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Author: wz_admin

Starkregen fordert die Wasserwirtschaft heraus

 



Brandenburg

Starkregen fordert die Wasserwirtschaft heraus

Worin das Kritische in „kritischer Infrastruktur“ besteht, machen uns extreme Wetterereignisse schnell deutlich. Beispiel Starkregen. Hier muss schnell gehandelt werden, bevor das Problem in den Kommunen buchstäblich „überläuft“. Im günstigsten aller Fälle landet nur ein Bruchteil der Regenmassen auf einer Kläranlage. Sie werden anderswo dringend benötigt.

Viel wichtiger als ein Schirm über der Kläranlage wäre es, Regenwasser von den Abwasserkanälen fernzuhalten.

Montage: SPREE-PR/Schulze; SPREE-PR/Petsch (Foto)

Bevor uns ein heißer August mit dem Feriensommer verwöhnte, mussten alle Sonnen- und Badehungrigen eine dunkel-feuchte Phase überstehen. Mutter Natur jedoch war’s hingegen recht. Der Deutsche Wetterdienst bilanzierte für Juli durchschnittliche 135 Liter Regen pro Quadratmeter, wohingegen der „Sollwert“ für den Ferienmonat gerade bei 54 Litern liegt. Was diese Zahlen nicht offenbaren: In Teilen unseres Bundeslandes fielen die gewaltigen Niederschlagsmengen an gerade einer Handvoll Tagen.

Ein Tag im Ausnahmezustand

Auch nördlich von Berlin beginnt Montag, der 21. Juli, in tiefem Wolkengrau. Dann öffnet Petrus alle Schleusen. „Innerhalb weniger Stunden fielen in unserem Verbandsgebiet sage und schreibe 70 Liter Regen pro Quadratmeter“, erinnert sich NWA-Verbandsvorsteher Matthias Kunde an das Extremereignis. „Da unsere Pumpwerke lediglich für den Abtransport der häuslichen Schmutzwässer dimensioniert sind, konnten sie die in die Gullys einströmenden Wassermassen gar nicht schnell genug weiterleiten.“ Die Folge: Die Kanäle liefen nicht nur voll, sondern teilweise über. In einem Kraftakt bringen die Niederbarnimer Kollegen ihre Anlagen wieder in Gang, reinigen Kanalschächte und Tauchpumpen. So schnell geraten die erfahrenen Kollegen bei den kommunalen Zweckverbänden eben nichts aus dem Takt. Sie wissen: Die Entsorgungssicherheit muss in Windeseile wiederhergestellt werden. Immerhin war die Situation von einem Katastrophenfall noch einiges entfernt.

Aber was wäre, wenn nicht?

Die Zerstörungskraft von Starkregen wütete in Deutschland selten verheerender als 2021 im Ahrtal. Das Leben war buchstäblich aus den Angeln gehoben und lehrte: Alle Verantwortungsträger – zumal aus dem Bereich der Daseinsvorsorge – müssen bei Extremereignissen so eng wie möglich zusammenarbeiten. Doch der Blick heute in die lokalen Krisenstäbe überrascht Turgut Pencereci, den Geschäftsführer des Landeswasserverbandstages (LWT) Brandenburg. „Weit weniger als die Hälfte unserer Verbandsmitglieder ist entweder bei der jeweiligen Gemeinde oder beim Landkreis mit eingebunden, einige wenige als sogenannte Fachberater.“ Gefragt nach den Gründen für die Abwesenheit vieler kommunaler Wasserzweckverbände hinterlässt die Antwort einen bittersüßen Geschmack. „Offenbar unterstellt man, dass die Aufgabenträger ihre Arbeit gut erledigen und bezieht sie nicht ein“, vermutet Turgut Pencereci und hebt symbolisch den Zeigefinger: „Das kann sich sehr böse rächen, wenn dann doch einmal der Katastrophenfall eintritt.“ Allerdings seien die Ver- und Entsorger sehr gut gewappnet.

Die Chancen, einfach anzufangen

Eine wirksame Entlastung der Kläranlagen von Fremdwasser verlangt nicht nur von den Schmutzwasser-Entsorgern neue Ideen. Trennsysteme, Kreislaufkonzepte, Regenwasser sammeln, biologische Schwammstrukturen – aus dem Noch-Problem „Extremregen“ eine Chance zu machen, dafür plädiert Dr.-Ing.  Grit Bürgow von der TU Berlin. Es würde Innovationen vorantreiben. „Wenn Kommunen ihr Wassermanagement in die Hand nehmen, dann gibt es meines Erachtens einen Dominoeffekt“, ist sich die Referentin für urbane Räume im Klimawandel sicher. „Man muss natürlich immer individuell die eigene Situation abwägen. Aber ich sehe eine riesige Chance darin, einfach mal anzufangen!“ Natürlich müssten alle Kompetenzen an einen Tisch geholt werden, und die Verwaltungen sollten mutig sein. „Es gibt mittlerweile überzeugende Referenzprojekte in Stadt und Land, die positive Kreislauf-, Schwammstadt- und Kosteneffekte zusammenbringen. Von Grauwasserrecycling bis hin zu naturbasierten Systemen können Kommunen diese bausteinartig auf ihre Situation anpassen.“ Ausdrücklich plädiert die Fachfrau für gestalterische Lösungen – mit Grün! „Denken Sie an den Regenwald. Dort versickert das Wasser nicht, es verdunstet über die Pflanzen.“ Angenehmer Nebeneffekt: eine Kühlung in heißen Zeiten.

Wassermanagement: Gemeinsam alles Mögliche tun!

Kommentar

Der in den meisten Brandenburger Regionen so überaus regenreiche Monat Juli hat den sprichwörtlichen „Finger in die Wunde“ gelegt. Denn so manche Kläranlage ächzte unter der teils erheblichen Niederschlagslast. Das Problem: Die meisten Kommunen verfügen über ein Netz sogenannter Mischkanäle. Das heißt, Schmutz- und Regenwasser fließen gemeinsam gen Aufbereitung. Insofern lässt sich ein Teil von Petrus’ Gaben auf den Kläranlagen kaum vermeiden. Aber das muss nicht so bleiben! Zunehmend bauen Entsorgungsunternehmen an besonders sensiblen Stellen sogenannte Aquastop-Systeme in Gullys ein, um das Einfließen von Regenwasser automatisiert zu verhindern. Außerdem können, nein müssen, alle Grundstücksbesitzer ebenso das Ihrige tun, um Niederschläge vom Entsorgungssystem fernzuhalten: das Abfließen von Regen auf öffentliche Straßen und Wege konsequent unterbinden. Dies sehen die Satzungen der Abwasserbetriebe übrigens auch grundsätzlich so vor. Aber Theorie und Praxis … Regen muss versickern können! Die Natur braucht ihn „oberirdisch“ genauso wie die Grundwasserleiter im Untergrund. Zisternen, Regentonnen, wasserdurchlässige Bepflasterung und das Grundstück begrenzende Kantensteine sind ein unverzichtbares Erfordernis. Beim Regen-Management sitzen wir alle im selben Boot – mit gemeinsamem existentiellen Interesse!

Dipl.-Ing. Gerd Weber,
Geschäftsführer FWA Frankfurter Wasser- und Abwassergesellschaft mbH

Foto: Bernd Geller

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Walk on the Seaside

 



Wasserbauwerke

Walk on the Seaside

Wo die Ostsee oder andere Gewässer zum Ufer hin flach auslaufen, fehlt den Schiffen die Wassertiefe zum Anlegen. Die Seebrücken an Ost- und Nordsee, die dafür gebaut wurden, dienten aber vor allem Ausflugsdampfern und zum Flanieren der Kurgäste – der Badetourismus entstand gerade erst.

  • Die brandneue Seebrücke in
    Prerow auf dem Darß ist mit 720 Metern die längste in der Ostsee. Sie beherbergt auch eine Seenotrettungsstation und einen
    Nothafen.
    Foto: @georghundt
  • Die Grundschüler der Ostseeschule in Boltenhagen machen vor den Sommerferien gern einen Badetag neben der Seebrücke. Hier haben sie sich so hingelegt, dass aus der Luft
    „1×1 ABC“ zu lesen ist.
    Foto: @georghundt
  • Tauchgondeln gibt es an den Seebrücken in Zinnowitz (Foto), Zingst, Sellin und Grömitz. Sie versinken vier Meter unter der Wasseroberfläche und versprechen interessante Einblicke in die Unterwasserwelt.
    Foto: @georghundt
  • Die Brücke in Sellin auf Rügen wurde zweimal komplett zerstört (Eisgang 1942, Brand 1978) und 1998 originalgetreu wieder aufgebaut.
    Foto: @georghundt
  • Fotowände am Strand von der Seebrücke Zingst aus. Im Ort findet mit „Horizonte Zingst“ ein Umweltfotofestival statt.
    Foto: @georghundt
  • Abendstimmung in Rerik am Salzhaff. Diese Seebrücke ist bereits abgerissen worden und wird bald ersetzt.
    Foto: @georghundt

Die erste, noch erhaltene Seebrücke Deutschlands ist die in Ahlbeck auf Usedom. Der Holzbau mit dem berühmten Restaurantaufbau der frühen Bäderarchitektur wurde um 1900 errichtet – allerdings nicht für die Fischer. Die mussten ihre Boote immer noch an den Strand ziehen, wie auch heute noch.

Viele Brücken wurden in der DDR-Zeit dem Verfall überlassen oder wegen Sicherheitsbedenken abgerissen. Nach der Wende 1990 wurden fast alle Brücken neu gebaut oder aufwendig saniert.

Mittlerweile verteilen sich entlang der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns 19 öffentliche Seebrücken. In den 35 Jahren nach dem Mauerfall entwickelten viele Küstenorte und ihre Seebrücken eigene touristische Ausrichtungen.

Erinnert sei nur an die Sendebühne des ZDF zur Fußballeuropameisterschaft 2012 in Heringsdorf. Mit großformatigen Ausstellungen im Ort und im Strandsand neben der Seebrücke punktet Zingst als Naturfoto-Hotspot. In Heringsdorf wurden 1995 Restaurants und Geschäfte erstmals über das Wasser und entlang der Brücke gebaut (in Ahlbeck und Sellin noch über dem Strand). Koserow zeigte mit dem Seebrückenneubau, dass es nicht immer schnurgerade Stege sein müssen: Der Usedomer Badeort präsentierte 2020 einen Bau mit aneinandergereihten Bögen und einer Veranstaltungsfläche – 280 Meter ins Meer hinein. Und auch die Orte mit eher unspektakulären Seebrücken haben ihre Traditionen.

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Gemeinsam viel erreichen

 



Wer sich für den Klimaschutz engagiert, motiviert auch andere

Gemeinsam viel erreichen

Starkregen, Trockenheit und Hitze sind spürbare Auswirkungen des Klimawandels. Politiker und Wissenschaftler suchen nach Wegen, den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Doch auch wir, jeder Einzelne, kann sich verantwortlich fühlen, etwas gegen den Klimawandel zu tun, kann sich körperlich auf veränderte klimatische Bedingungen einstellen – ohne Lebensqualität einzubüßen. Die WASSERZEITUNG hat dazu einige Ideen gesammelt und bei einer Sozialpsychologin nachgefragt.

„Etwas für die Umwelt zu tun, muss nicht Verzicht bedeuten“

Ronja Gerdes ist wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin am Institut für Psychologie der Uni Magdeburg.

Es trifft viele Menschen immer wieder – direkt an ihrem Lebensort oder indirekt vor dem Fernseher: Durch Hochwasser werden Gebiete überschwemmt, Infrastrukturen und Häuser zerstört. Die Landwirtschaft sorgt sich um die Trockenheit auf den Feldern, benötigt mehr Wasser. Und vielen von uns macht die Hitze des Sommers zu schaffen, die hohen Temperaturen, die lähmend sein können. Der Klimawandel klopft an allen Türen und wir sollten ins Handeln kommen, unsere Lebensgewohnheiten überdenken. Gut, wenn jeder Verantwortung übernimmt und auch gut, wenn jeder auf seinen Körper und seine Gesundheit achtet, denn so lassen sich Hitzeperioden besser aushalten. Es sind mal wieder über 30 Grad? Mediziner warnen dann vor sportlicher Betätigung. Jetzt heißt es: sich in kühlen Räumen aufhalten, viel trinken und auch mal Beine hoch. Experten empfehlen zum Beispiel Apfelsaftschorle mit einer Prise Salz. Denn das Salz erleichtert dem Körper, das Wasser zu speichern. Ein sorgsamer Umgang mit der Umwelt und mit uns selbst – so können wir dem Klimawandel begegnen.

Kleine Dinge, die viel verändern …

  • Besser geht’s mit Regenwasser. Zum Gießen kein wertvolles Trinkwasser verschwenden.

  • Mit Genuss: Gemüse und Kräuter selbst anbauen oder auf regionale Produkte setzen.

  • Tierische Produkte wie Fleisch oder Milchprodukte verursachen erheblich mehr Emissionen als pflanzliche Lebensmittel.

  • Per Zug in den Urlaub, klimaneutrale Reiseziele oder wandern statt Flug- oder Schiffsreise.

  • Runterkühlen mit Bäumen und Pflanzen: Auch Fassadengrün gilt als natürliche Klimaanlage.

  • Mit dem Rad zur Arbeit: Das spart nicht nur Geld, sondern auch CO2 und hält körperlich fit.
Was bedeutet der Begriff Klimasorge?

Manche Menschen sind besorgter, wenn es um den Klimawandel geht, als andere. Sie machen sich Gedanken um die Zukunft und wie unsere Gesellschaft mit Naturkatastrophen und Flüchtlingsbewegungen umgehen wird. Sie fragen sich, ob gesamtgesellschaftlich noch genug getan werden kann, um den Klimawandel abzumildern. Diese Sorge muss nicht lähmend sein. Je wichtiger einer Person der Umweltschutz ist, umso wahrscheinlicher ist auch, dass sie tatsächlich versucht, durch ihr Handeln etwas zu bewirken.

Warum fällt es uns so schwer Gewohnheiten zu ändern?

Nur wenn mir persönlich Umweltschutz sehr wichtig ist, werde ich die Energie aufwenden, meinen Alltag so zu gestalten, dass klimafreundliches Verhalten zur Gewohnheit wird.

Es ist wichtig, die Motivation in sich selbst zu finden, um eine Sache anzugehen. Ein Beispiel: Ich werde nur dann die Heizung herunterdrehen, wenn es mir wichtig genug ist. Hilfreich sind Strukturen zu schaffen, die es vereinfachen, dass Verhalten zur Gewohnheit wird: zum Beispiel mit einem Zettel an der Wohnungstür, der mich an den Handgriff erinnert, oder einem Heizungsregler, der die Temperatur automatisch steuert. Je öfter man das Verhalten dann ausführt, desto leichter wird es einem fallen.

Steht Klimaschutz im Zusammenhang mit der Sorge um den Verlust von Lebensqualität?

Die größten Hindernisse sind wohl eher die Strukturen in unserer Umgebung – zum Beispiel, dass wir in ländlichen Gegenden keine oder kaum Alternativen zum fossi­len Individualverkehr haben. Und: Viele Menschen haben wichtigere Ziele im Alltag als den Klimaschutz. Ansonsten muss es nicht Verzicht bedeuten, etwas für die Umwelt zu tun. Sich politisch zu engagieren oder Fahrrad zu fahren. Sich bewusst zu ernähren, kann auch mit neuen Erlebnissen, gesteigerter Gesundheit und Genuss einhergehen.

Welche Rolle spielen soziale Interaktionen?

Mit „Strukturen“ meine ich nicht nur die Infrastruktur, wie gut Radwege ausgebaut sind oder wie oft ein Bus fährt. Die soziale Struktur spielt auch eine wichtige Rolle im Leben aller Menschen. Wenn wir erleben, dass Menschen in unserer Umgebung sich klimafreundlich verhalten, haben wir möglicherweise mehr Lust oder mehr Ideen, was wir selbst tun können. Und vielleicht sehen wir bei Mitmenschen, dass manche Dinge viel einfacher sind, als wir erwartet haben.

Stellen Sie unterschiedliche Sichtweisen und Motivation zwischen den Generationen fest?

Aus meiner Sicht werden Faktoren wie Alter, Geschlecht oder Einkommen beim Klimaschutzverhalten eher überschätzt. Die Neigung, bewusst und ressourcenschonend zu leben, findet sich in allen Altersgruppen.

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Paddeln ein großes Freizeitvergnügen

 



Sport und Spaß inmitten herrlichster Natur in MV

Paddeln ein großes Freizeit­vergnügen

Was haben Sude, Warnow, Recknitz, Peene oder die Seen in MV gemeinsam? Sie bieten sich bestens an, sie von der Wasserseite aus zu erkunden. In Vereinen leisten größtenteils ehrenamtliche Trainer wertvolle Nachwuchsarbeit, professionelle Anbieter bieten Kundinnen und Kunden Touren und Ausrüstung fürs Paddeln an. Das Beste ist: Ob als Sport oder Freizeitbeschäftigung, fürs Einsteigen ins kleine Boot gibt es keine Altersgrenzen. Der Spaß am Perspektivwechsel mitten in herrlicher Natur ist garantiert.

Für die jungen Sportler hier auf dem Zierker See in Neustrelitz stehen sicher Kraft, Ausdauer und der Spaß am Training im Vordergrund. Freizeitpaddler in MV lieben die Entschleunigung und den Perspektivwechsel auf die Umgebung.

Fotos (4): SPREE-PR/Galda

Der Landeskanuverband MV ist ein Zusammenschluss von Sportvereinen und Einzelmitgliedern, die Kanusport betreiben. Auf dessen Internet-Seite gibt es einen Überblick über Freizeit- und Leistungssport, mit Kontakten, Terminen, Service.  Vorschläge für Routen zum Wasserwandern haben die diversen Kanu-Anbieter im Land ebenso wie die einschlägigen Outdoor-Routen-Anbieter oder z. B. für die Mecklenburgische Seenplatte der dortige Tourismusverband.

„Ich möchte mal probieren, wie man mit einem Boot so fährt. Ich freue mich schon darauf!“, sagt die siebenjährige Greta an diesem Frühsommertag am Zierker See. Beim Wassersportverein Einheit Neustrelitz e. V. ist sie dafür genau richtig. 750 Mitglieder sind in dem 1990 aus einem Verbund von Kanusportlern gegründeten Verein aktiv, der inzwischen zehn Abteilungen hat. Die Wassertruppe besteht aus den Sparten Kanurennsport, -wandern sowie -polo und demnächst auch Stand Up Paddle Board (SUP). Die Mitglieder sind ab fünf und bis über 70 Jahre alt.

Was den Reiz ausmache, fragen wir den 1. Vorsitzenden des WSE Hans Ebeling. „Es ist ein sehr vielseitiges Training. Die Saison auf dem Wasser beginnt Ende April und geht bis in den Herbst hinein. Dann stehen Kraft, Gymnastik, Turnen, Spiele auf dem Programm. Die Sportler werden im Winter geformt“, weiß der 74-Jährige. Er ist in der Stadt geboren, paddelte hier auf hohem Niveau, trainierte später als Sportlehrer den Nachwuchs und bringt sich heute noch aktiv ein.

Die Neustrelitzer Paddler waren schon vor der Wende eine bekannte Größe im Norden und sind es heute noch. Die Ausnahmesportler wechseln häufig ins Neubrandenburger Sportgymnasium. Spätestens zur Herbstregatta sind sie aber wieder hier. Es ist die größte in Norddeutschland – in diesem Jahr vom 12.–14. September. Ausdauer, Disziplin, Organisation, Zielstrebigkeit, Naturverbundenheit, Wetterkenntnisse – all das seien die Nebeneffekte des Trainings, so Hans Ebeling. Klingt hart, zeigt sich hier beim Training der Kindergruppe aber leicht. Hier sind alle zwar allein im Boot, aber doch in der Gemeinschaft.

„Am meisten Spaß habe ich beim Fahren auf dem Wasser“, ruft der aufgeweckte Johann. Mit seinen fünf Jahren zählt er zu den jüngsten im Verein. Schnell hatte er sich die vorgeschriebene Schwimmweste übergezogen und sich mit den richtigen Schritten vorsichtig in sein Boot gesetzt. „Wir haben die in unterschiedlichen Größen, die kleineren liegen stabiler als die Rennkanadier der erfahrenen Sportler“, erklärt Hans Ebeling. Johann lacht: „Ich bin noch nie ins Wasser gefallen.“ Er legt sich sein Paddel richtig in die Hände und fährt Richtung Boje.

Und plötzlich saust ein anderes kleines Boot ins Bild. Darin sitzt Greta, als hätte sie schon jahrelang geübt. Ihr Zopf weht im Wind, die Kleine lächelt. Alles in diesem kleinen Kinderkörper ruft: „Paddeln – das macht Spaß!“

  • Die achtjährige Lisa (l.) hat ihre Freundin Greta zum Training überredet, weil es ihr selbst auch viel Spaß macht.

  • „Am meisten macht mir Spaß, wenn wir auf dem See vorneweg durch die Wellen fahren. Das schaukelt und es ist richtig gut, wenn man es geschafft hat.“
    — Ephram (9)
  • „Ich sollte ein bisschen Sport machen – paddeln gefällt mir richtig gut!“
    — Johann (5)

Gewusst? Der Oberbegriff für die leichten, muskelbewegten Boote lautet Kanu. Darunter fallen  Kanadier, die ihren Ursprung bei den indigenen Völkern Amerikas haben und per Stechpaddel geführt werden. Das Kajak hingegen stammt von den Inuit Nordamerikas und Grönlands, die ihr Jagdgerät mit einem Doppelpaddel fortbewegten. Beide Boote eint, dass man – im Gegensatz zum Rudern – in Fahrtrichtung schaut.
Der Landeskanuverband MV ist ein Zusammenschluss von Sportvereinen und Einzelmitgliedern, die Kanusport betreiben. Auf dessen Internet-Seite gibt es einen Überblick über Freizeit- und Leistungssport, mit Kontakten, Terminen, Service.  Vorschläge für Routen zum Wasserwandern haben die diversen Kanu-Anbieter im Land ebenso wie die einschlägigen Outdoor-Routen-Anbieter oder z. B. für die Mecklenburgische Seenplatte der dortige Tourismusverband.

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Praktikable, unbürokratische Vorgaben gewünscht

 



Alles klar mit KARL? 2027 tritt die Kommunalabwasserrichtlinie in Kraft

Praktikable, unbürokratische Vorgaben gewünscht

Auch für die Abwasserentsorger in Mecklenburg-Vorpommern läuft die Zeit: Bis Mitte 2027 muss die neu gefasste Kommunalabwasserrichtline (KARL) der Europäischen Union – seit Anfang 2025 in Kraft – in nationales Recht umgesetzt werden. Schon heute üben sich die kommunalen Unternehmen der Branche alles andere als in stiller Geduld, wie unser Besuch in Bad Doberan verdeutlicht.

Frank Lehmann an der Kläranlage Bad Doberan, für die eine vierte Reinigungsstufe noch nicht vorgesehen ist.

Foto: SPREE-PR/Galda

Einerseits, so Frank Lehmann, Vorsitzender der KOWA MV, sei die KARL ein Meilenstein für den Gewässerschutz. Andererseits bedeutet sie auch einige Hausaufgaben. Es müssten zügig verbindliche Vorgaben für die dritte und die neue vierte Reinigungsstufe her und, bitte!, eine bürokratiearme Umsetzung der zu erwartenden Berichtspflichten.

Die kommunale Abwasserwirtschaft trägt mit ihrer Arbeit einen wesentlichen Teil zum Gewässerschutz bei. Allerdings gebe es noch viele andere Akteure. „Diese sind ebenfalls gefordert!“, sagt der Wasserfachmann und unterstreicht damit, dass es sich um eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe handelt.

Zunächst „die Großen“

Insbesondere das Augenmerk auf die noch bessere Beseitigung von Stickstoff und Phosphor (3. Reinigungsstufe) sowie – für die meisten komplett neu! – Spurenstoffe, Arzneimittelreste und Mikroplastik (4. Stufe) aus dem Abwasser, wird die kommunalen Unternehmen herausfordern. Für die technische und bauliche Umsetzung gebe es einen konkreten Zeitplan. „Die neue Viertbehandlung wird es zwar auch für die meisten kleineren Anlagen bis 150.000 Einwohnergleichwerte geben, aber erst später als für die Großen avisiert.“ Schon heute gelten in Deutschland für den Ablauf von Kläranlagen im Vergleich mit anderen europäischen Ländern deutlich höhere Anforderungen, die zudem permanent überwacht werden. Frank Lehmann verdeutlicht: „In Deutschland müssen die Grenzwerte im Kläranlagenablauf in einer qualifizierten Stichprobe eingehalten werden – zu jedem Zeitpunkt des Tages! Anderswo genügt eine 24-Stunden-Mischprobe, also ein Mittelwert.“

Praktikable Lösungen gefragt

Mit der Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie rücken die Kläranlagen nun der wachsenden unsichtbaren Fracht zu Leibe, die unvermeidbar ist. Denn Arzneimittel werden vom Körper nicht komplett absorbiert, viele Kosmetikartikel wie Cremes und Schminke enthalten Mikroplastik – all das landet im Abwasser. „80 Prozent der Investitionskosten für die sogenannte vierte Reinigungsstufe und auch 80 Prozent der späteren Betriebskosten sollen von den Herstellern von Arznei- und Kosmetikprodukten getragen werden“, beschreibt Frank Lehmann das in der KARL verankerte Verursacherprinzip (Herstellerverantwortung). Er ist sehr gespannt auf – so der Wunsch! – eine praktikable Lösung, wie die Kläranlagen-Betreiber ihre finanziellen Ansprüche zeitnah und ohne überbordende Bürokratie geltend machen können. Am Ende des Tages gehe es für die kommunalen Verbände in MV um sehr viel Geld!

Freiwillige Leistungen

Unabhängig von der KARL sind die Abwasserbeseitigungspflichtigen in den letzten Jahren nicht untätig geblieben. Bereits im August 2018 haben Minister Dr. Till Backhaus und die Vorsitzenden der BDEW-Wasserwirtschaft MV und KOWA MV die gemeinsame Erklärung zur Verminderung der Phosphoreinträge aus öffentlichen Kläranlagen der Größenklassen 1 bis 3 (also einer Größe bis 10.000 Einwohnergleichwerte) in die Gewässer Mecklenburg-Vorpommerns unterzeichnet. Infolge dessen wurden bei einer Vielzahl von Kläranlagen freiwillig Anlagen zur Phosphorelimination nachgerüstet, bestehende Anlagen optimiert sowie Kläranlagen stillgelegt und das Abwasser zu Kläranlagen mit Phosphorelimination übergeleitet.

Causa Klärschlamm

Während die kommunale Abwasserwirtschaft die Detailvorgaben für KARL erwartet, um mit konformen Lösungen vor Ort loszulegen, gibt es noch eine weitere „Baustelle“: den Klärschlamm. Die verpflichtenden Vorgaben der Klärschlammverordnung von 2017 seien von einzelnen Verbänden kaum alleine lösbar. Manche haben die Entsorgung für sich allein ausgeschrieben und somit Sicherheit für einige Zeit. In Stavenhagen gibt es bereits eine Verbrennungsanlage, die einige Schlämme aufnehmen kann. Andere haben sich zur Klärschlammkooperation MV zusammengeschlossen, um die thermische Verwertung gemeinsam zu lösen. Die größte Herausforderung in diesem Bereich ist die Verpflichtung, das im Klärschlamm enthaltene Phosphor wieder verfügbar zu machen.

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Einst klapperte die Mühle an der rauschenden Wipper

 



Wasser- und Abwasserzweckverband „Bode-Wipper“ – der Verband zwischen „Bode“ und „Wipper“

Einst klapperte die Mühle an der rauschenden Wipper

Das Verbandsgebiet des WAZV „Bode-Wipper“, so verrät der Name, ist geprägt durch seine Flüsse: Bode und Wipper. In einer zweiteiligen Serie geht die WASSERZEITUNG den beiden historischen Wasserwegen auf den Grund. Teil 2: Die Wipper.

Die Wipper schien sich in der Vergangenheit besonders gut für Mühlen geeignet zu haben, sodass dort noch heute 14 Mühlen oder ihre Spuren gezählt werden können. Ein besonderes Gebäude bildet die im Jahr 1462 erstmals urkundlich erwähnte „Untere Mühle“ von Güsten, die 1789 neu errichtet wurde und bis heute in ihren technischen Besonderheiten erhalten ist. Das soll auch so bleiben. Denn: Ron Brommundt hat sich im Jahr 2018 einen Wohntraum erfüllt und die Mühle gekauft. „Das war eine Ruine“, erinnert sich der 62-Jährige. Nicht ein einziges Dach sei dicht gewesen. Rund ein Jahr lang wohnten er und seine Lebenspartnerin Sylke Sacher in einem Wohnwagen neben dem Gebäude, bevor die Wohnräume bewohnbar waren. „Wir sind an Heiligabend eingezogen“, erinnert sich Brommundt.

Das Wasserrad der Unteren Mühle in Güsten ist in seiner Grundstruktur erhalten und soll nach den Originalzeichnungen neu gebaut werden.

Foto: SPREE-PR/Schlager

Karte: SPREE-PR

Mühlrad für die Mühle

Die technische Anlage der Mühle erstreckt sich im Nebengebäude des Hofes über beeindruckende vier Etagen. Die riesigen Maschinen und Trichter sind noch vorhanden. Als vor einigen Jahren nebenan eine Fischtreppe gebaut wurde, wurde das im Erdreich versunkene Mühlrad freigelegt. „Die Erdmassen, die bewegt wurden, hätte ich nicht allein geschafft“, ist Brommundt überzeugt. In diesem Jahr hat er die „Mühlenfreunde Güsten“ mit zwölf Gründungsmitgliedern ins Leben gerufen. Schließlich seien Wiederaufbau und Instandhaltung des Bauwerkes allein nicht machbar. Ein Projekt: Das Mühlrad mit 4,60 Meter Durchmesser nach der alten technischen Zeichnung des Schweizer Konstrukteurs Zuppinger neu zu bauen und die Mühlsteine – wenn auch nur zu Schauzwecken – in Bewegung zu setzen. „Eine Wassermühle ohne Wasserrad ist wie ein Segelschiff ohne Segel“, findet Brommundt.

In der Mühle von Ron Brommundt sind alle alten Maschinen vorhanden.
Foto: SPREE-PR/Schlager

Begehbar machen

Derzeit liegt das Hauptaugenmerk darin, die Räume mit Strom zu versorgen und die Treppen und Böden so sicher zu machen, dass Begehungen, etwa am „Tag des offenen Denkmals“, möglich sind. Brommundt selbst hat in den vergangenen Jahren schon viel geleistet. Auch wenn jahrelanger Verfall die Mühle geprägt hat, sei es dem letzten Müller zu verdanken, dass die Substanz gut erhalten und frei von Styropor und Bauschaum sei.

Brommundt und Sacher betreiben einen Hofladen, in dem sie über ihre eigene Imkerei und Brennerei Produkte, wie Honig, Honigbrände oder Kerzen sowie Lein- und Walnussöle, die sie in einer Ölmühle pressen, verkaufen. Zum Hof gehören Schafe, Hühner, eine Weidenplantage sowie eine Streuobstwiese und Bienenvölker. Auch ein Puppenstubenmuseum wurde integriert. Brommundt hatte anfangs die Hoffnung, allein vom Hof seinen Lebensunterhalt bestreiten zu können.

„Davon kann man nicht leben“, sagt er heute. Deshalb verdient Brommundt sein Geld beim Landesverwaltungsamt in Halle (Saale) als Sachbearbeiter.
Weitere Infos zum Hof gibt es unter ­www.ruschemuehle.de.

Der Webseitenname erinnert an die ehemalige Besitzerfamilie Rusche. Der Hofladen hat freitags von 14 bis 17 Uhr geöffnet.

Ron Brommundt (r.) und seine Partnerin Sylke Sacher haben sich mit der Mühle einen Wohntraum erfüllt.
Foto: SPREE-PR/Schlager

  • Wie sie hüpft und springt – Die Wipper (Saale) fließt temperamentvoll von Hayn nach Bernburg

    Der Name „Wipper“ ist ein beliebter unter Flüssen. In Deutschland gibt es ihn in verschiedenen Varianten 15-mal. Um sicherzugehen, muss das Flüsschen des WAZV „Bode-Wipper“ mit seinem Zielfluss  „Saale“ als „Wipper (Saale)“ genauer definiert werden. Der Name verweist auf die temperamentvolle Kraft des Flüsschens, da dessen Bedeutung je nach Interpretation schwingend, singend, springend oder hüpfend ist. Die Wipper, die um 1170 noch „Wyppera“ genannt wurde, hat ihren Ursprung im Landkreis Mansfeld-Südharz am Fuße des Großen Auerbergs nahe der Ortschaft Hayn. Innerhalb ihres 85 Kilometer langen Verlaufes durchkreuzt sie das Mansfelder Land und mündet im Salzlandkreis bei Bernburg, wie auch die Bode, in die Saale. Im Verlauf wird der Fluss unter anderem an der Wippertalsperre seit den 1950er Jahren gestaut, und speißt zwischen Biesenrode und Vattenrode den Vattenröder Teich. Das Wippertal zwischen Talsperre und Vattenrode zählt zu den schönsten Tälern im Ostharz durch seine Hochflächen und engen Tälern mit eigenartig geformten Klippen. Neben ausgebauten und begradigten Fließstrecken und Wehren, wurde die Wipper auch streckenweise bereits wieder renaturiert.
  • Schon gewusst?

    Der WAZV „Bode-Wipper“ hat einen thüringischen Namens­zwilling, was schon öfter zu Postverwechslungen ­zwischen den Verbänden geführt hat. Auch in ­Bleicherode heißen zwei Flüsse Bode und Wipper – sind aber nicht ­dieselben.
  • Ausflugstipp

    Foto: Wipperliese

    Mit der Wipperliese durchs Tal: ­Historische Bahnfahrten von Wippra nach Klostermansfeld.

    Weitere Infos

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Sommerzeit ist Ausflugszeit

 



Entdecken und Vorbeischauen

Sommerzeit ist Ausflugszeit

Blauer Himmel, grüne Wiesen und in der Nähe klares Wasser – am liebsten das der Bode oder der Wipper. Wir haben uns nach Ausflugszielen umgeschaut, auf ­deren ­Wegen sich die Natur wunderbar genießen lässt und die Pause kulinarisch lohnenswert ist. Willkommen zu unserer kleinen Heimatreise im Salzlandkreis.

Karte: SPREE-PR

  • Schloss Hohenerxleben

    Foto: Schloss Hohenerxleben

    Nur 50 Meter bis zur Bode und auf einem Kalkfelsen erbaut: Das Schloss Hohenerx­leben ist ein hübsches Kleinod. Wir gehen schlendernd über das gepflegte Anwesen, durch den idyllischen Park mit dem Rosengarten – halten die Nasen vorsichtig in die Rosenblüten – und dann: willkommen zur Einkehr in das Schloss-Restaurant und Café „Die gute Stube“. Als Teil des historischen Schlossensembles empfängt das Restaurant seine Gäste mit einem stilvollen Ambiente. Das Küchenteam legt Wert auf frische und regionale Zutaten. Als „gehobene deutsche Küche“ bezeichnet der Geschäftsführer Heinrich D. Funke sein Angebot. Und hier geht’s nicht nur kulinarisch zu. Das Schloss lädt regelmäßig zu Kulturveranstaltungen ein, ist außerdem ein Hotel, kann als Tagungsort gebucht werden. Und es hat ein Standesamt. Wer traut sich?

    Schloss Hohenerxleben
    Friedensallee 27
    39443 Staßfurt, OT Hohenerxleben
    Restaurant | Tel: 03925 989066

    Öffnungszeiten
    Montag: Ruhetag
    Di.: 17.00 – 22.00 Uhr
    (Warme Küche bis 20.00 Uhr)
    Mi. bis Sa.: 12.00 – 22.00 Uhr
    (Warme Küche bis 20.00 Uhr)
    So. und Feiertage: 12.00 – 20.00 Uhr
    (Warme Küche bis 19.00 Uhr)

    www.schloss-hohenerxleben.de

  • Hofcafé bei Bauer Hauser

    Foto: Bauer Hauser

    Familiär, freundlich und mit Bauernhofatmosphäre: Wer im Hofcafé bei Bauer Hauser in Atzendorf einkehrt, lässt sich in einem gemütlichen Café nieder, genießt leckere Kuchen, Torten, Eis und Kaffee. Dort ist auch der perfekte Platz für die Lust auf eine deftige Kartoffelsuppe um die Mittagszeit. Bei Bauer Hauser gibt’s täglich wechselnde Hausmannkost, bei der oftmals eigengeerntete Kartoffeln im Mittelpunkt stehen. Und wer schon morgens auf Ausflugstour ist, kann dort ab 10 Uhr ein leckeres Frühstück mit regionalen Produkten genießen (bitte vorbestellen). Mit dem Verkauf regionaler Produkte, wie Kartoffeln, Eier, Honig und Obst, findet dort auch jeder Besucher etwas Gesundes zum Mitnehmen.

    Hofcafé bei Bauer Hauser
    Landwirtschaftsbetrieb
    Sebastian Hauser, Hauptstraße 12,
    39443 Staßfurt, OT Atzendorf
    Tel.: 03926 6949781 x

    Öffnungszeiten, ganzjährig:
    Di. bis Fr.: 10 – 18 Uhr
    Samstag: 9 – 15 Uhr

    www.bauerhauser.de

  • Tourismuszentrum Löderburger See

    Foto: Tourismuszentrum Löderburger See

    Sektfrühstück im Strandkorb (bitte reservieren), Baden im See, Mittagssnack und dabei die Füße im Wasser, Tretboot fahren und zum Abendessen was Feines. „Bei uns gibt’s etwas für jeden Geschmack“, ­verspricht Michael Schnock, Geschäftsführer des Tourismuszentrums Löderburger See. Das Restaurant ist dabei nur eine der vielen Attraktionen. Es punktet mit einem herrlichen Blick auf den See – von der Terrasse oder aus dem Gastraum. Maritimes Ambiente und gute deutsche Küche sowie Kuchen, Torten und feine ­Eispezialitäten laden zum Schlemmen ein. Urlaubsstimmung lässt nicht lange auf sich warten. Und wer möchte, übernachtet auf dem Campingplatz oder in einer der Ferienwohnungen. Immer mit dem See im Blick – der übrigens auch im Sommer beste Wasserqualität hat: mit Sichttiefen bis zu zehn Metern.

    Restaurant im Tourismuszentrum
    Löderburger See
    Am Löderburger See 3–4,
    39444 Hecklingen
    Tel: 039265 52414

    Öffnungszeiten des Restaurants:
    Täglich: ab 11 Uhr warme Küche

    www.am-loederburger-see.de

  • Cakeprincess Pastry

    Foto: Cakeprincess Pastry

    Weil Kuchen auch Kunst sein darf: Laura Habener, Konditormeisterin, teilt in ihrem Café „Cakeprincess Pastry“ in Tar­thun ihre Liebe zur französischen Patisserie. Seit der Eröffnung im April gibt’s dort Törtchen und Kuchen, die eigentlich zum Essen zu schade sind: Zauberhaft und mit viel Liebe dekoriert, aus feinsten Zutaten und köstlich umgesetzt. Was das Besondere an französischer Patisserie ist, fragten wir die ambitionierte Konditormeisterin. „Jedes Törtchen ist wie ein Einzelstück und eine Torte an sich: Aus edlen und hochwertigen Zutaten gefertigt. Mit viel handwerklichem Geschick und Präzision. Und mit einem Extra-Augenmerk auf der Präsentation: Ich liebe diese feinen Glasuren und die schönen Dekorationen. So wird aus jedem Gebäck ein kleines Kunstwerk. Und das möchte ich hier auch so anbieten. Es gibt im Umkreis nichts Vergleichbares.“ Liebevoll ist auch ihr Café eingerichtet. Mit Wänden und Dekorationen in zartem Altrosa, gemütlichen Sesseln und einer sonnigen Terrasse. Und sie empfiehlt: „Wer am Wochenende kommen möchte, bitte reservieren.“ Übrigens: Laura Habener fertigt Torten auch als Auftragsarbeiten.

    Cakeprincess Pastry
    Unseburger Straße 1, 39435 Tarthun
    Tel.: 01765 7891249

    Öffnungszeiten:
    Mi. bis Fr.: 13 – 16 Uhr
    Sa. bis So.: 13 – 16.30 Uhr

    Cakeprincess_pastry

  • „Weißer Schwan“

    Foto: Weißer Schwan

    Ein Lokal mit einer langen Historie und jungen Betreibern. Seit über 100 Jahren gibt es den „Weißen Schwan“ in Egeln. Und was das Köche-Ehepaar Anja und Christian Bischoff hier seit 2008 auf die Beine gestellt haben, erinnert nicht an die etwas makabren Pferdefleischgeschichten aus alter Zeit, die dem Lokal anhaften. In gemütlich-stylischem Ambiente wird moderne deutsche Küche serviert. „Was uns ausmacht? Wir haben die beste Küche Sachsen-Anhalts“, sagt Christian Bischoff lachend – und nicht ohne Stolz. Die Gästebewertungen sprechen genau diese Sprache. Deshalb ist es, insbesondere an Wochenenden, empfehlenswert, Plätze zu reservieren. Und wer von der angenehmen Atmosphäre nicht genug bekommen kann, übernachtet einfach dort. Der „Weiße Schwan“ ist auch ein Hotel.

    Weißer Schwan
    Breiteweg 71, 39435 Egeln
    Tel.: 039268 397570

    Öffnungszeiten:
    Mo. bis Mi.: 18 – 21 Uhr, Do. Ruhetag
    Fr. bis Sa.: 18 – 21 Uhr, So.: 11.30 – 14 Uhr

    www.weisser-schwan-egeln.de

  • Weitere Tipps

    Klubhaus-Westeregeln
    Goethepark 7, 39448 Börde-Hakel
    Feine deutsche Küche in klassischer ­Atmosphäre. Schöne Terrasse.
    Tel.: 03926 8209976

    www.klubhaus-westeregeln.eu

    Café am Wasserturm
    Athenslebener Weg 1a, 39418 Staßfurt
    Bekannte Lokalität.
    Tel.: 03925 3799937

    www.cafe-wasserturm-stassfurt.de

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„Vielfältiges Ökosystem auf kleinstem Raum“

 



Die Salzwiesen in Hecklingen bieten vielen Arten auf wenig Fläche ein Zuhause

„Vielfältiges Ökosystem auf kleinstem Raum“

Auf den ersten Blick sieht alles ganz unscheinbar aus: Zwischen saftig grünen Büschen weiden friedlich ein paar Pferde. Idyllisch, aber irgendwie nichts Besonderes. Weit gefehlt!

„Bei uns in Hecklingen haben wir eine der vielfältigsten und bestuntersuchten Salzwiesen Deutschlands“, verrät Naturschützer Dietmar Spitzenberg, der sich hier schon seit Jahrzehnten ehrenamtlich engagiert. Die Fläche, seit 2011 im Besitz der ­NABU-Stiftung, steht bereits seit 1926 unter Schutz und gehört damit zu den allerersten Naturschutzgebieten Deutschlands.

Im Zentrum der Salzwiese ist alles kahl, weil der Salzgehalt des Bodens zu hoch ist. Je geringer der Salzgehalt, desto größer wird die Pflanzenvielfalt.
Foto: Dietmar Spitzenberg

Salz als Lebenselixier

Bei Hecklingen, rund vier Kilometer westlich von Staßfurt, tritt aufgrund einer unterirdischen geologischen Störung Salzwasser an die Oberfläche. „Es handelt sich um ein natürliches Phänomen, das mit dem traditionellen Salz- und Kali­abbau in der Region Staßfurt nichts zu tun hat“, erläutert Spitzenberg. An manchen Stellen ist die Salzkonzentration so stark, dass dort keine Pflanzen wachsen können. „Die Ausblühungen an der Oberfläche locken Vögel wie Sperlinge oder Stare, aber auch andere Tierarten an, die hier ihren Salzbedarf decken“, sagt der Experte.

Schon in geringer Entfernung nimmt der Salzgehalt des Bodens ab, ist aber dennoch höher als sonst üblich. Hier haben sich seltene Pflanzen angesiedelt, denen das nichts ausmacht oder die das Salz sogar brauchen. Jede Art hat hier ihren Lieblingsplatz, je nach individueller Salztoleranz. „So hat sich mitten im Binnenland eine spezielle und sehr seltene Flora und Fauna entwickelt, wie man sie sonst nur in Küstennähe findet“, sagt der 71-Jährige. In der Salzstelle Hecklingen leben mehr als 250 Pflanzen­arten, darunter über 30 der raren Salzpflanzen, fast 800 Insektenarten, 110 Spinnenarten sowie zahlreiche Vögel und Kleintiere, die hier Nahrung finden.

17 Koniks, verwandt mit Wildpferden, ­erhalten durch Beweidung Lebensräume auf den ­Salzwiesen.
Foto: Primigenius gGmbH/Theresa Petzold

Pferde als Beschützer

Dass dieses empfindliche Ökosystem erhalten bleibt, dafür sorgen 17 Konik-Pferde, die hier seit 2023 ein neues Zuhause gefunden haben. „Ohne kontrollierte Beweidung würden viele der zarten Salzpflanzen von Gräsern und Schilf überwuchert und hätten keine Überlebenschancen“, erläutert Christiane Hönicke, die für das Wohlergehen der Tiere verantwortlich ist.

Doch wäre es nicht viel umweltgerechter, die Salzstelle sich selbst und damit der Natur ihren Lauf zu lassen? „Nein, es ist genau umgekehrt, die kontrollierte Beweidung stellt den ursprünglichen Zustand wieder her“, sagt die 38-jährige Biologin. Vor langer Zeit haben wilde Weidetiere wie Wisente oder Wildpferde solche Flächen frei gehalten, später grasten hier immer mal wieder Nutztiere wie Rinder oder Schafe. Heute übernehmen die ursprünglich aus Polen stammenden Koniks diesen Job, eine besonders robuste Rasse, die relativ nah mit dem Wildpferd verwandt ist.

Bunte Vielfalt

Die Vierbeiner arbeiten aber nicht wie eine Art tierischer Rasenmäher, bei dem der gesamte Bewuchs gleichermaßen gestutzt wird.  „Wie wir Menschen sind sie beim Essen wählerisch und fressen nicht alle Pflanzen gleich intensiv ab“, erläutert Hönicke. Dadurch entstehen auf der Wiese spezifisch zusammengesetzte Pflanzengruppen in verschiedenen Höhen, die jeweils eigene Mini-Lebensräume bilden. „Selbst da, wo unsere Pferde einige Stellen kahl fressen, sorgen sie mit ihren Hufen dafür, dass Samen in die Erde eingetreten werden und neues Leben entsteht.“

Sogar der Dung der tierischen Mitarbeiter ist wichtig für das Gesamtsystem, denn er ist Nahrungsquelle für rund 200 verschiedene Tiergruppen.

Die friedlichen Pferde stillen nicht nur ihren Hunger, sondern schaffen dabei Lebensraum für eine Vielzahl einzigartiger Pflanzen und Tiere, die dieses 35,5 Hektar große Schutzgebiet so besonders und wertvoll machen. „Die Salzstelle Hecklingen ist ein hochkomplexes Ökosystem auf kleinstem Raum“, sagt Christiane Hönicke. „Mit seinen vielen seltenen Pflanzen und Tieren leistet es einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der zunehmend bedrohten Artenvielfalt in der Region und das kommt letztlich uns allen zugute.“

  • Die NABU-Stiftung Nationales Naturerbe

    Foto: PR

    Die NABU-Stiftung Nationales Naturerbe ist eine gemeinnützige, nicht profit­orientierte, bundesweit tätige Stiftung, die in ganz Deutschland gezielt Flächen aufkauft, um die dortige Natur zu erhalten und zu schützen. „Unser Ziel ist eine langfristige, kontinuierliche Arbeit, um die örtlichen Ökosysteme dauerhaft zu bewahren“, sagt Dr. Svenja Sammler, die unter anderem für die Salzstelle Hecklingen zuständig ist. Die Bewirtschaftung der Flächen wird von Pächtern übernommen, im Falle der Salzstelle Hecklingen ist das die Primigenius gGmbH.

  • Die Salzstelle ­Hecklingen erleben

    Foto: Dietmar Spitzenberg

    Die Salzstelle Hecklingen ist seit 1926 ein Naturschutzgebiet. Auf dem 35,5 Hektar großen Gelände selbst gibt es keine Wege, um das ­Gebiet individuell zu erkunden. Es finden aber jedes Jahr im August ­öffentliche Führungen statt (Termine unter www.primigenius.de), die über die Besonderheiten dieses Biotops informieren. Schulklassen, Vereine oder andere Gruppen können auf Anfrage auch individuelle Führungen erhalten. Interessierte wenden sich direkt an Christiane Hönicke, E-Mail: christiane.hoenicke@primigenius.de, Telefon 034979 3058-0.

  • Christiane Hönicke

    Foto: Dorrit Bögel

    Biologin Christiane Hönicke ist als „Tiermanagerin“ für die zehn ­Konik-Stuten und die sieben Wallache auf der Salzstelle Hecklingen verantwortlich. Sie sorgt für eine ordnungsgemäße Haltung und medizinische Versorgung der Tiere. Ihr Arbeitgeber, die gemeinnützige Primigenius gGmbH, wurde vom NABU-Regionalverband Köthen gegründet und hat sich auf die naturnahe Beweidung und die Zucht von Weidetieren spezialisiert.

  • Dietmar Spitzenberg

    Foto: privat

    Dietmar Spitzenberg ist gelernter Werkzeugmacher und engagiert sich seit frühester Jugend für den Naturschutz und ganz besonders für die Salzstelle in seinem ­Heimatort Hecklingen. Noch zu DDR-Zeiten setzte er gemeinsam mit Mitstreitern durch, dass die Salzstelle durch einen Graben vor der Gülle geschützt wurde, die bei Starkregen aus der örtliche Schweinemastanlage austrat. Heute kümmert sich der 71-Jährige zusammen mit seiner Kollegin Veronika Thiemann als ehrenamtlicher Schutzgebietsbetreuer der NABU-Stiftung Nationales Naturerbe tagtäglich darum, dass vor Ort alles in Ordnung ist.

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„Das hat sich bereits rentiert!“

 



Der WAZV blickt auf Umstellung zu Funkwasserzählern

„Das hat sich bereits rentiert!“

Die Umstellung von analog auf Funk ist im Verbandsgebiet fast vollzogen. Nun stellt sich die Frage, ob sich die erwarteten Vorteile eingestellt haben. Der WAZV zieht eine erste Bilanz.


2018 berichtete die WASSERZEITUNG über den gestarteten Austausch der Wasserzähler. Nun ist er fast abgeschlossen.

Foto: SPREE-PR/Archiv

Vor acht Jahren hat der WAZV „Bode-Wipper“ begonnen, Haushalte im Verband mit neuen Ultraschall-Wasserzählern auszustatten und die alten analogen Geräte zum Alteisen zu bringen. Das Ziel damals: Bis Ende 2023 alle rund 15.600 Zähler auszutauschen. Da während der Coronazeit die Wechselungen nicht möglich waren, wurde das Konzept bis Ende 2025 verlängert. „Bis auf einzelne Nachzügler wird das gelingen“, kann Ralf Methner zufrieden berichten. Die deutlichen Vorteile kann der Fachbereichsleiter Technik bereits jetzt verzeichnen.

Ralf Methner zieht zum Austausch der ­Wasserzähler eine positive Bilanz.
Foto: WAZV „Bode-Wipper“

Ablesen im Vorbeifahren

So gestaltet sich die Auslesung als sehr bequem. Mussten zuvor teils aufwändige Termine mit Kunden gemacht oder auf den Rücklauf von Karten per Selbstablesung gewartet werden, fahren Mitarbeiter nun nur noch zwei bis drei Wochen pro Jahr durchs Verbandsgebiet und lesen per Funk die Zahlen im Vorbeifahren ab. Nur selten kommt es, etwa durch eine dicke Mauer, zu Schwierigkeiten, sodass die Mitarbeiter aussteigen und sich auf Signalsuche machen müssen. Somit sind die Ablesekosten von rund 50.000 Euro auf lediglich etwa 8.000 Euro gesunken. „Die etwas teurere Anschaffung der Geräte hat sich damit längst rentiert“, so Methner.

Lange Lebensdauer

Die Lebensdauer der Batterien wird mit 15 Jahren angegeben. Dann sollte spätestens ein Austausch erfolgen. Beim WAZV ist ein Zeitraum von zwölf Jahren angesetzt. „Wir wollen kein Risiko eingehen“, so ­Methner. Selbst dann haben die Funkzähler ihre mechanischen Vorfahren um eine doppelte Lebensdauer überrundet. Ein Zählerwechsel wird eingespart.

Sorge und Begeisterung

Trotz der Vorteile der neuen Geräte, gab es bei Verbrauchern anfangs auch Sorge. „Es gab bei den Kunden einen Aufschrei in ­Bezug auf Datenschutz und Funkstärke“, berichtet Methner aus der Zeit, als der Wechsel angekündigt worden war. „Einige wollten die neuen Geräte nicht. Sie hatten Angst, dass sie gesundheitsschädlich sein könnten.“ Diese Sorge konnte der WAZV aus dem Weg räumen. „Eine Untersuchung hat ergeben, dass die Strahlung geringer ist als bei einem Handy oder Fernseher“, sagt Methner. Andere seien begeistert mitgegangen und haben die Messungen in ihr Smarthome eingebunden. Aber: Wer den Schlüssel zu seinen Daten haben möchte, muss sich persönlich wegen Datenschutz beim Zweckverband mit Personalausweis vorstellen.

Die digitalen Geräte können sehr genau den Verbrauch ablesen. Doch Details ruft der WAZV nicht ab. „Wir wollen nicht wissen, wann und wie lange ein Kunde duscht“, sagt Methner. Meist werde einmal im Jahr – wie zuvor – der Gesamtverbrauch ausgelesen. Lediglich größere Kunden, wie Wohnungsbaugesellschaften, seien an monatlichen Daten interessiert.

Blick in die Zukunft

Trotz des fast vollzogenen Wechsels will sich der WAZV nicht auf dem jetzigen Stand ausruhen, sondern blickt in die Zukunft. Die Technik der Funkwasserzähler entwickelt sich ständig weiter. Das derzeitig verbaute Model wird nicht mehr hergestellt. Die neusten Ausführungen können großflächig ins Rohrnetz horchen und etwa unentdeckte Rohrbrüche orten. Mit dieser Technik hofft der WAZV in Zukunft, wenn der Austausch zur neuen Generation kommt, Wasserverlust, der leider immer wieder vorkommt, stärker zu reduzieren. Bis dahin wird noch sehr viel Wasser durch die Leitungen des Verbandsgebietes fließen und die Technik weitere Fortschritte machen.

Funk versus analog – der Unterschied zwischen den Geräten

Immer mehr Wasserversorger stellen von analogen auf digitale Wasserzähler um. Denn: Die neuen Geräte haben so einige Vorteile. Dies sind die Unterschiede zwischen den verschiedenen Geräten.

Wie der Name vermuten lässt, kann ein Funkwasserzähler per Funk ausgelesen werden. Bei den analogen Vorgängern handelt es sich um rein mechanische Geräte, bei denen sich die Rädchen durch den Durchlauf des Wassers drehen und so den Verbrauch anzeigen. Dieser muss vom Verbraucher oder durch einen Ableser aufgeschrieben und verrechnet werden.

Durch die mechanische Funktionsweise kommt es zu Verschleiß und Ablagerungen. Die Eichfristen liegen bei sechs Jahren. Zwar sind die alten Geräte günstig, doch summieren sich die Kosten durch hohen Ableseaufwand und geringe Lebensdauer. Hinzu kommen höhere Fehlerquoten beim Messen und Ablesen.

Funkzähler messen sehr genau über Prinzipien wie ­Ultraschall oder magnetisch-induktive Verfahren. Die Anschaffungskosten sind höher. Aber: Durch geringeren Verschleiß wird die Lebensdauer bei 15 Jahren angesetzt. Der Wegfall von Terminabsprachen und einfaches Ablesen praktisch im Vorbeifahren, verringern den Aufwand beim Versorger. Ein weiterer Vorteil, den die neusten Generationen bieten können, ist das Aufspüren von Leckagen im Netz.

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Zukunftstag 2025

 




Ein voller Erfolg!

Beim Zukunftstag 2025 in die Praxis geschnuppert – und „angebissen“

Wie läuft das mit der Wasserförderung und Abwasserreinigung? Welche beruflichen Möglichkeiten gibt es beim regionalen Wasserver- und Abwasserentsorger? Am 3. April, zum 23. Zukunftstag in Brandenburg, bekamen Felicitas Bothin (13) und Max Peschel (16) einen umfassenden Blick hinter die Kulissen.

„Echt spannend“, meinte Felicitas danach. „Ich habe mir vorher noch nie Gedanken darüber gemacht, wie das funktioniert. Es ist so selbstverständlich.“ Der Tag war ein voller Erfolg – aber auch anstrengend. „Ja, unsere Aufgabenbereiche sind vielfältig, da kommt keine Langeweile auf“, unterstreicht MAWV-Projektleiter Nick Amlang, der die beiden „Tages-Praktikanten“ mit auf eine der Baustellen des Zweckverbandes nahm. „Praxisnahe Einblicke verdeutlichen am besten, was alles zu unseren Jobs gehört“, so Amlang.

„Wir möchten jungen Menschen zeigen, welche Karrieremöglichkeiten die Wasserwirtschaft bietet und ihnen Impulse für ihre berufliche Zukunft geben“, begründet Verbandsvorsteherin Susanne Bley das Engagement. Auch im kommenden Jahr will der kommunale Zweckverband am Zukunftstag potenziellem Berufsnachwuchs die Bedeutung der Daseinsvorsorge und die Vorteile eines Jobs in einem kommunalen Betrieb anschaulich und interessant vermitteln.
Max hat sofort „angebissen“: Er beginnt im September eine Ausbildung zum Anlagenmechaniker bei der DNWAB. Hier konnte er am Zukunftstag in den Arbeitsalltag hineinschnuppern.

Ein abwechslungsreicher Tag wartete auf Felicitas Bothin und Max Peschel – mit diesen Tätigkeiten.
Quelle: MAWV


  • Fotos: MAWV/Schwede

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