Gerettete Tropfen – beim WAVE gehen Wasserverluste nicht ins Geld
Tausende gerettete Wassertropfen – Wasserverluste unter dem Durchschnitt
Gerettete Tropfen – beim WAVE gehen Wasserverluste nicht ins Geld
Auch wenn deutschlandweit weglaufendes, ungenutztes Wasser zwischen fünf und zehn Prozent als normal und akzeptabel gilt – beim Elsterwerdaer Wasserversorger hat man sich damit nie arrangieren können.
Deshalb gingen 2024 im Verbandsgebiet nur 4,6 % des Lebenselixiers verloren. „Ein guter Wert für unsere 310 km Leitungen“, ordnet Trinkwassermeister Heiko Pirschel die Bestmarke seit Verbandsbestehen ein. Sie ist auch Ausdruck der Bemühungen, ermittelte Leckagen oder ermüdetes Material möglichst schnell zu beseitigen. „Nur so können wir die Wassereinbußen überschaubar halten. Guter Nebeneffekt: Weniger aufzubereitendes Trinkwasser kostet auch weniger“, erklärt der Fachmann. „Am Ende eines Jahres – nach Rückmeldung der Zählerstände – zeigt sich die tatsächliche Differenz zwischen Verbrauch und Einspeisung, der Wasserverlust. Wir können mit unseren täglichen Überwachungstätigkeiten aber bereits zeitnah auf Schäden reagieren, auch wenn noch kein Rohrbruch gemeldet wurde. Kunden könnten dies ebenfalls tun, wenn sie z. B. ihren Wasserzähler monatlich ablesen und ihr Verbrauchsverhalten vergleichen.“
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Korrelatoren (1) messen und analysieren Geräusche oder Druckwellen, die Lecks in Rohren erzeugen. Sie ermitteln den genauen Ort der Bruchstelle aus der Zeitdifferenz, mit der das Geräusch an zwei Messpunkten ankommt. -
Bodenmikrofone (2) (auch Erdsondenmikrofone) fangen Schalldruckwellen von Wasserleckagen im Boden auf. Sie sind vor allem für die Suche von versteckten Lecks geeignet. -
Geräuschlogger (3) gelten als Frühwarnsysteme für Leckagen. Sie reagieren auf akustische Signale aus dem Leitungsnetz und lokalisieren so Leckstellen.
Fotos (3): WAVE/Jopien
Gezielte Lecksuche
Die Fachleute haben für die Suche nach Wasserverlusten ein ganz eigenes System entwickelt: „Wir gliedern das Trinkwassernetz in Versorgungsgebiete und kontrollieren die dazugehörigen Wasserzähler. Je nach Verbrauchshöhe müssen wir entscheiden, ob ein Rohrleitungsschaden vorliegt oder nicht. Wenn ja, muss dieser eingegrenzt und dann mit entsprechender Ortungstechnik gesucht werden.“ Damit ist der WAVE gut ausgestattet. Heiko Pirschel: „Wir nutzen Geräuschlogger, Korrelatoren und Bodenmikrofone, mit denen sich Schadstellen präzise lokalisieren lassen, sodass nicht komplette Straßen für Reparaturen aufgerissen werden müssen.“
Wasserverluste seit 2019
| 2019 | 7,2 % |
| 2020 | 12,2 % |
| 2021 | 10,8 % |
| 2022 | 7,8 % |
| 2023 | 6,1 % |
| 2024 | 4,6 % |
Beim kommunalen Verband kennt man die schlimmsten „Stinke-Stellen“, sorgt entsprechend vor
Abwasser wird nie gut duften – aber üblen Gerüchen geht´s an den Kragen
Problem erkannt – Problem gebannt: Was der kommunale Verband gegen üble „Abwasser-Aromen“ unternimmt
Das Thema ist nicht neu und liegt in der Natur der Sache: Abwasser, das nur langsam in Richtung Kläranlage fließt, fault an – es bildet sich Schwefelwasserstoff. Dieser als faule Eier bekannte Geruch sorgt vor allem in trockenen, heißen Sommern für Unmut. Dann häufen sich die Anrufe beim WAV Elsterwerda, ob man denn nicht irgendwas gegen diese Belästigung tun könne.
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Der Biofilter in der Burgstraße Elsterwerda sorgt für weniger Geruchsbelästigung im Stadtgebiet.
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Der Technische Leiter des WAVE Sylvio Graf kontrolliert am Pumpwerk in Haida die Menge
des zugesetzten Hilfsmittels gegen Gerüche.
Die schlechte Nachricht zuerst: Aus dem bisweilen beißenden Abwassermief kann niemand Parfümduft machen. „Hier laufen natürliche chemische Prozesse ab, die sich nur bis zu einem gewissen wirtschaftlich und umweltseitig vertretbaren Maß sinnvoll beeinflussen lassen“, argumentiert Sylvio Graf und schließt die gute Nachricht an: „Wir versuchen seit Längerem, mit verschiedenen Maßnahmen gegen die wetterabhängig auftretende schlechte Luft vorzugehen.“ Schließlich sei die nicht nur eine Belästigung für Anwohner, sondern auch verantwortlich für Materialermüdung wie Betonfraß. Der Technische Leiter zählt die am meisten betroffenen Standorte auf.
Innenstadtbereich von Elsterwerda
Hier läuft das Abwasser über Freigefälleleitungen; Pumpwerke gibt es nicht, die mit geruchshemmenden Anlagen ausgestattet werden könnten. Bleiben regelmäßige Leitungsspülungen und die Anpassung der Straßeneinläufe. In die „Gullys“ werden anstelle von Sandfängen Biofilter mit Aktivkohlegranulat eingebaut, die den Schwefelgeruch abschwächen.

Biofilter und Dosierstation sollen bereits hier einen Großteil der Faulgerüche eliminieren.
Umgebung von Elsterwerda
In der Merzdorfer Straße aus Gröden kommend, aus Haida und Prösen gelangt das Abwasser über Druckrohr- und Freigefälleleitungen zur Kläranlage Elsterwerda. Vorbeugend gegen Geruchsbildung hilft bereits in Gröden Calciumnitratsalz, das kontinuierlich hinzugefügt wird. Doch das chemische Hilfsmittel ist gesundheitsschädlich und verursacht Kosten, die in die Gebührenkalkulation einfließen müssen.
Haida und Prösen
Von Haida nach Elsterwerda ist das Abwasserdruckrohr etwa 6 km lang. An beiden Pumpwerken sorgen Biofilter und Dosierungsanlagen für Geruchsminderung. In Haida wird das Abwasser pneumatisch nach Elsterwerda gefördert. Dabei entstehen zwar weniger Schwefelwasserstoffe, aber Lärm durch die Kompressoren. Und diese Variante ist technisch nicht überall möglich.
Elsterwerda Burgstraße
Der sogenannte Hauptsammler zur Kläranlage fördert über eine Freigefälleleitung sämtliches Abwasser aus Elsterwerda West, Gröden, Haida und Prösen. Dort wurde ein Biofilter zur Abluftbehandlung installiert. Er ist an den schwarzen Behältern zu erkennen.
Pumpwerk Südstraße
Auch hier saugt ein Bio-Abluftfilter Schwefelwasserstoffgeruch aus dem Kanal.
Millionen-Auftrag zurückgezogen
Dieser Millionen-Auftrag-Rückzieher sorgt nicht nur für Kopfschütteln
Millionen-Auftrag zurückgezogen
Da staunte selbst der langjährige Trinkwasser-Fachmann Heiko Pirschel – in 37 Dienstjahren hatte er so etwas noch nicht erlebt. Lesen Sie die gesamte unglaubliche Geschichte.
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Bauberatung vor Ort: Sylvio Graf, Technischer Leiter, Trinkwassermeister Heiko Pirschel (verdeckt), Verbandsvorsteher Maik Hauptvogel und Ingenieur Thomas Rießner vom Planungsbüro IBOS (v. l.). -
Bauberatung vor Ort: Sylvio Graf, Technischer Leiter, Trinkwassermeister Heiko Pirschel (verdeckt), Verbandsvorsteher Maik Hauptvogel und Ingenieur Thomas Rießner vom Planungsbüro IBOS (v. l.).
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Es geht zügig voran: Die nächsten Leitungen liegen schon bereit, im Hintergrund wird die Trasse freigebaggert.
Fotos (2): WAVE/Jopien; Graf
Seit einigen Jahren schon sorgt der Bau der neuen Trinkwasserhauptleitung vom Wasserwerk Oschätzchen nach Elsterwerda immer mal wieder für schlaflose Nächte bei den Verantwortlichen. Knapp 11 km lang wird sie die Trinkwasserversorgung im Verbandsgebiet weiter stabilisieren.
Im Sommer 2025 sollte es mit dem ersten Teilabschnitt des dritten Bauabschnitts weitergehen. „Wie üblich wurde die Maßnahme ausgeschrieben“, erzählt Trinkwassermeister Heiko Pirschel. Eine Handvoll Firmen bewarb sich. Die Verbandsversammlung des WAVE erteilte dem Bieter mit dem günstigsten Angebot den Zuschlag. „Dazu sind wir verpflichtet. So stellen wir sicher, dass wir verantwortungsvoll mit den Gebühren unserer Kundinnen und Kunden umgehen“, erklärt Heiko Pirschel.
Millionen nichts wert?
Und dann passierte das, was der Trinkwasserchef in 37 Jahren Berufstätigkeit noch nicht erlebt hat: „Einige Wochen später lehnte die Firma die Auftragsdurchführung ab. Einen Millionenauftrag“, schüttelt Pirschel immer noch ungläubig den Kopf. „Noch nie standen wir kurz vor dem Weiterbau einer Maßnahme ohne Baubetrieb da!“
Großes Glück im Unglück
Dass der zweitgünstigste Bieter trotz voller Auftragsbücher, Urlaubszeit und Fachkräftemangel beim Verband in Elsterwerda einspringen konnte, glich einem kleinen Wunder. „Wir hatten großes Glück, dass die STRABAG AG dazu in der Lage war“, hebt Verbandsvorsteher Maik Hauptvogel hervor. „Selbstredend zu anderen Konditionen als der günstigste Anbieter.“ Aber wer übernimmt die Differenz? Wer die Kosten für einen Monat Bauverzögerung? „Damit beschäftigen sich im Sinne unserer Kunden nun Anwälte“, informiert Maik Hauptvogel. Denn diese Baumehrkosten sollen die zahlen, die sie verursacht haben und die Gebühren nicht belasten.
Seit Mitte August wird an der etwa einen Kilometer langen Teilstrecke der Trinkwasserleitung in Haida weitergebaut. In offener Bauweise geht es über Felder und Wiesen im Elbe-Elster-Land. „Bis Weihnachten soll das Teilstück liegen“, steckt der Trinkwassermeister den Plan ab.
Geschichten gibts – da fehlen einem doch glatt die Worte.
Kundeninformation

Grafik: WAVE
Kundeninformation
Wichtige Beschlüsse
In der 1. und 2. Verbandsversammlung 2025 haben die Verbandsmitglieder des Wasser- und Abwasserverbandes Elsterwerda wieder wichtige Beschlüsse gefasst. Ausführlich sind sie nachlesbar auf der Website hier und im Amtsblatt des Verbandes, das in den Mitgliedsgemeinden ausliegt. Die Lausitzer WASSERZEITUNG informiert in Kürze darüber.
In der 1. Verbandsversammlung 2025 am 25. März wurden folgende Beschlüsse gefasst:
ÖFFENTLICH
| # | Beschluss |
|---|---|
| 1 | Beschluss 1/1/25 – Bestätigung einer Eilentscheidung |
| 2 | Beschluss 1/2/25 – Änderung des Stellenplans des Wirtschaftsplans 2025, Geschäftsbereich Abwasser |
| 3 | Beschluss 1/3/25 – Vergabe einer Baumaßnahme: Errichtung Brandmeldeanlage im Wasserwerk Oschätzchen |
| 4 | Beschluss 1/4/25 – Umschuldung eines Darlehens |
| 5 | Beschluss 1/5/25 – Umschuldung eines Darlehens |
| 6 | Beschluss 1/6/25 – Umschuldung eines Darlehens – Roll over |
| 7 | Beschluss 1/7/25 – Aufnahme eines Darlehens – Geschäftsbereich Abwasser |
| 8 | Beschluss 1/8/25 – Vergabe eine Bauleistung: Sanierung Zulauf/Rechengerinne im Rechengebäude auf der Kläranlage Elsterwerda |
| 9 | Beschluss 1/9/25 – Vergabe einer Bauleistung: Errichtung und Installation PV-Anlage im Wasserwerk Oschätzchen |
NICHTÖFFENTLICH
| # | Beschluss |
|---|---|
| 10 | Beschluss 1/10/25 – Abschluss eines Wasserliefervertrages |
| 11 | Beschluss 1/11/25 – Beschluss zur Abgabe einer Absichtserklärung |
| 12 | Beschluss 1/12/25 – Beschluss zu einem Stundungsantrag |
In der 2. Verbandsversammlung am 2. April wurde dieser Beschluss gefasst:
NICHTÖFFENTLICH
| # | Beschluss |
|---|---|
| 1 | Beschluss 2/13/25 – Beschluss zu einem Stundungsantrag |
Stadt Elsterwerda und WAVE – verlässliche Partner

Anja Heinrich.
Fotos (2): Stadt Elsterwerda
Editorial
Stadt Elsterwerda und WAVE – verlässliche Partner
Liebe Leserinnen und Leser,
wenn die Stadt und der WAV Elsterwerda etwas anpacken, geht es immer einher mit hohen und weitsichtigen Investitionen. Deshalb prüfen wir sehr genau, ob Straßen, Zufahrten oder Wege, die neue Trinkwasserleitungen oder Kanäle erhalten sollen, auch straßenbauseitig erneuert werden könnten – oder umgekehrt. So haben wir schon etliche Bauprojekte in sehr enger und sehr guter Kooperation durchgeführt, damit Sie, liebe Elsterwerdaerinnen und Elsterwerdaer, nicht mehr als nötig Baulärm, Schmutz und Unannehmlichkeiten ertragen müssen. So war 2024 die Bürgermeister-Wilde-Straße ein gemeinschaftlich schöner Erfolg. In diesem Jahr stehen die Seitenanlagen der August-Bebel-Straße auf dem Plan sowie gemeinsame Bauarbeiten im Birkenweg.

Der Ausbau der Großenhainer Straße hat begonnen.
Anfang Juni konnte der Ausbau der Großenhainer Straße (Foto), ein wichtiges Gemeinschaftsprojekt des Landesbetriebes für Straßenwesen, der Stadt Elsterwerda und des WAVE, begonnen werden. Dafür hatte der Verband bereits vor Baubeginn der Maßnahme die Trinkwasserleitung erneuert, um Baufreiheit zu schaffen. Für 2026 ist die gemeinsame Umgestaltung der Körnerstraße geplant. Jede Investition unterliegt der kommunalen Haushaltssituation und wird in enger Zusammenarbeit mit allen Baubeteiligten durchgeführt. Mit dem WAV verfügen wir dabei über einen bewährten und verlässlichen Partner!
Ihre Anja Heinrich,
Bürgermeisterin von Elsterwerda
Strenge und engmaschige Kontrollen

Torsten Hoffgaard.
Foto: privat
Trinkwasseranalyse
Strenge und engmaschige Kontrollen
Lediglich zwei Auffälligkeiten stellte das Gesundheitsamt des Landkreises Elbe-Elster bei den regelmäßigen Trinkwasseruntersuchungen in den vergangenen sechs Jahren fest.
Die Proben von Trink- und Abwasser nimmt das unabhängige, zertifizierte Labor für Wasser und Umwelt (LWU) in Bad Liebenwerda. Die Lausitzer WASSERZEITUNG im Gespräch mit Torsten Hoffgaard, Pressereferent des Landkreises, und Diplom-Chemiker und LWU-Geschäftsführer Sebastian Prause.
Herr Hoffgaard, welche beiden Ausnahmen im Elsterwerdaer Trinkwasser waren das?
Am 8. Oktober 2019 wurden coliforme Bakterien festgestellt und am 8. August 2023 ein erhöhter Eisenwert samt Wasserreintrübung.
Wie werden diese Werte ermittelt?
Mit den Messergebnissen nach Probenahme durch das LWU. Diese geben unsere Gesundheitsamt-Mitarbeiter in ein Software-Programm und untersuchen sie auf Konformität gegenüber den Vorgaben, sprich Grenzwerten, der Trinkwasserverordnung TrinkwV.
Auf welche Werte wird dabei besonders geachtet und warum?
Im Fokus stehen vor allem mikrobiologische Vorgaben. Denn solche Parameter wie E. coli oder Enterokokken können zu Durchfallerkrankungen führen. In diesen Fällen ordnet das Gesundheitsamt Maßnahmen zur Gefahrenabwehr gegenüber dem Wasserversorger an, weil es hier um den Schutz der Bevölkerung geht.
Wie schätzen Sie die Qualität des Trinkwassers vom WAVE ein?
Es erfüllt gemäß § 5 TrinkwV die allgemeinen Anforderungen und kann als unbedenklich und uneingeschränkt verwendbar eingeschätzt werden.
Herr Prause, das LWU nimmt auch Proben vom Abwasser auf der Kläranlage Elsterwerda – wie oft und mit welchem Ziel?
Das passiert im 2-Wochen-Rhythmus. Wir nehmen Proben zwischen 6 und 22 Uhr zu unterschiedlichen Zeiten und von verschiedener Schmutzfracht. Mit den Ergebnissen kann der Verband seine Abwasserbehandlung regeln und gegenüber Unterer Wasserbehörde und Landesumweltamt belegen, dass er die Grenzwerte beim Abwasser nicht überschreitet und dem Wasserkreislauf über den Vorfluter gut geklärtes Wasser zurückführt.

Sebastian Prause.
Foto: LWU
Energie vom Dach

Im vergangenen Jahr wurde das Dach der Filterhalle saniert, damit es die PV-Module tragen kann.
Foto: WAVE/Pirschel
Nachhaltigkeit
Energie vom Dach
Trinkwasserherstellung und Abwasseraufbereitung sind extrem energieintensiv. Deshalb spürt man beim WAV Elsterwerda nachhaltiges Energieeinsparungspotenzial auf. Im Wasserwerk Oschätzchen beispielsweise soll eine neue Photovoltaikanlage je nach Sonnenscheindauer nahezu die Hälfte der jährlich benötigten 718.000 Kilowattstunden Strom erzeugen.
„Die 387 Module mit einer Leistung von 170 Kilowatt-Peak wurden auf den Dächern der Filter- und Maschinenhalle montiert, um besonders effektiv zu sein“, berichtet Wassermeister Heiko Pirschel. „Wir könnten nicht genutzten Strom tagsüber ins öffentliche Netz einspeisen. Aber wir denken eher an die Möglichkeit, den Anlagenbetrieb umzustellen und unsere Speicherbehälter tagsüber zu füllen, wenn uns der Strom nichts kostet. Das wäre ein wichtiger Beitrag zur Energiewende und zur Gebührenstabilität für unsere Kunden“, so der Fachmann.
Sommertipp

So bunt, fröhlich, facettenreich und verlockend kann Ihr Sommer daheim werden: Von Badewannenrennen und Wasserturmrundgang über Kräuterwanderung bis zum Sommerfest im Pomologischen Garten und Picknick ist alles dabei.
Fotos: Feuerwehr Wainsdorf (2); Wikimedia Commons – Radler59, CC BY-SA 4.0; Kerngehäuse e. V.; Pixabay/Couleur; Doreen Hoffmann
Sommertipp
Hier können Sie was erleben!
Urlaub auf dem Bauernhof – tierisch gut. Ferien am Meer – erfrischend toll. Auszeit in den Bergen – wandernd stressfrei. Erholungswochen daheim – toppen alles. Glauben Sie nicht? Dann lesen Sie mal, was die Lausitzer WASSERZEITUNG in der WAVE-Region an Sommer-Angeboten für Sie zusammengetragen hat.
ELSTERWERDA UND UMGEBUNG
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5. Juli I 9. August I 20. September, jeweils 14 bis 17 Uhr
Kräuter- und Erlebnistour durch die Heidelandschaft um Kraupa
Bettina Beyer vom Heimatverein Elsterwerda und Umgebung e. V. weiht an den Samstagen Kräuter-Interessierte mit kurzweiligen Geschichten und viel Wissen in die Geheimnisse der unterschiedlichen Sommer- und Herbstkräuter am Wegesrand ein.
Treffpunkt: Waldparkplatz Kraupa, Mühlenstraße 24
Kosten: 6 Euro
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13. Juli I 10. August I 14. September (Tag des offenen Denkmals)
Historie und Rundgang um den Wasserturm Biehla
Bei der einstündigen Führung gibts einen spannenden Einblick in die Geschichte des 1913/14 errichteten Baudenkmals.
Anmeldung mit Namen und gewünschter Personenzahl telefonisch: 03533 7810587 oder per E-Mail; danach erhalten Sie Uhrzeit und Startpunkt der Führung
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15. August, 8 bis 17 Uhr
Classic-Rallye
Zum ersten Mal ist die sächsische Landeshauptstadt Dresden Start und Ziel der 22. Sachsen Classic Rallye (14.–16. August 2025). Bestaunen kann man die aufpolierten Veteranen mit vier Rädern auch im Erlebnis- und Miniaturenpark Elsterwerda, Furtbrückwiese 1. Keine andere Oldtimer-Rallye zieht so viele Menschen an die Strecke wie die Sachsen Classic. -
16. August, 20 Uhr
Classic Open Air mit dem Brandenburger Konzertorchester Eberswalde
Die Stadt Elsterwerda lädt ein in den Erlebnis- und Miniaturenpark.
Elsterwerda, Furtbrückwiese 1
Eintritt frei
BAD LIEBENWERDA UND UMGEBUNG
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19. Juli I 16. August I 20. September
Fahrtage der Waldeisenbahn
Ort: Heinrich-Heine Str. 43A, 04924 Bad Liebenwerda
Infos: Günter Hering – Telefon: 035341 679000 oder E-Mail.
Eintritt frei
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10. August, 15 bis 17 Uhr
Kurkonzert* mit der Big Band Bad Liebenwerda
Das Repertoire des 20-köpfigen Jazz-Orchesters: klassischer Big-Band-Sound von Swing, Blues, Rock bis zur Musik Lateinamerikas
* Bis Ende August finden immer am Sonntag von 15 bis 17 Uhr die traditionellen Kurkonzerte in der Konzertmuschel im Kurpark statt.
GEMEINDE RÖDERLAND
3. August, 17 Uhr
Picknick in schwarz-weiß mit dem Duo BOOMERÂNG
Sie brauchen: Ihre Lieblingsdecke, Geschirr, Essen und Trinken, und vielleicht sind Sie auch schwarz-weiß gekleidet? Das Gut Saathain hat: die Wiese und die Musik – bekannte Klassiker aus Jazz, Pop und Rock
Karten zu 12 Euro
POMOLOGISCHER GARTEN DÖLLINGEN
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23. August
Sommerfest, Wiesenplausch und Sommerkino
Sommerfest auf der Bürgerwiese in Hohenleipisch auf dem Aegirweg, 14 bis 17.30 Uhr; Streuobstwiesen-Picknick mit heimischen Kräutern und Apfelkorn-Brot ab 18 Uhr, Sommerkino ab 20.30 Uhr
Eintritt frei
Umgehungsstraße, 04928 Plessa
Kontakt: Andrea Opitz
Telefon 0160 91042424
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28. September, 10 bis 18 Uhr
30. Niederlausitzer Apfeltag
Neu: Yoga, Kräuterwanderung, botanische Märchen und Lieder sowie Altbewährtes wie Sortenbestimmung, Kochschau und Baumschnittvorführung
Kontakt: Andrea Opitz
Telefon 0160 91042424
Überhaupt kann man im Verbandsgebiet viel unternehmen – so ganz nach Lust, Laune und Wetter.
PLESSA
Historische Wassermühle, ausgedehnte Wiesen, Wälder und die Schwarze Elster vor der Tür
Das technische Denkmal bestand einst aus einer Schneide- und einer Getreidemühle. Erstmals urkundlich erwähnt wurde sie schon 1420. Seit 1825 gehörte das Bauwerk der Familie Kühne.
THALBERG
HOHENLEIPISCH
Wandern
nordöstlich des Ortes in einer der letzten großen und noch wohlbehaltenen Moorlandschaften Südbrandenburgs „Der Loben“, mit Lobenturm und Naturschutzgebiet. Der Loben umfasst rund 1.670 Hektar und liegt nordöstlich von Hohenleipisch und südlich von Gorden. Vor etwa 120.000 Jahren sammelte sich hier Schmelzwasser, Sumpfpflanzen siedelten sich an. Über die Jahrtausende wuchsen aus abgestorbenen Pflanzen bis zu zwei Meter mächtige Torfschichten.
Der WAV Elsterwerda und die Lausitzer WASSERZEITUNG wünschen Ihnen einen fantastischen Sommer in der Heimat.
16 Jahre im Dienst des Lebenselixiers

Auch aus seinem Büro lenkt Maik Hauptvogel weiterhin die Geschicke des WAV Elsterwerda.
Foto: SPREE-PR/Petsch
Wiedergewählt
16 Jahre im Dienst des Lebenselixiers
Die Mitglieder der Verbandsversammlung des WAV Elsterwerda sind mit seiner Führungsarbeit und der Entwicklung des kommunalen Ver- und Entsorgers zufrieden und gaben dem langjährigen Verbandschef für weitere acht Jahre (oder bis zum Renteneintritt) das Vertrauen. Sie begannen am 1. Juli 2025. Die Lausitzer WASSERZEITUNG stellte Maik Hauptvogel 3 FRAGEN zur 3. AMTSPERIODE.
1. Herr Hauptvogel, in den über 30 Jahren Verbandsgeschichte gab es auch turbulente Zeiten. Die konnten nach und nach beendet werden; mittlerweile ist der Verband in ruhigerem Fahrwasser unterwegs. Worauf führen Sie das hauptsächlich zurück?
Meine beruflichen Wurzeln liegen in der Buchhaltung. Hier bestimmen Zahlen, Fakten, Ordnungsmäßigkeit, Sachlichkeit und Stetigkeit das Geschehen – aber auch besonnen-beherztes Handeln. Man sagt mir zudem Willenskraft und Durchhaltevermögen nach. Objektive und subjektive positive Begleitumstände und ein wenig Glück gehören genauso dazu, Herausforderungen gut zu meistern. Und ich bin ja kein Einzelkämpfer. Die Geschlossenheit der Verbandsversammlung bei schwierigen Entscheidungen, der Rat von beruflichen Wegbegleitern, die Unterstützung durch Dritte und nicht zuletzt das schlagkräftige, motivierte Mitarbeiterteam waren in Summe die Werkzeuge für die erfolgreiche Bewältigung der zurückliegenden, manchmal über das normale Maß hinausgehenden, Aufgaben unseres Verbandes.
2. Mit der dritten Amtszeit sind Sie der bisher langjährigste Verbandschef beim WAVE. Was fasziniert Sie an der Wasser- und Abwasserthematik?
Naja, als im Sternzeichen Krebs Geborener bin ich per se in der Thematik verwurzelt … Es ist wohl meine Berufung, alles dafür zu tun, damit das Lebenselixier der Menschheit für heutige und künftige Generationen in der gewohnten Qualität und Quantität zur Verfügung steht und für Jedermann bezahlbar bleibt.
3. Noch der Blick in die Zukunft: Wo soll der WAVE nach Ihrer dritten Amtszeit stehen?
Mindestens so gut wie im Jahr 2025, mit Tendenz nach oben!
Frischer Personal-Wind
Der WAV Elsterwerda verstärkt und verjüngt sein Team. „Wir freuen uns sehr auf unseren neuen Azubi. Til Küster wird seine Ausbildung zum Anlagenmechaniker ab dem 1. September bei uns absolvieren“, blickt Verbandsvorsteher Maik Hauptvogel voraus.
Am 1. Juli war für Christin Liefeld der erste Arbeitstag beim kommunalen Ver- und Entsorger. Sie verstärkt das Team der Allgemeinen Verwaltung und arbeitet sich in die Aufgaben ein.



