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Author: wz_admin

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Mehr Infos

Wasserinfos als WhatsApp

Der neue WhatsApp-Kanal ist am 25. September online gegangen. Alexander Schmeichel (Geschäftsführer SPREE-PR), Christoph Oheim (WZV), Anne Schröder (WZV), WZV-Geschäftsführer David Schacht, Renard Jantz (WZV) und Klaus Arbeit (Projektleiter SPREE-PR, v.l.n.r.) gehörten zu den ersten, die ihn abonniert haben.
Foto: WZV

„Wir möchten unsere Kunden künftig noch direkter, aktueller und moderner informieren“, begründet Geschäftsführer David Schacht diesen digitalen Schritt. Sein Blick richtet sich dabei vor allem auf die jüngere Zielgruppe. „Um sie zu erreichen braucht es neben der bewährten WASSERZEITUNG auch dieses Medium.“ Der WhatsApp-Kanal informiert zum Beispiel über Störungen oder wichtige Verbandsentscheidungen und gibt Einblick in die Arbeit des WZV. Voraussetzung dafür ist, dass Sie den Kanal abonniert haben. 

„Binnen 24 Stunden hatten wir schon 170 Follower“, freut sich Geschäftsführer David Schacht.
Bitte beachten Sie, dass der Verband den WhatsApp-Kanal nur für die Übermittlung von Informationen nutzt. „Bei Fragen oder Anliegen sind wir während unserer Öffnungszeiten wie gewohnt telefonisch, per Mail oder persönlich bei uns im Verband erreichbar.“

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Transparente Entscheidungen

 




Editorial

Transparente Entscheidungen

David Schacht
Foto: WZV

Liebe Leserinnen und Leser,

seit mehr als 30 Jahren sorgen wir dafür, Sie zuverlässig mit einwandfreiem Trinkwasser zu versorgen, Ihr Abwasser fachgerecht abzuleiten und dabei kostendeckend zu arbeiten. Hierbei stehen wir immer wieder vor großen Herausforderungen. Zum Beispiel durch umfangreiche Dokumentationspflichten, erhöhte Anforderungen bei der Abwasserreinigung, die Energieautarkie unseres Unternehmens oder den drohenden Fachkräftemangel. Wir arbeiten stetig daran, als Team Lösungen zu entwickeln, um Betriebsabläufe zu optimieren und in technische Anlagen zu investieren.

In den vergangenen Jahren konnten wir unsere Leistungen ohne größere Preissteigerung für Sie erbringen. Mit einem deutlichen Rückgang der Trink- und Abwassermengen in den Jahren 2024/2025, weiter steigenden.

Fixkosten und der vom Land MV geplanten Verdoppelung des Wasserentnahmeentgeltes werden wir die künftigen Kosten mit den derzeitigen Gebühren nicht decken können. Eine Anpassung der Gebühren für die Jahre 2026/2027 ist daher unvermeidbar. Wir bitten Sie schon jetzt um Verständnis dafür. Wir werden die Rahmenbedingungen für unsere Kalkulation sehr ausführlich und transparent in den Gemeinde- und Stadtvertretungen erklären, damit am 1. Dezember die Beschlussfassung in der Verbandsversammlung erfolgen kann. Die Gremien tagen öffentlich. Ich lade Sie herzlich ein, bei diesen Sitzungen dabei zu sein.

Ihr David Schacht,
Geschäftsführer WZV

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Auf dem Gartshof wird gebaut

 




Erneuerung

Auf dem Gartshof wird gebaut

Hier liegen bald moderne Leitungen unter der Erde. Die bisherige Kanalisation stammte noch aus tiefen DDR-Zeiten und war völlig marode.

Foto: WZV

Der Verband hat die Anwohnerinnen und Anwohner im Vorfeld ausführlich über den geplanten Bauablauf informiert. Der WZV plant die neuen Abwasserkanäle künftig ohne das vorhandene Pumpwerk. Dadurch spart er langfristig mehr als 100.000 Euro. Bei den Anwohnern führte das zunächst zu Verunsicherung. Und zu der Befürchtung, dass nun jeder ein eigenes Pumpwerk brauche. In der weiteren Planung haben sich diese Befürchtungen aber nicht bestätigt. „Die Aufregung hat sich dann schnell gelegt. Die Peene Baugesellschaft aus Neukalen setzt die Maßnahme nun in zwei Bauabschnitten bis ins nächste Jahr um“, sagt Abnahmemeister Uwe Schmidt.

Wenn der Verband mit seinen Tiefbauarbeiten fertig ist, folgen der Straßenausbau sowie die Gestaltung der Nebenanlagen. Für die Bauüberwachung zeichnet das Ingenieurbüro ibn Neukalen verantwortlich. Die Finanzierung des Projektes erfolgt gemeinschaftlich durch die Stadt Neukalen, die e.dis sowie den WZV Malchin Stavenhagen. „Mit dem Vorhaben sichern wir nicht nur für viele Jahrzehnte die Ver- und Entsorgungssicherheit. Es wertet auch die Infrastruktur des Wohngebietes auf.“

Etwas erhaben ragen die neuen Anschlüsse hier heraus.
Foto: WZV

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40 und 30 Jahre in der Wasserwirtschaft

 




Landschaftsspaziergang

Neuen Lösungen auf der Spur

Das Kollegium gratuliert Uwe Schmidt und Renard Jantz (r.) herzlich zu ihren Jubiläen.

Uwe Schmidts Weg in die Wasserwirtschaft begann im September 1985. Seither hat er sich stetig weiterentwickelt. Nach seiner Ausbildung zum Instandhaltungsmechaniker und seinem Zivildienst sammelte er viel Praxiserfahrung. 2007 legte er erfolgreich die Prüfung zum Geprüften Wassermeister bei der IHK Rostock ab. Seit April 2025 ist Uwe Schmidt Abnahmemeister und Meister des Bautrupps. In seiner Verantwortung liegt es dabei auch, sein Team, zu dem noch zwei weitere Kollegen gehören, zu führen.

Ein paar Türen weiter sitzt Renard Jantz an seinem Schreibtisch. Auch er ist dem Verband seit Langem verbunden: Renard Jantz steht seit 30 Jahren im Dienste des Wassers. Nach einem Vorpraktikum studierte Renard Jantz ab 1990 Kommunal- und Umwelttechnik an der Hochschule Wartenberg in Berlin. 1995 schloss er das Studium mit dem Diplom erfolgreich ab. Bereits während des Studiums sammelte er erste Erfahrungen in den Umweltämtern Malchin und Demmin. Am 15. September 1995 trat er schließlich seine Tätigkeit beim WZV Malchin Stavenhagen an. Hier ist er seither in verschiedenen Funktionen tätig gewesen. Seit 2009 unterstützt Renard Jantz den Verband als Mitarbeiter der Geschäftsführung, unter anderem bei der Bearbeitung von Rechtsfragen und der Beitragserhebung. Das Kollegium gratuliert herzlich zu diesen beiden Jubiläen.

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Neuen Lösungen auf der Spur

 




Landschaftsspaziergang

Neuen Lösungen auf der Spur

Ins Gespräch miteinander kommen – das ist eine der wichtigsten Triebfedern für die Landschaftsspaziergänge. Beim jüngsten Ausflug lag der Fokus auf dem Aspekt „Landwirtschaft“.


Foto: SPREE PR/Petsch

Das „Wasserwerk der Zukunft“ lud wieder zu einem Landschaftsspaziergang ein. Diesmal führte der Weg nach Granzow/Altkalen. In den Landwirtschaftsbetrieb von Maria und Heinrich Ledebur.

Was ist Landschaft? Wer seine Gedanken dazu spazieren schickt, kommt vielleicht an Wäldern und Feldern vorbei. An Bergen und Tälern, Flüssen und Küsten. Dicht bebauten Städten und weitläufigen Äckern. Reisen die Gedanken noch ein Stück weiter, entdecken sie vielleicht auch Vogelgezwitscher, Urlaub, Erholung, Verkehr, Klimaschutz oder Landwirtschaft. Die Gedankenreise zeigt: Landschaft lässt sich nicht in einem Wort oder einer Assoziation zusammenfassen. Landschaft ist sehr vieles zugleich.

An diesem Punkt setzt das „Wasserwerk der Zukunft“ an. Baulich betrachtet ist das Wasserwerk der Zukunft das alte Wasserwerk in Malchin. Inhaltlich betrachtet steht dahinter ein gleichnamiger Verein, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, neue Wege im Umgang mit natürlichen Ressourcen zu beschreiten und diesen Ideen im Wasserwerk einen öffentlichen Raum gibt. Ein Akteur in diesem Verein ist auch der WZV Malchin Stavenhagen.

Wo kommen Aufforstung und Trinkwasserschutz zusammen? Das war eines der Themen, zu denen Heinrich Ledebur mit seinen Gästen ins Gespräch kam.
Fotos: SPREE PR/Petsch

Neue Wege der Kommunikation

In regelmäßigen Abständen lädt der Verein zu einem besonderen Gesprächsformat: dem Landschaftsspaziergang. Die Devise: Draußen, in der Landschaft, verändern sich die Sichtweisen. Dazu bringen die Mitglieder gezielt ganz unterschiedliche Akteure zusammen. So, wie beim jüngsten Spaziergang am 22. September.

An diesem Tag war das „Wasserwerk der Zukunft“ zu Gast auf dem Landwirtschaftsbetrieb von Maria und Heinrich Ledebur in Granzow/Altkalen. Unterwegs in der Landschaft ging es mit verschiedenen Akteuren aus Land- und Forstwirtschaft, Wissenschaft, Moor- und Naturschutz darum, gemeinsame Gestaltungsspielräume und Synergien zwischen den verschiedenen Sektoren zu suchen: Wo kommen Aufforstung und Trinkwasserschutz zusammen? Welche Rolle spielen Agroforstansätze? Wie hängen Wasserrückhalt in der Landschaft und Bodenbearbeitung zusammen? Was tragen verschiedene Bewirtschaftungsmethoden in der Landwirtschaft zu Artenvielfalt und Wasserschutz bei? Dass sich dabei auch gegensätzliche Positionen gegenüberstehen, ist Teil des Konzepts. Das Ziel dahinter: Probleme benennen, Zusammenhänge verstehen, Lösungen finden.

Aus der Praxis lernen

Heinrich Ledebur gab seinen Gästen jede Menge Einblick in seine Arbeit und die Notwendigkeit, Ressourcen zu schützen. Er berichtete unter anderem, dass der Humusanteil im Boden deutlich erhöht werden konnte, die Dammkulturen einen guten Ertrag an Gemüse und Kräutern bieten. Und die Biodiversität auf den Flächen deutlich zugenommen habe, viele Pflanzen, Insekten und Vögel ein dauerhaftes Nahrungsangebot und zu Hause gefunden hätten. Alle Beteiligten waren beeindruckt davon, was in der Kürze von nur zwei Jahren auf einer Fläche von 2,5 Hektar bewegt und verändert werden kann.

Am Ende gab der gemeinsame Spaziergang nicht nur Impulse für neue Verabredungen, sondern entließ alle Teilnehmenden mit Hoffnung und neuer Energie für die eigenen Gestaltungsräume.

Möchten auch Sie sich im „Wasserwerk der Zukunft“ engagieren?

Der Verein freut sich über jede Unterstützung. Und so erreichen Sie ihn:

Wasserwerk der Zukunft e. V.
Turnplatz 12
17139 Malchin

Postanschrift:
Schultetusstraße 56
17153 Stavenhagen

Telefon: 03994 2840072

wasserwerkderzukunft@gmx.de

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Energieautark zu frischer Luft

 




Invest

Energieautark zu frischer Luft

Nach 24 Betriebsjahren wurde das Blockheizkraftwerk umfangreich erneuert. Dazu investierte der Verband 2,4 Millionen Euro.

Foto: WZV

Nach einem turbulenten Jahresbeginn ist die Erneuerung der Blockheizkraftwerke nun abgeschlossen. Sie erzeugen Strom und Wärme für die Kläranlage, die Betriebsgebäude des WZV, das Waldbad und das Wasserwerk in Stavenhagen.

Im Januar hieß es zunächst Abschied nehmen vom alten Motor 2, der mehr als 62.000 Betriebsstunden geleistet hatte. Kurz darauf fielen weitere Aggregate aus – ein zusätzlicher Wärmekessel musste einspringen, um die Wärmeversorgung abzusichern. Strom musste übergangsweise aus dem Netz bezogen werden.

Mitte Februar rollte schließlich das erste neue Modul an, begleitet vom Aufbau eines Notkühlers und dem Rückbau alter Technik. Im Mai dann die Wende: Das neue Modul 1 bestand den Belastungstest und ging regulär in Betrieb, Anfang Juni folgte Modul 2. „Seither stabilisierte sich die Energie- und Wärmeversorgung Schritt für Schritt und läuft mittlerweile richtig rund“, schildert Christoph Schulz, Meister auf der Kläranlage Stavenhagen.

Anfang September erfolgte die offizielle Abnahme. Zwei neue Motoren, eine moderne Gasaufbereitung und ein AdBlue-Tank machen das Blockheizkraftwerk nun fit für die Zukunft.

Modernste Abluftbehandlung

Auch beim Thema Luftqualität wurden in Stavenhagen bereits wichtige Weichen gestellt. Schon im September 2023 nahm der WZV Malchin Stavenhagen eine hochmoderne Abluftbehandlungsanlage in Betrieb. Hintergrund waren sehr häufige Überschreitungen der erlaubten Abluftemissionswerte, die die alte, rein biologische Anlage nicht mehr bewältigen konnte.

Die neue Abluftanlage entfernt unerwünschte Gase und lästige Gerüche bevor sie in die Atmosphäre gelangen.
Foto: WZV

Mit der Chemowäsche der Firma Tholander wird die belastete Abluft nun aus verschiedenen Bereichen der Kläranlage abgesaugt und anschließend über mehrere Stufen mit Waschlösungen gereinigt, sodass die geruchsintensiven Stoffe entfernt werden. „Es handelt sich hierbei um eine der modernsten und effizientesten Anlagen in Norddeutschland.“ Nach dem Wäscher werden die letzten Geruchsstoffe in einem Biofilter biologisch entfernt. Die Investition von rund 1,3 Millionen Euro hat dafür gesorgt, dass die Geruchsemissionen ins Stadtgebiet von Stavenhagen deutlich reduziert werden konnten. Gänzlich geruchsfrei lässt sich eine Kläranlage jedoch nicht betreiben.

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Nachwuchsfachkräfte frisch ans Werk

 




Mitarbeiter

Nachwuchsfachkräfte frisch ans Werk

Marwin Stüwe und Anastasia Hensel schlagen zwei Ausbildungswege ein, die unterschiedlicher kaum sein könnten – jedoch eines gemeinsam haben: Sie verbinden Praxisnähe mit fundiertem Wissen und eröffnen beiden hervorragende Perspektiven.

Anastasia Hensel wagte als Erste den Schritt in ein für den Verband neues Kapitel: Ende April unterzeichnete sie mit Geschäftsführer David Schacht den Vertrag für ein duales Studium der Siedlungswasserwirtschaft an der Fachhochschule Potsdam. Mit einem Werbe-Clip hatte der Verband auf das neue Ausbildungsmodell aufmerksam gemacht – und damit Anastasias Aufmerksamkeit auf sich gezogen.

Siedlungswasserwirtschaft ist ein Fachgebiet des Bauingenieurwesens, das den Umgang mit Trink- und Abwasser im Umfeld von Siedlungen organisiert. Das Studium bereitet Anastasia Hensel darauf vor, wasserwirtschaftliche Bauvorhaben zu planen und umzusetzen.


Foto: WZV

Nach mehreren Praktika beim Verband stand für Martin Stüwe (r.) fest: Er möchte Elektroniker für Betriebstechnik werden. Ex-Azubi Brian Kasch steht ihm mit Rat und Tat zur Seite.
Foto: WZV

Bevor sie im Oktober an der Hochschule mit den Vorlesungen startete, lernte sie bei einem zweiwöchigen Vorpraktikum die verschiedenen Abteilungen des WZV kennen. Ein vorbereitender Mathematikkurs half ebenfalls beim Hochschulstart.

Das Studium dauert insgesamt acht Semester und kombiniert Theorie mit längeren Praxisphasen. „Diese wird Anastasia bei uns im Verband absolvieren“, sagt David Schacht. Von Beginn an wird sie dabei in Projekte des Bereichs Invest eingebunden. „Nach erfolgreichem Abschluss ist für sie bereits ein Platz in diesem Fachbereich vorgesehen. Für uns als Verband ist das ein klares Signal für unsere langfristige Nachwuchssicherung.“

Erst Praktikant, jetzt Lehrling

Auch Marwin Stüwe hat am 1. September einen spannenden Weg eingeschlagen: Er begann seine Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik – ein Berufsfeld, in dem Theorie und Praxis eng miteinander verzahnt sind. Der erste Kontakt entstand über ein von der Schule gefordertes Praktikum, das er beim WZV absolvierte. Schnell merkte Marwin, dass ihm die Arbeit nicht nur Freude bereitete, sondern ihn auch nachhaltig faszinierte. „Deshalb nutzte er freiwillig weitere Ferien, um zusätzliche Praktika bei uns zu machen.“

Während viele seiner Mitschüler die Großstadt bevorzugen, schätzt Marwin die Ruhe und Vertrautheit der Region – ein Umfeld, in dem er sich bewusst für eine Ausbildung beim WZV entschieden hat. Seine Ausbildung ist auf 3,5 Jahre ausgelegt und wechselt alle zwei bis drei Wochen zwischen betrieblicher Arbeit und Berufsschule in Neubrandenburg. Ergänzt wird sie durch überbetriebliche Lehrgänge beim Berufsbildungswerk in Greifswald, in denen Themen wie Programmierung oder Prüfungsstrategien vertieft werden.

Unterstützung erhält Marwin auf seinem Weg unter anderem von Brian Kasch. Er hat seine Ausbildung schon erfolgreich absolviert und gibt ihm vor allem diese Tipps mit auf den Weg: konsequent lernen, gewissenhaft arbeiten und die Ausbildungsunterlagen stets sorgfältig bearbeiten. Dann stehe einem erfolgreichen Abschluss nichts im Wege.

„Mit Anastasia Hensel und Marwin Stüwe setzen wir auf zwei junge, motivierte Persönlichkeiten, die unterschiedliche, aber gleichermaßen spannende Wege in unserem Verband einschlagen“, unterstreicht David Schacht. „Wir freuen uns auf die gemeinsame Zeit und heißen beide herzlich willkommen im Team!“

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Viele Akteure gefragt beim Schutz des unsichtbaren Schatzes

 




Grundwasserschutz

Viele Akteure gefragt beim Schutz des unsichtbaren Schatzes

Unterhalb der Erdoberfläche liegt das Grundwasser. Aus diesem gewinnt der WZV das Trinkwasser für seine Kundinnen und Kunden und will es darum unbedingt schützen.

„Ein möglichst unbeeinflusstes, natürliches Grundwasser ist unser wertvollstes Gut, um auch künftig eine qualitätsgerechte und kostengünstige Versorgung mit Trinkwasser sicherzustellen. Derzeit steht es uns an allen 16 Wasserwerken im Verbandsgebiet ausreichend zur Verfügung. Doch in langjährigen Analysen und Trendbetrachtungen zeigt sich, dass wir uns darauf nicht ausruhen sollten“, betont Verbandschef David Schacht.

Beim vorbeugenden Grundwasserschutz geht es vor allem darum, eine Landnutzung in den Schutzgebieten zu etablieren, die weitere Belastungen für das Grundwasser ausschließt. „Gemeinsam mit Eigentümern, Landwirten der Forst und anderen Akteuren arbeiten wir dafür, dieses Ziel in den nächsten Jahren zu erreichen.“

Seit Februar unterstützt Anne Schröder den Verband in diesem Bereich. Nach ihrem Studium der Landwirtschaft arbeitete sie viele Jahre in einem großen Landwirtschaftsunternehmen und kennt die betriebliche Praxis. Beim Verband begleitet sie nun die konzeptionelle Arbeit ebenso wie die Umsetzung von Schutzmaßnahmen vor Ort. Die Stelle wird mit 30.000 Euro im Jahr vom Land MV gefördert.

„Im Moment liegt der Fokus auf Verfahren für die Wasserfassungen Stavenhagen und Jürgenstorf, denn dort steht die Neufestsetzung der Wasserschutzgebiete an“, berichtet Anne Schröder. Ziel wird es sein, praxisgerechte Lösungen für einen nachhaltigen Schutz des Grundwassers zu entwickeln und das Verständnis für die gemeinsame Verantwortung zu stärken. Dabei setzt der Verband auf größtmögliche Transparenz und bestmöglichen Dialog. Zum Beispiel in gemeinsamen Informationsrunden mit Eigentümern, Pächtern, Vertretern von Behörden und Landwirtschaft sowie Ingenieurbüros.

Grundwasser zu schützen ist eine Herausforderung, vor der viele Versorger stehen. Auf der Suche nach Lösungen schaut der WZV Malchin Stavenhagen auch zu anderen Verbänden. So wie kürzlich bei einer Weiterbildung im Wasserwerk Lüssow. Dieses gehört zur REWA in Stralsund. Dort wird das Grundwasser bereits weitergehend aufbereitet. „Das ist mit sehr hohen Investitions- und Betriebskosten verbunden. Außerdem entstehen durch die Filtration Reststoffe, die zu weiteren Problemen und Kosten führen. Durch die Filtrationsverfahren würden dem Wasser außerdem wichtige Mineralstoffe entzogen, die später künstlich zugesetzt werden müssen, um Trinkwasserqualität herzustellen“, erläutert Verbandschef David Schacht.

Grundwasserschutz: Was auf den ersten Blick vielleicht sehr abstrakt klingt, betrifft am Ende auch alle Kunden ganz direkt. „Ihr Glas Wasser aus der Leitung legt eine jahrzehntelange Reise durch das Erdreich zurück, bevor es bei Ihnen ankommt. Jede Handlung in der Umgebung – ob Freizeit, Verkehr oder Landwirtschaft – hat Einfluss auf seine Reinheit.“ Und Wasser hat ein Gedächtnis: „Belastungen, die heute eingetragen werden, können sich noch nach Jahrzehnten bemerkbar machen. Genau deshalb braucht es unsere gemeinsame Verantwortung, vorausschauend zu handeln und die Ressource Grundwasser zu schützen – im Sinne einer sicheren Trinkwasserversorgung für uns alle.“

Bei einer Weiterbildung im Wasserwerk Lüssow informierten sich die Mitarbeiter des WZV auch über die aufwendige Aufbereitungstechnik von Grundwasser.


Foto: WZV

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Mecklenburgs Havel – von der Quelle bis Brandenburg

 



Mecklenburg-Vorpommern

Mecklenburgs Havel – von der Quelle bis Brandenburg

Bevor die Havel zu dem großen Brandenburgischen Strom wird, der gewaltige Wassermengen in die Elbe drückt, entspringt sie bescheiden und pittoresk in der Mecklenburgischen Seenplatte. Garantiert eins, zwei, drei Ausflüge wert!

Unweit der Quelle geht es für Paddler bereits durch viele kleine Kanäle zwischen den Seen.

Foto: Georg Hundt

Mitten in der Mecklenburgischen Seenplatte, im nordöstlichen Teil des Müritz-Nationalparks, steht plötzlich eine Stele mit Ortsnamen, Sitzgelegenheiten und einer gepflasterten Schale im Boden. Daraus sprudelt beständig Wasser, das nach Süden abfließt: die Havelquelle.Die eingravierten Ortsnamen verraten den weiteren Weg des jungen Flusses: Oranienburg, Berlin, Potsdam, Brandenburg, Rathenow …

Ankershagen und Schliemann

Nur wenige Schritte neben der Quelle liegt ein Steg am Mühlensee, der mit klarem Quellwasser zum Baden lädt. All das gehört zum Örtchen Ankershagen. Hier steht neben schnieker Dorfkirche und Schlossburg auch das Heinrich-Schliemann-Museum. Das Elternhaus des weltberühmten Archäologen, rastlosen Abenteurers und Troja-Entdeckers bietet zahlreiche Ausstellungen, Vorführungen, Open-Air-Kino, Feste und Lesungen – nicht nur zu Schliemanns Entdeckungen.

Seen, Lore und Fischerei
Bis zur Mündung in die Elbe legt die Havel 325 Kilometer zurück. Im gesamten Lauf durchfließt und speist sie unzählige Seen, wie den Wannsee bei Berlin oder schon hier den Käbelicksee in Kratzeburg (Haltepunkt Bahnstrecke Rostock – Berlin).

Von hier aus kann man theoretisch alle verbleibenden Kilometer durch paddeln. Aber schon die erste Hürde sind die 750 Meter Landmasse vom winzigen Schulzensee bis zum klaren Pagelsee. Zum Bootstransport steht hier einfach eine Lore samt leichter Schiene in einer Waldschneise. Wasserreisende dürfen ihr Gefährt hier auf der Lore selbst herüberschieben und weiterfahren.
In der rustikalen Havel-Nationalpark-Fischerei im Dörfchen Babke gibt es kleine Stärkungen und mit ein wenig Glück sind im Schaubecken Lachsforellen, Stör, Wels, Karausche, Hecht, Plötz und Rotfeder zu entdecken.



Natur und Kultur im Nationalpark

Der ganze Müritz-Nationalpark, aber auch diese Havel-Ecke hier, bietet auch Radfahrern und eingeschränkt auch PKW-Touristen einige Highlights: die einzelnen Nationalparkstationen wie in Federow, das Pausieren in einem der gastronomisch ausgebauten 
Herrenhäuser oder die Beobachtungsstege und -türme. Nicht nur für Ornithologen ein Highlight. Am höchsten hinaus kommt man auf dem Aussichtsturm am Käflingsberg, ein besteigbarer Funk- und Feuerwachturm beim Örtchen Speck.

Ebenfalls in Federow gibt es die Hörspielkirche. Ein Blick ins Programm lohnt! Ebenso wie in das Programm des Nationalparks: Führungen und Abende für viele Zielgruppen und Interessen.

Unterwegs zwischen Neustrelitz und Mirow

Aber wie geht es mit der Havel weiter? Sie ist schiffbar und schwenkt gen Ost in die Neustrelitzer Seen. Über Kanäle geht es auch direkt nach Neustrelitz. Die alte Residenzstadt mit sternförmigem Aufbau und Parkanlage bietet neben Stadthafen und zahlreicher Gastronomie auch eine Skulpturengalerie in der Schlosskirche, viele Konzerte im Kulturquartier Mecklenburg-Strelitz und seit vielen Jahren Ende Mai das Immergut-Festival mit hochkarätiger Indie-Musik.

In Wesenberg retteten Einheimische und Freunde der Region die alte Brennerei. Sie gründeten eine Genossenschaft, kauften Haus und Grund und bauen nun Stück für Stück das „brenn:werk“ nach einem Entwurf eines Wesenberger (!) Architekturstudenten aus. Das Gelände ist aufgeräumt, alte Steine sind geputzt und das gemeinsame Café als Begegnungsort ist fertig. Auch die Lesestube der Stadt Wesenberg gibt es hier schon. Nun sollen Biergarten, Seminar- und Gästehaus sowie Wohneinheiten entstehen.
Hier hinten am Ellenbogensee ist allerdings auch schon die Landesgrenze zu Brandenburg erreicht. Aber wer jetzt westlich fährt, gerät nach Canow (also nicht nach Conow bei Feldberg). Hier bauten sich mit viel Liebe junge, aber erfahrene Gastronomen aus Berlin eine alte Stellmacherei zum Gasthaus Canow um. Da werden auch schon mal die Tische weggeräumt, damit der örtliche Yoga-Kurs Platz hat.

Noch weiter westlich kann direkt vom Mirowkanal aus im Sommer beim berühmten Fusion-Festival vorbeigeguckt werden. Mirow bietet mit dem Dreiköniginnenpalais und dem Schloss Mirow Wissenswertes zu Landeskunde und Adel. Ach, hier kann noch so viel entdeckt werden!

Und nun nach Brandenburg?

Auf brandenburgischer Seite geht es weiter. Eben nach Fürstenberg, Zehdenick, Oranienburg, Berlin, Potsdam, Werder, Brandenburg, Rathenow und bei Havelberg in die Elbe – wie uns die steinernde Stele an der Havelquelle verraten hat.

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Eisbaden: Der Sprung ins eisige Glück

 



Mecklenburg-Vorpommern

Eisbaden: Der Sprung ins eisige Glück

Während die meisten Menschen bei Wassertemperaturen um den Gefrierpunkt längst ihre Badehose verstaut haben, beginnt für eine wachsende Gemeinschaft erst die schönste Zeit des Jahres. Eisbaden, auch Winterbaden oder Kaltwasserschwimmen genannt, hat sich von einer Nischenbeschäftigung zu einem echten Gesundheitstrend entwickelt.

Die Eisbademeisters steigen seit 2020 wöchentlich für einen guten Zweck in die Warnemünder Wogen.

Foto: David Garbe

Allen voran die Rostocker Eisbademeisters, die seit dem Jahr 2020 jeden Freitag von Halloween bis Ostern in den Wogen der Warnemünder Bucht für den guten Zweck ins eisige Nass steigen und dabei bereits über 50.000 Euro für gemeinnützige Projekte gesammelt haben. Im Januar und Dezember taucht die Temperatur des Wassers dabei regelmäßig unter die Zwei-Grad-Schwelle.

Vorteile des Kälteschocks

Der extreme Kältereiz aktiviert das Immunsystem, indem die Produktion weißer Blutkörperchen angekurbelt wird – eine Beobachtung, die durch Blutuntersuchungen vor und nach Schwimmstrecken in sechs Grad kaltem Wasser dokumentiert wurde. Die Auswirkungen erläutert eine aktuelle Meta-Analyse für Kaltwasser-Anwendungen. Sie untersuchte elf Studien mit insgesamt rund 3.200 Teilnehmenden. Das Papier bestätigt, was regelmäßige Eisbadende berichten: Eisbadende litten um 40 Prozent weniger unter Atemwegsinfektionen als Kontrollgruppen. Mediziner konnten bei regelmäßigen Winterschwimmern einen signifikanten Anstieg verschiedener Immunzellen im Blut und wichtiger Immuneiweiße nachweisen.
Die Gefäße profitieren ebenfalls von der Kälteexposition: Beim Eintauchen verengen sich die Blutgefäße, nach dem Verlassen des Wassers weiten sie sich wieder.
Dieser Wechsel trainiert das Herz-Kreislauf-System und kann langfristig zu einer verbesserten Durchblutung und stabileren Blutdruckwerten führen. Zusätzlich setzt der Körper Endorphine frei, die sogenannten Glückshormone, die für ein anhaltendes Wohlbefinden und eine verbesserte Stressresistenz sorgen.

Eisiges Vergnügen für alle

Grundsätzlich kann jeder gesunde Erwachsene das Eisbaden erlernen und praktizieren. Besonders geeignet ist es für Menschen, die ihre körperliche und mentale Widerstandsfähigkeit stärken möchten. Sportlerinnen und Sportler nutzen Eisbäder zur beschleunigten Regeneration nach intensiven Trainingseinheiten, während andere die meditative und stresslösende Wirkung schätzen.
Wichtig ist eine schrittweise Gewöhnung, beginnend mit kalten Duschen und kurzen Wasserkontakten. Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen oder dem Raynaud-Syndrom sollten vor dem Einstieg unbedingt ärztlichen Rat einholen. Auch Schwangere, Personen mit akuten Infekten oder unbehandelten Schilddrüsenerkrankungen sollten auf Eisbaden verzichten. Niemals sollte man allein ins kalte Wasser steigen – Sicherheit geht vor Abenteuer.
Das wissen auch die Eisbademeisters. Ihr Antrieb: Sie sammeln Geld für Menschen in Not, die wirklich frieren. In der ersten Saison 2020 kam für die örtliche Obdachlosenhilfe eine fünfstellige Summe zusammen.

Aktuelle Spendenaktion und Treffen der Eisbademeisters gibt es im Internet unter 
www.eisbademeisters.de.

Was es zum Eisbaden braucht:
  • Ein Warum hilft. Etwa das Bewusstsein, sich selbst Gutes zu tun.
  • Mütze, Schlauchtuch und Badeschuhe wärmen beim Eisbaden. Wer sich zu lange der Kälte aussetzt, kann auch krank werden.
  • Gesundheit, sonst belastet ein Kälteschock das Immunsystem zu stark.
  • Heiteres Wetter und Windstille.
  • Andere Eisbadende für mehr Sicherheit.
  • Geordnete Kleidung und ein griffbereites Handtuch, um sich nach dem Eisbaden rasch einzumummeln.
  • Ruhige Atmung beim Abtauchen gegen den Kälteschock.

Termine

  • Warnemünde: Am Rettungsturm 3 springen die Rostocker Eisbademeisters von Halloween bis Ostern freitags um 15.30 Uhr in die Ostsee. Die Rostocker Seehunde samstags und sonntags um 10 Uhr.
  • Lubmin: Der Club der Seehunde Lubmin badet mittwochs und samstags um 9 Uhr an der Seebrücke.
  • Zinnowitz: Winterbaden am 30. Dezember an der Seebrücke.
  • Neujahrsanbaden: am 1. Januar in Karlshagen (14 Uhr, Anmeldung ab 12 Uhr) und Boltenhagen (11 Uhr).
  • Ahlbeck: Winterstrandfest mit Eisbaden am 23. und 24. Januar 2026.
  • Trassenheide: Eisbade-Spektakel am 7. Februar 14 – 16 Uhr.
  • Binz: Das Eisbaden findet am 7. Februar von 14 – 15.30 Uhr am Strandabgang 16 statt.

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