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Wie man im Harz einsame Pfade und die Stille der Natur entdecken kann

Zweckverband für Wasser­versorgung und Abwasser­beseitigung Bad Dürrenberg




Wintersonne genießen und der Natur nah sein: Schneeschuhwandern ist ein ganz besonderes Erlebnis. Einfach ausprobieren!
Foto: Spanger

Abseits vom Trubel

Wie man im Harz einsame Pfade und die Stille der Natur entdecken kann

Wenn Anfang Dezember der erste Schnee den Sonnen- oder den Winterberg in ein weißes, glitzerndes Kleid hüllt, wenn viele Menschen in den Dörfern und Städten des Harzes an Weihnachten denken, beginnt für Lars Spanger die Hochsaison.

Dann klingelt bei ihm oft das Telefon. Ab dieser Zeit nimmt er viele Buchungen entgegen, plant seine Touren, packt die Ausrüstung in sein Auto und startet immer wieder Richtung Schierke. Ab dem kleinen Örtchen unterhalb des Brockengipfels bietet der vom Deutschen Ski-verband ausgebildete Skilehrer Schneeschuhtouren an und führt seine Gäste durch lockeren Pulverschnee, durch einsame, unberührte Winterwelten, die mit normalem Schuhwerk oder mit Skiern nur schwer zu erreichen sind.

Respekt und Gespür

Lars Spanger kennt die Wege und Strecken ganz genau, denn einfach loslaufen, hinein in den Wald und mitten hindurch – das geht im Harz nicht. „Viele Orte, darunter auch Schierke, grenzen an den Nationalpark Harz. Welche Wege man gehen darf, ist mit den verantwortlichen Naturschützern, mit dem Forst und den Jagdpächtern abgesprochen“, erklärt Spanger. Und auch das gehört zur Schneeschuhtour dazu: Den Geräuschen des Waldes lauschen, die eigenen Schritte wahrnehmen oder Tierspuren von Füchsen,
Hasen oder Rehen entdecken.

Schneeschuhwandern ist ein sanfter Sport. „Es ist ein hervorragendes Herz-Kreislauf-Training und die Fettverbrennung wird angekurbelt. Außerdem werden die Wadenmuskeln trainiert und stärker durchblutet. Damit verbessert sich die Venenfunktion“, fasst Wintersportexperte Spanger zusammen. Frische Bergluft und gleichmäßige Bewegung, da freut sich auch das Immunsystem. Für eine Wanderung mit Schneeschuhen braucht es keine Vorkenntnisse, doch jeder sollte die eigene Fitness richtig einschätzen, denn Schneeschuhwandern ist anstrengender als eine gewöhnliche Wandertour. Ein moderates Training vorab, z. B. beim Nordic Walking oder Radfahren, schadet nicht.

Erfahrener Tourengeher und seit 30 Jahren DSV-Skilehrer: Lars Spanger ist gebürtiger Bad Harzburger und bietet seit vielen Jahren Schneeschuhtouren ab Schierke an.
Foto: Spree-PR/Wolf

Lagerfeuer und Stirnlampe

Egal ob für Einsteiger oder Könner, Lars Spanger plant alle Touren individuell. Pro Tag bietet er zwei Touren an: Die Vormittagsrunde startet um halb elf und dauert etwa drei Stunden. „Die Nachmittagsrunde ab 15.30 Uhr bietet eine besondere Stimmung, denn ab 16 Uhr wird es langsam dunkel und wir haben die Stirnlampen dabei“, sagt Lars Spanger. Bevor es jedoch losgeht, erklärt er allen Teilnehmern die Technik des Schneeschuhwanderns. Auch während der Tour gibt er immer wieder Tipps. „Wenn es gewünscht wird, berichte ich auch über die Geschichte der gesamten Harzregion“, sagt Spanger.

Extrem leicht: Schneeschuhe bestehen aus einem Alurahmen sowie aus Kunststoff und lassen sich schnell und einfach per Gummiriemen anschnallen.
Foto: Spree-PR/Wolf

Guter Halt: Mit den Krallen und der großen Trittfläche bleibt der Schneeschuh an der Schneeoberfläche und verhindert das Einsinken. Eine Klappbindung ermöglicht das Abrollen des Fußes beim Laufen.
Foto: Spree-PR/Wolf

Abenteurer und Naturmenschen

Wollen Sie, liebe Leserinnen und Leser, mal testen, wie es sich anfühlt, bei Temperaturen unter Null in Zelten zu übernachten? „Ich zeige, wie man mit Dämmmaterialien die Temperatur im Zelt warmhalten kann. Es gibt Schlafsäcke und ‚Überlebenstipps‘,
mitzubringen ist aber eine gewisse Bereitschaft zum Abenteuer“, sagt Spanger schmunzelnd.

Seine Outdoorangebote kommen gut an: Nicht nur Familien, Jugendgruppen und Naturmenschen, sondern auch zahlreiche große Firmen interessieren sich für die Naturtouren.

Stimmungsvolle Pause im Schnee: Lars Spanger sorgt während der Schneeschuhtour für warme Getränke und einen leckeren Imbiss.
Foto: Spanger

  • Wintersport im Harz

    Kontakt Lars Spanger: 0175 5614905
    Schnee- und Loipen-Informationen Harz: www.loipenberichte.de, www.oberharz.de,
    www.wintersport.harzinfo.de
    Ski-, Schlitten- und Schneeschuhverleih: Ausleihstation Riemenschneider, Brockenstraße 14 a, 38879 Wernigerode OT Schierke, Tel. 039455 409

  • Schon gewusst?

    Erfahrener Tourengeher und seit 30 Jahren DSV-Skilehrer: Lars Spanger ist gebürtiger Bad Harzburger und bietet seit vielen Jahren Schneeschuhtouren ab Schierke an.

    Wintersonne genießen und der Natur nah sein: Schneeschuhwandern ist ein ganz besonderes Erlebnis. Einfach ausprobieren!

    • Medienberichten zufolge ist der älteste gefundene Schneeschuh mehr als 5.000 Jahre alt und wurde auf dem Gurgler Eisjoch im Südtiroler Pfossental entdeckt.
    • Der längste Schneeschuh ist fast zwei Meter lang und bei dem Indianervolk der Cree in Nordamerika zu finden.
    • 1888 durchquerte der norwegische Polarforscher Fridtjof Nansen auf Schneeschuhen und Skiern Grönland, innerhalb von zwei Monaten. Sein Reisebericht machte Schneeschuhe in ganz Europa bekannt.

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Olympiasieger Christopher Grotheer

Zweckverband für Wasser­versorgung und Abwasser­beseitigung Bad Dürrenberg




Christopher Grotheer gewann 2022 in Peking als erster deutscher Skeleton-Fahrer Gold bei Olympia.
Foto: @TeamD

Auf ein Glas Wasser mit …

Olympiasieger Christopher Grotheer

Die Wintersportart Skeleton wirkt zunächst sehr gefährlich, Christopher Grotheer jedoch liebt den Adrenalinrausch. Der aus Wernigerode stammende Ausnahmesportler ist mittlerweile mehrfacher Weltmeister und holte 2022 olympisches Gold. Wie es sich anfühlt, auf einem Skeletonschlitten bäuchlings, mit dem Kopf voran durch einen Eiskanal zu rasen, verrät er in unserem Interview.

Skeleton-Fahrer, auch „Skeletonis“ genannt, rasen mit bis zu 140 km/h den Eiskanal herunter.


Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier verlieh im Mai 2022 dem ausgebildeten Polizisten Christopher Grotheer das „Silberne Lorbeerblatt“ für dessen herausragende sportliche Leistung bei Olympia.


“Hermann Hesse wusste, dass man das Unmögliche versuchen muss, um das Mögliche zu erreichen. Danach handele ich bei meinen Wettkämpfen.”


Herr Grotheer, wie kann man sich eine Fahrt mit dem Skeleton vorstellen?

Meine erste Fahrt fühlte sich an wie auf einer Achterbahn und hat mich absolut fasziniert. Wenn man kopfüber, in Bauchlage mit 140 km/h die Eisbahn hinunter rast, ist das ein unglaubliches Gefühl. Vor dem Start konzentriere ich mich und gehe gedanklich meine Körperbewegungen auf der Bahn durch. Das Startsignal löst einen Adrenalinschub aus, der mir hilft, den Schlitten zu beschleunigen. Dann atme ich tief durch und fokussiere mich auf meine Lenkbewegungen, denn durch den Druck komme ich dem Eis so nah, dass mein Kopf manchmal in den Kurven schleift. Schlimm verletzt habe ich mich aber noch nie, da der Schwerpunkt des Schlittens tiefer liegt als beim Rodeln, wodurch man nicht so leicht kippt.

Wie schaffen Sie es, sich trotz der hohen Geschwindigkeit zu konzentrieren?

Früher war ich zu „verkopft“ und stand mir selbst im Weg. Mittlerweile hat mein Körper Automatismen entwickelt und weiß intuitiv, was er tun muss, wenn es im Herbst wieder in den Eiskanal geht. Ich versuche mich ruhig auf meine Lenkbewegungen zu konzentrieren und lasse dem Schlitten dann freien Lauf. Eine bestimmte Linie bei der Fahrt zu erzwingen, bringt nichts.

Wie sieht Ihr Trainings-programm aus?

Da wir im Sommer nicht fahren, trainiere ich zweimal pro Tag. Vormittags stehen Kraft, Sprung, Sprint oder Starteinheiten an. Dafür haben wir in Oberhof eine separate Anschubstrecke. Nachmittags kommt eine Mobilisations-, Kraft- oder Stabilisationseinheit dazu. Samstags wird nur einmal trainiert. In der Vorbereitung im Winter fahren wir zweimal pro Tag und haben danach noch ein
Athletiktraining.

Die Skeletons fahren auf heruntergekühlten Kunsteisbahnen. Gibt es energiesparende Ansätze, um die hohen Stromkosten zu senken?

Der Verband hat sich ein neues Nachhaltigkeitskonzept überlegt. Die Bahn in Oberhof wurde umgebaut und mit viel Photovoltaik ausgestattet. Dadurch sollen bis zu 70 Prozent der Vereisung durch erneuerbare Energien gedeckt werden. Außerdem wird die Strecke dieses Jahr nicht im Oktober, sondern erst Anfang November vereist.

Als Wintersportler haben Sie bereits alle wichtigen Titel gewonnen. Was war für Sie der emotionalste Erfolg und wie soll es weitergehen?

Jeder Sieg ist einzigartig und die Goldmedaille bei Olympia war die absolute Krönung meiner sportlichen Laufbahn. Ganz besonders in Erinnerung bleibt mir aber mein erster WM-Titel, da er den Wendepunkt meiner Karriere darstellte. Natürlich möchte ich dieses Jahr an meine Erfolge anknüpfen und erneut den WM-Titel holen. Ende November findet zunächst die „Deutsche Meisterschaft“ in Winterberg statt bevor im Februar der „Weltcup“ in Altenberg und die WM in Winterberg folgen. Dabei hoffe ich auf optimale Wettkampfbedingungen: also minus zwei Grad Celsius und Sonnenschein.

Was muss man tun, wenn man Skeleton selbst ausprobieren möchte?

Kinder und Jugendliche sollten sich an einem der vier deutschen Stützpunkte melden. Diese befinden sich in Oberhof, Altenberg, Winterberg und am Königssee. Dort wird der Trainer kontaktiert und dann kann man selbst mal testen, ob der Skeleton einem gefällt und man dafür geeignet ist. Für Erwachsene wird in Oberhof zum Beispiel Ende der Saison ein „Tag der Offenen Tür“ veranstaltet, bei dem sie gegen ein kleines Entgelt rodeln, Bob oder Skeleton ausprobieren können.

Ihr Terminkalender ist gut gefüllt, gibt es trotzdem noch Zeit für Ausflüge in die Heimat?

Da meine Familie noch in Wernigerode lebt, fühlt es sich dort natürlich immer wie Heimat und „nach Hause kommen“ an. Aus Zeitgründen bin ich leider nur etwa zweimal im Jahr dort. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass meine Erfolge auch in Wernigerode verfolgt und honoriert werden. So durfte ich mich dieses Jahr sogar in das „Goldene Buch“ der Stadt eintragen. Das macht mich sehr stolz!


Oberbürgermeister Tobias Kascha und Stadtratspräsident Uwe-Friedrich Albrecht empfingen Christopher Grotheer 2023 im Rathaus von Wernigerode, wo er sich in das Goldene Buch der Stadt eintragen durfte.


Steckbrief Christopher Grotheer

Siegreich auf ganzer Linie – Christopher Grotheer.

1992 in Wernigerode geboren, widmete sich der heutige Skeleton-Sportler zunächst dem Skispringen. 2004 wechselte er ans Sportgymnasium in Oberhof, wo er 2007 mit der Bobsportart Skeleton begann. Nach kleineren Erfolgen siegte der ausgebildete Polizist schließlich 2017 beim Weltcup in Altenberg mit einem neuen Bahnrekord. Mittlerweile gewann er fünf Mal die Weltmeisterschaft und holte 2022 als erster deutscher Skeleton-Athlet Gold bei Olympia.

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Ich glaub’ mich tritt ein Pferd

Zweckverband für Wasser­versorgung und Abwasser­beseitigung Bad Dürrenberg




Einarbeitung der besonderen Art: Abwassermeister Sandro Piehler geht mit den neuen „Mitarbeitern“ auf Tuchfühlung.
Foto: SPREE-PR/Wolf

Ich glaub’ mich tritt ein Pferd

Liebe Leserinnen und Leser,  Sie wundern sich, was Pferde und Ihr ZWA Bad Dürrenberg miteinander zu tun haben? Wir klären das auf …

Bei der Beobachtung der Rasenmahd auf der Kläranlage hatte eine private Pferdebesitzerin die pfiffige Idee, dem ZWA ihre Pferde als „tierische“ Rasenmäher anzubieten. Der ZWA Bad Dürrenberg sagte „Ja“ und seit diesem Frühjahr grasen nun diese zwei schönen Rösser auf dem Gelände der Kläranlage Wengelsdorf. Für die Vierbeiner ist es ein willkommener Tapetenwechsel und für die Mitarbeiter eine umweltfreundliche Arbeitserleichterung der Rasenpflege. Übrigens: Dass Pferde genutzt werden, um Grünflächen kurz zu halten, ist auch auf kleineren Inseln in den Niederlanden durchaus üblich. Dort werden halbwild lebende Pferde zusammen mit kleinen Rinderherden gehalten, um den Pflanzenwuchs schonend zu kürzen.

Ein Schläfchen muss sein! Wer so hart schuftet, hat sich auch mal eine kleine Verschnaufpause verdient.
Foto: SPREE-PR/Wolf

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Editorial

Zweckverband für Wasser­versorgung und Abwasser­beseitigung Bad Dürrenberg




Foto: Egbert Schmidt

Editorial

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Sie halten heute die zweite Ausgabe unserer Wasser-Abwasser-Zeitung des Jahres in Händen. Seit der letzten Ausgabe erscheint diese neu gestaltet und mit frischer Optik. Außerdem gibt es die „WAZ“ auch digital als E-Paper. Damit können Sie unsere Zeitung noch bequemer digital lesen und auf Ihrem Tablet, PC oder Smartphone in unseren Beiträgen und Fotos stöbern, wann und wo immer Sie es wünschen.

Am besten hinterlegen Sie sich die Adresse als Favorit in Ihrem Browser und haben die „WAZ“ dann immer schnell zur Hand. Viel Spaß bei der Lektüre!

Ihr Michael Bedla,

Vorsitzender der Verbandsversammlung des ZWA Bad Dürrenberg

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„Er wird seine neue Arbeit hervorragend meistern“

Zweckverband für Wasser­versorgung und Abwasser­beseitigung Bad Dürrenberg




Petra Schramm und Tim Tässmann bei der Arbeitsübergabe. Der ZWA setzt auch auf Nachwuchs aus den eigenen Reihen. Ein absoluter Vorteil in Zeiten des Fachkräftemangels.
Foto: SPREE-PR/Wolf

Generationswechsel beim Geografischen Informationssystem des ZWA

„Er wird seine neue Arbeit hervorragend meistern“

„Es wird ungewohnt sein, nicht mehr auf Arbeit zu gehen“, sagt Petra Schramm. Die 66-jährige ZWA-Mitarbeiterin war viele Jahre verantwortlich für Liegenschaften und das Geoinformationssystem, kurz das GIS genannt, nun geht sie in den wohlverdienten Ruhestand.

In ihrer Zeit beim Verband hat sie besonders die vielfältigen Aufgaben und den guten Team-Zusammenhalt geschätzt. Ihr Nachfolger wird der 27-jährige Tim Tässmann, der zuvor als Fachkraft für Trinkwasserversorgung beim ZWA beschäftigt war. Für ihn heißt es seit einiger Zeit: einarbeiten, eindenken in die neuen Aufgaben in den Bereichen Datenerfassung, Vermessung und Grundstücksangelegenheiten. „Ich freue mich, dass die Wahl auf mich gefallen ist. Vor allem darüber, mehr Verantwortung zu haben und dass ich mich weiterentwickeln kann“, sagt Tim Tässmann.

Der ZWA Bad Dürrenberg sagt DANKE, liebe Petra Schramm, für Ihre geleistete Arbeit!

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Trotz hoher Baukosten konnte der ZWA Bad Dürrenberg 2023 bedeutende Projekte umsetzen

Zweckverband für Wasser­versorgung und Abwasser­beseitigung Bad Dürrenberg




Die ZWA-Mitarbeiter Steffen Land, Ingenieur Investitionen und Anschlusswesen, Sandro Piehler, Abwassermeister, sowie Thomas Simmert (v. l.), stellv. Abwassermeister, auf der Baustelle Schweßwitzer Straße in Lützen, einem Großprojekt des Verbandes 2023.
Foto: SPREE-PR/Wolf

Global schwierig – lokal effektiv

Trotz hoher Baukosten konnte der ZWA Bad Dürrenberg 2023 bedeutende Projekte umsetzen

2023 konnte der ZWA Bad Dürrenberg Bauprojekte in einem Gesamtvolumen von über 4  Mio. Euro beauftragen. Einige davon stehen schon vor dem Abschluss. Das Jahr war anspruchsvoll, denn die Baukosten steigen weiter, auch bei den Zinsen für Investitionskredite scheint kein Ende in Sicht. Alle Projekte mussten gründlich auf Machbarkeit überprüft werden. Verbandsgeschäftsführer Franz-Xaver Kunert und der Technische Leiter Martin Dobischok zeigen sich im Interview trotz aller Widrigkeiten zufrieden, so viel geschafft zu haben.

Herr Kunert, welche Projekte hatte Ihr Verband 2023 zu bewältigen?

Der Abschluss der großen Gemeinschaftsbaumaßnahme Kleinkorbetha ist eines der bedeutendsten Projekte, welche wir zum Abschluss bringen konnten. Das größte neue Einzelprojekt war und ist die Lutherstraße in Bad Dürrenberg. Hier wurden Trink- und Abwasser- sowie Niederschlagswasserleitungen auf großer Länge erneuert. Die Kosten: über 1 Mio. Euro. Aber auch für die Bürger unsichtbare Themen sind hervorzuheben: Wir haben viel Geld in die Hand genommen, um unsere PC- und Server-Technik zu erneuern und haben damit einen großen Schritt in Richtung größtmöglicher Cyber-Sicherheit nehmen können.

Wie konnten Sie die Material- und Energiepreise stemmen?

Wir sind als öffentlicher Auftraggeber immer von den Ausschreibungsergebnissen sowie den uns unterbreiteten Angeboten abhängig und arbeiten stets dem Gebot von Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit folgend. Wir müssen gründlich nach Prioritäten abwägen und manchmal leider auch Ausschreibungen aufheben, wenn Preise unverhältnismäßig hoch sind.

Herr Dobischok, warum mussten Projekte verschoben werden?

Einige Baumaßnahmen hatten sich im Rahmen der Ausschreibung gegenüber der Kostenberechnung als deutlich teurer erwiesen. Zudem sind wir auf Fördermittel angewiesen. Für fünf Projekte stehen zum jetzigen Zeitpunkt noch die Bewilligungsbescheide des Landesverwaltungsamtes Sachsen-Anhalt aus. Ohne Fördergelder kein Baubeginn.

Herr Kunert, beim ZWA gibt es einen Generationswechsel im technischen Bereich. Wie ist die aktuelle Situation im Bereich Nachwuchskräfte?

Wir sind zufrieden. Mit Martin Dobischok, unserem neuen Technischen Leiter, konnten wir innerhalb des ZWA einen sehr erfahrenen Kollegen für diese wichtige Position gewinnen. Gleiches gilt für die Nachfolge im GIS-Bereich. Auch wenn wir nicht besonders viele Bewerbungen auf unsere ausgeschriebenen Stellen bekommen, sind die wenigen meist alle gut. Wir haben einen neuen Elektriker und einen neuen Auszubildenden im Trinkwasserbereich anstellen können. Auch die Kundenabrechnung oder die IT konnten wir personell verstärken.

Was steht für 2024 auf der To-Do-Liste, Herr Dobischok?

Neben weiteren großen Bauprojekten wollen wir einen hohen Erschließungsgrad erreichen. Und: Die Arbeiten an der Überleitung des Abwassers von der Kläranlage Wengelsdorf zur Kläranlage Bad Dürrenberg und somit die Zentralisierung der Abwasserbeseitigung werden richtig Fahrt aufnehmen. Zudem beginnen wir die Sanierung des Verwaltungs- und Arbeitsgebäudes im Trinkwasserbereich.

Herr Kunert, was freut Sie persönlich, wenn Sie auf 2023 zurückschauen?

Ich freue mich, dass wir trotz aller widrigen globalen Rahmenbedingungen lokal effektiv wirken und für unsere Bürgerinnen und Bürger spür- und sichtbar, vor allem aber nutzbringend arbeiten und so viele neue Anschlüsse erreichen konnten. Ganz im Sinne unseres Mottos: „Starke Partner für Ihr Wasser.“

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Warm einpacken bitte!

Zweckverband für Wasser­versorgung und Abwasser­beseitigung Bad Dürrenberg




Grafik: SPREE-PR/Schulze

Schon vor den ersten Minusgraden:

Warm einpacken bitte!

Wasseruhren, Armaturen und Wasseranlagen im Freien oder in ungeheizten Kellern sollten rechtzeitig winterfest gemacht werden, sonst drohen Frostschäden.

Bevor das Quecksilber unter Null Grad fällt, sollten Geräte und Armaturen rechtzeitig mit alten Textilien, Baumwollsäcken oder Isoliermaterial wie Dämmwolle oder Styropor umwickelt und geschützt werden.

Sonst drohen Frostschäden.

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Ganz schön sportlich, Männer!

Zweckverband für Wasser­versorgung und Abwasser­beseitigung Bad Dürrenberg




Foto: Spree-PR/Wolf

Ganz schön sportlich, Männer!

Wer glaubt, dass die Beschäftigten des ZWA Bad Dürrenberg nur mit dem Auto zur Arbeit fahren oder am Schreibtisch hocken, der hat sich geirrt.

Thomas Simmert, Steffen Land und Tim Tässmann (v.l.) sowie weitere Kollegen nutzen das Jobrad um fit zu bleiben. Seit Mitte 2023 ermöglicht der ZWA seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Sinne der betrieblichen Gesundheitsvorsorge ein Jobrad zu nutzen. Tolle Sache!

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Wasser Zeitung Online – Welche klimaresistenten Pflanzen eignen sich? Unsere Gärtner-Tipps

Zweckverband für Wasser­versorgung und Abwasser­beseitigung Bad Dürrenberg




Im Garten und vor der eigenen Haustür

Welche klima­resistenten Pflanzen eignen sich? Unsere Gärtner-Tipps

Trockenheit, Hitze, Starkregen und Stürme machen den einheimischen Pflanzen zu schaffen und rufen exotische Gewächse auf den Plan. Monika Eckardt empfiehlt im Garten jedoch pflegeleichtere Arten: „Mehrjährige Stauden, Gehölze und Ziergräser eignen sich besser. Sie lieben trockene, sonnige Standorte, blühen teilweise über Monate und sind meist winterhart. Zudem breiten sie sich schnell aus und müssen nur vor Staunässe geschützt werden“, so die Gartenexpertin aus Jessen.
Pflanzenarmen Schotterwüsten kann sie nichts abgewinnen. Die Neuanlage ist in Sachsen-Anhalt ohnehin seit März 2021 verboten, da sich Schotterböden zu sehr erhitzen und durch darunter gelagerte Kunststofffolien nicht wasserdurchlässig sind. Doch welche Alternativen gibt es?

Zierquitten zählen zu den pflege­leichten Gewächsen.

Stein- und Präriegärten

Sie eignen sich für mediterrane Kräuter, Hochgebirgs- und Steppenpflanzen. Die hitzebeständigen und oft sogar winterharten Gewächse bevorzugen nährstoffarme, trockene Böden. Wer einen Steingarten anlegen möchte, sollte einen sonnigen Standort wählen, Unkräuter entfernen und die obere Bodenschicht etwa 20 Zentimeter ausheben. Diese wird mit einem Sand-Kies-Gemisch und einer dünnen Erdschicht bedeckt. So bleibt der Boden wasserdurchlässig und nährstoffarm. Die steinige Sandschicht schützt vor Frost und neuen Unkräutern. Zusätzlich speichert sie Feuchtigkeit und Wärme. Die Steine reichern den Boden zudem mit Mineralien an, sodass nur selten gedüngt werden muss.

Bernd Straube von der Gärtnerei Straube in Bad Duerrenberg: „Wir müssen uns wieder mehr auf die Natur zubewegen.“

Robuste Kübelpflanzen

Bernd Straube ist Experte im Bereich Balkonpflanzen: „Auf dem Balkon trocknet die Erde bei praller Sonne schneller aus als im Beet. Daher sollte man große Kübel verwenden und die Erde mit Blähton anreichern, um mehr Feuchtigkeit zu speichern. Sie sollte organisch vorgedüngt sein. Gewächse, die gut mit Hitze und Trockenheit umgehen können, sind stehende und hängende Geranien, Eisveilchen, Topfnelken, Eiskraut, japanische Fächerblumen und Ziermyrte sowie Ringelblumen. Sie blühen lang, sind aber nur teilweise winterhart. Mediterrane Pflanzen wie Olivenbäume sind trockenresistent, müssen aber bei frostigen Temperaturen gut geschützt werden“, empfiehlt der Garten-Profi aus Bad Dürrenberg.

Geranien sind etwas robuster als andere Balkonpflanzen, müssen aber im Haus überwintern.
Foto: Pixabay – Manfred Antranias Zimmer

Tipps für den klimaresistenten Garten

  • Hitze- und trockenbeständige Pflanzen, die gleichzeitig winterhart sind, sparen Zeit und Geld. Ihr Gärtner vor Ort berät Sie gern.
  • Bäume und Hecken dienen als natürlicher Windschutz und Schattenspender. Das hält die Feuchtigkeit im Boden.
  • Bewässern Sie den Garten mit Regenwasser aus Tonnen, Teichen oder Zisternen. Regelmäßiges Hacken spart zudem etwa jedes zweite Gießen.
  • Wasserdurchlässige Böden aus Kies, Holzhäckseln oder Rindenmulch leiten Regenwasser wieder ins Erdreich. So speichert es Feuchtigkeit.
  • Eigener Grünschnitt (Gras, Laub, Rindenkompost) eignet sich zum Düngen. Er hält die Feuchtigkeit im Boden und liefert ihm Nährstoffe.
  • Insektenhotels und Vogelhäuschen mit etwas Wasser und Futter an einem geschützten Ort beleben den Garten zusätzlich.

BEISPIELE FÜR KLIMARESISTENTE PFLANZEN

Bodendecker: Primeln, Stiefmütterchen, Hornveilchen, Steinkraut, Bergkamille, Blaukissen, Enzian, Storchschnabel, Hauswurz, Steinbrech, Silbergarbe, Duftnessel, Eisenkraut, Perlkörbchen, Gänsekresse, Edelweiß, Sukkulenten

Gräser: Carex, Chinagras, Bärenfell-Schwingel, Mädchenhaargras, Moor-Blaugras, Blauschwingel, Pampasgras, Diamantgras, Rutenhirse, Vanillegras
Stauden: Fette Henne, Steinbrech, Phlox, Erika, Sonnenblume, Mädchenauge, Bart-Iris, Lavendel, Katzenminze, Purpursonnenhut, Mohn, Nelken, Ginster, Drillingsblume, Glockenblume, Pfingstrose, Taglilie, Zierlauch

Gehölze: Magnolie, Weigelie, Feldahorn, Birken, kugelförmige Blumenesche, Hain- & Hopfenbuche, Zwergkiefer, Liguster, Sanddorn, Ölweiden, Wildrosen, Zwergkonifere, Blautanne, Berberitze, Holunder, Felsenbirne

Kräuter: Oregano, Thymian, Currykraut, Salbei, Rosmarin, Bergbohnenkraut, Schnittlauch, Bärlauch, Estragon, Pfefferminze, Zitronenmelisse

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Wasser Zeitung Online – Auf ein Glas Wasser mit … Kommunalpolitiker Sven Rosomkiewicz

Zweckverband für Wasser­versorgung und Abwasser­beseitigung Bad Dürrenberg




Auf ein Glas Wasser mit …
Kommunal­politiker Sven Rosomkiewicz

Die Themen der Wasser- und Abwasserwirtschaft sind vielfältig und spannend. Unsere Interviewserie soll diese Vielschichtigkeit beleuchten und engagierte Menschen aus Sachsen-Anhalt vorstellen. Zum Start der Reihe traf die WASSERZEITUNG Kommunalpolitiker Sven Rosomkiewicz, Mitglied der CDU-Fraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt.

„Es muss einen Schulterschluss zwischen den Verbänden und der Politik geben“, sagt Sven Rosomkiewicz im WZ-Interview.
Foto: SPREE-PR/Wolf

Herr Rosomkiewicz, woher kennen Sie die Probleme der Wasser- und Abwasserwirtschaft?

Seit fast neun Jahren engagiere ich mich in der Kommunalpolitik, bin unter anderem ehrenamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Borne. Egal, ob bei meiner Arbeit im Landtag oder in der Gemeinde: Der Schutz der Gewässer rückt immer mehr in den Fokus. Das Thema ist sehr vielschichtig, die Betrachtung von wirtschaftlichen Aspekten, Finanzierungen und die Diskussion um Gesetzesänderungen spielen eine große Rolle, wenn wir Umweltpolitik voranbringen wollen. Dabei suche ich auch den Kontakt zu den „Machern“ der Wasserwirtschaft, anstatt alles nur in der Theorie zu betrachten. In den vergangenen Jahren entstand so der enge Kontakt zu Wasserverbänden in Sachsen-Anhalt.

Als ehrenamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Borne haben Sie einen ganz besonderen Berührungspunkt.

Die Abwicklung und Umlagezahlungen nach der Auflösung des AZV „Bodeniederung“ im Jahr 2010 waren zwar vor meiner aktiven Zeit, stellen aber eine Umbruchsituation hier in der Region dar, die heute noch nachwirkt. Die Kommunen hatten und haben damit finanziell extrem zu kämpfen. Mehr als 15 Millionen Euro Umlagezahlungen entstanden durch die damalige Misswirtschaft des Verbandes. Es waren falsche Entscheidungen, die seinerzeit getroffen wurden. So etwas darf nicht wieder passieren. Dieses Beispiel zeigt auch, welch hohe Verantwortung die Verbände haben.

Wie kommt es, dass sich die Wasser- und Abwasserverbände von der Politik oft nicht wahrgenommen fühlen?

Die Trinkwasserversorgung und Abwasserbeseitigung werden sowohl von der Politik als auch von den Bürgern als zu selbstverständlich wahrgenommen. Und Hand aufs Herz: Bei steigender Inflation und wirtschaftlichen Krisen: Wer denkt da zuerst an die Wasserver- bzw. Abwasserentsorgung? Seit der Corona- und Energiekrise haben die Verbände eine noch größere Aufgabendichte zu bewältigen, dabei denke ich auch an die Eigenstromerzeugung, Blackout-Vorsorge, aber auch an die Problematik mit reformbedürftigen Gesetzen, in diesen neuen, besonderen Zeiten. Die Verbände sind unterein ander gut vernetzt, jeder Verband hat aber andere Themen, die aktuell unter den Nägeln brennen und von denen die Landes- bzw. Bundespolitik manchmal vielleicht zu weit entfernt sind.

Welche Themen möchten Sie künftig angehen, mit in den Landtag nach Magdeburg einbringen?

Es geht mir um größere Gestaltungspielräume und mehr Kompetenzen für die Verbände im Hinblick auf Vorschriften, Gesetze, Finanzierungskonzepte für Modernisierungen aber auch bei der Thematik Insolvenzforderungen. Die Wasserverbände haben viele Vorschläge, die Gehör verdienen. Festzuhalten ist, dass Wasserverbände einer ständigen Kontrolle unterliegen, zum Beispiel durch die Kommunalaufsicht und durch Wirtschaftsprüfer. Die Rahmenbedingungen sind sehr eng und eng geschnürte Gesetze passen oftmals nicht mehr zu den veränderten, individuellen Herausforderungen der heutigen Zeit.

Welches Gesetz müsste dringend verändert werden?

Seit mehreren Jahren wird um eine Anpassung des KAG, des Kommunalabgabengesetzes, gerungen. Es ist schwer, ein Gesetz komplett umzukrempeln, aber schon mit kleineren Anpassungen könnten die Verbände flexibler arbeiten. Mir geht es zum Beispiel konkret um eine Erweiterung um den § 6 a, als Option, auch wiederkehrende Beiträge für leitungsgebundene Einrichtungen einzuführen. Damit wäre die Finanzierung der Erneuerung von Trink- und Abwasserleitungen – die in bestimmten Zeiträumen nun mal nötig sind – sozial verträglicher für die Kunden und würde die Verbände nicht in finanzielle Nöte, auch im Hinblick auf steigende Energie- und Materialpreise, bringen. Eine Erweiterung des Gesetzes würde heißen: Kleine Teilbeträge von den Bürgern statt hoher Einmalzahlungen, wenn es um Erneuerungsmaßnahmen geht.

WZ-Redakteurin Ulrike Wolf traf Sven Rosomkiewicz im Gemeindehaus von Borne. Danach hieß es für den Kommunalpolitiker ab nach Magdeburg zum Landtag.
Foto: Andreas Beyer

Abseits der Wasserwirtschaft, was verbinden Sie mit dem Element Wasser?

Es ist die Wertschätzung. Seit mehr als einhundert Jahren haben wir hierzulande das Glück, dass zu jeder Zeit sauberes Trinkwasser aus dem Hahn fließt und wir uns über die Wasserversorgung keine großen Gedanken machen (müssen). In vielen Regionen der Welt ist das nicht selbstverständlich. Das Element Wasser verbinde ich auch mit Erholung, beispielsweise bin ich gern mit meiner Familie an der Ostsee oder an Bergseen in Südtirol. Wasser ist für mich obendrein Kindheitserinnerung: Früher war ich oft im Strandsolbad in Staßfurt oder am Löderburger See zum Baden.

Vielen Dank für das Gespräch.

„Gesetze sind wichtig, aber wichtig ist auch der Mut zu Veränderungen.“

— Sven Rosomkiewicz

  • Steckbrief:

    Sven Rosomkiewicz,
    geboren 1986 in Staßfurt,
    verheiratet, ein Kind
    Beruf: Personalcontroller

  • Politische Mandate:

    • Mitglied CDU-Fraktion des Landtages Sachsen-Anhalt
    • Mitglied des Kreistages Salzlandkreis
    • Mitglied des Verbandsgemeinderates Egelner Mulde
    • Seit 2015 Tätigkeit als ehrenamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Borne

Was ist das KAG, das Kommunalabgabengesetz des Landes Sachsen-Anhalt?

Das Kommunalabgabengesetz des Landes Sachsen-Anhalt bildet seit 1991 die Rechtsgrundlage für Landkreise, Städte, Gemeinden und Verbände zur Erhebung von Steuern, Gebühren, Beiträgen und Kostenerstattungen. Das zuständige Fachministerium ist das Ministerium für Inneres und Sport. Änderungen sind durch den Landtag des Landes Sachsen-Anhalt zu verabschieden.

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