Aufbereitungsstoffe im Wasserwerk Tettau
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WAL Wasserverband Lausitz

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Leise und „sauber“ unterwegs: unsere Kollegen Marko Löppitz, Matthias Horn und Christian Stoll (v. l.). Im Hintergrund zu erkennen: der Faulturm und rechts daneben das Blockheizkraftwerk.
Foto: SPREE-PR/Rasche
Im Faulturm einer Kläranlage werden die anfallenden Schlämme aus dem Anlagenbetrieb biologisch zu Methangas abgebaut. Dieses wertvolle Biogas wird anschließend gereinigt und in Blockheizkraftwerken (BHKW) verbrannt. Ein solches Kraftwerk erzeugt gleichzeitig Wärme und Elektroenergie – eine perfekte Kombination, die eine nahezu autarke Energieversorgung der Kläranlage ermöglicht.
Das BHKW läuft mittlerweile so effektiv, dass der gewonnene Strom neuen Zwecken zugeführt werden kann. Kurzerhand ersetzte WAL-Betrieb einen alten, dieselbetriebenen Kleintransporter durch ein modernes Elektrofahrzeug. Somit fährt der angeschaffte „ID. Buzz“ von Volkswagen seit Juli dieses Jahres mit „Energie aus Abwasser“. Denn die in dem beschriebenen Prozess gewonnene Elektroenergie wird auch zum Laden des neuen Kleintransporters genutzt. Und die WAL-Betrieb-Flotte soll in den nächsten Jahren um weitere saubere E-Fahrzeuge wachsen.
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Viele glückliche Kinder beim (v.l.) IT-Koordinator Amt Ruhland Marko Stahn, der Rektorin der Grundschule Guteborn Katrin Richter und WAL-Betrieb-Geschäftsführer Patrick Laurisch.
Foto: WAL-Betrieb
Dafür ist hilfreich, dass sich – laut repräsentativen Umfragen – weit mehr als die Hälfte aller Schulkinder zu Hause an einen eigenen Rechner setzen können. Die Ausstattung an vielen Schulen sieht anders aus. Doch das muss nicht so sein, findet WAL-Betrieb und spendete der Grundschule Guteborn erneut mehrere Personalcomputer (PC). Den Mädchen und Jungen gibt dies noch mehr Möglichkeiten, ihre Fähigkeiten im PC-Umgang zu festigen und auszubauen.
„Die Nutzung der 15 PCs erweitert die vorhandenen Möglichkeiten des digitalen Lernens an der Grundschule“, freut sich Patrick Laurisch, kaufmännischer Geschäftsführer von WAL-Betrieb. „Während der Corona-Pandemie hat WAL-Betrieb auf mobile Arbeitsrechner – also Laptops – umgestellt. Die frei gewordenen PCs finden nun eine sinnvolle Weiterverwendung.“ Die Gesichter der beschenkten Kinder sprachen für sich.
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Foto: SPREE-PR/Archiv
Die Gebühr für die Trinkwasserver- und Schmutzwasserentsorgung setzt sich aus einer Grund- und einer Mengengebühr zusammen. Die Grundgebühr wird für die Bereitstellung und Vorhaltung der Wasserver- und Schmutzwasserentsorgungsanlagen (z. B. Wasserwerk, Kläranlagen, Pumpwerke, Rohrleitungen und Kanäle) unabhängig vom Umfang der Inanspruchnahme erhoben. Mit ihr werden zum Teil die fixen Kosten, die die technischen Anlagen verursachen, finanziert. Maßstab der Grundgebührenberechnung ist bei der Wohnnutzung die Wohneinheit, bei gewerblicher oder sonstiger Nutzung die Wasserzählergröße.
Die Mengengebühr ist ein mengenabhängiges Entgelt für die Trinkwasseraufbereitung und -verteilung sowie Abwasserentsorgung und -behandlung. Mit ihr werden die variablen Kosten, wie Energie- oder Personalkosten, finanziert. Maßstab ist hier die über den Wasserzähler bezogene Trinkwassermenge.
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Foto: SPREE-PR/Rasche
Sehr geehrte Leserinnen und Leser,
mehr als zwei Jahrzehnte gingen dynamische Investitionen und Gebührenstabilität, um die uns viele beneidet haben, beim WAL verlässlich Hand in Hand. Doch immer stärker setzen uns politische Entscheidungen unter Zugzwang, auf die wir keinerlei Einfluss haben. Allen voran denke ich da an die Entwicklung der Zinsen für kreditgestützte Baufinanzierungen, die von nahezu 0 % auf bis zu 3,5 % hochgeschossen sind, oder die Inflation im Bausektor und die Energiekrise. Aus diesem Grund musste der Verband hinsichtlich seiner Gebühreneinnahmen handeln. Unsere Leitplanke war dabei die Frage der Gerechtigkeit. Daher haben wir lediglich die Grundgebühren neu justiert und die neuen Sätze der Verbandsversammlung am 16. November zum Beschluss vorgelegt. Sie folgte unserem Vorschlag einstimmig.
Seien Sie gewiss, dass wir unsere Entscheidungen mit Augenmaß fällen und auf bestmögliche Weise gegensteuern. Diese Lausitzer WASSER ZEITUNG liefert dafür mehrere Beispiele.
Von Herzen wünsche ich Ihnen eine angenehme Weihnachtszeit und einen fröhlichen Rutsch ins neue Jahr!
Ihr Christoph Maschek,
WAL-Verbandsvorsteher
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Und süß wird sie sowieso sein, genauso wie der Advent. Der Wasserverband Lausitz (WAL) „bescherte“ seiner Paten-Grundschule in Guteborn wieder rechtzeitig Weihnachtskalender. So macht das Warten auf den Geschenkeabend doppelt Spaß!
Foto: SPREE-PR/Rasche
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Screenshot: WAL-Betrieb
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Eine Wärmepumpe funktioniert nach dem Prinzip Kühlschrank – nur auf entgegengesetzte Weise. Energie wird entzogen, die abgegebene Wärme verpufft nicht, sondern wird explizit genutzt.
Karikatur: SPREE-PR/K. Lange
Das Grundwasser, das im Wasserwerk Tettau zu Trinkwasser aufbereitet wird, strömt mit nahezu unveränderter Temperatur aus dem Untergrund herauf. „Die rund 10 Grad ohne nennenswerte jahreszeitliche Schwankungen sind ideale Bedingungen für eine Wasser-Wärmepumpe, die die thermische Energie des Grundwassers aufnimmt“, erläutert WAL-Verbandsvorsteher Christoph Maschek. „Den geringen Strombedarf für diese Pumpe liefert locker die benachbarte Photovoltaikanlage bzw. deren Speicher.“
Im Wasserwerk Tettau arbeiten zwei Dutzend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die in die Jahre gekommene Heiztechnik muss ausgetauscht werden, außerdem soll der Ersatz von Gas unabhängig machen. „Dies gilt auch für die beiden Verwaltungsstandorte von WAL und WAL-Betrieb am Senftenberger See“, betont Christoph Maschek. Welche Art Wärmepumpe hier zum Einsatz kommen soll, wird gegenwärtig noch geprüft. Die nötigen Investitionen finden sich in den nächsten Wirtschaftsplänen wieder.
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Karte: SPREE-PR/Schulze
Drei Jahrzehnte nach seinen Erst-Investitionen hat der Wasserverband Lausitz (WAL) sich vor allem für seine Abwasser-Anlagen viel vorgenommen. Projekte wie die geplante Überleitung von Großräschen nach Brieske sollen zweifelsfrei signalisieren, dass die wasserwirtschaftliche Infrastruktur für die Entwicklung der Region gerüstet ist. Funktioniert alles robust, stimmen die Standort-Bedingungen. Und das ist definitiv eine Win-win-Situation für alle Beteiligten. Außerdem ist sich der WAL seiner Verantwortung im Trinkwasserverbund „Lausitzer Revier“ bewusst – und wird dieser auch mit den angeschobenen Neubauten, Erneuerungen und Modernisierungen vollauf gerecht.
Hier ein paar beispielhafte Projekte 2024:

Foto: SPREE-PR/Rasche
Mit einer Photovoltaik-Anlage direkt nebenan wird das Wasserwerk im Fall der Fälle sogar im „Inselbetrieb“ funktionieren. Dafür ist nun noch der Umbau bzw. die Erweiterung der Mittelspannungsschaltanlage notwendig. Mit dieser komplexen Steuerung gestalten wir die Trinkwasserversorgung noch krisensicherer, schaffen redundante Einspeisungen und – können das Wasserwerk auch ohne öffentliches Netz betreiben.
Damit sich die Gewerbe- und Industriestandorte Lauchhammer und Schipkau/Schwarzheide im Strukturwandel des Lausitzer Kohlereviers wunschgemäß entwickeln können, trägt auch der WAL sein Scherflein bei. Unter anderem wird der WAL seine Trinkwasser-Speicherkapazitäten vergrößern und an dezentralen Orten im Verbandsgebiet positionieren. Damit erreicht man eine höhere Flexibilität und kann schneller auf Anforderungen reagieren. Um das Lebensmittel Nr. 1 im nötigen Fluss zu halten, wird auf der Druckerhöhungsanlage eine Photovoltaikanlage installiert.

In dem auch Pressgrube genannten Startschacht werden die Steinzeugrohre in die gewünschte Richtung vorangetrieben.
Foto/Copyright: seenluft24
Dank „Microtunneling“ können die Rohre in dem Senftenberger Ortsteil grabenlos und ausgesprochen kostensparend verlegt werden. Außerdem sind die Beeinträchtigungen fürs Umfeld mit dieser Methode auf ein Minimum reduziert. Die neuen Steinzeugrohre werden unterirdisch mit hohem Druck eingeschoben, der Abraum mithilfe von Förderschnecken und Saugpumpen an die Oberfläche befördert. Das Fördermedium Bentonit kann wiederverwendet werden, was die Umwelt entlastet. Übrigens ist die grabenlose Verlegung auch von Trinkwasserleitungen mittlerweile Standard.
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Die Druckerhöhungsstation Senftenberg-West in der Klettwitzer Straße ist nur einer von mehreren Standorten des WAL, der mit einer leistungsstarken Photovoltaikanlage ausgerüstet werden soll. Die schrägen Anschüttungen rund um die beiden zur Hälfte unterirdisch errichteten Trinkwasserspeicher sind dafür perfekt.
Montage+Foto: SPREE-PR
„Ich gebe Ihnen mal ein Beispiel, womit wir gerade zu kämpfen haben“, setzt WAL-Verbandsvorsteher Christoph Maschek an: „Für ein typengeprüftes Beton-Fertigteil, das wir für eine Mittelspannungsschaltanlage am Wasserwerk Tettau benötigen, galt früher eine Lieferzeit von drei Monaten. Heute avisiert man uns die Lieferung in 55 Wochen, also in mehr als einem Jahr – aus Deutschland!“
Nur schwer vorhersehbare Lieferungen, nahezu unkalkulierbare Preise oder kaum zu beschaffende „zentrale Produkte“, wie Mikrochips, sind nur eine Seite der Medaille, wenn es um die lange Liste der Investitionsvorhaben (siehe Seite 4/5) des WAL geht. Dazu gesellt sich die Verdreifachung der Energiekosten seit Ausbruch des Krieges in der Ukraine im Februar 2022. Doch Christoph Maschek nimmt es gewohnt sportlich. Dank Konsens in der Verbandsversammlung wird eine bereits intensiv genutzte „Quelle“ noch viel stärker angezapft: „Jede Megawattstunde, die uns die Sonne spendiert, ist willkommen!“ Denn jeder eingesparte Cent für Strom aus dem öffentlichen Netz hilft dabei, die Gebührenentwicklung in der Niederlausitz verträglich zu gestalten. Und apropos Gebührenentwicklung …
Den neuen Gebühren-Pfad hat die Verbandsversammlung des WAL am 16. November geebnet. Nach langen Beratungen und Abwägungen beschloss das „Parlament“ nach gut 23 Jahren Stabilität die neuen Grundgebühren – und nur diese! „Unsere Entscheidung bildet auch die demografische Entwicklung ab“, erläutert Verbandsvorsteher Christoph Maschek den eingeschlagenen Weg. „Das Verbrauchsverhalten ändert sich mit dem Alter und unsere Lausitz wird immer ‚älter‘. Zudem stecken in der Grundgebühr sozusagen unsere ‚Fixkosten‘. Diese werden damit weiterhin solidarisch erhoben.“
Besonders deutlich wird das im energieintensiven Bereich Abwasser. Die Unterhaltung der Infrastruktur aus stromfressenden Pumpstationen bis hin zu den Kläranlagen verursacht mehr als zwei Drittel der gesamten Abwasserkosten.
Bei den Neuberechnungen der Gebühren wurden darüber hinaus auch richterliche Entscheidungen berücksichtigt. Diese verlangen von Zweckverbänden „lineare“ Grundgebühren. Sprich, der Kostenanteil muss mit der Zählergröße proportional steigen, was insbesondere die gewerblichen Abnehmer betrifft. „Wir stellen einmal mehr Rechtssicherheit her. Und Rechtssicherheit bedeutet nicht mehr und nicht weniger als Gebührengerechtigkeit“, so Christoph Maschek.