Was nicht ins WC gehört!
Auch wenn es sich simpel und für viele Menschen banal anhört, aber aus leidlicher Erfahrung eben doch betont werden muss: In die Toilette gehören ausschließlich menschliche Ausscheidungen und Toilettenpapier. Alles andere hat dort nichts verloren – auch wenn es auf den ersten Blick harmlos erscheint oder bequem entsorgt werden kann.

Ein kommunales Abwassersystem ist kein Mülleimer und auch kein „Loch“, in dem Dinge einfach verschwinden. Weil einige Menschen ein WC jedoch anscheinend für genau das halten, werden diese WC-Nutzer beim WAV intern manchmal auch als Anhänger der „Lochtheorie“ bezeichnet. Was oft vergessen wird: Hinter dem WC beginnt ein komplexes technisches System aus Kanälen, Pumpwerken und Kläranlagen, das nur dann zuverlässig funktioniert, wenn es richtig genutzt wird.
In das Abwassersystem gehören:
✓ menschliche Ausscheidungen
✓ Toilettenpapier
✓ Wasser aus Körperhygiene (Duschen, Waschen)
✓ Wasser aus Haushalts- und Textilreinigung
Nicht hinein gehören dagegen jegliche Fremdstoffe. Dazu zählen:
✘ Hygieneartikel
✘ Abfälle
✘ Verpackungen
✘ Essensreste
✘ Kleidung
✘ andere Gegenstände, egal ob kleine, weiche oder vermeintlich „auflösbare“ wie Feuchttücher
Feuchttücher verursachen besondere Probleme, denn entgegen vieler Herstellerangaben lösen sie sich im Abwasser nicht ausreichend auf. Stattdessen bleiben sie im Leitungsnetz hängen, verklumpen und führen zu Verstopfungen in Kanälen und Pumpwerken. Der technische Aufwand steigt, Störungen nehmen zu. Letztlich entstehen erhöhte Kosten, die vermeidbar wären.
Auch Fettreste gehören nicht ins Abwasser. Sie stammen meist aus Essensabfällen und verfestigen sich beim Abkühlen in den Leitungen. Dort lagern sie sich an, beeinträchtigen den Abfluss und stören die Prozesse in allen Bereichen des Abwassersystems. Der Wartungsaufwand steigt erheblich. Speisereste locken zudem Ungeziefer an, die Krankheitserreger transportieren und Leitungen beschädigen können, zum Beispiel durch den Bau von Nestern. Ein funktionierendes Abwassersystem beginnt also bei jedem Einzelnen. Wer richtig entsorgt, schützt nicht nur Technik und Umwelt, sondern trägt auch dazu bei, die Gebühren für alle stabil zu halten.