Trinkwasser-Offensive für Ludwigsfelde
Der WARL Ludwigsfelde dreht an der Trinkwasser-Zukunftsschraube. Seit Anfang der 2000er Jahre steigt der Wasserbedarf stetig an. Extrem spürbar war das in den trockenen Sommern von 2018 bis 2022, als hoher Verbrauch und die wachsende Einwohnerzahl zusammenfielen. Folge: Die Sicherheitsreserven im Wasserwerk wurden knapper. „Deshalb haben wir rechtzeitig mit dem Ausbau der Trinkwasserinfrastruktur begonnen“, berichtet Verbandsvorsteher Christian Gibmeier.
Das Wasserwerksgelände Ludwigsfelde kennen viele von Ihnen vor allem vom fröhlichen, lehrreichen und gutbesuchten Kinderwassertag. Der wird 2026 – trotz Bauarbeiten an der neuen Trinkwasseraufbereitungshalle am Rand des Geländes – stattfinden, nämlich am 5. Juni.
Fotos (2): SPREE-PR/Petsch
So sollen drei neue Brunnen bei Großbeuthen, eine Rohwassertransportleitung zum Wasserwerk Ludwigsfelde und dort eine neue Trinkwasseraufbereitungsanlage entstehen. „Die Leitung liegt bereits im Boden, die Förderbrunnen werden derzeit gebohrt“, informiert der Verbandsvorsteher über den Stand der Dinge. „Künftig ist jeder der drei neuen Brunnen in der Lage, stündlich zwischen 40 bis 80 Kubikmeter Rohwasser zu fördern. Die maximal zulässige Tagesfördermenge beträgt 1.999 Kubikmeter. Damit können wir rund ein Viertel mehr Trinkwasser zur Verfügung stellen.“
Anpassungsfähige Aufbereitungsanlage
In Ludwigsfelde schließlich bekommt das Wasserwerk Zuwachs: Hier wird eine neue Aufbereitungshalle mit einer Leistung von 500 Kubikmetern pro Stunde gebaut. Nach ihrer Fertigstellung kann das Rohwasser flexibel sowohl in das bestehende Werk als auch in die neue Anlage eingespeist und zu qualitativ hochwertigem Trinkwasser aufbereitet werden. „Im ersten Quartal 2026 wollen wir loslegen, für zwei Jahre später ist die Inbetriebnahme der Halle geplant“, steckt Christian Gibmeier den zeitlichen Rahmen für das Projekt ab.
Mit diesen Maßnahmen schafft der WARL gute Voraussetzungen für eine zuverlässige Versorgungssicherheit und gewährleistet, dass Ludwigsfelde auch bei weiter wachsender Bevölkerung und heißen Sommern eines garantiert nie ausgeht: frisches Trinkwasser. Einschränkungen bei der Trinkwasserversorgung sind während der Bauarbeiten übrigens nicht zu erwarten.