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Author: wz_admin

Deutlich verbessertes Gesamtpaket

 



TRAFOSTATION DER NEUESTEN GENERATION

Deutlich verbessertes Gesamtpaket

Wenn ein technisches Schwergewicht nach 40 Jahren in den Ruhestand geht, darf es gern ein würdiger Nachfolger sein. Den hat das Wasserwerk Oschätzchen vor einigen Wochen erhalten.

  • Das „Fertighaus“ kommt per Schwertransport.
  • Nur ein Schwerlastkran kann die neue Anlage heben.

  • Das neue schwebt über dem alten Stromhäuschen.
  • DA soll es stehen – das Fundament ist vorbereitet.
  • In Kürze ist es an die richtige Stelle manövriert.
  • Das neue, schicke Trafohäuschen im Wasserwerk Oschätzchen steht. Nun muss noch seine Funktionstüchtigkeit überprüft werden, dann kann es seine Arbeit aufnehmen.

Fotos (6): WAVE

Das neue Trafohaus präsentiert sich kompakter als das bisherige und auch sonst ordentlich „aufgehübscht“ – es kann sich richtig sehen lassen. „Die Leistungsdaten sind unverändert geblieben, jedoch hat der Netzbetreiber die beiden 20 kV-Zuleitungen im Jahr 2025 komplett erneuert. Das Gesamtpaket hat sich damit deutlich verbessert und ist nun wieder auf dem aktuellen Stand der Technik und damit zukunftssicher“, schwärmt WAVE-Trinkwassermeister Heiko Pischel. Und am Allerwichtigsten: Der Netzbetreiber kann die regelmäßigen Wartungen wieder langfristig garantieren.“

Eine Investition – mit knapp 500.000 Euro keineswegs klein –, die sich lohnt für den WAV Elsterwerda. Denn spürbar mehr Versorgungssicherheit des Wasserwerks in den kommenden Jahren steht auf der anderen Seite der Rechnung. Und Versorgungssicherheit hat bei der Trinkwasserversorgung immer oberste Priorität.

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Technische, gesundheitliche und klimabezogene Anforderungen bei der Abwasseraufbereitung

 



KARL BESTIMMT, WO ES LANG GEHT

Technische, gesundheitliche und klimabezogene Anforderungen bei der Abwasseraufbereitung

Beim WAV Elsterwerda achten die Abwasserfachleute nicht erst seit dem Auftauchen von KARL auf Gewässerschutz, Reduzierung von schädlichen Spurenstoffen oder umweltgerechte Reinigung des Abwassers. Doch KARL – die Kommunalabwasserrichtlinie – schreibt genau vor, was ab 2027 stufenweise umgesetzt werden muss. Drei Beispiele aus dem Arbeitsalltag beim Verband, die heute schon zukunftsweisend sind.

Fotos (5): WAVE

Sanierung Rechengebäude – Kläranlage Elsterwerda

Der Zahn der Zeit und aggressives Abwasser haben in den vergangenen mehr als 30 Jahren am Zulaufgerinne „geknabbert“.

„Anfang September wurden die beiden jeweils etwa 20 Meter langen Gerinne gereinigt. Dann konnte der bis zu sechs Zentimeter tiefe Betonfraß wieder neu angeputzt werden, um die Oberfläche für das GFK vorzubereiten“, beschreibt der Technische Leiter des Verbandes Sylvio Graf die nötigen Arbeiten. „Und weil GFK, also glasfaserverstärkter Kunststoff, korrosionsbeständig ist, haben wir uns dafür entschieden und die Oberfläche damit ausgekleidet.“ Dieser Arbeitsschritt erforderte Geduld, weil die mehrlagigen Schichten Zeit zum Trocknen brauchten.

Fertig saniert, fließt die Abwasserfracht wieder störungsfrei durch die Gerinne.

Sanierung Belebungsbecken und Nachklärbecken – Kläranlage Bad Liebenwerda

„Seit Juli haben wir im Nachklärbecken 2 die Räumerbrücke teilerneuert, Zahnschwelle und Tauchwand ausgetauscht und das äußere Ablaufgerinne neu verfliest“, zählt Sylvio Graf auf, was bis Anfang November planmäßig beendet werden konnte.

Parallel dazu laufen die Vorbereitungen für die Arbeiten an Belebungsbecken 1 und Nachklärbecken 2. „Hier werden die Beckenkronen saniert und mit Abdeckplatten sowie Beckenkronenheizung versehen.“ Die Projekte sind ausgeschrieben, nach Zustimmung durch die Verbandsversammlung könnte im Frühjahr 2026 Baustart sein. „Alle Sanierungsmaßnahmen tragen zur Modernisierung der Anlage und zur sicheren Aufbereitung des anfallenden Abwassers bei“, verweist Verbandsvorsteher Maik Hauptvogel auf die KLAR-Vorgaben.

Schachtsanierung – Burgstraße Elsterwerda

Der Abwasserschacht stand bereits auf der mittelfristigen Sanierungsliste des WAVE. Eine Havarie machte jedoch deutlich, dass der Betonkörper durch eindringendes Wasser stark geschädigt war. Selbst die Statik zeigte Beeinträchtigungen – es musste schnell gehandelt werden. „Um den Schaden dauerhaft zu beheben, haben wir uns für eine sogenannte Schacht-im-Schacht-Sanierung entschieden“, sagt Abwassermeister Steffen Röthling. „Dabei wird der neue Schacht in den alten eingesetzt – in diesem Fall aus glasfaserverstärktem Kunststoff. Das Material ist leicht, dennoch mechanisch hoch belastbar und zudem beständig gegen Chemikalien, Korrosion und UV-Strahlung.“ Das Ergebnis: ein stabiler, langlebiger Schacht, der den hohen Umweltanforderung von KARL entspricht.

KARL-Vorgaben

  • Erweiterter Anwendungsbereich
    Abwasseranlagen müssen ab 1.000 Einwohnerwerten (EW) angeschlossen werden (bisher 2.000 EW).
  • Vierte Reinigungsstufe
    Größere Kläranlagen sind verpflichtet, diese Reinigungsstufe zur Entfernung von Mikroschadstoffen (z. B. Arzneimittelrückstände) im Abwasser einzuführen.

    • hier gelten längere Übergangsfristen, abhängig von der Größe der Anlage, bis 2030 bzw. 2045
  • Strengere Grenzwerte für Nährstoffe
    Es gelten neue, schärfere Einleitgrenzen für Stickstoff und Phosphor.
  • Erweiterte Herstellerverantwortung
    Produzenten von Arzneimitteln und Kosmetika müssen sich an den Kosten der vierten Reinigungsstufe beteiligen (Verursacherprinzip).
  • Energieeffizienz und Klimaschutz
    Kläranlagen sollen energieeffizient und möglichst klimaneutral betrieben werden – etwa durch Nutzung von Abwasserwärme oder erneuerbarer Energien.
  • Gesundheits- und Umweltmonitoring
    Neu ist die Pflicht zur Überwachung mikrobiologischer Parameter im Abwasser (u. a. Viren und antibiotikaresistente Erreger).
  • Abwassermanagementpläne
    Kommunen müssen Strategien für Sammlung, Behandlung und Einleitung von Abwasser erstellen und regelmäßig aktualisieren.

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Soooo viel Glück!

 



STAUNEN ÜBER FRÜHZEITIGE INBETRIEBNAHME DES NEUEN LEITUNGSABSCHNITTS

Soooo viel Glück!

Diese Baumaßnahme wird in die Geschichte des WAVE eingehen. Selten liegen Pech und Glück so dicht beieinander wie beim Projekt „Trinkwasserhauptleitung vom Wasserwerk Oschätzchen nach Elsterwerda“.

Deckel drauf – wieder ist ein Abschnitt der neuen Trinkwasserhauptleitung fertig!

Fotos: WAVE

Kurz vor Weihnachten sollte wieder Trinkwasser durchs neue Rohr sprudeln, am ersten Teil des dritten Bauabschnittes der Haken dran sein. „Tatsächlich konnten wir die Leitung schon am 13. November in Betrieb nehmen! Das hatten wir nach der doch deutlichen Verzögerung des Baubeginns nicht für möglich gehalten“, führt WAVE-Technikchef Sylvio Graf aus.

Rückblick (die Lausitzer WASSERZEITUNG berichtete): Der ursprüngliche Gewinner der Ausschreibung sagte die Bauausführung ab. Fürs wichtigste Projekt des WAVE! Dass der nächsthöhere Bieter, die Strabag, noch entsprechende Kapazitäten hatte, erwies sich als großes Glück!

Faszinierende Technik

„Die Strabag arbeitet mit GPS-gestützter Baggertechnik, damit ging alles schneller als gedacht“, freute sich Trinkwassermeister Heiko Pirschel quasi täglich über den sichtbaren Baufortschritt. Selbst in Abschnitten mit steigendem Grundwasser lief alles wie am Schnürchen: „Hier haben wir die sogenannten Wasserhaltungen installiert, sodass die jeweilige Passage bei der Leitungsmontage trocken blieb. Danach wurden die Haltungen entfernt, das Grundwasser konnte wieder steigen, ohne den Baufortgang zu behindern“, so Pirschel.

Positives Fazit

„Für jeden unserer Kunden bedeutet diese vorfristige Fertigstellung Versorgungssicherheit“, ordnet Verbandsvorsteher Maik Hauptvogel ein, „für den milchverarbeitenden Betrieb ODW Frischprodukte GmbH stellt diese ein Stück mehr Produktionssicherheit dar, weil unser Trinkwasser zuverlässig zur Verfügung steht.“

1.040 Meter Rohr wurden im Teilabschnitt verlegt. „Nach Spülung und Kontrolle der neuen Leitung durch ein zugelassenes Labor konnte die alte Leitung außer Betrieb genommen werden“, beschreibt Trinkwassermeister Heiko Pirschel das Prozedere. „Der Umschluss erfolgte im laufenden Betrieb und war für kaum jemanden im betreffenden Bereich zu bemerken.“

Nach der Inbetriebnahme heißt es: Baustelle aufräumen! Die Baugruben werden verfüllt, Abfälle beseitigt, das Gelände wird plangemacht.

Hoffnungsvoller Ausblick

Der zweite Teil des dritten Bauabschnitts misst 1.840 Meter und ist 2026 an der Reihe. „Bis 2027 soll dann die gesamte rund zehn Kilometer lange, neue Trinkwasserhauptleitung bis Elsterwerda liegen“, blickt Maik Hauptvogel in die nahe Zukunft.

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Auf die Menge kommt es an!

 




Stutzen nutzen

Auf die Menge kommt es an!

Passt die Menge des abgefahrenen Schmutzwassers zur Menge des verbrauchten Trinkwassers? Darauf legt der Verband aktuell im Bereich der dezentralen Entsorgung ein Augenmerk. Dahinter steht die Frage: Entsorgen Kunden das Abwasser aus Sammelgruben fachgerecht?

In der Theorie müssten sich beide Mengen im Jahresverbrauch in etwa die Waage halten. „Natürlich kann es durch im Garten versprengtes Wasser zu Abweichungen kommen. Diese sind auch kein Problem“, betont Verbandschef Andy Thierbach. Ins Visier nimmt er mit seinem Team aber Differenzen, die sich nicht mit Blumengießen erklären lassen. Häufig gibt es dafür eine einfache Erklärung. Zum Beispiel, wenn Nachbarn gemeinsam eine Grube nutzen. „Dann hat sich der Sachverhalt schnell erledigt.“

Stutzen nutzen Verband und Eigentümer. Aber korrekt muss es zugehen!
Foto: SPREE-PR/Archiv

Die Erfahrung zeige aber auch, dass die Abweichungen mitunter unzulässige Gründe haben. Zum Beispiel einen nicht genehmigten Brunnen, der zur Eigenversorgung mit Wasser genutzt wird. „Da dieses Wasser – anders als Trinkwasser aus den Wasserwerken – nicht beprobt wird, besteht hier nicht nur eine Gefahr für die eigene Gesundheit, sondern auch für einen Eintrag von Keimen ins öffentliche Leitungsnetz. Das ist kein Kavaliersdelikt!“

Fällt dagegen erheblich weniger Schmutzwasser als Trinkwasser an, kann das auf eine undichte Sammelgrube hindeuten oder ein Hinweis auf eine unsachgemäße Grubenleerung sein. „Beides müsste unverzüglich beseitigt bzw. unterlassen werden. Eine falsche Entsorgung würde zudem ein Bußgeld nach sich ziehen.“ Mit dem genauen Blick auf die
verbrauchten Mengen kommt der Verband seiner Aufgabe nach, den Anschluss- und Benutzungszwang zu kontrollieren. Bei Auffälligkeiten kommt es zu einem Anhörungsverfahren. Zunächst sollen die Gründe der Abweichungen geklärt
werden. „Daher ist es wichtig, unser Anhörungsschreiben nicht zu ignorieren, sondern wahrheitsgemäß zu beantworten und die entsprechenden Auskünfte zu erteilen.“ Je nach Ergebnis kann das allerdings auch zu Nacherhebungen von Gebühren ggf. auch zu einem Bußgeld führen.

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Bitte ablesen!

 




Jahresabrechnung

Bitte ablesen!

Screenshot: WAV Wittstock

Grundstückseigentümer aufgepasst: Zum Jahresende benötigt der Verband wieder die Zählerstände von Garten- und Hauptwasserzählern. „Senden Sie uns die Angaben bis Ende Dezember 2025 zu“, bittet Verbandschef Andy Thierbach. Am einfachsten geht das online über die Homepage des Verbands unter www.wav-wittstock.de.

Wie gewohnt können die Werte aber auch über die Ablesekarte, telefonisch oder per E-Mail übermittelt werden. „Alle Informationen dazu stehen auf der Ablesekarte.“ Wichtig zu wissen: Die Zählerstände sind die Grundlage für die Verbrauchsabrechnung. Werden sie nicht oder zu spät übermittelt, wird der Wasserverbrauch geschätzt.

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Regen ist kein Abwasser

 




Fehlanschlüsse

Regen ist kein Abwasser

Der WAV Wittstock überprüft sein Kanalnetz von Zeit zu Zeit auf Fehlanschlüsse. Also darauf, ob Hauseigentümer Regenwasser in den Schmutzwasserkanal einleiten. Das ist nämlich verboten, unterstreicht Verbandschef Andy Thierbach.

Hier an der Belüftung der Abwasserhausinstallation darf Nebel aufsteigen! Käme er aus der Regenrinne, wäre der Nachweis für einen Fehleinleiter erbracht.
Foto: SPREE-PR/Petsch

Warum finden diese Kontrollen statt?

Niederschlagswasser muss auf dem Grundstück versickern. Deshalb dürften Regentage auch keinen nennenswerten Einfluss auf die Wassermenge haben, die über den Abwasserkanal in der Kläranlage ankommt. Mitunter erhöhen sich die Mengen bei starkem Regen jedoch auffällig. Das ist für uns ein Alarmsignal, dem wir mit Kontrollen nachgehen.

Warum darf Regenwasser nicht ins Abwassernetz geleitet werden?

Das hat mehrere Gründe. Anders als für Abwasser besteht für Regenwasser kein intensiver Reinigungsbedarf auf einer Kläranlage. In Wittstock und Heiligengrabe werden sogenannte Getrenntsysteme betrieben. Das heißt Regenwasser und Abwasser werden separat entsprechend ihres Bestimmungsortes abgeleitet. Unsere Kanäle sind daher für die Aufnahme von Regenwasser nicht bzw. nur bedingt ausgelegt. Fließt Regenwasser trotzdem zur Kläranlage, leisten Pumpen und Anlagen unnötige Mehrarbeit. Das ist mit Mehrkosten verbunden, die am Ende alle Kunden über die Abwassergebühr mittragen müssen. Nicht zuletzt können Fehlanschlüsse auch zu einem Rückstau im Kanal führen und bei fehlender Rückstausicherung Keller überfluten.

Wie finden Sie heraus, ob Niederschlagswasser unerlaubt in Abwasserkanäle fließt?

Mit einem Nebeltest. Dabei leiten wir über Abwasserschächte Nebel in den Kanal. Dieser tritt überall dort wieder aus, wo eine direkte Verbindung besteht. Zeigt er sich beispielsweise an einer Regenrinne, ist klar: Hier wird unerlaubt Regenwasser eingeleitet.

Welche Konsequenzen haben falsche Einleitungen?

Betroffene Grundstückseigentümer werden aufgefordert, den Fehlanschluss zu beseitigen. Außerdem berechnen wir für vier Jahre rückwirkend die Abwassergebühren nach. Maßstab dafür ist die angeschlossene Dachfläche und durchschnittliche Jahresniederschlagsmenge.
Nicht zuletzt müssen Betroffene auch mit einem Bußgeld rechnen.

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Hinter die Zahlen blicken

 




Editorial

Hinter die Zahlen blicken

Foto: Detlef Szillat

Liebe Leserinnen und Leser,

wenn der WAV Wittstock seine Gebühren kalkuliert, unterliegt er laut Kommunalabgabengesetz einem wichtigen Credo: Jegliche Ausgaben müssen von Einnahmen gedeckt sein. Das kaufmännische Ringen um diese Balance ist angesichts stetig steigender Ausgaben ein wahrer Kraftakt. Auch wenn wir im Ergebnis der Kalkulation für 2026 und 2027 nicht um Erhöhungen herumkommen: Mit gut 0,2 Cent je Liter bleibt Wasser aus der Leitung auch weiterhin ein sehr preiswertes Lebensmittel. Für diesen Betrag bekommen Sie im Supermarkt keinen Liter Mineralwasser. Als Verbandsvorsteher, Bürgermeister und Verbraucher kann ich sehr gut verstehen, dass jede Erhöhung – und sei sie noch so klein – keine erfreuliche Nachricht ist.

Bitte bedenken Sie aber auch, dass Wasserversorgung und Abwasserentsorgung zentrale Bestandteile der öffentlichen Daseinsvorsorge sind. Technische Fortschritte, gesetzliche Vorgaben, demografische Entwicklungen, Naturereignisse wie Starkregen oder Hitzeperioden – Beispiele wie diese zeigen, dass es hinter allen Zahlen vor allem um eines geht: die Zugänglichkeit und Verlässlichkeit der Ver- und Entsorgung. Im Hier und Jetzt. Und in Zukunft. Das sollten wir, wie ich finde, nie aus dem Blick verlieren.

Dr. Philipp Wacker, Verbandsvorsteher des WAV Wittstock

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Techniker Guido Rammin hält im Abwasserbereich viele Fäden zusammen

 




Willkommen im WAV-Team

Techniker Guido Ramin hält im Abwasserbereich viele Fäden zusammen

Eine zuverlässige Ver- und Entsorgung zu gewährleisten – das fängt schon bei der Planung an. Dreh- und Angelpunkt für den Bereich Abwasser ist ein Büro im ersten Stock des Verbands. Hier arbeitet Guido Ramin. Bei ihm laufen alle Fäden für Baumaßnahmen im Abwasserbereich zusammen.

Im Zuge der neuen Abwasserdruckleitung hat der Verband auch das Klärbecken auf der Kläranlage in Wittstock saniert. Dazu mussten im Ablaufgerinne auch einige Fliesen erneuert werden. Passende Fliesen finden – auch das gehört zu den Aufgaben von Guido Ramin.

Foto: SPREE-PR/Kuska

Guido Ramin sitzt an seinem Computer. Auf dem Schreibtisch liegen Ordner, Tabellen, Bauzeichnungen und Pläne. „Heute ist Bürotag.“ In den vergangenen beiden Tagen war er viel auf Baustellen unterwegs. Jetzt müssen Protokolle eingepflegt, Absprachen dokumentiert, Termine geplant, Zeitpläne abgeglichen werden.

Guido Ramin arbeitet als Techniker beim WAV Wittstock. Sein Arbeitsfeld ist der Bereich Abwasser. „Meine Hauptaufgabe ist: Bauvorhaben zu planen und zu koordinieren.“ Was in der Theorie kurz und knapp klingt, hat in der Praxis viele Facetten. Er ermittelt zum Beispiel Kosten, beauftragt Materialeinkäufe und kommuniziert mit Überwachungsbehörden. Er bringt Ausschreibungen auf den Weg, koordiniert und prüft Bauabläufe, überwacht den Arbeitsschutz. Er hält engen Kontakt zum Ingenieurbüro, trifft sich regelmäßig mit Bauleitern und Baufirmen zum Baustellenrapport und organisiert baubezogene Info-Veranstaltungen für Anwohner. Um nur einige Beispiele zu nennen. „Im Grunde begleite ich für den Verband die gesamte Bauausführung.“ Sein Job ist dabei eine Art Schnittstelle: „Baufirmen, Ingenieurbüros, Anwohner – als Techniker habe ich immer alle Seiten im Blick.“

Als Guido Ramin Ende 2024 auf die Stellenausschreibung des Verbands stieß, zögerte er nicht lang. „Ich spielte schon länger mit dem Gedanken, mich beruflich zu verändern.“ Sein erstes Projekt beim WAV: den Bau der Abwasserdruckleitung von Heiligengrabe nach Wittstock zu begleiten. Die Planung und die ersten Bauschritte lagen noch in den Händen von Sigrid Krüger, der langjährigen Technischen Leiterin des Verbands. Als sie Ende 2024 in Ruhestand ging, wurden ihre Aufgaben neu verteilt. Um den Bereich Trinkwasser kümmert sich seither Jennifer Witzschke. Guido Ramin stieß im März 2025 für den Bereich Abwasser zum WAV – und führte das Projekt Abwasserdruckleitung zu Ende. „Das war sehr spannend!“

Aktuell ist er unter anderem in die Bauarbeiten in der Rosenplansiedlung eingebunden. Hier werden neue Abwasserleitungen und Hausanschlüsse verlegt. Ein anderes Augenmerk liegt auf Pumpwerken. „Bei einigen müssen zeitnah Armaturen, Pumpen oder Steuerungen erneuert werden.“ Sanierungskonzepte gibt es auch für Schmutzwasserleitungen und -schächte. Auch hier hat Guido Ramin bereits Ausschreibungen auf den Weg gebracht und Aufträge vergeben.

Für Kunden, die eine Sammelgrube oder Kleinkläranlage errichten, wieder in Betrieb nehmen oder umbauen möchten, ist Guido Ramin ebenfalls Ansprechpartner. „Diese Anträge bearbeite ich auch.“

Die ersten neun Monate beim WAV seien wie im Flug vergangen, sagt Guido Ramin. „Die Arbeit ist vielseitig und macht großen Spaß. Die Kollegen haben es mir auch sehr leicht gemacht, mich in die neuen Aufgaben hinein zu fuchsen. Bei Fragen standen sie mir stets zur Seite. Das ist sehr viel wert! Die vielen Rädchen, die sich bei der Abwasserentsorgung drehen, mit am Laufen zu halten, ist ein schönes Gefühl.“

Studieren beim WAV

Junge Leute aufgepasst: Habt Ihr Lust auf ein duales Studium? Dann schaut doch mal beim WAV Wittstock rein! Hier könnt Ihr Siedlungswasserwirtschaft studieren. Bis 31. Januar 2026 könnt Ihr Euer Interesse beim Verband bekunden.

Mehr Infos

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Frisch am Abwasser-Netz

 




Überleitung von Heiligengrabe nach Wittstock fertig

Frisch am Abwasser-Netz

Die Überleitung der Abwässer von Heiligengrabe zur Kläranlage nach Wittstock, die sogenannte Abwasserdruckleitung, ist fertig. Am 10. November wurde sie feierlich eingeweiht. Das bedeutet auch: Die Kläranlage in Heiligengrabe ist jetzt außer Betrieb.

Drei, zwei, eins – Abwasser marsch! Mit einem Knopfdruck weihten Karl-Friedrich Schült, Bürgermeister der Gemeinde Heiligengrabe, Verbandschef Andy Thierbach und Dr. Philipp Wacker, Bürgermeister von Wittstock, (v. l.), die neue Druckleitung feierlich ein.
Foto: WAV Wittstock

Die neue Druckleitung transportiert das Abwasser, das in Heiligengrabe anfällt, nun zur Kläranlage nach Wittstock. Die Bauarbeiten haben etwas mehr als ein Jahr gedauert und umfassten weit mehr als den rund acht Kilometer langen Leitungsstrang. „Um das Abwasser nach Wittstock schicken zu können, benötigten wir auf dem Gelände der Kläranlage in Heiligengrabe auch ein neues Pumpwerk“, schildert Verbandschef Andy Thierbach. Aufgabe des Pumpwerks ist es, die Überleitung des Abwassers zu steuern. Die Vorreinigung erfolgt nach wie vor in Heiligengrabe. Auch hier waren in den vergangenen Jahren Investitionen nötig. Eines der bisherigen Abwasserbecken wird zudem künftig als Notfallbecken genutzt.
Die meisten Arbeiten verliefen zeitlich wie geplant. „Geduld brauchten wir jedoch beim Pumpwerksschacht. Hier betrug die Lieferzeit rund 20 Wochen.“ Umso erleichterter sind Andy Thierbach, Dr. Philipp Wacker (Bürgermeister von Wittstock) und Karl-Friedrich Schült (Bürgermeister der Gemeinde Heiligengrabe), dass die Druckleitung dennoch wie geplant in diesem Jahr ans Netz gehen kann. „In den vergangenen Wochen haben wir alle Komponenten in einem umfangreichen Probebetrieb auf Herz und Nieren getestet. Wir freuen uns, dass wir jetzt mit dem Dauerbetrieb starten können“, sagt Andy Thierbach.

Insgesamt investierte der Verband rund 1,7 Millionen Euro in die Baumaßnahme. Davon steuerte das Land Brandenburg 500.000 Euro aus dem Förderprogramm ,Abwasser – Wasserrahmenrichtlinie WRRL’ bei. „Ein großer Dank gilt allen Beteiligten vom Fördermittelgeber, den beauftragten Ingenieurbüros, den bauausführenden Firmen bis zu den Mitarbeitern des Wasser- und Abwasserverbandes Wittstock für die Unterstützung und planmäßige Umsetzung.“

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Eine Frage des Preises

 




Öffentliche Ausschreibungen sind ein Muss für viele Bauvorhaben des Verbandes

Eine Frage des Preises

Der WAV Wittstock investiert jedes Jahr viel Geld in Bauvorhaben. Arbeiten, die er nicht selbst erledigen kann, schreibt er öffentlich aus. Welches Angebot den Zuschlag erhält, regelt das Vergaberecht. Wie das funktioniert, skizziert der Verband am Beispiel einer Baumaßnahme in der Wittstocker Innenstadt.

Submissionen gehören für Verbandschef Andy Thierbach und Technikerin Jennifer Witzschke zum Arbeitsalltag. „Der Moment der Angebotsfreigabe bleibt aber immer etwas Besonderes.“

Foto: WAV Wittstock

Mittwoch, 8. Oktober, kurz vor zehn Uhr. Verbandschef Andy Thierbach ruft auf dem großen Bildschirm an seiner Bürowand das Vergabeportal des Landes auf. Trinkwassertechnikerin Jennifer Witzschke nimmt inzwischen am Besprechungstisch Platz. Beide sind hier zu einer „Submission“ verabredet. So heißt fachsprachlich der Termin, an dem die Angebote zu einem öffentlichen Auftrag für den Auftraggeber freigeschaltet werden. Andy Thierbach und Jennifer Witzschke haben schon viele Submissionen gemacht. „Der Moment, in dem die Angebote sichtbar werden, bleibt aber jedes Mal ein spannender Augenblick.“
Hintergrund für diese Submission sind geplante Bauarbeiten in der Schweden- und Schützenstraße in Wittstock. Immer wieder kam es hier zu Rohrbrüchen. Deshalb sollen auf insgesamt einem Kilometer die Trinkwasserhauptleitungen und Hausanschlüsse erneuert werden. Im Wirtschaftsplan hat der Verband dafür 590.000 Euro (netto) verankert. Die Arbeiten dafür muss er öffentlich ausschreiben. In diesem Fall bundesweit.

Im Vier-Augen-Prinzip

Für seine Ausschreibungen nutzt der Verband das Vergabeportal des Landes Brandenburg. „Das gesamte Verfahren verläuft digital. Jeder einzelne Schritt wird dabei für beide Seiten transparent und rechtssicher dokumentiert“, erläutert Jennifer Witzschke. „Nach Fristablauf ein Angebot abzugeben oder vor Fristende Angebote zu öffnen, ist ausgeschlossen.“ Dass Andy Thierbach und Jennifer Witzschke die Submission zu zweit machen, ist Vorschrift. „Hier gilt das Vier-Augen-Prinzip.“

Inzwischen ist es zehn Uhr. Das Vergabeportal hat alle Angebote freigeschaltet. Hinter verschlossenen Türen gehen der Verbandschef und seine Technikerin alle Angebote durch. In einem Protokoll dokumentieren sie, wer ein Angebot abgegeben hat, zu welchem Preis und ob es Preisnachlässe oder Nebenangebote gibt. So verlangen es die „Allgemeinen Bestimmungen für die Vergabe von Bauleistungen“. Wer den Zuschlag bekommt, richtet sich nach dem Preis. Grundsätzlich gilt: Das günstigste Angebot gewinnt. Die Entscheidung darüber fällt aber nicht sofort. „Zunächst muss unser Ingenieurbüro prüfen, ob das Angebot alle ausgeschriebenen Leistungen abdeckt und realistisch kalkuliert ist“, betont Andy Thierbach. Anfang November steht schließlich fest: Den Zuschlag erhält die Firma Burgdorf Rohrleitungs- und Tiefbau GmbH aus Wittstock.

Rascher Baustart

Noch im November legt sie mit den Arbeiten los. Denn: „Die Hauptleitungen sollen bis Ende 2025 verlegt sein.“ Danach folgen die Hausanschlüsse, insgesamt 60 an der Zahl. „Bis Ende August 2026 soll alles fertig sein.“ Die Hauptleitungen werden im Fußweg verlegt. Gebaut wird in geschlossener Bauweise mit Rohrvortrieb. Das ist ein Verfahren, in dem der Fußweg nicht in Gänze, sondern nur an wenigen Punkten aufgerissen wird.

„Wir haben bereits auf einer Info-Veranstaltung alle Anwohner und Eigentümer über die Baumaßnahme informiert“, sagt Verbandschef Thierbach. Auch über die voraussichtlichen Kosten für die Hausanschlüsse. Denn diese werden auf die Eigentümer umgelegt. „Das erfolgt nicht pauschal, sondern richtet sich nach individuellen Gegebenheiten wie zum Beispiel der Lage und Länge des Anschlusses. Die Abrechnung erfolgt nach Ende der Bauarbeiten, wenn wir die Schlussrechnung dafür haben.“

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