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Editorial

35 Jahre, viele Veränderungen und ein langer Atem

Liebe Leserinnen, liebe Leser!

35 Jahre im Unternehmen. Wenn ich das laut ausspreche, merke ich erst, wie viel Zeit das wirklich ist. Zeit, in der ich viel erlebt, viel gelernt und besonders eines gesehen habe: Veränderungen. Ich habe mit engagierten Kolleginnen und Kollegen gearbeitet, mit denen wir gemeinsam Probleme gelöst, Krisen gemeistert und viele gute Ideen umgesetzt haben. Und Zeit, in der ich gelernt habe, dass man in unserer Branche besonders eines braucht: Geduld, eine gute Portion Gelassenheit und einen entspannten Blick auf den Alltag.

Foto: ZV Festland Wolgast

Was sich allerdings hartnäckig hält, ist die Bürokratie. Trotz Bürokratieabbaugesetz wird sie nicht weniger. Im Gegenteil. Mit jeder neuen Vorschrift – ob Informationssicherheitsgesetz, Risikomanagementpläne, KRITIS oder Nachhaltigkeitsberichte – kommt ein weiterer Stapel an Vorgaben, Formularen und Nachweisen dazu. Vieles davon ist sinnvoll, keine Frage. Aber manchmal frage ich mich, ob wir irgendwann mehr Zeit mit Berichten verbringen als mit dem, worum es in unserem Auftrag wirklich geht.

Denn genau darum geht es mir nach all den Jahren immer noch: um unsere Aufgabe, die Menschen zuverlässig mit Wasser zu versorgen und das Abwasser zu entsorgen. Das ist der Grund, warum ich morgens aufstehe. Warum ich mich durch neue Prozesse kämpfe. Warum ich trotz allem gern hier bin. Vielleicht ist es gerade diese Mischung aus Erfahrung, Pragmatismus und Beharrlichkeit, die uns als Branche auszeichnet. Wir lassen uns nicht entmutigen. Wir machen weiter. Und wir sorgen dafür, dass trotz aller Vorschriften das Wasser fließt: sauber, sicher und zuverlässig. Das ist das Schönste an 35 Jahren: zu wissen, dass man Teil von etwas Wichtigem ist. Und dass man es gemeinsam schafft.

Ihre Kerstin Wittmann
Kaufmännische Geschäftsführerin