Frische Ernte aus Gemüseresten ganz leicht
Was wächst denn da …?
Eben noch schnell etwas knackigen Salat und Kräuter zum Abendessen ernten? Genau das Richtige in der kalten Jahreszeit! Dafür nur kurz zur Fensterbank gehen und die vitaminreichen Blätter pflücken … Moment. Salaternten im Frühjahr auf einer Fensterbank? Genau! Denn wer Lust auf etwas eigenes Gemüse hat, muss nicht bis zum Sommer warten.

Ob Wohnung, Balkon oder Garten: Nachwachsende Gemüsereste gedeihen mit Licht und Wärme überall.
Foto: SPREE-PR/Swoboda
Regrow (wörtlich übersetzt: wieder nachwachsen) verspricht neue Ernte aus Gemüseresten. Das schont nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Umwelt. Beim Kochen entstehen ohnehin Bioabfälle. Statt sie wegzuwerfen, können viele Gemüsereste wiederverwertet und angebaut werden – und dass zu jeder Jahreszeit. So vermeiden Sie Biomüll und haben immer frische Zutaten parat. Regrow ist für jedermann, für Alt und Jung geeignet. Besonders für Kinder ist das Anbauprojekt spannend. Sie lernen, woher ihr Essen kommt, und können sich ins Thema Pflanzenkunde einfuchsen. Der Ertrag ist bei vielen Sorten bereits nach wenigen Tagen sichtbar, da macht Gemüseessen doch gleich doppelt Spaß!
Salat & Co. für Einsteiger
Eigentlich können Sie gleich loslegen, denn für den Anfang hat man das meiste in der Regel schon im Haus: Kleine Schüsseln, Deckelgläser in unterschiedlichen Größen und ein sauberes, scharfes Messer werden benötigt. Wichtig ist ein Platz zum Gedeihen mit viel Licht und Wärme, wie eben eine Fensterbank. Wir von der WASSERZEITUNG haben uns in die Gartenarbeit gestürzt und führen Sie in einer Schritt-für-Schritt-Anleitung für Frühlingszwiebeln und Salat durch das Projekt.

Auch Joghurtbecher eignen sich hervorragend als Blumentöpfe.
Foto: SPREE-PR/Swoboda
Triebe eintopfen steigert Ernte
Los geht’s: die Frühlingszwiebel etwa zwei Zentimeter über der Wurzel abschneiden und in ein mit Wasser gefülltes Glas stellen. Das Wasser alle drei Tage austauschen. Nach wenigen Tagen sprießen aus den abgeschnittenen Stängeln hellgrüne Spitzen.

Das Glas mit Wasser nur so hoch befüllen, dass die Triebe nicht bedeckt sind.
Foto: SPREE-PR/Swoboda

Das sind bereits die nachwachsenden Triebe, die Sie ernten können, je nachdem wie hoch die Keimlinge wachsen sollen. Auch nachdem etwas abgeschnitten wurde, kann der Trieb weiter genutzt werden. Dafür einfach wie gehabt Wasser regelmäßig auswechseln oder gegebenenfalls in einen Topf mit frischer Aufzuchterde setzen. Das Gleiche funktioniert auch mit dem Strunk eines Salatkopfs. Etwa zwei Zentimeter darüber abschneiden und in ein Wasserglas stellen. Am besten die äußeren Blätter entfernen, sodass nur noch das „Herz“ im Nass steht. Nach wenigen Tagen treiben erste Blättchen in der Mitte aus. Diese können bereits geerntet oder nach zwei Wochen im Topf mit Anzuchterde eingepflanzt werden. Nur mäßig gießen, sonst verdirbt die Pflanzenpracht. Selbstverständlich wächst so kein komplett neues Gemüse nach, sondern nur die Triebe. Aus Möhren werden keine neuen wachsen, aber die sprießenden, grünen Blätter sind ebenfalls schmackhaft und gesund und eine leckere Zutat für Suppen und Salate.
Auch sind die Ernteerträge aus einem Gewächs überschaubar. Es bietet sich an, gleich mehrere Ableger anzusetzen. Für Regrow eignen sich außerdem noch Gemüsesorten wie Porree, Stangen- und Knollensellerie, Fenchel, Wurzelpetersilie oder Rote Bete.
