Skip to main content
Jubiläum

Von der Werkzeugtasche zur digitalen Zukunft

In 35 Jahren hat sich die Arbeit beim WAV extrem verändert, das lässt vor allem erfahrene Kolleg:innen und Mitarbeiter:innen staunen.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Wasser- und Abwasserverbandes Rathenow bilden ein großes Kollektiv, das selten so komplett versammelt ist.
Foto: SPREE-PR/Gückel

„Viele von uns waren damals noch nicht dabei, aber die Geschichten der früheren Kolleginnen und Kollegen sind uns gegenwärtig“, sagt Michaela Döbbelin (Leiterin Bereich Anschlusswesen/GIS). Sie kennt die Geschichten, als die Region Schritt für Schritt an die Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung angeschlossen wurde.

„Damals waren die Mitarbeiter oft mit dem Fahrrad unterwegs, Werkzeugtasche im Gepäck. Absprachen liefen ohne Handy, man vertraute auf Erfahrung und eingespielte Abläufe“, so Christian Kolrep (Leiter Bereich Abwasserentsorgung), der zusammen mit Michaela Döbbelin erfahrenste Mitarbeiter in der Runde der WAV-Kollegen, die sich über 35 Jahre WAV austauschte.

Heute unterstützen Mobilfunk, Leckortung und digitale Prozessleittechnik den Rohrnetzbetrieb, und dank Havarielager lassen sich Störungen schneller beheben. Auch die Arbeit in den Kanälen war eine andere. Einst arbeiteten sogenannte „Windenkapitäne“ mit Passbürsten, Winden oder Blitzbohrgeräten in den Kanälen. Heute sorgen Spülfahrzeuge, moderne Rechenanlagen und automatisierte Systeme für mehr Sicherheit und Effizienz. Während auf den Dörfern früher Dreikammer-Sickergruben üblich waren, sorgen heute moderne, dichte Kunststoffsammelgruben für wesentlich besseren Umwelt- und Grundwasserschutz. Die Fäkalienabfuhr, die erst 1994 teilweise übernommen wurde, wird seit 2026 zu rund 90 Prozent vom WAV selbst realisiert. Das sei ein weiterer Schritt in Richtung serviceorientierter, zuverlässiger Entsorgung, sagt Christian Kolrep.

Haben was zu erzählen: die Bereichsleiter Christian Kolrep, Nico Wedding, Felix Püschel (hinten v. l.), sowie Michaela Döbbelin und Victoria Engler.
Foto: WAV Rathenow/M. Bené

Auch in den Wasserwerken war früher vieles Handarbeit. Rund um die Uhr musste jemand vor Ort sein, Schicht für Schicht. Heute laufen die Anlagen energieeffizient und digital gesteuert innerhalb regulärer Arbeitszeiten, wie Felix Püschel (Leiter Bereich Trinkwasserversorgung) betont. Die Technik hat sich erheblich weiterentwickelt. Dank moderner Prozessleittechnik können Fehler frühzeitig erkannt werden, ergänzt Nico Wedding (Leiter Bereich EMSR/IT).

Wenn die erfahrenen Kollegen die Geschichten „von früher“ erzählen, merkt man, wie radikal sich die Arbeit für alle verändert hat. Auch in der Verwaltung. Früher hätten sich Karteikarten und handgeschriebene Zählerlisten auf den Schreibtischen gestapelt, erinnert sich Victoria Engler (Leiterin Bereich Finanzen und Rechnungswesen). Heute würde man mit verschiedenen Softwarelösungen die digitalen Abläufe steuern.

Und bald könnte ein Kundenportal vieles noch einfacher machen. Wenn man diese Geschichten hört, wird deutlich, dass sich im WAV einiges geändert hat. Geblieben sind der leidenschaftliche Einsatz und die Verbundenheit der Kollegen mit ihrer Region.