Sind Sie schon Wassersparer?
Herausgeber: Märkischer Abwasser- und
Wasserzweckverband

Sind Sie schon Wassersparer?



Am 5. August 2024 hat die MAWV-Verbandsversammlung Vorsteher Peter Sczepanski ordentlich abgewählt. Bereits im Herbst 2023 hatte Sczepanski angekündigt, dass er spätestens Ende 2024 die Amtsgeschäfte niederlegen wolle. Inzwischen ist er Rentner und kann seinen wohlverdienten Ruhestand genießen. Die Abwahl war dazu formal aber noch notwendig.
Der MAWV dankte Peter Sczepanski für seine über zehnjährige Tätigkeit als Verbandsvorsteher. Er musste mit dem MAWV – wie viele andere Verbände – in der Beitragsproblematik turbulente Zeiten durchstehen. Die Investitionen in das Netz zur Absicherung der Trinkwasserversorgung und Entsorgung des Schmutzwassers wurden über Beiträge gedeckt. Gesetzesänderungen, verschiedene Rechtsauffassungen von Fachleuten und überraschende Gerichtsurteile forderten die Führungsqualitäten der Verbandsvorsteher und den Mut zu Entscheidungen der Verbandsversammlungen in einem besonderen Maße heraus. Die letzten Auswirkungen dieser schweren Zeit konnte Sczepanski mit der Abschaffung des Gebührensplittings und der Vereinheitlichung der Gebühren auf den Weg bringen und damit den MAWV in nun hoffentlich ruhige Fahrwasser leiten.
Die Position des Verbandsvorstehers wird voraussichtlich im März 2025 neu besetzt werden. Bis dahin wird Falko Börnecke als Stellvertretender Verbandsvorsteher die Amtsgeschäfte führen.
Der Märkische Abwasser- und Wasserzweckverband

Nichts gegen Waldspaziergänge im Regen – schließlich härten die ab. Aber es gibt auch viel Schönes für drinnen.
Foto: Pixabay/Agata
Sonntag, 15. September | 17 Uhr
Kirche Niederlehme, Karl-Marx-Straße 75, 15713 Königs Wusterhausen OT Niederlehme
– Amor á mort – Liebe und Gewalt in der Musik zwischen 1300 und 1630
Eintritt: 7,50 Euro, ermäßigt 5 Euro
Samstag, 21. September | 19 – 21 Uhr
Fachhochschule für Finanzen, Schillerstraße 6, 15711 Königs Wusterhausen
– musikalische Rundreise durch Nord- und Südamerika mit Werken u. a. von George
Gershwin, Astor Piazzolla und Irving Berlin
Eintritt: Kategorie I: 39 Euro, Kategorie II: 29 Euro, Kinder bis 12 Jahre: 10 Euro
Samstag, 21. September | 11 – 18 Uhr
KiEZ Hölzerner See, Weg zum Hölzernen See 1, 15754 Heidesee OT Gräbendorf
– Spaß für die ganze Familie zum Weltkindertag – mit bunten Spielen am Wasser und
tollen Überraschungen
Eintritt: frei
Freitag, 27. September | 19 – 23 Uhr
Landeswald-Oberförsterei Hammer, (an der B 179), 15746 Groß Köris OT Hammer
– seit Mai immer am letzten Freitag im Monat Filme mit Bezug zum Thema Wald – mit
Essen und Trinken auf dem Forsthof sowie Diskussion und Gedankenaustausch am
Lagerfeuer danach
Eintritt: frei
Telefon: 033765 217819
Freitag, 27. September | 19:30 – 20:30 Uhr
Kreuzkirche Königs Wusterhausen, Schlossplatz, 15711 Königs Wusterhausen
– spanische Orgelmusik – mit Wein aus Spanien und Tapas danach
Eintritt: 7,50 €, ermäßigt: 5,00 €
Samstag, 28. September | 10 – 14 Uhr
Oberstufenzentrum in Königs Wusterhausen, Brückenstraße 40, 15711 Königs Wusterhausen
– fast 100 Unternehmen informieren über Ausbildungsmöglichkeiten im Landkreis
Dahme-Spreewald
Eintritt: frei
Samstag, 28. September | 17 – 23:55 Uhr
Sport- und Mehrzweckhalle Mittenwalde, Schulstraße 1, 15749 Mittenwalde
– der Spielmannszug lädt zu bayrischen Schmankerln und Hü’engaudi
Eintritt: 12 Euro, Abendkasse 15 Euro
Sonntag, 29. September | 16 – 17 Uhr
Kreuzkirche Königs Wusterhausen, Schlossplatz, 15711 Königs Wusterhausen
– talen%erte Geschwister im Hause des Soldatenkönigs, Musik bei Hofe von Jean-
Baptiste Lully, Michael Praetorius und Johann Sebastian Bach – es musizieren die
Kinder der verspielt-Musikschule Zernsdorf
Eintritt: frei www.verspeielt-musik.org
Freitag, 11. Oktober | 19 Uhr
Stadtbibliothek Königs Wusterhausen, Scheederstraße 1 C, 15711 Königs Wusterhausen
– Filmreihe Zeitschni) 2024 – Jugend abseits sozialis0scher Normen
Eintritt: 5 Euro
Samstag/Sonntag, 12./13. Oktober | 10 – 18 Uhr
Am Schloss Königs Wusterhausen, Schlossplatz 1, 15711 Königs Wusterhausen
– Keramiker und Kunsthandwerker begeistern mit ihrer Handwerkskunst – jedes Teil ein
Unikat
Eintritt: frei
Samstag, 19. Oktober | 10 – 13 Uhr
Treff: Hotelparkplatz im Gewerbegebiet Am Möllenberg 29, 15713 Königs Wusterhausen OT
Niederlehme
– Holger Görlitz kennt die gefundenen und o) unbekannten Pilzarten, gibt
Zubereitungshinweise und viele andere nützliches Infos rund um die „Schwämme“
aus Wald und Wiese

Foto: Gemeinde Zeuthen
Liebe Leserinnen und Leser,
als Bürgermeister der Gemeinde Zeuthen durfte ich am 13. Juni erstmals an einer Verbandsversammlung des MAWV teilnehmen. Für die freundliche Aufnahme möchte ich mich bei meinen Kolleginnen und Kollegen bedanken.
Als Vertreter der Bürgerinnen und Bürger meiner Gemeinde ist es mir wichtig, dass in diesem „Wassergremium“ die anstehenden Themen mit Sachverstand und solidarischem Miteinander behandelt und entschieden werden. Nach bereits zwei Verbandsversammlungen kann ich Ihnen versichern, dass dies der Fall ist.
Die Verbandsversammlung ist das Gremium, das die inhaltliche Ausrichtung der zu leistenden Arbeit des kommunalen Dienstleisters steuert und damit auch für die entstehenden Kosten für die Bürgerinnen und Bürger verantwortlich ist. Umso wichtiger ist es, dass die Prozesse und Entscheidungen für alle Gebührenzahlerinnen und -zahler transparent und nachvollziehbar sind und verantwortungsvoll mit den Kosten umgegangen wird.
Bereits Mitte September stehen weitere wichtige Entscheidungen an, wie der Bau eines neuen Verwaltungsgebäudes in Königs Wusterhausen und vor allem die Wahl einer neuen Verbandsvorsteherin oder eines neuen Verbandsvorstehers. Ich bin überzeugt, dass die Verbandsversammlung diese und weitere Aufgaben im Sinne unserer Bürgerinnen und Bürger entscheiden wird.
Philipp Martens, Bürgermeister der Gemeinde Zeuthen



In Zeuthen wird grabenlos gebaut – Umwelt und Anwohner freut’s.
Foto: MAWV


Rohrnetzmitarbeiter Martin Wegener beim Einsetzen eines Geräuschpegelloggers.




Fotos: SPREE-PR/Petsch
Mit diesen akustischen Leitungswächtern können Leckagen im Rohrnetz frühzeitig erkannt und behoben werden. Denn „Wasser weg“ ist nicht zuletzt eine finanzielle Frage: „Für die Aufbereitung des Lebenselixiers in den Wasserwerken und seine Verteilung in die Versorgungsnetze wird Energie verbraucht“, erklärt Stefan Kroll, Abteilungsleiter Rohrnetz bei der DNWAB. „Daher wollen wir als Betriebsführungsgesellschaft Wasserverluste und die damit verbundenen energetischen Kosten entlang der Wasseraufbereitungskette so gering wie möglich halten.“
Dafür nutzt die DNWAB auch innovative smarte Technologien wie besagte Geräuschpegellogger. „Durch deren intelligenten Einsatz können wir Verluste unseres wichtigsten Gutes Wasser und mögliche Folgekosten zur Sicherstellung eines attraktiven Wasserpreises reduzieren“, führt Stefan Kroll aus und erklärt die Funktionsweise der Leckagen-Detektive: „Geräuschpegellogger werden an Armaturen im Trinkwassernetz angebracht und nehmen in nächtlicher Stille auffällige Geräusche wahr. Das sind Frequenzbereiche, die die Logger in eine Leckwahrscheinlichkeit umrechnen. Die Daten senden sie an eine Cloud.“ Während wir schlafen, erkennt der Logger also Wasseraustrittstellen. „Die Angaben in der Cloud vermitteln den zuständigen Spezialisten bei Auffälligkeiten schnell einen Eindruck vom Zustand des umliegenden Netzabschnittes“, so Kroll.
Rohrnetzmitarbeiter Martin Wegener ergänzt: „In vielen Fällen sind wir in der Lage, Leckagen bereits kurz nach ihrer Entstehung zu beheben, noch bevor es zu einem Wasseraustritt an der Oberfläche von Straßen und Gehwegen kommt.“ So leistet die DNWAB ihren Beitrag zur Schonung unserer wertvollen Ressource Trinkwasser. Laut Weltwirtschaftsforum ist Wasserknappheit eins der fünf globalen Risiken, die bereits ein Viertel der Weltbevölkerung betrifft. Der sorgsame Umgang mit Trinkwasser müsste also unser aller Herzensangelegenheit sein.

Kleines Foto: Bei heftigen Wolkenbrüchen können schon mal die Gullys blubbern – es droht unter Umständen Rückstau im Kanal. Ein Regenschirm hilft bei solchen Starkregenereignissen wie im Juli 2024 wenig. Für das eigene Haus ist eine Rückstausicherung der beste Schutz.
Foto: SPREE-PR/Gückel
Dirk Frambach: Das ist richtig. Allein sechs Starkregenereignisse verzeichneten wir – und zwar am 1., 11., 15., 22. und 29. Juli. Am 11. Juli waren es sogar zwei, deshalb kommen wir auf sechs.
Der Deutsche Wetterdienst warnt in drei Stufen (siehe Hinweis Seite 4, Anmerkung der Redaktion). Pi mal Daumen sagen wir in der Abwassersparte: ab 30 l/m2 in der Stunde. Zwischen Mitte Juni und Anfang August verzeichneten wir insgesamt 384 Störmeldungen über unsere Anlagen.
Unser Produktionsbereich ist ja rund um die Uhr besetzt. Ob nachts, am Wochenende oder an Feiertagen: Zwei Kollegen sind immer in Bereitschaft. Wir haben also einen guten Überblick über die Regenwasser- und auch insgesamt die Abwasserströme vor Ort. So sind viele Pumpwerke ins Prozessleitsystem eingebunden und darüber hinaus alle mittleren und großen Pumpwerke mit Frequenzumrichtern ausgestattet. Diese Anlagen reagieren ganz automatisch auf große Wassermassen. Beispielsweise kann im Hauptpumpwerk Schenkendorf unser Havariebecken genutzt werden. Diese Becken sollen bei Stark-
regen das Wasser zwischenspeichern und so Abwasserspitzen auf der Kläranlage verhindern. Denn gerade die „Sturzbäche“ verteuern die Reinigung des Abwassers und somit auch die Gebühren aller Einwohner. Die Kanäle sind so dimensioniert, dass sie normale regionaltypische Regenmengen sicher aufnehmen und ableiten können. Für meteorologische Extreme sind sie jedoch nicht ausgelegt.
Insgesamt überwachen wir über unser Prozessleitsystem 202 Anlagen – also Kläranlagen, Vakuumstationen und Abwasserpumpstationen. Bei den kleineren Pump- und Hauspumpwerken sind wir auf die Hilfe der Bürgerinnen und Bürger angewiesen. Sollte also die Signallampe auf dem Schaltschrank eines Pumpwerks blinken – bitte unsere Bereitschaftsnummer 0800 8807088 anrufen.
Zunächst muss erwähnt werden: Niederschläge sind wichtig für die Grundwasserneubildung. Dafür muss das Wasser aber an Ort und Stelle versickern können. Und das ist das eigentliche Problem. Denn viele Flächen und Grundstücke sind mittlerweile versiegelt. Folge: Das Regenwasser kann nicht versickern und gelangt in den Schmutzwasserkanal, der dafür gar nicht dimensioniert ist. Erschwerend kommt außerdem hinzu, dass die Regenrinne mit dem Schmutzwasserkanal verbunden ist. Das ist verboten!
Viele Hausbesitzer sind wegen zunehmender Starkregenfälle akut von Rückstauschäden im Keller bedroht. Insbesondere dann, wenn sie über keine Rückstausicherungen verfügen, diese offen oder die Abwasserhebeanlage ausgefallen ist. Dann tritt das Abwasser im Keller oder Souterrain aus Bodenabläufen, Toiletten oder auch Duschen ins Haus ein. Das kann richtig teuer werden. Der einzige wirksame Schutz ist eine rechtzeitige technische Vorsorge durch fachkundige Installation. Rückstausicherungen unterhalb der Rückstauebene sind laut Schmutzwasserbeseitigungssatzung Pflicht! Und nicht zuletzt sind die Städte und Gemeinden in der Pflicht. Ihnen obliegt die ausreichende Niederschlagswasserableitung im öffentlichen Bereich.
Hintergrund
➊ Regenmengen 15 bis 25 l/m² in 1 Stunde oder 20 bis 35 l/m² in 6 Stunden (Markante Wetterwarnung)
➋ Regenmengen > 25 bis 40 l/m² in 1 Stunde oder > 35 l/m² bis 60 l/m² in 6 Stunden (Unwetterwarnung)
➌ Regenmengen > 40 l/m² in 1 Stunde oder > 60 l/m² in 6 Stunden (Warnung vor extremem Unwetter)
Niederschlagswasser im MAWV-Gebiet
■ 26,3 km Regenwasserkanal
■ 63 Regenrückhalte- und Sickerbecken
■ 30 Sedimentationsabscheider
■ 415 Sickerschächte
■ 8.424 Regeneinläufe
■ 20 Regenpumpwerke