Menge schwankt zwischen 800 und 2000 Kubikmetern – je nach Jahres- und Tourismuszeit. Von hier aus fließt das Abwasser über zwei unterirdische Leitungen zu den Siebrechen.
  • Foto: SPREE PR/Kuska

    2. Der Siebrechen ist der mechanische Türsteher. Er ist zuständig für alles Grobe – filtert also zum Beispiel Steine, Tampons, Putzlappen, Wattestäbchen und Essensreste aus dem Abwasser. Der Abfall wird entwässert, in Containern gesammelt und entsorgt. Das Abwasser macht sich unterdessen weiter auf den Weg in den Sand- und Fettfang.
  • Foto: SPREE PR/Kuska

    3. Im Sand- und Fettfang übernimmt Physik die Arbeit. Die Fließgeschwindigkeit im Becken ist so eingestellt, dass schwere Stoffe wie Sand nach unten sinken. Leichte Stoffe wie Fette und Öle setzen sich dagegen an der Wasseroberfläche ab. Der Sand wird gereinigt, entwässert und wiederverwendet. Die Fette werden entsorgt. Dem Wasser wird hier außerdem Eisen-3-Chlorid beigefügt. Diese sogenannte Vorfällung bindet Gerüche, entfernt gelöste Phosphate und entlastet die anstehende biologische Reinigung.
  • Foto: SPREE PR/Kuska

    4. Aus dem Sand- und Fettfang wandert das Abwasser in einen Vorlagebehälter. Aus diesem Zwischenspeicher wird es in computergesteuerten Intervallen und Mengen in eines der fünf SBR-Becken eingeleitet.
  • Foto: SPREE PR/Kuska

    5. In den SBR-Becken beginnt nun die biologische Reinigung. Die wichtigsten Helfer dabei: Milliarden Bakterien, Einzeller und andere Mikroorganismen. Sie „verspeisen“ die organischen Inhaltsstoffe und entfernen Kohlenstoff, Stickstoff und Phosphor. Dazu brauchen sie ein Wechselbad mit und ohne Sauerstoff. Wenn die Kompressoren Sauerstoff ins Becken drücken, kommt sprudelnde Bewegung ins Wasser. Nach den „Turbulenzen“ braucht es Ruhe. Die gibt’s in der Nachklärphase. Dabei sinken die Bakterienflocken zu Boden, oben setzt sich klares Wasser ab. „Alle Prozesse laufen automatisch und messwertgesteuert ab“, sagt Peter Beitz, Fachkraft für Abwassertechnik. Auf dem Display sieht er, wie weit die Reinigung fortgeschritten ist. Und was passiert mit dem Klärschlamm, der während der Reinigung entsteht? „Er wird entwässert, behandelt und an die Landwirtschaft abgegeben.“
  • Foto: SPREE PR/Kuska

    6. Während draußen das Wasser fließt, herrscht in der Leitzentrale digitale Kontrolle. Füllstände, Sauerstoffwerte, Pumpenleistungen, pH-Werte: Auf Monitoren und Schalttafeln laufen alle Daten zusammen. Hier haben Abwassermeister Andreas Ring und seine Kollegen den gesamten Reinigungsprozess, aber auch etwaige Störungen im Blick.
  • Foto: SPREE PR/Kuska

    7. Nach ungefähr acht Stunden auf der Kläranlage erreicht das gereinigte Abwasser die letzte Station: den Ablauf. Olaf Tessmer, Fachkraft für Abwassertechnik, nimmt zur Kontrolle eine Probe. Die Qualität des Wassers ist nun so hoch, dass es in den natürlichen Kreislauf zurückkehren – oder wie der Fachmann sagt: in den Vorfluter eingeleitet werden kann. Das geschieht ebenfalls in automatisierten Intervallen.
  • Foto: SPREE PR/Kuska

    8. Im Probenanalyseraum wird die Metamorphose des Abwassers noch einmal deutlich. Links: Abwasser, wie es auf der Kläranlage ankommt. In der Mitte hat sich der Belebtschlamm abgesetzt und über sich eine Klarwasserschicht gebildet. Rechts: Abwasser, wie es am Ende der Reinigung der Natur zurückgegeben wird.

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Leitungswasser punktet mit überzeugenden Gründen

 




Fünf gute Gründe für Leitungswasser

A tip:tap. So lautet der Name eines gemeinnützigen Vereins, der sich für Leitungswasser stark macht. Übersetzt bedeutet er „Ein Tipp: Wasserhahn” (engl. tap). Der Verein hat auf seiner Homepage (atiptap.org) nicht nur einen Tipp, sondern viele – fünf allein, die überzeugende Gründe für Wasser aus der Leitung sind.

Viele Gründe zur Freude: Denn Leitungswasser ist ein guter, jederzeit verfügbarer, gesunder Durstlöscher. Foto: SPREE-PR/Hultzsch

  • Leitungswasser spart CO2

    Für den Transport und die Verpackung von Flaschenwasser sind das pro Jahr etwa drei Millionen Tonnen. Das ist das Eineinhalbfache des innerdeutschen
    Flugverkehrs.
  • Leitungswasser spart Plastikmüll

    Wenn alle Menschen in Deutschland statt aus Flaschen Leitungs-
    wasser trinken würden, könnten jährlich acht Milliarden Plastikeinweg-
    flaschen gespart werden.
  • Leitungswasser spart Geld

    Im deutschlandweiten Mittel bekommt man für einen Euro 200 Liter Leitungswasser. Ein 4-Personen-Haushalt könnte durch den Wechsel von der Flasche auf die Leitung etwa 1.000 Euro jährlich sparen. Mit einem Rechner auf der tip:tap-Seite kann jeder mit ein paar Klicks sein persönliches Sparpotenzial ermitteln.
  • Leitungswasser ist bequem

    Kästenschleppen ade! Hahn aufgedreht – der Durst kann sofort gelöscht werden.
  • Leitungswasser ist von Topqualität

    Die Trinkwasserverordnung macht strenge Vorgaben zur Qualität und Kontrolle des Leitungswassers, sodass aus dem Hahn ein kontinuierlich geprüfter 1a-Durstlöscher fließt.
  • Übrigens: Die vollständige Analyse des Trinkwassers, das der Zweckverband an seine Kundinnen und Kunden liefert, finden Sie jederzeit auf der Homepage.

    www.zv-usedom.de

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Azubi-Ecke – kurze Berichte direkt aus der Praxis


 


Neue Serie: Azubi-Ecke

Kurze Berichte direkt aus der Praxis

Seit der Verbandsgründung im Jahr 1991 starteten über 100 junge Frauen und Männer ihren Weg ins Berufsleben mit einer Ausbildung beim Zweckverband Grevesmühlen. Was, wo, mit wem und wie lernen sie hier? Was macht das Besondere aus? In der neuen Serie „Azubi-Ecke“ kommen die aktuellen Auszubildenden mit ihren Eindrücken, Erfahrungen und ihrem Erlebten selbst zu Wort. Den Anfang macht: Luise Kröger.

Mein Name ist Luise Kröger. Nach dem Abitur habe ich meine Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement begonnen und bin nun seit fast einem Jahr beim Zweckverband Grevesmühlen. In dieser Zeit konnte ich bereits viele verschiedene Bereiche kennenlernen, was die Ausbildung für mich besonders abwechslungsreich und spannend macht. Ich war im Kundenzentrum eingesetzt, wo ich den direkten Kontakt zu Kunden kennengelernt habe. Außerdem durfte ich in der Verbrauchsabrechnung mitarbeiten und habe Einblicke in die Abrechnung unserer Leistungen nehmen können. Auch die Arbeit in der Poststelle gehörte schon zu meiner Ausbildung. Dort habe ich gesehen, wie bedeutend eine zuverlässige Organisation für den gesamten Betrieb ist. Ein weiterer erwähnenswerter Bereich ist die Buchhaltung, meine aktuelle Abteilung. Hier lerne ich, wie Rechnungen erfasst, kontiert und gebucht werden und wie wichtig die Genauigkeit bei der Bearbeitung und Bezahlung ist.

Luise Kröger ist 18 Jahre alt und hat im Sommer 2025 ihre Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement beim Zweckverband begonnen. Foto: ZVG

Meine Ausbildung beim Zweckverband macht mir viel Spaß, da man täglich Neues lernt und Verantwortung übernehmen darf. Besonders schätze ich die netten Kolleginnen und Kollegen, die mich jederzeit unterstützen und mir bei Fragen stets zur Seite stehen. Ich fühle mich beim Zweckverband Grevesmühlen sehr wohl und freue mich darauf, weiterhin viel über meinen Betrieb zu lernen.

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Zweckverband präsentierte zentrales GIS-Projekt


 


Innovativ

Neues Projekt: Zentrales GIS vorgestellt

Der Zweckverband Grevesmühlen präsentierte auf der 20. Mitgliederversammlung des Städte- und Gemeindetages MV Ende Mai die kommunale Zusammenarbeit im Bereich Geographischer Informationssysteme.

Am Stand mit ihrem Kollegen Helge Kühner aus Bad Doberan (Mi.) präsentierten Ronald Henneberg (r.) und Julian Schneider das neue GIS-Programm. Foto: ZVG

Vorgestellt wurde das Kooperationsprojekt für ein zentrales GIS auf Basis frei verfügbarer Software. Dieses wurde als Kooperationsprojekt mit fünf Partnern unter der Federführung des ZVG entwickelt (die WASSERZEITUNG berichtete). 

Das Projekt ist auf fünf Jahre angelegt und unterstützt die Wasserunternehmen bei ihren Verbandsaufgaben. Zusätzlich profitieren Kommunen hinsichtlich der Organisation und Verwaltung ihrer kommunalen Infrastrukturdaten.

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Güte und Menge streng kontrolliert


 


Grundwassermonitoring: Güte und Menge im Visier

Veränderungen früh erkennen – Versorgung langfristig sichern

„Das Grundwasser ist unsere wichtigste Ressource“, erklärt Mathias Peters vom Zweckverband Grevesmühlen. „Schon seit den 1990er-Jahren beobachten wir deshalb kontinuierlich, wie sich Wasserstände und Wasserqualität in unserer Region entwickeln.“

Andreas Häcker vom Zweckverband ermöglicht David Wöstenberg (r.) vom zuständigen Labor die Proben am Brunnen. Foto: ZVG

Beim Grundwassermonitoring, wie dieses Verfahren in der Fachsprache heißt, werden Messstellen und Brunnen im gesamten Verbandsgebiet regelmäßig überprüft. Qualität und Quantität werden beleuchtet. Fachleute von einem zertifizierten und akkreditierten Labor analysieren unter anderem Nitratwerte, Mineralstoffe sowie mögliche Belastungen. Aktuell erfassen die Probenehmer 113 einzelne Parameter! Gleichzeitig werden Fördermengen und Grundwasserstände dokumentiert. Die erhobenen Daten liefern wichtige Grundlagen für technische und strategische Entscheidungen. Denn anhand der Ergebnisse weiß der Verband, wo und wie tief er Wasser fördern müsste, ob das Dargebot zur Bevölkerungsstruktur sowie zur Entwicklung von Industrie und Gewerbe passt.

Die aktuellen Ergebnisse zeigen eine insgesamt stabile Situation. „Das Grundwasser im Verbandsgebiet entspricht allen Anforderungen der Trinkwasserversorgung und ist aktuell in ausreichendem Maß vorhanden“, so Mathias Peters, Leiter Betrieb. Dennoch gebe es Herausforderungen, die künftig stärker berücksichtigt werden müssten. In den oberen Grundwasserleitern wurden schon erhöhte Nitratwerte nachgewiesen. „Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sie in dem für die Trinkwassergewinnung genutzten Grundwasserleiter ankommen. Auf ihrem Weg dorthin kann das Nitrat als Sauerstoffträger weitere gefährliche Stoffe mobilisieren.” Hinzu kommt der klimatisch bedingte Einfluss auf den Wasserkreislauf, der weitere Investitionen in diesem Bereich notwendig macht.

Zitat:

Auch die Entwicklung von Bevölkerung und Gewerbe spielt für die Planung eine wichtige Rolle. „Der Wasserbedarf verändert sich“, betont der Fachmann. „Neue Wohngebiete und Gewerbeansiedlungen erfordern eine vorausschauende Anpassung unserer Infrastruktur.“

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Infofahrt zum 35. Gründungsjubiläum


 


Jubiläum einmal anders

Informationsfahrt zum 35-jährigen Bestehen

Anlagen und Dienstleistungen im Fokus – Gremien des Verbandes, Ämter und Behördenvertreter unternahmen anlässlich des 35-jährigen Gründungsjubiläums eine praxisnahe Rundfahrt.

Am Schönberger Ortsrand besichtigten die Teilnehmer der Infofahrt das neue Pumpwerk mit Abwasserzwischenspeicher. In den nächsten Tagen nimmt es seinen Betrieb auf. Foto: ZVG

Startend vom Wasserlehpfad führte die Route am 3. Juli Juli quer durch das Verbandsgebiet. Es gab Stopps an wassertechnischen Anlagen ebenso wie an Kläranlagen. Außerdem standen einige Dienstleistungen des kommunalen Verbandes im Fokus. Dazu gehörten zum Beispiel die Hydrantenmessung und das Nebeln der Hausanschlüsse.

Die NWL GmbH und die VVL GmbH, beide Töchterunternehmen des Zweckverbandes, stellten die TV-Befahrung von Schmutzwasser-Kanälen und das Krauten von Gewässern vor.

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20 Jahre WASSERZEITUNG – und nun auch als E-Paper


 


Editorial

20 Jahre WASSERZEITUNG – nun auch als E-Paper

Liebe Leserinnen und Leser!

seit nunmehr 20 Jahren setzen wir auf die WASSERZEITUNG als verlässliches Medium zur Information unserer Kundinnen und Kunden. Der Zweckverband Grevesmühlen war 2006 der erste Herausgeber in MV, schnell schlossen sich weitere Versorger an. Die Berliner Agentur SPREE-PR begleitet uns als kompetenter Partner seit der ersten Ausgabe. Dafür unseren herzlichsten Dank.

In zwei Jahrzehnten haben wir kontinuierlich über Themen rund ums Trink- und Abwasser berichtet – über unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, moderne Technik, Bauvorhaben, Ausbildung, unser Engagement in der Umweltbildung. So entstanden 76 abwechslungsreiche Ausgaben rund um die Ressource Wasser. Alles in allem ein wichtiger Beitrag zum Grundwasserschutz.

Ab sofort erscheint unsere Kundenzeitung zusätzlich zum gedruckten Exemplar auch als E-Paper.

Viel Freude bei der weiteren Lektüre, ob online oder als Druckversion, wünscht

Sandra Boldt,
Verbandsvorsteherin des ZVG

Sandra Boldt informiert: Künftig gibt es für Interessenten zwei Wege, die WASSERZEITUNG zu lesen – als Printprodukt oder online als E-Paper. Foto: ZVG

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Hitzesymposium lässt Kinder cool bleiben


 


Wissenswert

Kinderhitzesymposium mit vielen Tipps

Beim Kinderhitzesymposium am 28. Mai auf dem Wasserlehrpfad Wotenitz drehte sich alles um die Frage, wie sich Kinder bei Hitze und starker Sonneneinstrahlung richtig verhalten. Insgesamt 115 Schülerinnen und Schüler der Grundschulen „Fritz Reuter“ sowie vom Schulcampus nahmen an der Veranstaltung des Landkreises gemeinsam mit dem Zweckverband Grevesmühlen teil.


Die kleinen Gäste lernten beim Hitzesymposium, wie sie sich bei hohen Temperaturen schützen können.

Foto: ZVG

Begleitet vom Maskottchen der Veranstaltung, Freddy dem Fuchs, sowie Willi Wasser erfuhren die Kinder an Stationen auf spielerische und altersgerechte Weise, wie sie sich vor den Folgen von Hitze schützen können. Im Mittelpunkt standen dabei Themen wie Sonnenschutz, ausreichend Trinken und das Erkennen geeigneter Schattenplätze.

An der Station „Schattensuchen“ erkundeten die Kinder das Gelände und markierten Orte, die bei starker Sonneneinstrahlung Schutz bieten. Spannende Experimente machten die Wirkung von UV-Strahlen sichtbar. So konnten die Schülerinnen und Schüler beobachten, wie unterschiedlich Kleidung vor Sonneneinstrahlung schützt und mit einer speziellen Sonnenschutzkamera überprüfen, ob Sonnencreme wirklich gründlich aufgetragen wurde.

Kreativ wurde es beim Basteln von UV-Armbändern, deren Perlen sich bei Sonneneinstrahlung verfärben. Außerdem lernten die Kinder beim Bilderbuchkino mit Freddy dem Fuchs und seinen Freunden wichtige Verhaltensregeln für heiße Tage kennen. Ein Ratespiel rund um Hitze und Sonnenschutz sorgte für zusätzlichen Spaß und festigte das Gelernte.

Weitere Stationen widmeten sich dem Kreislauf des Wassers sowie dem Thema „Gesundes Trinken“. Hier erfuhren die Kinder, warum ausreichende Flüssigkeitszufuhr besonders an heißen Tagen wichtig ist. An der Wasserbar konnten sie sich gleich erfrischen.


Am Stand zum gesunden Trinken erkannten die Kinder den Zuckergehalt in anderen Getränken, Wasser schmeckt ganz ohne.

Foto: ZVG

Das Kinder-Hitzesymposium vermittelte damit wichtige Gesundheitskompetenzen und zeigte, dass Lernen über Hitzeschutz spannend, abwechslungsreich und sehr wichtig ist.

Projekt: Cool bleiben

Der Zweckverband ist einer der Partner des Projektes „Cool bleiben“ vom Landkreis Nordwestmecklenburg. Es erfasst kühle Orte, Schattenplätze und Trinkwasserstellen digital – damit alle bei Hitze schnell Hilfe finden. 

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Ausbilder geht in Rente


 


Frank Grün hat den Nachwuchs geprägt

Über drei Jahrzehnte erfolgreiche Ausbildung im Elektrohandwerk

Seit 1. Juli ist Frank Grün im Ruhestand. Vorher sprach der 63-Jährige mit der WASSERZEITUNG. Im Fokus zu stehen, liegt ihm eigentlich nicht. Seine Arbeit habe er nie alleine gemacht, sondern immer im Team. Heute besteht dieses Team aus vielen „seiner“ Azubis, von denen einer inzwischen die Leitung übernommen hat.


Mit Marvin Voß hat Frank Grün (l.) kurz vor seinem Abschied den letzten von vielen Azubis zum erfolgreichen Abschluss begleitet.

Foto: ZVG

Wer bei den Kollegen nach Frank Grün fragt, hört viel Anerkennung: ein geschätzter Kollege, engagierter Ausbilder und verlässlicher Mensch. Er selbst blickt bescheiden auf seine Laufbahn zurück: „Ich würde nie etwas anderes machen wollen. Ich habe immer gern hier gearbeitet“, so der Boltenhagener.

Sein Berufsweg war zunächst offen. Auch Berufe wie Kfz-Schlosser oder Klempner kamen infrage. Letztlich entschied er sich für die Elektrotechnik. Nach Stationen unter anderem bei der Klützer Gebäudewirtschaft wechselte er 1992 zum neu gegründeten Zweckverband Grevesmühlen. 29 Jahre alt war er da, arbeitete sich schnell in die Technik der Wasser- und Abwasseranlagen ein und begann bald, sein Wissen weiterzugeben. Am Anfang stand der Ausbilderschein – und den erfüllte er mit Leben.

Er nahm die Azubis im Verband unter seine Fittiche, sorgte dafür, dass sie Zeit bekamen, um Handgriffe und Abläufe gründlich zu lernen. Weil er in den Prüfungskommissionen der Handwerkskammer UND der IHK mitarbeitete, konnte er die jungen Nachwuchsfachkräfte besonders gut auf die Prüfungssituationen vorbereiten, ihnen etwas Routine geben und etwas Nervosität nehmen. „Die Prüfungsthemen kannte ich natürlich vorab auch nicht“, unterstreicht er.

Der Erfolg gibt seinem Ansatz recht, viele aus dem heute 17-köpfigen Elektroniker-Team sind ehemalige Azubis, auch der Leiter. Wie sich das anfühlt? „Das ist doch schön! Ich habe viele tolle Leute begleitet. Aber nie allein, wir waren immer ein Team“, sagt er in seiner bescheidenen Art. „Mir hat das Spaß gemacht. Die Branche ist immer in Bewegung, damit ist sie vielseitig und nie gleich.“

Privat, sagt er von sich, sei er ein absoluter Familienmensch. Lebt und liebt den guten Kontakt zu seinen beiden Töchtern und sechs Enkeln. Ja, er freut sich auf Zeit mit ihnen, seiner Frau, Freunden. Der Abschied vom Betrieb fiel ihm dennoch nicht leicht – ein Zeichen für ein erfülltes Berufsleben, geprägt von Respekt und Gemeinschaft.

Stimmen
Sandra Boldt

Foto: ZVG

Sandra Boldt

Sandra Boldt, Verbandsvorsteherin

Lieber Frank, viele Landessieger, 3 Azubis zu den Deutschen Meisterschaften im Elektrohandwerk geführt: eine herausragende fachliche Bilanz! Neben diesen Erfolgen hast du es zudem geschafft, die Azubis zwischenmenschlich zu prägen – sie hatten stets die Chance mit dir und an deiner Seite zu wachsen. Herzlichen Dank!

Foto: ZVG

Sandra Boldt, Verbandsvorsteherin

Tom Liebing

Foto: ZVG

Tom Liebing

Tom Liebing wurde 2012 TOP-Azubi im Handwerk, absolvierte danach eine Qualifizierung zum Techniker und ein Wirtschaftsingenieur-Studium. Heute leitet er den Bereich Elektrotechnik.

Mit deinem Wissen, deinem hohen Anspruch an dich selbst und deiner Leidenschaft für das Elektrohandwerk hast du Generationen von Auszubildenden geprägt. Für deinen Ruhestand wünsche ich dir die gleiche Erfüllung, mit der du unser Berufsleben bereichert hast.

Foto: ZVG

Tom Liebing wurde 2012 TOP-Azubi im Handwerk, absolvierte danach eine Qualifizierung zum Techniker und ein Wirtschaftsingenieur-Studium. Heute leitet er den Bereich Elektrotechnik.

Matthias Schröder

Foto: ZVG

Matthias Schröder

Matthias Schröder, 1. Azubi, den Frank Grün begleitet hat.

Frank hatte nach meinem Praktikum großen Anteil daran, dass ich mich 1996 für die Ausbildung zum Elektroinstallateur entschieden und diese erfolgreich absolviert habe. Wir haben dann 30 Jahre als super Team zusammengearbeitet. Einen besseren Ausbilder und Kollegen hätte ich mir nicht wünschen können, danke dafür!

Foto: ZVG

Matthias Schröder, 1. Azubi, den Frank Grün begleitet hat.

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