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Unsere Serie: Die MWA als Arbeitgeber (3)

MWA war „Sechser im Lotto“

Die gebürtige Kleinmachnowerin Katrin Pohl kann Ende 2026 ein Dienstjubiläum begehen. Seit 15 Jahren gehört sie zum Team der Mittelmärkischen Wasser- und Abwasser GmbH. Anfangs widmete sie sich ganz der Betriebskantine. Doch die Aufgaben wuchsen. Kein Problem für die Frau, die Neues geradezu umarmt.

Neben der Kantine (im Bild) trägt unsere reiselustige Kollegin Katrin Pohl auch die Verantwortung für das Archiv der Mittelmärkischen Wasser- und Abwasser GmbH.
Foto: SPREE-PR/Arbeit

Waschen, schnippeln, garen – wer jemals in einer professionellen Küche gearbeitet hat, kennt den Dauerstress zwischen Pfannen und Töpfen. Katrin Pohl hat nach der Schule Köchin gelernt und zwei Jahrzehnte im Beruf gearbeitet, unter anderem auf der Urlauberinsel Usedom. Vor ihrem Wechsel zur MWA leitete sie die Küche in einem Pflegeheim. „Doch die Aussicht, nicht mehr an Wochenenden und Feiertagen arbeiten zu müssen, war zu verlockend“, erinnert sie sich an den goldenen Tipp eines MWA-Kollegen, dass deren Kantine neu besetzt werden müsste. Katrin Pohl bewirbt sich um die Nachfolge. „Dass es geklappt hat, war wirklich wie ein ‚Sechser im Lotto‘ für mich“, erinnert sich die bescheidene 62-Jährige dankbar.

Sie ist hier die gute Seele

In den ersten Jahren bekocht Katrin Pohl das Team noch komplett selbst und bereitet auch ein Frühstücks-Buffet vor. Doch im Laufe der Zeit wird – geschuldet immer strengeren Auflagen für Betriebskantinen – das Angebot reduziert. „Wir haben auf hochwertige Tiefkühlkost umgestellt, Salate gibt’s aber nach wie vor frisch.“

Bis zu 20 Mitarbeiter, vor allem aus der Verwaltung, setzen mittags auf die Kantine – knapp ein Viertel des Teams. Die Monteure sind tagsüber meist unterwegs. „Der MWA ist die Kantine als Benefit und Zeichen der Wertschätzung wichtig“, erklärt die heutige Babelsbergerin, „jeder soll sich doch an seinem Arbeitsplatz wohlfühlen.“ Dass sie einen gehörigen Anteil daran hat, zeigt der inoffizielle Titel der Kantinen-Chefin: Sie sei hier die „gute Seele“, heißt es voller Zuneigung auf den Fluren.

Shuffle und Kick-Ball-Change

Der reduzierte Arbeitsaufwand in der Kantine erschließt für Katrin Pohl neue berufliche Perspektiven. Sie kehrt auf die Schulbank zurück, um bei der MWA die Dokumentation und das Archiv übernehmen zu können. „Hier landen alle Unterlagen, die dauerhaft aufbewahrt werden müssen“, beginnt sie aufzuzählen, „Bauakten, Dokumentationen, Bestandspläne, Unterlagen der Verbandsarbeit und, und, und.“ Die Umstellung auf ein komplett digitales Archiv läuft. Wieder Neues!

Nach dem Feierabend legt sich Katrin Pohl nicht etwa faul aufs Sofa. Ganz im Gegenteil. Sie schwingt das Tanzbein beim Linedance. „Das Hobby habe ich nach dem Auszug der Kinder für mich entdeckt. Dreimal die Woche ist Training!“ Der Ehemann zieht mit – auch bei dem anderen großen Hobby: das Reisen in alle Welt. In dieser Zeit muss der wöchentliche Oma-Tag mit den Enkelkindern dann leider ausfallen.

Nächstes Ziel: Nashville

Genießen mit allen Sinnen in aller Welt bringt Katrin Pohl ins Schwärmen. „Das lange Fliegen ist natürlich blöd, aber das tolle Essen entschädigt“, berichtet sie begeistert von der jüngsten Reise nach Peru. „Die haben ja das Beste von allem: Obst, Gemüse, Fleisch.“ Bis auf 4.000 m Höhe wandert die fitte Brandenburgerin in den Anden. Der berühmten Inka-Ruinenstadt Machu Picchu stattet sie natürlich auch einen Besuch ab. „Ich bin so dankbar, dass ich das erleben darf.“

Das nächste Wunschziel ist Nashville. „Wegen der Country-Musik, klar“, grinst sie voller Vorfreude aufs Kofferpacken. Eine vormalige Reise zu wiederholen, kann sie sich dagegen nur schwer vorstellen. „Wenn mal einmal am Grand Canyon gestanden hat – dieser Wow-Effekt kommt ja nie wieder.“

Katrin Pohl liebt das Reisen. Gerade kehrte sie von einem Rund-Trip durch Südamerika zurück.
Foto: privat