Team-Nachwuchs
Doppelte Verstärkung!
Die beiden Jungfacharbeiter aus dem WAL-Betrieb-Team, mit Geschäftsführer Patrick Laurisch.
Foto: WAL-Betrieb
Die beiden Jungfacharbeiter aus dem WAL-Betrieb-Team, mit Geschäftsführer Patrick Laurisch.
Foto: WAL-Betrieb
Spätestens wenn die Luft knapp wird, muss der Kollege schnell aus dem Schacht geholt werden. Auch das haben die WAL-B.-Monteure trainiert.
Foto: WAL-Betrieb
Die Teilnehmer des Erfahrungsaustausches beim Rundgang durch das Wasserwerk Tettau.
Foto: WAL-Betrieb
„Bis zum Ende dieses Jahres müssen alle Wasserversorger eine Risikobewertung ihrer Einzugsgebiete vornehmen und an die zuständigen Landesbehörden weiterreichen“, erläutert Kristin Becker, Leitung Betrieb Trinkwasser bei WAL-Betrieb, die Konsequenzen. Im Kern geht es darum, für den ungünstigsten Fall der Fälle vorbereitet zu sein und auf eine fixierte Management-Matrix zurückgreifen zu können.
Kein „dünnes Brett“, das die Branche bohren muss – das stellte im Mai auch der Fachtechnische Erfahrungsaustausch im Wasserwerk Tettau unter Beweis, organisiert von WAL-Betrieb und dem Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches e. V. (DVGW). „Wir waren im größten Wasserwerk Brandenburgs für dieses Thema genau an der passenden Stelle“, findet die Veranstaltungsleiterin Kristin Becker. „Die Gesprächs-Plattform ist ideal, um sich mit Kolleginnen und -Kollegen aus dem ingenieurtechnischen Fachbereich zu vernetzen, Erfahrungen auszutauschen und neue Impulse mitzunehmen.“
Neben der Trinkwassereinzugsgebieteverordnung widmeten sich spannende Vorträge unter anderem dem „grünen“ Energiemanagement im Wasserwerk Tettau, der optischen Inspektion von Trinkwasserleitungen, dem Thema Leckage-Ortung oder der Standrohrverwaltung. „Und Zeit für eine Führung durch unsere vorbildhafte Anlage hatten wir zum Abschluss auch noch“, blickt die Fachingenieurin auf ihre gern übernommene Rolle als Gastgeberin zurück.
Übrigens, das Einzugsgebiet des WAL-Trinkwassers reicht mit dem Lausitzer Urstromtal bis zum polnischen Breslau.
Bild: WAL/canva
Seit dem Start unseres Instagram-Kanals folgen uns bereits mehr als 340 Nutzer! Darüber freuen wir uns sehr. Was Sie vom Social-Media-Team des WAL erwarten können? Interessante Fakten aus der täglichen Arbeit des Wasserverbandes, Tipps und Tricks zur sinnvollen Nutzung unseres Lebensmittels Nr.1 sowie punktgenaue Hinweise auf das Erscheinen der nächsten Ausgabe der Kundenzeitung.
Verpassen Sie also nicht, auf „Folgen“ zu drücken. Dann ist der WAL immer aktuell bei Ihnen!
Stillstand und Wasserwirtschaft passen per se nicht zusammen. Unser Lebensmittel Nr. 1 muss fließen! Und das unter allen denkbaren Umständen. Aus diesem Grund engagiert sich der WAL mit all seiner Expertise im „Trinkwasserverbund Lausitzer Revier“ – die Landesgrenze überschreitend.
Ich gehe davon aus, dass die neue Landesregierung die Herausforderungen der Wasserwirtschaft erkannt hat und in das politische Handeln übernimmt. Wenn die wirtschaftliche Entwicklung im Land vorankommen und der Strukturwandel in der Lausitz ein Erfolg werden soll, braucht es maximale Unterstützung fürs Wasser. Wir werden es genau beobachten – nach den ersten Monaten bin ich verhalten optimistisch …
Aber eines möchte ich aus Lausitzer Sicht und mit einem stabilen Grundwasserpegel deutlich sagen: Brandenburg ist mehr als das Berliner Umland! Auch an den Grenzen unseres Bundeslandes wird stabile Daseinsvorsorge geboten. Das sollte bei zukünftigen Standortentscheidungen in Potsdam nicht außer Acht gelassen werden.
Foto: Rasche
Frau Bennewitz und Herr Augstein vom WAL übergeben Frau Richter (Rektorin) und den Kindern der Grundschule Laptops zur Nutzung.
Foto: WAL
Damit unsere Schülerinnen und Schüler zu digitalen Überfliegern heranwachsen können, brauchen sie vor allem eines: digitale Geräte. Die gibt es nicht in allen Schulen in ausreichender Zahl. Daher tut der WAL das ihm Mögliche, um etwa seine Patenschule in Guteborn mit flinken Laptops auszurüsten. Diese wurden aus verschiedenen Gründen beim Verband ausgemustert, sind aber natürlich weiter voll funktionsfähig. Kleiner Tipp an die Grundschüler: Wenn mal „freies Arbeiten“ im Computerraum ansteht, dann klickt doch gerne mal wieder auf unser E-Paper www.wasserzeitung.info/wal. Es informiert Euch – wie Ihr ja gerade seht – über die spannende Arbeit der Wasser-Fachleute. Und ein Wasserrätsel mit tollen Preisen – lässt die Urlaubskasse klingeln! – gibt’s dort auch und ist gar nicht allzu knifflig.
Prost! Im Bild (v.l.): Senftenbergs Bürgermeister Andreas Pfeiffer, Prof. Dr.-Ing. habil. Sylvio Simon (IURS e. V.), BTU-Präsidentin Prof. Gesine Grande, WAL-Verbandsvorsteher Christoph Maschek, OSL-Landrat Siegurd Heinze und Stadtverordnetenvorsteher Fred Frahnow.
Foto: SPREE-PR/Rasche
Große Freude herrschte Ende Mai im Außenbereich der Mensa der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU). An diesem Ort des „Wissensdurstes“ steht nun der mittlerweile neunte öffentliche Trinkwasserbrunnen im WAL-Verbandsgebiet. Der schicke Granitblock – inklusive bodennahes Schlabber-Becken für die Vierbeiner – bietet von Ostern bis Oktober das Lebensmittel Nr. 1 für alle trockenen Kehlen.
Verbandsvorsteher Christoph Maschek wünschte bei der Einweihung am Ort der Wissenschaft, dass das gute WAL-Trinkwasser „die Lehre verflüssigen möge“. Dies konterte BTU-Präsidentin Gesine Grande schlagfertig: „Hauptsache nicht verdünnen!“
Die deutschen Kommunen sind durch nationale Richtlinien angehalten, öffentliche Trinkwasserspender zur Verfügung zu stellen. Ein zehnter Brunnen im WAL-Verbandsgebiet wurde am selben Tag in Lauchhammer an einem Spielplatz eingeweiht – als Gemeinschaftswerk mit Betriebsführer WAL-Betrieb.
Angenehme Aufgabe: Christoph Schmidt, Vorsitzender der WAL-Verbandsversammlung, und WAL-Verbandsvorsteher Christoph Maschek danken Heike Tauschke (WAL-Betrieb) für ihre geleistete Arbeit und verabschieden sie in den Ruhestand. Janine Kirchschlager tritt die Nachfolge von Frau Tauschke im kaufmännischen Bereich des WAL-Betriebsführers an.
Foto: WAL
Zum zweiten Mal seit der Kommunalwahl vor mehr als einem Jahr tagte die Verbandsversammlung des WAL am 19. Juni in neuer Besetzung. Wichtigster Tagesordnungspunkt: der Jahresabschluss 2024. Das umfangreiche Zahlenwerk, darunter 11 Millionen Euro an Investitionen, wurde von einem unabhängigen Wirtschaftsprüfer kontrolliert und der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk erteilt.
„Das Schiff liegt in sicherem Fahrwasser“, bilanziert auf bildhafte Weise Verbandsvorsteher Christoph Maschek nach dem erfolgreichen Treffen des „Wasserparlaments“ und fügt hinzu: „Wir sind für die Herausforderungen des neuen Jahres bestens gerüstet.“
Foto: WAL
Marten Frontzek, Amtsdirektor vom Amt Kleine Elster (Niederlausitz), wurde einstimmig als neues Mitglied in den Vorstand der WAL-Verbandsversammlung gewählt.
Das ist das Ziel der Überleitung seitens des WAL: die Kläranlage in Brieske.
Foto: WAL
Auf diese Weise kommt es nun zum ersten Gemeinschaftsprojekt des WAL mit den Stadtwerken Senftenberg. Dieses besteht in der Planung einer gemeinsamen, parallelen Trasse für Fernwärme und Schmutzwasser aus dem Gewerbegebiet Sonne in Großräschen ins Gewerbegebiet Grubenstraße in Brieske. Die Stadtwerke benötigen den Neubau, um Überschusswärme aus der Müllverbrennungsanlage Großräschen in ihr Fernwärmenetz einspeisen zu können.
Beim Wasserverband Lausitz ergibt sich die Notwendigkeit für die Überleitung gleich aus mehreren Gründen. Einerseits steht die Rainitza spätestens zur Mitte der 2030er Jahre nicht mehr als Vorflut für das gereinigte Abwasser aus der Kläranlage Großräschen zur Verfügung. Die LMBV wird die dortige Grubenwasserreinigungsanlage außer Betrieb nehmen. Andererseits muss auf den WAL-Kläranlagen mittelfristig erheblich investiert werden: für Energieneutralität und eine vierte Reinigungsstufe bis 2045. So will es KARL – die neu gefasste Kommunalabwasserrichtlinie der Europäischen Union.
Um die drohenden Ausgaben auf ein Minimalmaß zu reduzieren, konzentriert der WAL die vom Gesetzgeber geforderten Anpassungen auf die Kläranlagen Lauchhammer und Brieske. Hier arbeitet der Verband bereits am Ausbau einer Photovoltaikanlage bzw. einem Blockheizkraftwerk (BHKW) auf Klärgas-Basis.
Der Abwasser-Standort Großräschen bleibt dennoch erhalten. Aus der Kläranlage wird eine Pumpstation, von der eine neue Druckleitung zum Gewerbegebiet Sonne führt und dort in ein großes Pumpwerk mündet. Dieses wird mit einer Fäkalannahme ausgestattet, um den Schwerlastverkehr künftig aus Großräschen rauszuhalten.
Die gemeinsame Trasse Großräschen-Brieske von Wasserverband und Stadtwerken wird ca. 11 Kilometer lang über Kippengelände führen und in offener Bauweise errichtet. Unter Beachtung des technischen Regelwerkes soll ein minimaler Abstand zwischen den Medien gewahrt werden, um den Bauraum nicht übermäßig auszudehnen. Läuft alles nach Plan, können Fernwärme und Abwasser in spätestens sechs Jahren sicher fließen.
Auf geht’s! – Beim ersten Spatenstich packen unter anderem zu: Lauchhammers Bürgermeister Mirko Buhr (r.), Sven Tischer aus der Staatskanzlei Brandenburg (4.v.l.) und von der Wirtschaftsregion Lausitz Oliver Bathe (2.v.l.).
Foto: WAL/S. Rasche
Der Standort des Wasserverbandes Lausitz WAL im Osten Lauchhammers (in der Straße „Zum Wasserturm“) nimmt im Verbandsgebiet eine besondere Stellung ein. Und zwar aus technisch-physikalischer Sicht. Hier entsteht ein Hochbehälter (Trinkwasserspeicher), der für das physikalische System „Leitungsnetz“ von entscheidender Bedeutung ist.
Die komplett neue Versorgungsleitung Lauchhammer-Schipkau, die hier nun ihren Anfang nehmen wird, ist zunächst ein Lückenschluss. Das bedeutet, bildlich gesprochen, aus einer Sackgasse wird eine Durchfahrtstraße. Und das bringt den wesentlichen Vorteil mit sich, dass – im Falle des Falles – auch in diesem Bereich des Verbandsgebietes jeder Ort sein Trinkwasser zuverlässig aus zwei Richtungen erhalten kann. Dies ist eine wichtige Redundanz. Doch nicht nur das. Sollten dort in Zukunft Leitungsabschnitte erneuert werden, können selbst kürzeste Unterbrechungen vermieden werden.
Die Verbindungsleitung von der Druckerhöhungsstation (DE) Lauchhammer in Richtung Schipkau wird in zwei Bauabschnitten errichtet. Zunächst geht’s aus der Ortslage Lauchhammer hinaus in Richtung Kostebrau. Danach ist der Abschnitt von Kostebrau nach Schipkau an der Reihe.
Für die Notwendigkeit dieser Verbindungsleitung führt WAL-Verbandsvorsteher Christoph Maschek zwei gleichberechtigte Gründe an. „Wir werden zukünftig über diese Leitung das Gewerbegebiet Schipkau-Schwarzheide versorgen und damit unseren Beitrag leisten, hier Ansiedlungen von Unternehmen zu ermöglichen.“ Der ehemalige Sonderlandeplatz bietet auf einer Fläche von insgesamt ca. 120 Hektar Platz für Industrie und Gewerbe. „Außerdem wird diese Leitung den Wasserdruck im Gesamtsystem des ‚Trinkwasserverbundes Lausitzer Revier‘ erheblich stabilisieren.“
Ein Hochpunkt im System ist die Druckerhöhungsstation Lauchhammer. Dank der geodätischen Höhe von ca. 40 Metern über dem südlicher gelegenen Wasserwerk Tettau kann das Trinkwasser besonders energieeffizient nach Senftenberg und ins Verbandsgebiet (hinab) fließen.
Eine Druckerhöhungsstation wird derart geplant, dass sie die Höhendifferenz bis zur höchsten Entnahmestelle oder zur nächsten Druckerhöhungsstation bewältigt. Je mehr Druck für den Weg notwendig ist, desto höher muss der Energieeinsatz sein.
Der zweite Hochpunkt im System ist der Hochbehälter Skaska, der sogar 90 Meter über dem Wasserwerk Tettau liegt. „Diese beiden Punkte – Skaska und Lauchhammer – werden aktiv genutzt, um den Druck im Versorgungssystem auszupegeln“, erläutert Christoph Maschek.
Noch vor dem Jahresende soll die technisch anspruchsvolle Passage durch Lauchhammer gemeistert sein. Stadt und Land nutzen die sich bietende Gelegenheit, anschließend die Frei-frau-von-Löwendal-Straße an der Oberfläche komplett zu erneuern.
„Darum geht es ja. Wenn wir Geld für das Verbandsgebiet in die Hand nehmen, sollten sich Vorteile für mehrere Seiten ergeben“, betont der Verbandschef den für jede Investition angestrebten Idealfall. „Alles andere ist in unserer Zeit mit den unter Druck stehenden kommunalen Haushalten gar nicht mehr darstellbar.“ Angelehnt an den berühmten Schlachtruf der Musketiere heißt es also: Alle für eine gemeinsame Sache! Sprich, mehr Lebensqualität in unserer Region.
Das trifft auch auf den zweiten Bauabschnitt zu. Denn über der vorgesehenen Wassertrasse des WAL soll der zukünftige Radweg Kostebrau–Schipkau verlaufen. Der exakte Verlauf wird derzeit von den Kollegen des Wasserverbandes mit den beteiligten Kommunen Lauchhammer und Schipkau gemeinsam geplant. Voraussichtlich verläuft sie hauptsächlich straßenbegleitend, aber auch unter sogenannten Wirtschaftswegen durch den Wald. „Diese Investition des WAL wird einmal mehr dem Anspruch kommunaler Unternehmen gerecht, Kräfte zu bündeln und die regionale Wertschöpfung anzukurbeln“, freut sich Christoph Maschek über die zu erwartenden, konkreten Verbesserungen vor Ort.
Über die angepackte Verbindungsleitung hinaus wird der WAL in diesem Jahr noch einen weiteren „ersten“ Spatenstich erleben, und zwar für den Neubau einer energieautarken Druckerhöhungsstation – am Wasserturm Lauchhammer (die WASSERZEITUNG berichtete). Eine Photovoltaik-Anlage mit zugehörigem Stromspeicher wird den energieeffizienten Betrieb der beiden Trinkwasser-Behälter mit einem Volumen von jeweils 2.500 Kubikmetern sicherstellen.
Und apropos. Neben Lauchhammer wird auch in Allmosen noch in diesem Jahr der Bau einer neuen Druckerhöhungsstation mit demselben Volumen wie in Lauchhammer angepackt. Die Planung für den Erdbehälter – er liegt also unterirdisch – ist nahezu abgeschlossen.