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14 Millionen Euro – damit es für Sie zuverlässig läuft!

Eine stolze Summe nimmt die LWG Lausitzer Wasser GmbH & Co. KG in diesem Jahr sprichwörtlich in die Hand. In allen Unternehmensbereichen stehen wichtige Investitionen an, um die Ver- und Entsorgung auf hohem Niveau zu garantieren. Die veranschlagten Ausgaben für 2026 übertreffen die des Vorjahres sogar um rund vier Millionen Euro. Hier ein kleiner Auszug aus dem Arbeitsplan.

Die beiden 34 Meter hohen Faultürme sind die markanten Erkennungszeichen der Cottbuser Kläranlage.
Foto: LWG

Bereich Trinkwasser

Der Ausbau der Bahnverbindung zwischen Cottbus und Lübbenau – Stichwort „2. Gleis“ – ist eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte der Lausitz. Ende 2027 soll der Zugverkehr hier zuverlässiger und in engerem Takt rollen. Damit im Zuge des Ausbaus die Wasserversorgung auch in Zukunft gesichert ist, passt die LWG drei Bahn-Düker (unterirdische Leitungsquerungen) von Hauptversorgungsleitungen an und verlängert sie: in Kolkwitz Nord, Kunersdorf und Krieschow Vorwerk.

Auch in den Wasserwerken investiert die LWG, damit Reserven, Hygiene und Betriebssicherheit stimmen: Geplant ist unter anderem die Erneuerung des Reinwasserbehälters im Wasserwerk Neu-Zauche. Die beiden Wasserkammern von 1981, mit einer Kapazität von jeweils 300 Kubikmetern, werden neu beschichtet – ein wichtiger Beitrag, um Wasser sicher zu speichern und in der Verbrauchsspitze abgeben zu können.
Im Wasserwerk Cottbus‑Sachsendorf wird die Gebäudehülle erneuert – gemeint sind Fassade und Dach der Halle, in der die Hochdruckpumpen untergebracht sind, die bestimmte Versorgungsbereiche mit höherem Druck beliefern.

Beim Ausbau der Dissenchener Straße entlang der Cottbuser Seeachse nutzt die LWG die Baumaßnahmen der Stadt, um gleichzeitig die Trinkwasserleitung zu erneuern und die Schmutz- und Regenwasserkanäle zu sanieren – eine Investition, die die Infrastruktur für viele Jahre stärkt.

Auch Forschung und Wachstum brauchen eine verlässliche Infrastruktur: Um das BTU-Forschungszentrum für Luft- und Raumfahrt zuverlässig mit Trinkwasser versorgen zu können, setzt die LWG die Erschließung im Bereich des Nordrings fort. Gemeinsam mit den Forschungsinstituten werden hier von der Lagune aus insgesamt rund 500 Meter Trinkwasserleitung verlegt.

Bereich Schmutzwasser

Damit die Kläranlage Cottbus auch in Zukunft zuverlässig arbeiten kann, modernisiert die LWG zentrale Anlagen der ersten Reinigungsstufe. Bevor das Abwasser überhaupt mechanisch vorgereinigt wird, muss es zunächst auf das erforderliche Höhenniveau angehoben werden: Die vier großen Abwasserschneckenpumpen, die diesen Transport übernehmen, werden in den kommenden beiden Jahren bei laufendem Betrieb vollständig erneuert.

Im nächsten Schritt folgen die Feinrechen im Einlaufbauwerk. Sie entfernen grobe Stoffe wie Papier, Hygieneartikel oder sonstige Feststoffe und schützen die nachfolgenden Anlagen. Auch diese vier Rechen sind inzwischen in die Jahre gekommen und werden erneuert.
Danach durchläuft das Abwasser den Sandfang, in dem Sand, Kies und andere mineralische Stoffe abgeschieden werden. Die dazugehörigen Aggregate – Sandklassierer und Sandwaschanlage – werden ebenfalls erneuert.

Bereich Regenwasser

Wenn Starkregen fällt, kann Wasser zur Belastung werden – wenn Trockenheit kommt, wird jeder Tropfen kostbar. Genau hier setzt moderne Regenwasserbewirtschaftung an: Regen soll gespeichert, genutzt und langsam wieder abgegeben werden. So wächst Cottbus Schritt für Schritt zur „Schwammstadt“ – gut für Stadtgrün, Klima und Gewässerschutz. Unter dem Bolzplatz in der Hans-Sachs-Straße in Ströbitz entsteht deshalb gerade ein weiteres Regenrückhaltebecken für Cottbus. Bis September soll der in Modulbauweise zu errichtende Speicher knapp zwei Meter unter dem Spielfeld versenkt sein und künftig bis zu 520 Kubikmeter Niederschlag aus einem Einzugsgebiet von 29 Hektar speichern. Das Wasser kann zur Grünbewässerung genutzt werden. Ist es mehr als der Speicher fasst, läuft überschüssiges Wasser in den Ströbitzer Landgraben. Für den Bau des Beckens kann die LWG auf Fördermittel zurückgreifen.

Ziel 2026

Viele dieser Maßnahmen finden im Hintergrund statt – und genau so soll es sein: Sie merken davon im besten Fall nur, dass alles funktioniert. Mit den Investitionen für das Jahr 2026 sichert die LWG Versorgung, Qualität und Betriebssicherheit, schützt unsere Gewässer und macht die Infrastruktur fit für die Anforderungen der nächsten Jahre.