Ohne Technik kein Wasser
Wussten Sie, dass der Fluss des Trink- und Abwassers viel mit Elektrotechnik zu tun hat? Ohne sie könnten Brunnen, Pumpen, Wasserwerke oder Kläranlagen nicht arbeiten. Sie im Blick zu behalten, ist Aufgabe der verbandseigenen Elektrotechniker. In ihren Reihen begrüßt der ZV nun zwei neue Mitarbeiter: Martin Bauernschäfer und Roy Erler.

Elektrotechnik ist Teamarbeit. Hier schauen Martin Bauernschäfer (l.) und Roy Erler, ob im Schaltschrank vom Wasserwerk Zinnowitz alles in Ordnung ist. Foto: SPREE PR/Kuska
Trinkwasser bereitzustellen und Abwasser zu entsorgen – das gleicht einem kleinen technischen Wunderwerk. Denn: Viele Prozesse dahinter laufen automatisiert ab. Sensoren messen zum Beispiel kontinuierlich Wasserstände, pH-Werte, Trübungen, Druck oder Sauerstoffgehalt. Die gemessenen Daten leiten sie an Steuerungssysteme. Die Steuerungen regeln Pumpen, Ventile oder Belüftungsanlagen und sorgen beispielsweise dafür, dass die richtige Wassermenge gefördert wird, Filter rechtzeitig gereinigt werden oder Becken nicht überlaufen. Bei Bedarf passt die Steuerung Abläufe automatisch an.
Damit all das reibungslos läuft, hat der Verband eine Abteilung für Elektrotechnik. Kürzlich hat er hier zwei Stellen nachbesetzt, die durch Renteneintritte und berufliche Veränderungen frei geworden sind. Die beiden neuen Kollegen heißen Martin Bauernschäfer und Roy Erler.
Das Gros ihrer Arbeit erledigen die Elektrotechniker vorbeugend. Zum Beispiel, indem sie Motoren, Antriebe, Kabel, Stecker, Spannungen, Widerstände und viele andere technische Komponenten regelmäßig prüfen und Instand halten. Auch die Auswertung von Daten und Diagrammen gehört zu ihrem Job. „Manchmal zeichnen sich hier schon Probleme ab – zum Beispiel, wenn eine Pumpe ungewöhnlich viel Strom verbraucht“, sagt Martin Bauernschäfer. „Dann handeln wir, bevor es zu einem ernsthaften Problem kommt“, ergänzt Roy Erler.
Wie wichtig betriebseigene Fachkräfte sind, zeigt sich ganz besonders bei Störungen: Die Kollegen sind dann jederzeit und schnell vor Ort. So wir kürzlich, als die Pumpen am Hauptpumpwerk in Zinnowitz nicht ansprangen. Infolgedessen stieg das Abwasser im Vorratsbehälter immer weiter an. Zunächst brachten Martin Bauernschäfer und Roy Erler das Pumpwerk im Handbetrieb wieder zum Laufen. Danach beseitigten sie die Störung. Wie in den meisten Fällen konnten sie auch hier das Problem lösen, bevor Kunden Auswirkungen spürten.

