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Eigenverantwortung für die Hausinstallation

Die Wartung ist kein „Kann“, sondern „Muss“

Laut Trinkwasserverordnung und DIN 1988 sind Hauseigentümer für die Wartung der Trinkwasserinstallation hinter dem Wasserzähler verantwortlich. Mit wenig Aufwand können große Schäden vermieden werden.

Nico Riebenstahl, Leiter des Materialeinkaufs, zeigt ein Ventil, das vor der Wasseruhr verbaut ist. Mit besserer Wartung ließe sich viel sparen. Foto: SPREE-PR/Petsch

Ein Parameter dieser Anlage ist der Wasserfilter. Viele Hauseigentümer wissen nicht einmal, dass in ihrer Trinkwasserinstallation ein Hauswasserfilter eingebaut ist – geschweige denn, dass dieser regelmäßig gewartet werden muss. Dabei schützt der Filter nicht nur die Wasserqualität, sondern auch die gesamte Hausinstallation. Oder die Absperrventile: Wer die nicht regelmäßig bewegt, riskiert Rost und schlimmstenfalls Wasserschäden. „Wir müssen jedes Jahr etwa hundert Ventile und über tausend Ventileinsätze auswechseln“, berichtet Nico Riebenstahl, der bei der OWA den Materialeinkauf verantwortet. „Der Ärger, der hinter jedem Schaden steckt, ließe sich häufig vermeiden.“

Ihre Pflicht als Eigentümer: Wartung der Hausinstallation

Die öffentliche Wasserversorgung und Verantwortung für die Wasserqualität endet am Wasserzähler. Alles, was dahinterkommt – Rohre, Filter, Ventile, Speicher – liegt in der Verantwortung der Eigentümer. Wir erklären die einzelnen Wartungsschritte:

Wasserfilter (Hauswasserstation) warten

  • Rückspülfilter: Spülen Sie den Filter alle 2 bis 6 Monate (bzw. bei Druckabfall) zurück, um Schmutzpartikel zu entfernen.
  • Wechselfilter: Ersetzen Sie Filtereinsätze alle 6 Monate durch einen Fachbetrieb. Hinweis: Ein Filter ist bei metallischen Rohren nach DIN 1988 zwingend.
  • Absperrventile regelmäßig drehen: Betätigen Sie alle Ventile (Absperrarmaturen) in der Hausinstallation mindestens alle sechs Monate. Drehen Sie einmal zu und wieder auf, damit diese beweglich bleiben und im Notfall funktionieren.
  • Wasserzähler freihalten: Der Wasserzähler muss jederzeit zugänglich, ablesbar und vor Frost geschützt sein. Verbauen Sie ihn nicht und lagern keine Gegenstände davor. Ein Freiraum von 1 m vor und mindestens 0,8 m über der Absperreinrichtung bzw. Hauptwasserzähleranlage (Montageplatz) ist einzuhalten.
  • Stagnationswasser vermeiden: Wasser darf nicht wochenlang in Leitungen stehen. Nach Urlauben und in selten genutzten Gäste-WCs müssen die Zapfstellen ausführlich gespült werden, bis kaltes Wasser fließt.
  • Warmwasser-Temperatur prüfen: Der Speicher sollte auf 60 °C eingestellt sein, um Legionellenwachstum zu verhindern.

Warum ist die Wartung wichtig?

Vernachlässigte Anlagen können zu verschmutztem Wasser, Druckverlust durch verstopfte Filter, festgesetzten Ventilen und schlimmstenfalls zu Rohrbrüchen und hygienischen Problemen führen.

Tipp:

Bei Problemen an Ihrer privaten Hausinstallation (hinter dem Wasserzähler) wenden Sie sich an einen zugelassenen Fachbetrieb. Die Installateursverzeichnisse für OHV und HVL sind auf www.owa-falkensee.de in der Rubrik „Hausanschlüsse“ zu finden.