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Deutlich verbessertes Gesamtpaket

 



TRAFOSTATION DER NEUESTEN GENERATION

Deutlich verbessertes Gesamtpaket

Wenn ein technisches Schwergewicht nach 40 Jahren in den Ruhestand geht, darf es gern ein würdiger Nachfolger sein. Den hat das Wasserwerk Oschätzchen vor einigen Wochen erhalten.

  • Das „Fertighaus“ kommt per Schwertransport.
  • Nur ein Schwerlastkran kann die neue Anlage heben.

  • Das neue schwebt über dem alten Stromhäuschen.
  • DA soll es stehen – das Fundament ist vorbereitet.
  • In Kürze ist es an die richtige Stelle manövriert.
  • Das neue, schicke Trafohäuschen im Wasserwerk Oschätzchen steht. Nun muss noch seine Funktionstüchtigkeit überprüft werden, dann kann es seine Arbeit aufnehmen.

Fotos (6): WAVE

Das neue Trafohaus präsentiert sich kompakter als das bisherige und auch sonst ordentlich „aufgehübscht“ – es kann sich richtig sehen lassen. „Die Leistungsdaten sind unverändert geblieben, jedoch hat der Netzbetreiber die beiden 20 kV-Zuleitungen im Jahr 2025 komplett erneuert. Das Gesamtpaket hat sich damit deutlich verbessert und ist nun wieder auf dem aktuellen Stand der Technik und damit zukunftssicher“, schwärmt WAVE-Trinkwassermeister Heiko Pischel. Und am Allerwichtigsten: Der Netzbetreiber kann die regelmäßigen Wartungen wieder langfristig garantieren.“

Eine Investition – mit knapp 500.000 Euro keineswegs klein –, die sich lohnt für den WAV Elsterwerda. Denn spürbar mehr Versorgungssicherheit des Wasserwerks in den kommenden Jahren steht auf der anderen Seite der Rechnung. Und Versorgungssicherheit hat bei der Trinkwasserversorgung immer oberste Priorität.

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Technische, gesundheitliche und klimabezogene Anforderungen bei der Abwasseraufbereitung

 



KARL BESTIMMT, WO ES LANG GEHT

Technische, gesundheitliche und klimabezogene Anforderungen bei der Abwasseraufbereitung

Beim WAV Elsterwerda achten die Abwasserfachleute nicht erst seit dem Auftauchen von KARL auf Gewässerschutz, Reduzierung von schädlichen Spurenstoffen oder umweltgerechte Reinigung des Abwassers. Doch KARL – die Kommunalabwasserrichtlinie – schreibt genau vor, was ab 2027 stufenweise umgesetzt werden muss. Drei Beispiele aus dem Arbeitsalltag beim Verband, die heute schon zukunftsweisend sind.

Fotos (5): WAVE

Sanierung Rechengebäude – Kläranlage Elsterwerda

Der Zahn der Zeit und aggressives Abwasser haben in den vergangenen mehr als 30 Jahren am Zulaufgerinne „geknabbert“.

„Anfang September wurden die beiden jeweils etwa 20 Meter langen Gerinne gereinigt. Dann konnte der bis zu sechs Zentimeter tiefe Betonfraß wieder neu angeputzt werden, um die Oberfläche für das GFK vorzubereiten“, beschreibt der Technische Leiter des Verbandes Sylvio Graf die nötigen Arbeiten. „Und weil GFK, also glasfaserverstärkter Kunststoff, korrosionsbeständig ist, haben wir uns dafür entschieden und die Oberfläche damit ausgekleidet.“ Dieser Arbeitsschritt erforderte Geduld, weil die mehrlagigen Schichten Zeit zum Trocknen brauchten.

Fertig saniert, fließt die Abwasserfracht wieder störungsfrei durch die Gerinne.

Sanierung Belebungsbecken und Nachklärbecken – Kläranlage Bad Liebenwerda

„Seit Juli haben wir im Nachklärbecken 2 die Räumerbrücke teilerneuert, Zahnschwelle und Tauchwand ausgetauscht und das äußere Ablaufgerinne neu verfliest“, zählt Sylvio Graf auf, was bis Anfang November planmäßig beendet werden konnte.

Parallel dazu laufen die Vorbereitungen für die Arbeiten an Belebungsbecken 1 und Nachklärbecken 2. „Hier werden die Beckenkronen saniert und mit Abdeckplatten sowie Beckenkronenheizung versehen.“ Die Projekte sind ausgeschrieben, nach Zustimmung durch die Verbandsversammlung könnte im Frühjahr 2026 Baustart sein. „Alle Sanierungsmaßnahmen tragen zur Modernisierung der Anlage und zur sicheren Aufbereitung des anfallenden Abwassers bei“, verweist Verbandsvorsteher Maik Hauptvogel auf die KLAR-Vorgaben.

Schachtsanierung – Burgstraße Elsterwerda

Der Abwasserschacht stand bereits auf der mittelfristigen Sanierungsliste des WAVE. Eine Havarie machte jedoch deutlich, dass der Betonkörper durch eindringendes Wasser stark geschädigt war. Selbst die Statik zeigte Beeinträchtigungen – es musste schnell gehandelt werden. „Um den Schaden dauerhaft zu beheben, haben wir uns für eine sogenannte Schacht-im-Schacht-Sanierung entschieden“, sagt Abwassermeister Steffen Röthling. „Dabei wird der neue Schacht in den alten eingesetzt – in diesem Fall aus glasfaserverstärktem Kunststoff. Das Material ist leicht, dennoch mechanisch hoch belastbar und zudem beständig gegen Chemikalien, Korrosion und UV-Strahlung.“ Das Ergebnis: ein stabiler, langlebiger Schacht, der den hohen Umweltanforderung von KARL entspricht.

KARL-Vorgaben

  • Erweiterter Anwendungsbereich
    Abwasseranlagen müssen ab 1.000 Einwohnerwerten (EW) angeschlossen werden (bisher 2.000 EW).
  • Vierte Reinigungsstufe
    Größere Kläranlagen sind verpflichtet, diese Reinigungsstufe zur Entfernung von Mikroschadstoffen (z. B. Arzneimittelrückstände) im Abwasser einzuführen.

    • hier gelten längere Übergangsfristen, abhängig von der Größe der Anlage, bis 2030 bzw. 2045
  • Strengere Grenzwerte für Nährstoffe
    Es gelten neue, schärfere Einleitgrenzen für Stickstoff und Phosphor.
  • Erweiterte Herstellerverantwortung
    Produzenten von Arzneimitteln und Kosmetika müssen sich an den Kosten der vierten Reinigungsstufe beteiligen (Verursacherprinzip).
  • Energieeffizienz und Klimaschutz
    Kläranlagen sollen energieeffizient und möglichst klimaneutral betrieben werden – etwa durch Nutzung von Abwasserwärme oder erneuerbarer Energien.
  • Gesundheits- und Umweltmonitoring
    Neu ist die Pflicht zur Überwachung mikrobiologischer Parameter im Abwasser (u. a. Viren und antibiotikaresistente Erreger).
  • Abwassermanagementpläne
    Kommunen müssen Strategien für Sammlung, Behandlung und Einleitung von Abwasser erstellen und regelmäßig aktualisieren.

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Soooo viel Glück!

 



STAUNEN ÜBER FRÜHZEITIGE INBETRIEBNAHME DES NEUEN LEITUNGSABSCHNITTS

Soooo viel Glück!

Diese Baumaßnahme wird in die Geschichte des WAVE eingehen. Selten liegen Pech und Glück so dicht beieinander wie beim Projekt „Trinkwasserhauptleitung vom Wasserwerk Oschätzchen nach Elsterwerda“.

Deckel drauf – wieder ist ein Abschnitt der neuen Trinkwasserhauptleitung fertig!

Fotos: WAVE

Kurz vor Weihnachten sollte wieder Trinkwasser durchs neue Rohr sprudeln, am ersten Teil des dritten Bauabschnittes der Haken dran sein. „Tatsächlich konnten wir die Leitung schon am 13. November in Betrieb nehmen! Das hatten wir nach der doch deutlichen Verzögerung des Baubeginns nicht für möglich gehalten“, führt WAVE-Technikchef Sylvio Graf aus.

Rückblick (die Lausitzer WASSERZEITUNG berichtete): Der ursprüngliche Gewinner der Ausschreibung sagte die Bauausführung ab. Fürs wichtigste Projekt des WAVE! Dass der nächsthöhere Bieter, die Strabag, noch entsprechende Kapazitäten hatte, erwies sich als großes Glück!

Faszinierende Technik

„Die Strabag arbeitet mit GPS-gestützter Baggertechnik, damit ging alles schneller als gedacht“, freute sich Trinkwassermeister Heiko Pirschel quasi täglich über den sichtbaren Baufortschritt. Selbst in Abschnitten mit steigendem Grundwasser lief alles wie am Schnürchen: „Hier haben wir die sogenannten Wasserhaltungen installiert, sodass die jeweilige Passage bei der Leitungsmontage trocken blieb. Danach wurden die Haltungen entfernt, das Grundwasser konnte wieder steigen, ohne den Baufortgang zu behindern“, so Pirschel.

Positives Fazit

„Für jeden unserer Kunden bedeutet diese vorfristige Fertigstellung Versorgungssicherheit“, ordnet Verbandsvorsteher Maik Hauptvogel ein, „für den milchverarbeitenden Betrieb ODW Frischprodukte GmbH stellt diese ein Stück mehr Produktionssicherheit dar, weil unser Trinkwasser zuverlässig zur Verfügung steht.“

1.040 Meter Rohr wurden im Teilabschnitt verlegt. „Nach Spülung und Kontrolle der neuen Leitung durch ein zugelassenes Labor konnte die alte Leitung außer Betrieb genommen werden“, beschreibt Trinkwassermeister Heiko Pirschel das Prozedere. „Der Umschluss erfolgte im laufenden Betrieb und war für kaum jemanden im betreffenden Bereich zu bemerken.“

Nach der Inbetriebnahme heißt es: Baustelle aufräumen! Die Baugruben werden verfüllt, Abfälle beseitigt, das Gelände wird plangemacht.

Hoffnungsvoller Ausblick

Der zweite Teil des dritten Bauabschnitts misst 1.840 Meter und ist 2026 an der Reihe. „Bis 2027 soll dann die gesamte rund zehn Kilometer lange, neue Trinkwasserhauptleitung bis Elsterwerda liegen“, blickt Maik Hauptvogel in die nahe Zukunft.

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Kirmes in Elsterwerda – auf zum traditionellen Volksfest!

 



VERANSTALTUNGSTIPP

NEU: Kirmes in Elsterwerda – auf zum traditionellen Volksfest!

Es ist Kirmeszeit! Zwei Tage – ein pickepackevolles Programm für Große und Kleine. Freuen Sie sich auf zwei tolle Tage voller Programm und Höhepunkte.

„Willkommen zu Elsterwerdas alljährlich im Herbst stattfindenden Event im Zentrum der Stadt“, lädt Bürgermeisterin Anja Heinrich zum traditionellen Volksfest mit Tänzen, dem abendlichen Oktoberfest vom neuformierten Gewerbeverein Elsterwerda e. V., zu Händlermeile, Essen und Trinken, spannenden Ausstellern und regionalen Unternehmen ein. Auch die Kirchengemeinde ist bei der wieder ins Leben gerufenen Kirmes in Südbrandenburg dabei. „Wir wollen gerade in schwierigen Zeiten nicht auf unser gesellschaftliches Leben und unsere Freude am Feiern und Beieinandersein verzichten“, erwartet Anja Heinrich viele Gäste. Sind Sie auch dabei?

Was Sie im Einzelnen erwartet? Hier können Sie sich das Programm herunterladen.

Plakat: Stadt Elsterwerda

Elsterwerdaer Kirmes

4. und 5. Oktober 2025

Marktplatz, Stadthaus Elsterwerda, Stadtpark, Kirchengemeinde, Galerie Nadler
Sa ab 11 Uhr I So ab 10 Uhr

www.elsterwerda.de

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Im November ist wieder Zähler-Ablese-Zeit

 



Lesen Sie bequem selbst ab – wann immer es Ihnen im Ablesezeitraum passt

Im November ist wieder Zähler-Ablese-Zeit

Danach kann man die Uhren stellen: Anfang November versendet der WAVE die Zählerselbstablesekarten an Grundstückseigentümer und Hausbesitzer, um deren Wasserverbrauch zu ermitteln. Die wichtigsten Eckdaten haben wir zusammengefasst.

Es geht schnell und ist kein großes Ding: die Ablesung Ihrer Zähler im November.

Montage: Canva

Zählerstandmeldung
  • Ob dauerhaft bewohntes Wohnhaus oder saisonal genutztes Objekt:
    Wer Post vom Verband erhält und gebeten wird, den aktuellen Wasserzählerstand zu erfassen, sollte das tun und die Daten dem WAV mitteilen.
  • Ablesezeitraum: 7. bis 28. November 2025
  • Zählerstand notieren
  • Dann einfach und schnell die Zählerstandmeldung online erledigen:
    → QR-Code auf der Karte scannen – und Sie gelangen direkt zum Kundenportal auf der Website
    www.wav-elsterwerda.de/ablesung/
  • Im Zählerportal Ihre ermittelten Daten eintragen (mit Zählernummer – steht auf dem eingebauten Messgerät)
    und Ihre Kundennummer (nur die Ziffern – ohne „D“) eingeben
  • Bei Unterzählern nur die Stellen vor dem Komma
  • Hauptzähler haben keine Kommastelle, hier also alle Ziffern notieren
  • ODER: Karte mit den Daten zurückschicken
  • ODER: Ihre Zählerstände per E-Mail an den Verband senden:
    ablesung@wav-elsterwerda.de
Die Meldung Ihrer Zählerstände muss bis zum 28. November 2025 beim Verband sein. Danach beginnen die Mitarbeiterinnen der Abteilung Beiträge und Gebühren (BEGE) mit der Auswertung und erstellen Ihre Jahresverbrauchsrechnung.

Wenn Ihre Internetseite so aussieht, sind Sie genau richtig, um Ihre Zählerstände einzutragen.

Screenshot: SPREE-PR

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30 Jahre transparente Information – so soll es bleiben

 



Foto: WAVE/Jopien

EDITORIAL

30 Jahre transparente Information – so soll es bleiben

Liebe Leserinnen und Leser,

wer hätte 1995 gedacht, dass es Ihre Lausitzer WASSERZEITUNG (LWZ) auch 30 Jahre später noch geben würde? Damals war der WAVE gerade gegründet worden und hatte begonnen, die nötige Infrastruktur für die Rundumversorgung mit gutem Trinkwasser und die umweltschützende Entsorgung und Reinigung des Abwassers zu entwickeln. Alles war neu, sollte möglichst schnell gehen und nichts kosten. Dank Transparenz, Ehrlichkeit und manchmal auch schmerzenden Wahrheiten konnten Sie das gesamte Werden und Wachsen der Wasser- und Abwasser-Infrastruktur in Ihrer LWZ mitverfolgen. Diese Seite einer Körperschaft des öffentlichen Rechts sahen die Verbands-Gründungsväter aus gutem Grund als wichtig an – sie wurden Mit-Erstherausgeber. Noch heute ist es unser Anspruch, offen und nachvollziehbar darzulegen, wofür Ihre Beiträge und Gebühren verwendet werden – das wird die Inhalte der LWZ auch weiterhin bestimmen.

Über Herausforderungen gab es dabei ausreichend zu berichten – Sie in Wainsdorf, Haida oder Elsterwerda und Röderland wissen sehr genau, an welche mysteriösen Verunreinigungen, Bauverzögerungen oder Rohrbrüche ich dabei denke.
So wie wir unsere Wasser-Abwasser-Technik immer wieder an aktuelle Entwicklungen anpassen, wurde auch die WASSERZEITUNG modernisiert. Lesen Sie sie also weiterhin in Papierform oder digital als E-Paper.

Ich wünsche uns allen einen friedlichen, goldenen Herbst voller Fröhlichkeit sowie mit vielen gefundenen Pilzen und schönen Momenten.

Ihr Maik Hauptvogel,
Verbandsvorsteher des WAVE

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Mit Sicherheit gute Qualität Ihres Trinkwassers

 



TRINKWASSERQUALITÄT

Mit Sicherheit gute Qualität Ihres Trinkwassers

Regelmäßige Trinkwasser-Kontrollen sichern den gewohnt guten Standard des Lebenselixiers aus den Wasserwerken im Verbandsgebiet. Hier die wichtigsten Ergebnisse aktueller Messungen.

Alle Parameter und Messwerte finden Sie unter www.wav-elsterwerda.de.

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30 Jahre WASSERZEITUNG – 30 Jahre transparente Informationsphilosophie

 



30 Jahre Informationen aus erster Hand mit Transparenz und Kundennähe

30 Jahre WASSERZEITUNG – 30 Jahre transparente Informationsphilosophie

So lange schon lässt sich der WAVE hinter die Wasser- und Abwasser-Kulissen schauen. Wir haben in der Erstausgabe geblättert.

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Gerettete Tropfen – beim WAVE gehen Wasserverluste nicht ins Geld

 



Tausende gerettete Wassertropfen – Wasserverluste unter dem Durchschnitt

Gerettete Tropfen – beim WAVE gehen Wasserverluste nicht ins Geld

Auch wenn deutschlandweit weglaufendes, ungenutztes Wasser zwischen fünf und zehn Prozent als normal und akzeptabel gilt – beim Elsterwerdaer Wasserversorger hat man sich damit nie arrangieren können.

Deshalb gingen 2024 im Verbandsgebiet nur 4,6 % des Lebenselixiers verloren. „Ein guter Wert für unsere 310 km Leitungen“, ordnet Trinkwassermeister Heiko Pirschel die Bestmarke seit Verbandsbestehen ein. Sie ist auch Ausdruck der Bemühungen, ermittelte Leckagen oder ermüdetes Material möglichst schnell zu beseitigen. „Nur so können wir die Wassereinbußen überschaubar halten. Guter Nebeneffekt: Weniger aufzubereitendes Trinkwasser kostet auch weniger“, erklärt der Fachmann. „Am Ende eines Jahres – nach Rückmeldung der Zählerstände – zeigt sich die tatsächliche Differenz zwischen Verbrauch und Einspeisung, der Wasserverlust. Wir können mit unseren täglichen Überwachungstätigkeiten aber bereits zeitnah auf Schäden reagieren, auch wenn noch kein Rohrbruch gemeldet wurde. Kunden könnten dies ebenfalls tun, wenn sie z. B. ihren Wasserzähler monatlich ablesen und ihr Verbrauchsverhalten vergleichen.“

  • Korrelatoren (1) messen und analysieren Geräusche oder Druckwellen, die Lecks in Rohren erzeugen. Sie ermitteln den genauen Ort der Bruchstelle aus der Zeitdifferenz, mit der das Geräusch an zwei Messpunkten ankommt.
  • Bodenmikrofone (2) (auch Erdsondenmikrofone) fangen Schalldruckwellen von Wasserleckagen im Boden auf. Sie sind vor allem für die Suche von versteckten Lecks geeignet.
  • Geräuschlogger (3) gelten als Frühwarnsysteme für Leckagen. Sie reagieren auf akustische Signale aus dem Leitungsnetz und lokalisieren so Leckstellen.

Fotos (3): WAVE/Jopien

Gezielte Lecksuche

Die Fachleute haben für die Suche nach Wasserverlusten ein ganz eigenes System entwickelt:  „Wir gliedern das Trinkwassernetz in Versorgungsgebiete und kontrollieren die dazugehörigen Wasserzähler. Je nach Verbrauchshöhe müssen wir entscheiden, ob ein Rohrleitungsschaden vorliegt oder nicht. Wenn ja, muss dieser eingegrenzt und dann mit entsprechender Ortungstechnik gesucht werden.“ Damit ist der WAVE gut ausgestattet. Heiko Pirschel: „Wir nutzen Geräuschlogger, Korrelatoren und Bodenmikrofone, mit denen sich Schadstellen präzise lokalisieren lassen, sodass nicht komplette Straßen für Reparaturen aufgerissen werden müssen.“

Wasserverluste seit 2019
2019 7,2 %
2020 12,2 %
2021 10,8 %
2022 7,8 %
2023 6,1 %
2024 4,6 %

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Beim kommunalen Verband kennt man die schlimmsten „Stinke-Stellen“, sorgt entsprechend vor

 



Abwasser wird nie gut duften – aber üblen Gerüchen geht´s an den Kragen

Problem erkannt – Problem gebannt: Was der kommunale Verband gegen üble „Abwasser-Aromen“ unternimmt

Das Thema ist nicht neu und liegt in der Natur der Sache: Abwasser, das nur langsam in Richtung Kläranlage fließt, fault an – es bildet sich Schwefelwasserstoff. Dieser als faule Eier bekannte Geruch sorgt vor allem in trockenen, heißen Sommern für Unmut. Dann häufen sich die Anrufe beim WAV Elsterwerda, ob man denn nicht irgendwas gegen diese Belästigung tun könne.

  • Der Biofilter in der Burgstraße Elsterwerda sorgt für weniger Geruchsbelästigung im Stadtgebiet.

  • Der Technische Leiter des WAVE Sylvio Graf kontrolliert am Pumpwerk in Haida die Menge
    des zugesetzten Hilfsmittels gegen Gerüche.
Fotos (3): WAVE/Jopien

Die schlechte Nachricht zuerst: Aus dem bisweilen beißenden Abwassermief kann niemand Parfümduft machen. „Hier laufen natürliche chemische Prozesse ab, die sich nur bis zu einem gewissen wirtschaftlich und umweltseitig vertretbaren Maß sinnvoll beeinflussen lassen“, argumentiert Sylvio Graf und schließt die gute Nachricht an:  „Wir versuchen seit Längerem, mit verschiedenen Maßnahmen gegen die wetterabhängig auftretende schlechte Luft vorzugehen.“ Schließlich sei die nicht nur eine Belästigung für Anwohner, sondern auch verantwortlich für Materialermüdung wie Betonfraß. Der Technische Leiter zählt die am meisten betroffenen Standorte auf.

Innenstadtbereich von Elsterwerda

Hier läuft das Abwasser über Freigefälleleitungen; Pumpwerke gibt es nicht, die mit geruchshemmenden Anlagen ausgestattet werden könnten. Bleiben regelmäßige Leitungsspülungen und die Anpassung der Straßeneinläufe. In die „Gullys“ werden anstelle von Sandfängen Biofilter mit Aktivkohlegranulat eingebaut, die den Schwefelgeruch abschwächen.

Biofilter und Dosierstation sollen bereits hier einen Großteil der Faulgerüche eliminieren.

Umgebung von Elsterwerda

In der Merzdorfer Straße aus Gröden kommend, aus Haida und Prösen gelangt das Abwasser über Druckrohr- und Freigefälleleitungen zur Kläranlage Elsterwerda. Vorbeugend gegen Geruchsbildung hilft bereits in Gröden Calciumnitratsalz, das kontinuierlich hinzugefügt wird. Doch das chemische Hilfsmittel ist gesundheitsschädlich und verursacht Kosten, die in die Gebührenkalkulation einfließen müssen.

Haida und Prösen

Von Haida nach Elsterwerda ist das Abwasserdruckrohr etwa 6 km lang. An beiden Pumpwerken sorgen Biofilter und Dosierungsanlagen für Geruchsminderung. In Haida wird das Abwasser pneumatisch nach Elsterwerda gefördert. Dabei entstehen zwar weniger Schwefelwasserstoffe, aber Lärm durch die Kompressoren. Und diese Variante ist technisch nicht überall möglich.

Elsterwerda Burgstraße

Der sogenannte Hauptsammler zur Kläranlage fördert über eine Freigefälleleitung sämtliches Abwasser aus Elsterwerda West, Gröden, Haida und Prösen. Dort wurde ein Biofilter zur Abluftbehandlung installiert. Er ist an den schwarzen Behältern zu erkennen.

Pumpwerk Südstraße

Auch hier saugt ein Bio-Abluftfilter Schwefelwasserstoffgeruch aus dem Kanal.

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