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Frisch, nachhaltig, gemeinsam!

 




Neue TW-Spender für Schulen

Frisch, nachhaltig, gemeinsam!

An der Paul-Maar-Grundschule in Schönefeld sprudelt seit Kurzem beste MAWV-Qualität direkt aus einem neuen Trinkwasserspender – ein Projekt, das nicht nur den Durst stillt, sondern auch den Gemeinschaftssinn stärkt. Zur feierlichen Inbetriebnahme am 1. Oktober versammelten sich Bürgermeister, Verbandsvorsteherin, Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinde, Lehrkräfte sowie zahlreiche Schülerinnen und Schüler, um das neue Angebot offiziell zu begrüßen.

  • Ein Hoch auf den neuen Spender: Schönefelds Bürgermeister Christian Hentschel (links) signierte im Anschluss noch die Trinkflaschen.
    Foto: MAWV/Schwede

  • Susanne Bley (MAWV), Felix (4. Klasse), Simone Baertz (Rektorin) und Roland Holm (Bürgermeister, v. l.) sagen: Trinkwasser marsch!
    Foto: SPREE-PR/Petsch

Für die Kinder gab es dabei ein besonderes Highlight: Jede Schülerin und jeder Schüler erhielt eine hochwertige Trinkflasche des Partners @aboutwater.de – personalisiert mit der originalen Unterschrift des Bürgermeisters (kl. F.). Das ungewöhnliche Detail sorgt nicht nur für strahlende Gesichter, sondern unterstreicht auch die Wertschätzung für das Projekt und seine Botschaft. Der neue Wasserspender steht für bewussten Konsum, Ressourcenschutz und Gesundheit. Er soll die Schülerinnen und Schüler dazu ermutigen, mehr Leitungswasser zu trinken – das nachhaltigste und am strengsten kontrollierte Lebensmittel in Deutschland. Gleichzeitig stärkt die gemeinsame Nutzung der wiederbefüllbaren Flaschen den verantwortungsvollen Umgang mit Rohstoffen und vermeidet Plastikmüll.

Mit dieser Initiative setzt die Gemeinde Schönefeld ein sichtbares und alltagstaugliches Zeichen für Umweltbewusstsein – und zeigt, wie moderne Bildungsarbeit, lokale Politik und Verbände Hand in Hand wirken können. Frisch, nachhaltig und gemeinsam eben.

Neues Angebot stärkt Gesundheit und Nachhaltigkeit

Bestensee hat seit dem 30. September einen Grund mehr zur Freude: An der örtlichen Grundschule wurde ein neuer Trinkwasserspender feierlich in Betrieb genommen – ein Projekt, das gleichermaßen für Begeisterung bei den Kindern und für ein klares Zeichen in Richtung Nachhaltigkeit sorgt.

Gemeinsam mit dem Bürgermeister, der Verbandsvorsteherin des MAWV, der Schulleiterin und unter tatkräftiger Unterstützung von Felix aus der 4. Klasse wurde der Spender offiziell gestartet. Kaum sprudelte das erste Wasser, testeten die Schülerinnen und Schüler neugierig die neue Station – und die Begeisterung war unübersehbar.

Für die Kinder gab es zudem ein besonderes Geschenk: Jede Schülerin und jeder Schüler erhielt eine eigene Trinkflasche. Damit können sie künftig jederzeit frisches Leitungswasser zapfen – gesund, umweltfreundlich und ohne zusätzlichen Müll.

Der neue Wasserspender ist weit mehr als eine technische Neuerung im Schulalltag. Er unterstützt die Kinder dabei, ausreichend zu trinken, was sich positiv auf Konzentration und Wohlbefinden auswirkt. Zugleich setzt die Schule ein starkes Zeichen für verantwortungsvollen Ressourcenverbrauch und zeigt, wie moderne Bildung und gelebte Nachhaltigkeit zusammengehen können.

Ein herzlicher Dank gilt den Schulleitungen, den Gemeinden Bestensee und Schönefeld sowie allen Beteiligten, die das Projekt ermöglicht haben. Gemeinsam schaffen sie ein Umfeld, in dem Kinder gesund aufwachsen und früh lernen, wie wertvoll unser Trinkwasser ist.

Foto: SPREE-PR/Petsch

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MAWV stabilisiert Grundwasser, Berliner Senat plant Reinigung

 




PFAS-Belastung im Griff

MAWV stabilisiert Grundwasser, Berliner Senat plant Reinigung

Im Verbandsgebiet des MAWV gab es im Berliner Teil des Einzugsgebietes des Wasserwerkes Eichwalde, genauer gesagt am Standort des ehemaligen Reifenwerkes in Berlin-Schmöckwitz, einen signifikanten PFAS-Eintrag, insbesondere durch Löschschäume im Jahr 2005 – die WASSERZEITUNG berichtete. Der Schadstoffeintrag in das Grundwasser wurde vom MAWV durch sein engmaschiges Wassermonitoring festgestellt.

Der Zweckverband reagierte schnell und setzte am 15. August eine Re-Infiltrationsanlage in Betrieb. Inzwischen läuft sie stabil im Dauerbetrieb. Monatliche Messreihen bestätigen: Die PFAS-Werte im Reinwasser entwickeln sich wie erhofft. Die Technik sorgt dafür, dass belastetes Brunnenwasser über sogenannte Quarantänebrunnen zurück in den Untergrund geleitet wird. So bleibt die Schadstofffahne kontrollierbar und kann präzise beobachtet werden. Laut MAWV handelt es sich dabei um eine wirksame Übergangslösung – bis eine vollwertige Reinigungsanlage steht.
Für deren Bau trägt der Berliner Senat die Verantwortung. So werden seit Anfang November 14 neue Sicherungsbrunnen errichtet – aufgeteilt auf zwei Abwehrriegel –, um die Ausbreitung der PFAS-Belastung dauerhaft einzudämmen. Planung, Ausschreibung und Errichtung der Grundwasserreinigungsanlage werden laut Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt „im Jahresverlauf 2026“ umgesetzt – inklusive Leitungen, Anlagenkomponenten und Stromversorgung. Das Land Berlin beziffert die Gesamtkosten für dieses Vorhaben auf etwa 2 Millionen Euro.

Die aktuellen Messwerte finden Sie hier

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Der Baustellenatlas – das wurde 2025 geschafft

 




Der Baustellenatlas – das wurde 2025 geschafft

Frisches Wasser, starke Netze: MAWV investierte kräftig

Der kommunale Zweckverband aus Königs Wusterhausen treibt die Modernisierung der wasserwirtschaftlichen Infrastruktur mit Nachdruck voran: In diesem Jahr flossen erneut viele Millionen Euro in Anlagen und Netze. Mit vorausschauendem und nachhaltigem Wirtschaften sichert der MAWV die zuverlässige Ver- und Entsorgung von über 125.000 Menschen in seinem Verbandsgebiet.

  • Waßmannsdorf:

    Sanierung in der Dorfstraße – auf 410 Metern Länge wird die Trinkwassertransportleitung DN 600 erneuert.
  • Schönefeld:

    Neue Planstraßen im Bau – auf rund 805 Metern werden Trinkwasserleitungen verlegt, parallel dazu entstehen 760 Meter Schmutzwasserkanäle. Die Arbeiten sollen voraussichtlich bis April 2026 abgeschlossen sein.
  • Rietzneuendorf:

    Ersatzneubau in der Waldstraße – auf 500 Metern wird eine Trinkwasserleitung verlegt, 30 Hausanschlüsse werden umgebunden.
  • Zeuthen, Oldenburger Straße:

    Auf 360 Metern wird eine Trinkwasserleitung DN 100 verlegt, 14 Hausanschlüsse werden umgebunden.
  • Bindow–Dolgenbrodt:

    Die neue Transportleitung über rund 2,5 km in der Verbindungsstraße zwischen Bindow und Dolgenbrodt löst das alte Wasserwerk Dolgenbrodt ab.
  • Wasserwerk Königs Wusterhausen:

    Der Neubau von Brunnen 4, 10, 11 und 16 samt Anschlussleitungen und moderner EMSR-Technik geht in den Endspurt – Fertigstellung ist noch im Dezember.

Fotos (6): MAWV

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Erneuerung der Entsorgungsleitung erfolgreich abgeschlossen

 




Schöner Schulweg!

Erneuerung der Entsorgungs­leitung erfolgreich abgeschlossen

Deckel drauf! Im Schulweg in Königs Wusterhausen konnte die Sanierung der zentralen Entsorgungsleitung im Oktober erfolgreich abgeschlossen werden. Die Maßnahme stärkt dauerhaft die Abwasserentsorgung für die Gemeinden Wildau, Niederlehme und Königs Wusterhausen.

Hintergrund der Arbeiten war eine Havarie aus dem Jahr 2023: Wurzeleinwuchs hatte die Leitung erheblich beschädigt, sodass sie zunächst nur provisorisch mit einer Reparaturschelle gesichert werden konnte. Der nun erfolgte Ersatzneubau stellt die dauerhafte Lösung für den betroffenen Abschnitt dar.

„Die neue Leitung ist rund 75 Meter lang und besitzt eine Nennweite von DN 400. Die Bauarbeiten gestalteten sich anspruchsvoll, da im Untergrund zahlreiche Kabel- und Leitungstrassen berücksichtigt werden mussten. Präzision war daher auf ganzer Linie gefragt“, betont MAWV-Technik-Chef Falko Börnecke.

Besonders herausfordernd war die notwendige nächtliche Umbindung der Leitung, die vorgenommen wurde, um die Abwasserentsorgung tagsüber uneingeschränkt aufrechterhalten zu können. Börnecke: „Trotz sorgfältiger Planung ließ sich dabei eine gewisse Lärmentwicklung leider nicht vermeiden.“ Die Verantwortlichen danken allen Anwohnerinnen und Anwohnern ausdrücklich für ihr Verständnis und ihre Geduld während der Bauphase. Nach Abschluss der umfangreichen Tiefbauarbeiten im Herbst 2025 wurden schließlich auch die Oberflächen instandgesetzt – damit ist die Entsorgungsleitung nun wieder vollständig betriebsbereit.

Ersatzneubau nach Havarie: Auf 75 Metern wird unter beengten Verhältnissen eine Abwasserdruckleitung mit einem Durchmesser von 40 Zentimetern erneuert.
Fotos (8): MAWV

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Jazzrhythmen, Keramikkunst und Kinderspaß auf dem Kirchplatz und im Schlosshof

 




KUNST- UND JAZZHERBST KÖNIGS WUSTERHAUSEN

Jazzrhythmen, Keramikkunst und Kinderspaß auf dem Kirchplatz und im Schlosshof

Das Fest für alle Sinne hält auch in diesem Jahr wieder viele Highlights für seine kleinen und großen Besucher bereit. Freuen Sie sich auf Kunsthandwerk, Töpfer- und Keramik-Unikate, Wein-Kultur, Street Food und Livemusik auf zwei Bühnen. Unter anderem dabei: KIRA, die Popstimme mit R&B-Touch, Blues- und Gospelsänger Kirk Smith sowie Soul-Interpret Ray Thompsen.

Kunst- und Jazzherbst Königs Wusterhausen

10. bis 12. Oktober

Kirchplatz 1 und Schlosshof
Eintritt frei

  • Fotos (4): Jüttner Entertainment

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Der MAWV kann Wasser!

 




Foto: Burkhard Fritz

KOMMENTAR

Der MAWV kann Wasser!

Ein Slogan, der so einfach klingt – aber dahinter steckt harte Arbeit für komplexe Themen. Der Märkische Abwasser- und Wasserzweckverband nimmt seine Verantwortung für unser erstes und wichtigstes Lebensmittel ernst. Die novellierten Grenzwerte für PFAS, die ab 2026 und 2028 gelten, hat der MAWV bereits seit längerer Zeit im Blick und Maßnahmen in Angriff genommen, um die Werte einzuhalten. Relevant für unser Wasser sind dabei zwar „erst“ die Werte ab 2028 – nichtsdestotrotz kümmert sich der kommunale Verband vorausschauend und im Sinne der Bürgerinnen und Bürger schon jetzt.

Die gemessene PFAS-Belastung, ausgehend von einem Eintragsereignis am ehemaligen Reifenwerk Berlin-Schmöckwitz, ist kontrollier- und steuerbar – bis das Land Berlin als Verantwortlicher eine langfristige und dauerhafte Grundreinigung am Ursprung der PFAS-Fahne durchzuführen hat, deren Planung gerade in Auftrag gegeben wurde.

Mittels Re-Infiltration separiert der MAWV das belastete Wasser vom Trinkwassernetz und sorgt dafür, dass die zukünftigen Messwerte schon jetzt deutlich besser eingehalten werden. Daher ist festzuhalten: Der Zweckverband ist leistungsfähig! Und er hat wieder einmal gezeigt, dass er pragmatisch und verlässlich Lösungen für Herausforderungen wie diese findet.

An dieser Stelle also eine ausdrückliche Anerkennung für die Tätigkeit des MAWV vor Ort, seine Transparenz und sein Verantwortungsbewusstsein. Wir sind dankbar für die offene, konstruktive Zusammenarbeit.

Jörg Jenoch,
Bürgermeister der Gemeinde Eichwalde

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Drei Kubikmeter Trinkwasser stillten den Durst von Hunderten Kehlen

 




TRINKWASSERBAR ZUM 650. GEBURTSTAG VON SCHÖNEFELD AM 19. JULI

Drei Kubikmeter Trinkwasser stillten den Durst von Hunderten Kehlen

Der Trinkwasserver- und Abwasserentsorger aus Königs Wusterhausen feierte mit seiner Trinkwasserbar den 650. Geburtstag von Schönefeld am 19. Juli mit.

Ein fröhliches Gemeinde-Geburtstags-Fest für die gesamte Familie – mit mongolischer Kultur und MAWV-Trinkwasser: Chiara Schwede und Melina Schniegler-Dagge (rechts) an der „Gänsewein“-Bar.

Foto: MAWV

Die Gemeinde beging das Jubiläum und ihre 27-jährige Freundschaft mit Ulaanbaatar, der Hauptstadt der Mongolei, mit einem deutsch-mongolischen Fest im Bayangol-Park. Von 10 bis 19 Uhr waren traditionelle Spiele, typische Kultur des Landes, Bogenschießen, das Geschicklichkeitsspiel Schagai und der mongolische Ringkampf Bökh zu erleben. An alle Durstigen – Besucher, Darsteller und Sportler – schenkten Chiara Schwede und Melina Schniegler-Dagge vom Märkischen Abwasser- und Wasserzweckverband aus Königs Wusterhausen kostenlos das Lebensmittel Nr. 1 aus. „Insgesamt drei Kubikmeter sind durch viele trockene Kehlen geflossen“, resümiert Chiara Schwede.

Nicht zu übersehen – das Hinweis- und Einladungsschild zum Gemeindegeburtstag.

Foto: MAWV

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Lernen macht durstig – bald gibts Wasser gegen trockene Kehlen

 




TRINKWASSERSPENDER FÜR GRUNDSCHULEN IN SCHÖNEFELD UND BESTENSEE

Lernen macht durstig – bald gibts Wasser gegen trockene Kehlen

Die Ludwig-Witthöft-Oberschule in Wildau bekam als erste ihren Trinkwasserspender – im Februar 2023.

Seitdem haben etliche Bildungseinrichtungen im Verbandsgebiet ihren „Zapfhahn“ erhalten. „Um den Genuss und Gebrauch des klimafreundlichen Energiespenders Wasser zu fördern“, erklärt Verbandsvorsteherin Susanne Bley, selbst passionierte Trinkwasser-Genießerin.

Die nächsten Mädchen und Jungen, die innerhalb der „Initiative Trinkwasserspender an Schulen“ ihre „Quelle“ in den Variationen „still“, „medium“ und „sprudel“ erhalten werden, sind die in der Paul-Maar-Grundschule in Schönefeld und in der Grundschule in Bestensee.
Übrigens inklusive einer Erstausstattung von bruchfesten, hitzebeständigen, geschmacks- und geruchsneutralen Trinkwasserflaschen.

Freut euch jetzt schon drauf!

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Herbstspülung

 




DIE TERMINE DER HERBSTSPÜLUNGEN 2025

Wann in Ihrem Wohnort und gegebenenfalls Ihrer Straße gespült wird?

Der Märkische Abwasser- und Wasserzweckverband informiert Sie in seiner erschienenen WASSERZEITUNG, auf seiner Website und in diesem E-Paper über die Termine und Zeiten der Leitungsspülungen.

Als PDF herunterladen

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Interview mit der neuen Verbandsvorsteherin des MAWV Susanne Bley

 




EXKLUSIV-Interview mit der neuen Verbandsvorsteherin des MAWV Susanne Bley

„Vertrauen wächst mit jedem Gespräch.”

Seit einem halben Jahr ist Susanne Bley Verbandsvorsteherin des Märkischen Abwasser- und Wasserzweckverbandes. Die studierte Betriebswirtin bringt umfassende Erfahrungen aus der Wasserwirtschaft mit. Zuletzt war sie Kaufmännische Leiterin bei der Mittelmärkischen Wasser- und Abwasser GmbH (MWA). Mit der Märkischen WASSERZEITUNG sprach sie über Verantwortung, Vertrauen und Versorgungssicherheit, aber auch darüber, warum Geduld ein unterschätzter Erfolgsfaktor ist.

Seit Februar 2025 bedient Susanne Bley die „Stellschrauben“ beim MAWV, einem der einwohnerstärksten Zweckverbände im Land Brandenburg.

Foto: SPREE-PR/Petsch

Frau Bley, Sie kennen die Wasserwirtschaft aus dem Effeff. Was ist das wirklich Neue beim Zweckverband in Königs Wusterhausen?

In meiner vorherigen Position war ich Teil des Führungsteams, doch die Gesamtverantwortung lag beim Geschäftsführer. Heute liegt diese Verantwortung bei mir – das ist ein bedeutender Perspektivwechsel. Ich leite nun einen Verband, der wiederum von einer Betriebsführungsgesellschaft unterstützt wird. Früher war ich auf der Dienstleisterseite. Diese neue Sichtweise ist bereichernd, manchmal auch herausfordernd, eröffnet aber viele Gestaltungsmöglichkeiten. Die Schuhe sind noch nicht überall eingelaufen, aber das gehört dazu.

Welche Aufgaben standen für Sie zu Beginn im Fokus?

Vertrauen aufbauen – sowohl innerhalb des Teams als auch gegenüber den Mitgliedskommunen. Nach einer herausfordernden Phase war es wichtig, wieder Verlässlichkeit und Orientierung zu schaffen. Dazu habe ich viele Gespräche geführt und versucht, Klarheit und Transparenz in Strukturen und Abläufe zu bringen. So entsteht Schritt für Schritt wieder Vertrauen.

Der MAWV gehört zu den größten kommunalen Verbänden im Land Brandenburg. Sie tragen Verantwortung für die 24/7-Ver- und Entsorgung von etwa 140.000 Menschen. Beeindruckt Sie diese Zahl?

Ja, und sie erdet mich. Hinter dieser Zahl stehen reale Menschen – Familien, Kinder, Unternehmen, Senioren. Diese Dimension macht deutlich, wie zentral unsere Arbeit für das tägliche Leben ist. Unsere Leistung soll möglichst unauffällig im Hintergrund funktionieren – und gerade deshalb ist sie so essentiell. Beeindruckend ist dabei aber nicht nur die Zahl, sondern sind auch die Anstrengungen sowohl meiner Mitarbeitenden als auch der Mitarbeitenden unseres Betriebsführers, die Tag und Nacht für diese Selbstverständlichkeit sorgen.

Welche neuen Impulse oder Visionen bringen Sie für den MAWV mit?

Ich möchte den Verband als aktiven Gestalter der Daseinsvorsorge sehen. Die Herausforderungen – vom Klimawandel über Ressourcenknappheit bis zur Digitalisierung – sind groß. Aber sie bieten auch Chancen. Ich setze auf mehr Beteiligung, klare und offene Kommunikation und darauf, Nachhaltigkeit in allen Entscheidungen konsequent mitzudenken.

Welche besonderen Herausforderungen sehen Sie für die kommenden Jahre?

Der Spagat zwischen Klimawandel, demografischem Wandel und knappen Ressourcen wird uns alle beschäftigen. Entscheidend ist, dass wir langfristig und über regionale Grenzen hinaus denken, um die Wasserversorgung nicht nur zuverlässig, sondern auch resilient zu gestalten – also so, dass sie sich neuen Anforderungen und Standards flexibel anpassen kann.

Wie gestalten Sie die Zusammenarbeit mit den Mitgliedskommunen?

Für mich ist die Zusammenarbeit geprägt von Partnerschaft und Augenhöhe. Das heißt erstmal zuhören, Bedarfe ernst nehmen und dann gemeinsam Lösungen entwickeln. Ich bin überzeugt, dass nur so tragfähige Ergebnisse entstehen, wenn wir miteinander arbeiten, nicht nebeneinander.

Der langjährige Chef der DNWAB Heinz Düpow sagte einmal: „Man muss einem Wasserwerk schon von draußen ansehen, dass drinnen das Lebensmittel Nr. 1 produziert wird.“ Inwieweit sind Sie schon mit den Anlagen und Netzen des MAWV vertraut?

Ich habe mir bisher erst wenige Anlagen unseres Verbandes anschauen können, aber jedes Mal bin ich beeindruckt von der Sauberkeit und der Sorgfalt, mit der sie gepflegt werden. Die Leitungen – gern als das „Gold unter der Straße“ bezeichnet – bekommen im Alltag viel zu wenig Aufmerksamkeit, dabei spürt man ihre Bedeutung erst, wenn einmal etwas nicht funktioniert. Umso wichtiger ist es, dass wir hier so zuverlässige Strukturen haben. Ich möchte in den kommenden Monaten noch weitere Anlagen besichtigen und freue mich darauf, mir so ein immer umfassenderes Bild machen zu können.

Das Trinkwasserverbundsystem ist die physische „Verknüpfung“ zu den Nachbarverbänden, gewissermaßen die Lebensversicherung für den steten Fluss des Lebenselixiers. Wie erleben Sie die Zusammenarbeit mit den anderen Gesellschaftern der DNWAB?

Wir befinden uns noch in einer Phase des gegenseitigen Kennenlernens. Aber ich erlebe die Kooperation als offen, konstruktiv und vertrauensvoll. Es gibt bereits erste gemeinsame Erfolge. Wichtig ist mir: Wir reden miteinander – auch über kritische Themen. Nur so können wir wirtschaftlich tragfähige und nachhaltige Entscheidungen treffen.

Wenn Sie dem Verband eine Eigenschaft „schenken“ könnten, welche wäre das – und warum gerade diese?

Geduld. Weil Veränderungen Zeit brauchen – und nur, wenn wir uns diese Zeit nehmen, können aus guten Ideen nachhaltige Entwicklungen werden.

Stellen Sie sich vor, Sie könnten eine Sache im Verbandsgebiet sofort ändern, unabhängig von Budget und Bürokratie – was wäre das?

Ich würde unsere gesamte Wasser- und Abwasserinfrastruktur sofort klima- und zukunftsfest machen: digital vernetzt, ressourcenschonend, sozial ausgewogen.

Wie nah ist Ihnen das Element Wasser privat?

Wasser erdet mich und erfüllt mich mit Ehrfurcht – es ist lebensnotwendig und zugleich eine große Quelle der Ruhe. Ob beim Schwimmen in einem unserer wunderschönen Seen in der Umgebung oder bei einem Spaziergang an der stürmischen Ostsee im Herbst: Wasser hilft mir immer, den Kopf freizubekommen. Und ganz alltäglich begleitet es mich als begeisterte Leitungswassertrinkerin. Ich finde es spannend, wie unterschiedlich Trinkwasser regional schmecken kann – und ehrlich gesagt kann ich mich gar nicht erinnern, wann ich zuletzt Wasser in Flaschen gekauft habe.

Was sollten die Bürgerinnen und Bürger über Sie wissen, das nicht im Lebenslauf steht?

Ich bin jemand, der gelernt hat, zu reflektieren und sich selbst zu hinterfragen – weil mir ehrliche Zusammenarbeit wichtig ist. Ich glaube fest daran, dass wirklich gute Entscheidungen selten im Alleingang entstehen, sondern im Miteinander. Gleichzeitig habe ich Freude an dem, was ich tue, und gehe dabei gern meinen eigenen Weg. Für mich heißt das nicht, die Ernsthaftigkeit infrage zu stellen, sondern die Freiheit zu nutzen, eingefahrene Regeln auch einmal anders zu denken.

Vielen Dank für das Gespräch. 

Zur Person – Susanne Bley

  • Geboren in Dresden, aufgewachsen in Wildau
  • Zwei erwachsene Kinder (21 und 17)
  • Wohnhaft im Verbandsgebiet des MAWV
  • Einstimmig gewählt zur Verbandsvorsteherin am 17. Oktober 2024, im Amt seit 1. Februar 2025
  • Studium: Diplom-Betriebswirtin (BA Berlin, Abschluss 2000), Master General Management (HWR Berlin, Abschluss 2022, Note 1,7); Masterarbeit zu Nachhaltigkeit bei kommunalen Wasserversorgern
  • Beruflich: Start als Prüfungsassistentin, dann Accountant in der Privatwirtschaft, später Controllerin bei Transparency International; ab 2014 bei der MWA GmbH – zuletzt Kaufmännische Leiterin und Prokuristin

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