Angaben zu Ihrem Trinkwasser im LWG-Versorgungsgebiet
Herausgeber: LWG Lausitzer Wasser GmbH & Co. KG • Ausgabe Cottbus
Angaben zu Ihrem Trinkwasser im LWG-Versorgungsgebiet



Beim Umweltwettbewerb können tolle Preise gewonnen werden. Mit dem Gartenwasserzähler lässt sich bares Geld sparen.
Foto: canva
Mit den ersten warmen Sonnenstrahlen nimmt die Gartensaison Fahrt auf. Und die wiedererwachten Pflanzen haben großen Durst. Ist Ihnen bewusst, dass in der Gartenbewässerung verbrauchtes Wasser von der Abwasserrechnung abgezogen werden kann? Immerhin gelangt nicht jedes genutzte Trinkwasser als Abwasser in die Kanalisation. Daher winkt mit einem Gartenwasserzähler eine erhebliche Kostenersparnis! Dazu ist es notwendig, die abzusetzende Wassermenge genau zu messen – und zwar mit einem geeichten Gartenwasserzähler. Die Installation erfolgt durch die LWG selbst. Zudem muss bei der Kommune ein Antrag auf „Absetzung der nachweislich nicht eingeleiteten Wassermengen“ gestellt werden. Die Formulare finden Sie auf der Website der LWG.
Nachfragen bitte direkt ans:
LWG-Kundencenter
Telefon 0355 350-0
Mit der im Februar 2024 erteilten neuen wasserrechtlichen Erlaubnis für die Wasserfassung Harnischdorf ist die LWG für zukünftig steigende Wasserbedarfe langfristig gerüstet. Die im Süden von Cottbus gelegene Anlage verfügt über 16 Brunnen bester Rohwasserqualität und liegt in einem bestätigten Trinkwasserschutzgebiet. Es wurden umfassende Untersuchungen und Prüfungen durchgeführt, darunter ein Langzeitpumpversuch, eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP-Vorprüfung) sowie ein Fachbeitrag gemäß der Wasserrahmenrichtlinie der EU. Diese Analysen bestätigten, dass eine Wasserförderung in Höhe von 10.500 Kubikmetern pro Tag keine negativen Auswirkungen auf oberflächennahe Ökosysteme hat.
In Kooperation mit dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e. V. (BDEW) wurde ein umfassendes Dossier erstellt, ergänzt durch eine Videoreihe, in denen Mitarbeiter der LWG ihr Können unter Beweis stellen. Die Kampagne zielt darauf ab, das Bewusstsein für die Bedeutung der vielfältigen Berufe in der Wasserwirtschaft zu schärfen und neue Talente dafür zu begeistern.

1999 entwickelten Liquid Soul dieses neue exklusive Instrument, das seither im Mittelpunkt des Programmes steht: die Wasserstichorgel.
Foto: Liquid Soul
15. Mai, 19:00 Uhr
Einlass ab 18:30 Uhr,
Wasserturm Cottbus,
Eintritt kostenlos,
begrenzte Platzkapazität

Foto: LWG
Liebe Schülerinnen und Schüler,
was mit unserem Abwasser passiert, nachdem es den heimischen Abfluss verlassen hat, könnt Ihr bei einer kostenlosen Kläranlagenführung erleben. Auf der hochmodernen Anlage der LWG – Am Großen Spreewehr – lassen Euch unsere Fachexperten in die Welt der nachhaltigen Abwasserreinigung eintauchen. Sie bieten auf rund anderthalbstündigen Touren spannende Einblicke in den Behandlungsprozess des Abwassers. Ihr könnt bei uns eine aufschlussreiche Reise zu modernen Technologien für umweltfreundliche Reinigung unternehmen. Ja, unsere Kläranlage ist ein Ort, an dem Umweltschutz lebendig wird. Insbesondere für Eure Schulklassen ist eine solche Führung eine einzigartige Erfahrung. Seid dabei und erlebt die Faszination Abwasserwelt selbst!
Jens Meier-Klodt und Marten Eger,
Geschäftsführer der LWG

LWG-Mitarbeiter Maximilian Sattler und Patrick Schneegaß (v. l.) bei der Montage der PV-Anlage.
Foto: LWG

Die Lehrwerkstatt der LWG neben der Kläranlage: Sie wird nicht mehr und nicht weniger als der „Kern“ des künftigen „Wasserwirtschaftliches Bildungszentrum Lausitz“ sein.
Foto: SPREE-PR/Arbeit
In der mehrfach ausgezeichneten Lehrwerkstatt der LWG, gleich neben der Kläranlage beim Großen Spreewehr, büffeln Jahrgänge mit jeweils rund 20 angehenden Facharbeitern. Ihre Entsendebetriebe – vor allem aus Brandenburg, aber auch Sachsen – wissen, dass hier top ausgebildete Experten geformt werden, insbesondere Anlagenmechaniker. „Die LWG hat sich für ihre Ausbildungen im Laufe der Zeit ein großes Ansehen in der Branche erarbeitet“, verweist Geschäftsführer Jens Meier-Klodt unter anderem auf neun bundesbeste Azubis. „Auf diese tolle Basis setzen wir mit dem Wasserwirtschaftlichen Bildungszentrum noch eins drauf!“
Rund um die Lehrwerkstatt wird ein moderner Campus entstehen, inklusive Neubauten. „Wir werden unsere Bildungseinrichtung mit allem ausstatten, das zeitgemäßes Lernen erfordert – von digitalen Touchscreen-Tafeln, die mit Geräten und Maschinen verknüpft werden können, bis hin zu Co-Learning-Spaces“, zählt Jens Meier-Klodt auf. Lern-Apps, Simulationen, virtuelle-Realität-Technologie – nicht mehr und nicht weniger als ein Leuchtturmprojekt schwebt dem Kaufmännischen Geschäftsführer vor. „Wir investieren hier Geld in eine großartige Lernumgebung, die ausstrahlen wird. Der Berufsweg in die Wasserwirtschaft soll und muss von Beginn an hohe Anziehungskraft entfalten.“ Lernen werden auf dem Campus bis zu 120 Lehrlinge und Studierende.
Dafür verstärkt die LWG ihre Kooperation mit Fach- und Hochschulen sowie anderen Partnern in Forschung und Entwicklung. Studenten der BTU waren in 16 Teams bereits behilflich dabei, architektonische Visionen für das zukunftsorientierte Bildungszentrum zu entwerfen. „Alles dient dem Ziel, das gesamte Berufsspektrum der Siedlungswasserwirtschaft anbieten zu können!“ Die Geschäftsführung plant dafür neben einer deutlichen Auffrischung des inhaltlichen und methodischen Angebots auch umfangreiche Services für die Lernenden. „Unseren Partnern bieten wir ein Bewerbermanagement als neue Dienstleistung an. Die Angebote zur Berufsorientierung, betriebliche Weiterbildung und Praktika werden wachsen.“ Nächstes Jahr soll der Bau starten, die Pforten zum Ausbildungsstart im Herbst 2026 öffnen.

Der außer Betrieb genommene Sandfang der ehemaligen Kläranlage in Comrat. Hier muss dringend investiert werden.
Foto: LWG
Das Städtchen Comrat liegt im ländlichen Südwesten der Republik Moldau, kaum ein Dutzend Kilometer von Rumänien entfernt. Kenner dieser Grenzregion ist Ingenieur Martin Apelt, Teamleiter des Technischen Büros der LWG. „Ich engagiere mich schon viele Jahre privat in dieser Region und habe dort auch eine Weile gelebt“, erzählt uns der Wasserfachmann, dessen geübtem Blick gerade die oft mangelhafte, auf Verschleiß gefahrene Infrastruktur rund um das Lebensmittel Nr. 1 nicht entging. „Hier wird noch sehr viel alte russische Technik genutzt, sie stammt teilweise aus den 1970er Jahren. Wenn das Abwasser dort nahezu ungeklärt in lokale Bäche läuft, ist das für unsereins schockierend. Für die Menschen vor Ort ist das normal.“ Wassertrinken aus der Leitung? Aufgrund Dauerchlorung undenkbar. Das Grundwasser wird direkt ins Verteilnetz gefördert. Eine mehrstufige Aufbereitung – in Deutschland Standard – fehlt.
Doch Städte wie Comrat holen beim technischen Stand rasant auf. Müssen Komponenten – etwa energieintensive Pumpen – ersetzt werden, kann eingekauft werden, was der westliche Markt hergibt. „Aber mit einkaufen und hinstellen ist es ja nicht getan“, erläutert Martin Apelt. „Bei der Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung handelt es sich um ausgesprochen komplexe Systeme. Insofern liegt gerade im effizienten Betrieb der neuen Anlagen eine große Herausforderung.“ Vor allem die enormen Wasserverluste im 150 km-Netz wollen die moldauischen Kolleginnen und Kollegen schnell senken. Nahezu die Hälfte des aufwendig aus bis zu 400 m Tiefe (!) geförderten Wassers „verschwindet“ auf dem Weg in die Haushalte. „Bei unserem dreitägigen Besuch im Januar waren das gleich die wichtigsten Fragen: Wie macht ihr das in Cottbus? Wie findet ihr Leckagen? Mit welchen Methoden? Das brennt denen auf den Nägeln!“

Den Gästen aus Deutschland werden alle Anlagen präsentiert, die meisten benötigen dringend Investitionen.
Foto: LWG
Die Partnerschaft mit der LWG soll dem städtischen Wasserversorgungsunternehmen Su Canal Comrat auf ein höheres Effizienzniveau helfen. Unterstützt durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) wird das interkommunale Projekt zu 100 % durch die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH gefördert.
Im ersten Schritt soll der Fokus auf der Senkung des Energieverbrauchs, der verstärkten Nutzung regenerativer Energien sowie der Sanierung der Kläranlage und des Abwasserkanalnetzes für die rund 26.000 Einwohner liegen. „Im April kommen unsere Partner nach Cottbus und werden unsere Anlagen mal genau unter die Lupe nehmen können. Bis dahin sehen wir uns regelmäßig in Online-Meetings.“ Martin Apelt und seine LWG-Kollegen wollen gerade auf ingenieurtechnischer Ebene beratend zur Seite stehen.
Eine zukunftsorientierte, effiziente und nachhaltige Wasserinfrastruktur vor Ort ist überall Voraussetzung für wachsende Lebensqualität. Dass die Bürgerinnen und Bürger von Comrat dies ebenso genießen können wie die Lausitzer, dafür wird die LWG einen kleinen Beitrag leisten. „Wir wollen nicht vergessen, dass die Wasserversorgung bei uns auf einem super Niveau läuft, dass wir Wasser unbedenklich aus der Leitung trinken können und dass Abwasser gut geklärt in die Natur zurückkehrt“, macht Martin Apelt deutlich, warum er sich ehrenamtlich für den – wie er es formuliert – „Wissenstransfer auf Augenhöhe“ engagiert. „Wir arbeiten mit den Moldauern auf freiwilliger Basis zusammen und haben das gute Gefühl, etwas Sinnvolles zu machen. Und ja, man erdet sich dabei selbst ein bisschen.“

Vater Andreas und Sohn Johannes beseitigen gemeinsam einen Rohrbruch in der Nähe der Annahofer Teiche in Kolkwitz.
Foto: LWG

Foto: LWG

Das Entkalkungsschiff „Barbara“ wird wieder in den See gesetzt.
Foto: LWG