Was bei der Grundstücksentwässerung wichtig ist
Herausgeber: Wasser- und Abwasserverband Rathenow

Starke Regenfälle führen nicht selten zu überfluteten Straßen.
Foto: SPREE-PR/Schulze
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Starke Regenfälle führen nicht selten zu überfluteten Straßen.
Foto: SPREE-PR/Schulze
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Maximilian Kaping hat gute Erfahrungen als WAV-Praktikant gemacht.
Foto: SPREE-PR/Leue
Der WAV Rathenow will sich künftig regelmäßig auf Berufsmessen im Land Brandenburg präsentieren. Am 25. April wird sich der Verband in der Rathenower Oberschule J.H.A. Duncker vorstellen, um Schüler und Schülerinnen über seine Ausbildungsangebote zu informieren.
Darüber hinaus haben Schüler und Schülerinnen ab der 9. Klasse die Möglichkeit, sich für Praktika u.a. im kaufmännischen Bereich, im Bereich für Energie-, Mess- und Steuerungstechnik/Informationstechnik sowie im Trink- und Abwasserbereich zu bewerben. Dort steht das Kennenlernen der technischen Anlagen im Vordergrund, zum Beispiel als Beifahrer in einem Arbeitsfahrzeug. WAV-Mitarbeiter Maximilian Kaping, der vor seinem derzeitigen Dualen Studium selbst Praktikant war, empfiehlt aus eigener Erfahrung. „Das Kennenlernen von Betriebsabläufen hilft, sich konkrete Vorstellungen von einem Beruf im Trink- oder Abwasserbereich zu machen.“
Interessenten können sich bewerben unter personal@wav-rathenow.de
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Foto: privat
Liebe Leserinnen und Leser,
dass man es nicht jedem recht machen kann, ist ein geflügeltes Wort, das in gewisser Weise auch aufs Wetter zu münzen ist. Mal kommt zu wenig Niederschlag, dann wieder viel zu viel. Und beides sorgt für Probleme. Für uns beim WAV waren die vielen Niederschläge in den letzten Monaten sicher erfreulicher als für manche Landwirte. So konnten die aus der Trockenperiode im Sommer rührenden Defizite etwas ausgeglichen werden. Auch die Grundwasserbestände haben sich im westlichen Havelland um 20 Zentimeter erholt, was zur Entspannung der Lage beitrug. Trotzdem, es fehlen immer noch rund 70 Zentimeter bis zum Normalzustand. Wann der erreicht wird, lässt sich nicht sagen. Wir messen regelmäßig die Pegelstände, aber letztlich gilt: Kontrollieren ist gut, kommende Probleme im Blick haben, ist noch besser.
Ihr Felix Menzel,
Verbandsvorsteher des Wasser- und
Abwasserverbandes Rathenow
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Benita Bünger, Mathias Lawerenz und Susan Petrat (v. l.) engagieren sich im Förderverein für ihr Dorf.
Foto: SPREE-PR/Leue
Das zu Rathenow gehörende Böhne ist mit knapp 300 Einwohnern ein kleiner Ort, füllt aber im Geschichtsbuch des Havellandes ein größeres Kapitel. Hier begann im Juni 1675 die Befreiung von Rathenow, das von den Schweden besetzt war. Im Haus des havelländischen Landrats Jacob Friedrich von Briest zu Böhne wurde der siegreiche Kampfplan für die Truppen der kurbrandenburgischen Armee geschmiedet. Seither heißt das Haus „Schwedenhaus“. Gerade wird es zu einer Jugendwohnstätte für sozial benachteiligte Menschen umgebaut.
Bei den Treffen, die im angrenzenden Gemeindezentrum in der Vergangenheit stattfanden, ging es nie um die Vorbereitung dramatischer Ereignisse. Stattdessen um die Verschönerung des Dorflebens. „Wir identifizieren uns mit unserem Dorf und wollen nicht, dass das Gemeinschaftsleben einschläft wie in manchen anderen Dörfern“, sagt Mathias Lawerenz (38), einer von sieben Vorstandsmitgliedern des 2011 gegründeten Fördervereins von Böhne. Zudem ist er Leiter der Freiwilligen Feuerwehr, die ihren Stützpunkt direkt im Anbau des Gemeindezentrums hat.
Die Feuerwehr ist traditionell ein Dreh- und Angelpunkt des dörflichen Lebens. Es gibt kaum ein Dorffest, bei dem die Kameraden nicht mitwirken: vom Osterfeuer übers Maibaumpflanzen bis zum Skat- und Würfelturnier. Dann stehen sie am Grill oder sorgen für die Musik, unterstützt von etlichen Frauen aus dem Dorf. Zu ihnen gehören unter anderem Susan Petrat – neben Ortsvorsteher Christian Stachowiak die Co-Vorsitzende des Fördervereins – und Benita Bünger.
Beide sind vor Jahren aus Rathenow kommend mit ihren Familien in Böhne sesshaft geworden. Es schwingt Stolz mit, wenn sie über die gemeinsamen Aktivitäten der Einwohner berichten. Zum Beispiel über die jährliche Müllaktion am Karfreitag, wenn Groß und Klein aus dem Dorf mit Handwagen und Müllknipser entlang der L 96 und des Havellandradweges ziehen, um die schöne Natur von Unrat zu befreien. „Es ist wie ein Tagessausflug, bei dem man nebenbei Nützliches tut. Alle machen mit, die Angler und auch viele Kinder.“ Hinterher gibt’s selbstgebackenen Kuchen und Bratwurst vom Grill, der hinterm Gemeindezentrum angeschmissen wird.
Inzwischen wurde eine Menge geschaffen: der Fußballplatz, ebenso der Spielplatz. „Nicht nur für unsere jungen Muttis ist es ein neuer Treffpunkt“, so Susan Petrat, „auch Auswärtige, die auf dem Havelradweg vorbeikommen, machen hier öfters mit ihren Kindern eine Spielpause.“
Manchmal kommen auch Böhner aus Hessen mit dem Bus, um beim Dorffest mitzufeiern. Seit 2011 pflegen die beiden namensgleichen Gemeinden einen regelmäßigen Austausch. „Alle zwei, drei Jahre besuchen wir uns gegenseitig“, sagt Mathias Lawerenz von der Feuerwehr, die für das nächste große Fest gleich doppelt zuständig ist: als Anlassgeber und als Helfer. 2026 werden nämlich 100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Böhne gefeiert.
Die Wasserhärten des Trinkwassers in Böhne und anderer Gemeinden finden Sie im Internet:
www.wav-rathenow.de unter – Trinkwasserversorgung.
Viele Havelland-Bewohner sind Sterne-Fans, schon wegen des Sternenparks. Deshalb waren hier jüngst ebenso viele Bürger elektrisiert vom Einschlag eines Meteoriten wie die Wissenschaftler. Sie sehen es als Glücksfälle, weil die galaktischen Gesteinsbrocken etwas über das Leben auf der Erde aussagen. Bei einem entdeckten Forscher in England 2021 Spuren, deren chemische Signatur der des irdischen Wassers ähnelt. Es stützt die Theorie, wie Wasser – Ursprung des Lebens – einst auf unsere Erde kam: durch Einschläge aus dem All. Unklar bleibt, warum der Meteorit neulich ausgerechnet in unserer Region aufschlug.
War es ein außerirdisches Signal, über die Wichtigkeit und den richtigen Umgang mit Wasser nachzudenken? Oder einfach ein Geschenk von ganz oben zur Tourismusförderung: für den Sternenpark und die Wasserlandschaft entlang der Havel? Weiß der Himmel.
Trinkwasser:
Versorgung durch Wasserwerk Premnitz
Trinkwasseranschlüsse: 99
versorgte Einwohner: 294
TW-Hauptleitungen: 7,47 km
TW-Hausanschlussleitungen: 1,56 km
Anschlussgrad: 99,8 %
Schmutzwasser:
Die Schmutzwasserentsorgung erfolgt zu 100% dezentral.
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Diese Männer und Frauen arbeiten im WAV-Bereich Trinkwasser.
Foto: WAV Rathenow
Auch wenn es den Anschein hat: Trinkwasser kommt nicht einfach so aus dem Wasserhahn. Es wird zuvor in einem aufwendigen Verfahren der Natur entnommen, zu einem reinen, trinkbaren Nass „verarbeitet“ und über ein Netz technischer Anlagen und Leitungen zum Verbraucher gebracht. Mit dieser Aufgabe sind im Wasser- und Abwasserverband Rathenow 19 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betraut. Zu ihnen gehören Rohrnetzarbeiter und Wasserwerker ebenso wie Sachbearbeiterinnen, eine Laborantin und mehrere Azubis. Die Ausbildung von Nachwuchsfachkräften ist wichtig, da die Arbeit weder eines Tages ausgehen wird, noch durch irgendeine Künstliche Intelligenz komplett erledigt werden kann.
„Was die Arbeit unserer Kollegen so verantwortungsvoll macht, ist die Pflicht, die Bevölkerung mit sauberem und sicherem Trinkwasser zuverlässig zu versorgen“, sagt Felix Püschel, Leiter Wasserversorgung beim WAV. Hinzu kommt, dass das „Produkt“ Wasser eine natürliche Ressource ist, deren Schutz nicht leichter wird angesichts der steigenden Erwartungen der gesetzlichen sowie der klimatischen Veränderungen. Die Letztere dürften gerade in der Region Brandenburg zunehmend für Trockenheit sorgen. Nachhaltiges Wirtschaften ist für die Beschäftigten im Bereich Wasserversorgung deshalb kein Modebegriff, sondern Grundmotiv ihres Tuns, seit jeher.
Obwohl die Arbeit viel Ernsthaftigkeit verlangt, erleben die Kollegen auch manch Unvorhersehbares. „Wir mussten schon Rehe von unserem Wasserwerksgelände befreien, die dort versehentlich eingeschlossen waren“, so Felix Püschel. „Aber auch komplizierte Rohrbrüche oder Havarien sorgen dafür, dass unsere Arbeit stets abwechslungsreich ist.“
Wenn er sich etwas wünschen könnte, dann vielleicht, dass die Kunden das stetig aus dem Hahn fließende Wasser nicht als Selbstverständlichkeit betrachten. Dass ein zuverlässiges System der Wasserversorgung intensiver Wartung und Pflege bedarf, würden Menschen oft erst verstehen, wenn nach einer Havarie mal kein Tropfen mehr aus der Leitung kommt. Umso größer sei die Wertschätzung, wenn die Kollegen von Felix Püschel nach einem reparierten Rohrbruch wieder vermelden können: „Wasser läuft“.
Auch wenn viele Verbraucher die Versorgung mit sauberem Trinkwasser vermutlich mehr schätzen als den reibungslosen Fluss des Abwassers, sehen sich die „Trinkwasser“-Kollegen beim WAV nicht über den „Abwasser“-Kollegen. Sie wissen, dass Trinkwasser- und Abwasserproblematiken eng miteinander verbunden sind (die unsachgemäße Entsorgung von Abwasser kann zu Wasserverschmutzung führen). Der Spruch „Ohne Trinkwasser kein Abwasser“ ist deshalb eher eine freundschaftliche Neckerei.
Herausgeber: Wasser- und Abwasserverband Rathenow

Karte: SPREE-PR
Neben der zuverlässigen Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung gehören der Schutz der Umwelt und die Gewährleistung einer nachhaltigen Ressourcennutzung zu den zentralen Aufgaben des WAV.
Um diesen Anforderungen und nicht zuletzt den damit verbundenen veränderten gesetzlichen Auflagen gerecht zu werden, hat der WAV in der Vergangenheit umfangreich in umweltfreundlichere Technologien investiert. So wurden, um die Anlagen des WAV günstiger betreiben zu können, Photovoltaikanlagen mit insgesamt 555 kWp Leistung gebaut. Für den Betrieb und die Verbesserung der Wasser- und Abwasserinfrastruktur im Verbandsgebiet sind weitere Baumaßnahmen erforderlich. Vorrangiges Ziel ist es, die Effizienz der Prozesse zu erhöhen. Diesem Anliegen dienen auch die bis 2027 geplanten Maßnahmen, zum Vorteil der WAV-Kunden und letztlich aller Bürger im Verbandsgebiet.
Bis Ende 2027 werden in der Ortsdurchfahrt Milow Bestandsanlagen von Grund auf erneuert, was mit umfangreichen Erschließungsarbeiten verbunden ist. Im Zuge der geplanten Maßnahmen wird der WAV sein Schmutzwassernetz um zusätzliche 1.700 Meter erweitern. Hinzu kommen noch etwa 1.000 Meter Grundstücksanschlussleitungen. Gleichzeitig werden noch etwa 300 Meter Regenwasseranschlussleitungen verlegt und Umverlegungen der Trinkwasserleitungen auf einer Länge von etwa 250 Meter erforderlich sein.
Veranschlagte Gesamtkosten: 2,7 Mio. Euro
Bis 2025 wird die ehemalige Kläranlage Bützer für 380.000 Euro saniert. Inbegriffen ist der Umbau des Retentionsspeichers, in dem das Schmutzwasser bis zum Weiterpumpen in die Kläranlage zwischengespeichert wird.
In den Jahren 2024/25 wird die Kläranlage Rathenow umgebaut, um die biologische und chemische Reinigung und Aufbereitung des Schmutzwassers zu verbessern.
Kostenvolumen: 1,18 Millionen Euro
2024 wird in der Bunsenstraße/Karl-Marx-Straße/Am Dachsberg die Entsorgungsleitung durch einen Neubau ersetzt.
Kostenvolumen: 380.000 Euro
Außerdem wird eine Wirtschaftlichkeitsstudie in Auftrag gegeben, ob das Wasserwerk Premnitz zur Verbesserung der Wasseraufbereitung ertüchtigt werden kann oder ob ein Neubau erforderlich ist.
Dafür sind Kosten von 250.000 Euro veranschlagt.
Herausgeber: Wasser- und Abwasserverband Rathenow

WAV-Geschäftsführer Björn Jelinski (re.) und Bauleiter Sven Deventer auf einer Baustelle in Rathenow.
Foto: WAV Rathenow/Bené
Das tut der Wasser- und Abwasserverband Rathenow permanent, auch in den nächsten Jahren. „Um weiterhin die Ver- und Entsorgungssicherheit für unsere Kunden sicherzustellen, werden wir kontinuierlich Mittel für die Entwicklung unserer technischen Anlagen bereitstellen“, sagt WAV-Geschäftsführer Björn Jelinski. Insgesamt sind bis Ende 2024 rund 7,6 Millionen Euro für Baumaßnahmen im Trink- und Abwasserbereich in verschiedenen Orten des Verbandsgebietes eingeplant. Mit ihnen wird die Modernisierung der Leitungssysteme und Anlagentechnik in Premnitz, Milow, Nennhausen, Rhinow und Rathenow vorangetrieben.
Allein für die Bauarbeiten an der Ortsdurchfahrt Milow sind in den Jahren 2024 bis 2027 insgesamt 2,7 Millionen Euro veranschlagt. „Die Baumaßnahme, die vom Landesbetrieb Straßenwesen realisiert wird, ermöglicht dem Wasser- und Abwasserverband unter anderem, sein Schmutzwassernetz zu erneuern und zu erweitern. In der Folge kann die Umstellung von dezentraler Schmutzwasserentsorgung, sprich Grubenabfuhr, auf die zentrale, leitungsgebundene Entsorgung erfolgen”, so Björn Jelinski.
Milows Bürgermeister sowie Verbandsvorsteher des Wasser- und Abwasserverbandes Rathenow Felix Menzel sieht in der Baumaßnahme die Chance, Probleme der Zukunft – die steigenden Preise der dezentralen Abwasserentsorgung und die Regenwasserproblematik – zu lösen. „Die Ortslage Milow wird nach der Baumaßnahme sichere Geh- und Radwege haben sowie Querungshilfen, die auch den Verkehr entschleunigen.“ Einige Einschränkungen im Rahmen der baulichen Maßnahmen werden sich nicht vermeiden lassen, letztlich dienen sie der langfristigen Verbesserung der Versorgungssituation.
Herausgeber: Wasser- und Abwasserverband Rathenow
Hinweis zum Datenschutz: Mit der Teilnahme an Gewinnspielen in der WASSERZEITUNG stimmen Sie, basierend auf der EU-Datenschutzgrundverordnung, der Speicherung Ihrer personenbezogenen Daten zu. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen!
Bitte verwenden Sie das nachstehende Kontaktformular, um das Lösungswort einzureichen und die Chance auf einen Preis zu erhalten.
Alternativ senden Sie das Lösungswort bis zum 31. Mai 2024 an:
SPREE-PR · Zehdenicker Straße 21 · 10119 Berlin
oder per E-Mail an: wasser@spree-pr.com
Kennwort: Frühlings-Wasser-Rätsel
Bitte geben Sie Ihre Adresse an, damit wir Sie im Gewinnfall postalisch benachrichtigen können.
Herausgeber: Wasser- und Abwasserverband Rathenow

Ob Wohnung, Balkon oder Garten: Nachwachsende Gemüsereste gedeihen mit Licht und Wärme überall. Auch Joghurtbecher eignen sich hervorragend als Pflanztöpfe.
Foto: SPREE-PR/Swoboda
Regrow (wörtlich übersetzt: wieder nachwachsen) verspricht neue Ernte aus Gemüseresten. Das schont nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Umwelt. Beim Kochen entstehen ohnehin Bioabfälle. Statt sie wegzuwerfen, können viele Gemüsereste wieder verwertet werden, und das zu jeder Jahreszeit. So vermeiden Sie Biomüll und haben immer frische Zutaten parat. Regrow ist für jedermann, für Alt und Jung geeignet. Besonders für Kinder ist das Anbauprojekt spannend. Sie lernen, woher ihr Essen kommt und können sich ins Thema Pflanzenkunde einfuchsen. Der Ertrag ist bei vielen Sorten bereits nach wenigen Tagen sichtbar, da macht Gemüseessen gleich doppelt Spaß!
Eigentlich können Sie gleich loslegen, denn für den Anfang hat man das meiste in der Regel schon im Haus: Kleine Schüsseln, Deckelgläser in unterschiedlichen Größen und ein sauberes, scharfes Messer werden benötigt. Wichtig ist ein Platz zum Gedeihen mit viel Licht und Wärme, wie eben eine Fensterbank. Wir von der WASSERZEITUNG haben uns in die Gartenarbeit gestürzt und für Sie eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für Frühlingszwiebeln und Salat zusammengestellt.
Los geht’s: Schneiden Sie etwa zwei Zentimeter über der Wurzel der Frühlingszwiebel ab und stellen Sie diese in ein mit Wasser gefülltes Glas. Das Wasser alle drei Tage austauschen. Nach wenigen Tagen sprießen aus den abgeschnittenen Stängeln hellgrüne Spitzen. Das sind bereits die nachwachsenden Triebe, die Sie ernten können, je nachdem wie hoch die Keimlinge wachsen sollen. Auch nachdem etwas abgeschnitten wurde, kann der Trieb weitergenutzt werden. Dafür einfach wie gehabt Wasser regelmäßig auswechseln oder in einen Topf mit frischer Anzuchterde setzen.
Das Gleiche funktioniert auch mit dem Strunk eines Salatkopfs. Etwa zwei Zentimeter darüber abschneiden und in ein Wasserglas stellen. Am besten die äußeren Blätter entfernen, sodass nur noch das „Herz“ im Nass steht. Nach wenigen Tagen treiben erste Blättchen in der Mitte aus. Diese können bereits geerntet oder nach zwei Wochen in den Topf mit Anzuchterde eingepflanzt werden. Nur mäßig gießen, sonst verdirbt das Ganze. Selbstverständlich wächst so kein komplett neues Gemüse nach, sondern nur die Triebe. Aus Möhren werden keine neuen wachsen, aber die sprießenden, grünen Blätter sind schmackhaft und gesund und eine leckere Zutat für Suppen und Salate. Es bietet sich an, gleich mehrere Ableger anzusetzen. Für Regrow eignen sich außerdem Porree, Stangen- und Knollensellerie, Fenchel, Wurzelpetersilie und Rote Beete.

WZ-Redakteurin Franziska Swoboda
Foto: SPREE-PR/Wolf
Die Idee, gerade in der dunklen, kalten Jahreszeit etwas frisches Grünes sprießen zu sehen, ist eine willkommene Abwechslung fürs Auge und macht Spaß. Setzen Sie doch zusammen mit den (Enkel‑)Kindern ein paar Gemüsetriebe an. Das ist eine wunderbare Beschäftigung, wenn das Wetter mal wieder nicht nach draußen einlädt. Jeden Tag haben meine beiden Kinder neugierig nachgeschaut, ob sich im Glas bzw. im Topf schon etwas getan hat. Sie waren ganz gespannt, wie ihre Ernte schmecken wird. Ergebnis: Noch nie war der Salat zum Abendessen so schnell verputzt.
Herausgeber: Wasser- und Abwasserverband Rathenow

Die vom ADFC zertifizierten Radtouren im Seenland sind zwischen 26 km und 62 km lang. Sie besitzen thematische Schwerpunkte und befinden sich über die gesamte Reiseregion verteilt in den unterschiedlichen Erlebnisräumen. Im Bild: eine Spree-Brücke in Fürstenwalde.
Foto: Florian Läufer
Auf der Messe „Grüne Woche“ in Berlin bekam die Geschäftsführerin des „Seenland Oder-Spree e. V.“ im Januar eine Goldmedaille umgehängt. Ellen Rußig und ihr Team überzeugten mit dem neuen Angebot „slow trips – Zeit für Land und Leute“ die Jury und landeten auf dem 1. Platz des pro agro-Marketingpreises in der Kategorie Land- und Naturtourismus. Es sei authentisch, für Gäste wie Einheimische ansprechend und bringe Wertschöpfung in die Region, weiß die Chefin: „Bei der Entwicklung unserer Produkte liegen uns die Regionalität und auch die Unterstützung der Anbieter vor Ort am Herzen.“
Wie wäre es also mit einem Sauerteigbrotbackkurs in Altfriedland, Einblicken ins Orgelbau-Handwerk in Sieversdorf oder Bierbrauen in Fürstenwalde – selbstverständlich inklusive Verkostung!
Im Verein „Seenland Oder-Spree“ bündeln die Landkreise Märkisch-Oderland und Oder-Spree gemeinsam mit der Stadt Frankfurt (Oder) ihre touristischen Kräfte. Für sieben Erlebnisräume – vom Oderbruch bis ins Schlaubetal – werden Hunderte Angebote zur Erholung in der wasserreichsten Region Brandenburgs beworben.
„In Frühjahr und Sommer erobern Radfahrer immer wieder gern unsere Gegend“, erzählt Produktentwicklerin Jennifer Ehm im Podcast der WASSERZEITUNG (deezer, spotify). „Wir sind sogar die einzige Reiseregion Brandenburgs und der neuen Bundesländer, die vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) als Radreiseregion zertifiziert ist.“
Das Seenland punktet mit thematisch inszenierten Touren (etwa „Auf den Spuren des Alten Fritz“), zuverlässiger Ausschilderung und Online-Führung u. a. via App Komoot sowie Übernachtungsangeboten Bed & Bike.
Zwar sind die Berlinerinnen und Berliner die Hauptzielgruppe für die Touristiker zwischen Oder und Spree. Aber auch von weit her Anreisende werden in der 300 Seen reichen Region mit Naturbadestellen an jeder Ecke angezogen. Familien können ihrem Nachwuchs täglich – altersgerechte! – Action bieten: von der Sommerrodelbahn in Fürstenwalde über Wake-Board-Fahren in Petersdorf bis zu Spielparks wie dem Irrlandia in Storkow. „Einheimische sind hier natürlich genauso willkommen“, betont Öffentlichkeitsarbeiterin Jennifer Ehm ausdrücklich. „Ich plädiere immer dafür, einfach mal in eine der zahlreichen Touristinfos zu gehen, die es in jeder Kleinstadt gibt. Dort warten nette Menschen mit allen notwendigen Hinweisen auf Sie.“