Unsichtbaren Verlusten auf der Spur
Herausgeber:
WasserZweckVerband Malchin Stavenhagen



David Schacht, Geschäftsführer des WZV
Foto: privat
die Sicherstellung einer zuverlässigen Wasserversorgung ist von entscheidender Bedeutung für eine stabile Entwicklung unserer Region. Durch das gemeinsame Pilotprojekt „Investitionsstrategie Wasser“ haben wir zusammen mit 38 anderen Wasserversorgern aus Norddeutschland eine solide Datengrundlage geschaffen, um fundierte Entscheidungen zu treffen. Es ist unerlässlich, langfristig zu denken und nicht heute auf Kosten von morgen zu leben. Als Verband stehen wir momentan vergleichsweise gut da und doch werden wir künftig mehr investieren müssen, um den Substanzerhalt langfristig zu sicherzustellen und einen Investitionsstau in der Zukunft zu vermeiden.
Die Investitionen und Modernisierungsmaßnahmen, die wir heute tätigen, werden sich langfristig auszahlen und damit künftig Ihre Gebühren stabilisieren. Gleichzeitig müssen wir in unser Personal investieren, um in Zeiten des Fachkräftemangels über motivierte und qualifizierte Mitarbeiter zu verfügen. Wie Sie im Innenteil dieser Ausgabe lesen können, sind wir auch hier auf einem guten Weg.
Ich danke Ihnen für Ihr Interesse und wünsche Ihnen viel Freude beim Lesen der WASSERZEITUNG – hier als E-Paper oder genauso als Papierausgabe in Ihrem Briefkasten!
Ihr
David Schacht
Geschäftsführer des WZV

Die klimatischen Veränderungen sorgen vielerorts für ausgedörrte Böden. Versorger und Verbraucher müssen sich diesen neuen Verhältnissen anpassen.
Foto: SPREE-PR/Galda
Corina Schube: Ja, sie haben recht – allerdings waren es früher nur mal einzelne Tage, während in den vergangenen Jahren die wärmeren Tage gehäufter auftraten. Das gilt übrigens nicht nur für den Februar, sondern für alle Monate, sodass ein positiver Trend der Temperaturabweichung vom vieljährigen Mittel existiert. Neun der zehn wärmsten Jahre seit Beobachtungsbeginn 1881 sind nach 2000 aufgetreten. Seit 1951 werden auch die Anzahl der Eistage (Maximum < 0° C), Frosttage (Minimum < 0° C), Sommertage (Maximum > 25° C), heißen Tage (Maximum > 30° C) und Tropennächte (Minimum > 20° C) erfasst, wobei die Sommertage, heißen Tage und Tropennächte eine zunehmende Tendenz zeigen, während die Frost- und Eistage weniger werden.
Jens Fildebrandt: Kurz – ja. Klimaprojektionen gehen für die Zukunft von einer Zunahme der Winterniederschläge und gleichbleibenden bis leicht abnehmenden Sommerniederschläge aus. Längere trockene Phasen im Sommer werden wahrscheinlicher. Steigende Temperaturen und zunehmende Verdunstung bedeuten mehr Energie/Wasserdampf in der Atmosphäre, sodass Starkregenereignisse wahrscheinlicher werden. Unsicher sind die Prognosen im Hinblick auf die künftige Wasserverfügbarkeit im Frühjahr. Einerseits prognostizieren die Klimamodelle einen leichten Anstieg der Frühjahrsniederschläge, andererseits wurde in den letzten Jahren eine Zunahme der Frühjahrstrockenheit beobachtet.

Messsysteme auf Feldern bestimmen die mittlere Bodenfeuchte im Umkreis von mehreren Hektar.
Foto: DWD
C. S.: Mit zunehmenden Winterniederschlägen verschlechtert sich nicht nur die Befahrbarkeit, sondern es steigt die Gefahr von Erosion, Überflutungen und Nährstoffauswaschungen. Steigende Temperaturen bei unveränderten Sommerniederschlägen führen zu höherer Verdunstung und sinkender Bodenfeuchte, d. h. der Bewässerungsbedarf steigt. Mit dem Klimawandel verändern sich die Anbaubedingungen für land- und forstwirtschaftliche Kulturen, z. B. durch längere Vegetationszeiten, neue Pflanzenkrankheiten und neue Schädlinge, aber auch durch die Möglichkeit, neue Kulturen anzubauen.
Je nach Höhe des Grundwasserspiegels und der Bodenart/Bodenstruktur braucht das Niederschlagswasser unterschiedlich lange, um beim Grundwasser anzukommen. Dazu hat der DWD aber keine Daten.
J. F.: Regeln für die Beschränkungen der privaten Wasserentnahme sowie Regelungen für die Feldberegnung gab es im Sommer 2023 z. B. schon in Niedersachsen und wahrscheinlich auch in anderen Bundesländern. Im Zuge von notwendigen Wassereinsparungen ist dies natürlich auch für MV bzw. bundesweit vorstellbar. Allerdings trifft diese Entscheidung nicht der DWD.
C. S.: Aktuell wird es tatsächlich nur ein „Anpassen“ sein, denn alle bereits ergriffenen und kommenden Maßnahmen zum Klimaschutz wirken sich erst sehr zeitverzögert aus, im Rahmen von Jahren und Jahrzehnten. Für die Landwirtschaft sind z. B. angepasste Züchtungen der Kulturpflanzen notwendig und mehr Drainagen für die Winterniederschläge. Außerdem dürfte im Frühjahr/Sommer der Bedarf an Bewässerungsgaben steigen. Wie bereits erwähnt, können allerdings auch neue, wärmeliebende Kulturen angebaut werden.
J. F.: Die Fachleute sind sich einig – wir können noch etwas tun; zumindest um den Klimawandel aufzuhalten. In der Landwirtschaft kann die Reduktion der Kohlendioxid-Emissionen z. B. durch den Anbau von Zwischenfrüchten und Untersaaten, Einsatz organischer Dünger, Wiedervernässung von Mooren oder Aufforstung nicht mehr benötigter Flächen erfolgen. Außerdem sollten Methan- und Lachgas-Emissionen reduziert werden.
Hintergrund
Das Teilgebiet der Meteorologie beschäftigt sich mit den Auswirkungen von Wetter, Witterung und Klima auf die Land- und Forstwirtschaft. Für die Landwirtschaft werden zum Beispiel tagesgenaue Vorhersagen bereitgestellt, die anhand von Wirkmodellen aus Wetterdaten sowie aus Daten zum aktuellen Entwicklungszustand der Pflanzen und zu örtlichen Bodeneigenschaften erzeugt werden. Außerdem werden u. a. für Ministerien rückblickende Analysen erstellt sowie Extremereignisse als Basis für staatliche Ausgleichszahlungen bewertet.

Sowohl von außen als auch von innen betrachtet, sind die Kunstfenster eine echte Augenweide. Die Gestaltung von Künstler Thomas Kuzio bietet Spielraum für die unterschiedlichsten Assoziationen.
Fotos: WZV

Die großen prachtvollen Glasflächen stehen ihren Vorbildern in sakralen Bauten in nichts nach. An historische Vorbilder angelehnte moderne Motive aus blauen und schwarzen geometrischen Elementen wurden traditionell bei 600 °C ins Glas eingebrannt – passend zur historischen Umgebung.
So filigran es anmutet, so stabil ist das Fenster in seiner Bauweise: Einzelne Glaselemente wurden zu Sicherheitsglas weiterverarbeitet, isolierend ist es obendrein, sodass zu kalte oder zu heiße Witterung stets draußen bleibt. Besucher und Betrachter genießen nun je nach Blickpunkt und abhängig vom einfallenden Tageslicht ganz unterschiedliche Ansichten.

Die Verlegung der Leitungen im grabenlosen Verfahren macht größere Baustellen überflüssig.
Foto: WZV
Die Kläranlagen in Knorrendorf und Kastorf waren in den 1990er-Jahren als Übergangslösungen konzipiert worden. Nun wurde die Erneuerung erforderlich. In einer Untersuchung gemeinsam mit der Universität Rostock hat sich der Neubau einer Abwasserdruckrohrleitung von Kastorf über Knorrendorf nach Rosenow als die wirtschaftlichste Variante herausgestellt. In diesem Jahr soll mit dem Bau des 1. Abschnitts begonnen werden. Dieser beinhaltet die Sanierung des Pumpwerkes in Knorrendorf und den Neubau der Abwasserdruckrohrleitung bis zur Kläranlage Rosenow. Für die angeschlossen Grundstücke ändert sich mit der geplanten Stilllegung der Kläranlage Knorrendorf nichts. Die Baukosten werden über die Abwassergebühr gedeckt. Parallel zur Abwasserdruckrohrleitung wird auch eine neue Trinkwasserleitung verlegt.
Bereits aus dem Jahr 1964 stammt der gemeinsam mit dem Wasserwerk gebaute Trinkwasserspeicher in Gielow mit zweimal 150 m³ Volumen. Nach nunmehr 60 Jahren muss das Betonbauwerk erneuert werden. Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit entschied der WZV, einen neuen Trinkwasserspeicher an einer anderen Stelle zu errichten. Der neue Standort bietet zudem den Vorteil, dass er auch mit großen und schweren Baufahrzeugen gut zu erreichen ist und nicht in der Nähe der Brunnen gebaut werden muss, was dem Grundwasserschutz entgegen kommt. In der Beethovenstraße wurde schließlich eine Fläche gefunden, die für den Neubau des 300 m³ großen Speichers geeignet ist. Dafür wird eine neue Zufahrt von der Beethovenstraße bis zum Wasserwerk hergestellt, inklusive sämtlicher Rohrleitungen und Kabel. Der Neubau des Speichers ist die Voraussetzung für ein weiteres Projekt: Gemäß Trinkwasserkonzept sollen die Wasserwerke in Viezenhof und Basedow stillgelegt und künftig von Gielow aus versorgt werden. Die folgenden Maßnahmen dafür beginnen jedoch erst im kommenden Jahr.

Tim Haas ist einer der jungen Kollegen in den Reihen des WZV. Nach Ausbildung im WZV und dem Studium zum Verwaltungs- und Betriebswirt ist er nun für die Finanz- und Anlagenbuchhaltung zuständig.
Foto: WZV
Wobei das Wort „Rezept“ zunächst schlicht nach einem Hinzufügen von neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern klingt –so einfach ist es dann doch nicht. „Die Herausforderung besteht natürlich darin, dass man mehrere bevorstehende Weggänge rechtzeitig mit passender Verstärkung kompensiert“, beschreibt Geschäftsführer David Schacht die Ausgangssituation. „Wichtig war uns, nicht nur gleichwertigen Ersatz zu finden, sondern zu schauen: Wie können wir Aufgaben so verteilen, dass wir auch künftigen Entwicklungen in den Fachbereichen Rechnung tragen?“
Aus diesem Grund wurden nicht alle freiwerdenden Stellen 1:1 nachbesetzt, sondern Aufgabenbereiche und Stellenzuschnitte angepasst. Auf Ingenieurin Christina Krohn, die über 40 Jahre im Anschlusswesen Ansprechpartnerin für Kunden, Planer und Baubetriebe war, folgt mit Peter Grimm zum 1. Juni ein Mann des gleichen Faches.
Bürokaufmann Charlie Braun wiederum übernimmt Zuständigkeiten für Rechnungen und Kundenanfragen in der Verbrauchsabrechnung, koordiniert die dezentrale Abfuhr mit Hilfe der CIRCLE-App und ist eines der Gesichter am Empfang. Er möchte an seine Fachausbildung beizeiten den Betriebswirt dranhängen. David Schacht steht solchen Möglichkeiten durchweg positiv gegenüber: „Weiterbildung und lebenslanges Lernen gehören in allen Bereichen der Wasserwirtschaft dazu“, ist er überzeugt. „Wenn wir unseren eigenen Fachleuten diese Wege offenhalten können, kann das für die Zukunft des WZV nur gut sein.“
Zusammen mit Frau Mamerow und Yvonne Jirsch, die ab Juli das Team unterstützt, sollen bisher getrennt bearbeitete Vorgänge mit Hilfe guter Software gemeinsam erledigt werden. Dies erleichtert die Vertretbarkeit und sorgt dafür, dass sich die Kunden mit ihren Anliegen nur an eine Ansprechpartnerin oder einen Ansprechpartner wenden müssen. Yvonne Jirsch ersetzt Silvia Streufert die sich zum August in den Ruhestand verabschieden wird. Bereits seit Ende Februar in Rente ist Gisela Koseda, die 2002 als Assistenz der Geschäftsführung begann und später im Empfangsbereich zuständig war.
Im September geht auch Diplom-Ökonomin Angela Gielow in den Ruhestand. Ihren Aufgabenbereich, die Finanz- und Anlagenbuchhaltung, übernimmt Tim Haas, der erfolgreich seine Fachausbildung und das anschließende Studium zum Verwaltungs- und Betriebswirt im und mit dem WZV abgeschlossen hat. Und noch bis Ende Juni 2024 ist Gudrun Voß im WZV tätig. Sie kümmerte sich vor allem um die Abfuhr der dezentralen Abwasseranlagen und koordinierte Termine mit Kunden und Dienstleistern. An dieser Stelle gibt es digitalen Ersatz: Das System CIRCLE koordiniert künftig die einzelnen Schritte in der dezentralen Entsorgung. Die deutlich erleichterte Koordination übernimmt das Dreier-Team der Verbrauchsabrechnung.
Auch im Bereich der Geschäftsführung gibt es eine neue Personalie: Nachdem die Stelle der Assistenz in den letzten gut drei Jahre unbesetzt war, unterstützt nun Anne Schröder vor allem dabei, wichtige Projekte im WZV erfolgreich voranzubringen. Alle „Neuen“ werden ausführlich in der nächsten Ausgabe der WASSERZEITUNG vorgestellt!
Eine der neuesten Entwicklungen auf diesem Gebiet, die der WZV gemeinsam mit den Programmierern der Clausohm-Software GmbH aus Neverin auf den Weg gebracht hat, ist die Einführung einer Webseite zur Anmeldung von Abfuhrterminen. Eigentümer können sie bequem von zu Hause aus oder unterwegs planen und koordinieren. Statt telefonischer Absprachen oder gar persönlicher Besuche genügt ein einfacher Klick. Die Vorteile der digitalen Plattform liegen auf der Hand: erhöhte Flexibilität und Einfachheit. Kein lästiges Warten in Telefonschleifen – alles kann schnell und einfach online erledigt werden. Zum anderen ermöglicht die Digitalisierung auch den Mitarbeitern des WZV eine effizientere Planung und Koordination. Durch die automatisierte Verwaltung von Terminen und Ressourcen können Engpässe vermieden und Abläufe gestrafft werden – dank der neuen CIRCLE-App.


Wann der Saugwagen kommt, bestimmt jeder Kunde selbst. Die Vereinbarung von Terminen wird durch die CIRCLE-App deutlich einfacher, ist jedoch weiterhin bei Bedarf auch per Telefon möglich.
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Die Digitalisierung trägt auch zur Transparenz und Nachverfolgbarkeit bei: Kunden können gebuchte Termine einsehen und verwalten, während der WZV einen genauen Überblick über alle anstehenden Abfuhrvorgänge hat. Dabei wird von den IT-Fachleuten permanent sichergestellt, dass Daten geschützt sind und die die digitale Infrastruktur für alle zugänglich ist – niemand wird aufgrund mangelnder technischer Kenntnisse oder Ressourcen benachteiligt. In den nächsten Wochen werden alle Kunden, die über eine abflusslose Grube oder eine Kleinkläranlage verfügen, einen Brief nach Hause bekommen. In diesem wird alles zur neuen Webseite noch einmal ausführlich erläutert. Und selbstverständlich bleibt es weiterhin möglich, die Termine telefonisch zu vereinbaren.


Jens Hasselmann hat sich mit der „Theaterwerft“ einen Traum erfüllt – das Publikum dankt.
Foto: SPREE-PR/Kuska
Greifswald, Salinenstraße 20. Die Autofahrt endet vor einem Holztor. Hinter ihm, am Kai, schaukeln Schoner und Barkassen. Am Straßenrand grüßt eine Segelmacherei & Tuchwerkstatt, etwas weiter hinten ein Yachtausrüster. Ein prüfender Blick aufs Navi. Es ist sich sicher, hier richtig zu sein. „Ja, ein wenig verrückt ist das alles schon“, sagt Jens Hasselmann lachend. „Aber genau so habe ich mir das vorgestellt.“ Für ein maritimes Theater. Für sein maritimes Theater.
Er öffnet den Torflügel einer gelben Halle. Das Licht gibt den Blick frei auf den Eingang, in dem Kasse und Bar fließend ineinander übergehen. Und Jens Hasselmann regelmäßig „Poesie in Flaschen“ füllt – also seine Crew am Tresen Theater spielen lässt. „Dieses Format kommt sehr gut an“, resümiert der Intendant nach vier Spielzeiten. So gut, dass er seinem Publikum in diesem Jahr neben „Poesie in Flaschen“ und „Irish Coffee“ noch „Soljanka Cubana“ servieren möchte. „Mit passenden Getränken und Live-Musik.“
Das „Ick“ in seinen Sätzen verrät es: Jens Hasselmann ist kein Kind des Nordens. Im Sommer ist es fünf Jahre her, dass er mit seiner Familie Berlin gegen Leist bei Greifswald und die Weiten der Großstadt gegen einen Katzensprung zum Bodden tauscht. Was er hier machen möchte? Das, was er schon immer gemacht hat: Theater! Maritim soll es sein. Im Standort. Und in den Stücken.
Als er damals am Ryck-Ufer spazieren geht, vorbei an historischen Schonern, Schleppern und Barkassen zufällig auf der Museumswerft landet, bietet die Kulisse seiner Vorstellung eine große Bühne. Ideen fliegen durch den Kopf, inszenieren Gedankenspiele und überzeugen auch den Verein Greifswalder Museumswerft, den Eigentümer des Gebäudes. „Werften und Theater haben viel gemeinsam“, findet Jens Hasselmann: Die einen erschaffen oder erhalten Schiffe, die anderen Stücke. „Beides lebt von gutem Handwerk.“
Im März 2020, an einem Freitag, den 13., heißt es zum ersten Mal: Hereinspaziert in die Theaterwerft. „Zwei Tage später war wieder Schluss.“ Corona. Lockdown. Strenge Regeln für Abstände, Publikum und Testverfahren. Keine leichte Zeit. „Aber wir haben es geschafft!“ In diesem Jahr bricht Jens Hasselmann mit seiner Crew in die fünfte Spielzeit auf. Gespielt wird donnerstags und freitags. Vom Samstag ist er abgerückt. Die Erfahrung zeigt: „Im Sommer, wenn es warm ist, haben die Leute samstags oft etwas anderes vor.“ Die Leidenschaft für Theater, sie erwacht schon früh in Jens Hasselmann. „Mein Vater war fast 40 Jahre lang Tonmeister im Berliner Ensemble.“ Er selbst macht dort eine Lehre zum Theatertischler. Später zieht es ihn zu Schauspiel, Gitarre und Gesang. Er komponiert und singt, musiziert und schauspielert, schreibt Texte und führt Regie. Auf Bühnen in Berlin und Heidelberg, Oldenburg, Tübingen und Bremen. Der Kultursommer am Kap Arkona – auch das eine Idee von ihm. Viele Stücke der Theaterwerft schreibt der 59-Jährige selbst. Er schaut in die Region und auf die Menschen hier. Verknüpft die Freester Fischerteppiche und ihr Kulturerbe zu einer Bühnensaga. Und macht zum 250. Geburtstag von Caspar David Friedrich aus Maler Friedrich und Dichter Goethe „Ziemlich beste Feinde“. Seine Bühnenstücke versteht Jens Hasselmann vor allem als Gleichnis: „So wie das Meer bewegt sich auch das Leben stets auf und ab.“ Wer jedoch an spielfreien Tagen in der Theaterwerft steht, wundert sich: Wo ist das Theater? „Dann atmet die ehemalige Tischlerei den Geist ihrer Geschichte und wird als Werkstatt genutzt“, sagt Hasselmann und stellt Stuhl um Stuhl zurück an seinen Bühnenplatz. Denn auch an diesem Donnerstag und Freitag heißt es wieder: Hereinspaziert in die Theaterwerft!

Im April trafen sich Interessierte im Grammentiner Forst.
Foto: WZV
Dazu war die Umnutzung von etwa zwei Hektar landwirtschaftlicher Fläche erforderlich. Es wurde von Acker in extensives Grünland umgewandelt. Diese Umwandlung wurde sehr unbürokratisch und kooperativ angegangen. Einhelliges Fazit: Ein toller Austausch und Einblick in die weiteren Infrastrukturprojekte der Gemeinde! Auch das Thema Fernwärme und Wärmeplanung ist Rosenow bereits offensiv und unter hoher Einbindung seiner Bürger angegangen.
Im Grammentiner Forst trafen sich Interessierte schließlich auf Einladung der Landesforst am 18. April zu einem weiteren Spaziergang. Mit Vertretern aus Verwaltung, Forstwirtschaft, Bildung, Kommunalpolitikern, Bürgern und Wasserwirtschaft vielseitig besetzt, wurde über den Waldumbau gesprochen, über die Bedeutung des Moorschutzes in Wäldern, die Herausforderungen bei der Umsetzung von Wiedervernässungsmaßnahmen und über wirtschaftliche Aspekte.
am 29. Mai 2024 im Polder Basedow