Skip to main content

DER VERBANDSVORSTEHER ANTWORTET

Machen PFAS auch im Verbandsgebiet Probleme?

Den sogenannten Ewigkeits-Chemikalien – per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen, kurz PFAS – kann sich niemand entziehen. Sie kommen in Alltagsprodukten wie beschichteten Pfannen, Backpapier, Pizzakartons, Outdoor-Kleidung oder Kosmetika vor und sind in der Umwelt kaum abbaubar. Das Thema beschäftigt auch LWZ-Leser.

Patricia B. aus Bad Liebenwerda fragt:

„Sind PFAS eine Herausforderung für den WAVE?“

Liebe Frau B.,

in unserem Verbandsgebiet gibt dieses Thema derzeit keinen Anlass zur Sorge.  Die Analysewerte der regelmäßigen Beprobungen des Reinwassers aus dem Wasserwerk Oschätzchen lagen bislang stets unter den gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerten. Viermal jährlich führt ein unabhängiges, zertifiziertes Labor unangekündigte Tests durch. Sowohl bei  der Beprobung im September 2025 als auch bei der ersten Untersuchung 2026 wurden keine  Auffälligkeiten festgestellt.

Meist gelangen solche Stoffe über den Boden in den Grundwasserleiter, beispielsweise wenn Industrieunternehmen, die diese Stoffe in ihrer Produktion verwenden, sie unsachgemäß
entsorgen. Derartige Betriebe sind uns im Landkreis Elbe-Elster nicht bekannt. Auch Havarien bei Gefahrguttransporten in Trinkwasserschutzzonen sind bei uns praktisch ausgeschlossen: Durch unsere Schutzzonen führen nur wenige Verkehrswege.

Sollte es dennoch zu einer Überschreitung der Grenzwerte kommen, müsste der Verband eine
zusätzliche Wasseraufbereitungsstufe installieren. Mithilfe von Umkehrosmose oder speziellen
Aktivkohlefiltern könnten die betreffenden Schadstoffe zuverlässig entfernt werden. Allerdings würden dafür Kosten von bis zu 20 Mio. Euro entstehen, die auf die Gebühren umgelegt werden müssten. Deshalb achten wir beim WAV Elsterwerda sehr sorgsam auf die Qualität unseres wichtigsten Lebensmittels, damit keinerlei gesundheitliche Risiken entstehen und Sie jederzeit mit einwandfreiem Trinkwasser versorgt werden können.