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Kontinuität für Kundinnen und Kunden gesichert

 




Mobile Entsorgung in eigener Hand

Kontinuität für Kundinnen und Kunden gesichert

Der Wasser- und Abwasserverband Rathenow hat die mobile Entsorgung wesentlich erweitert in die eigene Verantwortung übernommen. Ziel dieser Umstellung war es, Leistungen künftig noch stärker aus einer Hand anzubieten. Für die Kunden ändert sich dabei im Alltag kaum etwas, die Abläufe bleiben vertraut und zuverlässig.

Mit modernen Fahrzeugen die mobile Entsorgung sichern.

Foto: WAV Rathenow

Mit der Erweiterung der Eigenleistungen wurden auch die bisherigen Mitarbeiter des Subunternehmens in den WAV Rathenow integriert. „Die Übernahme der ehemaligen Mitarbeiter ist aus meiner Sicht insgesamt gut verlaufen“, resümiert Lucas Kibbert, Meisterbereich Abwasser im kommunalen Verband. Entscheidend dafür war eine sorgfältige Vorbereitung, bei der sämtliche organisatorischen und logistischen Schritte frühzeitig eingeleitet wurden.

Kontinuität gesichert

Der Arbeitsalltag der neuen Kollegen hat sich nur wenig verändert. Viele sind weiterhin auf denselben Fahrzeugen unterwegs und betreuen dieselben Kunden wie zuvor. Auch die Fahrzeuge selbst wurden durch den Verband übernommen. Neu sind vor allem interne Abläufe, etwa bei der digitalen Auftragsbearbeitung, der Disposition und der Einsatzplanung, die nun direkt über den WAV gesteuert werden.

Durchmischte Teams

Die Eingewöhnung ist auch deshalb unkompliziert verlaufen, weil sich viele Mitarbeiter bereits kannten. Über Jahre hinweg hatte man an denselben Annahmestationen der mobilen Entsorgung zusammengearbeitet. Heute sind die Teams bewusst durchmischt. An beiden Startpunkten für die täglichen Einsätze arbeiten langjährige WAV-Beschäftigte und neue Kollegen gemeinsam. Das fördert den fachlichen Austausch und sorgt für einen reibungslosen Ablauf.

Mitarbeiter erfolgreich integriert

Ein wesentlicher Teil der Umstellung fand im Hintergrund statt. Abfuhrdaten, Kundeninformationen und Touren mussten übernommen und neu organisiert werden. Dabei unterstützte das bisherige Subunternehmen den Prozess aktiv. So konnten rund 3.500 WAV-Kunden in die bestehende Abfuhrstruktur des Unternehmens integriert werden.

Mehr Service aus einer Hand

Mit der Übernahme der mobilen Entsorgung stärkt der WAV seine Eigenleistungen und setzt zugleich auf Kontinuität. Für die Bürgerinnen und Bürger bedeutet das vor allem eines: Verlässliche Leistungen und klare Zuständigkeiten. Ein Service, der so funktioniert, wie man ihn kennt, war das Ziel und das wurde erreicht.

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Investitionen 2026: Infrastruktur im Fokus

 




Für höchste Ver- und Entsorgungssicherheit

Investitionen 2026: Infrastruktur im Fokus

Auch im Jahr 2026 investiert der Wasser- und Abwasserverband Rathenow gezielt in die Zukunft. Damit sauberes Trinkwasser zuverlässig bereitgestellt und Abwasser sicher gereinigt werden kann, fließen erhebliche finanzielle Mittel in die Unterhaltung und den Ausbau der technischen Anlagen und Leitungsnetze.

Einige Investitionsmaßnahmen des WAV, die 2026 beginnen, werden sich über mehrere Jahre erstrecken. So machen verschärfte Trinkwasservorgaben einen Neubau des Wasserwerks Premnitz erforderlich.

Montage: canva; Karte: SPREE-PR/Schulze; Fotos (3): WAV Rathenow

Im Bereich Trinkwasser sind Einzelmaßnahmen im Umfang von insgesamt rund 3,4 Millionen Euro geplant. Unter anderem werden für 180.000 Euro in der Ortsdurchfahrt in Milow die Netzanlagen erneuert und für 100.000 Euro die Überlandleitung zwischen Großwudicke und Buckow. Außerdem ist in Rhinow für 120.000 Euro eine umfassende Innensanierung des Hochbehälters vorgesehen. In Premnitz wird in diesem Jahr für 20.000 Euro eine Außen- und Innensanierung des Hochbehälters weitergeführt. Im Bereich Abwasser fließen zur Verbesserung der Entsorgungssicherheit insgesamt rund 5,8 Millionen Euro. Allein für die Baumaßnahmen im Abwasserbereich in der Ortsdurchfahrt Milow wurden 555.000 Euro veranschlagt. Für die Erschließung von Schmutzwasserleitungen in Premnitz sind 280.000 Euro eingeplant. Zusätzlich wird das Pumpwerk in Premnitz mit 180.000 Euro ertüchtigt. In Rathenow werden in Waldemarstraße sowie Kleiner Waldemarstraße 220.000 Euro in den Ersatzneubau eines Teilstücks der Schmutz- und Regenwasseranlagen investiert. Die Kläranlage Heidefeld soll einen Neubau bekommen sowie beim Abwassertransportsystem technisch auf den neuesten Stand gebracht werden, wofür 250.000 Euro vorgesehen sind. Zudem werden im Zuge der Fuhrparkerneuerung 250.000 Euro in die Ersatzbeschaffung eines Lkw zur Fäkalienentsorgung investiert.

Neubau Wasserwerk Premnitz

Ein zentraler Schwerpunkt ist das Wasserwerk in Premnitz. Der bauliche Zustand der bestehenden Anlage sowie verschärfte Vorgaben der Trinkwasserverordnung machen einen Neubau erforderlich. Um vorher abschätzen zu können, ob es ein Neubau oder eine Sanierung wird, wurde eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung durchgeführt. Für das Projekt sind Gesamtkosten von rund 5 Millionen Euro eingeplant. Die Investitionen werden über einen Zeitraum von etwa vier bis fünf Jahren gestaffelt.

Versorgung bleibt gesichert

Für die Bürgerinnen und Bürger in Premnitz ändert sich während der Bauzeit nichts: Die Trinkwasserversorgung bleibt uneingeschränkt gewährleistet. Das bestehende Wasserwerk wird bis zur Inbetriebnahme des Neubaus weiter betrieben. Als erster Schritt starten die Planungen für das neue Wasserwerk sowie für ein ergänzendes Photovoltaik-Feld.

Gleichzeitig werden Probebohrungen durchgeführt, um zu klären, in welchem Bereich neue Brunnen errichtet werden können. Anschließend werden die einzelnen Bauabschnitte – darunter Hochbau, Tiefbau und Elektrotechnik – separat ausgeschrieben.

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Schnelle Antworten rund um die Uhr

 




WAV digital

Schnelle Antworten rund um die Uhr

Der Wasserverband bekommt digitale Unterstützung: Ein neuer Service-Bot ergänzt ab sofort den Kundenservice. Die Idee dahinter ist einfach: Der Kontakt zu Kundinnen und Kunden soll schneller, unkomplizierter und zeitgemäßer werden. Gleichzeitig entlastet der Bot das Serviceteam, indem er häufige Standardfragen beantwortet und einfache Anliegen direkt klärt.

Der WAV hat einen neuen „digitalen Mitarbeiter“. Ein Service-Bot macht den Kontakt zu unseren Kundinnen und Kunden schneller und unkomplizierter.

Foto: WAV Rathenow/KI

Die Entwicklung des Service-Bots war ein aufwändiger Prozess. Viele Informationen aus unterschiedlichen Fachbereichen mussten gesammelt, geprüft und verständlich formuliert werden. Denn nur wenn die Inhalte stimmen, kann der Bot verlässliche und einheitliche Antworten geben. Diese gründliche Vorbereitung sorgt dafür, dass der neue digitale Helfer nicht nur flott reagiert, sondern auch fachlich auf sicheren Beinen steht. Künftig ist der Service-Bot rund um die Uhr erreichbar. Er beantwortet typische Fragen zu Themen der Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung, unterstützt bei alltäglichen Anliegen und hilft dabei, sich auf der Internetseite des Verbandes besser zurechtzufinden. So lassen sich in vielen Fällen Wartezeiten am Telefon vermeiden, gerade bei einfachen Auskünften ein echter Vorteil.

Wichtig ist für Sie und uns: Der persönliche Kontakt bleibt selbstverständlich bestehen. Der Bot ist eine Ergänzung, kein Ersatz. Bei komplexeren Fragen oder individuellen Anliegen stehen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiterhin zur Verfügung. Mit diesem Schritt geht der WAV Rathenow bewusst in Richtung digitale Weiterentwicklung. Ziel ist es, Servicequalität und Erreichbarkeit weiter zu verbessern und moderne Technik so einzusetzen, dass sie den Alltag für unsere Kundinnen und Kunden spürbar erleichtert.

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Drachenbootfans beim WAV

 




Drachenbootfans beim WAV

Wer im Juli am Beetzsee war, konnte miterleben, wie Brandenburg für ein paar Tage zum Zentrum der Drachenbootwelt wurde. Bei der Weltmeisterschaft kämpften fast 5.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 32 Nationen um 161 WM-Titel.

Nach Rathenow ging zwar kein Titel, da es keine Städte-Wertung gab. Doch Sportler aus der Havelstadt waren mittendrin – ob mit dem Paddel in der Hand oder als Trommler im Bug. Auch Steuermann Nico Wedding, der dem Wasser beruflich als WAV-Mitarbeiter eng verbunden ist, verfolgte die WM mit besonderem Interesse. Das Bild passt perfekt: gemeinsam loslegen, die Richtung halten und selbst bei Gegenwind im Takt bleiben. So funktioniert Drachenbootsport. Und genau so lässt sich auch der Berufsalltag im WAV beschreiben. Vielleicht ist es daher nur eine Frage der Zeit, bis der Verband sein eigenes Drachenboot-Team an den Start bringt.

Was für ein Blick für den Steuermann des Drachenboot-Teams „Die Havelspatzen“.

Foto: Nico Wedding

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Digitalzähler bringen langfristig Vorteile

 




Zählerumstellung

Digitalzähler bringen langfristig Vorteile

Der WAV Rathenow setzt auf Digitalisierung: Ab dem 1.  Januar 2026 werden im Verbandsgebiet nach einer Testphase digitale Wasserzähler eingeführt. Künftig können Zählerstände automatisiert und ohne Vor-Ort-Ablesung erfasst werden.

So sieht der digitale Wasserzähler aus.
Foto: WAV Rathenow

Das bedeutet mehr Komfort, da aufwendige Terminabsprachen und das Ausfüllen von Ablesekarten entfallen. Gleichzeitig erhöht sich die Transparenz: Verbrauchsdaten lassen sich regelmäßiger kontrollieren, wodurch Unregelmäßigkeiten oder Leckagen schneller erkannt werden können. Für den Verband ist es vorteilhaft, dass die digitale Erfassung langfristig Personal- und Fahrtaufwand bei der Ablesung reduziert und so zur Wirtschaftlichkeit beiträgt, was letztlich die Gebührenstabilität fördert. Für die Kunden ist wichtig, dass die Bestandsreste mechanischer Zähler (Mehrstrahlzähler) zulässig bleiben und die digitalen Zähler 2026 zunächst bei Neuinstallationen oder beim turnusmäßigen Austausch zum Einsatz kommen.

Zukunftssicher und kundenfreundlich

Die Umstellung erfolgt also sukzessive, bis der gesamte Zählerbestand auf Digitaltechnik umgestellt ist. „Wir wollen die Wasserversorgung zukunftssicher und kundenfreundlich gestalten“, betont Felix Püschel, der Leiter Trinkwasserversorgung beim WAV. Die Digitalisierung helfe, Prozesse effizienter zu gestalten und gleichzeitig die Servicequalität zu erhöhen. Der Wasserverband Rathenow setzt damit ein Zeichen für eine moderne, zuverlässige Versorgung in der Region.

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Tripple-Gewinn für den WAV Rathenow – plus Eins

 




Ausbildung

Triple-Gewinn für den WAV Rathenow – plus Eins

Drei Azubis starteten am 1. August beim WAV in ihr Berufsleben. Der Verband freut sich über den Fachkräftenachwuchs, der schon eins sofort schaffte: die Senkung des Durchschnittsalters der WAV-Belegschaft.

Die neuen Azubis (von links): Sherin Kobszyk, Paul Thiel, Richard Schöpp.

Foto: WAV Rathenow

Sherin Kobszyk beginnt als Kauffrau für Büromanagement. Paul Thiel wird als Umwelttechnologe für Abwasserbewirtschaftung ausgebildet und u. a. Reinigungstechniken optimieren oder Wasserqualität sichern. Richard Schöpp tritt als Umwelttechnologe für Wasserversorgung an und arbeitet an der Versorgungssicherheit, Messdatenanalyse und Netzoptimierung.

Geprüft, geschafft, genommen

Iven Jahn hatte sich 2022 auf den Ausbildungsplatz als Fachkraft für Wasserversorgungstechnik beworben und wurde der neunte Auszubildende seit Gründung des WAV Rathenow. Nach dreieinhalb Jahren hat er seine Ausbildung abgeschlossen und ist nach bestandener Prüfung Umwelttechnologe für Wasserversorgung. Als solcher wurde er vorerst für ein Jahr vom WAV übernommen, wozu ihm Geschäftsführer Björn Jelinski und der Leiter Trinkwasserversorgung, Felix Püschel, persönlich gratulierten.

Willkommen im WAV, Glückwünsche für den neuen Umwelttechnologen.

Foto: WAV Rathenow

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Ein Sommer mit viel Regen, aber nicht ohne Sorgen

 




Editorial

Ein Sommer mit viel Regen, aber nicht ohne Sorgen

Foto: WAV Rathenow

Liebe Leserinnen und Leser,

seit dem Frühjahr erleben wir eine Wetterlage, die viele von uns überrascht hat: Statt der gewohnten Trockenperioden brachte das Jahr bislang ungewöhnlich viele Regentage. Von April bis heute fiel in unserer Region deutlich mehr Niederschlag als üblich – eine Entwicklung, die auch unsere Arbeit als Wasser- und Abwasserverband beeinflusst. Die gute Nachricht: Unsere Trinkwasserversorgung ist gesichert. Die Regenfälle haben die Grundwasserstände weiter stabilisiert und die Wasserressourcen in unserer Region gestärkt. Das lässt uns zuversichtlich in die kommenden Monate blicken. Aber: Wetter ist nicht gleich Klima. Und der langfristige Trend zeigt weiterhin in Richtung zunehmender Trockenheit. Dass der Landkreis Havelland über eine Allgemeinverfügung – gültig noch bis zum 30. September – die Wasserentnahme aus oberirdischen Gewässern verboten hat und die Nutzung des Grundwassers einschränkt, unterstreicht den Ernst der Lage. Auch ein nasser Sommer kann die strukturellen Herausforderungen nicht einfach wegspülen. Deshalb arbeiten wir kontinuierlich daran, die Wasser- und Abwasser-infrastruktur zukunftssicher aufzustellen. Dazu gehören Investitionen in moderne Technik, der Ausbau von Speicherkapazitäten und die enge Zusammenarbeit mit Kommunen und Fachbehörden. Unser Ziel ist klar: eine verlässliche Versorgung mit sauberem Trinkwasser und eine sichere Abwasserentsorgung – heute und morgen.

Ihr Björn Jelinski,
Geschäftsführer des Wasser- und Abwasserverbandes Rathenow

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Sein nächtliches Firmament brachte Gülpe überregionalen Ruhm

 




Als Dorf ein Star im Land

Sein nächtliches Firmament brachte Gülpe überregionalen Ruhm

Die Menschen lieben Superlative. Gülpe hat diesbezüglich viel zu bieten – als „dunkelster Ort Deutschlands“. Das klingt nicht nur super, sondern ist auch ziemlich attraktiv – für die Bewohner wie für die Besucher.

Vier, die sich für Gülpe engagieren (v. l. n. r.): Enrico Vogt, Susanne Peters, Esther Goldstein und Bill Neubüser.

Fotos (3): SPREE-PR/Leue

Gülpe, ein Ortsteil der Gemeinde Havelaue, wurde erstmals 1441 urkundlich erwähnt. Seitdem ist einiges passiert, wie Ortschronistin Esther Goldstein erzählt. Auch die vermeintliche „Konterrevolution“ einiger Bauern zu DDR-Zeiten und ihre anschließende Flucht in den Westen hatten Auswirkungen bis heute. Nachdem die von den Bauern zurückgelassenen Häuser nach 1990 wieder an die Erben der alten Besitzer gingen und von ihnen verkauft wurden, seien etliche Leute aus Westberlin zugezogen. Die hätten zur Bereicherung des kulturellen Lebens einiges beigetragen.

Bill Neubüser, als Bürgermeister von Havelaue für Gülpe mit zuständig, sieht die besondere Zugezogenengeschichte zwar nicht mehr als aktuelles Thema. Aber ja, die kulturelle Affinität der Gülper sei schon sehr ausgeprägt.

Hier Sterne gucken!

Kultur und Kunst spielen eine große Rolle, wie auch Ortsbeirätin Susanne Peters bestätigt. Neben Kino- oder Musikabenden im alten Saal der geschlossenen Dorfkneipe gibt es Veranstaltungen von Volkssolidarität, Feuerwehr, Angelverein, zum Beispiel Würfel- und Skatabende. Ein Schauspiel haben die 105 Gülper das ganze Jahr über: das nächtliche Firmament über ihren Köpfen. Etliche Bürger engagieren sich im „Sternenpark e. V.“ oder im Verein „Über uns die Sterne“, der für Dezember gar ein Theaterstück plant. Auswärtige Sternengucker zieht es oft im August zum Fernastro-Treffen auf den Gülper Sportplatz, ansonsten auch gern zum Gülper See und den Biwakplatz, weil das Naturschutzgebiet „Untere Havel“ mit seinen Wildgänsen, Schwänen und Reihern direkt angrenzt.

Davon profitieren die Vermieter von Ferienunterkünften. Gelegentlich verursacht das Ausmaß der Besucherströme aber auch Stirnrunzeln. Da geht es den Gülpern nicht anders als manchem Potsdamer in der Landeshauptstadt.

Luxus der Leere

Die ist übrigens auf der Gülpe vorgelagerten Insel präsent. Hier befindet sich eine Außenstelle der Universität Potsdam, als bundesweit einzigartiger Forschungsstandort in der teilweise renaturierten Havelaue. Erforscht werden die Naturraumbewirtschaftung und das Flutgeschehen im Naturschutzgebiet „Untere Havel“. In dem liegen rund 1.000 Hektar, sprich 65 Prozent, der bewirtschafteten Flächen der örtlichen Agrargenossenschaft, dem mit 41 Mitarbeitern größten Arbeitgeber im Ort.

Betriebsleiter Enrico Vogt betont, dass er eng mit den Naturschutzverbänden zusammenarbeitet, auch bei der Renaturierung der Gülper Insel. Bauern wissen schließlich, dass ihr Land ein existenziell wichtiges Gut ist, das es zu schützen gilt.

So sind sich die Bewohner von Gülpe insgesamt doch ziemlich einig, dass ihr Dorf samt Umgebung ein ausgesprochen lebenswerter Platz ist. Ein „Juwel“, das für den „Luxus der Leere“ stehe, wie Bill Neubüser sagt. Und über allem leuchten die Sterne. In Gülpe verbindet sich Geschichte mit Gegenwart, Kultur mit Natur, Gemeinschaft mit Weitblick. Ein Ort, der leuchtet, selbst oder gerade wenn es dunkel ist.

Wassersteckbrief

Trinkwasser

Versorgung
Wasserwerk Rhinow
Trinkwasseranschlüsse
48
Versorgte Einwohner
109
TW-Hauptleitungen
1,7 km
TW-Hausanschlussleitungen
1,1 km
Anschlussgrad
97,6 %

Schmutzwasser

Die Schmutzwasserentsorgung erfolgt zu 100 % dezentral über abflusslose
Sammelgruben und Kleinkläranlagen.

Die Wasserhärten des Trinkwassers in Gülpe und anderen Gemeinden finden Sie im Internet auf
www.wav-rathenow.de unter Trinkwasserversorgung.

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Fehler erkennen, bevor sie entstehen

 




Einblick

Fehler erkennen, bevor sie entstehen

Der Name der WAV-Abteilung ist lang: Elektro-, Mess-, Steuer-, Regeltechnik und Informationstechnologie. Ihre Verantwortung ist ebenso groß.

Kein Mangel an anspruchsvollen Aufgaben für die EMSR/IT-Leute.

Foto: WAV Rathenow

„Fehler zu erkennen, bevor sie überhaupt entstehen, ist unsere tägliche Aufgabe“, sagt Nico Wedding, seit über 30 Jahren ein Experte für Steuerungs-, Industrie- und Gebäudetechnik. Seit fünf Jahren leitet er beim WAV Rathenow die Abteilung EMSR/IT, was für Elektro-, Mess-, Steuer- und Regeltechnik sowie Informationstechnologie steht. Mit ihm zusammen sorgen vier Kollegen dafür, dass Wasserwerke, Pumpstationen und Kläranlagen im Verbandsgebiet rund um die Uhr zuverlässig laufen. „Ohne mein Team würde es nicht funktionieren. Jeder bringt sein Fachwissen und seine Erfahrung ein“, betont Nico Wedding. Die Aufgaben seien vielfältig: Stromversorgung, Automatisierung, Kommunikation und IT-Sicherheit müssten ineinandergreifen. Dabei sei es wichtig, mit technologischen Entwicklungen Schritt zu halten. „Nicht jedes neue System ist automatisch besser“, weiß Nico Wedding aus Erfahrung.  „Wir setzen auf Lösungen, die langfristig sinnvoll und wirtschaftlich sind.“

Der Alltag im Verband ist oft ein Wettlauf gegen die Zeit. Anlagen altern, Ersatzteile werden knapp, und neue Anforderungen kommen schneller, als sie umgesetzt werden können. Da ist vorausschauendes Arbeiten nötig. Erfahrung, Planung und ein starkes Team helfen, Probleme zu vermeiden, noch bevor sie entstehen. Besonders wichtig ist Nico Wedding der Austausch im gesamten Verband. Technik allein löse keine Probleme. „Man braucht eine Vorstellung vom richtigen wirtschaftlichen Einsatz einer Technologie. Planung, Betrieb vor Ort und Organisation müssen Hand in Hand gehen.“

Als besondere Herausforderung stellt sich für die EMSR/IT-Mitarbeiter der nachhaltige Umgang mit Energie dar. Photovoltaikanlagen und Batteriespeicher werden eine immer größere Rolle spielen, um Betriebskosten zu senken. „Wenn wir Anlagen gezielt in Zeiten mit hohem Eigenstromertrag betreiben, sparen wir Kosten und reduzieren den CO₂-Ausstoß“, sagt Abteilungsleiter Nico Wedding. Müsse man weniger Strom zukaufen, würden sich letztlich die finanziellen Spielräume für Investitionen erhöhen. Davon profitierten am Ende auch die Kunden des WAV.

An anspruchsvollen, gar spannenden Aufgaben mangelt es den Mitarbeitern nicht in der Abteilung, die zu den kleinsten beim WAV gehört. Umso größer ist ihre Verantwortung für das Gesamtunternehmen. Nicht zuletzt sorgen sie mit ihrer Tätigkeit für ein stabiles Niveau des Investitionsspielraums des Verbandes und damit der Versorgungssicherheit seiner Kunden. Die technische Infrastruktur im Verband zuverlässig stabil und zukunftsfähig zu halten, ist eine ambitionierte Aufgabe, die Nico Wedding und seinen Männern gleichermaßen Schweiß und Spaß bereitet. Das spiegelt sich auch im Arbeitsalltag. Der Chef fordert viel, gibt aber auch viel Vertrauen und Freiraum an sein Team. Anders geht es nicht, wenn der technische Betrieb von bösen Überraschungen verschont bleiben soll.

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WAV wird Abwasserentsorgung künftig selbst in die Hand nehmen

 




Investitionen

WAV wird Abwasserentsorgung künftig selbst in die Hand nehmen

Die langfristige Sicherstellung der Abwasserentsorgung gehört zu den elementaren Aufgaben des WAV Rathenow. Um für die Zukunft besser gewappnet zu sein, wird er deshalb ab dem neuen Jahr die mobile Abwasserentsorgung im Verbandsgebiet selbst übernehmen.

WAV-Geschäftsführer Björn Jelinski mit Bauleiter Sven Deventer und zwei Mitarbeitern der Baugesellschaft Rhinow auf der Baustelle in der Aradoallee.

Foto: WAV Rathenow

Ziel ist es, die Entsorgung der abflusslosen Sammelgruben und Kleinkläranlagen im Verbandsgebiet künftig eigenständig und nachhaltiger zu gestalten.

Derzeit entsorgt der Verband jährlich etwa 100.000 Kubikmeter Abwasser mit betriebseigenen Fahrzeugen. Rund 180.000 Kubikmeter Abwasserentsorgung entfallen auf Dienstleister. Für die zukünftige Eigenleistung plant der Verband, zusätzliche Fäkalsaugfahrzeuge anzuschaffen und weitere Mitarbeiter einzustellen.

Keine Abhängigkeit von Firmen

Zudem wird aktuell ein Stützpunkt in der Aradoallee in Rathenow neu gebaut, weil im Zuge der Realisierung Platz für weitere Fahrzeuge und Maschinen benötigt wird.

Durch die eigene Durchführung der Abwasserentsorgung erhofft sich der Verband, langfristig Geld zu sparen. Durch die entfallende Abhängigkeit von externen Firmen ist eine bessere Kontrolle der Betriebskosten möglich. Außerdem kann der Verband flexibler auf Veränderungen reagieren und die Qualität selbst steuern. Das stellt sicher, dass die Dienstleistungen jederzeit den hohen gesetzlichen, umweltfreundlichen Standards entsprechen.

Dass sich der Verband für die Übernahme des Entsorgungsunternehmens entschied, hängt überdies mit der Situation auf dem Dienstleistermarkt in der Region zusammen.

Zuverlässig für unsere Region

In Zukunft wäre es vermutlich schwieriger geworden, externe Dienstleister zu finden, die die strengen Umweltvorschriften einhalten und gleichzeitig kostengünstig sind. Insgesamt verfolgt der WAV Rathenow mit diesem Schritt das Ziel, eine zuverlässige, umweltfreundliche und wirtschaftlich nachhaltige Abwasserentsorgung für die Region zu gewährleisten – heute und in Zukunft.

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