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Bundesprogramm fördert energieeffizienteres Arbeiten

Neue Pumpen-Generation spart Strom und Kosten

Das Kanalnetz-Team mit Meisterbereichsleiter Heiner Rieger ersetzt bis Juli 2027 zusätzlich zum Tagesgeschäft 47 Abwasserpumpen. Quer im Verbandsgebiet kommen somit abgestimmt auf Wartungsarbeiten und Lieferzeiten die neuen, energieeffizienteren Anlagenteile ins System. Knapp ein Drittel des Materialwertes finanziert das Bundesprogramm „Nationale Klimaschutzinitiative“.

Unterstützt durch die gute Maschinentechnik am Einsatzfahrzeug kurbeln Eric Schiller (l.) und Andreas Marx die Abwasserpumpen zum Wechseln aus dem Schacht nach oben. Foto: SPREE-PR

Ein weit verzweigtes, eng verzahntes und gut abgestimmtes System sorgt für die Überleitung des Abwassers zur Reinigung auf den Kläranlagen. Heiner Rieger hat einige Zahlen zum Netz parat: „690 Kilometer Freigefällekanal Schmutzwasser, 230 Kilometer Druckrohrleitung, 287 Kilometer Niederschlagswasserleitung, 9 Kilometer Vakuumleitung und 3 Kilometer Mischwasserkanal.“ Insgesamt sind das knapp 1.220 Kilometer Netz für das Abwasser aus den Haushalten sowie von Industrie und Gewerbe.

Elementar für den richtigen Fluss sind die Abwasserpumpen. „Wir betreiben 231 große Pumpwerke und 394 Hauspumpwerke“, berichtet der Meister. 47 von den großen Pumpen werden die Fachleute innerhalb des kommenden Jahres tauschen. Die Auswahl erfolgte auf Basis des Alters und des Strombedarfes – einige sind seit gut 20 Jahren in Betrieb.

Die bessere Energiebilanz hilft bei dem Ziel Treibhausgasemissionen zu senken und gab somit den Ausschlag für die Förderung des Projektes durch die „Nationale Klimaschutzinitiative“ der Bundesregierung. Der Clou ist die neue Technik. „Die Pumpen sind mit integrierten Frequenzumrichtern ausgestattet. Sie laufen drehzahlgesteuert und genau passend zum Abwasseranfall. Damit sind sie zudem weniger anfällig für Verstopfungen“, erläutert Heiner Rieger weiter.

Der Meister sieht gleich mehrere Vorteile. „Die Technik ist nicht nur energieeffizienter, sondern spart auch zusätzliche Kosten durch nun vermeidbare Reparaturen im Bereitschaftsdienst und damit geringerem Personaleinsatz.“ Erstmal heißt es jedoch Einsatz zeigen. Trotz unterstützender Technik auf den Fahrzeugen ist die Arbeit der Kollegen rund um die etwa 250 Kilogramm schweren Pumpen schweißtreibend. „Aber es lohnt sich“, ist Heiner Rieger überzeugt.