Herausgeber: LWG Lausitzer Wasser GmbH & Co. KG   • Ausgabe Cottbus

Sie fragen, die LWG antwortet

»Fließt weiter Trinkwasser aus meinem Hahn, auch wenn der Strom ausfällt?«

Es antwortet Jonas Krause, Technischer Leiter der LWG.

Ja, es fließt weiter Trinkwasser. Unsere Reinwasserbehälter haben eine Kapazität, um alle Kunden mindestens einen Tag lang mit Trinkwasser zu versorgen. Dabei gehen wir von einem durchschnittlichen Tagesverbrauch von ca. 19.000 m³ im gesamten Versorgungsgebiet aus. Sollte es zu einem flächendeckenden Stromausfall kommen, wird sich voraussichtlich der Wasserbedarf halbieren, da nicht mehr gekocht werden kann und es auch kein warmes Wasser zum Duschen und Baden geben wird. Je geringer der Wasserverbrauch, umso länger halten unsere Reserven.

Im Wasserwerk Cottbus-Sachsendorf haben wir darüber hinaus eine Photovoltaikanlage, mit der wir bei Sonnenschein unsere Anlagen auch autark betreiben können. Im Oktober werden dafür 
wieder Tests vorgenommen. 

Außerdem sind wir in der Lage, mit stationären und mobilen Notstromaggregaten die Trinkwasserproduktion in allen Wasserwerken Tag und Nacht aufrechtzuerhalten. Die Zeitdauer hängt dabei im Wesentlichen von der Verfügbarkeit des Dieselkraftstoffs ab. Aktuell haben wir eine Tankkapazität, die für mehrere Tage reicht. Wir gehen jedoch davon aus, dass wir als Unternehmen der kritischen Infrastruktur im Bedarfsfall durch das Land Brandenburg mit weiterem Treibstoff versorgt werden. 
 
Die Funktionalität der Notstromaggregate testen wir regelmäßig. Außerdem sind wir in enger Abstimmung mit dem Verwaltungsstab der Stadt Cottbus und den regionalen Katastrophenschutzbehörden, um das Vorgehen im Fall eines Stromausfalls zu beraten. Auch in unserem Unternehmen selbst kann kurzfristig ein Krisenstab seine Arbeit aufnehmen.

Jonas Krause
Foto: SPREE-PR/Petsch