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Azubi-Ecke – kurze Berichte direkt aus der Praxis


 


Neue Serie: Azubi-Ecke

Kurze Berichte direkt aus der Praxis

Seit der Verbandsgründung im Jahr 1991 starteten über 100 junge Frauen und Männer ihren Weg ins Berufsleben mit einer Ausbildung beim Zweckverband Grevesmühlen. Was, wo, mit wem und wie lernen sie hier? Was macht das Besondere aus? In der neuen Serie „Azubi-Ecke“ kommen die aktuellen Auszubildenden mit ihren Eindrücken, Erfahrungen und ihrem Erlebten selbst zu Wort. Den Anfang macht: Luise Kröger.

Mein Name ist Luise Kröger. Nach dem Abitur habe ich meine Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement begonnen und bin nun seit fast einem Jahr beim Zweckverband Grevesmühlen. In dieser Zeit konnte ich bereits viele verschiedene Bereiche kennenlernen, was die Ausbildung für mich besonders abwechslungsreich und spannend macht. Ich war im Kundenzentrum eingesetzt, wo ich den direkten Kontakt zu Kunden kennengelernt habe. Außerdem durfte ich in der Verbrauchsabrechnung mitarbeiten und habe Einblicke in die Abrechnung unserer Leistungen nehmen können. Auch die Arbeit in der Poststelle gehörte schon zu meiner Ausbildung. Dort habe ich gesehen, wie bedeutend eine zuverlässige Organisation für den gesamten Betrieb ist. Ein weiterer erwähnenswerter Bereich ist die Buchhaltung, meine aktuelle Abteilung. Hier lerne ich, wie Rechnungen erfasst, kontiert und gebucht werden und wie wichtig die Genauigkeit bei der Bearbeitung und Bezahlung ist.

Luise Kröger ist 18 Jahre alt und hat im Sommer 2025 ihre Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement beim Zweckverband begonnen. Foto: ZVG

Meine Ausbildung beim Zweckverband macht mir viel Spaß, da man täglich Neues lernt und Verantwortung übernehmen darf. Besonders schätze ich die netten Kolleginnen und Kollegen, die mich jederzeit unterstützen und mir bei Fragen stets zur Seite stehen. Ich fühle mich beim Zweckverband Grevesmühlen sehr wohl und freue mich darauf, weiterhin viel über meinen Betrieb zu lernen.

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Zweckverband präsentierte zentrales GIS-Projekt


 


Innovativ

Neues Projekt: Zentrales GIS vorgestellt

Der Zweckverband Grevesmühlen präsentierte auf der 20. Mitgliederversammlung des Städte- und Gemeindetages MV Ende Mai die kommunale Zusammenarbeit im Bereich Geographischer Informationssysteme.

Am Stand mit ihrem Kollegen Helge Kühner aus Bad Doberan (Mi.) präsentierten Ronald Henneberg (r.) und Julian Schneider das neue GIS-Programm. Foto: ZVG

Vorgestellt wurde das Kooperationsprojekt für ein zentrales GIS auf Basis frei verfügbarer Software. Dieses wurde als Kooperationsprojekt mit fünf Partnern unter der Federführung des ZVG entwickelt (die WASSERZEITUNG berichtete). 

Das Projekt ist auf fünf Jahre angelegt und unterstützt die Wasserunternehmen bei ihren Verbandsaufgaben. Zusätzlich profitieren Kommunen hinsichtlich der Organisation und Verwaltung ihrer kommunalen Infrastrukturdaten.

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Güte und Menge streng kontrolliert


 


Grundwassermonitoring: Güte und Menge im Visier

Veränderungen früh erkennen – Versorgung langfristig sichern

„Das Grundwasser ist unsere wichtigste Ressource“, erklärt Mathias Peters vom Zweckverband Grevesmühlen. „Schon seit den 1990er-Jahren beobachten wir deshalb kontinuierlich, wie sich Wasserstände und Wasserqualität in unserer Region entwickeln.“

Andreas Häcker vom Zweckverband ermöglicht David Wöstenberg (r.) vom zuständigen Labor die Proben am Brunnen. Foto: ZVG

Beim Grundwassermonitoring, wie dieses Verfahren in der Fachsprache heißt, werden Messstellen und Brunnen im gesamten Verbandsgebiet regelmäßig überprüft. Qualität und Quantität werden beleuchtet. Fachleute von einem zertifizierten und akkreditierten Labor analysieren unter anderem Nitratwerte, Mineralstoffe sowie mögliche Belastungen. Aktuell erfassen die Probenehmer 113 einzelne Parameter! Gleichzeitig werden Fördermengen und Grundwasserstände dokumentiert. Die erhobenen Daten liefern wichtige Grundlagen für technische und strategische Entscheidungen. Denn anhand der Ergebnisse weiß der Verband, wo und wie tief er Wasser fördern müsste, ob das Dargebot zur Bevölkerungsstruktur sowie zur Entwicklung von Industrie und Gewerbe passt.

Die aktuellen Ergebnisse zeigen eine insgesamt stabile Situation. „Das Grundwasser im Verbandsgebiet entspricht allen Anforderungen der Trinkwasserversorgung und ist aktuell in ausreichendem Maß vorhanden“, so Mathias Peters, Leiter Betrieb. Dennoch gebe es Herausforderungen, die künftig stärker berücksichtigt werden müssten. In den oberen Grundwasserleitern wurden schon erhöhte Nitratwerte nachgewiesen. „Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sie in dem für die Trinkwassergewinnung genutzten Grundwasserleiter ankommen. Auf ihrem Weg dorthin kann das Nitrat als Sauerstoffträger weitere gefährliche Stoffe mobilisieren.” Hinzu kommt der klimatisch bedingte Einfluss auf den Wasserkreislauf, der weitere Investitionen in diesem Bereich notwendig macht.

Zitat:

Auch die Entwicklung von Bevölkerung und Gewerbe spielt für die Planung eine wichtige Rolle. „Der Wasserbedarf verändert sich“, betont der Fachmann. „Neue Wohngebiete und Gewerbeansiedlungen erfordern eine vorausschauende Anpassung unserer Infrastruktur.“

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Infofahrt zum 35. Gründungsjubiläum


 


Jubiläum einmal anders

Informationsfahrt zum 35-jährigen Bestehen

Anlagen und Dienstleistungen im Fokus – Gremien des Verbandes, Ämter und Behördenvertreter unternahmen anlässlich des 35-jährigen Gründungsjubiläums eine praxisnahe Rundfahrt.

Am Schönberger Ortsrand besichtigten die Teilnehmer der Infofahrt das neue Pumpwerk mit Abwasserzwischenspeicher. In den nächsten Tagen nimmt es seinen Betrieb auf. Foto: ZVG

Startend vom Wasserlehpfad führte die Route am 3. Juli Juli quer durch das Verbandsgebiet. Es gab Stopps an wassertechnischen Anlagen ebenso wie an Kläranlagen. Außerdem standen einige Dienstleistungen des kommunalen Verbandes im Fokus. Dazu gehörten zum Beispiel die Hydrantenmessung und das Nebeln der Hausanschlüsse.

Die NWL GmbH und die VVL GmbH, beide Töchterunternehmen des Zweckverbandes, stellten die TV-Befahrung von Schmutzwasser-Kanälen und das Krauten von Gewässern vor.

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20 Jahre WASSERZEITUNG – und nun auch als E-Paper


 


Editorial

20 Jahre WASSERZEITUNG – nun auch als E-Paper

Liebe Leserinnen und Leser!

seit nunmehr 20 Jahren setzen wir auf die WASSERZEITUNG als verlässliches Medium zur Information unserer Kundinnen und Kunden. Der Zweckverband Grevesmühlen war 2006 der erste Herausgeber in MV, schnell schlossen sich weitere Versorger an. Die Berliner Agentur SPREE-PR begleitet uns als kompetenter Partner seit der ersten Ausgabe. Dafür unseren herzlichsten Dank.

In zwei Jahrzehnten haben wir kontinuierlich über Themen rund ums Trink- und Abwasser berichtet – über unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, moderne Technik, Bauvorhaben, Ausbildung, unser Engagement in der Umweltbildung. So entstanden 76 abwechslungsreiche Ausgaben rund um die Ressource Wasser. Alles in allem ein wichtiger Beitrag zum Grundwasserschutz.

Ab sofort erscheint unsere Kundenzeitung zusätzlich zum gedruckten Exemplar auch als E-Paper.

Viel Freude bei der weiteren Lektüre, ob online oder als Druckversion, wünscht

Sandra Boldt,
Verbandsvorsteherin des ZVG

Sandra Boldt informiert: Künftig gibt es für Interessenten zwei Wege, die WASSERZEITUNG zu lesen – als Printprodukt oder online als E-Paper. Foto: ZVG

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Hitzesymposium lässt Kinder cool bleiben


 


Wissenswert

Kinderhitzesymposium mit vielen Tipps

Beim Kinderhitzesymposium am 28. Mai auf dem Wasserlehrpfad Wotenitz drehte sich alles um die Frage, wie sich Kinder bei Hitze und starker Sonneneinstrahlung richtig verhalten. Insgesamt 115 Schülerinnen und Schüler der Grundschulen „Fritz Reuter“ sowie vom Schulcampus nahmen an der Veranstaltung des Landkreises gemeinsam mit dem Zweckverband Grevesmühlen teil.


Die kleinen Gäste lernten beim Hitzesymposium, wie sie sich bei hohen Temperaturen schützen können.

Foto: ZVG

Begleitet vom Maskottchen der Veranstaltung, Freddy dem Fuchs, sowie Willi Wasser erfuhren die Kinder an Stationen auf spielerische und altersgerechte Weise, wie sie sich vor den Folgen von Hitze schützen können. Im Mittelpunkt standen dabei Themen wie Sonnenschutz, ausreichend Trinken und das Erkennen geeigneter Schattenplätze.

An der Station „Schattensuchen“ erkundeten die Kinder das Gelände und markierten Orte, die bei starker Sonneneinstrahlung Schutz bieten. Spannende Experimente machten die Wirkung von UV-Strahlen sichtbar. So konnten die Schülerinnen und Schüler beobachten, wie unterschiedlich Kleidung vor Sonneneinstrahlung schützt und mit einer speziellen Sonnenschutzkamera überprüfen, ob Sonnencreme wirklich gründlich aufgetragen wurde.

Kreativ wurde es beim Basteln von UV-Armbändern, deren Perlen sich bei Sonneneinstrahlung verfärben. Außerdem lernten die Kinder beim Bilderbuchkino mit Freddy dem Fuchs und seinen Freunden wichtige Verhaltensregeln für heiße Tage kennen. Ein Ratespiel rund um Hitze und Sonnenschutz sorgte für zusätzlichen Spaß und festigte das Gelernte.

Weitere Stationen widmeten sich dem Kreislauf des Wassers sowie dem Thema „Gesundes Trinken“. Hier erfuhren die Kinder, warum ausreichende Flüssigkeitszufuhr besonders an heißen Tagen wichtig ist. An der Wasserbar konnten sie sich gleich erfrischen.


Am Stand zum gesunden Trinken erkannten die Kinder den Zuckergehalt in anderen Getränken, Wasser schmeckt ganz ohne.

Foto: ZVG

Das Kinder-Hitzesymposium vermittelte damit wichtige Gesundheitskompetenzen und zeigte, dass Lernen über Hitzeschutz spannend, abwechslungsreich und sehr wichtig ist.

Projekt: Cool bleiben

Der Zweckverband ist einer der Partner des Projektes „Cool bleiben“ vom Landkreis Nordwestmecklenburg. Es erfasst kühle Orte, Schattenplätze und Trinkwasserstellen digital – damit alle bei Hitze schnell Hilfe finden. 

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Ausbilder geht in Rente


 


Frank Grün hat den Nachwuchs geprägt

Über drei Jahrzehnte erfolgreiche Ausbildung im Elektrohandwerk

Seit 1. Juli ist Frank Grün im Ruhestand. Vorher sprach der 63-Jährige mit der WASSERZEITUNG. Im Fokus zu stehen, liegt ihm eigentlich nicht. Seine Arbeit habe er nie alleine gemacht, sondern immer im Team. Heute besteht dieses Team aus vielen „seiner“ Azubis, von denen einer inzwischen die Leitung übernommen hat.


Mit Marvin Voß hat Frank Grün (l.) kurz vor seinem Abschied den letzten von vielen Azubis zum erfolgreichen Abschluss begleitet.

Foto: ZVG

Wer bei den Kollegen nach Frank Grün fragt, hört viel Anerkennung: ein geschätzter Kollege, engagierter Ausbilder und verlässlicher Mensch. Er selbst blickt bescheiden auf seine Laufbahn zurück: „Ich würde nie etwas anderes machen wollen. Ich habe immer gern hier gearbeitet“, so der Boltenhagener.

Sein Berufsweg war zunächst offen. Auch Berufe wie Kfz-Schlosser oder Klempner kamen infrage. Letztlich entschied er sich für die Elektrotechnik. Nach Stationen unter anderem bei der Klützer Gebäudewirtschaft wechselte er 1992 zum neu gegründeten Zweckverband Grevesmühlen. 29 Jahre alt war er da, arbeitete sich schnell in die Technik der Wasser- und Abwasseranlagen ein und begann bald, sein Wissen weiterzugeben. Am Anfang stand der Ausbilderschein – und den erfüllte er mit Leben.

Er nahm die Azubis im Verband unter seine Fittiche, sorgte dafür, dass sie Zeit bekamen, um Handgriffe und Abläufe gründlich zu lernen. Weil er in den Prüfungskommissionen der Handwerkskammer UND der IHK mitarbeitete, konnte er die jungen Nachwuchsfachkräfte besonders gut auf die Prüfungssituationen vorbereiten, ihnen etwas Routine geben und etwas Nervosität nehmen. „Die Prüfungsthemen kannte ich natürlich vorab auch nicht“, unterstreicht er.

Der Erfolg gibt seinem Ansatz recht, viele aus dem heute 17-köpfigen Elektroniker-Team sind ehemalige Azubis, auch der Leiter. Wie sich das anfühlt? „Das ist doch schön! Ich habe viele tolle Leute begleitet. Aber nie allein, wir waren immer ein Team“, sagt er in seiner bescheidenen Art. „Mir hat das Spaß gemacht. Die Branche ist immer in Bewegung, damit ist sie vielseitig und nie gleich.“

Privat, sagt er von sich, sei er ein absoluter Familienmensch. Lebt und liebt den guten Kontakt zu seinen beiden Töchtern und sechs Enkeln. Ja, er freut sich auf Zeit mit ihnen, seiner Frau, Freunden. Der Abschied vom Betrieb fiel ihm dennoch nicht leicht – ein Zeichen für ein erfülltes Berufsleben, geprägt von Respekt und Gemeinschaft.

Stimmen
Sandra Boldt

Foto: ZVG

Sandra Boldt

Sandra Boldt, Verbandsvorsteherin

Lieber Frank, viele Landessieger, 3 Azubis zu den Deutschen Meisterschaften im Elektrohandwerk geführt: eine herausragende fachliche Bilanz! Neben diesen Erfolgen hast du es zudem geschafft, die Azubis zwischenmenschlich zu prägen – sie hatten stets die Chance mit dir und an deiner Seite zu wachsen. Herzlichen Dank!

Foto: ZVG

Sandra Boldt, Verbandsvorsteherin

Tom Liebing

Foto: ZVG

Tom Liebing

Tom Liebing wurde 2012 TOP-Azubi im Handwerk, absolvierte danach eine Qualifizierung zum Techniker und ein Wirtschaftsingenieur-Studium. Heute leitet er den Bereich Elektrotechnik.

Mit deinem Wissen, deinem hohen Anspruch an dich selbst und deiner Leidenschaft für das Elektrohandwerk hast du Generationen von Auszubildenden geprägt. Für deinen Ruhestand wünsche ich dir die gleiche Erfüllung, mit der du unser Berufsleben bereichert hast.

Foto: ZVG

Tom Liebing wurde 2012 TOP-Azubi im Handwerk, absolvierte danach eine Qualifizierung zum Techniker und ein Wirtschaftsingenieur-Studium. Heute leitet er den Bereich Elektrotechnik.

Matthias Schröder

Foto: ZVG

Matthias Schröder

Matthias Schröder, 1. Azubi, den Frank Grün begleitet hat.

Frank hatte nach meinem Praktikum großen Anteil daran, dass ich mich 1996 für die Ausbildung zum Elektroinstallateur entschieden und diese erfolgreich absolviert habe. Wir haben dann 30 Jahre als super Team zusammengearbeitet. Einen besseren Ausbilder und Kollegen hätte ich mir nicht wünschen können, danke dafür!

Foto: ZVG

Matthias Schröder, 1. Azubi, den Frank Grün begleitet hat.

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Bundesprogramm fördert energieeffiziente Pumpen


 


Bundesprogramm fördert energieeffizienteres Arbeiten

Neue Pumpen-Generation spart Strom und Kosten

Das Kanalnetz-Team mit Meisterbereichsleiter Heiner Rieger ersetzt bis Juli 2027 zusätzlich zum Tagesgeschäft 47 Abwasserpumpen. Quer im Verbandsgebiet kommen somit abgestimmt auf Wartungsarbeiten und Lieferzeiten die neuen, energieeffizienteren Anlagenteile ins System. Knapp ein Drittel des Materialwertes finanziert das Bundesprogramm „Nationale Klimaschutzinitiative“.


Unterstützt durch die gute Maschinentechnik am Einsatzfahrzeug kurbeln Eric Schiller (l.) und Andreas Marx die Abwasserpumpen zum Wechseln aus dem Schacht nach oben.

Foto: SPREE-PR

Ein weit verzweigtes, eng verzahntes und gut abgestimmtes System sorgt für die Überleitung des Abwassers zur Reinigung auf den Kläranlagen. Heiner Rieger hat einige Zahlen zum Netz parat: „690 Kilometer Freigefällekanal Schmutzwasser, 230 Kilometer Druckrohrleitung, 287 Kilometer Niederschlagswasserleitung, 9 Kilometer Vakuumleitung und 3 Kilometer Mischwasserkanal.“ Insgesamt sind das knapp 1.220 Kilometer Netz für das Abwasser aus den Haushalten sowie von Industrie und Gewerbe.

Elementar für den richtigen Fluss sind die Abwasserpumpen. „Wir betreiben 231 große Pumpwerke und 394 Hauspumpwerke“, berichtet der Meister. 47 von den großen Pumpen werden die Fachleute innerhalb des kommenden Jahres tauschen. Die Auswahl erfolgte auf Basis des Alters und des Strombedarfes – einige sind seit gut 20 Jahren in Betrieb.

Die bessere Energiebilanz hilft bei dem Ziel Treibhausgasemissionen zu senken und gab somit den Ausschlag für die Förderung des Projektes durch die „Nationale Klimaschutzinitiative“ der Bundesregierung. Der Clou ist die neue Technik. „Die Pumpen sind mit integrierten Frequenzumrichtern ausgestattet. Sie laufen drehzahlgesteuert und genau passend zum Abwasseranfall. Damit sind sie zudem weniger anfällig für Verstopfungen“, erläutert Heiner Rieger weiter.

Der Meister sieht gleich mehrere Vorteile. „Die Technik ist nicht nur energieeffizienter, sondern spart auch zusätzliche Kosten durch nun vermeidbare Reparaturen im Bereitschaftsdienst und damit geringerem Personaleinsatz.“ Erstmal heißt es jedoch Einsatz zeigen. Trotz unterstützender Technik auf den Fahrzeugen ist die Arbeit der Kollegen rund um die etwa 250 Kilogramm schweren Pumpen schweißtreibend. „Aber es lohnt sich“, ist Heiner Rieger überzeugt.

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Jubiläum mit 4.500 Gästen auf dem Wasserlehrpfad


 


Ein buntes Jubiläum mit viel Umweltwissen – getreu dem Motto: spielend lernen

20. Kinder-Umwelt-Tag mit 4.500 Gästen

Rund 4.500 Gäste, unzählige Mitmachangebote und beste Stimmung auf dem Wasserlehrpfad in Wotenitz: Der 20. Kinder-Umwelt-Tag des Zweckverbandes Grevesmühlen am 6. Juni hat sich erneut als großes Familienfest und Publikumsmagnet erwiesen. Zum Jubiläum verwandelte sich das Gelände in eine bunte Erlebniswelt, in der sich alles um Wasser, Natur, Bewegung und gemeinsames Entdecken drehte.


Ahoi Piraten. Die Tanzmäuse des GCC traten zur Einweihung des neuen Piratenschiffes auf dem Wasserlehrpfad auf. Ermöglicht hatte das Exponat eine Förderung der Sparkassen-Stiftung, Vorstand Stefan Possehl (rechts vom Maskottchen) enterte es gemeinsam mit den Kindern.

Foto: ZVG

Ob Rallye, Bastelstraße, Kinderbaustelle, Kinderschminken, Ponyreiten, Aquazorbing, wissenschaftliche Mitmachstände oder eine Fotoausstellung und ein Film über die letzten 20 Jahre – das Angebot war so vielfältig wie die Gäste selbst. Zahlreiche Vereine, Institutionen und Ehrenamtliche präsentierten ihre Arbeit, dazu kamen Führungen im Wasserwerk, Feuerwehrwettkämpfe, eine große Tombola mit mehr als 1.500 Gewinnen sowie viele kulinarische Stationen. Auf der Bühne sorgten Kitas, Chöre, Tanz- und Sportgruppen sowie Musik vom Blasorchester und der Big Band „Ostseeklänge“ den ganzen Tag über für ein abwechslungsreiches Programm. Besondere Höhepunkte setzte das Jubiläumsjahr mit zwei Einweihungen: Das neue Kneippbecken, unterstützt durch die Bingo-Lotterie, wurde feierlich eröffnet und ist künftig eine weitere attraktive Station auf dem Wasserlehrpfad. Für leuchtende Kinderaugen sorgte außerdem das Piratenschiff, das sofort zum beliebten Treffpunkt für kleine Entdecker wurde. Möglich gemacht hatte es eine Förderung der Sparkassen-Stiftung.

Die 1. Stellvertreterin des Landrates Katrin Patynowski gehörte zu den Ersten, die das neue Kneippbecken erkundeten. Foto: ZVG

Der Kinder-Umwelt-Tag zeigte damit erneut eindrucksvoll, wie sich Umweltbildung, Spiel und Gemeinschaft auf besonders lebendige Weise ergänzen können. Der Zweckverband Grevesmühlen hat mit der 20. Auflage ein Fest organisiert, das Generationen verbindet und das Thema Wasser auf anschauliche und kinderfreundliche Weise in den Mittelpunkt rückt.

Herzlichen Dank an alle Partner, Sponsoren und Fördermittelgeber, die diesen Tag möglich gemacht haben. Der Zweckverband freut sich bereits jetzt auf den 21. Kinder-Umwelt-Tag im Juni 2027.

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