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SONNENSTROM FÜR DIE ABWASSERWÄSCHE

Hoher Energiebedarf auf der Kläranlage macht Eigenversorgung immer wichtiger

Auf der Freifläche direkt vor dem Klärwerk Elsterwerda entsteht seit Juli die langersehnte Photovoltaikanlage. Künftig soll sie einen Teil des Strombedarfs decken und den WAVE unabhängiger von schwankenden Energiepreisen machen.

Die Brache vor der Einfahrt auf die Kläranlage musste zunächst für den Bau vorbereitet werden. Ende August waren der Zaun gezogen, das Bauschild errichtet, Kabelgräben ausgehoben und die elektrische Infrastruktur verlegt – die Stahlprofile fürs Ständerwerk (Unterkonstruktion für die Solarmodule) konnten in den Boden gerammt werden.
Die ersten Solarmodule kamen Mitte Juli an. Zusammen werden sie eine Leistung von 400 Kilowattpeak (kWp) und einen Batteriespeicher mit 400 Kilowattstunden (kWh) Speicherkapazität haben.
Bevor die Module an der Reihe waren, hieß es, meterweise Ständer und Verstrebungen zu montieren. Außerdem ging es an die Vorbereitung der Fundamente für den Batteriespeicher.
Material war ausreichend vorhanden, der kontinuierliche Baufortschritt damit garantiert. Aber es brauchte seine Zeit, bis die Unterkonstruktionen auf 7.600 Quadratmetern Fläche standen.

Fotos (5): WAVE/Jopien

Eine Kläranlage braucht für ihre Technik zur Abwasserreinigung vor allem eins: jede Menge Energie. Denn Pumpen, Rechenanlagen, Belüftung und weitere technische Komponenten sind rund um die Uhr in Betrieb. Deshalb sollte schon vor vier Jahren eine Solaranlage her, um die Stromkosten zu senken. „Damals fehlte jedoch die Gesamtfinanzierung. Auch die wirtschaftlichen Auswirkungen des Ukraine-Krieges führten zur Verschiebung des Vorhabens“, blickt Verbandsvorsteher Maik Hauptvogel zurück. „Mit dem Beschluss der Verbandsversammlung am 16. Juni konnte es nun endlich losgehen.“

Geduld baute mit

Aber besonders schnell kam die Anlage nicht auf die Fläche. Der Technische Leiter Sylvio Graf: „Das dauert seine Zeit, bis das Stahlständerwerk für die Module installiert ist. Und parallel zu diesem Aufbau waren die PV- und Speicheranlage ins Elektroenergieversorgungssystem des Verbandes zu integrieren. Dabei mussten unter anderem zwei Blockheizkraftwerke angepasst werden.“

Beendet war die Errichtung der Sonnenstromanlage erst nach Redaktionsschluss.