Schwimmbecken voll machen: Es ist Sommer
Sobald die Sonne brennt, steigt der Wasserverbrauch: Das Planschbecken will gefüllt, der Rasen gewässert, der Pool nachgefüllt werden. Kein Wunder, dass der Wasserverbrauch im Verbandsgebiet an heißen Tagen Spitzenwerte erreicht. Mit ein paar einfachen Handgriffen helfen Sie mit, unsere wichtigste Ressource zu schonen.

Im Hochsommer bringt ein Schwimmbecken Abkühlung und Spaß. Wer ihn am Saisonende richtig ablässt, schützt Kanal und Umwelt. Foto: SPREE-PR/Petsch
Rund 88 Liter Trinkwasser nutzt jede Einwohnerin und jeder Einwohner im Verbandsgebiet des Zweckverbands Wolgast an einem normalen Tag. An Hitzetagen klettert dieser Wert spürbar nach oben, besonders nachmittags und abends, wenn viele Haushalte zur selben Zeit zapfen. Jeder laufende Rasensprenger, jeder frisch befüllte Pool lässt die Durchflussmengen im Netz steigen.
Der Zweckverband ist darauf vorbereitet: Rund um die Uhr steuert das Team die Förderanlagen, hält die Speicher gefüllt und reagiert flexibel auf Verbrauchsspitzen. Am wärmsten Tag des Vorjahres flossen über die Wasserwerke Hohendorf und Lassan rund 2.800 Kubikmeter Wasser in 24 Stunden ins Netz. Solche Mengen sind machbar. Trotzdem gilt: Je bewusster wir mit Wasser umgehen, desto ruhiger ist die Versorgung.
Regenwasser statt Trinkwasser
Der einfachste Hebel liegt im Garten. Frisches Trinkwasser ist ein laborgeprüftes Lebensmittel und fürs Gießen zu schade. Gesammeltes Regenwasser aus der Tonne erfüllt denselben Zweck und kostet nichts. Das gilt auch für das Planschbecken. Wer regelmäßig Flächen bewässert, könnte den Einbau einer Zisterne oder eines Gartenwasserzählers prüfen. Der Einbau kostet je nach Aufwand ab 200 Euro, dazu kommen 2,07 Euro Grundgebühr im Monat. Der Vorteil: Berechnet wird nur die Trinkwassermenge. Das im Garten versickerte Wasser landet nicht in der Kanalisation und nicht auf der Abwasserrechnung.

Gießen mit Regenwasser: Für Gärten ist das kostenlose Nass aus der Tonne ausreichend. Foto: SPREE-PR/Petsch
Am Saisonende heißt es richtig ablassen. Unbelastetes Wasser darf im Garten versickern. Stecken Chlor, Sonnencreme oder andere Kosmetik drin, gehört es in die Kanalisation – am besten über mehrere Stunden, damit Hausanschluss und Kanal nicht überlastet werden.
Gießen mit Köpfchen: Fünf Tipps für den Sommergarten
- Regentonne nutzen: Gesammeltes Regenwasser ist für Beete und Planschbecken ideal und kostenlos.
Morgens oder abends gießen: In der Mittagshitze verdunstet zu viel Wasser, bevor es die Wurzeln erreicht. - Boden mulchen: Eine Schicht aus Rasenschnitt oder Häcksel hält die Feuchtigkeit länger im Beet.
- Klotzen statt kleckern: Lieber seltener und durchdringend wässern. Das stärkt die Wurzeln.
- Poolwasser richtig ablassen: Gechlortes Wasser gehört gedrosselt in die Schmutzwasserkanalisation, nicht ins Beet.

