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Grundwassermonitoring: Güte und Menge im Visier

Veränderungen früh erkennen – Versorgung langfristig sichern

„Das Grundwasser ist unsere wichtigste Ressource“, erklärt Mathias Peters vom Zweckverband Grevesmühlen. „Schon seit den 1990er-Jahren beobachten wir deshalb kontinuierlich, wie sich Wasserstände und Wasserqualität in unserer Region entwickeln.“

Andreas Häcker vom Zweckverband ermöglicht David Wöstenberg (r.) vom zuständigen Labor die Proben am Brunnen. Foto: ZVG

Beim Grundwassermonitoring, wie dieses Verfahren in der Fachsprache heißt, werden Messstellen und Brunnen im gesamten Verbandsgebiet regelmäßig überprüft. Qualität und Quantität werden beleuchtet. Fachleute von einem zertifizierten und akkreditierten Labor analysieren unter anderem Nitratwerte, Mineralstoffe sowie mögliche Belastungen. Aktuell erfassen die Probenehmer 113 einzelne Parameter! Gleichzeitig werden Fördermengen und Grundwasserstände dokumentiert. Die erhobenen Daten liefern wichtige Grundlagen für technische und strategische Entscheidungen. Denn anhand der Ergebnisse weiß der Verband, wo und wie tief er Wasser fördern müsste, ob das Dargebot zur Bevölkerungsstruktur sowie zur Entwicklung von Industrie und Gewerbe passt.

Die aktuellen Ergebnisse zeigen eine insgesamt stabile Situation. „Das Grundwasser im Verbandsgebiet entspricht allen Anforderungen der Trinkwasserversorgung und ist aktuell in ausreichendem Maß vorhanden“, so Mathias Peters, Leiter Betrieb. Dennoch gebe es Herausforderungen, die künftig stärker berücksichtigt werden müssten. In den oberen Grundwasserleitern wurden schon erhöhte Nitratwerte nachgewiesen. „Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sie in dem für die Trinkwassergewinnung genutzten Grundwasserleiter ankommen. Auf ihrem Weg dorthin kann das Nitrat als Sauerstoffträger weitere gefährliche Stoffe mobilisieren.” Hinzu kommt der klimatisch bedingte Einfluss auf den Wasserkreislauf, der weitere Investitionen in diesem Bereich notwendig macht.

Zitat: "Neue Wohngebiete und Gewerbeansiedlungen erfordern einee vorausschauende Anpassung unserer Infrastruktur." -- Mathias Peters

Auch die Entwicklung von Bevölkerung und Gewerbe spielt für die Planung eine wichtige Rolle. „Der Wasserbedarf verändert sich“, betont der Fachmann. „Neue Wohngebiete und Gewerbeansiedlungen erfordern eine vorausschauende Anpassung unserer Infrastruktur.“