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Author: wz_admin

Versickern

 



Versickern gegen Hochwasser und Dürre

Immer mehr Fläche gilt in Deutschland als versiegelt. Weil dies den Wasserkreislauf ­negativ beeinflusst, gibt es seit einigen Jahren Bemühungen umzudenken und wieder zu entsiegeln. Das funktioniert auf vielen Wegen.

Wenn gebaut wird – egal ob Straßen, Gebäude oder Parkplätze – kann auf diesen Flächen Niederschlag nicht mehr so versickern wie auf Rasen oder im Wald. In Deutschland wurden im Jahr 2022 rund 5,2 Millionen Hektar solchen Siedlungs- und Verkehrsflächen zugerechnet. Dies entspricht 14,5 Prozent der Gesamtfläche des Landes. Etwa 45 Prozent davon sind versiegelt. Das heißt etwa 6,5 Prozent der Fläche Deutschlands ist bebaut, betoniert, asphaltiert, gepflastert oder anderweitig befestigt. Das Wasser kann hier nur abfließen, aber nicht mehr oder nur zu einem signifikant geringeren Maße versickern.

Breite Fugen sorgen dafür, dass zwischen den Pflastersteinen das ­Wasser wieder besser versickern kann und Wege dennoch befestigt bleiben.
Foto: LfULG

Dürre und Starkregen

Verstärkt durch die Klimaveränderungen mit langanhaltenden Dürrephasen sowie punktuellen Starkregen, statt regelmäßigem Landregen, hat dies gravierende Folgen. Wo nichts versickern kann, speichert der Boden kein Wasser. Die Grundwasserneubildung wird gestört. Kommt Regen geballt, kann das Wasser nicht so schnell abfließen, wie es vom Himmel fällt und die Wassermengen überlasten die Kanalisation. Selbst unversiegelte Böden verlieren in Dürreperioden an Versickerungsfähigkeit und können das Wasser nicht schnell genug aufnehmen. Überschwemmungen in Siedlungsgebieten fernab von Fließgewässern sind eine Folge. Jeden Tag kommen in Deutschland 52 Hektar für bauliche Nutzungen dazu. Das entspricht etwa 72 Fußballfeldern. In Sachsen waren es zwischen 2020 und 2023 im Mittelwert 4,3 Hektar pro Tag. Dies soll reduziert werden. Sachsen strebt eine Reduktion auf unter zwei Hektar pro Tag an. Bundesweit wurde das tägliche Ziel von unter 30 Hektar bis 2030 gesetzt.

Zurückhalten in Städten

Um die Situation zu entschärfen, beschäftigen sich Kommunen seit ein paar Jahren mit Entsiegelung. Es werden versiegelte Flächen wieder aufgebrochen und durch Oberflächen ersetzt, die einen besseren Versickerungsgrad trotz Bebauung haben, etwa indem sie durch Kiesschichten oder poröse Pflastersteine und breite durchlässige Fugen oder komplett entsiegelt und bepflanzt werden. So gibt es Projekte, um Wasser im städtischen Siedlungsbereich aufnehmen zu
können. Elemente solcher Schwamm­städte sind Gründächer, entsiegelte Innenhöfe, die bepflanzt und mit Rigolen, Zisternen oder Regentonnen bestückt werden, um bereits im Kleinen Regenwasser zurückzuhalten. Das gespeicherte Regenwasser steht Pflanzen zur Verfügung, sodass diese nicht mit wertvollem Trinkwasser während der Dürre gewässert werden müssen.

Mitbedenken beim Neubau

Derzeit liegt es an den Kommunen bei Neubebauung Elemente des Baurechts zu aktivieren. Oft werden sie durch die Kanalsysteme, die an ihre Grenzen stoßen, hier aktiv. Das Baurecht gibt noch keine verpflichtenden Richtlinien vor, hat aber bereits Vorgaben, derer sich Kommunen bedienen können. Ein Anreiz für Privatmenschen wie auch Firmen als Einleiter ist, dass die Niederschlagsgebühren durch Entsiegelung größerer Flächen positiv beeinflusst werden können. Denn: Wasser, das versickert, landet nicht im Kanal und auf der Kläranlage.

Auch Gitter zur Befestigung eines Parkplatzes können eine Lösung sein, um zuvor betonierte Flächen zu entsiegeln.
Foto: LfULG


„Jeder Quadratmeter zählt“

Marlene Pollok arbeitet beim sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) im Team Mitteldeutsches Revier des Kompetenzzentrums Klima, mit dem Einsatzgebiet der Landkreise Nordsachsen und Leipzig sowie der Stadt Leipzig. Ihre Arbeit unterstützt Kommunen, direkt vor Ort Ideen im Bereich Klimaanpassung zu entwickeln und umzusetzen.

Foto: LfULG
Warum ist es so mühsam Entsiegelung ­voranzutreiben?

Marlene Pollok: Wir sind schnell beim Thema Nutzungskonflikte. Wir wollen die Flächen oft unterschiedlich nutzen. Gerade in urbanen Gebieten ist der Flächendruck sehr hoch. Man muss genau gucken, wie dennoch Versickerung möglich ist. Wenn wir der Entwicklung der Neuversiegelung entgegenwirken wollen, müssten wir täglich mindestens in der gleichen Größenordnung entsiegeln. Das passiert noch nicht. Die Entwicklung läuft noch in die andere Richtung. Am Ende wird es die Summe machen. Weil jeder Quadratmeter zählt.

Was ist das Problem bei versiegelten Flächen?

Wir haben den Straßenbau und öffentliche Plätze, da kommt sehr schnell sehr viel Wasser im Niederschlagsfall zusammen. Durch die zunehmenden Starkregenereignisse wird das Problem so richtig sichtbar. Ich denke, dass man auch bei Privaten ansetzen muss. Aber die Kommunen sollten immer mit gutem Beispiel vorangehen. Bei öffentlichen Plätzen haben wir den Ideenwettbewerb. Da sieht man, dass der Wunsch vorhanden ist, etwas zu machen. Das Wasser ist zu kostbar, um es nur abzuleiten, teuer über die Kläranlage zu pumpen und aufzubereiten. Und dann müssen wir bei Dürre mit Trinkwasser wässern. Das können wir uns nicht mehr leisten. Wenn was kommt, müssen wir es zurückhalten und im Boden speichern. Wir müssen uns fragen, wo die Stellschrauben sind. Entsiegelung ist ein Baustein. Es ist ein kluges Haushalten mit der Ressource Wasser gefragt.

Für wie effektiv halten Sie solche Maßnahmen?

Wenn ich nicht die Hoffnung hätte, dass es in der Summe zumindest die Folgen abmildert, dann würde ich nicht mehr in diesem Bereich arbeiten. Das ist, was uns antreibt und motiviert. Es ist an vielen Stellen inzwischen das Bewusstsein da. Das macht Hoffnung. Wir müssen aber schneller werden. Das Zeitfenster wird immer kleiner. Je länger wir warten, desto teurer werden die Folgen.


Zwei Gewinner des Ideenwettbewerbs

In Naunhof und Belgers­hain wird es konkret. Die Kommunen konnten mit ihren Konzepten zur Entsiegelung beim Ideenwettbewerb Klima des Landes überzeugen und werden nun mit jeweils 50.000 Euro unterstützt.

Auf dem Naunhofer Marktplatz soll der Bereich rund um eine derzeit noch gepflasterte und unbeschattete Bushaltestelle zur ­„Grünen Pause“ einladen. Entsiegelung in Teilbereichen, begrünte Pergola über Sitzbänken, ein Baum sowie insektenfreundliche Pflanzen sollen eine kleine Oase entstehen lassen. In Belgershain werden rund 1.000 Quadratmeter in Angriff genommen. Dort soll der Schulhof der Grundschule besser beschattet werden. Denn der komplett asphaltierte Platz heizt sich in der Sommersonne unangenehm auf und bei Regen bildet sich eine Pfützenlandschaft. Teil des Plans: Bäume, abwechslungsreiche Aufenthaltsbereiche und Versickerungsmulden.

Mehr Infos zum Ideen­wettbewerb Klima

  • Schulhof der Grundschule in Belgershain

    Foto: LfULG

  • Bushaltestelle am Naunhofer Marktplatz

    Foto: LfULG

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Unsere Mark in Mini und Maxi

 



Brandenburg

Unsere Mark in Mini und Maxi

Ob nun der Park Sanssouci in Potsdam (UNESCO-Weltkulturerbe) oder das grüne Fürst-von-Pückler-Paradies rund um Schloss Branitz in Cottbus – Brandenburg bietet beeindruckende Parkanlagen zum Flanieren und Genießen. Wer jedoch für seinen Ausflug etwas mehr zum Gucken oder sogar Action sucht, dem seien die folgenden „besonderen“ Ziele ans Herz gelegt.

  • ➊  Kleiner Spreewald Wahrenbrück

    Im Naturpark „Niederlausitzer Heidelandschaft“ gelegen, prägen Bruchwälder und weite Grünlandflächen die Landschaft des „Kleinen Spreewaldes“. Weidenzweige streifen sanft die weit verzweigten Wasserwege der Kleinen Elster, die bald in die Schwarze Elster mündet. Hier geht man, genauso wie im richtigen Spreewald, mit einem Kahn auf Entdeckungstour. Anschließend empfiehlt sich ein Besuch der historischen Elstermühle von 1248.
    Foto: LKEE/Andreas Franke

    Am Park 1
    04924 Wahrenbrück
    Tel.: 0159 06317098
    Mail: mickysparkidylle@gmail.com
    Anfahrt nur mit Auto
    Kahnfahrten nur unter Voranmeldung
    Preis: 8€ pro Person (ab 8 bis 22 Pers.)
    Private Kahnfahrt 64€ bis 8 Personen

  • ➋  Japanischer Bonsaigarten

    Als Kind faszinierte ihn das Bonsai-Buch seiner Mutter, als junger Mann unternahm Tilo Gragert eine Studienreise zu den großen Bonsaimeistern nach Japan. Der Weg zur Eröffnung seines fern- östlichen Kleinods in Ferch am Schwielowsee 1996 war geebnet. Mehr als 1.000 Bonsaibäume sind mittlerweile in dem „Zentrum japanischer Kunst und Kultur“ zu bewundern, manche bis zu 180 Jahre alt. Im Frühling bezaubern über 200 Azaleen im typischen Rot.
    Foto: Japanischer Bonsaigarten/Katja Gragert

    Fercher Str. 61 (Mittelbusch)
    14548 Schwielowsee
    Tel.: 033209-72161
    E-Mail: bonsai-haus@gmx.de
    Instagram: @japanischerbonsaigarten

    Eintritt: 7€ (Erw.), 3€ (Kinder 3)
    Öffnung: bis einschließlich 24.10.2025
    Mittwoch bis Sonntag sowie an ges. Feiertagen
    von 11 bis 18 Uhr (letzter Einlass 17 Uhr)

    www.bonsai-haus.de

  • ➌  Optikpark Rathenow

    Von der Landesgartenschau 2006 im Havelland blieb – am selben Ort – der Optikpark bestehen. An Land locken optische Phänomene und interaktive Installationen, auf dem Altarm der Havel verspricht eine Floßfahrt traumhaftes Schweben durch die diverse Flusslandschaft. Übrigens, der Leuchtturm stand von 1990 bis 1997, ursprünglich in gelber Farbe, auf der Mittelmole der Hafeneinfahrt in Warnemünde.
    Foto: Optikpark Rathenow

    Schwedendamm 1
    14712 Rathenow
    Tel.: 0 33 85 / 49 85 0
    https://www.optikpark-rathenow.de
    E-Mail: 
    info@optikpark-rathenow.de
    Instagram: @optikpark_rathenow

    Eintritt: 6 € (Erw.), 4,50 € (Ermäßigt), 2€ Kinder
    Öffnung: bis 05. Okt 2025, 9:00–18:00 Uhr

    Tipp: Serenade unterm Sternenhimmel
    16.08.2025, 19:30

  • ➍  Tier- und Freizeitpark Germendorf

    Ihren Kindern wird auf Exkursionen schnell langweilig? Hier nicht – versprochen! Schauen Sie putzigen Erdmännchen oder Affen beim Toben zu, besuchen exotische Tiere, staunen über 90 Dinosaurier in Lebensgröße (!), rasten an Spielplätzen oder springen sogar noch zum Baden in einen See. Der Tier- und Freizeitpark Germendorf bei Oranienburg ist ein abwechslungsreicher Traum für jeden Nachwuchs. Probieren Sie es aus!
    Foto: SPREE-PR/Stapel

    An den Waldseen 1a
    16515 Oranienburg
    Tel.: 03301 3363
    Instagram: tierparkgermendorf
    E-Mail: info@freizeitpark-germendorf.de
    Eintritt: 7 € (Ertw.), 4 € (Ermäßigt)
    Öffnungszeiten: Apr bis Sep 9.00–19.00 Uhr

    1. Tierparkfest: 16. Aug. 2025, 10:00–19:00 Uhr

    freizeitpark-germendorf.de

  • ➎  Südwestkirchhof Stahnsdorf

    Als eines der wichtigsten Park- und Landschaftsdenkmale in Brandenburg gehört das rund 206 Hektar große Areal ebenso zu den herausragenden Begräbnisstätten der Welt. Der zweitgrößte Friedhof Deutschlands steht aufgrund seines Waldcharakters sowie der Vielzahl historisch wertvoller Grabmäler, Mausoleen und Friedhofsbauten in der brandenburgischen Denkmalliste. Selbst Filme (,,Der Ghostwriter‘‘, ,,Dark‘‘) wurden hier gedreht.
    Foto: SPREE-PR/Arbeit

    Bahnhofstraße 2
    14532 Stahnsdorf
    Tel.: 03329 614106
    Instagram: @foerderverein_swk
    E-Mail: info@suedwestkirchhof.de
    Freier Eintritt vom 1.3. bis 30.9., 7–20 Uhr

    Tipp: Jubiläumsfest „25 Jahre Förderverein“

    12.07.2025, 16–22 Uhr

    www.suedwestkirchhof.de

  • ➏  Erlebnis- und Miniaturenpark Elsterwerda

    Vom nahen Renaissance-Schloss Doberlug bis zu Industriebauten: Über 150 maßstabsgetreue und detailgenaue Modelle historischer Gebäude aus der Region Elbe-Elster und angrenzender Gebiete präsentiert die „Kleine Lausitz“. Wer das über 30.000 m² große Gelände nicht zu Fuß erkunden will, kann mit der Parkeisenbahn eine Runde drehen und dabei auch die über 200 Jahre alte Bockwindmühle bestaunen.
    Foto: LKEE/A. Franke

    Furtbrückwiese 1
    04910 Elsterwerda 
    Tel.: 016090181838
    E-Mail: herrkeda@t-online.de
    Instagram: @miniaturenpark_elsterwerda

    Eintritt: 3€ (Kinder 6-11), 10€ (Erw.)
    Öffnung: Mi–Sa 10:00–18.00 Uhr

    Tipp: Classic Open Air 2025 
    16.08.2025, Eintritt frei

    miniaturenpark-elsterwerda.de

  • ➐  Wildpark Schorfheide

    Wölfe, Elche, Luchse – auf sieben Kilometer langen Wanderwegen können sowohl ausgesprochen wilde Tiere als auch genügsamere ursprüngliche Haustierrassen beobachtet werden. Bei Groß Schönebeck, sorgfältig in die Landschaft eingefügt, liegt der Wildpark im größten zusammenhängenden Waldgebiet Deutschlands, dem Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin. Nehmen Sie sich Zeit! Rast- und Picknickplätze erwarten Sie.
    Foto: SPREE-PR/Arbeit

    Prenzlauer Straße 16
    16244 Schorfheide OT Groß Schönebeck
    Tel.: 033393-65855
    Instagram: @wildpark_schorfheide
    E-Mail: info@wildpark-schorfheide.de

    Tipp: Vollmondwolfsnacht
    11.07. + 12.07.2025, 19:00–23:00 Uhr

    www.wildpark-schorfheide.de

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Die WASSERZEITUNG – mit „30“ so jung wie nie!

 



Foto-Montage: SPREE-PR/Arbeit

Brandenburg

Die WASSERZEITUNG – mit „30“ so jung wie nie!

1995 schlägt die Geburtsstunde der WASSERZEITUNG. Gleich vier junge kommunale Unternehmen der Siedlungswasserwirtschaft tun sich in Brandenburg zusammen, um die Bürgerinnen und Bürger über ihre Arbeit zur Daseinsvorsorge auf dem Laufenden zu halten. Bis zum 30. Geburtstag haben sich die Themenschwerpunkte erheblich verschoben. Und eine neue Generation Wasserfachleute übernimmt das Ruder. Drei von ihnen stellen wir vor.

In idyllischer Lage vor den Toren der Stadt wacht ein kleines Team des Herzberger Wasser- und Abwasserzweckverbandes (HWAZ) über den steten Fluss aus seinem größten Wasserwerk. Einer der Facharbeiter ist Dominik Schädel (25). Zu einem Interview über den Wert des Wassers war er sofort bereit. Denn: „Nicht jeder sieht im Wasser das Lebensmittel Nr. 1“, seufzt der gelernte Anlagenmechaniker mit Abschluss an der renommierten Cottbuser Lehrwerkstatt der LWG und pickt eine schlechte Angewohnheit vieler heraus: „Man muss das Wasser nicht einfach weglaufen lassen. Stichwort defekte Klospülung. Tut ja auch dem Geldbeutel nicht gut.“

Weil Wasser längst mehr als ein „Job“ für Dominik ist, startete er im Frühjahr seine Meister-Ausbildung. „Die Planung von Baustellen und Arbeitsabläufen gefällt mir einfach gut.“ Bei seinen Chefs lief er mit dem Weiterbildungswunsch offene Türen ein. Die Kosten werden übernommen, lernen darf der Kollege auch schon mal während der Arbeitszeit. „Schule ist Freitagabend und Samstagvormittag – das schlaucht schon, ist aber kompensierbar!“

Checkt Eure Möglichkeiten!

Für den Leiter Trinkwasser des TAZV Oderaue (Eisenhüttenstadt) liegt die Meisterschule schon ein paar Jahre zurück. Auch Daniel Friedrichs (27) Wunsch nach Weiterbildung hörte die Verbandsleitung nur allzu gerne – motivierter Nachwuchs wird auf allen Leitungsebenen dringend gebraucht. Die Meisterschule formt das Verhältnis der gelernten Fachkraft für Wasserversorgungstechnik zum Lebensmittel Nr. 1 weiter: „Das große Ärgernis ist für mich immer, wenn Menschen das Wasser als zu selbstverständlich nehmen! Das ist es nicht.“ Neben dem Job trifft der Trinkwasser-Experte junge Leute in seinem Ehrenamt als Fußballtrainer. Und wirbt dabei gerne für die Wasserwirtschaft: „Ich kann baldigen Schulabgängern nur dringend ans Herz legen, rechtzeitig ein Praktikum zu machen und die eigenen Möglichkeiten zu checken. Von der Aufbereitung bis zur Beförderung zu den Kunden – die Wasserwirtschaft ist so abwechslungsreich, da kommt keine Langeweile auf.“

Bewusst mit Wasser umgehen

Siiri Werner (36) brachte vor 13 Jahren ein „Glücksfall“ an den Senftenberger See. Eine Bewerberin für die Ausbildung zur Industriekauffrau hatte abgesagt und ihr damit die Chance für die ersehnte Lehre eröffnet. „Das Gespräch war absolut positiv“, erinnert sich die gebürtige Thüringerin an den Beginn ihrer Karriere bei WAL-Betrieb, dem Betriebsführer vom Wasserverband Lausitz (WAL). „Ich wollte gerne erfolgreich beweisen, was ich kann. Und mit dem Thema Wasser verbinde ich nur Positives. Das ist ein Grundbedarf, der immer da sein muss.“ Auch für Siiri Werners kleine Tochter. Nach der Mutterzeit startet die Facharbeiterin 2019 durch – als Leiterin des Kundenservices. „Es gab hier sehr flexible Regelungen für die Arbeitszeit, die einem das Leben wirklich leichter machen.“ Ihr Blick geht nun nach vorn, mit einer Weiterbildung zur Wirtschaftsfachwirtin. „Wir brauchen smarte Lösungen für die Versorgung. Dabei müssen wir auch an unsere Kinder und Enkel denken und bewusst mit Wasser umgehen.“

Die kompletten Interviews mit Dominik Schädel (links), Daniel Friedrich und Siiri Werner hören Sie ab dem 23. Juni in unserem Podcast „WASSER ZEITUNG“.

Kommentar: Ob analog oder digital – Die WASSERZEITUNG bleibt wichtig

Der digitale Raum und ich – wir sind zusammen groß geworden. Als Millennial erlebte ich die rasante Entwicklung der Informationstechnik von klein auf. Apropos Information: Lange war ja die gedruckte Zeitung private Wissensquelle Nummer 1. Und sie findet auch in meiner Generation durchaus noch ihren berechtigten Platz. Für die Öffentlichkeitsarbeit unseres Wasserverbandes ist es mir jedoch ein Anliegen, dass wir unsere Kundinnen und Kunden überall dort erreichen, wo sie sich komfortabel informieren – auch online. Das Lebensmittel Nummer 1, als existenzielles Produkt der Daseinsvorsorge, braucht unsere Aufmerksamkeit. Die WASSERZEITUNG zeigt auf, wie Ver- und Entsorgung auf höchstem Niveau und 24/7 zuverlässig funktionieren – heute, morgen, übermorgen. Als analoges, gedrucktes Blatt oder unter www.wasserzeitung.info bietet sie unentbehrliches Wissen über unser Lebenselixier. Und zeigt dabei auf, wie „Wasser“ auch zu deinem Traumberuf werden kann. 

Sebastian Wilhelm,
ZVWA Fürstenwalde/Spree

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Schulzendorfer verhüllte vor 30 Jahren den Reichstag

 



Foto-Montage: SPREE-PR/Petsch; privat

Brandenburg

Schulzendorfer verhüllte vor 30 Jahren den Reichstag

Robert Jatkowski liebt die Höhen – in jeder Hinsicht. Der ehemalige Kletterer hat viele Herausforderungen gemeistert. Die größte war ohne Zweifel die Verhüllung des Reichstags. Damit verwirklichte Jatkowski nicht nur eines der ambitioniertesten Projekte des Künstlerehepaares Christo und Jeanne-Claude, sondern verhalf einem gesamten Berufszweig zum Durchbruch.

Industriekletterer – das sind diejenigen, die an Fassaden, Brücken oder Windrädern arbeiten und dabei nicht auf Gerüsten stehen, sondern in Seilen hängen. Robert Jatkowski lächelt. Denn im wunderschönsten Bürokratendeutsch heißt das natürlich anders: „seilunterstütztes Zugangsverfahren“. „Klettern klingt für die Berufsbaugenossenschaft einfach zu sehr nach Abenteuer“, erklärt er die absurde, aber typisch deutsche Berufsbezeichnung. Seine Firma „Hi.work“ mit Sitz in Hoppegarten im Landkreis Märkisch-Oderland ist spezialisiert auf solche Höhenarbeiten, vor allem an Windkraftanlagen.

Doch angefangen hat alles mit einem geschichtsträchtigen Gebäude – dem Reichstag in Berlin. 1994 gab der Bundestag grünes Licht für das Vorhaben von Christo und Jeanne-Claude, den Reichstag zu verhüllen – von Kletterern.

Robert Jatkowski, der schon seit Jahren auf hohe Berge kraxelte, besserte zu dieser Zeit als sogenannter Fassadenkletterer die bröckligen Gründerzeitmauern im Prenzlauer Berg aus. Er fand das Vorhaben der Christos spannend, bewarb sich kurzerhand, gemeinsam mit seinem Freund und Kollegen Frank Seltenheim. Die beiden jungen Ostberliner bekamen den Auftrag. Sie dirigierten 90 Kletterer und 200 Montagehelfer, die das Reichstagsgebäude in nur einer Woche hinter 100.000 Quadratmetern des berühmten silbernen Stoffes verschwinden ließen.

„Ja, und dann wurden wir mehr oder weniger von unserem Erfolg eingeholt“, erinnert sich Robert Jatkowski. Gemeinsam mit Seltenheim gründete er noch 1995 die Firma Seilpartner und sorgte dafür, dass der Job des Höhenarbeiters in der Bundesrepublik offiziell anerkannt und damit legalisiert wurde. Seilpartner war an vielen spektakulären Bauprojekten beteiligt: am Airbuswerk in Finkenwerder, am Cargo-Lifter – dem heutigen Tropical Island, am Hauptbahnhof in Berlin und am ehemaligen Sony-Center am Potsdamer Platz. Die Firma blieb auch Christo und Jeanne-Claude verbunden und war in weitere Verhüllungsprojekte involviert – z. B. bei „The Gates“ im New Yorker Central Park oder bei den „Floating Piers“ auf dem Iseosee in Italien.

Die Firmengründer profitierten von ihrem Erfolg bei der Reichstagsverhüllung und blieben ihrem Kletterer-Image selbst bei Treffen mit großen internationalen Unternehmen treu: „Wir sind nicht im Anzug zu Vertragsverhandlungen hin, immer mit Jeans und Sweatshirt – betont anders halt“, beschreibt Robert Jatkowski ihr besonderes Erscheinen.

Vor zwei Jahren musste Seilpartner den angestammten Sitz im Prenzlauer Berg aufgeben. „Aufgrund der bekannten Problematik: Gebäude verkauft, Mieten hochgegangen“, zuckt Jatkowski die Schultern. Die Wege der beiden Gründer trennten sich. Er entschied sich, mit dem Windkraftbereich nach Brandenburg zu gehen. Der gelernte Bootsbauer hatte diesen Bereich schon 1996 aufgebaut: „Ich habe damals mitbekommen, dass die Rotor-Blätter aus demselben Glasfaser-Kunststoff sind wie die meisten modernen Boote. Da kannte ich mich aus. Und so waren wir weltweit die erste Firma, die mit Seiltechnik an diesen Windkraftanlagen gearbeitet hat.“

Er fühlt sich im Speckgürtel von Berlin inzwischen viel wohler als im Prenzlauer Berg. „Hi.work“ hat hier im Gewerbegebiet von Hoppegarten beste Bedingungen. Und privat ist Robert Jatkowski schon lange Brandenburger: Seit 20 Jahren lebt er gemeinsam mit seiner Frau in Schulzendorf. „Ich muss jetzt noch vielleicht zwei, drei Mal im Monat in die Stadt und bin immer froh, wenn ich wieder zu Hause bin.“

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Warum braucht Wasser Öffentlichkeitsarbeit?

 



Stefan Bröker von der DWA (r.) und WZ-Podcaster Klaus Arbeit bei ihrem launigen Treffen in Berlin.

Foto: SPREE-PR/Petsch

Brandenburg

Warum braucht Wasser Öffentlichkeits­arbeit?

Vor genau 30 Jahren erschienen im Land Brandenburg die ersten Ausgaben der WASSERZEITUNG. Aus vier Herausgebern in einem Bundesland sind unterdessen mehr als 65 Herausgeber in sieben Bundesländern geworden. Die dominierenden Themen in dem nach wie vor werbe- und anzeigenfreien Kundenblatt haben sich über die Jahre stark verändert.

Aber eine Grundwahrheit bleibt im Laufe der Zeit bestehen: Auf den Wert des Lebensmittels Nr. 1 hinzuweisen, kommt niemals aus der Mode. Das findet auch Diplom-Volkswirt Stefan Bröker, Leiter der Stabsstelle Kommunikation und Medien bei der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. (DWA). In unserem Gesprächsformat äußert sich der gebürtige Bielefelder und leidenschaftliche Wasser-Fan auch dazu, was die neue Bundesregierung in Sachen Daseinsvorsorge durchblicken lässt. Er erläutert, dass ihn der Gegenwind bei der Kommunalabwasserrichtlinie nicht überrascht und wie er damit umgeht. Und er stimmt zu, dass kein Kontakt der Wasser-/Abwasser-Zweckverbände so wichtig ist wie der zur jüngsten Generation Wassertrinker!

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Eine grüne Fassade schont Klima und Geldbeutel

 



Begrünte Fassaden verleihen Gebäuden einen natürlich-romantischen Charme.
Foto: fassadengruen.de

Mecklenburg-Vorpommern

Eine grüne Fassade schont Klima und Geldbeutel

Wow, ein Wandgarten! In diesem Text lernen Sie ganz neue Seiten an Efeu, Clematis und Blauregen kennen. Die schwindelfreien Kletterer würden Ihrem Haus nämlich in vielerlei Hinsicht gut stehen, findet unsere Redakteurin Kathrin Wöhler.

Die Jungfernrebe lässt ihre Triebe wie Ponyfransen in den Torbogen fallen, im Efeu nistet ein Grünfink und die Kletterhortensie belohnt den Geduldigen mit ihren hübschen Blütentellern. Nicht umsonst nennt man begrünte Fassaden auch Wandgärten. Wer sich für eine grüne Wand entscheidet, hat die Qual der Wahl. Sind Blüten erwünscht? Mit welcher Blattfarbe, wie hoch, wie wüchsig, wie dicht wünscht sich der künftige Wandgärtner seine Fassadenbegrünung?

Kühlung für heiße Sommer

Wie auch immer die Entscheidung ausfällt, die Vorteile überwiegen die begleitenden Anstrengungen um Längen. Findet zumindest der Naturschutzbund (Nabu), der vor allem den wärmedämmenden und -speichernden Effekt der Pflanzen hervorhebt. So erwärmen sich begrünte Wände im Sommer höchstens bis auf 30Grad – an kahlen Wänden können Temperaturen bis 60 Grad gemessen werden. Im Winter wiederum kühlen diese schnell bis auf minus 10Grad. Mit wintergrünen Pflanzen wie Efeu bewachsene Flächen bleiben hingegen fünf Grad wärmer, weil die Blätter ein dämmendes Luftpolster bilden, erklärt der Nabu. Hauseigentümer sparen also bares Geld, weil Heizung und Klimaanlage einen Gang runterschalten können.

Ernte direkt am Haus

Und wussten Sie schon? An heißen Tagen zirkuliert die Luft durch die Temperaturunterschiede zwischen einer beschatteten Wand und der heißen Sommerluft – das wirkt etwa auf einem efeuumrankten Balkon wie ein sanfter Fächer. Hinzu kommen das leise Rauschen der Blätter und deren leichte Lärmdämpfung. Die grünen Kletterer und Schlinger haben also nicht nur auf Gebäude, sondern auch auf manch überhitztes Gemüt einen positiven Einfluss.
Soweit die Fakten.

Hinzu kommt jedoch ein Argument, das, zugegeben, nur im Auge des Betrachters liegt: Ein Wandgarten steht den meisten Gebäuden ausgesprochen gut. Der alte Schuppen schmückt sich mit den Blüten einer Clematis, der schmutzige Putz trägt ein Ramb-lerrosenkleid, und das Landhaus macht viel mehr her, seit der Spalierapfel blüht. Auf diese letztgenannte Art kann die Mühe, die eine Fassadenbegrünung durch Schnitt, Pflege und den eventuell nötigen Einsatz von Kletterhilfen bereitet, sogar Früchte tragen. Mit dem richtigen Standort reifen zum Beispiel Kirschen, Wein und Birnen an den Wänden heran, wobei kaum Platz benötigt wird.

Der Leipziger Sven Taraba gilt als Experte für Fassadenbegrünung. Er berät bundesweit Eigenheimbesitzer, verkauft passende Pflanzen und Rankhilfen und hat seine grüne Handschrift auch schon an vielen öffentlichen Gebäuden hinterlassen.

Foto: Privat

Herr Taraba, was sagen Sie zu Schäden an den Hauswänden durch einwachsende Kletterpflanzen?

Selbstklimmer halten sich mit kleinen Saugnäpfen, Klimmhaaren und Haftwurzeln an der Fassade fest. Dazu nutzen sie winzige Unebenheiten in den Mauern. Solange Putz und Mörtel intakt sind, passiert den Wänden nichts. Schäden wie Risse können jedoch durch das Dickenwachstum zum Beispiel von Efeu und Würger wie den Blauregen verschlimmert werden.

Was ist mit Schimmel?

Das dürfte kein Problem sein. Die Pflanzen entziehen dem Boden über ihre Wurzeln permanent Wasser, sodass die Mauerfüße gut trocken gehalten werden. Wir begrünen deshalb sogar Neubauten, die Pflanzen tragen dann aktiv zur Bautrocknung bei.

Muss ich nicht ständig mit Tieren rechnen, die in den Pflanzen leben und durch mein Fenster ins Haus gelangen?

Natürlich – das ist Natur! Vögel nisten darin, fressen die Beeren und die dort lebenden Insekten. Bienen mögen zum Beispiel die Blüten von wildem Wein, Spinnen und Ameisen finden ebenfalls reichlich Nahrung in den Kletterpflanzen.

Was kann ich dagegen unternehmen?

Greifen Sie zur Gartenschere und schneiden Sie sich eine Sicherheitszone um Ihre Fenster. So vermeiden Sie auch die zumeist unerwünschte Beschattung.

Auf wie viel Aufwand muss ich mich einstellen?

Das kommt ganz darauf an, für welche Pflanzen Sie sich entscheiden. Natürlich brauchen alle Pflege, anfangs Wasser, Dünger und unter Umständen Kletterhilfen, später regelmäßige Rückschnitte. Obstspaliere gelten hier als Königsdisziplin. Sie sollten sich diesbezüglich sorgfältig informieren, beispielsweise auf meiner Website fassadengruen.de. Aber letztlich sind Pflanzen an Fassaden kein Hexenwerk, wachsen Sie als Gärtner an dieser Aufgabe einfach mit Ihrem Wandgrün mit.

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Was so eine Pusteblume alles kann

 




Die Pusteblume ist kopfüber im Wasser: Die Samenstände werden vom Wasserdruck zusammengedrückt.
Foto: SPREE-PR/Friedel


Nach dem kurzen Wasserbad: Die Löwenzahnsamen sind noch intakt und trocken, weil die Samen wasserabweisend sind.
Foto: SPREE-PR/Friedel

Zaubertrick

Was so eine Pusteblume alles kann

So geht’s:

Fülle Wasser in ein Glas und tauche die Pusteblume senkrecht komplett ins Wasser. Du glaubst, jetzt hast du den weißen Blütenball ruiniert? Nun ja, zunächst sieht er auch ganz zerquetscht aus. Nun hole die Pusteblume langsam wieder aus dem Wasser. Nanu, wie durch Zauberhand ist sie auf einmal wieder trocken und mit etwas Glück noch ganz.

Warum ist das so?

Die Pusteblume besteht eigentlich aus vielen kleinen Blüten. Aus jeder einzelnen von ihnen wird ein Samenkorn mit einem kleinen haarigen Flugschirm.

Schirmflieger werden die Samen genannt, da sie durch den Wind ausgebreitet werden. Die filigranen Haare dieser Fallschirmchen haben eine bemerkenswerte Eigenschaft: Sie sind wasserabweisend. Der Fachbegriff dafür lautet hydrophob (Altgriechisch: „wassermeidend“).

Das Wasser kann aufgrund der Oberflächenspannung nicht zwischen die einzelnen Schirmchen fließen. So bildet sich eine Art Schutzhülle um die Pusteblume und sie wird nicht nass.

Warum kann der Löwenzahn Fallschirmspringen?

Pflücken, pusten und zusehen, wie die Schirmchen durch die Luft Richtung Boden segeln – wer gerne die Samen der Pusteblume wegbläst, tut der Pflanze etwas Gutes. Er hilft ihr nämlich dabei, sich zu vermehren. Die weißen Fallschirmchen sind eine tolle Erfindung der Natur, um die Samen des Löwenzahns zu verbreiten. Sie fliegen etwa 16 km weit, bei Aufwinden legen sie auch mal Tausende von Kilometern zurück – sogar über Ozeane.

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„Was uns verbindet – eine Ode an das Wasser“, Musik und emotionale Texte

 




Motto: „Was uns verbindet – eine Ode an das Wasser“,
v. l. Dorothe Ingenfeld (Gesang), Uta Berghöfer (Texte), Katrin Dasch (Klavier) und Lars
Grünwoldt (Gesang).
Foto: WZV

„Zum Tag des Wassers“

„Was uns verbindet – eine Ode an das Wasser“, Musik und emotionale Texte

„Was für ein wunderbarer Abend“, waren sich die gut 60 Gäste im Wasserwerk der Zukunft in Malchin einig. Die Veranstaltung am 17. März 2025 war ein weiterer Höhepunkt im ganz eigenen Ambiente. Die musikalischen Darbietungen von Dorothe Ingenfeld, Lars Grünwoldt, Katrin Dasch und die sehr emotionalen Texte, vorgetragen von Uta Berghöfer, beeindruckten. Erneut wurde deutlich, was für einen tollen Zugang die Kultur zu wichtigen gesellschaftspolitischen Themen bietet. Die Organisatoren vom Verein „Wasserwerk der Zukunft e. V.“ bereiten weitere spannende Veranstaltungen auf diesem schönen Gelände vor.

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111 Parameter

 




111 Parameter

Qualitätskontrolle im Rohwasser – Vorgaben werden ständig angepasst

Das Wasser war auch schon in den Vorjahren bestens kontrolliert. Zum Jahresanfang verlängerte sich die Liste der zu analysierenden Stoffe noch weiter. Insgesamt 111 Parameter sind inzwischen enthalten.

Ziel des neuen Rohwassererlasses ist es, möglicherweise enthaltene Schadstoffe im geförderten Wasser direkt am Brunnen beziehungsweise in den Vorfeldmessstellen genau im Blick zu haben. Der Aufwand und die Kosten für die Untersuchung des Rohwassers haben sich damit weiter erhöht, sie dienen aber dem Schutz der Trinkwasserversorgung. Denn so können etwaige Stoffeinträge rechtzeitig erkannt und entsprechende Gegenmaßnahmen entwickelt werden. Hinzugekommen sind unter anderem die sogenannten PFAS, also per- und polyfluorierte Alkylverbindungen, die in Outdoor-Produkten, Kosmetik oder Verpackungen ebenso verwendet werden wie in vielen Industrieprozessen. Sie sind langlebige Chemikalien, die schwer oder gar nicht abgebaut werden und so in den Kreislauf gelangen. In den Analysen des WasserZweckVerbandes sind die neuen Parameter nicht nachweisbar. Und das obwohl die Messgenauigkeit bei der Nachweisgrenze
von 0,0000015  mg/l liegt.

Vorteilhaft ist für den Verband außerdem, dass das Wasser zumeist aus den tieferen Schichten des Grundwassers gefördert wird, in dem Einflüsse von oben bisher kaum eine Rolle spielen. Um diesen Schatz für kommende Generationen zu erhalten, ist der vorbeugende Grundwasserschutz unverzichtbar!

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Glückwunsch!

 




Herzlichen Glückwunsch, Peter Horn!
Foto: WZV

Glückwunsch!

40 Jahre Betriebs­jubiläum – Überraschung für Peter Horn gelang

Ganz heimlich war der Belegschaftstreff für Peter Horn am 21. März organisiert worden – er hatte nichts davon mitbekommen! Aber auch die wertschätzenden Worte seines Chefs berührten den 59-Jährigen. WZV-Geschäftsführer David Schacht hob die gute Arbeit des langjährigen Mitarbeiters hervor und dankte ihm dafür.

Gemeinsam blickten die Gratulanten auf das bisherige Berufsleben des gelernten Betriebsschlossers zurück: Lehre von 1981 bis 1984 im RAW (Reichsbahnausbesserungswerk) Malchin, danach Wechsel in die Getreidewirtschaft Malchin. 1985 stieg Peter Horn als Rohrleger beim VEB WAB Neubrandenburg im Versorgungsbereich Waren und Produktionsbereich Malchin ein. Bis heute ist er dem WZV Malchin Stavenhagen ein zuverlässiger und engagierter Mitarbeiter. Das Rohrnetz kennt er aus dem Effeff und gibt seine Kenntnisse gern an seine Kollegen weiter. „Viele unserer Kunden konnten seine freundliche und aufgeschlossene Art bereits beim Wasserzählerwechsel erleben“, so David Schacht.

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