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Dynamik in der Wasserwirtschaft – ZVK ging die Entwicklung mit

Arbeitswelt heute unterscheidet sich sehr von 1992

Eine Konstante in den vergangenen 35 Jahren: Das Trinkwasser floss zuverlässig aus den Hähnen der Region. Dazu wuchs die Abwassersparte, wechselte das Niederschlagswasser in den Aufgabenbereich des Zweckverbandes. Hinter den Kulissen veränderte sich die Arbeitswelt für das Team erheblich.
Vom Papierplan zu digitalen Daten
1992: Das Zweckverbandsteam arbeitete mit Leitungsplänen. Die Bestandsunterlagen und Karten lagen überwiegend in Papierform vor. Wer wissen wollte, wo eine Leitung verläuft, musste die passenden Unterlagen heraussuchen.

Heute: „Ein Klick – und das Netz ist sichtbar.“ Mit dem Geografischen Informationssystem (GIS) lassen sich Leitungsnetze heute digital darstellen, Informationen verknüpfen und Daten gezielt auswerten. Durch eine Web-Anwendung ist das GIS digital auf mobilen Endgeräten vor Ort abrufbar – ganz ohne Papierpläne. Das erleichtert Planung, Betrieb, Wartung und Dokumentation.

Globale Navigationssatelliten machen es möglich: Zentimetergenau erfasst die Smartantenne die Leitungen im Untergrund und spielt sie ins GIS des Verbandes. Björn Boldt checkt die Vernetzung auf dem Tablet. Einmal verknüpft helfen die Daten bei Arbeiten an den Netzen. Foto: SPREE-PR/Galda

Vom Abwasserreinigen zum ganzheitlichen Gewässerschutz

Damals: Die EU-Kommunalabwasserrichtlinie von 1991 bildete den gesetzlichen Rahmen für die Abwasserreinigung und sorgte für einen wichtigen Schutz der Gewässer. Heute: Die neue Richtlinie von 2024/2025 geht deutlich weiter und rückt neben klassischen Nährstoffen auch weitere Mikroschadstoffe, Mischwasserereignisse und die Energieeffizienz der Abwasserbehandlung in den Fokus. Eine Vereinbarung zwischen dem Land und den Abwasserbeseitigungspflichtigen unterstützt dabei die freiwillige Phosphorelimination. Auf den Kläranlagen Neubukow, Kröpelin und Satow hat der Zweckverband darum in entsprechende Maßnahmen investiert.

Kanalinspektion – vor dem Graben sehen

Damals: Schäden im Kanalnetz waren deutlich schwieriger zu lokalisieren und zu beurteilen. Die Suche nach der Ursache konnte entsprechend aufwendig sein und viel Zeit kosten.

Heute: Moderne TV-Inspektionen liefern Bilder direkt aus dem Kanal zur Technik im Fahrzeug. Schäden lassen sich präzise lokalisieren, dokumentieren und bewerten. So können Sanierungen gezielt geplant werden – statt unnötig große Flächen aufzubrechen.

Die Abwasserreinigung hat einen wesentlichen Anteil an sauberen Gewässern in der Region. Die Warnow besticht mit klarem Wasser. Reiher, andere Wasservögel oder wie hier Adler lieben es. Übrigens: Die Stadt Rostock zieht – anders als alle anderen Versorger im Land, die aufs Grundwasser setzen – ihr Trinkwasser aus diesem Oberflächengewässer. Foto: SPREE-PR/Galda

Leon Thoms setzt die ferngesteuerte Kamera in den Kanal. Von dort sendet sie Fotos und Videos direkt auf den Rechner an Bord. Foto: SPREE-PR/Galda

Wasserzähler mit verschiedenen Gesichtern

Damals: Wasserzähler sind die Grundlage zur Erfassung der Verbrauchsdaten. Diese wurden vor Ort abgelesen oder per Ablesekarte übermittelt. Die anschließende Erfassung und Verarbeitung erfolgte weitgehend manuell.

Heute: Der ZVK setzt noch auf die jährliche Ablesung durch die Kunden. Diese können ihre Zählerstände direkt im Kundenzentrum mitteilen oder per Beiblatt oder aber bequem über den QR-Code digital an den Verband. Ab 2027 soll der Prozess weiter digitalisiert und damit für Kunden und Verwaltung noch effizienter werden. Die digitalen Wasserzähler werden dabei nach und nach beim regulären Zählerwechsel eingesetzt. Damit werden Verbrauchsdaten einfacher erfasst und Wasserverluste oder Auffälligkeiten schneller erkannt.

Jens Sköries zeigt einen Zähler aus den 1990er-Jahren (l.) und einen aktuellen. 2027 sollen digitale Zähler eingesetzt werden, das Vergabeverfahren läuft. Foto: SPREE-PR/Galda

Vom Vorrat zur schützenswerten Ressource

Damals: Grundwasser wurde vor allem als verlässliche Grundlage der Trinkwasserversorgung betrachtet.

Heute: Es steht stärker im Fokus, wie jeder Einzelne das Grundwasser langfristig schützen und seine Neubildung sichern kann.

Klimawandel, lange Trockenperioden und steigender Nutzungsdruck machen den nachhaltigen und ganz bewussten Umgang mit der Ressource wichtiger als früher.

Schutz von Oberflächen und ihren Gewässern sichern den Schatz im Untergrund – das Grundwasser. Foto: SPREE-PR/Galda; KI-Generiert