Wasserchinesisch
Herausgeber: Märkischer Abwasser- und
Wasserzweckverband

Karikatur: SPREE-PR/Bartz

Karikatur: SPREE-PR/Bartz

Der Märkische Abwasser- und Wasserzweckverband rechnet die Trink- und Schmutzwassermengen in Form von Gebührenbescheiden ab. Gebührenbescheide sind Verwaltungsakte, die bestandskräftig werden, wenn der Empfänger gegen diese nicht rechtzeitig und formell ordnungsgemäß Widerspruch einlegt.
Jeder Gebührenbescheid enthält am Ende des Bescheides eine Rechtsmittelbelehrung. Nach dieser Rechtsmittelbelehrung muss der Widerspruch innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe schriftlich beim MAWV eingelegt werden.
Zum einen ist daher die Frist von einem Monat zu beachten.
Geht der formell ordnungsgemäße Widerspruch später als einen Monat nach der Bekanntgabe beim MAWV ein, ist dieser Widerspruch unzulässig, sodass der Widerspruch als verfristet zurückgewiesen wird. Leider prüft der MAWV dann die vorgebrachten Einwendungen des Widerspruchsführers nicht mehr. Der Gebührenbescheid ist dann bestandskräftig geworden und kann vollstreckt werden.
Zum anderen sind die formellen Voraussetzungen an einen schriftlichen Widerspruch einzuhalten.
Geht kein schriftlicher Widerspruch innerhalb der Frist von einem Monat ein, ist dieser unzulässig, sodass der Widerspruch aus diesem Grund zurückgewiesen wird.
Wir möchten daher darauf hinweisen, dass Widersprüche nach § 70 der Verwaltungsgerichtsordnung zwingend schriftlich eingelegt werden müssen. Schriftlich bedeutet, dass dieser entweder handschriftlich unterschrieben oder elektronisch signiert wird. Eine einfache E-Mail genügt den Anforderungen des Schriftformerfordernisses daher grundsätzlich nicht.
Eine einfache E-Mail enthält weder eine Unterschrift noch ist diese mit einer qualifizierten elektronischen Signatur versehen.
Daher ist ein per Mail eingereichter Widerspruch, der keine qualifizierte elektronische Signatur enthält, unzulässig, da er nicht schriftlich eingelegt wurde. Ein per E-Mail eingereichter Widerspruch wird daher als unzulässig zurückgewiesen. Auch in diesem Fall würde der MAWV nicht über die Einwendungen des Widerspruchsführers entscheiden, sondern den Widerspruch allein aus formellen Gründen zurückweisen.
Bitte achten Sie bei der Widerspruchseinlegung darauf, dass der Widerspruch schriftlich und somit handschriftlich unterschrieben wird oder eine elektronische Signatur enthält.

Foto: Weihnachtsbaumwald Mellensee/F. Gilli
1,6 km Kanalnetz erneuert
50 km Kanalnetz gereinigt (Stand 01.11.2024)
4,1 km Rohrnetz erneuert
188 km Trinkwasserrohrleitungen gespült
750 Wasserzähler gewechselt. Plan für 2024 sind 1.091 Stück (Stand 01.10.2024)
5,11 Mio. m³ Liefermenge aus MAWV-Wasserwerken
0,75 Mio. m³ Liefermenge aus BWB-Gebiet (DEA Schönefeld)
38.355 Stück SMART-Meter wurden seit 2018 vom MAWV eingebaut (Stand 30.06.2024)
515 Mio. € investierte der MAWV seit seiner Verbandsgründung im Jahr 1994

Foto: Stadt Mittenwalde
am 5. August 2024 wurde ich in der Verbandsversammlung des Märkischen Abwasser- und Wasserzweckverbandes herzlich von Herrn Markus Mücke sowie meinen Amtskollegen empfangen. Diese freundliche Aufnahme hat mich sehr gefreut und verdeutlicht, wie wichtig eine gute Zusammenarbeit ist.
Transparenz und Offenheit sind entscheidend, um gemeinsam die Herausforderungen in der Wasser- und Abwasserwirtschaft zu meistern. Dabei ist es unerlässlich, die Kosten für die Bürger stets im Blick zu haben und verantwortungsvoll zu handeln. Dieses verantwortungsvolle Miteinander habe ich in allen Sitzungen erlebt, wofür ich meinen Amtskollegen und allen Verantwortlichen beim MAWV herzlich danke.
Ich freue mich auf die bevorstehenden Projekte und darauf, gemeinsam die Zukunft unserer Wasser- und Abwasserwirtschaft zu gestalten.
In der 49. Kalenderwoche, exakt am 5. Dezember 2024*, fallen beim Märkischen Abwasser- und Wasserzweckverband (MAWV) noch einmal wichtige Entscheidungen. Die Verbandsversammlung tritt zum letzten Mal in diesem Jahr zusammen, um über die Preise und den neuen Wirtschaftsplan zu befinden.
So viel steht im Vorfeld fest: Die Verbandsführung schlägt den Mitgliedern für das kommende Jahr stabile Gebühren vor. Eine wirklich gute Kunde für die Kunden, wenn man sich die ringsum teils deutlich steigenden Preise anschaut. Lediglich in Rietzneuendorf soll es eine Gebührenanpassung bei der mobilen Entsorgung geben, so der Entwurf für die Verbandsversammlung. Zu entscheiden haben darüber letztlich die Mitgliedsvertreter im höchsten Gremium des MAWV.
Im kommenden Wirtschaftsjahr möchte der Verband wieder eine erkleckliche Summe in seine wasserwirtschaftlichen Anlagen und Netze stecken. Insgesamt 14,2 Mio. Euro stehen hierbei auf der Agenda, davon entfallen rund 7,03 Mio. Euro auf den Trink- und etwa 7,17 Mio. Euro auf den Schmutzwasserbereich – mehr zu den Bauvorhaben finden Sie hier.
Bereits in der vorletzten Verbandsversammlung am 17. Oktober 2024 wurde eine ganz wichtige Weiche für die Zukunft des MAWV gestellt: Die Mitglieder wählten Susanne Bley zur neuen Verbandsvorsteherin – mit einstimmigem Votum. Frau Bley wird ihr neues Amt am 1. Februar 2025 antreten.
* Redaktionsschluss dieser Märkischen WASSERZEITUNG war am 20. November 2024.

Daumen hoch für den neuen Trinkwasserspender! Schönefelds Bürgermeister Christian Hentschel und Schulleiterin Mandy Möhr freuen sich gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern über die zweite „Tankstelle“ in der Astrid-Lindgren-Grundschule.
Fotos (2): MAWV/Schwede





Wasser marsch in der Dorfstraße in Waßmannsdorf! Bevor der neue Schlauchliner eingezogen werden kann, muss das 60 cm starke Altrohr von Schmutz und Dreck befreit werden. Nur mit blitzeblanker Innenwand kann sich das neue PE-Rohr richtig „anschmiegen“. Ausführende Firmen für die Spülaktion sind übrigens die Rohrreinigung Klein aus Königs Wusterhausen und die Jetting GmbH aus dem hessischen Babenhausen.
Fotos (5): SPREE-PR/Petsch
Anspruchsvoll sind sie eigentlich immer, die Investitionspläne des Märkischen Abwasser- und Wasserzweckverbandes (MAWV). So wurde auch in diesem Jahr ordentlich in die wasserwirtschaftliche Infrastruktur investiert. Insgesamt waren das 8,8 Mio. Euro. Beinahe alle Vorhaben können bis zum Ende dieses Jahres noch abgeschlossen werden.
Ganz aktuell beispielsweise laufen die Sanierungsarbeiten der Trinkwassertransportleitung in der Dorfstraße in Waßmannsdorf. „Hier werden gut 400 m Leitung erneuert. Dazu wird in das 60 cm starke Altrohr ein speziell angefertigter Schlauchliner eingezogen, der die Leitung für die nächsten 80 Jahre fit macht“, sagte MAWV-Projektleiter Nick Amlang dieser Zeitung.
Außerdem unterzieht der Verband in Zeesen der Trinkwasserleitung (DN 150) einer Frischzellenkur auf 600 m Länge. Amlang: „Hierzu lassen wir parallel zur alten Leitung aus DDR-Zeiten, an der es in der Vergangenheit immer wieder zu Rohrbrüchen gekommen ist, ein neues Kunststoffrohr einbauen.“ Und in der Schönefelder Waldstraße liegt die Erneuerung der Trinkwasserleitung – in Vorbereitung auf den Straßenbau – auch in den letzten Zügen. „Bei allen drei Maßnahmen wollen wir die Hauptarbeiten bis zum Jahresende abgeschlossen haben. Die Wiederherstellung der Oberflächen und die Baustellen-Beräumung werden sich allerdings noch bis ins neue Jahr ziehen“, so Amlang.




Diese Vorhaben stehen im nächsten Jahr auf dem Bauplan des MAWV. Hierbei wird es teilweise zu Verkehrseinschränkungen kommen:
■ 2. BA auf der Kläranlage Alt-Schadow Ò Erneuerung der Anlagentechnik für die Schlammbehandlung (Zentrifuge und Flockmittelanlage).
■ Sanierung des Abwasserpumpwerks Friesenstraße in Zeuthen
Hier wird es voraussichtlich zu einer Vollsperrung der Straßen während der Bauzeit kommen.
■ Ersatzneubau der Trinkwasserleitung in der Oldenburger Straße (zwischen Miersdorfer und Wilhelmshavener Straße) in Zeuthen.
■ Erschließung der Planstraße E in Schönefeld mit Trink- und Schmutzwasserleitungen (Verbindungsstraße von der Hans-Grade-Allee zum neuen Gymnasium des Landkreises Dahme-Spreewald).
■ Unter dem Projekttitel „Siedlung Eichberg“ werden in mehreren Straßen in Schulzendorf die Trinkwasserleitungen erneuert – dazu gehören der Kastanienweg,Akazienweg, Ulmenweg, Jahnstraße, Waldstraße und Paarmannstraße. In den Straßen sollen bis 2026 ca. 2,6 km neue Trinkwasserleitungen gebaut werden.
■ In Rietzneuendorf erneuert der Verband in der Waldstraße ca. 500 m Trinkwasserleitung, da es hier auch schon zu mehreren Rohrbrüchen kam.

Unsere Fotomontage beweist, dass ein weiterer Vorteil IN der Hand liegt: So kann das Kundenportal überall (auch unterwegs) auf jedem Endgerät genutzt werden.
Fotos/Montage (3): SPREE-PR/Petsch
„Das bietet unseren Kundinnen und Kunden nämlich die Möglichkeit, nahezu alle Geschäfte online erledigen zu können“, hebt Chiara Schwede vom MAWV hervor. So können rund um die Uhr persönliche Daten geändert, Zählerstände erfasst oder Zwischenrechnungen angefordert werden. Wer wissen will, wie viel Wasser er verbraucht hat oder wie viel Schmutzwasser angefallen ist, findet hier Antworten. Schwede: „Dazu müssen sich Nutzerinnen und Nutzer lediglich unter www.kundenportal.mawv.de mit ihrer Kundennummer sowie einer E-Mail-Adresse und selbst gewähltem Passwort registrieren – und schon kann’s losgehen.“
Die Jahresverbrauchsabrechnung kann online eingesehen und heruntergeladen werden, das Installateurs-Verzeichnis bietet den schnellen Kontakt zum Fachmann und die Aufstellung der Ablesetermine oder auch die Infos zu technischen Anlagen runden das Angebot ab. Natürlich, das gehört zu einer Win-win-Situation dazu, profitiert auch der Verband. Denn die Daten ermöglichen eine noch bessere Analyse – beispielsweise bei den Trinkwasserverbräuchen. Und außerdem verspricht sich der MAWV durch das Kundenportal auch eine höhere Kundenzufriedenheit aufgrund der vereinfachten Kommunikation.
Selbstverständlich bleibt der Kundenservice vor Ort und am Telefon weiterhin uneingeschränkt erhalten. Im Internet jedoch entfallen die Öffnungszeiten. Schwede: „Hier sind wir nun rund um die Uhr für unsere Kunden da.“
■ Sicherer Zugang und Datenschutz beim Datenaustausch
■ Alles schnell auf einen Blick
■ Daten können selbstständig geändert werden, beispielsweise die Abschläge
■ Steht 24/7 zur Verfügung
■ Kürzere Auskunftswege: es müssen nicht drei Mitarbeiter für einzelne Anliegen kontaktiert werden
■ Transparenz für den Kunden, da er schnellen und einfachen Zugriff auf all seine Daten hat

Foto: SPREE-PR/Gückel