Bald ist wieder Umweltwoche
Bald ist wieder Umweltwoche

Im vergangenen Jahr erhielt die Sieger-Kita „Merzdorfer Löschpiraten“ 500 Euro Preisgeld von der LWG.
Foto: LWG

Im vergangenen Jahr erhielt die Sieger-Kita „Merzdorfer Löschpiraten“ 500 Euro Preisgeld von der LWG.
Foto: LWG

Foto: KI generiert
Waldower Dorfstr. 35
15913 Spreewaldheide

Foto: LWG
ob nun bewusst oder nicht: Wer sich in den warmen Monaten des Jahres nach draußen begibt, betritt unweigerlich den größten Konzertsaal schlechthin – die Natur. Das nimmermüde Lebenselixier Wasser präsentiert sich in den vielstimmigen Spektakeln rund um den Globus als einer der wandlungsfähigsten Tonangeber. Denken Sie an das tiefe Rauschen mächtiger Ozeanwellen, die an den Strand donnern oder an felsigen Klippen fein zischend in Millionen Tropfen vergehen. Wie wäre es mit dem explosiven Zischen eines Geysirs oder dem vorwärtsdrängenden Plätschern von Stromschnellen?

Foto: Lagodzki
Unser Lebenselixier inspiriert mit seiner Wandlungsfähigkeit seit Jahrhunderten Künstlerinnen und Künstler aller Genres. Das wird Ihnen jedes einzelne Programmangebot des Kultursalons Cottbus 2026 auf einzigartige Weise belegen. Auch mit unserer Einladung in die Filterhalle des Wasserwerks am 26. August wollen wir für eine wohltuende Erfrischung sorgen. Da wir dort nur begrenzten Platz für 120 Besucherinnen und Besucher haben, sollten Sie bei den Tickets schnell zugreifen. Es wird ein außergewöhnlicher Abend – das sei an dieser Stelle bereits versichert!!

Tom Schultze (re.) verkürzte seine Ausbildungszeit und verbindet nun seinen Job bei der LWG mit dem Leistungssport als aktiver Bundesliga-Turner beim SC Cottbus.
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Mit der feierlichen Zeugnisübergabe verabschiedete die LWG Ende Januar einen Ausbildungsjahrgang der Lehrwerkstatt, der Maßstäbe setzt. 18 frisch ausgebildete Anlagenmechaniker und Anlagenmechanikerinnen haben ihren erfolgreichen Weg ins Berufsleben begonnen – mit einem Notendurchschnitt von 2,26, starken Leistungen und inspirierenden persönlichen Geschichten. Besonders stolz macht uns der Mut und die Ausdauer, mit denen unsere Absolventinnen und Absolventen Herausforderungen gemeistert haben. Ob Bestnoten, vorgezogene Abschlüsse oder die beeindruckende Balance zwischen Spitzensport und Ausbildung – dieser Jahrgang zeigt, was möglich ist, wenn Talent, Wille und Teamgeist zusammenkommen.
Wir gratulieren von Herzen – und freuen uns darauf, viele von euch weiterhin auf eurem beruflichen Weg begleiten zu dürfen.

Mit der BRAIN bekommt man die Abfuhr, die man will.
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Das Unternehmen BRAIN Brandenburg Innovation GmbH ist eine 100 %-ige Tochter der LWG Lausitzer Wasser GmbH & Co. KG. Sie widmet sich unter anderem der dezentralen Entsorgung von abflusslosen Sammelgruben und Kleinkläranlagen im Betriebsgebiet der LWG. 2018 übernahm die BRAIN diese Aufgabe bereits für Straupitz (Spreewald) im Amt Lieberose/Oberspreewald. Später wurde der Aktionsradius auf die Stadt Drebkau und die Gemeinde Kolkwitz ausgeweitet. Mit Jahresbeginn 2025 war die BRAIN in Neuhausen/Spree im Einsatz. Und seit dem 1. Januar 2026 sind zehn Entsorgungsfahrzeuge nun auch in der Stadt Cottbus unterwegs, um alle Grundstücke ohne zentralen Schmutzwasser-Anschluss zu entsorgen. Damit ist das Unternehmen in sämtlichen Gesellschaftergebieten mit der Abfuhr betraut.
Ein zweites Aufgabengebiet betreut die BRAIN mit der Renaturierung von Tagebauen. Das Bekalkungsschiff „Barbara“ ist bereits seit Jahren auf dem Schlabendorfer See bei Luckau im Einsatz. Mit dem Bekalken wird der pH-Wert des Tagebaufolgesees in den neutralen Bereich gehoben.
Infos zur dezentralen Entsorgung in Cottbus
Telefon: 0355 350-0
Störung/Notentsorgung
Telefon: 0800 – 0 594 594

Andreas Korrenz, Leiter Werke, kennt alle Details.
Foto: LWG
Andreas Korrenz: Ein Faulturm ist ein geschlossenes Ökosystem: Sauerstoff bleibt draußen, Mikroorganismen arbeiten drinnen – Tag für Tag, Jahr für Jahr. Korrosion ist dadurch in den unteren Bereichen kaum möglich. Spannend wird es oben, im „Kopf“ des Turms, wo der Pegel schwankt – die sogenannte Wechselzone. Genau hier untersuchen wir mit Messungen und Spezialkamera den Zustand des Behälters. Das Ergebnis fließt dann in eine langfristige Instandhaltungsplanung ein.
Ein Faulturm fasst 8.000 Kubikmeter Schlamm. Zunächst wird der Schlamm über Rohrleitungen aus dem Turm abgelassen, anschließend entwässert und zur thermischen Verwertung abtransportiert. Klingt unspektakulär, ist in dieser Dimension aber eine Herausforderung: Normalerweise entsorgen wir 50 bis 100 Tonnen Klärschlamm pro Woche – hier muss in kurzer Zeit ein Vielfaches bewegt werden. Ist der Turm leer, geht es ins Innere: Mit Drohnen‑ und Messtechnik wird der Behälter sorgfältig untersucht. Während der gesamten Maßnahme läuft der zweite Faulturm weiter und sichert die Gasproduktion.
Weil Klärschlamm Energie ist. Das Biogas aus der Vergärung versorgt unsere energieintensive Anlage nahezu vollständig – ein echter Hebel und Schutzschild gegen schwankende Energiepreise.
Jede vorbeugende Instandhaltung der Faultürme zahlt direkt auf Versorgungssicherheit, Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit ein.

Die beiden 34 Meter hohen Faultürme sind die markanten Erkennungszeichen der Cottbuser Kläranlage.
Foto: LWG
Der Ausbau der Bahnverbindung zwischen Cottbus und Lübbenau – Stichwort „2. Gleis“ – ist eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte der Lausitz. Ende 2027 soll der Zugverkehr hier zuverlässiger und in engerem Takt rollen. Damit im Zuge des Ausbaus die Wasserversorgung auch in Zukunft gesichert ist, passt die LWG drei Bahn-Düker (unterirdische Leitungsquerungen) von Hauptversorgungsleitungen an und verlängert sie: in Kolkwitz Nord, Kunersdorf und Krieschow Vorwerk.
Auch in den Wasserwerken investiert die LWG, damit Reserven, Hygiene und Betriebssicherheit stimmen: Geplant ist unter anderem die Erneuerung des Reinwasserbehälters im Wasserwerk Neu-Zauche. Die beiden Wasserkammern von 1981, mit einer Kapazität von jeweils 300 Kubikmetern, werden neu beschichtet – ein wichtiger Beitrag, um Wasser sicher zu speichern und in der Verbrauchsspitze abgeben zu können.
Im Wasserwerk Cottbus‑Sachsendorf wird die Gebäudehülle erneuert – gemeint sind Fassade und Dach der Halle, in der die Hochdruckpumpen untergebracht sind, die bestimmte Versorgungsbereiche mit höherem Druck beliefern.
Beim Ausbau der Dissenchener Straße entlang der Cottbuser Seeachse nutzt die LWG die Baumaßnahmen der Stadt, um gleichzeitig die Trinkwasserleitung zu erneuern und die Schmutz- und Regenwasserkanäle zu sanieren – eine Investition, die die Infrastruktur für viele Jahre stärkt.
Auch Forschung und Wachstum brauchen eine verlässliche Infrastruktur: Um das BTU-Forschungszentrum für Luft- und Raumfahrt zuverlässig mit Trinkwasser versorgen zu können, setzt die LWG die Erschließung im Bereich des Nordrings fort. Gemeinsam mit den Forschungsinstituten werden hier von der Lagune aus insgesamt rund 500 Meter Trinkwasserleitung verlegt.
Damit die Kläranlage Cottbus auch in Zukunft zuverlässig arbeiten kann, modernisiert die LWG zentrale Anlagen der ersten Reinigungsstufe. Bevor das Abwasser überhaupt mechanisch vorgereinigt wird, muss es zunächst auf das erforderliche Höhenniveau angehoben werden: Die vier großen Abwasserschneckenpumpen, die diesen Transport übernehmen, werden in den kommenden beiden Jahren bei laufendem Betrieb vollständig erneuert.
Im nächsten Schritt folgen die Feinrechen im Einlaufbauwerk. Sie entfernen grobe Stoffe wie Papier, Hygieneartikel oder sonstige Feststoffe und schützen die nachfolgenden Anlagen. Auch diese vier Rechen sind inzwischen in die Jahre gekommen und werden erneuert.
Danach durchläuft das Abwasser den Sandfang, in dem Sand, Kies und andere mineralische Stoffe abgeschieden werden. Die dazugehörigen Aggregate – Sandklassierer und Sandwaschanlage – werden ebenfalls erneuert.
Wenn Starkregen fällt, kann Wasser zur Belastung werden – wenn Trockenheit kommt, wird jeder Tropfen kostbar. Genau hier setzt moderne Regenwasserbewirtschaftung an: Regen soll gespeichert, genutzt und langsam wieder abgegeben werden. So wächst Cottbus Schritt für Schritt zur „Schwammstadt“ – gut für Stadtgrün, Klima und Gewässerschutz. Unter dem Bolzplatz in der Hans-Sachs-Straße in Ströbitz entsteht deshalb gerade ein weiteres Regenrückhaltebecken für Cottbus. Bis September soll der in Modulbauweise zu errichtende Speicher knapp zwei Meter unter dem Spielfeld versenkt sein und künftig bis zu 520 Kubikmeter Niederschlag aus einem Einzugsgebiet von 29 Hektar speichern. Das Wasser kann zur Grünbewässerung genutzt werden. Ist es mehr als der Speicher fasst, läuft überschüssiges Wasser in den Ströbitzer Landgraben. Für den Bau des Beckens kann die LWG auf Fördermittel zurückgreifen.
Viele dieser Maßnahmen finden im Hintergrund statt – und genau so soll es sein: Sie merken davon im besten Fall nur, dass alles funktioniert. Mit den Investitionen für das Jahr 2026 sichert die LWG Versorgung, Qualität und Betriebssicherheit, schützt unsere Gewässer und macht die Infrastruktur fit für die Anforderungen der nächsten Jahre.

Aglaja Sprengel (r.), Pianistin und Vorstandsmitglied des Kultursalons Cottbus. Christine Geiszler ist darstellende Künstlerin und für außergewöhnliche Bleistift-Zeichnungen bekannt.
Foto: Sarah Richter
Das Rauschen von Wasser zählt zu den ersten Sinneseindrücken, die ein Mensch im Mutterleib erlebt. Uns allen ist das Element bestens vertraut. Dennoch schafft es der Kultursalon mit seinem diesjährigen Programm, neue Perspektiven auf das Lebenselixier zu eröffnen. Sind Sie neugierig, offen und bereit, sich darauf einzulassen? Dann merken Sie sich den 26. August vor! An diesem Tag erzählen Daan Wilms (Percussion) und Laura Heinecke & Company (Tanz) von der Resonanz des Wassers. Und zwar dort, wo das Lausitzer Wasser das Licht der Welt erblickt: im Wasserwerk Cottbus-Sachsendorf.
Daan Wilms verbindet in seinem Solo-Programm „Water“ tröpfeln, rauschen, fließen und pochen zu einer vielschichtigen Klangwelt und interpretiert diese ursprünglichsten Wahrnehmungen ganz neu. Die Tänzerinnen von Laura Heinecke & Company überschrieben ihre Performance mit „HERTZ“. Ihre meditative Reise trägt die Zyklen des Lebens in sich: Impuls, Wachstum, Erschöpfung und Neugeburt. Zwar ist es bis zur Performance im LWG-Wasserwerk noch ein paar Monate hin, aber bereits am 22. April lädt der Kultursalon Cottbus zur nächsten Veranstaltung unter dem Titel „Von den Geschichten des Wassers“ nach Burg (Spreewald). Und wir wollen, dass Sie diese – und alle anderen der Saison 2026 – auf gar keinen Fall verpassen. Die LWG verlost daher 2✕ 2 Jahreskarten, die für die gesamte, vielfältige Programm-Reihe 2026 gelten.
Wer sich das nicht entgehen lassen will, sendet bitte bis zum 19. April (Einsendeschluss) eine E-Mail mit dem Betreff „Kultursalon WASSER“ an events@lausitzer-wasser.de. Die Glücksfee entscheidet. Wir drücken Ihnen die Daumen und freuen uns auf Ihre Einsendungen.
Christine Geiszler: Unsere Jahresthemen entstehen über einen längeren Zeitraum hinweg. Wir sprechen viel darüber, was uns künstlerisch, gesellschaftlich und persönlich beschäftigt. Dabei haben wir verschiedene Ideen diskutiert – bis das Wort „Wasser“ fiel. Da war sofort klar: Das ist unser Thema.
Wasser fasziniert uns künstlerisch schon lange. Es gibt großartige Gedichte, Literatur, Musikstücke, Gemälde und Tanzarbeiten, die sich mit Wasser auseinandersetzen. Gleichzeitig ist Wasser ein hochaktuelles gesellschaftliches Thema. Es betrifft Klima, Umwelt, Ressourcen – und ganz konkret unsere Region.
Aglaja Sprengel: Wasser ist in allen Epochen ein starkes Motiv. Es ist fließend, wandelbar, kann sanft oder zerstörerisch sein, leise oder gewaltig. Diese Vielschichtigkeit macht es für die Kunst so spannend. In der Musik gibt es seit Jahrhunderten Kompositionen, die Wasser darstellen oder symbolisch nutzen. In der Gegenwart sehen wir viele experimentelle Ansätze: Choreografen beschäftigen sich mit Bewegungsqualitäten des Wassers, Musiker mit Klangerzeugung durch Wasser, bildende Künstler mit Fragen des Klimawandels. Wir wollen diese Bandbreite sichtbar machen – von klassischer Musik bis zu experimentellen Formaten.
Christine Geiszler: Zum ersten Mal haben wir einen Open Call ausgeschrieben. Kulturschaffende aller Sparten konnten sich bewerben. Über 70 Projekte wurden eingereicht – das war überwältigend, die Auswahl intensive Arbeit. Wir haben diskutiert, verglichen, kombiniert und uns auch selbst immer wieder gebremst, weil natürlich Zeit und Budget Grenzen setzen. Wichtig war uns eine gute Mischung: regionale Künstler ebenso wie Gäste aus ganz Deutschland, Newcomer neben etablierten Namen, klassische Musik ebenso wie experimentelle Formate. Erstmals haben wir auch Vereinsmitglieder und unser Helferteam in die Auswahl einbezogen.
Aglaja Sprengel: Ja, mehrere. Die Performance im LWG-Wasserwerk, ein interdisziplinärer Abend an der BTU, ein Konzert im Park Branitz, Veranstaltungen im Hütten- und Fischereimuseum Peitz – und im November ein besonderer Abschlussabend in der Lagune, bei dem Konzert und Saunanacht verbunden werden. Neu ist, dass alle Veranstaltungen als Themenabende konzipiert sind, die unterschiedliche Kunstformen kombinieren. Wir möchten Wasser nicht nur thematisieren, sondern erlebbar machen.
Christine Geiszler: Wir sind sehr dankbar für ein breites Netzwerk an Unterstützern. Erstmals erhalten wir Mittel aus dem Projektfonds Kulturplan Lausitz, zusätzlich wieder Förderung durch die Stadt Cottbus. Seit Jahren begleiten uns Partner wie die Sparkasse Spree-Neiße, die Stadtwerke Cottbus, der Förderverein der BTU Cottbus-Senftenberg und die Bürgerstiftung Cottbus. In diesem Jahr freuen wir uns besonders über die Unterstützung der LWG. Zusätzlich haben wir ein Crowdfunding gestartet. Außerdem helfen Supporttickets und viele ehrenamtliche Helfer.
Aglaja Sprengel: Neugier. Offenheit. Und die Bereitschaft, sich auf neue Perspektiven einzulassen. Wasser betrifft uns alle – als Lebensgrundlage, als Erinnerungsort, als Zukunftsthema. Wenn es uns gelingt, diese verschiedenen Ebenen in einen Dialog zu bringen, dann hat das Kultursalonjahr sein Ziel erreicht.

Montage: canva
Die gute Nachricht: Auch nach der Preisanpassung gehört die LWG weiterhin zu den günstigsten Anbietern in Brandenburg – und sogar bundesweit. Für einen Zwei-Personen-Haushalt mit einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 80 Kubikmetern bedeutet die Anpassung eine Mehrbelastung von rund 13,68 Euro im Jahr – das ist etwa 1,14 Euro pro Monat. Somit steigen die Preise nur moderat und bleiben für die Haushalte gut kalkulierbar.
Die LWG berücksichtigt bei der Preisgestaltung sowohl die tatsächlichen Kosten als auch geplante Investitionen. So sind allein für das Jahr 2026 über 14,3 Millionen Euro für die Erneuerung und Modernisierung von Leitungen und Anlagen vorgesehen. Ziel ist es, die Versorgungssicherheit dauerhaft zu gewährleisten und den gestiegenen Anforderungen an die Infrastruktur gerecht zu werden.
Ein unabhängiger Preisvergleich durch die Forvis Mazars GmbH & Co. KG für Brandenburg sowie der bundesweite VEA-Wasserpreisvergleich 2025 bestätigt: Die LWG liegt auch weiterhin mit ihren Preisen deutlich unter dem Durchschnitt der brandenburgischen und bundesweiten Anbieter. Damit bleibt Trinkwasser in der Lausitz nicht nur sauber und sicher – sondern auch weiterhin bezahlbar.