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Kinderwassertag – Messe „Bauen und Wohnen“ – Tag des Energiesparens

 




TIPPS

Kinderwassertag – Messe „Bauen und Wohnen“ – Tag des Energiesparens

Aber alles schön der (Datums-)Reihe nach!

  • Zukunftsweisende Zahlen zum Internationalen Tag des Energiesparens am 5. März

    5. März 2026

    2025 hat die PV-Anlage im Wasserwerk Eichwalde 125.343 kWh sauberen Strom erzeugt – das entspricht dem Jahresverbrauch von rund 40 Zwei-Personen-Haushalten. Seit Inbetriebnahme 2021 konnten 701 MWh Solarenergie produziert und somit große Mengen CO₂ eingespart werden. Passend zum Internationalen Tag des Energiesparens am 5. März zeigt dieses Beispiel, wie wirkungsvoll Investitionen in erneuerbare Energien sind. „Wer sie effizient nutzt, schützt das Klima – ein Gewinn für die Umwelt und unsere Zukunft“, betont MAWV-Verbandsvorsteherin Susanne Bley.
  • Kommt vorbei – auf der Messe „Bauen & Wohnen“ im A10-Center Wildau

    16. bis 18. März 2026

    Vom 16. bis 18. März 2026 ist der MAWV wieder auf der traditionellen Messe für alle potenziellen Häuslebauerinnen und Häuslebauer präsent. Das Team freut sich auf die individuellen Beratungsgespräche und den persönlichen Austausch mit Ihnen. „Besucherinnen und Besucher erwartet außerdem ein abwechslungsreiches Programm mit spannenden Mitmachaktionen, bei denen man unsere Leistungen und Produkte praxisnah erleben kann“, macht die Assistentin der Verbandsleitung Melina Schniegler-Dagge neugierig. Für Bau-Herren und -Damen eine ideale Gelegenheit für fachlichen Dialog und neue Impulse.
  • Wir sind da! Ihr auch? Beim Kinderwassertag in diesem Jahr?

    5. Juni 2026

    Planschen im Wissen, staunen übers „Wasserherstellen“ und jede Menge Aha-Momente: Der MAWV freut sich auch in diesem Jahr auf den KINDERWASSERTAG – und auf Euch, die neugierigen Entdeckerinnen und Entdecker. Bis zum 31. März können sich Kitas und Schulen (bis einschließlich 3. Klasse) per E-Mail an post@mawv.de oder telefonisch 03375 2568823 anmelden und sich am 5. JUNI 2026 einen kostenlosen Shuttle-Service von Königs Wusterhausen zum Wasserwerk nach Ludwigsfelde sichern. Bei Anmeldung nach dem 31. März müssen Hin- und Rückweg selbst organisiert werden.

    Also: Schnell sein, einsteigen und los geht’s zum sprudelnden Tag voller Wasserwissen!

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Alles zu den Finanzierungsarten des MAWV – Teil 2

 




Rechtsecke

Alles zu den Finanzierungs­arten des MAWV – Teil 2

Von Nicole Waelisch-Rätke, Syndikusrechtsanwältin des MAWV

Der MAWV erhebt Gebühren, Beiträge, Kostenerstattungen und Verwaltungsgebühren. Hatte die Märkische WASSERZEITUNG in Teil 1 der Finanzierungsarten skizziert, welche Leitungen zur öffentlichen Anlage und welche Leitungsteile zum Hausanschluss gehören, werden in Teil 2 die KOSTENERSTATTUNGEN und VERWALTUNGSGEBÜHREN beleuchtet.

Kostenerstattungen erhebt der MAWV für die Herstellung, Unterhaltung und Erneuerung von Hausanschlüssen.

Der Hausanschluss beginnt mit der Anbohrschelle an der Leitung in der Straße und endet mit der Wasserzählanlage. Der Wasserzähler gehört nicht zum Hausanschluss, sondern zur öffentlichen Anlage.

Die Kosten für die Herstellung dieses Hausanschlusses werden im Trinkwasser- und im Schmutzwasserbereich mit einem Kostenerstattungsbescheid in Höhe der tatsächlich entstandenen Kosten gegenüber dem Eigentümer geltend gemacht.

Kosten im Trinkwasserbereich

Die Kosten für die Unterhaltung, Erneuerung etc. der Hausanschlussleitungen im Trinkwasserbereich werden im öffentlichen Bereich vom MAWV getragen. Nur die Kosten für die Hausanschlussleitung, die im privaten Bereich entstehen, werden mit einem Kostenerstattungsbescheid in Höhe der tatsächlich entstandenen Kosten gegenüber dem Eigentümer weiterberechnet.

Kosten im Schmutzwasserbereich

Hier beginnt die öffentliche Anlage am Anschluss an die Straßenleitung, also dort, wo die Leitung in der Straße angebunden ist. Sie endet – bei einer Gefälleleitung – am Schacht auf dem jeweiligen Grundstück des Eigentümers. Bei der Druck- bzw. Vakuumentwässerung endet der Hausanschluss vor dem Druckabgang am Sammelbehälter. Der Sammelbehälter sowie die Entlüftungsleitung gehören auch zum Hausanschluss. Das Hauspumpwerk einschließlich Steuerschrank hingegen gehört zur öffentlichen Anlage.

Daher werden die Kosten für das Hauspumpwerk einschließlich Steuerschrank vom MAWV übernommen.

Die übrigen Kosten für die Herstellung, Erneuerung, Unterhaltung etc. des Hausanschlusses im Schmutzwasserbereich macht der MAWV gegenüber dem Eigentümer mit einem Kostenerstattungsbescheid geltend.

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„Grünes Licht“ fürs Verwaltungsgebäude

 




ES GEHT LOS!

„Grünes Licht“ fürs neue MAWV-Verwaltungs­gebäude

Der kommunale Wasserver- und Abwasserentsorger treibt die Entwicklung seines künftigen Verwaltungssitzes voran: Das historische Gebäude in der Bahnhofstraße in Königs Wusterhausen soll denkmalgerecht saniert und durch einen Anbau ergänzt werden.

Die Verbandsversammlung hatte das Gesamtvorhaben am 4. Dezember 2025 beschlossen – damit liegt das finale Okay vor. Auch finanziell nimmt das Projekt weiter Konturen an. So hat die KfW-Bank Fördermittel für die Sanierung zum „Effizienzgebäude Denkmal“ in Höhe von 510.000 Euro zugesagt. Jüngst wurden weitere Fördermittel im Rahmen der Städtebauförderung von Bund, Land und Gemeinden über 800.000 Euro mit der Stadt Königs Wusterhausen vertraglich abgeschlossen.

Im Januar schließlich stand ein baurechtlicher Meilenstein ins Haus: der Angebotsöffnungstermin (Submission) zur ersten Ausschreibung – für die Abdichtungsarbeiten. „Es zeigte sich, dass die eingegangenen Angebote für die ausgeschriebenen Leistungen innerhalb des veranschlagten Kostenrahmens liegen und somit eine gute Vorausplanung zu Papier gebracht wurde“, sagt Falko Börnecke, Technischer Leiter des MAWV. Offizieller Baustart ist Anfang März 2026 mit der Einrichtung der Baustelle. Die Bauzeit soll gut zwei Jahre betragen. So ist die Fertigstellung für Mitte Juni 2028 geplant.

In dem sanierten Gebäude entsteht neben modernen Kunden-Gesprächsbereichen und Arbeitsplätzen auch ein Sitzungssaal u. a. für die Verbandsversammlung des MAWV.

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Verantwortung gemeinsam gestalten

 




Frank Nerlich, Bürgermeister von Wildau und neuer Vorsitzender der MAWV-Verbandsversammlung.

Foto: Stadt Wildau

EDITORIAL

Verantwortung gemeinsam gestalten

Liebe Leserinnen und Leser,

die Arbeit des Märkischen Abwasser- und Wasserzweckverbandes (MAWV) ist für unsere Städte und Gemeinden von großer Bedeutung. Eine sichere und leistungsfähige Wasser- und Abwasserstruktur bildet die Grundlage für Lebensqualität, wirtschaftliche Entwicklung und den Schutz unserer natürlichen Ressourcen. Der MAWV ist ein zentraler Akteur der kommunalen Daseinsvorsorge in unserer Region. Diese Aufgabe verdient Engagement, Sachlichkeit und einen offenen Dialog auf Augenhöhe. Vor diesem Hintergrund ist es mir eine große Freude, den Vorsitz der Verbandsversammlung zu übernehmen und mich aktiv in diese verantwortungsvolle Aufgabe einzubringen.

Als Vorsitzender sehe ich meine Aufgabe darin, die Interessen der Mitgliedskommunen aktiv, sachlich und verantwortungsbewusst zu vertreten und die Arbeit in der Verbandsversammlung an den gemeinsamen Aufgaben und Zielen des Verbandes auszurichten. Ich bin überzeugt, dass wir durch eine vertrauensvolle Zusammenarbeit die anstehenden Herausforderungen erfolgreich meistern können. Gemeinsam wollen wir den MAWV weiterentwickeln und die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung dauerhaft sichern und stärken.

Frank Nerlich,
Vorsitzender der Verbandsversammlung

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Wann – wo – wie lange?

 




FRÜHJAHRSSPÜLUNG

Wann – wo – wie lange?

Auch in diesem Frühling werden die Leitungen im MAWV-Verbandsgebiet gespült – also von eventuellen sogenannten Inkrustationen befreit. So können Sie rund um die Uhr frisches, qualitativ hochwertiges Trinkwasser aus dem Hahn genießen.

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Der MAWV nutzt schon seit Jahren moderne Leitungsmaterialien

 




BLEILEITUNGEN RAUS – SICHERHEIT REIN

Der MAWV nutzt schon seit Jahren moderne Leitungsmaterialien

Trinkwasserrohre aus Blei? Sind seit dem 12. Januar dieses Jahres in Deutschland verboten! Das wurde in der umfangreich überarbeiteten Trinkwasserverordnung vom Juni 2023 festgelegt.

Foto: Pixabay/CC0 Public Domain

Der MAWV hat bereits lange vor der gesetzlichen Entscheidung begonnen, die zwar wenigen, aber dennoch vorhandenen alten, gesundheitsschädlichen Rohre aus dem Versorgungsnetz zu entfernen und gegen neue, zugelassene Materialien auszutauschen. Der Technische Leiter Falko Börnecke resümiert: „In den Netzen des Zweckverbandes gibt es keine Bleirohre mehr.“ Alle bekannten Bleileitungen, besonders alte Hausanschlüsse, wurden bereits ersetzt. Allerdings, so der Fachmann weiter, ende die Zuständigkeit des MAWV am Übergabepunkt in Ihr Haus. Bis dahin entspreche das Trinkwasser allen gesetzlichen Anforderungen. „Für unsere Kundinnen und Kunden gibt es daher keinen Grund zur Sorge.“ Doch besonders in älteren Gebäuden könnten durchaus noch Bleirohre stecken. Sein Rat: „Um die Trinkwasserqualität auch im Haus zu gewährleisten, empfehlen wir als Ihr Wasserversorger dringend: Lassen Sie Ihre Leitungen prüfen und bei Bedarf fachgerecht austauschen.“

Bei allen Fragen zur Trinkwasserversorgung hilft Ihnen der MAWV gern weiter.

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Fit für den Ernstfall – die Freiwillige Feuerwehr Zeesen übt beim MAWV

 




FIT FÜR DEN ERNSTFALL

Wie die Feuerwehr Zeesen beim MAWV realitätsnah Teamarbeit und umsichtiges Handeln übt

Besondere Spannung liegt an einem grauen Dezembertag über dem Betriebshof in Schenkendorf. Die Freiwillige Feuerwehr rückt an, Blaulicht spiegelt sich im nassen Asphalt. Was folgt, ist kein Routineeinsatz – sondern Training für eine realistische Ausnahmesituation.

Hätte, könnte, sollte – im Havariefall keine guten Ratgeber. Da müssen alle Handgriffe sitzen. Volle Konzentration im Übungseinsatz – die Kameraden der Feuerwehr wissen, dass im „echten“ Moment Leben von ihnen abhängt.
Fotos (5): MAWV

Es herrscht Hektik: Bei Montagearbeiten ist eine schwere Pumpe vom Betonsockel gerutscht und hat einen Mitarbeiter eingeklemmt. Auch stromführende Leitungen sind beschädigt – das Pumpengebäude liegt im Dunkeln. Zusätzlich erschweren mögliche austretende Gase aus dem Abwasserbereich die Lage. Besonders kritisch: Der Verletzte befindet sich im zweiten Untergeschoss, eine Rettung über die Treppe ist nicht möglich.

Zunächst sprechen die Einsatzkräfte mit dem Mitarbeiter, der sie alarmiert hat, und verschaffen sich einen Überblick. Dann verschluckt die Dunkelheit den Trupp mit dem Mehrgasmessgerät. Die Atmosphäre ist angespannt – enge Räume, eingeschränkte Sicht, unklare Gefahrenlage –, aber jeder Handgriff sitzt.

Licht wird aufgebaut, Kabel werden verlegt, Kommandos hallen durch das Untergeschoss. Der Verletzte wird erstversorgt, die schwere Pumpe gegen weiteres Verrutschen gesichert. Schritt für Schritt arbeiten sich die Einsatzkräfte vor – konzentriert, ruhig, hochprofessionell. Nach der Freigabe durch den fiktiven Rettungsdienst kann die Pumpe Zentimeter für Zentimeter angehoben werden. Dann endlich wird der Patient unter der Last hervorgezogen und aus dem Untergeschoss ins Freie gebracht!

Die Übung zeigt deutlich, was im Ernstfall zählt: Präzision, Teamarbeit und Vertrauen in die eigene Ausbildung.

Der MAWV dankt der Freiwilligen Feuerwehr Zeesen für die professionelle Durchführung der Übung sowie allen Beteiligten für ihr Engagement.

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Sicher, kontrolliert und mit Weitblick

 




Die „PFAS-Situation“ im MAWV-Versorgungsgebiet

Sicher, kontrolliert und mit Weitblick

Die Belastung mit per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) stellt seit einiger Zeit eine anspruchsvolle Aufgabe für die Trinkwasserversorgung im Einzugsbereich des Wasserwerks Eichwalde dar. Für den Märkischen Abwasser- und Wasserzweckverband (MAWV) bedeutete dies von Anfang an: rechtzeitig handeln, bevor rechtliche Grenzwerte in Kraft treten.

„Wir haben unseren Kurs schon lange vor der Neufassung der Trinkwasserverordnung ausgerichtet“, sagt Verbandsvorsteherin Susanne Bley. „Rückblickend war das absolut richtig. Heute können wir belegen, dass wir die neuen PFAS-Grenzwerte für 2026 nicht nur einhalten, sondern deutlich unterschreiten.“

Regelmäßige Messungen im Wasserwerk Eichwalde bestätigen diesen Erfolg: Seit der Inbetriebnahme der Re-Infiltrationsanlage in Berlin-Schmöckwitz im August 2025 sind die PFAS-Werte sofort gesunken. Die Summe aus 20 PFAS-Verbindungen (PFAS-20) liegt aktuell bei rund 14 ng/l – deutlich unter dem ab dem 12. Januar 2026 geltenden Grenzwert von 100 ng/l. Die PFAS-4-Konzentration befindet sich mit deutlich unter 20 ng/l ebenfalls im unbedenklichen Bereich. „Die Re-Infiltrationsanlage fördert belastetes Grundwasser gezielt aus sogenannten Quarantäne-Brunnen und führt es kontrolliert zurück in bereits betroffene Bodenschichten. Dieses Verfahren stabilisiert die Schadstofffahne und verhindert, dass belastetes Wasser die zentrale Trinkwasserversorgung beeinträchtigt“, erklärt die MAWV-Chefin.

Die Re-Infiltrationsanlage sei ein gutes Beispiel dafür, wie technisches Know-how und behördliche Verantwortung zusammenspielen. Der MAWV gehe mit seiner transparenten Informationspolitik voran – das schaffe Vertrauen.

Langfristige Ziele und weitere Maßnahmen

Für den Märkischen Abwasser- und Wasserzweckverband ist der gegenwärtige Stand zwar ein großer Meilenstein, aber noch kein Endpunkt. „Ohne Abreinigung geht es nicht – der Schaden wird noch sehr lange spürbar sein. Ziel des MAWV ist es nicht, den Schaden zu beseitigen. Ziel ist es, dass Wasser unserer Brunnen vollständig für die Trinkwasser-Versorgung unserer Kunden nutzen zu können. Die Grenzwerte werden auch jetzt dauerhaft eingehalten“, hebt Susanne Bley hervor. Damit verbunden ist auch, dass das geförderte Brunnenwasser vollständig für die Trinkwasseraufbereitung nutzbar ist, ohne das Wasserwerk durch Quarantäne-Brunnen im Betriebsregime einzuschränken.

Derzeit läuft weiterhin die fachliche Planung einer hydraulischen Sicherung mit Sicherungsbrunnen und einer Grundwasserreinigungsanlage. Dafür ist die Berliner Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt zuständig, die Kosten von etwa 2 Millionen Euro veranschlagt hat. Die Errichtung der Sicherungsbrunnen ist für 2026/2027 vorgesehen.

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MAWV-Trinkwassernetz funktioniert auch unter Extrembedingungen zuverlässig

 




STRESSTEST FÜRS ROHRNETZ

MAWV-Trinkwassernetz funktioniert auch unter Extrem­bedingungen zuverlässig

Wenn im Winter tagelang Temperaturen weit unter null herrschen, steht das Trinkwassernetz unter Stress. Für den Märkischen Abwasser- und Wasserzweckverband (MAWV) sind solche Extremsituationen jedoch gut beherrschbar: „Unser Netz ist so ausgelegt, dass es auch unter schwierigen Witterungsbedingungen stabil funktioniert. Die Störanfälligkeit hält sich insgesamt in Grenzen“, sagt MAWV-Technikchef Falko Börnecke.

Manchmal bricht aber doch eine Leitung, wie Mitte Januar an der B 246 in Bestensee – ein Zustandsbericht aus dem Verbandsgebiet: In den vergangenen Jahrzehnten hat der Zweckverband aus Königs Wusterhausen sein Leitungsnetz systematisch modernisiert. Alte Grauguss- und Stahlleitungen wurden schrittweise durch widerstandsfähige Kunststoffleitungen ersetzt.
  • Bei tagelangem Frost können Rohre im Erdreich Schaden nehmen. Folge: vereiste Straßen wie hier in Bestensee.

  • Schnelles Handeln – am besten über Nacht – kann die Trinkwasserversorgung wieder herstellen.
  • Schnelles Handeln – am besten über Nacht – kann die Trinkwasserversorgung wieder herstellen.
  • Schnelles Handeln – am besten über Nacht – kann die Trinkwasserversorgung wieder herstellen.
Fotos (4): DNWAB

Besonders stark investiert wurde in Verbundleitungen sowie größere Transport- und Hauptleitungen. Groß dimensionierte Stahlleitungen beispielsweise konnten in grabenlosen Verfahren saniert werden – mit einer prognostizierten Lebensdauer von 50 bis 70 Jahren. Zusätzlich wurden Knotenpunkte gezielt erneuert und kritische Anlagen mit Notstromaggregaten ausgestattet, um auch bei Stromausfällen handlungsfähig zu bleiben.

Aktuell setzt der MAWV seine Erneuerungsprogramme unter anderem in Schulzendorf fort. Für 2026 ist dort ein Sanierungsprogramm für alte Stahl- und Graugussleitungen – etwa im Ulmenweg, in der Jahnstraße, Waldstraße, im Kastanienweg und in der Paarmannstraße – mit einem Investitionsvolumen von rund einer Million Euro vorgesehen. Zudem ist für Alt-Schulzendorf ein Inliner-Programm ab 2026/2027 geplant.

Messbare Erfolge – und realistische Einschätzung

Die Investitionen zeigen Wirkung: Die durchschnittliche Sanierungsrate lag zwischen 2014 und 2024 bei 0,67 Prozent pro Jahr. Die Wasserverluste betrugen im selben Zeitraum durchschnittlich fünf Prozent – ein Wert im deutschen Mittelfeld (Vergleich 2024: 6,1 Prozent). „In modernisierten Netzabschnitten sehen wir einen deutlichen Rückgang von Wasserverlusten und Havarien“, betont Börnecke. Dennoch gibt es sensible Bereiche: oberflächennahe Leitungsabschnitte, ältere Hausanschlüsse oder Übergabestellen zwischen Verbundleitungen mit Druckwechseln. Auch längere Stromausfälle können Risiken bergen – etwa durch Einfrieren oder hydraulische Veränderungen. „Deshalb setzen wir konsequent auf Notstrom- und Spülkonzepte“, so Börnecke.

Frost als operativer Stresstest

Hauptleitungen liegen in der Regel in 0,8 bis 1,2 Metern Tiefe und sind damit gut vor Frost geschützt. Kritisch wird es bei flach verlegten Abschnitten, Bauwerksquerungen, Hydranten oder Hausanschlüssen in der Nähe von Außenwänden. „Mehrere Tage Dauerfrost unter minus fünf Grad gelten als technischer Schwellenwert“, erklärt Börnecke. Schäden zeigten sich dann aber häufig erst beim Tauwetter.

Der MAWV reagiert mit erhöhter Netzbeobachtung, einer Rund-um-die-Uhr-Rufbereitschaft und Erstreaktionszeit von unter 60 Minuten im Störungsfall. Durch das weitverzweigte Trinkwassernetz, Verbundleitungen zu Nachbarverbänden sowie mobile Ersatzlieferung mit Wasserwagen und Behältern ist die Versorgung auch in Ausnahmesituationen gesichert. „Unser Rohrnetz ist kein starres System, sondern wird kontinuierlich weiterentwickelt“, fasst Börnecke zusammen. „Gerade in Zeiten extremer Wetterlagen zahlt sich diese vorausschauende Investitionsstrategie aus.“

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Trinkwasser wird 2026 günstiger

 




MAWV kündigt Gebührensenkung an

Trinkwasser wird 2026 günstiger

Der Märkische Abwasser- und Wasserzweckverband (MAWV) senkt zum 1. Januar 2026 die Trinkwassergebühren in seinem Verbandsgebiet. Hintergrund der Entscheidung sind Kostenüberdeckungen aus der Gebührenkalkulation, die der Verband gemäß dem Kommunalabgabengesetz des Landes Brandenburg an die Kundinnen und Kunden zurückgeben muss. Die Gebührensenkung wurde am 4. Dezember von der Verbandsversammlung einstimmig beschlossen. Sie ist das Ergebnis einer Nachberechnung früherer Planansätze. Kommunale Zweckverbände sind gesetzlich verpflichtet, kostendeckend zu arbeiten – weder dürfen sie Gewinne erzielen, noch dürfen dauerhaft Mehreinnahmen einbehalten werden.
Planungsunsicherheiten führten zu Kostenüberdeckungen

Die nun wirksam werdenden Entlastungen gehen auf Planungsunsicherheiten im Jahr 2023 zurück, die die Kalkulation für das Jahr 2024 erschwerten. Insbesondere die schwer vorhersehbaren Entwicklungen infolge der Corona-Pandemie und des Ukraine-Krieges – etwa bei Energie- und Betriebskosten – machten vorsichtige Ansätze notwendig. Im Ergebnis fielen die tatsächlichen Kosten niedriger aus als prognostiziert, wodurch Kostenüberdeckungen entstanden.

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Verbandsvorsteherin Susanne Bley erläutert: „Unsere Gebühren beruhen auf Plandaten. In den vergangenen Jahren waren verlässliche Prognosen nur eingeschränkt möglich. Wenn sich im Nachhinein zeigt, dass zu viel kalkuliert wurde, sind wir verpflichtet, dies auszugleichen.“

Deutliche Senkung im Kerngebiet

Im Kerngebiet des MAWV sinkt der Trinkwasserpreis von derzeit 2,05 Euro auf 1,73 Euro pro Kubikmeter. Das entspricht einer Reduzierung um 32 Cent beziehungsweise gut 15 Prozent. Ein durchschnittlicher Zwei-Personen-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von rund 90 Kubikmetern spart dadurch etwa 30 Euro pro Jahr.

Rietzneuendorf-Staakow: Beitragseffekte wirken zusätzlich

Auch im Versorgungsgebiet Rietzneuendorf-Staakow/Waldow werden die Trinkwasserpreise ab 2026 gesenkt – von 5,34 Euro auf 4,94 Euro pro Kubikmeter. In diesem Bereich ist die Entwicklung zusätzlich durch die Trinkwasserbeitragserhebung erklärbar. Die von den Kundinnen und Kunden gezahlten Beiträge zur zentralen Trinkwasseranlage wirken sich entlastend auf die Gebührenkalkulation aus. Parallel dazu werden die monatlichen Grundgebühren moderat reduziert, etwa bei Wasserzählern mit kleiner Nenndurchflussleistung von 7,50 Euro auf 6,50 Euro.

Gebühren folgen Kosten – nicht umgekehrt

Der MAWV versorgt ein großes Gebiet vom Raum Schönefeld über Königs Wusterhausen bis in den Spreewald. Für das Jahr 2026 rechnet der Verband mit einer Wasserförderung von rund 6,2 Millionen Kubikmetern und gebührenrelevanten Kosten von knapp zehn Millionen Euro. Die beschlossene Gebührensenkung ist Ausdruck eines zentralen Prinzips kommunaler Gebührenhaushalte: Wenn sich im Nachhinein zeigt, dass mehr eingenommen wurde als notwendig, wird dieser Betrag an die Kundinnen und Kunden zurückgegeben. Die aktuellen Anpassungen stehen damit für eine transparente Gebührenpolitik – und für den Grundsatz, dass Trinkwasserpreise den tatsächlichen Kosten folgen müssen.

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