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Author: wz_admin

Warum Abwasserkanäle viel Aufmerksamkeit brauchen

 



Mecklenburg-Vorpommern

Warum Abwasserkanäle viel Aufmerksamkeit brauchen

Liebe Leserinnen und Leser, kommen Sie doch mit auf eine kleine Reise. Nein, nicht in ferne Länder, sondern hinab ins Erdreich, dorthin, wo die Rohre fürs Abwasser liegen, nahe Ihrem Haus, unter dem Asphalt von Straßen und ganzen Ortschaften.

Robuste Kanäle transportieren das Schmutzwasser auf die Kläranlage.

Foto: ZVK

Hintereinandergelegt würde es einmal vom Nordpol gerade durch die Erde hindurch bis über den Südpol hinausragen, das knapp 16.700 Kilometer lange Abwasserkanalnetz in MV. Natürlich ist es hier vor Ort ein komplexes System aus verzweigten Kanälen und Betonbauwerken im Untergrund. Ein System, das die problemlose Abwasserentsorgung aus Bad und Küche oder das Abfließen des Regenwassers garantiert. Die Zweckverbände zwischen Ahlbeck auf Usedom und Zarnewenz im Landkreis Nordwestmecklenburg arbeiten tagtäglich daran, das in Haushalten und von Gewerbe gebrauchte Wasser auf ihren Kläranlagen zu reinigen und dem natürlichen Kreislauf wieder zuzuführen. Viele Aspekte gilt es dabei zu beachten.

Kanalnetz, das stetig gewachsen ist

Das Abwassernetz in MV entstand größtenteils in den 1990-Jahren. Der überwiegende Teil sind heute Trennkanäle, also jeweils eigene Trassen für Schmutz- beziehungsweise Niederschlagswasser, um die Kläranlagen hydraulisch und mengenmäßig nicht zu überlasten.

Kameras, die durch Rohre fahren

Kontrolle? Muss sein! Nach der Selbst-
überwachungsverordnung sind Verbände verpflichtet, den gesamten Netzbestand optisch zu untersuchen. Dies geschieht entweder durch verbandseigene Technik oder externe Fachfirmen. Die Ergebnisse sind wichtige Grundlagen für die Wartung, Reparatur und Erneuerung der Systeme. Ebenfalls erwähnenswert: Der sparsame Umgang mit Wasser ist mit Blick auf die kostbare Ressource wichtig. Fließt aber wenig Wasser durch die Rohre, entstehen wesentlich mehr Ablagerungen, die zu Verstopfungen führen können.

Probleme, die es 
auf dem Land gibt

Der Bevölkerungsrückgang in einigen Regionen hat Einfluss auf die Gebührenkalkulation. Denn bei gleichen oder steigenden Kosten gibt es hier weniger verbleibende Gebührenzahler. Ein weiteres Thema: Fachkräfte. Ingenieure, Verwaltungspersonal, Techniker, Mitarbeiter im Trink- und Abwasserbereich – die Webseite 
wasserjobboerse.info listet freie Stellen der Branche auf.

Hürden, die oft im Weg stehen
Pflege, Wartung, Reparatur, Sanierung und Erneuerung – all das kostet Geld und Zeit. Für den täglichen Betrieb, aber auch Fördermittelanträge und öffentliche Ausschreibungen steigt der bürokratische Aufwand stetig an.

Achtsamkeit senkt Kosten

Die Kundinnen und Kunden können überall durch achtsamen Umgang selbst Einfluss auf die Gebühren nehmen. Verstopfungen der Pumpwerke durch die falsche Entsorgung von Feuchttüchern, Hygieneartikeln etc. müssen nicht sein. Kosten für die Rattenbekämpfung können ebenfalls reduziert werden.

Faktenlage
  • In 578 kommunalen Kläranlagen in MV werden jährlich 90 Mio. Kubikmeter Abwasser gereinigt.
  • Der Anschlussgrad an zentrale Anlagen beträgt etwa 90 %.
  • Das öffentliche Kanalnetz in MV misst 16.681 km – aufgeteilt in 11.675 km für Schmutzwasser, 4.407 km für Regenwasser und 599 km für Mischwasser.
  • Die Abwasserrohre aus Steinzeug, Beton oder Kunststoff haben eine Lebensdauer von ca. 60–80 Jahren.
  • Hohe Kosten: Immer wieder müssen Störungen in den Pumpwerken behoben werden – Rohre, Technik und Anlagen werden durch das falsche Entsorgen von Feuchttüchern bis hin zu Windeln beschädigt.
  • Problematisch ist der Einwohnerrückgang, denn je weniger Menschen, desto weniger Schultern zum Tragen der Gebühren.
  • Abwasserverbände finanzieren sich aus den Gebühren. Für neue Schmutzwasserkanäle ist man auf Fördermittel vom Land und der EU angewiesen.

Kommentar der KOWA MV und des BDEW: Kritik am Landeswassergesetz

* BDEW: Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft
** KOWA MV: Kooperationsgemeinschaft Wasser und Abwasser MV e.V.

Bereits vor einem Jahr wurde die Wasserwirtschaft um Stellungnahme zur dringend nötigen Reform des Gesetzes zur Neuregelung des Landeswasserrechts in MV gebeten – dies haben beide Verbände ausführlich getan. Nach dem Kabinettsbeschluss wurde am 24. Juni 2025 der Entwurf einschließlich der Begründung veröffentlicht. Nun folgt das parlamentarische Verfahren mit Beratung und Beschlussfassung des Landtages.

Die Punkte aus unseren Stellungnahmen wurden im bisherigen Entwurf leider nur unzureichend berücksichtigt. Wir hoffen daher, unsere Anregungen im parlamentarischen Verfahren – insbesondere bei den  Anhörungen in den zuständigen Fachausschüssen – erneut einbringen und überzeugend darlegen zu können. Besonders wichtig ist uns, dass das Wasser-
entnahmeentgelt künftig viel stärker zweckgebunden im engeren Sinne eingesetzt wird. Es ist nicht einzusehen, warum die Unterhaltung der Hochwasser- und Küstenschutzanlagen an Gewässern von unseren Gebührenzahlern mitfinanziert werden sollten!
Ebenso sehen wir es sehr kritisch, dass die Wasserversorgungsunternehmen zukünftig die Versorgung in Not- und Krisensituationen sicherstellen sollen – eine Aufgabe, die auf Grundlage eines Bundesgesetzes bisher auf Landkreisebene organisiert werden muss.

Unsere Branche steht vor einem enormen Reinvestitionsbedarf. Zudem verschärfen sich die gesetzlichen Anforderungen (Bundes-
ebene) an die Trinkversorgung und Abwasserreinigung stetig. Gerade in Bezug auf die Belastungen, die diese Änderungen mit sich bringen, gilt es bei landesrechtlichen Anforderungen Maß zu halten, um unsere Kundinnen und Kunden nicht zu überlasten.

Frank Lehmann,
Vorsitzender der KOWA MV**

David Schacht,
Vorsitzender der Wasserwirtschaft MV im BDEW*

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Kirmes in Elsterwerda – auf zum traditionellen Volksfest!

 



VERANSTALTUNGSTIPP

NEU: Kirmes in Elsterwerda – auf zum traditionellen Volksfest!

Es ist Kirmeszeit! Zwei Tage – ein pickepackevolles Programm für Große und Kleine. Freuen Sie sich auf zwei tolle Tage voller Programm und Höhepunkte.

„Willkommen zu Elsterwerdas alljährlich im Herbst stattfindenden Event im Zentrum der Stadt“, lädt Bürgermeisterin Anja Heinrich zum traditionellen Volksfest mit Tänzen, dem abendlichen Oktoberfest vom neuformierten Gewerbeverein Elsterwerda e. V., zu Händlermeile, Essen und Trinken, spannenden Ausstellern und regionalen Unternehmen ein. Auch die Kirchengemeinde ist bei der wieder ins Leben gerufenen Kirmes in Südbrandenburg dabei. „Wir wollen gerade in schwierigen Zeiten nicht auf unser gesellschaftliches Leben und unsere Freude am Feiern und Beieinandersein verzichten“, erwartet Anja Heinrich viele Gäste. Sind Sie auch dabei?

Was Sie im Einzelnen erwartet? Hier können Sie sich das Programm herunterladen.

Plakat: Stadt Elsterwerda

Elsterwerdaer Kirmes

4. und 5. Oktober 2025

Marktplatz, Stadthaus Elsterwerda, Stadtpark, Kirchengemeinde, Galerie Nadler
Sa ab 11 Uhr I So ab 10 Uhr

www.elsterwerda.de

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Im November ist wieder Zähler-Ablese-Zeit

 



Lesen Sie bequem selbst ab – wann immer es Ihnen im Ablesezeitraum passt

Im November ist wieder Zähler-Ablese-Zeit

Danach kann man die Uhren stellen: Anfang November versendet der WAVE die Zählerselbstablesekarten an Grundstückseigentümer und Hausbesitzer, um deren Wasserverbrauch zu ermitteln. Die wichtigsten Eckdaten haben wir zusammengefasst.

Es geht schnell und ist kein großes Ding: die Ablesung Ihrer Zähler im November.

Montage: Canva

Zählerstandmeldung
  • Ob dauerhaft bewohntes Wohnhaus oder saisonal genutztes Objekt:
    Wer Post vom Verband erhält und gebeten wird, den aktuellen Wasserzählerstand zu erfassen, sollte das tun und die Daten dem WAV mitteilen.
  • Ablesezeitraum: 7. bis 28. November 2025
  • Zählerstand notieren
  • Dann einfach und schnell die Zählerstandmeldung online erledigen:
    → QR-Code auf der Karte scannen – und Sie gelangen direkt zum Kundenportal auf der Website
    www.wav-elsterwerda.de/ablesung/
  • Im Zählerportal Ihre ermittelten Daten eintragen (mit Zählernummer – steht auf dem eingebauten Messgerät)
    und Ihre Kundennummer (nur die Ziffern – ohne „D“) eingeben
  • Bei Unterzählern nur die Stellen vor dem Komma
  • Hauptzähler haben keine Kommastelle, hier also alle Ziffern notieren
  • ODER: Karte mit den Daten zurückschicken
  • ODER: Ihre Zählerstände per E-Mail an den Verband senden:
    ablesung@wav-elsterwerda.de
Die Meldung Ihrer Zählerstände muss bis zum 28. November 2025 beim Verband sein. Danach beginnen die Mitarbeiterinnen der Abteilung Beiträge und Gebühren (BEGE) mit der Auswertung und erstellen Ihre Jahresverbrauchsrechnung.

Wenn Ihre Internetseite so aussieht, sind Sie genau richtig, um Ihre Zählerstände einzutragen.

Screenshot: SPREE-PR

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30 Jahre transparente Information – so soll es bleiben

 



Foto: WAVE/Jopien

EDITORIAL

30 Jahre transparente Information – so soll es bleiben

Liebe Leserinnen und Leser,

wer hätte 1995 gedacht, dass es Ihre Lausitzer WASSERZEITUNG (LWZ) auch 30 Jahre später noch geben würde? Damals war der WAVE gerade gegründet worden und hatte begonnen, die nötige Infrastruktur für die Rundumversorgung mit gutem Trinkwasser und die umweltschützende Entsorgung und Reinigung des Abwassers zu entwickeln. Alles war neu, sollte möglichst schnell gehen und nichts kosten. Dank Transparenz, Ehrlichkeit und manchmal auch schmerzenden Wahrheiten konnten Sie das gesamte Werden und Wachsen der Wasser- und Abwasser-Infrastruktur in Ihrer LWZ mitverfolgen. Diese Seite einer Körperschaft des öffentlichen Rechts sahen die Verbands-Gründungsväter aus gutem Grund als wichtig an – sie wurden Mit-Erstherausgeber. Noch heute ist es unser Anspruch, offen und nachvollziehbar darzulegen, wofür Ihre Beiträge und Gebühren verwendet werden – das wird die Inhalte der LWZ auch weiterhin bestimmen.

Über Herausforderungen gab es dabei ausreichend zu berichten – Sie in Wainsdorf, Haida oder Elsterwerda und Röderland wissen sehr genau, an welche mysteriösen Verunreinigungen, Bauverzögerungen oder Rohrbrüche ich dabei denke.
So wie wir unsere Wasser-Abwasser-Technik immer wieder an aktuelle Entwicklungen anpassen, wurde auch die WASSERZEITUNG modernisiert. Lesen Sie sie also weiterhin in Papierform oder digital als E-Paper.

Ich wünsche uns allen einen friedlichen, goldenen Herbst voller Fröhlichkeit sowie mit vielen gefundenen Pilzen und schönen Momenten.

Ihr Maik Hauptvogel,
Verbandsvorsteher des WAVE

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Mit Sicherheit gute Qualität Ihres Trinkwassers

 



TRINKWASSERQUALITÄT

Mit Sicherheit gute Qualität Ihres Trinkwassers

Regelmäßige Trinkwasser-Kontrollen sichern den gewohnt guten Standard des Lebenselixiers aus den Wasserwerken im Verbandsgebiet. Hier die wichtigsten Ergebnisse aktueller Messungen.

Alle Parameter und Messwerte finden Sie unter www.wav-elsterwerda.de.

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30 Jahre WASSERZEITUNG – 30 Jahre transparente Informationsphilosophie

 



30 Jahre Informationen aus erster Hand mit Transparenz und Kundennähe

30 Jahre WASSERZEITUNG – 30 Jahre transparente Informationsphilosophie

So lange schon lässt sich der WAVE hinter die Wasser- und Abwasser-Kulissen schauen. Wir haben in der Erstausgabe geblättert.

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Gerettete Tropfen – beim WAVE gehen Wasserverluste nicht ins Geld

 



Tausende gerettete Wassertropfen – Wasserverluste unter dem Durchschnitt

Gerettete Tropfen – beim WAVE gehen Wasserverluste nicht ins Geld

Auch wenn deutschlandweit weglaufendes, ungenutztes Wasser zwischen fünf und zehn Prozent als normal und akzeptabel gilt – beim Elsterwerdaer Wasserversorger hat man sich damit nie arrangieren können.

Deshalb gingen 2024 im Verbandsgebiet nur 4,6 % des Lebenselixiers verloren. „Ein guter Wert für unsere 310 km Leitungen“, ordnet Trinkwassermeister Heiko Pirschel die Bestmarke seit Verbandsbestehen ein. Sie ist auch Ausdruck der Bemühungen, ermittelte Leckagen oder ermüdetes Material möglichst schnell zu beseitigen. „Nur so können wir die Wassereinbußen überschaubar halten. Guter Nebeneffekt: Weniger aufzubereitendes Trinkwasser kostet auch weniger“, erklärt der Fachmann. „Am Ende eines Jahres – nach Rückmeldung der Zählerstände – zeigt sich die tatsächliche Differenz zwischen Verbrauch und Einspeisung, der Wasserverlust. Wir können mit unseren täglichen Überwachungstätigkeiten aber bereits zeitnah auf Schäden reagieren, auch wenn noch kein Rohrbruch gemeldet wurde. Kunden könnten dies ebenfalls tun, wenn sie z. B. ihren Wasserzähler monatlich ablesen und ihr Verbrauchsverhalten vergleichen.“

  • Korrelatoren (1) messen und analysieren Geräusche oder Druckwellen, die Lecks in Rohren erzeugen. Sie ermitteln den genauen Ort der Bruchstelle aus der Zeitdifferenz, mit der das Geräusch an zwei Messpunkten ankommt.
  • Bodenmikrofone (2) (auch Erdsondenmikrofone) fangen Schalldruckwellen von Wasserleckagen im Boden auf. Sie sind vor allem für die Suche von versteckten Lecks geeignet.
  • Geräuschlogger (3) gelten als Frühwarnsysteme für Leckagen. Sie reagieren auf akustische Signale aus dem Leitungsnetz und lokalisieren so Leckstellen.

Fotos (3): WAVE/Jopien

Gezielte Lecksuche

Die Fachleute haben für die Suche nach Wasserverlusten ein ganz eigenes System entwickelt:  „Wir gliedern das Trinkwassernetz in Versorgungsgebiete und kontrollieren die dazugehörigen Wasserzähler. Je nach Verbrauchshöhe müssen wir entscheiden, ob ein Rohrleitungsschaden vorliegt oder nicht. Wenn ja, muss dieser eingegrenzt und dann mit entsprechender Ortungstechnik gesucht werden.“ Damit ist der WAVE gut ausgestattet. Heiko Pirschel: „Wir nutzen Geräuschlogger, Korrelatoren und Bodenmikrofone, mit denen sich Schadstellen präzise lokalisieren lassen, sodass nicht komplette Straßen für Reparaturen aufgerissen werden müssen.“

Wasserverluste seit 2019
2019 7,2 %
2020 12,2 %
2021 10,8 %
2022 7,8 %
2023 6,1 %
2024 4,6 %

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Beim kommunalen Verband kennt man die schlimmsten „Stinke-Stellen“, sorgt entsprechend vor

 



Abwasser wird nie gut duften – aber üblen Gerüchen geht´s an den Kragen

Problem erkannt – Problem gebannt: Was der kommunale Verband gegen üble „Abwasser-Aromen“ unternimmt

Das Thema ist nicht neu und liegt in der Natur der Sache: Abwasser, das nur langsam in Richtung Kläranlage fließt, fault an – es bildet sich Schwefelwasserstoff. Dieser als faule Eier bekannte Geruch sorgt vor allem in trockenen, heißen Sommern für Unmut. Dann häufen sich die Anrufe beim WAV Elsterwerda, ob man denn nicht irgendwas gegen diese Belästigung tun könne.

  • Der Biofilter in der Burgstraße Elsterwerda sorgt für weniger Geruchsbelästigung im Stadtgebiet.

  • Der Technische Leiter des WAVE Sylvio Graf kontrolliert am Pumpwerk in Haida die Menge
    des zugesetzten Hilfsmittels gegen Gerüche.
Fotos (3): WAVE/Jopien

Die schlechte Nachricht zuerst: Aus dem bisweilen beißenden Abwassermief kann niemand Parfümduft machen. „Hier laufen natürliche chemische Prozesse ab, die sich nur bis zu einem gewissen wirtschaftlich und umweltseitig vertretbaren Maß sinnvoll beeinflussen lassen“, argumentiert Sylvio Graf und schließt die gute Nachricht an:  „Wir versuchen seit Längerem, mit verschiedenen Maßnahmen gegen die wetterabhängig auftretende schlechte Luft vorzugehen.“ Schließlich sei die nicht nur eine Belästigung für Anwohner, sondern auch verantwortlich für Materialermüdung wie Betonfraß. Der Technische Leiter zählt die am meisten betroffenen Standorte auf.

Innenstadtbereich von Elsterwerda

Hier läuft das Abwasser über Freigefälleleitungen; Pumpwerke gibt es nicht, die mit geruchshemmenden Anlagen ausgestattet werden könnten. Bleiben regelmäßige Leitungsspülungen und die Anpassung der Straßeneinläufe. In die „Gullys“ werden anstelle von Sandfängen Biofilter mit Aktivkohlegranulat eingebaut, die den Schwefelgeruch abschwächen.

Biofilter und Dosierstation sollen bereits hier einen Großteil der Faulgerüche eliminieren.

Umgebung von Elsterwerda

In der Merzdorfer Straße aus Gröden kommend, aus Haida und Prösen gelangt das Abwasser über Druckrohr- und Freigefälleleitungen zur Kläranlage Elsterwerda. Vorbeugend gegen Geruchsbildung hilft bereits in Gröden Calciumnitratsalz, das kontinuierlich hinzugefügt wird. Doch das chemische Hilfsmittel ist gesundheitsschädlich und verursacht Kosten, die in die Gebührenkalkulation einfließen müssen.

Haida und Prösen

Von Haida nach Elsterwerda ist das Abwasserdruckrohr etwa 6 km lang. An beiden Pumpwerken sorgen Biofilter und Dosierungsanlagen für Geruchsminderung. In Haida wird das Abwasser pneumatisch nach Elsterwerda gefördert. Dabei entstehen zwar weniger Schwefelwasserstoffe, aber Lärm durch die Kompressoren. Und diese Variante ist technisch nicht überall möglich.

Elsterwerda Burgstraße

Der sogenannte Hauptsammler zur Kläranlage fördert über eine Freigefälleleitung sämtliches Abwasser aus Elsterwerda West, Gröden, Haida und Prösen. Dort wurde ein Biofilter zur Abluftbehandlung installiert. Er ist an den schwarzen Behältern zu erkennen.

Pumpwerk Südstraße

Auch hier saugt ein Bio-Abluftfilter Schwefelwasserstoffgeruch aus dem Kanal.

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Millionen-Auftrag zurückgezogen

 



Dieser Millionen-Auftrag-Rückzieher sorgt nicht nur für Kopfschütteln

Millionen-Auftrag zurückgezogen

Da staunte selbst der langjährige Trinkwasser-Fachmann Heiko Pirschel – in 37 Dienstjahren hatte er so etwas noch nicht erlebt. Lesen Sie die gesamte unglaubliche Geschichte.

  • Bauberatung vor Ort: Sylvio Graf, Technischer Leiter, Trinkwassermeister Heiko Pirschel (verdeckt), Verbandsvorsteher Maik Hauptvogel und Ingenieur Thomas Rießner vom Planungsbüro IBOS (v. l.).
  • Bauberatung vor Ort: Sylvio Graf, Technischer Leiter, Trinkwassermeister Heiko Pirschel (verdeckt), Verbandsvorsteher Maik Hauptvogel und Ingenieur Thomas Rießner vom Planungsbüro IBOS (v. l.).
  • Es geht zügig voran: Die nächsten Leitungen liegen schon bereit, im Hintergrund wird die Trasse freigebaggert.

Fotos (2): WAVE/Jopien; Graf

Seit einigen Jahren schon sorgt der Bau der neuen Trinkwasserhauptleitung vom Wasserwerk Oschätzchen nach Elsterwerda immer mal wieder für schlaflose Nächte bei den Verantwortlichen. Knapp 11 km lang wird sie die Trinkwasserversorgung im Verbandsgebiet weiter stabilisieren.

Im Sommer 2025 sollte es mit dem ersten Teilabschnitt des dritten Bauabschnitts weitergehen. „Wie üblich wurde die Maßnahme ausgeschrieben“, erzählt Trinkwassermeister Heiko Pirschel. Eine Handvoll Firmen bewarb sich. Die Verbandsversammlung des WAVE erteilte dem Bieter mit dem günstigsten Angebot den Zuschlag. „Dazu sind wir verpflichtet. So stellen wir sicher, dass wir verantwortungsvoll mit den Gebühren unserer Kundinnen und Kunden umgehen“, erklärt Heiko Pirschel.

Millionen nichts wert?

Und dann passierte das, was der Trinkwasserchef in 37 Jahren Berufstätigkeit noch nicht erlebt hat: „Einige Wochen später lehnte die Firma die Auftragsdurchführung ab. Einen Millionenauftrag“, schüttelt Pirschel immer noch ungläubig den Kopf. „Noch nie standen wir kurz vor dem Weiterbau einer Maßnahme ohne Baubetrieb da!“

Großes Glück im Unglück

Dass der zweitgünstigste Bieter trotz voller Auftragsbücher, Urlaubszeit und Fachkräftemangel beim Verband in Elsterwerda einspringen konnte, glich einem kleinen Wunder. „Wir hatten großes Glück, dass die STRABAG AG dazu in der Lage war“, hebt Verbandsvorsteher Maik Hauptvogel hervor. „Selbstredend zu anderen Konditionen als der günstigste Anbieter.“ Aber wer übernimmt die Differenz? Wer die Kosten für einen Monat Bauverzögerung? „Damit beschäftigen sich im Sinne unserer Kunden nun Anwälte“, informiert Maik Hauptvogel. Denn diese Baumehrkosten sollen die zahlen, die sie verursacht haben und die Gebühren nicht belasten.

Seit Mitte August wird an der etwa einen Kilometer langen Teilstrecke der Trinkwasserleitung in Haida weitergebaut. In offener Bauweise geht es über Felder und Wiesen im Elbe-Elster-Land.  „Bis Weihnachten soll das Teilstück liegen“, steckt der Trinkwassermeister den Plan ab.

Geschichten gibts – da fehlen einem doch glatt die Worte.

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Wasserwerk Kleinmachnow

Herausgeber: MWA Kleinmachnow




Vorbei geflogen

Wasserwerk Kleinmachnow

Drohnenaufnahme: SPREE-PR/Petsch

Der Erweiterungsneubau des Wasserwerks Kleinmachnow befindet sich auf der Zielgeraden. In wenigen Wochen wird die Anlage planmäßig ihre ausführliche Testphase starten. Außerdem muss letzte Hand an Innenausbau und die Elektrik gelegt werden, damit ab dem Frühjahr 2026 der reguläre Betrieb aufgenommen werden kann. Dann übrigens in unterirdischer Verbindung mit dem bereits bestehenden Wasserwerk nebenan.

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