Notfallmanagement von WAL-Betrieb besteht Bewährungsprobe
Havarie? Hier? – Gar nicht bemerkt!
Es ist Anfang Februar, ein kalter Freitagnachmittag. Die Menschen in Schwarzheide freuen sich auf das Wochenende. Sie werden von dem emsigen Treiben, zu dem die Kollegen von WAL-Betrieb plötzlich gezwungen werden, rein gar nichts bemerken. So soll es sein.

Um an der havarierten Stelle überhaupt arbeiten zu können, musste vor Ort das Grundwasser abgesenkt werden. Foto: WAL-Betrieb
Ein GFK-Rohr gehört zu den besten Materialien, die Unternehmen der Abwasserwirtschaft im Boden verlegen können. Denn glasfaserverstärkter Kunststoff – die Langform von GFK, oft auch als Fiberglas bezeichnet – gilt aufgrund seiner hervorragenden Eigenschaften als besonders langlebig und extrem stabil. Stoßen Metall oder Beton an ihre Grenzen, greift man gern auf GFK zurück.
Besonders geeignet sind diese Rohre, wenn Abwasserdruckleitungen ungewöhnlich tief verlegt werden müssen, etwa zur Unterquerung von Bahnschienen oder Autobahnen. Das ist in der Nähe des Hauptpumpwerks in Schwarzheide der Fall, mit der A13 in Sichtweite. Ausgerechnet hier ereignete sich an jenem Wochenende der ungewöhnliche Bruch im Kanal – in etwa viereinhalb Metern Tiefe.
Jetzt zählt jede Minute!
Umgehend setzt WAL-Betrieb seinen Notfallplan in Kraft. Das bedeutet als allererstes, das Hauptpumpwerk außer Betrieb zu nehmen, um den Abfluss des Schmutzwassers ins Erdreich bzw. einen Rückstau zu unterbinden. Gleichzeitig muss die mobile Abfuhr aus dem Sammelbecken in die wenige Kilometer entfernte Kläranlage organisiert werden. Das übernehmen WAL-Betrieb und REMONDIS Brandenburg Großräschen. „Wir sind dann an den Folgetagen täglich von 6:00 bis 22:00 Uhr mit mehreren unserer Saug- und Spülfahrzeuge im Einsatz gewesen“, erinnert sich Martin Günther, Leiter Abwassernetze, der mit vor Ort war, „auch nachts war keine komplette Pause möglich.“
Um die havarierte Stelle im gefrorenen Boden freizulegen, muss Großtechnik angefordert werden. Damit die Reparaturarbeiten überhaupt möglich sind, muss in dem Bereich vorübergehend das Grundwasser abgesenkt werden. Innerhalb von wenigen Stunden kümmern sich viele Hände um eine komplexe Aufgabe.
Nach fünf Tagen sind die Folgen der untypischen Havarie beseitigt. Das benachbarte Hauptpumpwerk geht störungsfrei wieder in Betrieb. „Wir sind sehr stolz, wie reibungslos unser Notfallmanagement, dank unserer Mitarbeiter, funktioniert hat“, meint Patrick Laurisch, kaufmännischer Geschäftsführer. „Sowohl die Schwarzheider selbst als auch der Bürgermeister bestätigten uns, dass der Schaden zu keinerlei Einschränkungen geführt hat.“ Großer Dank gilt daher allen Beteiligten für Ihren Einsatz, unter anderem der Straßen- und Tiefbaufirma Kasper & Schlechtriem.

